Der vier Monate währende jugendliche Übermut des DAX hat in dieser Woche sein endgültiges Ende besiegelt. Während der Dow Jones nur 0,3% seiner unkte verlor und der MSCI World Index gar 0,1% hinzugewinnen konnte verlor der deutsche Leitindex satte 3,4%. Man kann das hämische Grinsen der großen Indizes, welche den Ton wieder angeben, regelrecht spüren.

Nach zwischenzeitlich 12,3% Jahres-Performance steht der DAX nun wieder bei (jedoch immer noch guten) 6,6%. Aus dem einstigen mehrere Prozente schweren Vorsprung sind nun 2,1% Rückstand auf den MSCI und 2,7% auf DOW geworden.

 

Es ist wieder mehr Bewegung im DAX? Was mich in dieser Woche besonders interessierte: In den letzten 31 Wochen (seit dem 19.12.2016) haben wir gerade einmal 10 Wochen (32%) mit einem Ergebnis von mehr als plus oder minus 1,5% (nennen wir sie high-performance-weeks) erlebt. Hierbei erlebten wir ein Drittel der high-performance-weeks der letzten 31 Wochen in den letzten 4 Wochen. Es ist wieder mehr Bewegung im DAX!

Hierzu habe ich kurzerhand eine neue Grafik entwickelt. Diese zeigt die durchschnittliche prozentuale Stärke der Bewegung des DAX der vergangenen 4 Wochen an. Zu erkennen ist ein Tief in der Kalenderwoche 26 2017. Hierbei hatte der DAX in den vergangenen 4 Wochen (KW23-KW26) durchschnittlich gerade einmal 0,6% Performance pro Woche hingelegt (ob positiv oder negativ spielt in diesem Fall keine Rolle). Mittlerweile ist wieder mehr Bewegung im DAX. Ende der KW29 steht der Wert wieder bei 1,3%.

Seit 2015 erhebt das BBarometer Daten. Seit 2015 ist alles in allem eine Verflachung der durchschnittlichen Performance des DAX zu erkennen. Der Mittelwert der prozentualen Stärke der wöchentlichen Performance des DAX lag 2015 noch bei 2,7%. 2016 sank die Stärke der wöchentlichen Bewegungen des DAX bereits durchschnittlich auf 2,2%. Derzeit, im Jahr 2017, sind es durchschnittlich nur magere 1,1%.

Doch trotz diesem Umstand gilt es den Blick auf Wochengeschäft nicht zu verlieren. Wo könnte es nächste Woche hingehen?

Der DAX hat steht bereits 4,5% unter seinen Hochs bei über 12.800 Punkten. Auch ist dieser nicht, wie seit Dezember 2016 bisher der Fall, von seinem SMA38-Durchschnitt abgeprallt, sondern darunter gefallen und befindet sich auf dem Weg in Richtung der EMA200-Linie. Doch auf Jahressicht steht noch die Schließung des Gaps bei 12.050 Punkten an – Und der DAX scheint dies anzuvisieren …

Im Graph des BBarometers überschlagen sich die Ereignisse. Mehrfach wurde das 2-Prozent-Muster ausgelöst. Wer kennt dieses Muster noch nicht? Es ist das älteste und wahrscheinlich auch häufigste Muster in den Analysen. Erreicht die wöchentliche Performance des DAX oder der Anleger einen Wert von mehr als 2% im positiven oder auch negativen Bereich ist in über 90% aller Situationen ein durchaus sehr ähnlicher Ablauf zu erkennen, welcher sich einfach handeln lässt.

Der Ablauf, wenn der DAX gleich oder mehr als +2% erreicht lautet:

  1. In der ersten Folgewoche sinkt die Wochenperformance unter die der Ursprungswoche
  2. In der zweiten Folgewoche steigt die Wochenperformance auf einen Wert höher als dieser der ersten Folgewoche
  3. In der dritten Folgewoche sinkt die Wochenperformance unter die der ersten Folgewoche. Hier markiert das Muster sein Tief in der Abfolge
  4. In der vierten Folgewoche steigt die Wochenperformance auf einen Wert höher als dieser der dritten Folgewoche

Die Umsetzung des Musters erfolgt meist in den ersten 7 Tagen nach Erkennen. Durchaus kann es zu verzögerten Abfolgen kommen und sich das Erwartete Bild im Chart erst nach 14 Tagen herausbilden. Ein Nicht-Eintreffen der Erwartung nach mehr als 14 Tagen ist sehr selten, kann jedoch auch vorkommen.

Markiert der DAX einen Wert von mehr als -2% so erfolgt das Muster ebenfalls, nur gespiegelt …

 

Wir erkennen nun aus den letzten 4 Wochen drei Wochen mit Ergebnissen von mehr als 2%. Aktuell liegen drei Signale des 2-Prozent-Musters gleichzeitig vor. Das stellt kein Problem dar, so ergänzen die Signale sich und bestätigen sich gegenseitig.

In der KW26 erreichte der DAX -2,8%. Die Erwartung hierbei steht derzeit wie folgt:

  1. Ein Wert besser als -2,8% in der KW27. Dies wurde durch +0,1% in der KW27 erreicht.
  2. Ein Wert schlechter als +0,1% in der KW28. Diese Erwartung traf in den ersten 7 Tagen nicht ein – der DAX stieg um 2,0%. Trifft die Erwartung verzögert nach bis zu 14 Tagen ein?
  3. Ein Wert schlechter als +0,1% wurde verzögert nach 14 Tagen mit einem Wert von -3,4% erreicht.
  4. Aktuell wird basierend auf dem Ablauf des 2-Prozent-Musters aus der Kalenderwoche 26 ein Wert besser als +0,1% in der KW30 erwartet.

In der KW28 erreicht der DAX +2,0%. Die Erwartung hierbei steht derzeit wie folgt:

  1. Ein Wert schlechter als +2,0% in der KW29. Dies wurde mit -3,4% erreicht.
  2. Aktuell wird basierend auf dem Ablauf des 2-Prozent-Musters aus der Kalenderwoche 28 ein Wert besser als -3,4% in der KW30 erwartet.

In der KW29 erreichte der DAX -3,4%. Die Erwartung hierbei steht derzeit wie folgt:

  1. Der DAX sollte in der KW30 einen Wert besser als -3,4% erreichen.

Des Weiteren liegt uns mit dem Top-to-the-Bottom-Cut (wenn der DAX in seiner Wochenperformance die der Anleger von oben nach unten schneidet) ein viertes Signal vor, welches auf einen in der Wochenperformance sich wieder verbessernden DAX hinweist. Die Entwicklungs-Arbeit des BBarometers ist immer wieder faszinierend: Es liegt 4 unterschiedliche Muster vor, doch zu Verwirrung und Differenzen in den Aussagen kommt es nicht. Alle 4 Signale deuten auf dasselbe hin – Der DAX sollte in der KW30 eine Wochenperformance besser als -3,4% erreichen. Hinweis: Dies könnte denoch eine negative Wochenperformance sein.

Im Wikifolio des BBarometers (hier findest du es) habe ich dennoch die DAX-Long-Position nachgekauft. Unter der Woche wird das DAX ebenfalls Wellenbewegungen vollziehen. Ich erwarte eine gute erste Hälfte und eine ernüchternde zweite.

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