Maestro, Kreditkarte und Co. – bargeldlos zahlen ist heute ganz einfach

Maestro, Kreditkarte und Co. – bargeldlos zahlen ist heute ganz einfach

Nur wenige Bereiche zeigen die fortschreitende Digitalisierung in der Finanzwelt so gut auf wie die Möglichkeit der bargeldlosen Zahlung. Fast täglich schießen neue Möglichkeiten und Zahlungsanbieter aus dem Boden, die sich teilweise nur in Nuancen, aber mitunter auch deutlich voneinander unterscheiden. Doch welche Möglichkeiten für bargeldlose Zahlungen existieren heute eigentlich und wo lassen sich diese einsetzen?

 

Abbildung 1: Bargeldloses Zahlen wird immer einfacher. Doch worauf sollte Nutzer achten und welche Optionen sind für wen interessant? Bildquelle: @ The DigitalWay / Pixabay.com

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Maestro-Karte und Kreditkarte – die Klassiker

Die Klassiker der bargeldlosen Zahlung sind ganz klar die die Maestro-Karte (auch EC-Karte oder girocard) und die Kreditkarte. Während die erste Option in Verbindung mit dem Girokonto oft nur einen Kredit von 1-2 Tagen einräumt, können Kreditkartensalden monatsweise oder auch in Raten abgezahlt werden. Doch wo lassen sich die beiden Karten heute einsetzen? Hier einige Beispiele:

  1. Bargeldlos zahlen in Geschäften

Ob Supermarkt, Tankstelle oder andere Geschäfte – fast jeder bietet heute die Möglichkeit, per EC-Karte oder auch Kreditkarte zu bezahlen. In Deutschland selbst weist die Maestro-Karte eine besonders hohe Akzeptanz auf. Nicht umsonst waren deutschlandweit im Jahr 2018 ca. 107 Millionen Ec-Karten im Umlauf.

  1. Online-Zahlungen: Auch mit EC-Karte möglich

Während Kreditkarten gerade bei Online-Zahlungen von Einkäufen oder Dienstleistungen lange Zeit als Standard galten, kann man mittlerweile auch per Maestro-Karte online zahlen. Laut Infos von onlinecasinosdeutschland.combieten heute sogar verschiedene Online-Casinos die Möglichkeit, per Maestro-Karte zu bezahlen. Der Vorteil dabei: Bei EC-Kartenzahlungen entstehen für Kunden im Normalfall keinerlei Gebühren.

Hinweis: Bargeldlose Zahlungen an Broker werden auch heute noch größtenteils per Banküberweisung oder Abbuchung vom Referenzkonto getätigt. Es besteht jedoch vereinzelt auch die Möglichkeit einer Einzahlung per Kreditkarte oder PayPal.

 

PayPal – der moderne Platzhirsch

Unter den Online-Zahlungsanbietern dürfte PayPal die Rolle des Platzhirsches haben. 2019 übertraf das Unternehmen erstmals die Zahl von 300 Millionen aktiven Accounts weltweit und kann damit auf eine sehr große Community verweisen. Die Bezahlung mit PayPal weist dabei einige enorme Vorteile auf:

  • Sehr viele Online-Händler akzeptieren Zahlungen per PayPal
  • PayPal-Nutzer können sich gegenseitig Geld senden
  • Kreditkarten und Girokonten lassen sich problemlos mit dem PayPal-Konto verbinden
  • Der Zahlungsempfänger erhält sofort eine Nachricht über die Zahlung (keine Wartezeit)

Neben PayPal existieren viele weitere Zahlungsanbieter, die das Problem des Informationsleck über eine getätigte Zahlung überbrücken. Damit ein Online-Händler Ware versenden kann, muss er zunächst sicher sein, dass der Kunde diese auch bezahlt hat. Banküberweisungen dauern auch heute in vielen Fällen noch 1-2 Tage. Bei modernen Zahlungsanbietern erhält der Händler hingegen sofort die Benachrichtigung, dass die Zahlung stattgefunden hat.

 

Mobiles Bezahlen: Per NFC-Technologie kein Problem

Mobiles Bezahlen ohne Kontakt ist heute dank Near Field Communication (NFC) ebenfalls problemlos möglich. Moderne Maestro-Karten werden mit dieser Technologie ebenso ausgestattet wie Handy-Apps. Beim Bezahlvorgang wird die Karte nur über das Gerät gehalten oder der Smarthone-Bildschirm aktiviert und schon lässt sich die Zahlung vollziehen.

Neben den mobilen Bezahlmöglichkeiten haben sich auch Dienste wie Amazon Pay oder Google-Pay etabliert. Hier lässt sich mit den bereits hinterlegten Zahlungsdaten auch auf externen Webseiten bezahlen. Auch dies erleichtert das Online-Shopping ungemein.

 

Bargeldoses Bezahlen wird immer einfacher

Ob nun Online-Zahlungen oder Begleichungen von Rechnungsbeträgen im Geschäft – bargeldloses Bezahlen war noch nie einfacher als heute. Die Fülle an Möglichkeiten reicht von klassischen Debit- und Kreditkarten über Dienste wie PayPal bis hin zu NFC-Apps, die kontaktloses Bezahlen per Smartphone erlauben. Diese Möglichkeiten sorgen dafür, dass der Bezahlvorgang immer unkomplizierter wird. Wer dabei seine Daten gut schützt und grundlegende Schutzmaßnahmen in Bezug auf Passwörter beachtet, kann so ohne Probleme Einkäufe tätigen und nachher alles im Blick behalten.

Geld effektiv anlegen- auf diesem Wege ist es möglich

Wie kann man sein Geld effektiv anlegen. Dieses ist eine Frage, die sich besonders viele Kleinsparer in der heutigen Zeit fragen, da diese besonders von der Nullzinspolitik der EZB betroffen sind. Kaum ein Sparer erhält mehr angemessene Zinsen auf sein Vermögen, wodurch die Inflation nach und nach das eigene Geld entwertet. Viele Kleinsparer wirken fast machtlos gegen die Tricks der Finanzbranche, aber dennoch gibt es auch Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren. Auch wenn die Zinsen niedrig sind, kann man heutzutage sein Geld mit einem gewissen Maß an Risiko dennoch anlegen. Zu den wichtigsten Anlagemöglichkeiten für Kleinsparer zählen normalerweise Aktien, Wertpapiere und seit neuerem auch die so genannten ETFS. Alle drei sind dadurch gekennzeichnet, dass sie natürlich nicht komplett sicher sind, wie das sparen. Etwas so sicheres wie das Ansparen von Geld auf dem Bankkonto gibt es nicht, so dass sie entsprechend riskieren müssen, wenn sie wenigstens eine kleine Rendite erwirtschaften möchten und somit der Inflation entgegenwirken möchten. Im Folgenden wird aufgeführt, wie Sie am effektivsten ihr Geld anlegen können und wie Sie dabei eine optimale Balance zwischen Risiko und Renditen bekommen. Die Balance zwischen diesen zwei Faktoren ist das wichtigste, wenn Sie ihr Geld in der Finanzbranche anlegen möchten.

 

Aktien als Anlagemöglichkeit

Klassische Aktien sind die wohl bekannteste Anlagemöglichkeit innerhalb der Finanzbranche, wobei bestimmte Anteile an Firmen gekauft werden. Bei Gewinnen vom Unternehmen erhalten Sie eine entsprechende Dividende und auch wenn das Unternehmen erfolgreich wirtschaftet, können Sie die steigenden Kurse ausnutzen, um später die Aktie teurer verkaufen zu können. Dabei besteht jedoch auch das Risiko, dass auch die Aktie sinken kann oder das Unternehmen Insolvenz anmelden kann, wodurch ein Totalverlust Ihres angelegten Vermögens die Folge ist.

 

Wertpapiere als Anlagemöglichkeit

Eine zweite bekannte Anlagemöglichkeit sind die Wertpapiere, wobei diese sich vom Risiko der Aktien ein wenig abheben. Dabei wird nicht nur zentral in eine Aktie von einer Firma investiert, sondern verschiedene Aktien und Unternehmensanleihen sind innerhalb von einem Papier gebündelt. Dadurch sinkt das Risiko, dass sie einen Totalverlust erleiden, da es unwahrscheinlich ist das alle Firmen gleichzeitig kriseln.

 

ETFs als Anlagemöglichkeit

Die letzte Anlagemöglichkeit sind die ETFs, die als eine der neuesten Anlagemöglichkeiten gelten. Diese kam im letzten Jahrhundert aus den USA und hat sich nach und nach auch in Deutschland etabliert. Dieses hat besonders einen Grund, da ETFS besonders für den kleinen Sparer wesentlich übersichtlicher sind und auch transparenter sind, so dass der Sparer nicht von den Fachbegriffen der Finanzbranche überrollt wird. Zudem ist auch hier ebenfalls wie bei Wertpapieren das Risiko eines Verlustes oder sogar eines Totalverlustes relativ klein, wodurch sich auch natürlich diese Anlagemöglichkeit als eine Anlagemöglichkeit für den Mittelstand auszeichnet. Aufgrund dessen fallen hier dann auch die Renditen kleiner aus, aber immerhin kann so der Inflation entgegengewirkt werden.

 

Letztendlich liegt es ganz allein in ihrer Hand, wie Sie ihr Geld anlegen möchten. Eines steht fest: auf der Bank können Sie der Inflation nicht entgegenwirken, so dass sie einen Schritt in das unbekannte wagen müssen, um dennoch Renditen erwirtschaften zu können. Wenn sie ein wenig Risikobereit sind, können Sie Aktien kaufen, und hoffen, dass das Unternehmen in Zukunft erfolgreich sein wird. Wenn Sie etwas Risikoscheu sind, eignen sich aber auch vor allem ETFs und Wertpapiere zum Investieren, wobei ETFs noch geeigneter sind für den Mittelstand. Keiner kann ihnen jedoch die Entscheidung abnehmen, welcher Weg für Sie und für ihr Geld der Beste ist. Selbst ein anerkannter Finanzwissenschaftler kann Ihnen diese Entscheidung nicht abnehmen, sondern kann nur eine Empfehlung aussprechen.  Sollten Sie sich dazu entscheiden, dass Geld vom Bankkonto in Aktien oder sonstige Finanzprodukte zu investieren, sollten Sie unbedingt die Internetseite Brokervergleich.net aufrufen. Hier erhalten Sie alle Informationen zum Traden mit Aktien, Wertpapieren, ETFs usw.

 

Investieren in Gold – Möglichkeiten – Chancen – Vorteile und Nachteile

Investieren in Gold – Möglichkeiten – Chancen – Vorteile und Nachteile

Gold gilt als sicherer Hafen für unsichere Zeiten und das bereits seit Generationen. Der Mythos um Gold ist ungebrochen und wird aktuell aktiv von Eurokritikern instrumentalisiert und gepusht. Für wen Gold als Anlage geeignet ist und in was für einer Form, muss individuell beantwortet werden. Wir haben eine Übersicht über die Chancen (Vorteile) und Risiken (Nachteile) der verschiedenen Investitionsmöglichkeiten in Gold erstellt.

 

Wie kann ich in Gold investieren?

Wer daran interessiert ist, an der Entwicklung des Goldpreises beteiligt zu sein, hat verschiedene Möglichkeiten. Zum einen gibt es die Option direkt in den Rohstoff zu investieren oder Produkte zu kaufen, die die Wertentwicklung des Goldes direkt abbilden. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, in Fonds  oder Unternehmen zu investieren, die entweder in der Goldherstellung, – verarbeitung oder dem -handel ihren Schwerpunkt, ihr Hauptgeschäftsfeld haben.

Die Auswahl des richtigen Produktes, sowie die sich daraus ergebenden Vor- und Nachteile sind sehr individuell. Dabei sind vor allem der Zeithorizont, den der einzelne Investor mit sich bringt, sowie die Liquidität der Produkte bei der Auswahl ausschlaggebend. Welches Produkt für welche Anforderungen geeignet ist, kann der unteren Grafik entnommen werden.

Gold - Vorteile, Nachteile und Chancen

 

Goldinvestments in physisches Gold – Goldbarren und Goldmünzen

Investitionen in Goldmünzen und Goldbarren sind beliebt und werden vor allem von geldkritischen Menschen als alternatives Anlageprodukt nachgefragt. Sie sind hochgradig illiquide und verhältnismäßig teuer, da der Spread (also der Preisunterschied zwischen Kaufs- und Verkaufskurs) groß ist. Außerdem kommen Kosten für Safe, Schließfach und Transport hinzu. Ein weiterer Nachteil sind fehlende Dividendenzahlungen, denn Gold liefert als Rohstoff nur eine Rendite wenn der Goldpreis steigt. Folglich ist ein solcher Kauf per Definition eigentlich eine reine Spekulation und keine Investition.

Ein großer Vorteil ist die Einfachheit das Investment lange zu halten und somit der Spekulation die Zeit zu geben, in den Gewinn zu laufen. Durch den großen Aufwand das Gold wieder zu Geld zu machen, wird man nicht spontan aufgrund eines Kursrutsches aus Panik den Sell Button drücken. Dies verhindert sich im Zweifelsfall im schlechtesten Moment von der Position zu trennen. Zudem ist die emotionale Bindung an einen Goldbarren oder vielmehr noch an Goldmünzen extrem, was das Halten zusätzlich vereinfacht.

Die Wertentwicklung der Anlage in Münzen und Barren ist eins zu eins an den Goldpreis gekoppelt.

Wer eine physisch besicherte Anlage in Gold möchte, ohne die Nachteile von Barren und Münzen zu tragen, kann physisch besicherte ETCs auf Gold wählen (ETCs sind Exchange Traded Commodities – also quasi ETFs für Rohstoffe). Diese sind klassische Schuldverschreibungen. Das damit einhergehende Risiko wird durch physische Deckung nivelliert. Wem das Emittentenrisiko nicht wichtig ist, kann auch zu Anlagezertifikaten greifen.

Physisch besicherte ETCs sind beispielsweise:

  • GOLD ETCs USD
    • DE000A1E0HR8 db Physical Gold ETC
    • DE000EWG0LD1 EUWAX Gold
    • DE000A0S9GB0 Xetra-Gold
  • GOLD ETCs EUR HEDGED
    • DE000A1EK0G3 db Physical Gold Euro Hedged ETC
    • DE000A1RX996 ETFS EUR Daily Hedged Physical Gold

Investments in ETCs  können auch über Sparpläne erfolgen – diese liefern neben einem einfacheren Zugang zu einem physisch besicherten Gold Investment auch noch die Vorteile des Cost Average Effektes und einer automatisierten Anlageform.

ETC-Sparpläne bieten unter anderem die Comdirect und Flatex an.

 

Gold Investments durch Goldminenaktien und ETFs

Wer nicht von der reinen Wertentwicklung des Goldes abhängig sein möchte, hat die Möglichkeit in Unternehmen zu investieren, welche mit Gold arbeiten – sei es der Produktion des Rohstoffes (Minen, Schmelze, Veredelung)  oder der Verarbeitung und dem Handel. Die Optionen sind vielfältig. Durch den Kauf von entsprechenden Unternehmensanteilen hängt die Wertentwicklung nicht mehr nur von den Rohstoffpreise sondern auch vom unternehmerischen Erfolg des Konzerns, ab. Bei erfolgreicher Führung profitiert der Anleger auch von einer Wertsteigerung des Betriebs, sowie zusätzlich von ausgeschütteten Devidenden. Steigende Goldpreise wirken sich dabei je nach Unternehmen unterschiedlich auf deren Gewinne aus. So profitieren zum Beispiel Minen von steigenden Rohstoffpreisen, während Hersteller von Endprodukten unter Umständen darunter leiden, sofern sie die erhöhten Rohstoffkosten nicht an den Endkunden weitergeben können.

Hier wollen wir uns im Speziellen auf Goldminen fokussieren, da der Kauf von Minenanteilen der Markterwartung entspricht, die man beim Kauf von Gold als Rohstoff hat. Um einen Überblick über die weltweiten Marktgegebenheiten zu liefern, sind am Ende des Artikels zwei Grafiken gezeigt. Diese zeigen zum einen eine Auflistung der größten Förderländer und zum anderen die größten Minenunternehmen der Welt (nach Fördermenge). Die Zahlen sind nicht auf dem neuesten Stand, jedoch helfen sie einen Überblick über die Großwetterlage zu erhalten.

Wer nicht die Zeit und Quellen für ein intensives Research hat, um einzelne Minen-Unternehmen auszuwählen, der hat die Möglichkeit über ETFs in einen Index zu investieren, der die Entwicklung von Goldminen weltweit darstellt. Ein Beispiel hierfür ist der NYSE Gold Bugs Index, der auch als ETF bei Flatex im Sparplan kostenlos und regelmäßig investiert werden kann (Stand Juni 2017).

  • ComStage NYSE Arca Gold BUGS UCITS ETF (USD) – LU0488317701

Der beispielhaft genannte ComStage ETF wird von uns in der CostAverage 3.0 Analyse für unseren monatlichen Newsletter ebenfalls beobachtet und für die Signale in Betracht gezogen.

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Der große Vorteil eines ETFs über eine einzelne Aktie ist die Diversifikation. Das heißt für den Anleger, dass auch im Falle von Problemen einzelner Minenbetreiber kein Totalausfall ins Haus steht, da andere Unternehmen diese potenziellen Kursverluste ausgleichen können. Zudem werden schlechte Unternehmen irgendwann aus dem Index geworfen und durch andere (bessere Unternehmen) ersetzt. Auf diese Art und Weise gewinnt der Investor noch eine Art Portfoliomanagement, welches regelbasiert erfolgt.

Der Nachteil: durch die Diversifikation verliert man Rendite-Chancen. Wie oben genannt sind in einem Index immer viele unterschiedliche Unternehmen enthalten. Wenn man sich durch eine genaue Analyse sicher ist, nur die Gewinner gewählt zu haben, so kann man durch deren Auswahl höhere Renditen erzielen, als durch das Investment in den Index.

Gold als Basiswert für Daytrading und Swingtrading

Wer noch höhere Renditen in noch kürzerer Zeit sucht und auf Gold als Basiswert nicht verzichten möchte, kann mit unterschiedlichen Produkten auf die kurzfristigeren Preisbewegungen des Goldes spekulieren.

So stehen einem zum Beispiel CFDs, Knock-Outs, Optionen und Optionsscheine, Futures und viele weitere Finanzprodukte zur Auswahl.

All die genannten Produkte ermöglichen durch einen Hebel eine überproportionale Rendite. Diese zusätzlichen Renditechancen gehen entsprechend aber auch mit speziellen Risiken einher.

Welches Produkt im Einzelnen das Richtige ist, um die avisierte Goldstrategie umzusetzen, unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren, welche zu individuell sind, um sie hier pauschal zu beantworten. Jedoch liefern einige unserer Artikel Antworten zu den Fragen, die zu den verschiedenen Produkten aufkommen können.

 

 

Wo kann ich mehr zu Tradingstrategien auf Gold lernen?

Bei FindeDeinenTradingCoach.de (auch als Tradingkursvergleich bekannt) stehen Informationen zu verschiedenen Kursen und Coaches zusammengefasst mit Bewertungen zur Verfügung. Dort kann jeder zum passenden Thema die passenden Kurse und Ausbildungen finden. Hier geht es zum großen Interview mit dem Gold- und Silber-Experten Michael Schupp.

 

Anhang – Tabellen

Angaben in Tonnen (2015) – Quelle Wikipedia
Rang Land Förderung Reserven Anteil in %
1. China 450 2.000 3,5
2. Australien 278 9.500 16,7
3. Russland 252 8.000 14,0
4. USA 214 3.000 5,3
5. Kanada 153 2.400 4,2
6. Peru 145 2.400 4,2
7. Südafrika 145 6.000 10,5
8. Mexiko 135 1.400 2,5
9. Usbekistan 102 1.700 3,0
10. Ghana 88 990 1,7

 

Förderung in Mio. Unzen Gold (2013) – Quelle Wikipedia
Rang Unternehmen Land Menge
1. Barrick Gold Kanada 7,16 Mio. Unzen Gold
2. Newmont Mining USA 5,07 Mio. Unzen Gold
3. AngloGold Ashanti Südafrika 4,11 Mio. Unzen Gold
4. Goldcorp Kanada 2,67 Mio. Unzen Gold
5. Kinross Gold Kanada 2,63 Mio. Unzen Gold
6. Newcrest Mining Australien 2,1 Mio. Unzen Gold
7. Gold Fields Südafrika 2,0 Mio. Unzen Gold
8. Polyus Gold Russland 1,6 Mio. Unzen Gold
9. China Narional Gold Group China 1,4 Mio. Unzen Gold
10. Yamana Gold Kanada 1,2 Mio. Unzen Gold

 

Welche Arten für sichere Geldanlagen gibt es? –  3 sichere Häfen für das Geld

Welche Arten für sichere Geldanlagen gibt es? –  3 sichere Häfen für das Geld

Es gibt verschiedene Anlagen, welche allgemein als sicher gelten. Angesichts der Niedrigzinsphase stehen aktuell viele vor dem Problem, dass sie nicht genau wissen, wo man Geld zwischenparken kann, ohne dass es von Gebühren und oder negativen Zinsen aufgefressen wird.

Gibt es sichere Geldanlagen?

Prinzipiell ist keine Geldanlage sicher. Analgen und Investitionen sind immer mit gewissen Risiken verbunden. Im Gegenzug erhält man Zinsen. Die Verzinsung ist quasi eine Art Bezahlung oder Vergütung für das Risiko, welches man seinem Geld aussetzt. Daher gehen sehr sichere Anlagen zumeist mit einem geringeren Zinssatz einher.

Auch wenn jede Anlage theoretisch ein Risiko mit sich bringt, so gibt es verschiedene Lösungen, die man in Betracht ziehen kann und die man guten Gewissens als risikolos beziehungsweise nahezu risikofrei bezeichnen kann.

Tagesgeld – die flexible Anlage-Lösung

Tagesgeld ist eine Form der Geldanlage, wobei das Geld zu jederzeit zur Verfügung steht. Im Gegensatz zum Giro-Konto können von diesem Konto aus jedoch keine Laufenden Zahlungen gebucht werden. So kann kein Geld überwiesen und oder Lastschriften eingezogen werden. Zahlungen auf das Tagesgeldkonto sowie Abbuchungen können grundsätzlich nur an das Refferenzkonto erfolgen.

Für diese Einschränkung erhält der Kontoinhaber einen höheren Zinssatz als auf dem Girokonto. Dieser höhere Zins ist damit eine Entschädigung für die verminderte Flexibilität, welche der Bank einen etwas besseren Planungshorizont ermöglicht als auf einem Girokonto, von welchem das Geld die Bank theoretisch in jedem Moment durch eine Lastschrift / Überweise etc. verlassen kann.

Das einzige Risiko, dass der Inhaber eines Tagesgeldkontos trägt, besteht in einer möglichen Zahlungsunfähigkeit der Bank, die das Geld verwahrt. Tagesgelder sind jedoch genau wie Girokonto-Einlagen durch den Einlagesicherungsfonds gesichert. Dieser garantiert die Einlagen bei Banken bis zu einer Höhe von 100.000€ pro Kunde pro Bank.
Einige Anbieter machen sich eben dies zunutze und bieten einen Service an, welcher das gezielte Anlegen von Tagesgeld bei verschiedenen Banken erleichtert – für genauer Informationen – hier klicken.

Festgelder – Planbare Sicherheit

Festgelder sind vergleichbar mit zeitgebundenen Tagesgeldern, Festgeld ist eine Anlageform, bei der das Geld der Bank für einen von vornherein festgelegten Zeitraum zur Verfügung gestellt wird. Das Risiko, das dem Geld dabei ausgesetzt wird, ist identisch. Als Anleger trage ich die Gefahr, dass das Kreditinstitut, dem ich das Geld geliehen habe, während der Laufzeit des Festgeldes zahlungsunfähig wird. Doch auch wie im Fall der Giroeinlagen gilt hier die staatliche Einlagesicherung.

Entgegen des Tagesgeldes, hat der Anleger während der Laufzeit des Festgeldes keine Möglichkeit sein Geld abzurufen oder anderweitig anzulegen. Für diese Planungssicherheit, die er der Bank gibt, erhält der Anleger eine deutlich höhere Verzinsung als zum Beispiel auf einen Giro- oder sogar dem Tagesgeldkonto.

Einige Anbieter machen sich eben dies zunutze und bieten einen Service, an welcher das gezielte Anlegen von Tagesgeld bei verschiedenen Banken erleichtert – für genauer Informationen – hier klicken.

Anleihen – Staatsanleihen

Die letzte Möglichkeit mit der man Geld möglichst sicher anlegen kann, ist der Kauf von „sicheren Anleihen“. Bei dem Kauf von Anleihen überlässt man sein Geld einem Unternehmen oder einem Staat, woraufhin mit dem Geld Investitionen getätigt werden, zum Beispiel in Infrastruktur oder neue Geschäftszweige.

Bei einer Staatsanleihe ist der Schuldner der jeweilige Staat selbst. Damit geht im Normalfall eine extrem hohe Liquidität einher, da ein Staat aufgrund seiner Unsterblichkeit für immer als Schuldner zur Verfügung stehen wird und somit seine Schulden tilgen kann. Der Staat hat verschiedene sehr ergiebige Einnahmequellen, wie zum Beispiel Steuern, Zölle oder Lizenzen.

Zudem kann ein Staat durch seine Zentralbank auch Geld drucken, um damit seine Geldgeber zu bedienen. Dies ist jedoch nicht besonders nachhaltig und erschüttert das Vertrauen in ein Land, weswegen diese Option nur in Extremfällen gezogen wurde.

Große Unternehmensanleihen – fast so sicher wie ein Land

Neben Staatsanleihen sind auch Unternehmensanleihen zunehmend in den Fokus gerückt, da gerade große deutsche Unternehmen bisweilen ähnliche Konditionen wie Staatsanleihen erhalten hatten. Dies lässt sich insbesondere am Zinssatz erkennen, welcher auf verschiedene Papiere bezahlt wird. Prinzipiell sind Unternehmensanleihen etwas riskanter als Staatsanleihen, jedoch gibt es vereinzelt Unternehmen, die aufgrund ihrer Struktur und Internationalisierung ebenfalls extrem sichere Häfen für Geld sein können.

Bei der Auswahl von Unternehmensanleihen sollte aber unbedingt eine genaue Analyse des Unternehmens und dessen Zukunftsfähigkeit vorgenommen werden, da eine Investition in eine Anleihe immer auch einen Zeitraum mit sich bringt, in der das Geld gebunden und nicht verfügbar ist.

Sowohl bei Staatsanleihen als auch bei Unternehmensanleihen trägt der Investor neben dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit auch ein Kursrisiko. So können Kurse von Anleihen zum Beispiel durch die Veränderung des aktuellen Zinsniveaus unter Druck geraten oder steigen. Während dem Investor zum Ende der Laufzeit die Auszahlung des Nominalwertes der Anleihe zusteht, so besteht diese Sicherheit nicht während der Laufzeit und das Wertpapier kann nur zu dem Kurs veräußert werden, der an der Börse für das Produkt bezahlt wird.

Was ist die richtige „sichere“ Geldanlage?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Was jedoch klar ist: es gibt für jeden Anlegertypen und für jedes individuelle Sicherheitsbedürfnis eine passende Anlagemöglichkeit.  So kann man bei Interesse in verschiedene Tages- oder Festgelder investieren und sich den Prozess durch verschiedene neue Services vereinfachen lassen – mehr erfahren.

Jedem, der bereit ist etwas mehr Risiken einzugehen, steht der Weg an den Anleihemarkt offen. Dabei sind für Anleger mit weniger Risikohunger besonders Papiere von großen, internationalen Unternehmen sowie Staaten hervorzuheben. Wichtig ist bei der Anlage in Anleihen zu beachten, dass es im Gegensatz zu Fest- und Tagesgeldern keine Garantien gibt. Jedoch ist eine solche Garantie im Falle eine Staatsbankrottes (dem Ausfall von Staatsanleihen gleichzusetzen) ebenfalls obsolet.

Warum Binäre Optionen besser sind als echte Wertpapiere

Der klassische Handel mit Wertpapieren eignet sich nicht immer für die Geldanlage. Als langfristige Option können die Aktien zwar schon gewinnbringend sein, aber auch da nur bedingt, denn der Handel mit Wertpapieren birgt viele Risiken. Mit binären Optionen haben Anleger dagegen die Möglichkeit, in kurzer Zeit ihr Vermögen aufzubauen – und relativ risikofrei.

Die Anlageart ähnelt den Glücksspielen oder Sportwetten im Internet, die auf casino.com.de angeboten werden, aber mit dem Unterschied, dass bei den binären Optionen Börsenerfahrungen und Kenntnisse in der Finanzwelt notwendig sind. Trotzdem, der Handel mit binären Optionen ist beliebt. Das liegt vor allem an der Einfachheit der Regeln sowie an den geringen Einstiegs- und Einsatzhürden. Sprich, für Zocker mit geringem Budget sind die binären Optionen ideal geeignet.

Warum sind binäre Optionen besser?

Bei den binären Optionen sind die Spielregeln schnell und einfach von jedem zu verstehen und bedürfen zudem nur wenig Startkapital. Bei den Aktien muss mehr Geld investiert werden. Zudem ist die Rendite bei Wertpapieren oft geringer als beim Optionshandel. Ebenso ist der finanzielle Verlust, den Anleger mit Wertpapieren erleiden können, größer. Bei binären Optionen ist es zudem möglich, schnell extrem viel Geld zu gewinnen. Anders als bei den klassischen  Wertpapieren, wissen Anleger zudem schon im Vorfeld, welchen Gewinn oder Verlust sie mit einer binären Option machen werden, und können daraufhin entscheiden, ob dieses Angebot akzeptabel ist.

Wie funktionieren binäre Optionen?

Für Casino Liebhaber, Zockernaturen und risikofreudige Menschen mit kleinem Budget sind die binären Optionen reizvoll. Wie beim Glückspiel stehen die Chancen auf Gewinne bei 50 zu 50. Das Trading hat nämlich ein bisschen mit Glücksspiel zu tun. Die Erfolgsquote lässt sich aber mit entsprechender Erfahrung erhöhen. Sie liegt dann bei weit über 50 Prozent. Wichtig beim Handel mit binären Optionen ist eine Analyse der Kursentwicklung. Anders als beim Roulette wird nicht zwischen zwei Optionen entschieden, sondern ebenso eine Beobachtung des Markts durchgeführt. Mit Binären Optionen werden in der Regel Aktien, Rohstoffe, Indexe oder Währungen gehandelt. Zur klassischen Variante zählen die Call- und Put-Optionen. Wie gesagt, es wird immer der Kurswert verglichen. Wenn der Anleger glaubt, dass der Kurs eines Wertes zum Beispiel eines Rohstoffes am Ende des Tages höher als beim Einstieg sein wird, wird auf die Call-Option Geld platziert. Geht man aber von einem fallenden Kurs bis zum Tagesende aus, wird die Put-Option verwendet. Der Einsatz lässt sich individuell festlegen. Wobei in der Regel ein Mindesteinsatz vorgegeben ist. Dieser ist allerdings nicht wirklich hoch. Die Laufzeit beträgt in der Regel einen Tag. Sie ist aber auch kürzer möglich, sodass man auf Kursveränderungen der nächsten fünf Minuten ebenso wetten kann. Wie sich der Kurs während der Laufzeit entwickelt, ist unerheblich. Wichtig ist nur, dass der Kurs am Ende Laufzeit so ist, wie es der Anleger zuvor getippt hat – also höher oder niedriger.

Fazit:

Binäre Optionen sind simple aufgebaut und ermöglichen nur zwei Wahlmöglichkeiten. Sie lassen sich schnell und einfach platzieren. Sogar per App. Gewinne mit hoher Rendite sind bei steigenden und fallenden Kursen möglich und die Einstiegsbeiträge sind gering. Deshalb ist der Optionenhandel lohnenswerter als der Wertpapierhandel, der kein Eingreifen bei einer negativen Entwicklung ermöglicht und zudem hochspekulativ ist. Fundiertes Hintergrundwissen ist aber bei beiden Finanzinvestitionen notwendig.

Faktorzertifikate – Vorteile und Nachteile des Produktes

Faktorzertifikate – Vorteile und Nachteile des Produktes

Faktorzertifikate sind Derivate, welche dem Inhaber die gehebelte Partizipation an einem Basiswert ermöglichen. Das Zertifikat vervielfacht also sowohl die bei einem Investment entstehenden Gewinne als auch Verluste. Dabei sind so strukturiert, dass der jeweilige Multiplikator zum Handelsbeginn angepasst wird, dann aber über den Handelstag konstant bleibt. Bei anderen Hebelprodukten ist dieser Faktor variabel. Die Vor- und Nachteile sind, welche aus dieser Form der Zertifikate entstehen, haben wir für euch in diesem Artikel zusammengefasst.

Was Faktorzertifikate noch besonders macht, erfahrt ihr im Detail in einem anderen Artikel von uns.

Faktorzertifikate – Vorteile

  • Faktorzertifikate erlauben das Investieren in einen Basiswert auf der Long und Short Seite
  • Ein großer Vorteil ist dabei die Bandbreite an verfügbaren Hebeln. Faktorzertifikate sind meistens in einer Palette von Hebel x2 bis hin zu x10 erhältlich.
  • Positiv ist auch, dass die Produkte bei den verschiedenen Anbietern relativ einheitlich angeboten werden. So unterscheiden sich die Papiere der einzelnen Emittenten nicht tiefgreifend.
  • Faktorzertifikate sind relativ liquide Produkte. Durch die Popularität des Produktes und die eher beschränkte Auswahl der verfügbaren Basiswerte sind Faktorzertifikate speziell für Day Trader eine interessante Alternative. Durch die liquiden Underlyings sind auch die Spreads auf den Papieren recht eng.
  • Ein großer Vorteil der Faktorzertifikate ist die Einfachheit des Produkts, Kauft man zu Beginn eines Handelstages ein solches Zertifikat, wird es immer den Hebel haben, welcher im Namen des Produkts steht. Kauft man etwa ein Zertifikat DAX Faktor 2, so wird dieses Zertifikat die Wertentwicklung innerhalb des Tages mit dem Faktor zwei darstellen, also verdoppeln.
  • Die tägliche Anpassung des Hebels kann gleichfalls als Vorteil gewertet werden. Sie erlaubt dem Inhaber des Zertifikates eine exponentielle Gewinnentwicklung. Steigt der Basiswert beispielsweise drei Tage in Folge, verstärkt sich durch die tägliche Hebelanpassung die Gewinnentwicklung.

Faktorzertifikate – Nachteile

  • Faktorzertifikate unterliegen der sogenannten Pfadabhängigkeit. Dies kann sich sowohl als Vorteil als auch als Nachteil herausstellen. Der Gewinn oder Verlust, den man durch das Zertifikat macht, hängt davon ab, ob der Basiswert zuerst steigt oder fällt. Fällt ein Basiswert stark, so wird es für das Zertifikat extrem schwierig sich wieder zu erholen, mehr dazu in unserem Artikel – Faktor Zertifikate, eine Seite die dir bares Geld spart
  • Die Verfügbarkeit der Produkte ist vom Emittenten abhängig. In sehr volatilen Marktphasen kann es passieren, dass der Emittent das Zertifikat nicht verkaufen will. Dadurch können manche Handelsstrategien nicht immer oder nur in beschränkten Stückzahlen angewandt werden.
  • Das Derivat ist nur auf eine recht beschränkte Anzahl an Basiswerten verfügbar. Die Auswah der handelbaren Märkte ist dadurch beschränkt.
  • Für hochspekulative Anleger, welche einen Hebel von mehr als 10 wünschen, sind Faktorzertifikate nicht geeignet, da ein entsprechender Multiplikator nicht verfügbar ist
  • Faktorzertifikaten sind Inhaberschuldverschreibungen. Diesen Punkt müssen Käufer eines solchen Papiers beachten. Wie auch bei anderen Zertifikaten trägt der Käufer das sogenannte Emittenten-Risiko. Wenn der Emittent ausfällt bzw. zahlungsunfähig wird, kommt dies für den Anleger einem Totalverlust gleich. Eine Alternative wären beispielsweise Leveradged ETFs. Diese sind Sondervermögen und zählen im Fall einer Insolvenz nicht zur Haftungsmasse der Bank. Dies ist offensichtlich auch ein Nachteil der Zertifikatewelt.

Was sich zusammenfassend über die Vorteile und Nachteile von Faktorzertifikaten sagen lässt:

Faktorzertifikate gehören zu der Gruppe der Hebelprodukte und sind besonders für spekulativere Anleger geeignet. Da es sich bei dem Produkt um ein Zertifikat handelt, ist es kein Sondervermögen und der Anleger erleidet im Fall der Insolvenz des Emittenten einen Totalverlust. Besonders positiv kann der feste Hebel des Produkts sein. So wird jeden Tag der Hebel wieder auf den im Namen des Zertifikates festgelegten Wert angepasst. Durch diese Anpassung entsteht ein Effekt, der die Gewinne aber auch die Verluste stark beeinflusst – das Papier unterliegt einer Pfadabhängigkeit. Durch die Liquidität der Basiswerte, auf welche Faktorzertifikate angeboten werden, sind die Konditionen zumeist recht interessant. Dadurch wird allerdings eine Vielzahl an Märkten ausgeschlossen, was als klarer Nachteil zu bewerten ist.

Am Ende des Tages ist es also eine sehr individuelle Entscheidung, inwieweit die Verwendung von Faktorzertifikaten  für einen Anleger interessant sein könnte. Wir von InsideTrading, wollen wie immer nochmals darauf hinweisen, dass es speziell mit Derivaten essentiell ist, sich genau zu informieren und die Vor- und Nachteile eines Produktes im Detail verstanden zu haben bevor man es handelt. Sollte es noch Fragen geben oder wir Vorteile bzw. Nachteile von Faktorzertifikaten vergessen haben, freuen wir uns wie immer über einen Kommentar oder eine E-Mail. Um nichts mehr von uns zu verpassen abonniert unseren Newsletter und freut euch über monatliche Updates rund um den Markt, ETFs und unsere besten Artikel.

Faktorzertifikate – Vorteile und Nachteile des Produktes

Vorteile und Nachteile von Faktorzertifikaten

Faktorzertifikate sind Derivate, welche dem Inhaber die gehebelte Partizipation an einem Basiswert ermöglichen. Das Zertifikat vervielfacht also sowohl die bei einem Investment entstehenden Gewinne als auch Verluste. Dabei sind so strukturiert, dass der jeweilige Multiplikator zum Handelsbeginn angepasst wird, dann aber über den Handelstag konstant bleibt. Bei anderen Hebelprodukten ist dieser Faktor variabel. Die Vor- und Nachteile sind, welche aus dieser Form der Zertifikate entstehen, haben wir für euch in diesem Artikel zusammengefasst.

Was es bei Faktorzertifikaten noch zu beachten gibt, erfahrt ihr im Detail in einem anderen Artikel von uns.

Vorteile von Faktorzertifikaten

  • Faktorzertifikate erlauben das Investieren in einen Basiswert auf der Long und Short Seite
  • Ein großer Vorteil ist dabei die Bandbreite an verfügbaren Hebeln. Faktorzertifikate sind meistens in einer Palette von Hebel x2 bis hin zu x10 erhältlich.
  • Positiv ist auch, dass die Produkte bei den verschiedenen Anbietern relativ einheitlich angeboten werden. So unterscheiden sich die Papiere der einzelnen Emittenten nicht tiefgreifend.
  • Faktorzertifikate sind relativ liquide Produkte. Durch die Popularität des Produktes und die eher beschränkte Auswahl der verfügbaren Basiswerte sind Faktorzertifikate speziell für Day Trader eine interessante Alternative. Durch die liquiden Underlyings sind auch die Spreads auf den Papieren recht eng.
  • Ein großer Vorteil der Faktorzertifikate ist die Einfachheit des Produkts, Kauft man zu Beginn eines Handelstages ein solches Zertifikat, wird es immer den Hebel haben, welcher im Namen des Produkts steht. Kauft man etwa ein Zertifikat DAX Faktor 2, so wird dieses Zertifikat die Wertentwicklung innerhalb des Tages mit dem Faktor zwei darstellen, also verdoppeln.
  • Die tägliche Anpassung des Hebels kann gleichfalls als Vorteil gewertet werden. Sie erlaubt dem Inhaber des Zertifikates eine exponentielle Gewinnentwicklung. Steigt der Basiswert beispielsweise drei Tage in Folge, verstärkt sich durch die tägliche Hebelanpassung die Gewinnentwicklung.

Nachteile von Faktorzertifikaten

  • Faktorzertifikate unterliegen der sogenannten Pfadabhängigkeit. Dies kann sich sowohl als Vorteil als auch als Nachteil herausstellen. Der Gewinn oder Verlust, den man durch das Zertifikat macht, hängt davon ab, ob der Basiswert zuerst steigt oder fällt. Fällt ein Basiswert stark, so wird es für das Zertifikat extrem schwierig sich wieder zu erholen, mehr dazu in unserem Artikel – Faktor Zertifikate, eine Seite die dir bares Geld spart
  • Die Verfügbarkeit der Produkte ist vom Emittenten abhängig. In sehr volatilen Marktphasen kann es passieren, dass der Emittent das Zertifikat nicht verkaufen will. Dadurch können manche Handelsstrategien nicht immer oder nur in beschränkten Stückzahlen angewandt werden.
  • Das Derivat ist nur auf eine recht beschränkte Anzahl an Basiswerten verfügbar. Die Auswah der handelbaren Märkte ist dadurch beschränkt.
  • Für hochspekulative Anleger, welche einen Hebel von mehr als 10 wünschen, sind Faktorzertifikate nicht geeignet, da ein entsprechender Multiplikator nicht verfügbar ist
  • Faktorzertifikaten sind Inhaberschuldverschreibungen. Diesen Punkt müssen Käufer eines solchen Papiers beachten. Wie auch bei anderen Zertifikaten trägt der Käufer das sogenannte Emittenten-Risiko. Wenn der Emittent ausfällt bzw. zahlungsunfähig wird, kommt dies für den Anleger einem Totalverlust gleich. Eine Alternative wären beispielsweise Leveradged ETFs. Diese sind Sondervermögen und zählen im Fall einer Insolvenz nicht zur Haftungsmasse der Bank. Dies ist offensichtlich auch ein Nachteil der Zertifikatewelt.

Was sich zusammenfassend über die Vorteile und Nachteile von Faktorzertifikaten sagen lässt:

Faktorzertifikate gehören zu der Gruppe der Hebelprodukte und sind besonders für spekulativere Anleger geeignet. Da es sich bei dem Produkt um ein Zertifikat handelt, ist es kein Sondervermögen und der Anleger erleidet im Fall der Insolvenz des Emittenten einen Totalverlust. Besonders positiv kann der feste Hebel des Produkts sein. So wird jeden Tag der Hebel wieder auf den im Namen des Zertifikates festgelegten Wert angepasst. Durch diese Anpassung entsteht ein Effekt, der die Gewinne aber auch die Verluste stark beeinflusst – das Papier unterliegt einer Pfadabhängigkeit. Durch die Liquidität der Basiswerte, auf welche Faktorzertifikate angeboten werden, sind die Konditionen zumeist recht interessant. Dadurch wird allerdings eine Vielzahl an Märkten ausgeschlossen, was als klarer Nachteil zu bewerten ist.

Am Ende des Tages ist es also eine sehr individuelle Entscheidung, inwieweit die Verwendung von Faktorzertifikaten  für einen Anleger interessant sein könnte. Wir von InsideTrading, wollen wie immer nochmals darauf hinweisen, dass es speziell mit Derivaten essentiell ist, sich genau zu informieren und die Vor- und Nachteile eines Produktes im Detail verstanden zu haben bevor man es handelt. Sollte es noch Fragen geben oder wir Vorteile bzw. Nachteile von Faktorzertifikaten vergessen haben, freuen wir uns wie immer über einen Kommentar oder eine E-Mail. Um nichts mehr von uns zu verpassen abonniert unseren Newsletter und freut euch über monatliche Updates rund um den Markt, ETFs und unsere besten Artikel.

FOREX Trading – der Handel mit Währungen

FOREX Trading – der Handel mit Währungen

FOREX Trading – der Handel mit Währungen

Hi Insider,
uns ist in den letzten Wochen aufgefallen, dass wir (ich) zum Beginn unserer Laufbahn an den Finanzmärkten oftmals viel zu wenige Gedanken an das „verschwendet“ haben, was im Hintergrund passiert, sobald wir mit bestimmten Produkten gehandelt haben. Daher wollten wir gerade bei dem oft undurchsichtigen Thema Forex einmal aufgeräumt haben.

 

Hintergründe

Wer heutzutage in Europa unterwegs ist, wird kaum noch das Problem haben, dass er/ sie mit Euro nicht bezahlen kann. Die jüngere Geschichte Europas hat dazu ihr Übriges beigetragen. Noch vor 100 Jahren sah die Situation ganz anders aus. In nur einem Jahrhundert hatten wir alleine in Deutschland sieben unterschiedliche Währungen (Mark, Rentenmark, Reichsmark, Alliierte Militärmark, Deutsche Mark, DDR Mark sowie den Euro), sowie zwei grundsätzlich unterschiedliche Währungssysteme. Zum einen gab es die Währungen, welche durch Sicherheiten gedeckt waren, zum anderen das Währungssystem, welches auch heute noch Anwendung findet und den Goldstandard abgelöst hat, nämlich das FIAT Currency System (mehr zur Geschichte des Geldes kann hier nachgelesen werden). Im Fiat Currency System ist einer Währung keine Sicherheit mehr hinterlegt, an der man den Wert der Währung festmachen könnte. Vor allem bei der Betrachtung unterschiedlicherer Währungen kann dies zu Komplikationen führen, da die Wechselkurse nicht über bestimmte Verhältnisse aneinander gebunden sind.
Die Auswirkungen dieser Auflösung soll ein kurzes Beispiel verdeutlichen.

 

Variable, schwankende Wechselkurse

Früher konnte beispielsweise ein US-Dollar gegen 1,50463 Gramm Gold eingetauscht werden und eine Goldmark hatten den Gegenwert von 0,21158 Gramm. Dementsprechend entsprachen 7,11 Goldmarkt derselben Menge Gold wie ein US-Dollar. Konnte man zu einem anderen Kurs wechseln, hatte man einen sicheren Gewinn oder Verlust gemacht. Durch die Beendigung des Goldstandards gingen solche Relation komplett verloren.

Der Verlust eben dieser Zusammenhänge führte zu variablen Wechselkursen. Der Wert einer Währung ergibt sich nun aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage, welche gerade im Währungsmarkt in Perfektion wirken können. Geld ist ein absolut einheitliches Gut. Es gibt keinerlei Qualitätsunterschiede und ein Informationsvorsprung ist in Anbetracht der Fülle an Ereignissen auch nur schwierig zu erlangen. Trotz dieser positiven wie negativen Umstände muss nun der Wechselkurs eines Währungspaars täglich, wenn nicht sogar zu jedem Zeitpunkt,  für den internationalen Handel eindeutig definiert sein.

 

Grundbegriffe im Währungshandel

Im folgenden Abschnitt werden nun die wichtigsten Begriffe aus der Welt des Forex-Handels erklärt. Um am Währungsmarkt bestehen zu können, müssen das Vokabular sowie die beim Handel ablaufenden Prozesse bekannt sein.

 

Transaktion Currency / Transaktionswährung / Basiswährung

Die Transaktion Currency ist die Währung, welche im Währungspaar an erster Stelle genannt wird. Beim Währungspaar EUR/USD ist dies also der Euro. Auf diese Währung wird in den Transaktionen Bezug genommen. Erwartet man steigende Kurse im EUR/USD, so erwartet man also ein Erstarken des Euro gegenüber des US-Dollars.

 

Settlement Currency / Abrechnungswährung / Kurswährung

Die Settlement Currency ist die Währung, welche im Währungspaar an zweiter Stelle steht. Sie dient dem Erwerb der Transaktion Currency. In einem Währungspaar wird immer angegeben, wie viele Einheiten der Settlement Currency man für eine Einheit der Transaktion Currency erhalten kann. Steht der EUR/USD beispielsweise bei 1,30. So bedeutet dies, dass man für einen Euro 1,30 US-Dollar zum aktuellen Marktpreis erhält.

Lot:

Lot ist die Einheit, in der Währungen klassischerweise gehandelt werden. Ein Lot entspricht 100.000 Einheiten einer Währung. Genauer gesagt 100.000 Einheiten der Transaktion Currency. Möchte ein Händler ein Lot im EUR/USD long gehen und der Kurs steht bei 1,08 EUR/USD, so muss der Händler 108.000 US-Dollar in Euro wechseln.

Neben dem klassischen Standard-Lot gibt es auch noch das Mini-Lot und das Micro-Lot. Ein Mini-Lot entspricht 10.000 Einheiten der Transaktion Currency und der Micro-Lot 1.000 Einheiten der Transaktion Currency.

 

Wie funktioniert der Handel mit Währungen?

Bis vor einigen Jahren war privaten Händlern der Währungsmarkt nicht zugängig. Dies hing insbesondere mit den hohen Volumina zusammen, welche gehandelt werden, um aus den teilweise recht kleinen Bewegungen in den Währungspaaren Gewinne zu erwirtschaften. Auch heute noch ist der Handel mit Währungen mit großem Kapitaleinsatz verbunden. Es gibt jedoch auch Alternativen, durch den private Investoren sich auch diese Assetklasse erschließen konnten. Knock-Outs sowie Optionsscheine machten diesen Schritt möglich. Doch wahrscheinlich hat kein Produkt den Währungsmarkt so populär gemacht wie der CFD (Contract For Difference). Doch nun der Reihe nach.

Um am Währungsmarkt handeln zu können, bedarf es eines Brokers, der die Solvenz des Marktteilnehmers garantiert, für diesen Transaktionen ermöglicht und zwei Trader zusammen bringt, sodass ein Geschäft stattfinden kann. Anders als beim klassischen Börsenhandel gibt es für Währungen keinen Einheitlich regulierten Markt. Der Forex-Handel findet zwischen den großen Investment- Banken und kleineren Instituten im Interbankenmarkt statt. In diesem Netzwerk wird die Liquidität zur Verfügung gestellt, die für den Handel notwendig ist.

Wie läuft eine solche Transaktion grob skizziert ab? Beim Ausführen einer Order durch den Kunden wird der Trade-Request an die Liquiditätsprovider geschickt. Diese können dann den Trade ausführen, indem sie verschiedene Kunden miteinander ins Geschäft bringen (matchen) oder aber die Liquidität selbst stellen und den Kunden aus ihren eigenen Ressourcen bedienen – der zweite Schritt wird als Liquidity Providing also dem Stellen von Liquidität bezeichnet. Es muss aber nicht zwangsläufig jeder Liquiditätsprovider denselben Kurs stellen. So ist es durchaus möglich, dass es Preisunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern gibt. Dies hängt mit der Nachfrage und dem Angebot zusammen, welcher sich das Institut ausgesetzt sieht, sowie der Tatsache, dass es keinen zentralen Marktplatz für Währungsgeschäfte gibt. Daher ist es für den Trader entscheidend, einen Broker zu wählen welcher an ein gut ausgebautes Netz von Liquiditätsprovidern angebunden ist. Diese können sowohl die Ausführung in schnellen Marktphasen gewährleisten als auch die besten Kurse in Form von engen Spreads im täglichen Geschäft zur Verfügung stehen. AdmiralMarkets oder auch Robo Forex seien an dieser Stelle als Beispiele genannt.

 

Der direkte Handel mit Währungen

Broker wie Interactive Brokers und deren White Label Partner – z.B. Banx Broker bieten den Handel mit Währungen in einer Form an, dass die Währung wirklich am Markt gekauft wird. Es werden im Depot die Währungen in der Form gehandelt, dass man in Folge auch Rohstoffe oder Aktien in der entsprechenden Währung aus dem eigenen Devisen-Bestand handeln kann. Der Vorteil dieses Vorgehens ist, dass alle Positionen wirklich für den Kunden im Depot hinterlegt und nicht von der Solvenz des Brokers abhängig sind. Der Nachteil liegt im geringeren Hebel, da Kredite für den Kauf von Währungspositionen eingegangen werden müssen. Da diese Kredite ähnlich wie bei Wertpapierkrediten wie dem der Onvista Bank aufgrund der Volatilität der Sicherheit, die mit dem Geld gekauft wird, mit größeren Risiken einhergehen, ist der Leverage recht beschränkt.

 

Der Währungshandel mit CFDs

CFDs steht für Contract for Difference. Bei dem Finanzprodukt handelt es sich um ein reines, laufzeitunbeschränktes Differenzen-Geschäft. Für diese stellt der Broker zusätzliche Liquidität, oftmals kostenfreie Datenfeeds sowie einen immensen Leverage bis zum 400-fachen der hinterlegten Margin. Mit diesem Geschäft erhält man Anspruch auf die Kursdifferenz einer Spekulation. Dafür hat man als Kunde ähnlich wie bei Zertifikaten ein gewisses Emittentenrisiko zu tragen. Einen Anspruch auf die Lieferung des Basiswertes erhält der Kunde durch den Handel mit CFDs nicht. Sollte der Broker insolvent gehen, hat der Kunde zwar durch den Einlagesicherungsfonds Anspruch auf seine Einlagen, die einzelnen Positionen können jedoch nicht übertragen werden. Gleichfalls fällt der Gewinn aus solchen Geschäften sowie sonstigen Wertpapiererträgen unter die Kategorie „Forderungen aus Wertpapiergeschäften“ und ist somit der Anlegerentschädigung zuzuschreiben. Dies bedeutet, dass der Einlagesicherungsfonds nicht mehr greift, sondern andere Mechanismen einsetzen, die allerdings von Land zu Land sowie Broker zu Broker unterschiedlich ausfallen.

 

Was muss unbedingt noch angesprochen werden?

Aufgrund der Unterschiede zwischen den einzelnen Brokern und den Prozessen, welche im Hintergrund ablaufen, ist es enorm wichtig sich zu informieren und einen Broker zu wählen, der zu einem passt. Möchte ich neben Devisen auch noch Aktien handeln, sodass ich meine Währungsposition zudem noch in einem weiteren Asset parken kann um eine zusätzliche Rendite, Währung zu erzielen? Oder möchte ich mich ausschließlich auf den Handel mit der Währung spezialisieren? Möchte ich eine negative Balance Protection? Welche Handelsplattform bevorzuge ich? Diese und andere Fragen sollte man für sich schon zu Beginn beantworten. Am Ende des Tages zählt aber aus unserer Sicht, das Vertrauen in den Broker und das Wissen um dessen Fähigkeit einen in brenzligen Situationen in und aus dem Markt bringen zu können.

Um mehr über Broker, Trading und Finanzprodukte zu erfahren, sowie Handels- und Investitionsansätze kennen zu lernen, tragt euch für unseren Newsletter ein.

 

 

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7 Tipps für den Handel mit binären Optionen

7 Tipps für den Handel mit binären Optionen

Binäre Optionen bieten bei niedrigen Einsätzen hohe Renditen. Der Handel ist einfach, setzt aber ein wenig Übung voraus. Mit einem Demokonto gelingt der Einstieg.

Seit wenigen Jahren kursiert der Begriff „binäre Optionen“ durch das Internet. Die wenigsten konnten anfänglich etwas damit anfangen. Die rasante Zunahme an denjenigen, die hier aktiv wurden und künftig aktiv werden, zeigt jedoch, dass es zum einen offensichtlich kein Hexenwerk ist. Zum anderen wird deutlich, dass der Begriff durchaus mit Leben erfüllt ist. Im folgenden erfahren Sie alles, was für einen erfolgreichen Einstieg in den Handel notwendig ist.

Der Terminus „binär“ ist der Mathematik entliehen und weist darauf hin, dass es nur zwei Möglichkeiten beim Handel mit diesen Derivaten gibt. Bevor wir tiefer in die Materie einsteigen, wollen wir kurz das Prinzip der digitalen oder binären Optionen erläutern.

 

Das Prinzip binärer Optionen

Mit der Eröffnung einer Option legt sich der Trader fest, ob der Kurs des unterlegten Basiswertes zum Ende der Option höher oder niedriger als zum Eröffnungszeitpunkt lag. War die Prognose richtig, winken im klassischen Call- oder Put-Handel Renditen zwischen 50 und 100 Prozent. Die Dauer einer binären Option können Sie von unter einer Minute (60 Sekundenhandel) bis hin zu mehreren Wochen wählen.

Als Basiswerte stehen

  • Aktien
  • Rohstoffe
  • Indizes
  • Währungspaare
  • Anleihen

zur Verfügung.

Binäre Optionen wenden sich nicht nur an Trader mit großem Budget, im Gegenteil. Sie ermöglichen es auch denjenigen mit kleinerem Geldbeutel, von den Börsen zu profitieren. Die Mindestbeträge im klassischen Handel bewegen sich je nach Broker zwischen einem Euro und 25 Euro.

Um am Handel teilnehmen zu können, bedarf es eines Handelskontos bei einem auf binäre Optionen spezialisierten Makler. Die Mindesteinlagen beginnen, auch wieder abhängig vom jeweiligen Broker, bereits ab 100 Euro, bewegen sich im Mittel um die 250 Euro. Das Traden mit binären Optionen setzt also wirklich keinen großen Kapitalstock voraus, sondern kann von (fast) jedem betrieben werden.

Bei der Brokerauswahl fällt auf, dass die meisten Anbieter auf Zypern registriert sind. Der Grund dafür liegt in der Regulierung. Die zypriotische Börsenaufsicht ZySEC war die erste EU-Behörde, die einen Standard zur Regulierung für binäre Optionen Broker vorgab. Auf dieser Webseite finden Sie weitere wesentliche Informationen, die Ihnen bei der Wahl des Brokers behilflich sein können.

 

Die wichtigsten Regulierungsbehörden auf einen Blick:

Zypern ZySEC
Australien AISEC
Großbritannien FSA
Deutschland Bafin

 

Kommen wir jetzt aber zu den Tipps, die Ihnen den Einstieg erleichtern sollen.

 

Tipp 1: Das Demokonto

Die meisten Broker stellen ein kostenloses Demokonto zur Verfügung. Nutzen Sie das Demokonto, bevor Sie mit Echtgeld handeln. Der Handel mit binären Optionen muss erlernt werden. Das Demokonto ermöglicht es Ihnen auch, Erfahrungen mit der Handelsplattform zu sammeln. Das Trading ist zu schnell, um dies im realen Handel zu versuchen. Gute Broker bieten auch Webinare oder Tutorials an. Das Demokonto gilt als die ideale Möglichkeit, das Erlernte zunächst im Test auszuprobieren. Die OptionFair Erfahrungen zeigen, dass dieser Broker beispielsweise ein kostenloses Demokonto zur Verfügung stellt.

 

Tipp 2: Strategien testen

Der erfolgreiche Handel mit binären Optionen basiert darauf, Handelssignale zu erkennen und mit der richtigen Strategie einzusteigen. Dies erfordert Übung. Voraussetzung dafür ist, dass Sie in der Lage sind, Charts zu lesen und daraus die Handelssignale abzuleiten. Mit dem Demokonto können Sie die verschiedenen Strategien austesten, ohne Lehrgeld zu bezahlen. Sofort „mal eben“ auf eine 60-Sekundenoption zu setzen, geht zu 50 Prozent schief und führt schnell zu Frustration. Bei den populärsten Strategien handelt es sich um

  • Trendfolge
  • Antizyklischer Einstieg
  • Die Volatilitätsstrategie bei unruhigen Märkten

 

Tipp 3: Nutzen Sie das Social Trading

Unter Social Trading versteht man eine Community, ähnlich Facebook, in der die erfolgreichsten Trader ihre Deals publik machen und andere Trader diese eins zu eins in ihr Orderbuch übernehmen können. Dieses Modell bietet Einsteigern die ideale Möglichkeit, von der Erfahrung der „alten Hasen“ zu profitieren. Im Gegenzug werden die erfahrenen Trader, „Gurus“ genannt, mit einem kleinen Teil an den Gewinnen ihrer „follower“ beteiligt – ein faires Geschäft, da es zu einer Win-win-Situation führt.

 

Tipp 4: Langsam bei den Turbooptionen

Turbooptionen, bekannter als 60-Sekundenoptionen, sind verlockend. Sie setzen auf einen Basiswert, prognostizieren die Entwicklung und streichen eine Minute später 80 Prozent Rendite ein. Soweit zur Theorie. In der Praxis sieht es allerdings so aus, dass Sie ein Mindestmaß an Erfahrung mitbringen sollten, um erfolgreich im Turbobereich zu agieren. Betrachten Sie einmal auf einem Chart, wie schnell und häufig sich das Verhältnis zweier Währungen zueinander innerhalb von einer Minute zur anderen verändert. Turbooptionen setzen voraus, dass Sie beispielsweise die ad hoc Meldung einer Zentralbank über die Währungspolitik genau zum richtigen Zeitpunkt nutzen. Sie wissen, in welche Richtung die jeweilige Währung im Verhältnis zu einer anderen marschieren wird. Turbooptionen eignen sich auch bei extrem volatilen Märkten.

 

Tipp 5: Beginnen Sie mit ruhigen Basiswerten

Die Aktie von Coca-Cola ist weniger volatil als das Verhältnis des türkischen Pfundes gegenüber dem US-Dollar. Der Trend eines sogenannten „Bluechip“, der Aktie eines Großunternehmens lässt sich auch über die Dauer von 15 Minuten oder einer Stunde besser vorhersagen, als ein „zittriger“ Wert. Wenn Sie sich für den Einstieg in den Handel mit binären Optionen für die etwas nervenschonenderen Werte entscheiden, stehen Ihre Erfolgsaussichten deutlich besser.

 

Tipp 6: „The trend is your friend“

Hinter der Aussage, auf den Trend zu setzen, verbirgt sich die einfachste und populärste Handelsstrategie. Verfolgen Sie den Trend einer Aktie über einen längeren Zeitraum, durchaus auch für 24 Stunden. Trotz diverser Kursausbrüche in die eine oder andere Richtung sehen Sie, wie sich der Wert entwickelt. Vor diesem Hintergrund ist es einfacher, zu entscheiden, ob der Kurs steigen oder fallen wird. Allerdings gilt auch, dass eine Trendumkehr um so wahrscheinlicher wird, je länger der Trend anhält. Diese Erfahrung haben Sie aber bereits mit dem Demokonto und der Chartanalyse gesammelt.

 

Tipp 7: Niemals nur auf ein Pferd setzen

Ihr Handelskonto ist eröffnet, 250 Euro sind eingezahlt und mit dem Demokonto haben Sie erste ideelle Erfolge erzielt. Zum einen gilt es, auch beim Handel mit binären Optionen Risiko-Management zu betreiben. Das bedeutet, dass Sie zum einen immer noch eine Cash-Position auf dem Konto halten sollten. Zum anderen empfehlen erfolgreiche Trader, nie mehr als zehn Prozent des Guthabens auf einen einzelnen Basiswert zu setzen. Auch die bereits erprobten Trader wissen, dass eine binäre Option im Umkehrschluss zu überdurchschnittlichen Renditen auch einen Totalverlust bedeuten kann. Einige Broker bieten allerdings an, dass ihre Kunden bei einer Fehlspekulation bis zu 15 Prozent des eingesetzten Kapitals zurückerhalten.

 

Bildquelle: Mclek – 424472908 / Shutterstock.com

 

Fonds – Vorteile, Nachteile und Alternativen

Fonds – Vorteile, Nachteile und Alternativen

Fonds- Überwiegen die Vorteile oder Nachteile? Vor allem in Zeiten niedriger Zinsen sind Tagesgeldkonten keine Option mehr und wer sich keine Immobilien leisten kann oder will, der investiert in Investmentfonds. Wir von InsideTrading.de haben die Vorteile und Nachteile von Fonds einmal in Stichpunkten aufgeführt und gegenübergestellt. Bei unserer Recherche haben wir versucht, vor allem die Argumente aufzugreifen, die immer wieder in Chats und Foren aufkommen.

Bild Beschrieftung Vorteile und Nachteile von Investmentfonds und Fonds

 

Bei dem Thema Fonds geht es meist um die Kosten und die Rendite: Ein witziges Gesprächsprotokoll zwischen einem Vermögensberater und einem Kunden. Die Zahlen beruhen auf wahrer Begebenheit. Hier geht es zum Artikel: Die Renditelüge der Fonds

Fondsrendite die Lüge

Wenn Vermögensberater über Fondsrendite sprechen.

 Vorteile von Fonds bzw. Investmentfonds

  • Neben dem klassischen Sparbuch ist der Fondssparplan einer der wahrscheinlich leichtesten Möglichkeiten sein Geld anzulegen.
  • Das Geld wird automatisch vom Konto abgebucht und dadurch steht es zum Ausgeben auf dem Konto nicht mehr zur Verfügung. Dennoch können Sie bei den meisten Fonds die Sparrate auch regelmäßig verändern oder sogar aussetzten.
  • Ausgezeichnete Risikostreuung – Man kann mit einem geringen Kapitaleinsatz sein Investmentvermögen breit streuen.
  • Das Investieren in Einzelwerte birgt immer die Gefahr, dass der Ausfall einer Anleihe oder die Pleite von einem Unternehmen das Depot sehr stark in die roten Zahlen treibt. Die breite Diversifikation eines Fonds lässt das Ausfallrisiko einzelner Wert kaum ins Gewicht fallen. Der Wertverlust einiger weniger wird meist durch die Gewinne anderer ausgeglichen.
  • Es ist nicht nötig, sich als Sparer weiter mit der Finanzanlage zu beschäftigen (auch wenn es nicht schaden würde). Sollten Sie sich einmal für einen Investmentfonds entschieden haben, dann wird alles Weitere von Experten (Fondsmanager) für Sie übernommen.
  • Professionelle Kapitalmarktexperten übernehmen die Produktauswahl, die Strategieentscheidungen und die Festlegung des Zeitpunkts einer Umschichtung. Natürlich halten Sie sich dabei an die gesetzlichen Regelungen und die Vorgaben aus dem Anlageprospekt.
  • Große Sicherheit ist ein weiter meist genannter Vorteil. Investmentfonds werden von Aufsichtsbehörden überwacht, denen der Fonds regelmäßig Rechenschaft ablegen muss.
  • Das Geld wird von einer Depotbank verwahrt und liegt nicht im Haus der Fondsgesellschaft (Sondervermögen). Die Verwahrung und Betreuung der Anlegergelder sind somit zum bestmöglichen Anlegerschutz der Anlegerinteressen getrennt.
  • In Absprache mit Ihrem Finanzberater/ Ihrem Bankberater können Sie Ihr Vermögen jeder Zeit auch von einem Fond in einen anderen umschichten. Sollten sich somit die Kurse und das Risiko nicht wie erwartet entwickeln oder der Fonds nicht mehr zu Ihren persönlichen Anlagezielen passen, dann ist die Umschichtung oft ein sinnvoller Schritt.
  • Ein großer Vorteil ist auch, dass das in einen Fonds investierte Geld als Sondervermögen Somit ist Ihr Vermögen auch in dem Fall von Liquiditätsengpässen oder einer Pleite der Fondsgesellschaft geschützt. Die Gesellschaft hat in einer solchen Situation kein Anrecht auf das Vermögen, das Sie verwaltet. Anders verhält es sich bei der Investition in ein Investmentzertifikat. Dieses würde in dem Falle einer Pleite des Emittenten in die Konkursmasse mit eingehen.
  • Sie können Ihre Anteile in der Regel börsentäglich an die Fondsgesellschaft zum Rücknahmepreis verkaufen (hohe Liquidität). Es gibt keine Kündigungsfrist. Somit sind Sie sehr flexibel und können meist schnell auf Ihr Geld zugreifen.

 

Nachteile von Fonds und Investmentfonds

  • Hohe Kosten: Im Gegensatz zu anderen Finanzprodukten gibt es bei Investmentfonds nicht nur den Spread sondern einen Ausgabeaufschlag. Dieser beträgt oft bis zu 5% und schmälert die Investitionssumme schon beim Kauf erheblich.
  • Jährliche Gebühren: Fonds verlangen eine jährliche Verwaltungsgebühr bzw. Managementgebühr, die es beispielsweise beim Kauf von Aktien nicht gibt. Diese schmälert die Performanz zusätzlich.
  • Die beworbene Rendite ist eine Bruttorendite, welche als „schön gerechnet“ bezeichnet werden kann. Mehr Information zum Thema Fondsrendite finde Sie hier: „Die Renditelüge der Fonds
  • Die Portfoliomanager des Fonds versuchen oft das Risiko durch eine breite Streuung zu minimieren. So investieren Sie oft in 100 verschiedene Finanzwerte. Dieses verringert jedoch auch die Gewinnchancen und hohe Renditen erheblich.
  • Jegliches Eingreifen in den Handel oder die Entscheidungsfindung ist nicht möglich. Im Gegensatz zu vielen anderen Investments kann man die Position auch nicht wirklich gut headgen, selbst wenn man mit der Performance des Portfoliomanagers nicht zufrieden ist. Hier bleibt einem nur das Abstoßen des Fonds.
  • Ein weiterer Nachteil von Fonds ist die Trägheit. Fonds verpassen durch weite Wege und schwierige Genehmigungsverfahren die neusten und lokutiven Trends meist völlig. Bei einem Einstieg wurden die großen Gewinne schon von anderen eingestrichen.
  • Fonds sind durch verschiedene gesetzliche Vorgaben und Anlagerichtlinien (Fondsauftrag) meist dazu verpflichtet, zu einem Mindestaß im Markt investiert zu sein. Dieses schmälert gerade in Phasen unsicherer Märkte die Performance zusätzlich. Hedgefonds haben in der Regel mehr Freiheiten und sind somit davon ausgeschlossen.
  • Die Auswahl an Investmentfonds ist vielfältig und verwirrend. Hier gilt, dass man sich bei der Auswahl mit dem Thema intensiver beschäftigen sollte, als bei dem Kauf einer Aktie. Der Grund ist, dass man allein durch den Kauf und sofortigen Verkauf einen relativ großer Verlust verbuchen würde.
  • Ausgenommen von Geldmarktfonds sind Fonds nicht für die kurzfristige Anlage geeinte. Die Gebühren sind einfach zu hoch.

 

Alternativen zu Fonds / Investmentfonds

In diesem Artikel ging es nicht darum Fonds zu bewerben oder davon abzuraten. Es ging uns nur darum, die Vorteile und Nachteile gegenüberzustellen und so ein Bewusstsein vor dem Kauf zu schaffen. Selbstverständlich gibt es nicht nur das ausgestorbene Tagesgeld und Fonds, sondern auch noch viele Alternativen. Eine der beliebtesten Alternative sind derzeit ETFs. ETF steht für exchange traded fund und bezeichnet passiv gemanagte, an der Börse handelbare Fonds. Der große Vorteil von ETFs gegenüber Investmentfonds ist, dass diese meist wesentlich günstiger in der Anschaffung und auch im Verkauf sind. Zudem ist die Diversifikation und Streuung vergleichbar.

Weitere Informationen und wichtige Links zum Thema ETFs:

 

 

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Zerstören EFT’s und Anleihen unsere Unternehmen?

Zerstören EFT’s und Anleihen unsere Unternehmen?

Ich weiß, mit diesem Titel erwartet jetzt jeder eine weitere Verschwörungstheorie. Aber in diesem Artikel geht es mehr um die Mentalität der Deutschen ­– unserem konservativen Anlageverhalten.

Vor einiger Zeit hatte ich bei einem Freund das Buch mit dem vielversprechenden Titel „Unternehmensbewertung & Kennzahlenanalyse: Praxisnahe Einführung mit zahlreichen Fallbeispielen börsennotierter Unternehmen“ von Nicolas Schmidlin in der Hand, das mir beim Durchblättern und kurzem Querlesen sofort richtig gut gefiel. Nachdem der Postbote mir bereits ein paar Tage später das Buch überreichte, las ich total interessiert sofort das Vorwort. Es wurde von dem Kapitalmarktstrategen Philipp Vorndran aus Würzburg geschrieben und machte mir wirklich Lust, das Buch augenblicklich zu lesen. Ich möchte euch an dieser Stelle die Gedanken aus dem Vorwort zusammenfassen, weil es einige meiner Meinung nach interessante Thesen aufwirft.

Philipp Vorndran wird regelmäßig gefragt, wo der DAX am Ende das Jahres stehen würde. Dies spiegelt die heimatfokussierte und indexgesteurte Investmentphilosophie deutscher Anleger wider, die sich in einer großen und leistungsfähigen Volkswirtschaft wähnen. Diesen Heimatfokus (Home Bias) könne man daher auch in den USA, Japan und Großbritannien finden. Obwohl der deutsche Aktienmarkt nur etwa 5% der globalen Marktkapitalisierung ausmachen, stammen bei den deutschen Anlegern etwa 75% der direkt gehaltenen Unternehmen aus dem Heimatland. Als Gründe hierfür nennt der Autor die Sprache, die Vertrautheit mit dem lokalen Rechtssystem, den täglichen Kontakt mit der Produkten von deutschen Unternehmen und das fehlende Wechselkursrisiko. Obwohl all diese Fakten natürlich nicht von Hand zu weisen sind, liefern Sie keinen Grund für das Vernachlässigen ganzer Regionen oder Sektionen. Die Einführung des Euros und die exorbitanten Entwicklung von Schwellenländern hat den Home Bias in den letzten Jahren etwas abgeschwächt.

Im Gegensatz dazu hat sich allerdings ein Trend zum Indexinvestment herauskristallisiert. Doch was wären die Folgen, würden wir alle nur noch ETFs, Zertifikate oder benchmarktnahe Aktienfonds handeln? Nun, für eine Volkswirtschaft wäre das traurig und langfristig auch schädlich, da die Investoren den Bezug zu den Unternehmen mit ihren Chancen und Nöten schrittweise verlieren würden. Dabei sind es eben diese, die das Rückgrat unserer sozialen Marktwirtschaft bilden. Wenn Anleger die Produkte ihrer Unternehmen gerade einmal noch über deren Produkte kennen, finden die Standortvoraussetzungen für leistungsfähige und international agierende Unternehmen in der politischen Diskussion kaum noch Gehör.

Wenn sich Eigenkapital (Aktie) langfristig nicht mehr rentiert als Fremdkapital (Anleihe), gäbe es in einer Marktwirtschaft bald keine Unternehmen mehr. Investoren, die bei der Geldanlage langfristig orientiert sind, legen den Großteil ihres Anlagevermögens in gute Firmen an, nicht in Sparbriefe oder Anleihen. Doch warum zeigt sich beim durchschnittlichen Deutschen ein starker Überhang von Anleihen? Glauben wir nicht mehr an die positiven Effekte unseres Systems? Haben wir vielleicht nie daran geglaubt? Sind wir noch immer verliebt in die Planwirtschaft?

Im zweiten Teil des Vorwortes geht Philipp Vorndran konkreter darauf ein, was man vom dem Buch „Amazonlink für das Buch: Unternehmensbewertung & Kennzahlenanalyse“ erwarten kann. Es wird darum gehen, wie man gute Unternehmen findet. Die erste Grundvoraussetzung dafür ist seiner Meinung nach ZEIT. Und diese nehme ich mir jetzt und steige tiefer in das Buch ein, um mehr über das Zahlenwerk unserer Gesellschaft zu lernen. Ich denke, dieses Buch wird mir sehr dabei helfen.

Zertifikate – Kursgewinn und feste Zinsen

Zertifikate – Kursgewinn und feste Zinsen

Bei Zertifikaten handelt es sich um sogenannte Schuldverschreibungen. Hierbei wird kein Eigentum an einem Unternehmen erworben oder wie im Falle eines Fonds, an einem Sondervermögen. Stattdessen wird dem Emittenten, meist einer Bank, lediglich Geld geliehen. Hierfür erhält man eine Gegenleistung. Es handelt sich dabei allerdings nicht um festen Zinsen, sondern beispielsweise um den gleichen Gewinn, den der DAX im selben Zeitraum gemacht hat.

Ein Zertifikat ist im Gegensatz zu einer Aktie oder einem Fonds-Anteil kein Anteilsschein. Es ist eher mit einer Anleihe zu vergleichen als mit eine Aktie. Zertifikate können zum Einen zu bestimmten Zeitpunkten fällig werden und zum Anderen eine unbegrenzte Laufzeit haben. Index-Zertifikate sind oft sogenannte Open-End-Zertifikate ohne festgelegten Verfallszeitpunkt. Discount-, Bonus- oder Garantie-Zertifikate wiederum haben oft einen Endtermin und müssen pünktlich zu diesem Termin zurückgezahlt werden.

 

Vor- und Nachteile von Zertifikaten

Was Zertifikate sind und worin die Vor– und Nachteile liegen, findet sich hier. Positiv zu bewerten ist in jedem Fall, dass sie ganz einfach über die Börse gekauft und wieder verkauft werden können. Dies hat den Vorteil, dass man keine teuren Ausgabeaufschläge zahlen muss, wie es so oft bei Investmentfonds der Fall ist. Bei solchen Fonds ist es häufig Gang und Gäbe, dass fünf Prozent des Betrags einbehalten werden.

Zertifikate sind meist deutlich billiger als klassische Investmentfonds. Es wird zwar ein Depot benötigt, dies gibt es heutzutage allerdings bei vielen Online-Brokern kostenlos. Mit einem Zertifikat lassen sich genau wie bei einem Fonds mehrere Aktien bilden. Dadurch, dass es zahlreiche Zertifikate auf Indizes wie den DAX, den Dow Jones oder den Hang Seng gibt, können Anleger ihr Risiko ganz einfach streuen. Ein weiterer Vorteil von Zertifikaten ist, dass sie relativ flexibel gestaltet werden können. Es ist zum Beispiel möglich, dass ein Zertifikat die Rückzahlung des investierten Kapitals ganz oder teilweise garantiert. Des Weiteren ist es möglich, dass alle Gewinne und Verluste mit einem Hebel nachgebildet werden.

Zu den Nachteilen von Zertifikaten gehören zum Beispiel die Kursrisiken und man sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass Zertifikat nicht gleich Zertifikat ist. Der Zins und häufig auch die Rückzahlung sind im Gegensatz zu Festgeldern und Anleihen nicht garantiert, wodurch hohe Verluste möglich sind. Aufgrund der großen Unterschiede sollten sich Anleger daher genau informieren, was sie sich kaufen. Bei Zertifikaten gibt es zudem noch das sogenannte Emittentenrisiko.

Zertifikate unterliegen genauso wenig dem Einlagenschutz wie Anleihen von Banken. Dadurch kann es auch mal zu Pleiten kommen. Zusätzlich kommen bei Zertifikaten mit festgelegtem Verfallszeitpunkt noch Rollkosten hinzu. Hierbei handelt es sich um die Kosten, die entstehen, weil ein altes Zertifikat fällig wird und das Geld neu investiert werden muss. Hierfür entstehen beispielsweise Kosten, wie die Kaufgebühren oder auch ein Spread.

 

Kredite – Bonität, Schufa, Kosten, Tilgung

Kredite – Bonität, Schufa, Kosten, Tilgung

Normalerweise geht es bei uns um Investments. Doch was ist, wenn wir private Konsumausgaben haben, die sich schlicht nicht vom Girokonto bedienen lassen oder aus anderen Gründen ein Kredit interessant erscheint?

Ein Kredit ist in gewisser Weise die Gegenseite eines Investments und kann entsprechend wie eine Anleihe betrachtet werden, die der Kreditnehmer ausgibt. Der Investor wäre in diesem Szenario die Bank oder eine Investorengruppe wie zum Beispiel bei AUX-Money. Dies ist eine Plattform, auf der eine Gruppe von privaten Personen Geld in einen Kredit einer anderen privaten Person oder eines kleinen Unternehmens investiert.

 

Was ist der Unterschied zwischen Kredit und Darlehen?

Der Unterschied zwischen den beiden ist zwar geringfügig, kann aber in Gesprächen zu Verwirrungen führen. Kredit ist der Oberbegriff für alle Formen der Geldleihe, zu denen eben auch Darlehen gehören. Mit dem Wort Kredit verbindet man im Sprachgebrauch eher kleinere bis mittelhohe Summen, welche für einen kurzen bis mittelfristigen Zeitraum aufgenommen werden. Darlehen hingegen werden meist mit größeren Beträgen und langen Laufzeiten in Verbindung gebracht, insbesondere mit der Immobilienfinanzierung.

Es lässt sich also sagen, das Kredit und Darlehen sich vor allem durch die Laufzeit und die Höhe des aufgenommenen Geldbetrages unterscheiden. Dieser Unterschied ist zwar marginal, sollte aber in Gesprächen mit einem entsprechenden Geldgeber beachtet werden, sodass keine Verwechslungen entstehen.

Welche Kreditarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?

 

 

Endfällige Darlehen

Diese Form von Fremdkapital wird meist für Immobilienfinanzierungen verwendet. Das Besondere dabei ist, dass bis zur Fälligkeit des Kredites nur die Zinsen für das Kapital bezahlt werden, welches entliehen ist. Die Kreditsumme wird zur Gänze zum Ende der Kreditlaufzeit getilgt. Der Vorteil eines solchen Vorgehens ist, dass die monatlichen Raten konstant bleiben – ähnlich dem Annuitätendarlehen. Es erfolgt keine Tilgung des Betrages. Ein Vorteil einer solchen Finanzierungsform kann sich ergeben, wenn der Kreditnehmer ein Finanzprodukt gekauft hat, dass einen höheren garantierten Zins bezahlt als der Kredit ihn „kostet“. Dadurch entsteht dem Kreditnehmer über die Laufzeit ein Ertrag, da er das für die Tilgung nicht benötigte Geld mit der Differenz aus Garantiertem Zins und Kreditzins, anlegen kann und somit einen Gewinn erwirtschaftet.

Zinsen für ein solches Darlehen mit dem InsideTrading Zinsrechner berechnen.

 

Annuitätendarlehen

Diese Form von Darlehen zeichnet sich durch gleich große Rückzahlungsbeträge über die Dauer der Laufzeit aus. Die einzelnen Rückzahlungsbeträge bezeichnet man dabei als Annuität. Die gleichbleibende Höhe dieser Zahlungen wird durch einen konstanten Zinssatz ermöglicht, der zum Vertragsabschluss für eine gewisse Zeit und oder die komplette Darlehenslaufzeit festgeschrieben wird. Zum Laufzeitende ist die gesamte Schuld getilgt. Die einzelnen Annuitäten berechnet man dabei wie folgt:

 Annuitätenformel

Restschuldberechnung Annauität 

Die Tilgungen der Restschuld sowie die insgesamt getilgte Summe stellen sich grafisch dabei wie folgt dar:

Tilgungsverlauf

Annuitätendarlehenstilgung mithilfe unseres InsideTrading Tilgungsrechner berechnen. (incl. Grafik des Tilgungsverlaufes).

 

 

Kontokorrentkredit

Ein Kontokorrentkredit ist ein kurzfristiger Kredit, der vom Kreditinstitut für den Kontoinhaber bereitgestellt wird. Der Kreditrahmen ist dabei vertraglich vereinbart und muss bis zur Kündigung des Verhältnisses vom Bankhaus zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig ist der Kontoinhaber für den Fall der Nutzung des Kreditrahmens verpflichtet, Zinszahlungen zu leisten sowie spätestens zur Fälligkeit des Kredites den Kreditbetrag zurückzubezahlen. Die Fälligkeit, der Zinssatz sowie der Kreditrahmen werden vertraglich vorab festgeschrieben.

Die bekanntesten Formen des Kontokorrentkredites sind:

    • Dispositionskredit auch Dispo genannt (bei Privatpersonen)
    • Betriebsmittelkredit (bei Unternehmen)

Diese Kreditform hat meist einen hohen Zinssatz, da der Kredit sehr flexibel abrufbar ist. Außerdem sind die Voraussetzungen für eine Tilgung am Ende der Tilgungsfrist nicht gesichert. Damit trägt der Gläubiger ein besonders hohes Kreditrisiko, das über den Zinssatz vergütet wird.
Wichtig: Dieser Kredit bietet keine Überziehungsmöglichkeiten, da er selbst durch einen Liquiditätsengpass entstanden ist. Die Obergrenze des Disporahmens stellt den Höchstbetrag dar, den der Kreditnehmer erhalten kann.

 

Privatkredit

Privatkredite sind Kredite, welche von Privatpersonen an Privatpersonen vergeben werden. Dabei dient der Kredit der einen Person oder Personengruppe als Investition, während der Kreditnehmer sich Liquidität verschaffen kann. Der Kredit wird auf speziellen Kreditportalen wie die oben genannte Plattform AUX-Money vergeben, auf denen Geldgeber und Geldnehmer ähnlich einer Börse zusammen kommen. Bei solchen Krediten sind die Konditionen verhandelbar, ein nicht ganz optimaler Schufa-Score muss kein Hindernis darstellen und beide Seite profitieren von angemessenen Verzinsungen. Der Privatkredit ist also eine Alternative zum Bankkredit.

 

Hypothek

Eine Hypothek ist ein Grundpfandrecht. Der Hypothekennehmer –also der Nehmer des Fremdkapitals– tritt seine Rechte an einer Immobilie ab. Diese Rechte werden als Sicherung für eine andere Leistung genutzt, die der Hypothekennehmer bezieht. Klassisch werden Hypotheken als Sicherungsmittel für Kredite oder Darlehen genutzt. Die Sicherheit wird im Falle der Insolvenz des Kreditnehmers durch die Geldgeber veräußert. Die Höhe des Kapitals, welcher der Geldgeber dem Kreditnehmer zu überlassen bereit ist, hängt von dem Wert der Immobilie abhängig. Gerade bei langfristigen Krediten, wie einer Hypothek oder eines Immobiliendarlehens, ist die Thematik Zinsbindung relevant. Zinsbindungen sind für alle möglichen Laufzeiten verfügbar, oftmals sind sie aber für ca. 10 Jahre angesetzt. Ob dies im Einzelnen reicht oder ob mehr Planungssicherheit benötigt wird, sollte individuell abgewogen werden. Pauschale Aussagen über richtig oder falsch machen keinen Sinn, denn einen heiligen Gral wird man wie beim Handel an der Börse nicht finden.

 

Forward Darlehen

Dieses Darlehen wird meist für die Anschlussfinanzierung verwendet. Es bietet dem Kreditnehmer die Möglichkeit, sich die aktuellen Zinsen für einen Kredit oder ein Darlehen zu sichern, welches erst in einer gewissen Zeit (meistens in ein paar Jahren) zur Auszahlung kommt. Dies ermöglicht dem Kreditnehmer Planungssicherheit, im Hinblick auf die Kosten, welche die neue Finanzierung mit sich bringt. Für diese Planungssicherheit, wird meistens eine gewisse Prämie fällig. Diese kann zum Beispiel die Form eines leichten Zinsaufschlages haben.

 

Schufa-Auskunft ­– Was ist die Schufa?

Die Schufa-Holding (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist eine privatwirtschaftliche Organisation. Ihr Zweck ist es, Partner über die Bonität, also die Kreditwürdigkeit einer Person oder eines Unternehmens zu Informieren. Dafür berechnet die Schufa im Prozess der Bonitätsprüfung einen Score für die betreffende Person und leitet diesen an den Auftraggeber weiter. Interessant für die Bonitätsprüfung und somit die Bonität des Endverbrauchers sind vor allem Daten über die fristgerechte Bezahlung von Verträgen, die aktuelle Belastung durch andere Kredite, die Historie als Kreditnehmer, das aktuelle Kontoguthaben, Besitz sowie Einkommen. Neben diesen Faktoren finden noch viele weitere Kennzahlen bei der Schufa Beachtung. Um einen ersten Überblick zu erhalten, sollte diese Aufzählung genügen.

Oftmals wird auch von Vermietern eine Schufa-Auskunft verlangt. Diese ist bei den meisten Immobilienportalen kostenpflichtig als Schnellauskunft erhältlich oder aber einmal im Jahr kostenfrei.

 

Wie erhalte ich kostenlos eine Schufa-Auskunft?

Um eine kostenlose Schufa-Auskunft zu erhalten, muss nur ein Formular ausgefüllt werden. Der Grund ist folgender:
Die Schufa sammelt Daten über Endverbraucher. Damit diese die Korrektheit der gesammelten Daten überprüfen können, muss die Auskunft kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Dazu muss man sich auf den § 34 BDSG beziehen und Dateneinsicht einfordern. Über den folgenden Link ist das Formular direkt abrufbar. Nachdem das ausgefüllte Formular abgeschickt wurde, bekommt man die Informationen der Schufa nach spätestens 14 Tagen nach Hause zugestellt: https://www.meineschufa.de/download.php?file=SCHUFA_Infoblatt-DU-Antrag-deutsch.pdf&token=30160 oder alternativ hier.

 

Zinsen – Wie funktionieren Kreditzinsen?

Kreditzinsen funktionieren im Prinzip wie normale Guthabenszinsen – nur sind es eben Sollzinsen. Dabei wird im Detail zwischen unterschiedlichen Arten von Sollzinsen Unterschieden, wobei im Prinzip alle gleich funktionieren. Von Interesse ist für den Kreditnehmer eigentlich nur, wie hoch die Zinslast und die Tilgungen im Einzelnen sind. Um dies zu vereinfachen, haben wir ein kleines Tool entwickelt, welches für verschiedene Kreditarten die Tilgungsbeträge sowie die Zinsen und Restschuld zum jeweiligen Zeitpunkt berechnen kann. Anders als viele verfügbare Kreditrechner stellt dieses Tool den Verlauf der auch grafisch und tabellarisch dar, sodass die Finanzierung des aufgenommenen Fremdkapitals komplett transparent wird.

Der Rechner für Kredite und Kreditzinsen ist einfach zu bedienen. Es muss lediglich die Startsumme, der Zinssatz per annum, die Frequenz der Tilgungen sowie die Laufzeit des Kredites angegeben werden. Den Rest erledigt unser Kreditrechner vollkommen von selbst. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Privatkredit oder Bankkredit handelt, lediglich die Kreditform ist auszuwählen. Die Applikation lässt sich auch als Zinsrechner verwenden.

 

Was ist eine Restschuldversicherung?

Die Restschuldversicherung nahm 2013 laut BAFIN-Statistiken 1.3% der Neuzugänge der Versicherungssumme in Deutschland ein. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum brachten es kapitalbildende Lebensversicherungen auf 2.4%. Die Restschuldversicherung (RSV) ist ein Vertrag, welcher meistens gekoppelt an die Kreditvergabe mit angeboten und abgeschlossen wird. Er sichert den Versicherungsnehmer im Fall von Tod oder Krankheit vor den Risiken des Kredites ab. So würde beispielsweise im Todesfall die Kreditsumme vom Versicherungsunternehmen getragen werden,oder im Falle von Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit die Restschuld in Form der Raten bezahlt werden. Dabei wird die Prämie meist durch das Darlehen finanziert und erfolgt durch eine Einmalzahlung, die der Kreditnehmer tätigt. Bei Kontokorrent-Krediten erfolgt die Zahlung monatlich. In neueren Restschuldversicherungen kann nun auch unverschuldete Arbeitslosigkeit mitversichert werden, sodass die RSV dem Kreditnehmer ausgeweiteten Schutz gewährleistet.

 

Restschuldversicherung – Nachteile und Kritik

Kritik muss die Restschuldversicherung besonders dafür einstecken, dass deren Vertrieb meist an den Verkauf des Kredites gekoppelt ist und so auf den Kreditnehmer eingewirkt wird, diese Versicherung zusätzlich abzuschließen. Dabei wird in manchen Fällen auf die Risikoaversion des Menschen gesetzt und durch gezielte Fragen emotionaler Druck aufgebaut. Da die Beiträge für eine solche Versicherung zudem nicht gerade unerheblich sind, verändert die Aufnahme einer solchen Restschuldversicherung die Gesamtkostenstruktur des Kredites erheblich. Zudem wird eine solche Versicherung oftmals seitens Rating Unternehmen und Kredit-Scorings nicht beachtet, sodass die Bonität, bzw. Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers durch den Abschluss einer solchen Versicherung nicht erhöht wird. Es entstehen daher im Vergleich zu einem Kreditnehmer ohne RSV keine Vorteile für Folgefinanzierungen. Es kann es teils sogar so weit kommen, dass durch die Restschuldversicherung die Bonität durch ein geringeres verfügbares Einkommen sinkt.

Anleihen statt Aktien – „sichere Alternative“

Anleihen statt Aktien – „sichere Alternative“

Was sind Anleihen?

Anleihen sind Schuldverschreibungen. Diese Wertpapiere sind festverzinst und können von verschiedenen Kapitalmarktteilnehmern emittiert werden. Klassische Anleihen sind Unternehmens- oder auch Industrieanleihen sowie Staatsanleihen.
Durch die Aufnahme von Schulden am Kapitalmarkt kann der Emittent kurz- sowie langfristig Liquidität erhalten und so dem Unternehmenszweck nachkommen oder auch die Ausgaben der öffentlichen Hand finanzieren. Der Käufer dieser auch als Inhaberschuldverschreibung bezeichneten Papiere wird auch Gläubiger genannt, wohingegen der Emittent auch als Schuldner bezeichnet wird.

Im Gegensatz zu einem Kredit ist das Wertpapier einheitlich für das gesamte Emissionsvolumen und kann so transparent an den Börsenplätzen, an denen das Papier zugelassen wurde, gehandelt werden. Sobald eine Anleihe den Besitzer wechselt, gehen damit auch die Ansprüche auf die Zahlung des Zinses über. Ganz gleich zu welchem Kurs der neue Halter des Papieres die Anleihe gekauft hat, wird am Ende der Laufzeit zum Nennwert getilgt.

Unterschied zwischen Aktien und Anleihen

Ein großer Unterschied zwischen Aktien und Anleihen ist die rechtliche Behandlung sowie der Cashflow, welcher sich aus dem jeweiligen Produkt ergibt.
Während Aktien einen Anteil am Eigenkapital eines Unternehmens darstellen, sind Anleihen Schuldtitel. Entsprechend dieser Tatsache haben die Halter des jeweiligen Produktes andere Möglichkeiten bzw. Rechte. Während Aktieninhaber zum Beispiel Stimmrechte sowie eine Option auf Gewinnausschüttungen erhalten, haben Anleihenhalter den Anspruch auf den Coupon. Dieser ist im Gegensatz zu einer Dividende nicht optional, sondern wird immer zum Zinstermin verpflichtend fällig. Zudem werden Schuldtitel im Falle einer Insolvenz auf eine andere Art und Weise behandelt als Eigenkapitalbeteiligungen. So ist es möglich, dass die Anleihe besichert ist und Sicherheiten zusätzlich in die Liquidationsmasse einfließen. Ganz gleich, ob dies der Fall ist, werden Inhaber von Schuldverschreibungen im Insolvenzfall gegenüber Aktionären vorrangig behandelt. Da der Aktionär durch seine Eigenkapitalbeteiligung einen Teil des unternehmerischen Risikos trägt.

Am häufigsten hört man dabei im Zusammenhang mit Anleihen von: T-Bills, Bundesanleihen oder Anleihen verschiedener einzelner Unternehmen. Um für die Aspekte Bewertung und Vorteilhaftigkeitsbetrachtungen vorbereitet zu sein, zunächst ein paar Begriffe.

Überblick über die Fachbegriffe:

Überblick über die Fachbegriffe:

Bundesanleihen Bundesanleihen sind Anleihen, bei denen die Bundesrepublik
Deutschland als Emittent auftritt, um sich am Kapitalmarkt Geld zu beschaffen. Bundesanleihen gelten als sehr sichere
Anleihen, da die Bundesrepublik Deutschland als Schuldner mit ihrem
Steueraufkommen sowohl für die Zinszahlungen als auch für die Begleichung der Schuld zum Ender der Laufzeit haftet.
Emission Die Ausgabe neuer Anleihen am Finanzmarkt bezeichnet man als Emission.
Market Maker Ein Market Maker ist eine Bank, ein Emittent oder ein Wertpapierhandelshaus,
das sich verpflichtet hat, während der gesamten
Handelszeit eines Wertpapieres jederzeit verbindliche Geld- und
Briefkurse anzubieten. Die Funktion des Market Makers erhöht die
Liquidität des jeweiligen Wertpapieres wesentlich.
Erfüllungstag // Wertstellung // Valuta Finanzmarktgeschäfte, welche über die Börse abgewickelt werden, werden meist zwei Bankarbeitstage nach dem Handelstag
erfüllt (t+2). Der Käufer muss für die Wertpapiere bezahlen. Der Verkäufer
muss die Wertpapiere liefern.
Erfüllungstag = Handelstag + 2 Börsentage. Unter Umständen kann der Erfüllungszeitpunkt aber auch von dieser Regel abweichen und früher bzw. später erfolgen.
Fälligkeit Der Fälligkeitstag ist der Tag, an dem die Laufzeit der Anleihe
endet. Da zum Ende der Laufzeit die Schuld von Seiten des Emittenten / Schuldners beglichen werden muss, wird dem Anleiheninhaber (Anleger) nun der Fälligkeitsbetrag auf sein Konto
gutgeschrieben.
Die Stückelung – Kleinste handelbare Einheit Die Stückelung einer Anleihe gibt an, welchen
Nominalwert ein Auftrag mindestens haben muss, um aufgegeben oder gar ausgeführt zu werden. In den meisten Fällen beträgt dieser
1.000,– Euro. Bei manchen Industrieanleihen beträgt die kleinste handelbare Einheit sogar 100.000,- Euro. Bundeswertpapiere lassen bereits Stückelungen von 0,01 Euro zu.
Kündigungsrecht Bei manchen Wertpapieren besitzt der Emittent ein Recht auf
eine Kündigung vor dem wirklichen Ende der Laufzeit des Schuldtitels. In diesem Fall erfolgt die Rückzahlung gemäß
den jeweiligen Emissionsbedingungen. Diese sind auf bei den meisten Finanzseiten hinterlegt oder aber einfach über den Investors- Relations-Service des jeweiligen Unternehmens erhältlich.
Coupon Der Kupon ist der Zinssatz der Anleihe, den der Anleger auf den
Nominalbetrag erhält. Sollte die Anleihe zu einem Kurs notieren, welcher nicht dem Nominalbetrag entspricht, ist die wirkliche Verzinsung der Anleihe eine andere.
Emittent Der Emittent ist der Herausgeber und Schuldner einer Anleihe. Die Bank, welche den Emissionsprozess begleitet ist dabei lediglich intermediär.
Nachrang Anleihen Diese Form von Anleihen unterscheiden sich von erstrangigen vor
allem dadurch, dass deren Inhaber bei Insolvenz des Emittenten
nicht als erste aus der Liquidationsmasse bedient werden. Sie werden also Nachrangig behandelt.
Da dieses zusätzliche Risiko des Kapitalgebers kompensiert werden muss, ist die reale Verzinsung dieser Wertpapiere oft höher.
Nominalwert Der Nominalwert gibt die Höhe der Forderung an, den eine Anleihe verbrieft.
Rating Das Rating einer Anleihe gibt die Bonitätsbewertung des Emittenten
durch ein externes Unternehmen wieder. Ratings werden zum Beispiel von Standard & Poor‘s, Moody‘s, Fitch und anderen vergeben.
Stückzinsen Dem Anleiheninhaber steht für jeden Tag, an dem er im Besitz der Anleihe ist, ein Zinsbetrag zu. Dieser errechnet sich anhand der Haltedauer. Der Käufer muss also zusätzlich zum aktuellen Kurs noch die bis dato angelaufenen Zinsen zahlen.

 

Wieso ist der Preis einer Anleihe in Prozent angegeben?

Der Nennwert oder auch Nominalwert einer Anleihe ist je nach Anleihe und Emittent unterschiedlich. Klassisch ist die Stückelung jedoch meist 1000€ oder 100.000€.

Der aktuelle Kurs einer Anleihe wird dabei in Prozent vom Nennwert angegeben. Notiert eine Anleihe also zu 88% und hat einen Nennwert von 1000€, kostet die Anleihe aktuell 880€. Der Preis wird meist „Clean“ angegeben. Was das genau heißt, sehen wir im nächsten Abschnitt.

Bekomme ich Zinsen, wenn ich die Anleihe nur einen Teil eines Jahres halte?

Die Antwort ist ja. Jedoch werden die Zinsen dann nicht vom Schuldner bezahlt sondern vom neuen Gläubiger. Beim Kauf einer Anleihe über die Börse muss der Käufer die aufgelaufenen Stückzinsen begleichen. Der Kurs einer Anleihe wird meist „Clean“ angegeben, die Stückzinsen sind also nicht im Kurs des Wertpapieres enthalten. Sollte der Preis „Dirty“ angegeben sein, so sind die Stückzinsen in den Preis eingerechnet. Es fallen also keine zusätzlichen Kosten an.

Stückzinsen sind dabei die Zinsen, die bis zum Zeitpunkt des Kaufes theoretisch bei einer täglichen Verzinsung aufgelaufen wären.

Errechnet werden die Stückzinsen einer Anleihe wie folgt:

Nominalwert / Nennwert = 1000
Zinssatz / Kupon = 6%
Zinstermin: 01.01.2025
Kaufzeitpunkt: 01.03.2025
Kurs zum Kaufzeitpunkt: 105.00%
Zinsperiode (30/360).

Die Berechnung der Stückzinsen erfolgt durch folgende Rechnung:

Coupon*Nennwert = Jährlicher Zinsertrag
(Jährlicher Zinsertrag)*(#Tage/360)=Stückzinsen

In unserem Beispiel würde das bedeuten:

6% * 1000€ = 60€
60€ * (60/360) = 10€

Also müsste der Käufer in unserem Beispiel 10€ Stückzinsen bezahlen. Diese entfallen zusätzlich zum Kaufkurs der Anleihe. Meistens werden die aktuell aufgelaufenen Stückzinsen auf den Finanzportalen mit angegeben. Das erspart die eigene Rechnung.

Was ist der faire Preis einer Anleihe?

Der faire Preis einer Couponanleihe errechnet sich indem man den heutigen Wert aller zukünftigen Zahlungen berechnet. Diesen Prozess nennt sich abdiskontieren oder Barwertbestimmung.
Der heutige Wert errechnet sich also indem man die einzelnen Zahlungen des Zahlungsstroms (Cashflow) abzinst:

Formel Anleihen berechnen

Dabei steht C für den Coupon und der Nominalbetrag ist der Rückzahlungsbetrag oder auch Nennwert der Anleihe. Warum aber sollte der Preis der Anleihe nach Modell diesem Wert entsprechen? Das Modell geht von einer sicheren Rückzahlung der Anleihe aus. Daher sollte der Wert der Anleihe heute der Menge Geld entsprechen, die heute angelegt werden muss, um zum risikolosen Zinssatz (Leitzins//Tagesgeldzins) den Endwert des Zahlungsstromes zu erhalten.

Warum entspricht der faire Wert nicht immer dem Preis?

In den Finanzmärkten wird der Preis eines Wertpapieres durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Sollte es also aktuell Gerüchte im Markt geben, denen zufolge ein Unternehmen in Zahlungsprobleme kommen könnte, ist die Annahme des Modellpreises, nämlich die einer sicheren Rückzahlung, verletzt. Die Anleihe wird dann mit einem Abschlag auf den fairen Preis gehandelt. Diesen Abschlag sind Verkäufer der Position bereit hinzunehmen, da sie das Risiko, welches sie mit der Anleihe tragen, nicht mehr halten wollen. Sobald die Preise für eine Anleihe fallen, steigt damit auch gleichzeitig die Verzinsung, welche der Gläubiger auf das Geld erhält, welches für den Erwerb der Anleihe benötigt wird.

Wie hoch ist der Zins einer Anleihe wirklich?

Der Zins einer Anleihe wird immer zu Pari, also immer im Verhältnis zum Nennwert angegeben. Sobald eine Anleihe dann jedoch am Markt gehandelt wird, verändert sich der Kurs, während der Coupon gleich bleibt.

Beispiel:

Eine Anleihe mit dem Nennwert von 1000€ und einem Coupon von 8% handelt aktuell zu einem Kurs von 100%. Angenommen es fallen beim Kauf keine Stückzinsen an, so ist die Rendite aktuell bei exakt 8%. Hat nun aber ein Interessent die Möglichkeit, die Anleihe zu einem Kurs von 85% zu erwerben (ebenfalls ohne Fälligkeit von Stückzinsen), so ist die Verzinsung auf das Kapital, das der Gläubiger zum Kauf der Anleihe aufbringen musste, höher. Nämlich:
(80€/850€)*100 =9,41177%
Neben der höheren Rendite, die der Anleger nun durch den Coupon erzielt, erhält der Gläubiger zum Ende der Laufzeit den vollen Nennwert der Anleihe zurückgezahlt und macht somit auch hier eine zusätzliche Rendite. Beides zusammen genommen ergibt die Gesamtrendite, die der Anleger der Anleihe macht.

Die Rendite setzt sich also zusammen aus der Rendite, die durch den Coupon erzielt wird (diese nennt sich auch Yield) und dem Kursgewinn, beziehungsweise der Differenz aus Rückzahlung der Anleihe und Kaufkurs.

Wann und für wen sind Anleihen interessant?

Anleihen sind tendenziell für Anleger interessant, welche eine kontinuierliche Einnahme aus ihren Investitionen erhalten wollen. Daher wird die Anlageklasse auch oft als Rente bezeichnet. Im Allgemeinen tendieren Anleihen zu einer geringeren Volatilität als Aktien, wodurch kurzfristige Kursverluste weniger dramatisch ausfallen. Dieser Umstand erleichtert auch das Festhalten an Positionen und reduziert das Risiko eines Panikverkaufes.
Klassische Anlageberatung geht immer vom Lebenszyklus eines Anlegers aus und „empfiehlt“ zu Beginn größere Positionen in Aktien zu haben, da diese langfristig die höheren Erträge liefern, dafür aber auch volatiler sind. Diese Positionen sollen dann aber gegen Renteneintritt zunehmend in Anleihen umgeschichtet werden, um Sicherheit und eine größere Wertbeständigkeit sowie eine kontinuierliche Einnahme aus den Zinsflüssen zu erreichen.

Anleihen als Trading-Chancen

Dennoch können auch Anleihen immer wieder interessante Trading-Chancen bieten. Wenn zum Beispiel Blue Chip Aktien durch Nachrichten oder Prozesse kurzfristig unter Druck geraten, werden auch Schuldtitel abverkauft. Dadurch lassen sich mit „geringen“ Risiken gute Zinsen sichern, welche eine Grundperformance für das Depot gewährleisten. Des Weiteren können Anleihen, die ihr Investmentgrading verloren haben, oft günstig am Markt erworben werden, da viele Fonds sich von ihnen trennen müssen und das obwohl es im Zweifelsfall neben dem Downgrade der Analysten keinen fundamentalen Grund für einen Verkauf gibt. Solche Optionen können die Kontinuität und die Performance eines Depots erhöhen und die Volatilität mindern. Des Weiteren schützt die Diversifikation den Anleger auch durch die Erweiterung des Anlagehorizontes auf neue Assetklassen.

Warum und wofür benötigt der Markt Optionen

Warum und wofür benötigt der Markt Optionen

Es gibt unzählig viele Arten von Finanzprodukten: Anleihen, Aktien, CMOS (Collateralized Mortgage Obligations), Vorzugsaktien, REITs (Real Estate Investment Trusts), Investmentfonds, geschlossene Fonds, ETFs (Exchange Traded Funds), UITS (Unit Investment Trusts), CFDs und tausende von Versicherungen, um nur ein paar aufzuzählen. Da kommt die berechtigte Frage auf – Warum sollte man sich jetzt auch noch mit Optionen auseinandersetzten? Um diese Frage einfacher und hoffentlich auch verständlicher zu beantworten, möchte ich vorher kurz die Bedeutung von Aktien und Autoversicherungen erläutern.

Warum geht ein Unternehmen an die Börse (der Aktienmarkt)?

Mit einem Börsengang (Initial Public Offering – IPO) erlangt das Unternehmen den Zugang zum Kapitalmarkt. Das heißt, wenn ein Unternehmen an die Börse geht, dann verkauft dieses einen Teil des Unternehmens in Form von Aktien zu dem sogenannten Emissionskurs. Im Gegenzug haben die Aktionäre ein Mitspracherecht und können von der positiven Entwicklung des Unternehmens profitieren.

Das Geld, das das Unternehmen durch den Verkauf der Aktien zu dem Emissionskurs erzielt, steht dem Unternehmen zum Wirtschaften zur Verfügung und muss auch nicht wieder zurückgezahlt werden. Zudem kann das Unternehmen auch später weitere Aktien am Markt platzieren, um somit frisches Kapital zu beschaffen. Hierzu zwei kleine Beispiele:

Beispiel 1: Bei ihrem Börsengang im November 1996 erzielte die Deutsche Telekom umgerechnet 13,0 Mrd. US-Dollar, dieser gilt bis heute als der größte Börsengang in der Geschichte der deutschen Bundesrepublik. Auch wenn dieser Börsengang im Nachhinein für viel Unmut sorgte, hatte das Unternehmen in kürzester Zeit 13 Mrd. USD von Investoren eingesammelt und konnte somit weiter investieren und wachen.

Beispiel 2: Am 19. September 2014 gab das chinesische Unternehmen Alibaba sein Börsendebüt an der New Yorker Börse und konnte durch den Börsengang, Aktien im Wert von 25 Mrd. USD verkaufen. Dieser Börsengang gilt bis heute als der größte weltweit und auch hier führte der Börsengang dazu, dass das Unternehmen große Summen einsammeln, konnte um das Wachstum weiter voranzutreiben.

Ich hoffe, dass diese Beispiele gezeigt haben, warum ein Börsengang und die Existenz des Aktienmarktes so wichtig für Unternehmen sind – denn Börsen lösen die Probleme der Kapitalbeschaffung für Unternehmen.

Wer trägt jetzt aber das ganze Risiko?

Privatanleger kaufen oft Aktien und lassen sie liegen – getreu dem Motto: ab und an gibt es eine Dividende und es gibt Zeiten, in denen der Aktienkurs steigt und Zeiten, in den der Aktienkurs fällt. Wenn Sie Aktien kaufen, sind sie bereit ein Risiko einzugehen und wenn der Markt ein paar Jahre lang fällt, dann verdient man halt nichts an Ihrem Investment.

Eine solche Einstellung findet man bei einem professionellen Anleger nicht! Bevor ein Banker investiert, wird er das Risiko prüfen und wissen, wie die Position zu jedem Zeitpunkt abgesichert werden kann, um das Risiko möglichst gering zu halten.

Ja, Sie haben richtig gelesen: „absichern“. Investoren sind bereit eine Prämie zu bezahlen, um ihre Aktienpositionen in unsicheren Zeiten zu versichern.

Autoversicherung vs. Option

Sie zahlen einmal im Jahr eine Gebühr (Prämie) an ein Versicherungsunternehmen, damit dieses Ihr Auto versichert und im Falle eines Falles für den Schaden aufkommt. Nur weil Sie diese Versicherung haben und jedes Jahr dafür bezahlen, hoffen Sie natürlich trotzdem nicht auf einen Unfall. Dennoch fühlen Sie sich sicherer weil Sie wissen, dass Sie im Schadensfall Sie nicht alleine dastehen.

Noch deutlicher wird es, wenn Sie sich im Urlaub in einem ärmeren Land ein Auto mieten und Sie wissen hier werden Autos geklaut, beworfen, zerkratzt und in den Schlaglöchern könnten Sie nach einem regnerischeren Tag baden. Wäre es Ihnen möglich, sich in einem solchen Land ein Auto auszuleihen, beruhigt durch die Gegend zu fahren und die Zeit vor Ort dennoch zu genießen? Wahrscheinlich nicht, denn Sie wären die ganze Zeit so angespannt und würden sich um das Auto Gedanken machen. Daher gibt es Versicherungen!!! Damit sind Sie auch auf einer Safari in Afrika nicht durchgehend den Leihwaagen im Hinterkopf haben… auch nicht als Deutscher. 🙂

Also zusammenfassend kann man sagen, dass Versicherungen das Problem des Risikos lösen, sodass auch Ottonormalverbraucher sich beispielsweise eine Operation leisten können.

 

Optionen – die Versicherungen der Profis?!

Mit dem Kauf einer Aktie erlangen Sie einen Anteil eines Unternehmens und können mit diesem Kauf hohe Gewinne erzielen. Eine solche Investition beinhaltet aber auch immer ein Risiko.

Schauen wir uns beispielsweise wieder die Telekom Aktie an. Das ehemalige Staatsunternehmen hat bei dem ersten Börsengang im November 1996 die Aktie für umgerechnet 14,57 EUR herausgegeben. Bei einer Kapitalerhöhung im Juni 1999 kosteten die Aktien dann schon 39,90 EUR und ein Jahr später, als die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) 200 Millionen Aktien verkaufte, bekam der Bund dafür 66,50 EUR je Aktie. Um diese Aktie gab es in Deutschland eine solche Euphorie, dass die Aktie auf ihrem Allzeithoch bei über 100 EUR notierte, bevor sie in nicht einmal 2 Jahren bis auf 8,42 EUR fiel. Die Gründe hierfür sind zahlreich und sollen hier nicht weiter beleuchtet werden. Das Beispiel zeigt aber deutlich, dass die Börse keine Einbahnstraße ist.

An den Börsen kommt es alle paar Jahre zu einem Bärenmarkt, bei dem auch gut geführte und erfolgreiche Unternehmen mit Kurseinbrüchen zu kämpfen haben. Das Problem des unberechenbaren Risikos kann mithilfe von Optionen gelöst werden. Optionen erlauben uns mit Hilfe eines Risikomanagements unsere Aktienposition zu einem kontrollierbaren Risiko zu halten.

Am Optionsmarkt wird Risiko entweder akzeptiert oder transferiert

Warum jemand das Risiko des Aktieninhabers übernehmen sollte, scheint auf den ersten Blick schwer zu verstehen. Hier sind wir jetzt wieder bei unserer Autoversicherung. Solange die Prämie hochgenug ist, wird sich immer jemand finden, der das Risiko gerne trägt.

Wie auf vielen anderen Märkten auch, wollen einige Marktteilnehmer ihr Risiko weitergeben. Andere hingegen halten suche genau nach diesen Risiken, um für die Übernahme Prämien kassieren zu können. Es ist also immer die Frage, von welcher Seite Sie den Markt betrachten.

Zudem gibt es hier nicht nur „Versicherer“, die nach Risiko Ausschau. Auch sogenannte Spekulanten möchten in nur kürzester Zeit mithilfe von einem hohen Risiko eine hohe Rendite erwirtschaften.

Jetzt denken Sie eventuell, mit Spekulanten möchte ich nichts am Hut haben. Aber auch die sind für den Markt wichtig und haben ihre Aufgaben. So streiten sie sich beispielsweise mit anderen Versicherern am Markt um Ihr Risiko. Sie persönlich müssen durch diesen Wettbewerb weniger für die Versicherung des Risikos bezahlen.

Wenn Sie auch in Zukunft die Informationen und Artikel auf InsideTrading.de verfolgen, werden Sie lernen, dass Sie Optionen selbst schreiben können. In diesem Fall kassieren Sie die Prämie und nicht der anonyme Versicherer. Die Vorgehensweise dazu werde ich Ihnen in einem anderen Artikel aufzeigen. Tragen Sie sich einfach in unseren Newsletter ein, um einmal monatlich ein Update von InsideTrading zu erhalten und keinen Artikel zu verpassen.

Ich hoffe, der Artikel hat die Bedeutung von Optionen für den Markt deutlich gemacht. Optionen lösen das Problem des Risikos auf den Finanzmärkten. Wenn es eine solche Form der Absicherung nicht gäbe, wäre es für viele Unternehmen um einiges Schwieriger an Kapital zu kommen. Es wären vor allem viele professionelle Anleger nicht mehr bereit eine solche Vielzahl von Aktien in ihrem Depot zu halten.

Natürlich habe ich den Grund für die Existenz von Optionen in diesem Artikel sehr stark vereinfacht, denn es gibt unglaublich viele weitere Gründe und Funktionen von Optionen. Es ging mir in diesem Artikel nur darum, Ihnen die Angst vor der Komplexität zu nehmen. In vielen weiteren Artikeln werden wir Ihnen Optionen nach und nach nähre bringen. Für die Ungeduldigen unter Ihnen: Um schon jetzt Optionen in einem Demo-Konto zu handeln, empfehle ich Ihnen einfach ein Konto bei Banx Broker zu eröffnen.

Wie aus dem Unterschied von Optionen und Optionsscheinen deren  Vor- und Nachteile deutlich werden

Wie aus dem Unterschied von Optionen und Optionsscheinen deren Vor- und Nachteile deutlich werden

Für viele Privatanleger ist es bei der Vielzahl von Finanzprodukten schwierig, den Überblick zu behalten. Vor allem an den Terminbörsen winken Tradern und Investoren großartige Möglichkeiten, ihr Depot in unsicheren Zeiten abzusichern und in volatilen Phasen hohe Renditen zu erzielen. Jeder, der an den Terminbörsen erfolgreich agieren möchte, sollte diesen Markt aber gut kennen und zumindest über den Unterschied zwischen einem Future, Optionsschein und einer Option Bescheid wissen.

Terminbörsen – den heutigen Preis für die Zukunft sichern

Das Ziel einer Option und eines Optionsscheins ist so ziemlich das selbe: Es wird das Recht erworben, ein Finanzprodukt (Basiswert) zu dem heutigen Preis in der Zukunft verkaufen (Put) beziehungsweise kaufen (Call) zu können. Hierbei werden zwei verschiedene Stile der Ausübung unterschieden. So kann ein amerikanischer Kontrakt zu jedem Zeitpunkt während der Laufzeit ausgeübt werden, wohingegen ein europäischer Kontrakt nur am Ende der Laufzeit ausgeübt werden kann.

Anstatt von einem Basiswertes redet man meist von dem sogenannten „Underlying“ (englischer Begriff).

klassische Underlyings: Aktien, Anleihen, Währungen, Indizes und Rohstoffe

derivative Instrumente: Optionen, Futures, Swaps, Swaptions (…)

 

Die Unterschiede zwischen Optionsscheinen, Optionen und Futures

Optionsscheine:
Optionsscheine, im englischen „Warrants“, sind Wertpapiere, die meistens von Banken aufgelegt werden. Bei dem Auflegen eines Optionsscheines (der sogenannten Emission) haben die Emittenten hinsichtlich der Konditionen viel Spielraum. Das führt zu einer Vielzahl von Produkten auf dem Finanzmarkt, die sich je nach Gattung stark von einander unterscheiden. Trotz der großen Anzahl an Produkten soll die Handelbarkeit gewährleistet werden. Daher gibt es von Seiten der Börsen eine Quotierungspflicht für Market Maker, wie sie in den Ausführungsbedingungen festgehalten ist: Ausführungsbestimmungen (§22). Um das Produkt genau zu kennen ist es wichtig, sich die endgültigen Bedingungen des Produktes anzuschauen. Diese sind in den AGBs des Scheins, welche den rechtlich gültigen Rahmen bilden, hinterlegt. Alles, was zur Anwendung kommen kann, ist hier festgelegt. Man findet sie auf der Website des Emittenten. Aus Erfahrung kann ich berichten, dass man grundsätzliche und tiefergehende Fragen auch in einem Telefonat klären kann – auch wenn man bis zur vollständigen Beantwortung der Frage manchmal mehrmals weitergeleitet wird.
Bei klassischen Optionsscheinen wie sie hier thematisiert werden, sind die Unterschiede zwischen den Emittenten aufgrund des starken Wettbewerbes jedoch relativ gering. Der intensive Wettbewerb garantiert auch schon fast eine aggressive Preisstellung seitens der Emittenten.

Die wichtigsten Begriffe:

Laufzeit: Hiermit wird der Zeitraum zwischen dem heutigen Datum und dem Tag, an dem die Option zuletzt ausgeübt werden kann, bezeichnet.

Amerikanischer Stil: Sind Kontrakte, die während ihrer gesamten Laufzeit ausgeübt werden können.

Europäischer Stil: Sind Kontrakte, die nur am Ende der Laufzeit ausgeübt werden können.

Bermuda Stil: Sind Kontrakte, die zu bestimmten Zeitpunkten ausgeübt werden können.

Asiatischer Stil: Sind Kontrakte, bei denen der durchschnittliche Preis während der Laufzeit zur Bewertung herangezogen wird.

Basiswert, Bezugswert oder Underlying: Diese Begriffe bezeichnen den Gegenstand eines Termingeschäfts. Diese sind vor allem Aktien, Anleihen, Währungen, Rohstoffe und Indizes.

Basispreis, Bezugspreis oder Ausübungspreis: Bezeichnet den vereinbarten Preis bei einem Termingeschäft. Zu diesem Preis kann der Käufer des Kontraktes das Underlying (den Basiswert) vom Emittenten kaufen (Call), beziehungsweise an diesen verkaufen (Put).

Call: Ist das Recht, den Basiswert vom Emittenten zu kaufen.

Put: Bezeichnet das Recht, den Basiswert an den Emittenten zu verkaufen.

 

Optionen und Optionsscheine

Optionen Optionsscheine

–       Standardisierte Kontraktgrößen, Laufzeiten und Basispreise.

–       Die Preise werden an der Terminbörse gebildet, an der sich Käufer und Verkäufer gegenüberstehen.

–       Banken und Makler agieren als neutrale Market Maker.

–       Für Privatkunden unzugänglicher Brokermarkt.

–      Leerverkäufe (Naked-Shorts, Verkauf einer Option ohne entsprechende Hedge-Position) und Stillhaltergeschäfte (Verkauf von Optionen gegen vorhandenen Aktienbestand) sind möglich.

–       Die Emittenten sind in der Gestaltung der Preise und Konditionen frei.

–       Produktgestaltung von Emittent zu Emittent unterschiedlich.

–       Stillhaltergeschäfte sind nicht möglich.

–       Teils höhere Liquidität als im Terminmarkt.

–       Teils engere Spreads als im Terminmarkt (Wettbewerb unter Banken).

–       Aufgeld (Marge des Emittenten).

–       Größere Vielfalt an Laufzeiten und Basispreisen.

Optionen
Optionen werden im Gegensatz zu Optionsscheinen direkt an den Terminbörsen gehandelt und sind im Bezug auf die Kontraktgröße, den Basispreis und die Laufzeit standardisiert.
Bei einer Option steht dem Käufer (Inhaber) immer ein Gegenpart – der Verkäufer (Stillhalter) – gegenüber. Die Höhe der Prämie wird vom Markt, also von Angebot und Nachfrage bestimmt, wobei eine Vielzahl von Akteuren um die besten Preise konkurrieren.
Die Plattform für den Austausch der Rechte und Pflichten wird von der Börse gestellt. Hierbei gilt das Clearing als zentrale Verrechnungsstelle zwischen dem Käufer und Verkäufer. Für die Liquidität sorgen die Banken und Wertpapierhandelshäuser, welche als Market-Maker auftreten und unverbindliche Brief- und Geldkurse stellen. Diese Kurse werden als Quotierungen bezeichnet.
Als Terminbörse mit dem weltweit größten Umsatz an Kontrakten gilt die Eurex. An der Eurex sind die Preise nicht nur im offenen Orderbuch zu finden, auch die tagesaktuellen Kurse sind online ständig abrufbar. Des Weiteren können auch jederzeit Informationen zum Handelsvolumen, der Anzahl der Trades und der offenen Kontrakte eingeholt werden. Genaue Orderbucheinsichten und direkter Handel am Terminmarkt ermöglichen Broker wie zum Beispiel BANX.

 

Von der Angst anderer profitieren (Absicherungen anbieten)

Im Gegensatz zu Optionsscheinen bieten Optionen die Möglichkeit von Stillhaltergeschäften. Stillhaltergeschäfte sind der Verkauf von Kaufoptionen auf bestehende Aktienpositionen. Das Ziel eines Verkäufers besteht dabei beispielsweise vor allem bei starken Kursschwankungen von hohen Optionsprämien zu profitieren. Um Stillhaltergeschäfte einzugehen, ist es notwendig zu gewährleisten, dass die Verpflichtungen erfüllt werden können. Dafür müssen Sicherheiten die sogenannte Margin hinterlegt werden. Selbst Optionen schreiben.

Leerverkaufen – etwas verkaufen, das man nicht besitzt

Leerverkauf-ähnliche Positionierungen, sogenannte naked calls and puts, sind eine weitere Form der Termingeschäfte, welche Optionen ermöglichen. Leerverkäufe sind Titel, die von Investoren verkauft werden, wenn diese die Titel nicht besitzen. Die Absicht dahinter ist, die verkauften Titel zu einem Zeitpunkt in der Zukunft günstiger zu kaufen. Das heißt, der Investor erwartet fallende Kurse für dieses Produkt. Hier wird dementsprechend eine Put-Option oder Call-Option verkauft.

Die wichtigsten Begriffe:

Long gehen: Ist der Kauf eines Kontrakts. Der Käufer rechnet mit steigenden Kursen.

Short gehen: Ist der Verkauf eines Kontrakts. Der Verkäufer erwartet fallende Kurse.

Inhaber: Der Inhaber kauft Terminkontrakte/ ein Recht und geht somit long.

Stillhalter: Der Stillhalter verkauft Kontrakte/ eine Verpflichtung und geht somit short.

Wichtig: Man kann somit long Call, short Call, long Put und short Put sein.

Long Call sein bedeutet, dass man eine Call Option gekauft und somit das Recht hat, das Underlying zum Verfall zum Basispreis (Strike) zu erwerben.

Short Call sein bedeutet, dass man eine Call Option verkauft (geschrieben) hat und somit einem anderen Marktteilnehmer das Recht einräumt, einem anderen das Underlying zum Basispreis (Strike) zu verkaufen.

Long Put sein bedeutet , dass man eine Put Option gekauft hat und man das Rech besitzt,  eine Aktie zu einem angedachten Preis an den Verkäufer der Option zu verkaufen. Der Kurs, zu dem das Underlying verkaufen werden kann, ist dabei der Basispreis (Strike oder auch Excercise Price)

Short Put sein bedeutet, dass man jemanden das Recht verkauft, ein Underlying zum Basispreis (Strike) an einen selbst zu verkaufen.

Glattstellen: Dieser Begriff kommt ursprünglich aus dem Future- und Devisen-Handel und beschreibt das Schließen einer Position durch das Eingehen der Gegenposition. Das heißt der Trader liquidiert seine Position indem er eine long Position durch eine short Position schließt und umgekehrt.

Umgangssprachlich verwenden Day-Trader und Privatanleger den Begriff „Glattstellen“ aber auch des Öfteren, wenn sie all ihre Positionen am Ende des Tages geschlossen haben.

 

Ausüben oder Verfallen lassen

Sowohl bei Optionsscheinen als auch bei Optionen erwirbt man das Recht, aber nicht die Pflicht, den Basiswert zu kaufen beziehungsweise zu verkaufen. Das bedeutet, der Inhaber darf das Recht einfach nicht ausüben und somit die Option verfallen lassen.

Im Geld: Ein Käufer einer Call-Option wird diese ausüben, wenn der Markpreis über dem Basispreis liegt. Diese Konstellation (Kurs/Basispreis-Verhältnis) wird bei einer Call-Option als „im Geld“ bezeichnet.

Aus dem Geld: Ein Käufer einer Call-Option wird diese nicht ausüben, wenn der Marktpreis unter dem Basispreis liegt. In diesem Fall wird die Option als „aus dem Geld“ bezeichnet.

Am Geld: Der Basispreis entspricht dem Marktpreis.

Bei einer Put- Optionen gelten die oben genannten Definitionen im Bezug auf Marktkurs und Basispreis vice versa.

Kurs/Basispreisverhältnis
  Call Put
Aus dem Geld Kurs < Basispreis Kurs > Basispreis
Am Geld Kurs = Basispreis Kurs = Basispreis
Im Geld Kurs > Basispreis Kurs < Basispreis

Der Inhaber einer Option hat 3 Möglichkeiten: ausüben, verfallen lassen oder die Gegenposition einnehmen. Wenn der Investor das Recht verfallen lässt, ist der höchstmögliche Verlust auf die Prämie begrenzt.

Der Stillhalter hat 2 Möglichkeiten: er kann die Ausübung der Option abwarten oder seine Position zurückkaufen. Damit ist er positionslos und trägt keinerlei Risiko mehr.

Anmerkung: Optionen von Privatanlegern und institutionellen Investoren werden an der Eurex gleichberechtigt behandelt, jedoch ist der direkte Zugang zum Handel an der Eurex Unternehmen der Finanzbranche vorbehalten. Privatanleger müssen ihre Orderaufträge daher an ihre Bank bzw. Ihren Broker weitergeben.

 

Vorteile von Optionen 

  • Optionen sind klar definiert und der Zeichner muss Sicherheiten hinterlegen. Optionsscheine sind dagegen bank-abhängige Derivate mit beliebig gewählten Parametern. Zudem besteht ein Emittentenrisiko, da als Garant für das Auszahlungsprofil die emittierende Bank auftritt.
  • Kurse von Optionen müssen mindestens einmal täglich gestellt werden — wodurch eine gute Preistransparenz herrscht. Bei Optionsscheinen erfolgt die Kursstellung von Seiten des Emittenten fortlaufend indikativ. Dabei kann es aber aufgrund von besonderen Marktsituationen oder technischen Problemen zu Einschränkungen kommen.
  • Optionen können auch verkauft (geshortet bzw. geschreiben) werden, sodass Investoren von der Optionsprämie profitieren können. Optionsscheine lassen sich nur kaufen.
  • Bei ausgeübten Optionen werden die Basiswerte auf Wunsch auch ausgeliefert. Bei Optionsscheinen wird die Differenz meistens bar ausgezahlt, mehr dazu in den jeweiligen AGBs des Optionsscheins.

 

Ein Beispiel: Lassen Sie sich die Wartezeit bezahlen

Sie würden gerne 200 Aktien der InsideTrading AG für 20 EUR je Aktie kaufen (aktueller Preis 25 EUR). Dann können Sie entweder eine Limit-Order platzieren und warten. Wenn Sie sich aber ziemlich sicher sind, dass der Preis erreicht wird, können Sie auch einfach 2 Put-Optionen schreiben. So werden Sie auch für die Wartezeit entlohnt (Optionsprämie) und bekommen zum entsprechenden Zeitpunkt die 200 Aktien für 4.000 EUR sofern die Aktie unterhalb von 20€ notiert. Dieser Prozess lässt sich auch wiederholt anwenden, wobei jedes Mal die Prämie verdient wird. Das Schöne hierbei ist, dass Sie die Prämie auch erhalten, wenn der gewünschte Kurs nicht erreicht wird.

Welche Erfahrungen habt ihr bisher mit Optionen und/oder Optionsscheinen gesammelt?

Ein Produkt für jede Marktphase

Ein Produkt für jede Marktphase

Etwas absolut Neues:
Der Markt hat nur 3 Richtungen:

  • aufwärts
  • abwärts
  • seitwärts

Und für alle diese Situationen gibt es Finanzprodukte, die eine Partizipation an dem jeweiligen vorliegenden Trend bieten. In diesem Artikel wird es dabei um gehebelte Produkte gehen, da für ungehebelte Investments meistens auch eine direkte Investition verfügbar ist, wie zum Beispiel eine Aktie oder Anleihe. Sollte dies nicht der Fall sein, so existieren meist ETFs, welche den Zielmarkt abbilden und eine kostengünstige Alternative für mittel- bis langfristige Investments darstellt.

Daher „strippen“ wir die Produkte nun nicht in ihre Bestandteile, sondern schauen uns einmal genau an, wie sich diese in den jeweiligen Marktsituationen verhalten. Wo liegen die Vor – und Nachteile der Produkte und wie könnte man beispielsweise in sie investieren.

In einem Aufwärtsmarkt liegen Primärphasen der Progression und der Kontraktion vor, einfach gesagt Trendbewegung und Korrektur.
In Folge betrachten wir nur Geschäfte, welche mit der Trendrichtung handeln. Diese Grundannahme gilt für alle folgenden Marktphasen.

In besagtem Aufwärtstrend gehen wir nun von einer starken Bewegung aus. Uns bieten sich hier nun zwei Möglichkeiten an. Die eine ist ein sogenanntes Faktor-Zertifikat, die andere ein Knock-Out Produkt.
Dies sind nicht alle zur Verfügung stehenden Produkte, doch mit die populärsten.
Ein Faktor-Zertifikat punktet dabei durch seine Einfachheit. Doch genau diese ist für viele Investoren gerade so tückisch, denn der fixierte Hebel, der auf den ersten Blick überaus attraktiv erscheint, kann je nach Marktsituation auch zum scharfen Schwert werden, das zurück schwingt.
Faktor-Zertifikate wurden bereits in einer vorangegangenen Sektion besprochen: Faktorzertifikate.
Hier wird mit ihnen das Beispiel für die Short Seite gerechnet.

Auf der Long Seite soll dieses Mal ein Knock-Out der klassischen Form herhalten.

Knock Out

Ein klassischer Knock-Out zeichnet sich durch seine Eigenschaft aus wertlos zu verfallen, sobald ein bestimmter Basiswert unterschritten wird. Zumeist wird das Produkt dann gegen eine kleine Rückzahlung ausgebucht. Diese Rückzahlung wird aus steuerlichen Gründen geleistet, zu denen wir aus rechtlichen Gründen keine weiteren Angaben machen dürfen. Bei Detailfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Steuer- / Anlageberater.
Der Wert eines Knock-Out berechnet sich dabei durch seinen „inneren Wert“(+Aufgeld). Diese Begrifflichkeit kommt dabei von der Tatsache, dass ein Knock-Out im Prinzip der Gattung der Optionsscheine entstammt, da es diese Zertifikate auch mit Laufzeitbeschränkungen gibt.
Der innere Wert ist definiert als die Differenz zwischen Barriere und dem aktuellen Kurs multipliziert mit dem Bezugsverhältnis.

An einem Beispiel: Es wurde ein Knock-Out Call auf die InsideTrading AG gekauft. Der zugrundeliegende Basiswert (Insidetrading) steht aktuell bei 45€, der Basispreis des Knock-Outs ist 40€, das Bezugsverhältnis sei als 0.1 gegeben.
Daher ist der Wert des Scheins:

(45€-40€)*0.1 = 50 Cent

In dem Moment, in dem der Basiswert – also hier InsideTrading– im Handel den Wert von 40€ erreicht oder unterschreitet, verfällt der Schein wertlos und wird aus dem Depot ausgebucht.
Der große Vorteil des Produktes ist wie im Knock-Out Artikel besprochen im Gegensatz zu Aktien oder Futures, dass man von vornherein weiß, wie viel Geld man maximal verlieren kann. Bei einer Aktie oder einem Future ist dies theoretisch ein Fallen des Basiswertes auf 0.

In Seitwärtsmärkten gibt es verschiedene Formen an Produkten, welche sich eigenen: Discount-Zertifikate, Bonus-Zertifikate, Aktienanleihen, Inline-Optionsscheine sowie Express-Zertifikate.

Da Discount- und Bonuszertifikate aber auch für leicht steigende Märkte geeignet sind, fokussieren wir uns jetzt auf die Produkte, welche wirklich für den Seitwärtsmarkt strukturiert werden.

Ein Inline-Optionsschein ist ein Knock-Out Produkt, welches beim Verlassen eines Korridors wertlos verfällt. Da ein Inline-Optionssschein ein Knock-Out Produkt ist, bietet es entsprechend Renditen im niedrigen aber auch im hohen zweistelligen Bereich.
Da aber viele Anleger dieses Knock-Out Risiko gerade in Seitwärtsspekulationen vermeiden wollen, bietet sich die Alternative eines sogenannten Express-Zertifikates.

Express-Zertifikat
Diese Express-Zertifikate werden im Laufe ihres Lebens an verschiedenen Bewertungstagen betrachtet und je nach Stand des Basiswertes ­–also unsere für Beispiele herangezogene InsideTrading AG­– gewinnt das Produkt an Wert (Bonuszahlung) oder aber es erfolgt eine Rückzahlung.

Im Detail:

  • Liegt die InsideTrading AG unter ihrem Bewertungslevel, so läuft das Produkt weiter, eine Rückzahlung erfolgt in diesem Moment nicht.
  • Liegt die InsideTrading AG über ihrem Bewertungslevel, so wird der entsprechende Nominalwert zuzüglich Bonusbeträge ausgezahlt.

Am letzten Bewertungstag:

  • Liegt der Basiswert am letzten Bewertungstag auf oder oberhalb des Auszahlungslevels, erfolgt die Rückzahlung zum Nominalbetrag zuzüglich Bonusbetrag.
  • Liegt der Basiswert am letzten Bewertungstag auf oder oberhalb der Barriere aber unterhalb des Auszahlungsniveaus, so erfolgt die Rückzahlung zum Nominalbetrag.
  • Notiert die InsideTrading AG unglücklicherweise zum finalen Bewertungstag unterhalb der Barriere, so erleidet der Anleger einen Verlust in Höhe des prozentualen Abstandes zur Barriere.

Auch hier ist ein kleines Beispiel sicher nicht verkehrt.

Betrachten wir die theoretische InsideTrading AG:
Es wird nun ein Express-Zertifikat angeboten. Das Zertifikat läuft über zwei Jahre und soll dabei einmal pro Jahr eine Bewertung erfahren. InsideTrading steht bei 100€, die Barriere ist mit 90€ 10% entfernt. Das Auszahlungsniveau sei bei 100€ festgelegt.
Für jedes Mal, wenn die InsideTrading Ag am Bewertungstag unterhalb der Bewertungsschwelle notiert, wird der Bonus dem Produkt gutgeschrieben und es läuft weiter.
Angenommen das Produkt wird nun beim ersten Mal wie genannt unterhalb der Schwelle liegen, beim zweiten Mal liegt es jedoch oberhalb, so wird der Nominalwert zuzüglich dem Bonus ausgezahlt.
Hier wären dies entsprechend 10€ plus dem Nominalwert 100€ = 110€.

Wenden wir uns zum Schluss nun dem bearischen Marktumfeld zu. Wie versprochen soll nun das Faktor Zertifikat zum Einsatz kommen. Bei diesem ist der Kaufzeitpunkt nicht relevant für den Hebel, welchen das Produkt beim Kauf hat, denn der Hebel ist per Konstruktion festgelegt.
Faktor Zertifikat
Bauen wir uns ein Beispiel. InsideTrading hat aktuell einen Kurswert von 42€, dem Investor hat der letzte Artikel nicht gefallen und er möchte sich rächen und nimmt eine auf fallende Kurse setzende Position ein. Zu unserem Unglück behält er recht, er hatte sich ein vierfach gehebeltes Faktor Zertifikat gekauft, welches bei 42€ einen Wert von 1€ hatte. Der neue Kurs nach der schlagartig an einem Tag stattfindenden Abwärtsbewegung liegt bei 35€. Das entspricht einem Kursverfall von 16,6%. Das Faktor Zertifikat multipliziert nun die Bewegung, also sowohl die Gewinne als auch die Verluste, um den Faktor 4.
Der Gewinn, den der Anleger mit seinem Zertifikat machte, ist also:

4*16,6% = 66,4%

Also ist der neue Preis des Faktorzertifikates steigt also um 66,4% auf 1.66€.
Wichtig ist dabei, dass die Bewegung an einem Tag stattfand, denn der Hebel des Zertifikates wird an jedem neuen Tag an den Schlusskurs des vorangegangenen Tages gekoppelt. Genaueres über diesen Effekt ist im Artikel Faktorzertifikate oder im Wissensbereich zu finden.

Wir hoffen, dass diese Ausführungen dabei helfen, die Produktwelt der Zertifikate, welche unendlich erscheint, etwas besser kennen zu lernen.

Hier noch einige Rufnummern zu den Hotlines der Emittenten, sodass weitere Rückfragen keine Umstände machen sollen, denn nichts ist wichtiger als sein Produkt zu kennen.

 

Beste Grüße, InsideTrading.

Faktor-Zertifikate Eine Seite, die dir bares Geld spart!

Faktor-Zertifikate Eine Seite, die dir bares Geld spart!

Hey Insiders,

den Titel meine ich absolut ernst! Immer wieder werden wir angesprochen und gefragt: “Warum habe ich Verluste mit diesem Produkt gemacht?“ oder: “Wieso erholt sich mein Produkt nicht wie der Basiswert?“.

Fast immer ist die Rede von Faktor-Zertifikaten.
Was sich nach einem einfachen Hebelzertifikat anhört, ist in der realen Umsetzung etwas komplizierter. Denn für Investments sind diese Produkte auf Grund ihrer Struktur Gift, für das kurzfristige Trading jedoch sehr interessant.
Schauen wir uns das einmal genauer an.

Formal: Ein Hebel allgemein multipliziert die Gewinne wie auch die Verluste.

Besser gesagt, Bewegungen verstärken sich, die Kurs-Schwankungen des Faktor-Zertifikates sind also ein Vielfaches der normalen Aktie (höhere Chance bei höherem Risiko).

Formula

Ein Zertifikat mit dem Hebel 5 reagiert also 5-mal so stark auf Kursschwankungen, wie die Aktie. Das multipliziert sowohl Gewinne als auch Verluste und stellt somit gleichzeitig Chance als auch Risiko dar.

Warum dann aber die Fragen, wenn es doch so einfach ist?

Hier kommt das Produkt ins Spiel. Das gerade gerechnete Beispiel ist ein ganz einfaches Hebelzertifikat.Bei einem Faktorzertifikat, wird der Hebel über die  gesamte Laufzeit (meist endlos) konstant gehalten. Dazu wird am Ende des Tages der Schlusskurs als neue Basis in die Berechnung eingesetzt.(Die Hintergründe werden in einem unserer Kurse erläutert werden, da es den Rahmen etwas sprengt. Aber so viel sei verraten, es geht um:“Hedgen“)

Genau das ist das tückische an diesen Produkten, denn hier schlägt ein mathematischer Effekt durch: Die Prozentrechnung – alles ist relativ, deine Gewinne eben auch.

Du ahnst vielleicht schon, um was es geht. Ein Gewinn von 5% ist nicht immer gleich groß. Ein Gewinn von 5% bei einem Kurswert von 100€ ist absolut gesehen, weitaus weniger als 5% bei 1000€ (5€ Vs. 50€).
Diese Reihe lässt sich beliebig fortsetzen.
Je größer der Basiswert desto größer der absolute Wertzuwachs und gerade das ist die Falle, in die viele tappen und gleichfalls auch der Grund, warum ich das Produkt für Daytrading empfohlen habe (da Du so den Effekt umgehst).

Rechnen wir einmal ein Beispiel.

Die Aktie der InsideTrading AG fällt zu Beginn um 5%, steigt in Folge um 5%. Die Volatilität steigt, der Markt fällt extreme 15% und gewinnt am Folgetag wieder 16%.
Wenn Du nun alle Renditen zusammenrechnest, kommst du auf +1%.
Wie hätte sich aber ein Faktorzertifikat Hebel 2 verhalten? Angenommen die obrige Rechnung stimmt, so sollten wir 2 % im Plus sein.

Hier das versprochene Beispiel.:

Tabelle

*Tabellarische Darstellung der beschriebenen hypothetischen Wertentwicklung

Equity*Line-Graph der Daten aus der Tabelle

In Wahrheit hat das Papier nun aber einen Verlust von immerhin fast 8.6% erlitten.

 

Kurz für Dich zusammengefasst.:

  • Fester Hebel aber kein fester Basispreis.
  • Muss nach Verlusten wesentlich stärker steigen um, Verluste auszugleichen (siehe oben).
  • Es ist wichtig zu beachten, was der relevante Basiswert ist.
  • Eher für Kurzfristige Trades / Day-Trading geeignet (hier ist fester Hebel von Vorteil, da einfach zu rechnen).

Daher ist es enorm wichtig, dass du dir bei der Nutzung von Faktorzertifikaten immer im Klaren darüber bist, wie diese Produkte sich verhalten. Gerade in Seitwärtsmärkten führt die Tägliche Anpassung zu massivsten Verlusten in deinem Wertpapier.

Was hast Du bereits für Erfahrungen mit Faktor-Zertifikaten gemacht, beziehungsweise wofür nutzt Du sie?
Hast Du sonstige Fragen und Anregungen zum Thema oder auch etwas vollkommen anderem, lass es uns wissen.

Dein InsideTrading Team

Futures Handel: die echte Alternative zum CFD

Futures Handel: die echte Alternative zum CFD

Was sind Futures ?

Terminkontrakte über bestimmte Güter nennt man Futures. Je nach Art der Ware spricht man von Commodity Futures oder Financial Futures. Erstere betreffen beliebige Waren, beispielsweise Obst. Letztere meinen Aktien, Anleihen oder Devisen. Von Managed Futures spricht man, wenn Investmentfonds im Spiel sind, bei denen es nur um Futures- Kontrakte geht.

Was macht Futurehandel interessant ?

Im Wesentlichen geht es darum, dass der Käufer eines Kontraktes sich verpflichtet, die beschriebene Ware zu einem in der Zukunft liegenden Termin, einer festgelegten Qualität und einer definierten Abnahmemenge zum vereinbarten Preis zu erwerben bzw. zu liefern. Käufer und Verkäufer gehen gegenseitige Verpflichtungen ein. Der Besitzer eines Futures kann dieses weiterverkaufen. Interessant an diesem Modell ist, dass Käufer und Verkäufer bei Vertragsabschluss nur eine Sicherheitsleistung auf ein „Margin- Konto“ leisten müssen.

Futures – ein Geschäft mit der Zukunft

Gezahlt wird in Bar oder mit wertstabilen Staatsanleihen. Die Restsumme wird in der
Zukunft fällig. Die Höhe der Sicherheitsleistung oder Marge variiert und kann bei langen Kontaktlaufzeiten angepasst werden. Als Mittelsmann fungiert ein Broker. Es geht hier um rechtsverbindliche Verträge, die Ähnlichkeit mit börsengehandelten Termingeschäften haben. Lieferung und Abnahme sind beiderseits verbindlich geregelt. Außerdem definiert der Kontrakt.

=> den Vertragsgegenstand / Basiswert
=> die Qualität der Ware
=> die Menge oder Größe der Warenparteien
=> den Liefer- oder Annahmezeitpunkt, der in der Zukunft liegt
=> den zu zahlenden Preis

Futures vereinfachen den Handel und erhöhen die Transparenz von Handelsvorgängen. Prämien für den Broker gibt es nicht. Kritisch wird aber angemerkt, dass zunehmend Spekulationsgeschäfte mit Rohstoffen – Futures gemacht werden. Der Vorwurf der Kritiker lautet, dass dadurch Preistreiberei gefördert wird. Während die einen überteuerte Preise zahlen müssen, geraten andere in Armut. Angesichts einer Preisblase am Rohöl – Markt im Jahre 2008 überlegte man, ob Futures – Spekulationen unterbunden, limitiert oder reguliert werden sollten.

Berechnung der Kontaktbedingungen

Angebot und Nachfrage definieren die Preise am Futures – Markt. Gehandelt wird an Terminbörsen zum tagesaktuellen Preis. Die preis bezogenen Feinheiten des Futures – Handels sind nur Insidern verständlich. Fakt ist, dass nahe gelegene Warentermingeschäfte häufig günstiger sind als weit entfernt liegende Termine, die längere Lagerung und Bereitstellungs- Investitionen erfordern. Man kann die in der Zukunft anfallenden Kosten aber im Voraus Berechnen. Als Rechengröße werden der aktuelle Kassapreis, eventuelle Versicherungskosten und die absehbaren Bestandshaltungskosten zu einem bestimmten Zinssatz in Beziehung gesetzt.

Cost of Carry – die Bestandshaltungskosten

Die Bestandshaltungskosten bezeichnet man auch als „Cost of Carry“. Da Zinsen anfallen, ist die aktuelle Geldpolitik in gewissen Maße Einflussnehmer bei Futures – Geschäften. Dass überhaupt Zinsen erhoben werden, ist erklärlich: Immer ist das Kapital aus der Sicherheitszahlung bis zum Geschäftstermin gebunden und kann nicht gewinnbringend angelegt werden. Auch wenn ein anderer den Terminkontrakt kauft, kann der Besteller damit rechnen, dass der Kontrakt exakt wie beschrieben erfüllt wird.

Realtausch und Spekulation

Man kann also mit Hilfe eines Futures 1000 Einheiten gefrorenes Orangensaftkonzentrat aus Florida zur Lieferung im Dezember des kommenden Jahres bestellen, ohne die bestellte Menge gleich voll bezahlen zu müssen. Man spricht auch vom Handel mit Derivaten. Damit handelt man heutzutage nicht nur gegen einen definierten Warenwert, sondern auch spekulativ. Seit den neunziger Jahren hat der spekulative Futures – Handel dramatisch zugenommen. Realtauschgeschäfte sind mittlerweile in der Minderzahl. Die Liquidität am der Derivatenbörsen entsprechend hoch.
Judith Pia Reiterer
DayTrader/in


Pia TraderHier erfahrt ihr mehr von Pia

Facebook: https://www.facebook.com/pia.trader

 

Der Cost-Average-Effekt: investieren für jedermann

Der Cost-Average-Effekt: investieren für jedermann

Im heutigen Artikel/ Video geht es um den Cost-Average-Effekt und das Nachkaufen. Passend zum ETF-Artikel gibt euch dieses Video eine Art Anleitung, die Tipps von Warren Buffet in die Tat umzusetzen.
Neben diesem Basisartikel, haben wir auch noch erweiterte Formen von ETF Sparplänen getestet und entwickelt.
Cost Average 2.0 ; sowie die Anwendung
Cost Average 3.0 – ETF-Rotation

Was ist der Cost-Average-Effekt?

Der Cost-Average-Effekt oder auch Durchschnittskosteneffekt beschreibt eine Art des Investierens, bei der in regelmäßigen Abständen gleich viel Geld in ein Finanzprodukt investiert wird. In diesem Fall werden bei fallenden Kursen mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger Anteile erworben, sodass die Anteile zu einem Durchschnittspreis erworben werden, der zwar über dem günstigsten Preis der Betrachtungsperiode, aber auch unter dem ungünstigsten Preis liegt.

Mehr dazu im Video:

Falls ich mein Ziel erreicht habe und ihr etwas unternommen habt, lasst es mich wissen und hinterlasst ein Kommentar.

Kryptos ganz einfach
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