+49 (0)30 52 68 13 96 info@insidetrading.de
FOREX Trading – der Handel mit Währungen

FOREX Trading – der Handel mit Währungen

Basiswerte

FOREX Trading – der Handel mit Währungen

Hi Insider,
uns ist in den letzten Wochen aufgefallen, dass wir (ich) zum Beginn unserer Laufbahn an den Finanzmärkten oftmals viel zu wenige Gedanken an das „verschwendet“ haben, was im Hintergrund passiert, sobald wir mit bestimmten Produkten gehandelt haben. Daher wollten wir gerade bei dem oft undurchsichtigen Thema Forex einmal aufgeräumt haben.

 

Hintergründe

Wer heutzutage in Europa unterwegs ist, wird kaum noch das Problem haben, dass er/ sie mit Euro nicht bezahlen kann. Die jüngere Geschichte Europas hat dazu ihr Übriges beigetragen. Noch vor 100 Jahren sah die Situation ganz anders aus. In nur einem Jahrhundert hatten wir alleine in Deutschland sieben unterschiedliche Währungen (Mark, Rentenmark, Reichsmark, Alliierte Militärmark, Deutsche Mark, DDR Mark sowie den Euro), sowie zwei grundsätzlich unterschiedliche Währungssysteme. Zum einen gab es die Währungen, welche durch Sicherheiten gedeckt waren, zum anderen das Währungssystem, welches auch heute noch Anwendung findet und den Goldstandard abgelöst hat, nämlich das FIAT Currency System (mehr zur Geschichte des Geldes kann hier nachgelesen werden). Im Fiat Currency System ist einer Währung keine Sicherheit mehr hinterlegt, an der man den Wert der Währung festmachen könnte. Vor allem bei der Betrachtung unterschiedlicherer Währungen kann dies zu Komplikationen führen, da die Wechselkurse nicht über bestimmte Verhältnisse aneinander gebunden sind.
Die Auswirkungen dieser Auflösung soll ein kurzes Beispiel verdeutlichen.

 

Variable, schwankende Wechselkurse

Früher konnte beispielsweise ein US-Dollar gegen 1,50463 Gramm Gold eingetauscht werden und eine Goldmark hatten den Gegenwert von 0,21158 Gramm. Dementsprechend entsprachen 7,11 Goldmarkt derselben Menge Gold wie ein US-Dollar. Konnte man zu einem anderen Kurs wechseln, hatte man einen sicheren Gewinn oder Verlust gemacht. Durch die Beendigung des Goldstandards gingen solche Relation komplett verloren.

Der Verlust eben dieser Zusammenhänge führte zu variablen Wechselkursen. Der Wert einer Währung ergibt sich nun aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage, welche gerade im Währungsmarkt in Perfektion wirken können. Geld ist ein absolut einheitliches Gut. Es gibt keinerlei Qualitätsunterschiede und ein Informationsvorsprung ist in Anbetracht der Fülle an Ereignissen auch nur schwierig zu erlangen. Trotz dieser positiven wie negativen Umstände muss nun der Wechselkurs eines Währungspaars täglich, wenn nicht sogar zu jedem Zeitpunkt,  für den internationalen Handel eindeutig definiert sein.

 

Grundbegriffe im Währungshandel

Im folgenden Abschnitt werden nun die wichtigsten Begriffe aus der Welt des Forex-Handels erklärt. Um am Währungsmarkt bestehen zu können, müssen das Vokabular sowie die beim Handel ablaufenden Prozesse bekannt sein.

 

Transaktion Currency / Transaktionswährung / Basiswährung

Die Transaktion Currency ist die Währung, welche im Währungspaar an erster Stelle genannt wird. Beim Währungspaar EUR/USD ist dies also der Euro. Auf diese Währung wird in den Transaktionen Bezug genommen. Erwartet man steigende Kurse im EUR/USD, so erwartet man also ein Erstarken des Euro gegenüber des US-Dollars.

 

Settlement Currency / Abrechnungswährung / Kurswährung

Die Settlement Currency ist die Währung, welche im Währungspaar an zweiter Stelle steht. Sie dient dem Erwerb der Transaktion Currency. In einem Währungspaar wird immer angegeben, wie viele Einheiten der Settlement Currency man für eine Einheit der Transaktion Currency erhalten kann. Steht der EUR/USD beispielsweise bei 1,30. So bedeutet dies, dass man für einen Euro 1,30 US-Dollar zum aktuellen Marktpreis erhält.

Lot:

Lot ist die Einheit, in der Währungen klassischerweise gehandelt werden. Ein Lot entspricht 100.000 Einheiten einer Währung. Genauer gesagt 100.000 Einheiten der Transaktion Currency. Möchte ein Händler ein Lot im EUR/USD long gehen und der Kurs steht bei 1,08 EUR/USD, so muss der Händler 108.000 US-Dollar in Euro wechseln.

Neben dem klassischen Standard-Lot gibt es auch noch das Mini-Lot und das Micro-Lot. Ein Mini-Lot entspricht 10.000 Einheiten der Transaktion Currency und der Micro-Lot 1.000 Einheiten der Transaktion Currency.

 

Wie funktioniert der Handel mit Währungen?

Bis vor einigen Jahren war privaten Händlern der Währungsmarkt nicht zugängig. Dies hing insbesondere mit den hohen Volumina zusammen, welche gehandelt werden, um aus den teilweise recht kleinen Bewegungen in den Währungspaaren Gewinne zu erwirtschaften. Auch heute noch ist der Handel mit Währungen mit großem Kapitaleinsatz verbunden. Es gibt jedoch auch Alternativen, durch den private Investoren sich auch diese Assetklasse erschließen konnten. Knock-Outs sowie Optionsscheine machten diesen Schritt möglich. Doch wahrscheinlich hat kein Produkt den Währungsmarkt so populär gemacht wie der CFD (Contract For Difference). Doch nun der Reihe nach.

Um am Währungsmarkt handeln zu können, bedarf es eines Brokers, der die Solvenz des Marktteilnehmers garantiert, für diesen Transaktionen ermöglicht und zwei Trader zusammen bringt, sodass ein Geschäft stattfinden kann. Anders als beim klassischen Börsenhandel gibt es für Währungen keinen Einheitlich regulierten Markt. Der Forex-Handel findet zwischen den großen Investment- Banken und kleineren Instituten im Interbankenmarkt statt. In diesem Netzwerk wird die Liquidität zur Verfügung gestellt, die für den Handel notwendig ist.

Wie läuft eine solche Transaktion grob skizziert ab? Beim Ausführen einer Order durch den Kunden wird der Trade-Request an die Liquiditätsprovider geschickt. Diese können dann den Trade ausführen, indem sie verschiedene Kunden miteinander ins Geschäft bringen (matchen) oder aber die Liquidität selbst stellen und den Kunden aus ihren eigenen Ressourcen bedienen – der zweite Schritt wird als Liquidity Providing also dem Stellen von Liquidität bezeichnet. Es muss aber nicht zwangsläufig jeder Liquiditätsprovider denselben Kurs stellen. So ist es durchaus möglich, dass es Preisunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern gibt. Dies hängt mit der Nachfrage und dem Angebot zusammen, welcher sich das Institut ausgesetzt sieht, sowie der Tatsache, dass es keinen zentralen Marktplatz für Währungsgeschäfte gibt. Daher ist es für den Trader entscheidend, einen Broker zu wählen welcher an ein gut ausgebautes Netz von Liquiditätsprovidern angebunden ist. Diese können sowohl die Ausführung in schnellen Marktphasen gewährleisten als auch die besten Kurse in Form von engen Spreads im täglichen Geschäft zur Verfügung stehen. AdmiralMarkets oder auch Robo Forex seien an dieser Stelle als Beispiele genannt.

 

Der direkte Handel mit Währungen

Broker wie Interactive Brokers und deren White Label Partner – z.B. Banx Broker bieten den Handel mit Währungen in einer Form an, dass die Währung wirklich am Markt gekauft wird. Es werden im Depot die Währungen in der Form gehandelt, dass man in Folge auch Rohstoffe oder Aktien in der entsprechenden Währung aus dem eigenen Devisen-Bestand handeln kann. Der Vorteil dieses Vorgehens ist, dass alle Positionen wirklich für den Kunden im Depot hinterlegt und nicht von der Solvenz des Brokers abhängig sind. Der Nachteil liegt im geringeren Hebel, da Kredite für den Kauf von Währungspositionen eingegangen werden müssen. Da diese Kredite ähnlich wie bei Wertpapierkrediten wie dem der Onvista Bank aufgrund der Volatilität der Sicherheit, die mit dem Geld gekauft wird, mit größeren Risiken einhergehen, ist der Leverage recht beschränkt.

 

Der Währungshandel mit CFDs

CFDs steht für Contract for Difference. Bei dem Finanzprodukt handelt es sich um ein reines, laufzeitunbeschränktes Differenzen-Geschäft. Für diese stellt der Broker zusätzliche Liquidität, oftmals kostenfreie Datenfeeds sowie einen immensen Leverage bis zum 400-fachen der hinterlegten Margin. Mit diesem Geschäft erhält man Anspruch auf die Kursdifferenz einer Spekulation. Dafür hat man als Kunde ähnlich wie bei Zertifikaten ein gewisses Emittentenrisiko zu tragen. Einen Anspruch auf die Lieferung des Basiswertes erhält der Kunde durch den Handel mit CFDs nicht. Sollte der Broker insolvent gehen, hat der Kunde zwar durch den Einlagesicherungsfonds Anspruch auf seine Einlagen, die einzelnen Positionen können jedoch nicht übertragen werden. Gleichfalls fällt der Gewinn aus solchen Geschäften sowie sonstigen Wertpapiererträgen unter die Kategorie „Forderungen aus Wertpapiergeschäften“ und ist somit der Anlegerentschädigung zuzuschreiben. Dies bedeutet, dass der Einlagesicherungsfonds nicht mehr greift, sondern andere Mechanismen einsetzen, die allerdings von Land zu Land sowie Broker zu Broker unterschiedlich ausfallen.

 

Was muss unbedingt noch angesprochen werden?

Aufgrund der Unterschiede zwischen den einzelnen Brokern und den Prozessen, welche im Hintergrund ablaufen, ist es enorm wichtig sich zu informieren und einen Broker zu wählen, der zu einem passt. Möchte ich neben Devisen auch noch Aktien handeln, sodass ich meine Währungsposition zudem noch in einem weiteren Asset parken kann um eine zusätzliche Rendite, Währung zu erzielen? Oder möchte ich mich ausschließlich auf den Handel mit der Währung spezialisieren? Möchte ich eine negative Balance Protection? Welche Handelsplattform bevorzuge ich? Diese und andere Fragen sollte man für sich schon zu Beginn beantworten. Am Ende des Tages zählt aber aus unserer Sicht, das Vertrauen in den Broker und das Wissen um dessen Fähigkeit einen in brenzligen Situationen in und aus dem Markt bringen zu können.

Um mehr über Broker, Trading und Finanzprodukte zu erfahren, sowie Handels- und Investitionsansätze kennen zu lernen, tragt euch für unseren Newsletter ein.

 

 

by Jan 04, 2017 Keine Kommentare
Dax Handeln – Kann man den Dax kaufen?

Dax Handeln – Kann man den Dax kaufen?

all

Dax Handeln – Kann man den Dax kaufen?

Immer wieder liest man Dinge wie: „Habe gerade den DAX gekauft“ oder „morgen überlege ich den DAX einzukaufen“. Anfänger wundern sich meist, googlen und finden nichts. Kann man den DAX kaufen? Fortgeschrittene formulieren ihre Aktion oftmals zu knapp und für Anfänger verwirrend, worüber Profis meist lachen können.

Doch fragt man in Foren nach, so werden bei der Beantwortung dieser Frage viele verschiedene Begriffe durcheinander geworfen. Die meisten wollen helfen – was an sich eine lobenswerte Einstellung ist – doch schaffen am Ende durch wahllos in den Raum gestellte Phrasen und Aussagen meist nur mehr Verwirrung beim Anfänger. Für eine befriedigende Beantwortung der Frage „Kann man den DAX kaufen“ reichen ein paar Zeilen einfach nicht aus. Zudem möchte jemand, der eine solche Frage postet eigentlich wissen: „Wie kann ich den Dax kaufen“!

Daher haben wir uns, von InsideTrading.de, vorgenommen, dieses Thema zu sortieren und strukturierte Handlungsanweisungen zu geben. Damit dieser Artikel auch in Zukunft vielen Tradern, Investoren, Händlern, Anfängern und „Dummies“ weiterhilft, bitten wir euch in den Kommentaren alles aufzuzählen, was eurer Meinung nach an Produktkategorien noch fehlt und wie man das ein oder andere noch besser oder einfacher formulieren kann.

Kann man den DAX als Aktie kaufen?

Nein, man kann nicht einfach so Dax-Anteile kaufen! Der Dax ist keine Aktie. Er ist, wie es in einem Forum so schön beschrieben wurde, einfach nur eine Liste der 30 „wichtigsten“ und umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands.

Der Dax, welcher auch oft nicht ganz korrekt als DAX30, GER30, DB DAX oder L&S DAX bezeichnet wird, ist ein Index (mehr zu den verschiedenen DAX-Bezeichnungen und Indikationen). Das Wort Index kommt aus dem Lateinischen und bezeichnet eine Art Verzeichnis. Viele Länder haben einen oder mehrere Indizes (die Mehrzahl von Index), welche die Entwicklung eines bestimmten Marktes, einer Brache oder eines Bereiches an der Börse widerspiegeln. In Deutschland gibt es beispielsweise den DAX, der bezogen auf die Marktkapitalisierung, den Streubesitz und Börsenumsatz die 30 größten deutschen Unternehmen zusammengefasst, den MDAX (Mid-Cap-DAX, beinhaltet die 50 nächstgrößten Unternehmen), den SDAX (Small-Cap-DAX, die 50 Unternehmen, die hinsichtlich Umsatz und Marktkapitalisierung den MDAX- Unternehmen folgen), den TecDax und viele weitere.

Ein Index wird immer in Punkten angeben, die keinen direkten Bezug auf eine Währung haben. Steht oder notiert der Dax beispielsweise bei 9.000 Punkten, dann sind das keine 9.000 EUR, sondern es sind und bleiben 9.000 Punkte (hierzu mehr im Verlauf des Artikels unter der Überschrift DA Day-Trading).

Lesen Sie am Ende des Tages, dass einer der Indizes gestiegen ist, heißt das somit einfach nur, dass die in ihm gelisteten Unternehmen oder zumindest ein großer Teil, an der Börse im Wert gestiegen sind (der Aktienpreis ist gestiegen). Der Leitindex eines Landes ist der Index mit den größten und wichtigsten Unternehmen des Landes. Die Unternehmen unterschiedlichster Formen sollen ein Abbild der wirtschaftlichen Performance des Landes geben. So wird ein Leitindex, wie der DAX, meist als eine Art Indikator für die wirtschaftliche Situation des Landes gesehen. Ein oberflächlicher Vergleich von Index zu Land ist dadurch möglich.

Wer mehr über die Zusammensetzung, Berechnung und Geschichte des deutschen Aktienindex erfahren möchte, kann das in dem Artikel nachlesen: Dax 30 – Leitindex des deutschen Aktienmarktes.

Als Einsteiger ist Ihnen aus den Nachrichten wahrscheinlich nur der Xetra DAX bekannt und noch immer fragen Sie sich – Wie kann man auf den Dax setzen oder in den Dax investieren?

 

Den Dax mit Aktien nachbilden

Ein praktisch veranlagter Einsteiger wird sich jetzt fragen: Kann man nicht einfach alle Dax-Aktien auf einmal kaufen? Rein theoretisch ist das möglich. Man könnte sich von jedem Unternehmen Aktien besorgen. Hierbei besteht jedoch das Problem, dass Indizes mit einer Gewichtung arbeiten. Einige Unternehmen haben mehr Einfluss (meist die Unternehmen mit der größten Marktkapitalisierung) wodurch man sein Portfolio immer wieder der Gewichtung des Index anpassen müsste. Dies wäre, auf Grund der Gebühren, ein teurer Spaß.

In den Dax investieren, ihn handeln oder kaufen

Es ist gar nicht so einfach den Dax (Dachs) einzufangen (sorry, aber das wollte ich unbedingt einbauenJ). Die Banken, Broker, Finanzdienstleister und Wetthäuser haben jedoch erkannt, dass es eine große Nachfrage von Seiten der Anleger gibt Indizes zu handeln. So wurden zahlreiche Finanzprodukte entwickelt, welche Indizes nachbilden bzw. eine Illusion des jeweiligen Index darstellen. Anleger, Investoren, Trader und Spekulanten können dadurch eine Art Abbildung des Dax kaufen und somit sowohl von einem steigenden als auch fallenden deutschen Leitindex profitieren.

Bevor wir nun jedoch direkt in den technischen Part einsteigen, wie man den DAX handeln kann, wollen wir Ihnen ein paar Tipps diesbezüglich mit auf den Weg geben. Es ist unglaublich wichtig, sich als Trader seines Investments bewusst zu sein und dieses vorzubereiten. Dazu gehört das Definieren von Ziel, Zeitraum, Summe und anderen Aspekten.

Möchten Sie beispielsweise einmalig ein paar hundert oder tausend Euro investieren und das Geld dort für einen längeren Zeitraum liegen lassen? Wollen Sie jeden Monat ein paar Euro in einen Dax-Sparplan investieren? Wollen Sie ein Trader werden und von kurzfristigen Bewegungen (fallend und steigend) profitieren oder haben Sie die Absicht aus Spaß an der Freude kurzfristige „Wetten“ zu platzieren?

Die nachfolgenden Aufzählungen sind nicht vollständig. Da es unglaublich viele verschiedene Finanzprodukte gibt, würde es den Rahmen sprengen diese zu erklären und vor allem Einsteiger unnötig verwirren. Auch die vier von mir festgelegten Kategorien werden eventuell auf einer anderen Seite andere Namen erhalten und zudem gibt es bestimmt auch Fortgeschrittene, die sich durch die Klassifizierung auf den Schlips getreten fühlen. Bedenken Sie daher immer, dass wir Anfängern eine Anleitung an die Hand geben wollen, damit sie nicht bei dem falschen Broker landen und ihr hart erarbeitetes Geld verlieren.

 

Der Investor – langfristiger Anlagehorizont

Der Investor kauft ein Finanzprodukt in der Regel, weil er an den Wert des Produktes glaubt und zudem möchte er dieses Finanzprodukt auch für einen längeren Zeitraum in seinem Depot halten. Die einfachste und meiner Meinung nach auch beste Möglichkeit, um als Investor den Dax zukaufen, sieht wie folgt aus:

  1. Ein Depot bei einer Online Bank wie zum Beispiel der Comdirect eröffnen.
  2. Einen ETF (Exchange Trades Funds), der den Dax abbildet, auswählen. ETFs sind passiv gemanagte Fonds mit jährlichen sehr geringen Kosten. Auch bei der Auswahl des Produkts kann die Bank weiterhelfen.
  3. Kaufen Sie diesen Fond in einem Demokonto bei der Online Bank und verkaufen Sie diesen nach ein paar Tagen wieder. Wichtig, es sollte zu diesem Zeitpunkt zu einer Kurs- bzw. Preisveränderung gekommen sein. Alles, was Sie während des Prozesses nicht verstanden haben, fragen Sie telefonisch direkt bei der Bank nach. Durch den Kauf und Verkauf sollten Sie ein Gefühl für Kosten bekommen und in der Lage sein, einen angemessenen Betrag für sich zu definieren.
  4. Jetzt sollten Sie zur Umsetzung bereit sein und das Grundkonzept verstanden haben. Bedenken Sie aber dennoch, dass die Börse keine Einbahnstraße ist und es nicht schaden kann, zu dem Thema noch ein paar weitere Artikel zu lesen.

Entstehende Kosten: jährliche Verwaltungsgebühren, einmalige Kaufs- und Verkaufsgebühren

 

Der Dax-Sparer – Einen Dax Sparplan einrichten

Für die, die keinen Einmalbetrag in den Dax investieren wollen, sondern jeden Monat ein paar Euro investieren möchten, ist ein ETF-Sparplan genau das Richtige. Die Vorteile hier sind, dass oft keine Transaktionsgebühren für den Kauf anfallen und man 100% investieren kann, ohne das ein Rest entsteht. Kostet ein ETFbeispielsweise 80,00EUR und Sie sparen jeden Monat 100EUR, dann erhalten Sie für Ihre 100EUR, 1,25 ETF-Anteile. Die Handlungsanweisung ähnelt hier schon sehr der des Investors.

Jedoch sollten Sie einen Sparplan für mindestens 2 Monate in einem Demokonto testen und auch dann wieder das Gespräch mit der Bank suchen. Gerade bei der Comdirect ist vieles aber auch selbsterklärend.

Entstehende Kosten: jährliche Verwaltungsgebühren, viele Banken bieten einige ETFs gebührenfrei an, sodass für den monatlichen Kauf keine Kosten entstehen.
Tipp: Für alle die an einem Sparplan interessiert sind, für die bieten wir in unserem Newsletter einen speziellen Service an der auf dem Artikel Cost Average 3.0 basiert.

 

Der Trader – von kurzfristigen Bewegungen profitieren

Der Trader versucht von kurz- oder mittelfristigen Bewegungen in einem Markt zu profitieren. Hierfür werden oft professionelle Handelsplattformen verwendet, wie zum Beispiel die TraderWorkStation, der AgenaTrader oder auch der MetaTrader. Zudem werden beim Traden des Öfteren große Hebel eingesetzt.

Die beiden Begriffe, die in Foren in diesem Zusammenhang immer wieder auftauchen, sind Futures und CFDs. Es gibt auch viele weitere Produkte. Zum Beispiel Optionen oder Optionsscheine, um zwei zu nennen. Wir wollen uns jedoch erst einmal auf Futures und CFDs konzentrieren.

Wenn ein Trader den Dax-Future (FDax) handelt, dann handelt er an der sogenannten Terminbörse. Eine Kursveränderung von einem Dax-Punkt führt im F-Dax zu einem Gewinn oder auch Verlust von 25EUR. Das heißt, sollte der Markt mal 50, 100 oder auch 200 Punkte gegen Sie laufen, dann kann das schnell zu großen Verlusten führen (Es gibt nicht nur den Dax-Future sondern noch viele weitere und um korrekt zu sein, einige Broker bieten auch schon den Mini FDax mit einem Punktwert von 5 EUR an.)

Eine Alternative zum F-Dax ist der CFD-Markt (Contract For Difference). Der Unterschied hier ist, dass der CFD-Broker oft als MarketMaker auftritt und der Broker Ihre Position nicht an den Markt weitergibt. In diesem Fall betreibt der Broker ein Bookmatching und stellt somit auch die Liquidität. Das muss aber nichts Schlechtes sein. Der große Vorteil ist hier, dass eine 1-Punkt-Veränderung im Dax nur 1 EUR oder sogar noch weniger kostet und nicht gleich 25 EUR. Mehr zu den Unterschieden zwischen CFDs und Futures erfahren Sie hier.

Intensivieren Sie Ihre Erfahrung und vor Allem Ihr Wissen bezüglich der Finanzprodukte bevor Sie Ihr privates Geld voreilig riskieren.

Ein Broker, mit dem wir gute Erfahrungen gemacht haben, ist Banx Broker. Bei diesem Broker haben Sie die Möglichkeit sowohl den FDax als auch CFDs zu handeln und Sie können alles kostenfrei in einem Demokonto testen.

  

Der Zocker: Wetten platzieren

Wer den Handel an der Börse aus Spaß an der Freude betreiben möchte und auf die Entwicklung des Dax wie bei einer Sportwette setzten möchte, für den ist der neuste Trend „binäre Optionen“ eventuell genau das Richtige. Da das unserer Meinung nach aber nichts mit dem Investieren von Geldern zu tun hat, möchten wir hierzu nicht mehr sagen und auch keinen Anbieter verlinken. Bitte beachten Sie jedoch, dass binäre Optionen sehr riskant sind.

Wir hoffen Sie der Welt des Handelns von Indizes näher geführt haben zu können. Nun wissen Sie, was sich hinter der Phrase „Ich habe den DAX gekauft“ verstecken kann. Bei Fragen und Anregungen können Sie gern die Kommentar-Funktion nutzen. Wir beantworten jede Frage und helfen gern.

by Jun 24, 2016 Keine Kommentare
DAX-Indikationen und unterschiedliche Kursstellungen

DAX-Indikationen und unterschiedliche Kursstellungen

all

DAX-Indikationen und unterschiedliche Kursstellungen

Immer wieder kommt es in Foren zu der Frage: „Warum gibt es so viele unterschiedliche Werte bzw. Kursstellungen für den DAX?“.

Manchmal heißt es in den Medien nur DAX, oft liest man aber auch DB-DAX, ein anderes Mal ist die Sprache von dem L&S DAX, DAX30, GER30 und so könnte ich wahrscheinlich noch viel andere Bezeichnungen aufzählen. Weiterhin ist dann oft auch noch die Rede von DAX-Indikationen, von einem Kassamarkt, Xetra und dem DAX-Future. Heute möchte ich versuchen, diese Begriffe zu definieren und in einen geordneten Zusammenhang zu bringen.

Der einzig echte DAX

Der Dax ist ein eingetragenes Warenzeichen der Deutschen Börse AG und darf von keinem anderen als der Deutschen Börse verwendet werden. Grundlage der Berechnung sind die Xetra-Kurse der 30 DAX-Aktien und der von der Deutschen Börse festgelegte Gewichtungsschlüssel.

Weitere Informationen zur DAX-Berechnung, Gewichtung und Zusammensetzung findet ihr in meinem Artikel der letzten Woche: DAX 30-Leitindex des deutschen Aktienmarktes.

Dadurch, dass der DAX ein geschütztes Produkt ist, dürfen Broker, Banken, Finanzinstitute und andere Marktteilnehmer diesen nicht einfach verwenden. Damit beispielsweise Banken oder auch Broker die real-time-Kurse verwenden dürfen, müssen sie die Deutsche Börse dafür bezahlen. Ich habe gelesen, dass selbst der verzögerte Kurs kostenpflichtig ist, diese Informationen stammen aber nicht aus erster Hand.

Der DAX-Future

Vereinfacht lässt sich der DAX-Future als eine Art Wette auf den DAX Stand zu einem bestimmten Termin in der Zukunft verstehen. Der Kurs des Futures wird durch Angebot und Nachfrage an der Terminbörse bestimmt. Ein Future bewegt sich grundsätzlich synchron zum Kassamarkt des Underlying (Benzin, Orangensaft-Konzentrat, DAX…). Unterschiede zwischen dem Kassamarkt und dem Future würden Abirtragegeschäfte (risikolose Geschäfte) erlauben. Diese Chancen werden von Marktteilnehmer in der Regel sofort erkannt, sodass Abweichungen und Divergenzen sofort ausgeglichen werden. Dennoch kann der Preis eines Futures von dem Basispreis abweichen, gerade wenn der Erfüllungszeitpunkt noch weit in der Zukunft liegt. Zum Verfallstermin entspricht der DAX-Future aber dem DAX30.

Kassamarkt

Der Gegensatz zum Terminmarkt (Future-Markt) ist der Kassamarkt. Bei einem Terminmarkt sind Abschluss und Erfüllung von einander zeitlich getrennt, wohingegen am Kassamarkt die Ausführung einer Wertpapierorder und die Erfüllung eng beieinander liegen. Nachfolgend ist mit dem Kassamarkt der von der Deutschen Börse AG gestellte DAX-Kurs (Xetra) gemein.

DAX-Indikationen – Warum?

Die Finanzdienstleister versuchen natürlich die Gebühr, die für die Verwendung der echten DAX-Kurse an die Deutsche Börse AG bezahlt werden müssen, zu umgehen. Das schaffen sie,  in dem sie eine Abbildung des DAX veröffentlichen. Dies hat dann lustige Namen wie beispielsweise GER30, Deutsche Bank Indikation, L&S DAX und so weiter zur Folge. Die Vorteile einer solchen Indikation liegen für Finanzdienstleister nicht nur in den geringeren Kosten, sondern auch im Marketingeffekt, denn die meisten Unternehmen stellen ihre Indikationen Nachrichtensendern und Finanzseiten kostenfrei zur Verfügung. Aus diesem Grund sind alle Emittenten von DAX-Indikationen auch immer daran interessiert, so nahe wie möglich an den Xetra-Wert heranzukommen. Ein ganz wichtiger weiterer Grund, warum viele Banken ihre eigene Indikation stellen, ist zudem, dass sie ihren Kunden auch den außerbörslichen Handel verschiedener Derivate (Zertifikate, Optionsscheine…) ermöglichen und dafür eine Einschätzung des Underlyings (z.B. DAX) benötigen.

Wie berechnen sich diese DAX-Indikationen?

Wie sich diese DAX-Indikationen berechnen und auf welcher Grundlage sie entstehen, war die für mich interessanteste Frage beim Research für diesen Artikel. Und nachdem ich keine zufriedenstellenden Antworten im WorldWideWeb finden konnte, suchte ich das direkte Gespräch mit allen großen Banken, die Indikationen stellen. In den netten und teilweise auch sehr lehrreichen Gesprächen konnte, beziehungsweise wollte mir keiner konkrete Antworten geben (verständlich, aber schade). Alle Banken meinten, dass sich die DAX-Indikationen während der Xetra-Handelszeit auf den DAX und den DAX-Future beziehen.

Außerhalb der Xetra-Handelszeit ist es wohl noch wesentlich komplizierter, Aussagen zu treffen.

Gerade die Vorindikation (vor dem Xetra-Handelsstart um 9 Uhr) ist für viele Anleger und Trader von großer Bedeutung. Diese DAX-Indikationen sind keine simplen Vermutungen, sondern eine Annährung anhand einer komplexen Formel. In diese Berechnung fließen dann Nachrichten, Ereignisse und Börsenstimmung aus den USA, aus dem Asien-Handel und frühe Meldungen aus Europa mit ein.

 

Nach dem Xetra-Handelsschluss um 17:30 stehen für die DAX-Indikationen noch der Dax-Future und der L-DAX zur Verfügung (das L steht hier für Late). Dieser wird von der Deutschen Börse auf Basis der 30 Dax-Unternehmen berechnet.

 

Das Problem hierbei ist wohl, dass um 17:30 viel Marktteilnehmer den Handel einstellen und dieser im Zuge dessen sehr illiquide wird, was beide Notationen sehr schwankungsanfällig macht und zu irrationalen, nicht gerechtfertigten Ausschlägen führen kann. Aus diesem Grund sind der DAX-Future und der L-DAX als Gradmesser für eine gute Indikation aus Sicht vieler Marktteilnehmer nicht gerechtfertigt. Deshalb wird sich für die Berechnung der DAX-Indikationen nach weiteren relevanten Indikatoren umgeschaut, sodass beispielsweise der Dow-Jones, der S&P 500, viele nachbörsliche Nachrichten und andere externe Faktoren eine große Rolle spielen.

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass während der Xetra-Handelszeit viele Indikationen als eine sehr gute Orientierung dienen, da die Abweichungen oft nur minimal sind. Aber vor allem vor und nach Börsenschluss sind Indikationen von großer Bedeutung für den Handel.

Beste Grüße,

InsideTrading

PS: Wenn ihr etwas mitnehmen konntet, dann teilt diesen Artikel und unterstützt uns!

by Feb 26, 2016 3 Kommentare