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Welche Arten für sichere Geldanlagen gibt es? –  3 sichere Häfen für das Geld

Welche Arten für sichere Geldanlagen gibt es? –  3 sichere Häfen für das Geld

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Es gibt verschiedene Anlagen, welche allgemein als sicher gelten. Angesichts der Niedrigzinsphase stehen aktuell viele vor dem Problem, dass sie nicht genau wissen, wo man Geld zwischenparken kann, ohne dass es von Gebühren und oder negativen Zinsen aufgefressen wird.

Gibt es sichere Geldanlagen?

Prinzipiell ist keine Geldanlage sicher. Analgen und Investitionen sind immer mit gewissen Risiken verbunden. Im Gegenzug erhält man Zinsen. Die Verzinsung ist quasi eine Art Bezahlung oder Vergütung für das Risiko, welches man seinem Geld aussetzt. Daher gehen sehr sichere Anlagen zumeist mit einem geringeren Zinssatz einher.

Auch wenn jede Anlage theoretisch ein Risiko mit sich bringt, so gibt es verschiedene Lösungen, die man in Betracht ziehen kann und die man guten Gewissens als risikolos beziehungsweise nahezu risikofrei bezeichnen kann.

Tagesgeld – die flexible Anlage-Lösung

Tagesgeld ist eine Form der Geldanlage, wobei das Geld zu jederzeit zur Verfügung steht. Im Gegensatz zum Giro-Konto können von diesem Konto aus jedoch keine Laufenden Zahlungen gebucht werden. So kann kein Geld überwiesen und oder Lastschriften eingezogen werden. Zahlungen auf das Tagesgeldkonto sowie Abbuchungen können grundsätzlich nur an das Refferenzkonto erfolgen.

Für diese Einschränkung erhält der Kontoinhaber einen höheren Zinssatz als auf dem Girokonto. Dieser höhere Zins ist damit eine Entschädigung für die verminderte Flexibilität, welche der Bank einen etwas besseren Planungshorizont ermöglicht als auf einem Girokonto, von welchem das Geld die Bank theoretisch in jedem Moment durch eine Lastschrift / Überweise etc. verlassen kann.

Das einzige Risiko, dass der Inhaber eines Tagesgeldkontos trägt, besteht in einer möglichen Zahlungsunfähigkeit der Bank, die das Geld verwahrt. Tagesgelder sind jedoch genau wie Girokonto-Einlagen durch den Einlagesicherungsfonds gesichert. Dieser garantiert die Einlagen bei Banken bis zu einer Höhe von 100.000€ pro Kunde pro Bank.
Einige Anbieter machen sich eben dies zunutze und bieten einen Service an, welcher das gezielte Anlegen von Tagesgeld bei verschiedenen Banken erleichtert – für genauer Informationen – hier klicken.

Festgelder – Planbare Sicherheit

Festgelder sind vergleichbar mit zeitgebundenen Tagesgeldern, Festgeld ist eine Anlageform, bei der das Geld der Bank für einen von vornherein festgelegten Zeitraum zur Verfügung gestellt wird. Das Risiko, das dem Geld dabei ausgesetzt wird, ist identisch. Als Anleger trage ich die Gefahr, dass das Kreditinstitut, dem ich das Geld geliehen habe, während der Laufzeit des Festgeldes zahlungsunfähig wird. Doch auch wie im Fall der Giroeinlagen gilt hier die staatliche Einlagesicherung.

Entgegen des Tagesgeldes, hat der Anleger während der Laufzeit des Festgeldes keine Möglichkeit sein Geld abzurufen oder anderweitig anzulegen. Für diese Planungssicherheit, die er der Bank gibt, erhält der Anleger eine deutlich höhere Verzinsung als zum Beispiel auf einen Giro- oder sogar dem Tagesgeldkonto.

Einige Anbieter machen sich eben dies zunutze und bieten einen Service, an welcher das gezielte Anlegen von Tagesgeld bei verschiedenen Banken erleichtert – für genauer Informationen – hier klicken.

Anleihen – Staatsanleihen

Die letzte Möglichkeit mit der man Geld möglichst sicher anlegen kann, ist der Kauf von „sicheren Anleihen“. Bei dem Kauf von Anleihen überlässt man sein Geld einem Unternehmen oder einem Staat, woraufhin mit dem Geld Investitionen getätigt werden, zum Beispiel in Infrastruktur oder neue Geschäftszweige.

Bei einer Staatsanleihe ist der Schuldner der jeweilige Staat selbst. Damit geht im Normalfall eine extrem hohe Liquidität einher, da ein Staat aufgrund seiner Unsterblichkeit für immer als Schuldner zur Verfügung stehen wird und somit seine Schulden tilgen kann. Der Staat hat verschiedene sehr ergiebige Einnahmequellen, wie zum Beispiel Steuern, Zölle oder Lizenzen.

Zudem kann ein Staat durch seine Zentralbank auch Geld drucken, um damit seine Geldgeber zu bedienen. Dies ist jedoch nicht besonders nachhaltig und erschüttert das Vertrauen in ein Land, weswegen diese Option nur in Extremfällen gezogen wurde.

Große Unternehmensanleihen – fast so sicher wie ein Land

Neben Staatsanleihen sind auch Unternehmensanleihen zunehmend in den Fokus gerückt, da gerade große deutsche Unternehmen bisweilen ähnliche Konditionen wie Staatsanleihen erhalten hatten. Dies lässt sich insbesondere am Zinssatz erkennen, welcher auf verschiedene Papiere bezahlt wird. Prinzipiell sind Unternehmensanleihen etwas riskanter als Staatsanleihen, jedoch gibt es vereinzelt Unternehmen, die aufgrund ihrer Struktur und Internationalisierung ebenfalls extrem sichere Häfen für Geld sein können.

Bei der Auswahl von Unternehmensanleihen sollte aber unbedingt eine genaue Analyse des Unternehmens und dessen Zukunftsfähigkeit vorgenommen werden, da eine Investition in eine Anleihe immer auch einen Zeitraum mit sich bringt, in der das Geld gebunden und nicht verfügbar ist.

Sowohl bei Staatsanleihen als auch bei Unternehmensanleihen trägt der Investor neben dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit auch ein Kursrisiko. So können Kurse von Anleihen zum Beispiel durch die Veränderung des aktuellen Zinsniveaus unter Druck geraten oder steigen. Während dem Investor zum Ende der Laufzeit die Auszahlung des Nominalwertes der Anleihe zusteht, so besteht diese Sicherheit nicht während der Laufzeit und das Wertpapier kann nur zu dem Kurs veräußert werden, der an der Börse für das Produkt bezahlt wird.

Was ist die richtige „sichere“ Geldanlage?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Was jedoch klar ist: es gibt für jeden Anlegertypen und für jedes individuelle Sicherheitsbedürfnis eine passende Anlagemöglichkeit.  So kann man bei Interesse in verschiedene Tages- oder Festgelder investieren und sich den Prozess durch verschiedene neue Services vereinfachen lassen – mehr erfahren.

Jedem, der bereit ist etwas mehr Risiken einzugehen, steht der Weg an den Anleihemarkt offen. Dabei sind für Anleger mit weniger Risikohunger besonders Papiere von großen, internationalen Unternehmen sowie Staaten hervorzuheben. Wichtig ist bei der Anlage in Anleihen zu beachten, dass es im Gegensatz zu Fest- und Tagesgeldern keine Garantien gibt. Jedoch ist eine solche Garantie im Falle eine Staatsbankrottes (dem Ausfall von Staatsanleihen gleichzusetzen) ebenfalls obsolet.

 

by Mai 19, 2017 Keine Kommentare
Insider-Interview: Wie tradet ein institutioneller Trader?

Insider-Interview: Wie tradet ein institutioneller Trader?

Analysen

Wunderschönen guten Tag liebe Statistic-Trader,

 

in unserem aktuellsten Content haben wir uns mal etwas anderes einfallen lassen. Anstatt über statistische Methoden im Börsenhandel oder der Widerlegung von Börsen-Floskeln zu berichten, haben wir diesmal ein Interview mit einem institutionellen Börsenhändler geführt.  

Unser institutioneller Trader heißt Marc Gründer, ist 23 Jahre jung und arbeitet bei einer renommierten Vermögensverwaltung als Börsenhändler. 

Wir haben uns mit ihm in einem Restaurant in der Nähe von Hannover getroffen und über viele interessante Themen rund um das Thema Trading unterhalten. 

Wir hoffen, dass Sie etwas aus dem Interview mitnehmen können.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei unserem Interview.

 

Statistic-Trading: Hallo Marc, bevor wir mit dem großen Interview beginnen, stell dich doch bitte einmal unseren Lesern vor.

Marc Gründer: Gerne, mein Name ist Marc Gründer ich bin 23 Jahre alt, gebürtiger Hannoveraner und lebe aktuell in Bayern. Ich arbeite dort als institutioneller Händler in einer Vermögensverwaltung.

 

Statistic-Trading: Fangen wir doch mit einer Frage an, die sich bestimmt die meisten Trader stellen: Wie kommt man dazu, dass man institutioneller Trader wird?

Marc Gründer: Nun da gibt es natürlich mehrere Wege. Ich bin über meine persönlichen Beziehungen zu meinem Arbeitgeber gekommen. Man kann das aber natürlich auch über eine Bankerausbildung oder durch eine Bewerbung mit entsprechenden Referenzen schaffen.

 

Statistic-Trading: Seit wie vielen Jahren bist du bereits an den Börsen dieser Welt aktiv und kamst du schon vor deinem Beruf als institutioneller Trader an die Börse oder war das dein Einstieg?

Marc Gründer: Mein Interesse für die Börse begann als ich zur Konfirmation eine Goldmünze von meinem Vater geschenkt bekommen habe. Ich beobachtete von dem Zeitpunkt an jeden Tag die Entwicklung des Goldkurses, entdeckte aber auch schnell weitere Rohstoffe und andere Assets wie Aktien. Das ist nun mittlerweile fast 10 Jahre her. Angefangen habe ich mit dem Handeln von Öl, hier entwickelte ich meine ersten eigenen Strategien und setzte diese um. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Auch Aktien begeisterten mich, wobei ich hier immer auf einen „Turnaround“ spekulierte (und das bis heute mache).

 

Statistic-Trading: Wir haben uns ja durch einen Artikel von mir kennengelernt, den ich auf einem Forum auf Facebook veröffentlicht habe. Du bist also auch in solchen Foren, mehr oder weniger, aktiv. Du siehst somit auch, welche Themen in solchen Foren diskutiert werden. Begonnen bei Support und Resistance bis hin zu „ganz einfach programmierten Handelssystemen die den Markt outperformen“. Was kannst du uns aus deiner institutionellen Sicht sagen, worauf die privaten Trader vielleicht eher achten sollen und auf welche Thematiken sie vielleicht ihre Zeit nicht verschwenden brauchen?

Marc Gründer: Ja ich schaue (auch auf Facebook) nach qualitativen Content. Trading ist ein Beruf in dem man sich ständig fortbilden muss, sonst wird man früher oder später nicht mehr mithalten können, das gilt eben auch für Institutionelle. Ich denke die Probleme der meisten privaten Trader sind Gier und falsche Faulheit, auf beides möchte ich gerne eingehen. Das Gier ein großes Problem ist sehen wir ja bereits an den vielen Menschen die auf Binäre Optionen oder ähnliches hereinfallen. Aber auch im CFD Trading werden die Positionen viel zu groß gemacht, da ihnen der mögliche Gewinn nicht reicht. Dabei sollten sie sich viel mehr um ihre Verluste kümmern und ein ordentliches Risikomanagement haben. Das andere große Problem, die falsche Faulheit, ist dass sie ihre Handelsstrategien nicht testen. Wie sollen sie denn überhaupt wissen was die richtige Positionsgröße ist, wenn sie nicht mal die maximale Verlustserie o.ä. kennen? Das sieht man ganz besonders bei vielen „gecoachten“ Tradern, diese stellen nie ihre Coaches in Frage, was dazu führt das sie nie ihr beigebrachtes „Wissen“ überprüfen. Die „richtige Faulheit“ wäre die Handelsstrategie zu testen und diese zu programmieren.

 

Statistic-Trading: Kannst du vielleicht noch etwas genauer auf die „richtige Faulheit“ eingehen?

Marc Gründer: Wer faul sein möchte muss erstmal fleißig sein. Denn die Arbeit im Trading ist nicht das traden selbst, sondern die ganze Vorarbeit. Sprich eine Strategie entwickeln, testen, optimieren und auf ihre Stabilität prüfen. Im Idealfall programmiert man diese auch damit man in Zukunft „faul“ sein kann und nur noch die Endergebnisse überprüfen muss.

 

Statistic-Trading: Da haben wir wohl identische Ansichten was diese Thematik angeht. Kannst du uns vielleicht ein wenig in deinen Trading-Alltag einführen? Uns vielleicht einen Einblick in die Welt des institutionellen Tradings gewähren?

Marc Gründer: Nun mein Arbeitstag beginnt jeden Tag gegen 8:30 mit den Handelsvorbereitungen. Ab 9:00 startet dann die erste Handelssession welche ca. bis zum Mittag geht. Danach verbringe ich die Zeit bis zur zweiten Handelssession, welche mit der Eröffnung der Wall Street startet, mit dem Entwickeln von neuen Handelsstrategien und dem Auswerten von Statistiken. Die Zweite Handelssession endet dann gegen 21:00. 

 

Statistic-Trading: Also doch ein vollbepackter Arbeitstag J Kommen wir nun mal auf die, eher allgemeineren Themen, zu sprechen. Bevor wir uns noch weiter über algorithmierte Systeme unterhalten. Wie stehst du, persönlich, zum Thema Charttechnik? Fangen wir mal mit dieser „Systematik“ an. Wie ist deine Meinung oder auch vielleicht Erfahrungen zu diesem Thema?

Marc Gründer: Ich selbst handel ausschließlich nach Charttechnik. Meiner Meinung nach ist das auch die leichteste Variante zu traden und auch die am leichtesten erlernbare. Auch ist sie verhältnismäßig leicht adaptierbar auf neue Setups, wodurch man „messbare“ Ergebnisse erhält. Ein weiterer Vorteil ist das man sein Setup relativ leicht backtesten kann, wodurch man schnell sieht ob diese Strategie einen Edge hat, oder eben nicht. Man sollte jedoch je nach Asset weitere Faktoren betrachten, so handel ich nicht bei großen Nachrichten wie beispielsweise einer EZB Zinsentscheidung. Bei Aktien sollte man (je nach Haltedauer) auch mal einen Blick auf News oder die Kennzahlen werfen.

 

Statistic-Trading: Und wie stehst du zum Scalping? Wenn man so in Foren liest ist das ja die „Königsdisziplin“ des Tradings. Stimmst du dem zu?

Marc Gründer: Nein absolut nicht. Es gibt beim Scalping, genau wir auch bei allen anderen Methoden, Leute die damit gut verdienen. Es ist genauso ein Bereich wie auch das Day-, Swing- und Positionstrading. Wer aber glaubt das er dort ein leichteres Spiel hat der irrt gewaltig. Leider gibt es zu viele Scalper auf Facebook die suggerieren das es total einfach wäre und man damit „(…) über 400% im Monat“ machen kann. In gleichen Moment sagt derjenige aber auch das er in einer schlechten Woche 50% seines Kapitals verloren hat, was ist das für ein Risikomanagement? Generell gilt: Je höher die Handelsfrequenz desto geringer die Positionsgröße. Das ist mathematisch lediglich eine Verschiebung und das Endergebnis gleich bzw. ähnlich.

 

Statistic-Trading: Jetzt hast du natürlich auch schon ein sehr interessantes Thema angesprochen: die Rendite. Was ist denn, deiner Meinung nach, eine realistische Rendite die ein Trader erwirtschaften kann? Was sagt dir da deine Erfahrung?

Marc Gründer: Die Renditeerwartungen werden ja immer wieder heiß diskutiert. Das große Problem ist das sie immer an das Risiko gebunden ist. Auch fällt sie von Jahr zu Jahr anders aus, da der Markt nicht jedes Jahr gleich läuft. Bei einem konservativen Handel, mit einem maximalen Drawdown von 7,5%-15%, sollte sie bei circa 20%-40% liegen. Selbstverständlich sind Ausreißer möglich.

 

Statistic-Trading: Welche Faktoren sind denn, von denen du ausgehst, wirklich wichtig um eine stabile Rendite über einen langfristigen Zeitraum erwirtschaften zu können? Ist es eher die Psyche, das Risk- und Moneymanagement, die Strategie an sich oder vielleicht ganz andere Faktoren?

Marc Gründer: Ich denke das die Psyche überhaupt keine Rolle spielt. Denn ein Mensch der seine Strategie wirklich kennt braucht nicht mental stark zu sein. Er weiß genau was er zu tun hat und zu welchem Ergebnis das führt. Es hängt einzig und alleine an der Strategie, denn wer seine Strategie kennt weiß wie viel er riskieren darf und wie viel eben nicht. In einer guten Strategie ist das Risikomanagement ja bereits vorgegeben und nicht jedes Mal anders. Leider wird die Psyche der Leute von vielen Coaches als Sündenbock für das Versagen missbraucht. Denn meiner Meinung nach braucht man nur dann eine starke Psyche, wenn man sich nicht sicher ist ob das was man tut auch wirklich funktioniert.

 

Statistic-Trading: Sehr interessante Ansichtsweise Marc. Zumindest die Thematik mit der Psyche kann vielen Leuten zu denken geben. Ich würde gerne nochmal auf eine Thematik zu sprechen kommen, die wir vielleicht schon erwähnt haben, aber das Thema, meiner Meinung nach, sehr wichtig ist, würde ich das gerne nochmal ansprechen. Woran glaubst du liegt es, dass die institutionellen Händler, prozentual gesehen, viel mehr Geld an der Börse verdienen als der private Trader? Ist die Marktansicht solch eine andere oder liegt es vielleicht daran, dass ein institutioneller Trader es tatsächlich mehr als Arbeit sieht und auch somit mehr Arbeit hineinsteckt, als ein privater Trader?

Marc Gründer: Wir sehen die Märkte genauso wie alle anderen auch, aber haben aber einen enormen Wissensvorsprung da wir uns den ganzen Tag damit beschäftigen. Das Problem mit den privaten Tradern ist das sie traden als „die Arbeit“ ansehen. Das ist es aber nicht, sondern die beschriebene Vorarbeit macht 90% der Arbeit aus. Das traden an sich ist lediglich nur noch die Umsetzung der Strategie.

 

Statistic-Trading: Jetzt mal ein etwas anderes Thema, was auch, höchstwahrscheinlich, viele interessiert. Ich frage dich das mal direkt und straight ins Gesicht: Verarschen Broker ihre eigenen Kunden oder verstehen nur die meisten einfach deren Funktionsweise nicht? Oder liegt es daran, dass der Mensch generell irgendeinen Schuldigen für sein eigenes Versagen sucht?

Marc Gründer: Leider teilweise ja, ich denke jeder hat die Geschichte mit FXCM mitbekommen. Das Problem für die privaten Trader ist einfach das sie nicht prüfen können welche Broker saubere Arbeit leisten und welche nicht. Ich persönlich kann nur empfehlen einen Broker zu benutzen der innerhalb der EU seinen Sitz hat, dann stehen die Chancen schon recht gut. Auch sollte man Market-Maker Broker lieber meiden. Aber ich möchte an dieser Stelle den „Miesepeter“ auch nicht auf die Broker schieben, denn die meisten Trader verlieren auch von alleine. Ich hoffe die meisten Trader wissen ungefähr was ein Broker in der Theorie macht.

 

Statistic-Trading: Da werden jetzt wohl die meisten zu knabbern haben an der Info. Vielen DankJ Jetzt würde ich sehr gerne dir eine Frage stellen, die mir besonders am Herzen liegt: Welchen Stellenwert hat die Statistik für dich Trading?

Marc Gründer: Einen sehr großen, ohne Statistik kann ich keine vernünftige Strategie entwickeln. Man kann auch kein sinnvolles Risikomanagement machen. Wenn man keine Statistik und somit keine vernünftige Grundlage hat, ist es viel mehr ein Glücksspiel.

 

Statistic-Trading: Das ist doch mal eine klasse Antwort 😛 Kannst du uns vielleicht etwas von deinen größten Erfolgen und Niederlagen erzählen? Wo hattest du den größten „Euphorie-Schub“ und wo ist vielleicht auch mal was kaputt gegangen?

Marc Gründer: Wie ich ja bereits sagte spielt die Psyche nur eine Rolle wenn man das „Spiel“ noch nicht richtig verstanden hat. Dementsprechend war es bei mir vor allem ganz am Anfang ein großes Thema. Ich kann mich noch gut an die Euphorie erinnern als ich mein Depot mit dem Handeln von Öl (in kürzester Zeit) auf über +70% bringen konnte. Genauso gut kann ich mich aber auch erinnern wie ich alles wieder verlor und das Konto „geerdet“ habe. Diese Gefühle sind am Anfang völlig normal, haben aber im professionellen Bereich nichts mehr verloren!

 

Statistic-Trading: Was ist deine Meinung zum Thema der Diversifikation? In vielen Büchern, aber auch von vielen Coaches, hört man, dass Diversifikation eine sehr wichtige Sache sei, stimmst du dem zu? Was bedeutet Diversifikation für dich?

Marc Gründer: Wir sind hier nicht beim Investieren, sondern beim Trading. Das sollten wir an dieser Stelle nicht vergessen. Klar kann man viele verschiedene Assets handeln, dann muss man sich aber auch die Arbeit machen und jeden Markt statistisch auswerten. Man könnte jetzt sowohl das Spezifizieren als auch das Diversifizieren argumentativ untermauern, aber ich denke weniger Assets ist besser.

 

Statistic-Trading: Führst du ein Tradingtagebuch? Oder fragen wir anders: Wie wichtig findest du es, dass man seine Trades systematisch dokumentiert?

Marc Gründer: Nein tue ich nicht. Das kommt jetzt für viele vermutlich überraschend, aber sowas macht man nur am Anfang. Die Trades werden ja alle automatisch vom Broker in der Tradehistory dokumentiert. Diese wird dann mit dem Handelsprogramm bzw. dem Backtest abgeglichen. Stimmt das überein ist alles ok.

 

(Marc Gründer (Rechts) und Juri Ostaschov (Inhaber von Statistic-Trading links) beim Interview im Restaurant)

 

Statistic-Trading: Ich würde gerne nochmal zu deinem „Trading-Stil“ zurückkommen. Wie sicherst du deine Trades ab? Also, hast du eine bestimmte Stop-Loss-Technik oder setzt du vielleicht gar keinen Stop-Loss und hedgest deine Position? Klär uns auf 
Marc Gründer: Ich setze keinen Stopp-Loss beim Broker. Das hat den einfachen Grund das ich dadurch, bei einem unterschiedlichen Kurs zwischen Analyseplattform und Handelsplattform, nicht ausgestoppt werde. Den Ausstieg mache ich aber nicht von Hand, sondern mein Handelssystem macht das vollautomatisch im Bruchteil einer Sekunde per Marketorder.

 

Statistic-Trading: Hast du auch eine bestimmte Systematik bei deinen Einstiegen?

Marc Gründer: Ja. Natürlich habe ich verschiedene Strategien mit verschiedenen Einstiegsstrategien. In meiner Hauptstrategie versuche ich „vergünstigt“ dem Trend zu folgen, das heißt das ich mich im Rücksetzer einkaufe.

 

Statistic-Trading: Was ist deiner Meinung nach wichtiger? Der perfekte Einstieg oder eine gute Stop-Loss-Systematik?

Marc Gründer: Ich denke das beides wichtig ist. Ohne einen guten Einstieg kann das Stop-Loss Management zwar einen größeren Schaden verhindern, aber das CRV ist dann trotzdem nicht gut. Andersherum bringt einem ein guter Einstieg nichts, wenn man durch falsches Stop-Loss Management zu früh/ zu spät rausfliegt. Das geht alles Hand in Hand.

 

Statistic-Trading: Man spricht ja immer davon, dass an der Börse irgendwann die Computer und die Algorithmen übernehmen werden. Wie stehst du zu dieser Thematik?

Marc Gründer: Ich denke sie werden mehr und mehr Aufgaben übernehmen. Aber solange wir keine bahnbrechenden Fortschritte im Bereich des maschinellen Lernens machen, werden die Algorithmen nur so intelligent sein wir ihr Programmierer und das ist nun mal ein Mensch wie du und ich.

 

Statistic-Trading: Und noch eine letzte Frage: Was ist, deiner Meinung nach, der Vorteil eines privaten Traders im Vergleich zu einer großen Vermögensverwaltung oder einem Hedgefond? Kann doch nicht nur Nachteile haben oder?

Marc Gründer: Natürlich nicht. Er hat keinerlei Probleme sein Volumen im Markt zu platzieren. Auch kann er sein Risikomanagement betreiben wie er es für richtig hält.

 

Zum Ende hin würden wir Sie sehr gerne zu einem neuen Projekt einladen. Marc Gründer und Statistic-Trading organisieren ein exklusiv Seminar für eine begrenzte Anzahl an Interessenten (15-20).

Dieses Seminar würde ein ganzes Wochenende umfassen und diese Themen würden intensiv behandelt werden:

  • Wieso ist Statistik an der Börse unglaublich wertvoll und wie wende ich diese zu meinen Gunsten an?
  • Wie entwickle ich eine profitable Trading-Strategie?
  • Der Blick auf die Märkte aus der Sicht eines institutionellen Händlers
  • Grundlagen der statistischen und systematischen Trenderkennung
  • Exklusive Einstiegs- und Ausstiegs-Systematiken
  • Die Verwendung der Monte-Carlo-Simulation für Backtests und Forecasts 
  • Professionelles Risiko- und Moneymanagement
  • Konkrete Strategien zum Handeln von Großereignissen
  • Wie Sie Broker gegeneinander ausspielen können
  • Wieso Objektivität und Systematik an der Börse ungeheuer wichtig ist
  • Konkrete Strategien zum Handeln von Trends in einem statistisch Vorteilhaften Bereich

 

Sollten Sie Interesse für dieses Seminar haben, dann melden Sie sich bitte bei uns unter: info@statistic-trading.de und Sie erhalten alle weiteren Informationen per E-Mail oder wenn Sie es auch wünschen, per Telefon oder Skype.

 

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin,

Statistic-Trading

 

 

by Mai 09, 2017 Keine Kommentare
Forex und CFD Trading – From zero to hero!

Forex und CFD Trading – From zero to hero!

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Forex und CFD Trading – From zero to hero!

Die ersten Schritte im Trading können sehr verwirrend sein und aus diesem Grunde haben wir uns in der Redaktion mal zusammengesetzt und einen Schlachtplan entwickelt. So oder so ähnlich könnte Ihr Start im Forex- und CFD-Trading aussehen. Egal wie lange Sie schon Traden oder die Märkte beobachten, nutzen Sie die nächsten Zeilen, um sich etwas in Selbstreflexion zu üben oder um sich einen Schlachtplan zurecht zulegen.

Wir wollen keinen Vortrag über das richtige oder falsche Traden halten, denn wir denken „Es gibt kein Richtig und Falsch im Trading, aber es gibt Themen zu denen man eine Meinung haben sollte“.

1. Lernen Sie die Software und die Sprache verstehen 

Mein damals schon 80 Jähriger Basketballtrainer meinte immer so wie Handwerker mit Ihrem Werkzug umgehen können müssen, so müsst auch Ihr lernen mit eurem Werkzeug, dem Basketball, um gehen zukönnen. In dieser Aussage steckt mehr als so mancher glaubt, denn nur wer in kritischen Situationen und schnellen Märkten reagieren kann und das umsetzten kann, was er vor hat wird auch erfolgreich sein.

Als Trader bedeutet das, dass Sie wissen müssen, wie Sie Positionen schließen, öffnen, welche Orderarten es gibt und wann man welche benutzt, was Sie machen können, wenn Ihr Internet ausfällt usw.

Handlungsanweisung:

  • Melden Sie sich bei 2- 3 Brokern an und eröffnen Sie Demo-Konten. ( Banx TradingAdmiral Markets und GKFX.)
  • Setzten Sie sich mit der Handelssoftware auseinander und besuchen Sie ein paar Basic-Webinare.
  • Eröffnen und schließen Sie Positionen ohne, dass Sie sich über den Kontostand Gedanken machen.
  • Rufen Sie beim Kundenservice und erkunden Sie sich über deren Öffnungszeiten und Services.
  • Lernen Sie die Sprache, indem Sie Themen wie Orderarten, Pip- und Punkt-Wert, Leverage, Lot und  Basiswert zu definieren lernen.

2. Verinnerlichen Sie das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV)

Das Chance-Risiko-Verhältnis (von hier an CRV) beschreibt das Verhältnis zwischen dem, was ich riskiere und dem was ich mit dem eingegangenen Risiko gewinnen kann.

Beispiel: Beim Würfeln bekommen Sie für jede 1, 3 und 5 einen Betrag von 2 Euro und bei einer 2, 4 und 6 zahlen Sie 1 Euro. In diesem Fall ist Ihr CRV 2 zu 1.

Die erste Zahlt beim CRV stellt die Chance dar und die zwei das Risiko. So redet man von einem positiven CRV, wenn die erste Zahl größer ist als die zweite und von einem negativen CRV, wenn die zweite Zahl größer ist als die erste.

Beispiel: Die Aktie eines bekannten Automobilherstellers fällt in nur kürzester Zeit von 250 Euro auf 100 Euro pro Aktie. Jetzt kaufen Sie die Aktie und begrenzen das Risiko durch einen Stop Loss (alles zum Stop Loss) auf 2 Euro pro Aktie und Ihre Chance für diese Aktie sehen Sie bei 112 Euro. In diesem Fall ist ihr CRV 6:1 (12 zu 2) und daher positiv.

Warum ist das CRV so wichtig?
Das CRV ist daher so wichtig, da es angibt wie häufig ich gewinnen muss, um als Trader erfolgreich zu sein. Wenn ich immer mit einem CRV von 1:1 trade, ich also einen Euro einsetze um einen Euro zu gewinnen, muss ich mehr als 50% meiner Trades mit Gewinn schließen, um profitabel zu sein.

Hier mal eine Übersicht, die das CRV und die erforderliche Trefferquote zum profitablen Traden ins Verhältnis stellt.

Chance-Risiko-Verhältnis Erforderliche Trefferquote
1:5  größer 83,33%
1:4 größer 80%
1:3  größer 75%
1:2  größer 66,67%
1:1 größer 50%
2:1 größer 33,33%
3:1  größer 25%
4:1  größer 20%
5:1  größer 16,67%
10:1  größer 9,09%
25:1  größer 4%

Wie Sie sehen, ist ein großes CRV die bessere Wahl und sicherlich stellen Sie sich jetzt die Frage: Warum handelt nicht jeder mit einem großen, positiven CRV, da ja jeder durch einen Stop Loss und Take Profit das CRV selbst bestimmen kann? Diese Frage beantworten Sie sich am besten selbst, nachdem Sie unsere Handlungsanweisung befolgt haben.

Handlungsanweisung:

Traden Sie ein paar Tage oder auch Wochen und setzen Sie bei jedem Trade ein Stop Loss und ein Take Profit, sodass Sie schon bei der Aufgabe der Order wissen, welches Chance-Risiko-Verhältnis Sie jetzt eingehen. Zudem sollten Sie sich während dieser Zeit beobachten, denn nicht jeder Trader ist so geduldig und kann mit einem großen CRV umgehen.

3. Einstiege und Wahrscheinlichkeiten

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Das Beispiel auf der linken Seite zeigt ein CRV von 2000:1, was auf den ersten Blick großartig aussieht. ABER die Frage ist: Wie viele Gewinnerlose gibt es? Ist jedes 10. Los ein Gewinn – wahrscheinlich nicht, da sich dieses für die Lotterie nicht lohnen würde. Selbst wenn jedes 2000. Los den Hauptgewinn enthalten würde und jedes andere Los eine Niete währe, würde die Lotterie am Ende der Lotterie bei Plus-Minus-Null stehen, dass würde aus den Augen des Tierparks einfach keinen Sinn machen!!!

Was lehrt uns dieses Beispiel? Wir wollen nicht nur ein hohes CRV, sondern wir wollen zudem eine Hohe Trefferquote! Da wir als Trader aber nicht Lotto spielen, sondern aus Erfahrung heraus Entscheidungen treffen, nennen wir das nicht Trefferquote, sondern Erwartungswert. Dieser Begriff kommt aus der Stochastik und ordnet einer Zufallsvariable eine Zahl zu, die diese im Mittel annimmt.

Ein Beispiel ist angebracht: Nehmen wir an, Sie spazieren mit ziemlich viel Geld in ein Casino und ein Croupier, der heute seinen ersten Tag hat, bietet Ihnen folgendes Spiel an:

Croupier: Für jede gerade Zahl bekommen Sie 2000€ und für jede ungerade Zahl, zahlen Sie 1000€. Möchten Sie spielen? (Erwartungstreuer Würfel)

Sie: Als wissender InsideTrading-Abonnent, sagen Sie natürlich nicht gleich: “JA, ICH WILL SPIELEN”, sondern Sie fragen den Croupier: “Wie oft wiederholen wir das Spiel?”

A) Croupier: 1 mal würfeln pro Person.
A) Sie: Nein, Danke!

B) Croupier: So lange Sie wollen, wir haben 24/7 geöffnet.
B) Sie: Ja, ich bin dabei! (insgeheim denken Sie: „Heute werde ich reich“)

Was bedeutet das jetzt im Bezug auf unser Traden?
Wir müssen es schaffen Einstiege zu finden, die einen möglichst hohen Erwartungswert für uns bereit halten. Auch wenn es hier unglaublich viele verschiedene Ansätze, Philosophien oder auch Religionen gibt, kann man diese dennoch in zwei große Lager aufteilen. Das Lager der Charttechniker und das der Fundamentalanalysten.

Fundamentalanalysten sind auf der Suche nach dem fairen oder angemessenen Preis eines Finanzproduktes. Sie stützen ihre Entscheidungen auf betriebswirtschaftliche Daten und das ökonomische Umfeld des Marktes, den sogenannten Fundamentaldaten. Dieses Verfahren wird hauptsächlich für die Analyse von Aktien verwendet und basiert auf Kenngrößen, die aus der Bilanz eines Unternehmens abgeleitet werden können. Hierzu zählen beispielsweise die Dividendenrendite, das Kurs-Gewinn-Verhältnis, das Kurs-Buchwert-Verhältnis, das Kurs-Cashflow-Verhältnis, die Gesamtkapitalrendite und die Eigenkapitalrendite. Weiterhin werden die Aussichten aus den Quartals- und Jahresberichten der Unternehmen zur Berechnung des fairen Kurses hinzugezogen.

Charttechniker berücksichtigen die Kurshistorie und eventuell noch das Handelsvolumen des Finanzproduktes. Betriebswirtschaftliche Daten werden bei der technischen Analyse nicht berücksichtigt, da man davon ausgeht, das alle relevanten Daten und Informationen der Vergangenheit und Zukunft schon im Preis enthalten sind, was Prognosen für voraussichtliche Kursentwicklungen zulässt. Bei der charttechnischen Analyse geht man davon aus, dass es wiederkehrende, beobachtbare Ereignisse mit jeweils ähnlichen, wahrscheinlichen Zukunftsverläufen gibt.

Handlungsanweisung:

Wie Sie sehen, gibt es eine ganze Reihe von Ansätzen, wenn es zu dem Thema des richtigen Einstiegs kommt. Hier muss jeder für sich selbst entscheiden, in welche Richtung es gehen soll. Daher raten wir Ihnen zum einen, bekannte Leute aus den einzelnen Bereichen zu verfolgen und zum anderen eigene Erfahrungen auf einem Demo-Konto oder kleinem Live-Konto selbst zu machen.

by Apr 05, 2017 Keine Kommentare
AUTOFAHREN – WIE SPARE ICH GELD, WAS SIND ALTERNATIVEN?

AUTOFAHREN – WIE SPARE ICH GELD, WAS SIND ALTERNATIVEN?

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Autofahren – Wie spare ich Geld, was sind Alternativen?

Autofahren scheint für viele oftmals eine alternativlose Angelegenheit zu sein. Wir haben ein paar Alternativen unter die Lupe genommen und dabei aufgezeigt, was diese Alternativen langfristig für den Geldbeutel bedeuten.

Alternative Mobilität – Investieren statt Autofahren

Wir hatten vor kurzem intern die Diskussion, ob sich ein Auto für eine Privatperson lohnen kann und wenn ja, unter welchen Bedingungen. Primär sind wir uns einig, dass ein Auto einen emotionalen Mehrwert inne trägt. Ein echter Autofanatiker wird sich auch von dem hier vorgestellten Modell nicht vom Fahren abhalten lassen. Trotz allem wollten wir das Gedankenexperiment einmal spielen. Wie hoch sind die tatsächlichen Kosten eines Autos? Wenn wir statt eines Autos öffentliche Verkehrsmittel, Taxifahrten oder das Angebot von Car-Sharing-Anbietern nutzen würden, wie viel Geld käme dann in 20 Jahren zusammen? Und wie hoch wäre der Betrag, würden wir den gesparten Betrag in den DAX mit Cost-Average investieren und wir uns eine durchschnittliche jährliche Verzinsung von 7% sichern könnten?

Die Daten für die Berechnungen haben wir der ADAC Autokostenübersicht 2016 entnommen. Um die breite Mitte zu treffen, gehen wir in unserem Beispiel vom meistgefahrenen Auto auf Deutschlands Straßen aus: Der VW Golf. Im Speziellen haben wir uns für den Golf 1.2 TSI BMT Comfortline in seiner günstigsten Ausführung entschieden.

Welche Kosten sind zu berücksichtigen?

Der ADAC beachtet in seiner Berechnung sowohl die Fixkosten als auch die durch den Betrieb des Fahrzeuges entstehenden variablen Kosten.  Die genauen Daten können in der Autoübersicht im Detail nachgelesen werden. Für den in unserem Beispiel gewählten Golf belaufen sich die monatlichen Kosten bei einer angenommenen jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern auf 541€ und addieren sich demnach auf 6492€ pro Jahr. Für eigene Berechnungen mit einem höheren Kilometerbedarf im Jahr werden auch ungefähre Kosten pro Kilometer angegeben. Für unseren VW Golf liegen diese bei etwa 0,43 € pro gefahrenem Kilometer.

Kurz noch ein Wort vorab: Sicherlich kann man jetzt noch argumentieren, dass sich das Ergebnis durch Urlaubsfahrten oder ähnlichem verändert. Es geht in diesem Artikel aber darum Alternativen aufzuzeigen und die daraus resultierenden Effekte zu verdeutlichen.

Was sind die Alternativen zum Auto? – Auto vs. Nahverkehr & Taxis

Wir nehmen das Beispiel eines typischen Deutschen: in der Stadt arbeitend und nahe der Stadt wohnend. Diese Trennung zwischen Arbeitsplatz und Wohnort hat sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend etabliert. Zwar wurde sie von vielen Umweltaktivisten und Arbeitnehmerrechtlern immer wieder angezweifelt, sie wird sich trotz der negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt auch noch für einige weitere Jahre halten.

Durch die vorgegebene Fahrleistung von 15.000 km können wir die täglich zurückgelegte Strecke zurückrechnen: 15.000 / 365 = 41,095 km am Tag. Natürlich wissen wir, dass man in der Regel nicht an 365 Tagen pro Jahr zur Arbeit fährt. Durch Wochenenden und Urlaubstage legt man den Weg zur Arbeit nur an etwa 220 Tagen zurück. Der Einfachheit halber rechnen wir aber mit einer durchschnittlichen Strecke von 41,095 km pro Tag und lassen Sonderfahrten in den Urlaub außen vor.

Was wir jedoch proklamieren können: Der tägliche Weg zum Arbeitsplatz ist nicht allzu lang. Ein Monatsticket über 3 Zonen bzw. Waben kostet im nicht ganz billigen Schwabenland (VVS Netz Stand 2016) 110,10€ im Monat und deckt diese Strecke ab. Für die kurzfristige und spontane Mobilität innerhalb der Stadt (Txi, Bike-Sharing), gehen wir von einem großzügigen Puffer von 100€ monatlich aus. Um nun definitiv auf Nummer sicher zu gehen, gibt es noch diverse Car-Sharing Anbieter. Bei diesen kaufen wir uns nochmals 2000 Fahrminuten im Jahr ein und stellen so in jeder Lebenslage Mobilität sicher. Eine Minute kosten uns bei Multicity 0,28€. Es entstehen also Kosten von 280 Euro bzw. etwa 24€ im Monat.

Nun müssen wir noch den Faktor Einkaufen berücksichtigen. Viele nutzen den Heimweg für den Lebensmitteleinkauf und wollen gerade für den Kauf von Getränken nicht auf das Auto verzichten. Dieses Argument kann aber nicht gelten gelassen werden. Es gibt in beinahe allen großen Städten und in immer mehr kleinen Orten Lieferdienste für Lebensmittel. Dieser spart nicht nur die Fahrt in den Supermarkt, sondern auch eine Menge Zeit, da die gekauften Waren direkt in die Wohnung geliefert werden (#lazyaslazycanbe). Bleibt man unter einem bestimmten Mindestbestellwert (oder zum Teil auch für die Lieferung von Getränkekisten), erheben die Anbieter eine Lieferpauschale. Hier gehen wir von 4€ pro Lieferung aus. Bei vier Wocheneinkäufen ergeben sich damit Kosten in Höhe von 16 Euro. Ein zusätzlicher Vorteil der Nutzung von Lieferdiensten ist auch, dass man wirklich nur das einkaufen lässt, was man tatsächlich benötigt. Spontanmitnahmen an der Supermarktkasse entfallen somit.

Werfen wir einmal alles zusammen, so ergibt sich pro Monat  folgende Summe:

ÖPNV: 110,10€

Taxifahrten: 100€

Carsharing: 24€

Lieferservice Lebensmittel: 16,00€

————————————-

Summe: 250,10€

Nutzen wir also anstatt eines eigenen Autos die oben genannten Alternativen, würden wir im Monat 290,90€ bzw. im Jahr 3490,80€ sparen.

Was sind also die wirklichen Kosten eines Autos?

Die echten Kosten ergeben sich sowohl aus den Kosten, welche wir für das Auto erbringen, als auch durch die Opportunitätskosten. Wir haben einen Anlagezeitraum von 20 Jahren gewählt, da in dieser Zeit die Korrekturen im Aktienmarkt ausgestanden sein sollten und die Annahme der historischen Durchschnittsrendite eher gerechtfertigt scheint. Zur Vereinfachung betrachten wir das Vermögen in einer Jahr-zu-Jahr-Perspektive. Der Endbetrag dieses Experimentes beträgt 143107,06€, wobei davon 73291,06€ Zinserträge sind.

Alternative Mobilität statt Auto
Das Diagramm zeigt die jährlichen Einsparungen sowie die damit erzielte Rendite

Jahr | Kontostand | Ersparnisse | Eingezahlter Betrag | Zinsen in Periode | Zinsertrag bisher
1 3490,8 3490,8 3490,8
2 7225,96 3490,8 6981,6 244,36
3 11222,57 3490,8 10472,4 505,82 244,36
4 15498,95 3490,8 13963,2 785,58 750,17
5 20074,68 3490,8 17454 1084,93 1535,75
6 24970,71 3490,8 20944,8 1405,23 2620,68
7 30209,46 3490,8 24435,6 1747,95 4025,91
8 35814,92 3490,8 27926,4 2114,66 5773,86
9 41812,76 3490,8 31417,2 2507,04 7888,52
10 48230,46 3490,8 34908 2926,89 10395,56
11 55097,39 3490,8 38398,8 3376,13 13322,46
12 62445,01 3490,8 41889,6 3856,82 16698,59
13 70306,96 3490,8 45380,4 4371,15 20555,41
14 78719,24 3490,8 48871,2 4921,49 24926,56
15 87720,39 3490,8 52362 5510,35 29848,04
16 97351,62 3490,8 55852,8 6140,43 35358,39
17 107657,03 3490,8 59343,6 6814,61 41498,82
18 118683,82 3490,8 62834,4 7535,99 48313,43
19 130482,49 3490,8 66325,2 8307,87 55849,42
20 143107,06 3490,8 69816 9133,77 64157,29

 

Wir möchten uns an dieser Stelle nicht anmaßen, das Ergebnis zu bewerten. Ob der eingesparte Betrag viel ist oder nicht, muss der einzelne für sich abwägen. Gleichfalls muss individuell bewertet werden, ob sich ein Auto ersetzen lässt oder nicht und wenn ja, ob der emotionale Schmerz durch die zusätzliche Kaufkraft ausgeglichen wird. Wir wissen auch, dass der Aufwand für einen effizienten Gebrauchtwagen sicherlich geringer ist und sich in 20 Jahren die Kosten für den ÖPNV oder Lieferdienste erhöhen werden. Die Kosten für Benzin werden aber sicher auch nicht sinken (und von der E-Mobilität sind wir noch etwas zu weit entfernt, um die Kosten abschätzen zu können).

Dieser Artikel soll nur als Gedankenanstoß dienen, sich über die Gewohnheiten Gedanken zu machen, die wir sonst für allgemein und selbstverständlich nehmen und wegen denen wir kein Geld zum Investieren haben.

by Feb 18, 2017 Keine Kommentare
BANX Broker – Vorteile, Nachteile und Erfahrungen

BANX Broker – Vorteile, Nachteile und Erfahrungen

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Banx Broker ist als BANX GmbH mit Sitz in der Morsestraße 20 in 40215 Düsseldorf firmiert. Der Broker nutzt die Infrastruktur des Branchenprimus´ Interactive Brokers, über dessen System gut 19% der global an den Börsenplätzen notierten Aktienoptionen durchlaufen, sowie täglich mehr als 1.200.000 Transaktionen abgewickelt werden. Sie liefern einen exzellenten deutschen Kundenservice und bieten somit auch für nicht-institutionelle Trader und Investoren einen immensen Mehrwert.

 

Vorteile von BANX Broker

  • Bei BANX Broker läuft die Infrastruktur von Interactive Brokers (nachfolgend IB) im Hintergrund – SMART Routing Technologie ermöglicht bestmögliche Ausführung auch in illiquideren Marktsituationen
  • IB Technologie mit deutschsprachigem Support – Ein Muss sowohl für Einsteiger und um erste Erfahrungen mit der Software TWS und dem Handeln mit der IB-Infrastruktur zu sammeln
  • Aktientransaktionen in Europa sind ab 3,90€ möglich. US-Titel können bereits für einen US-Dollar Cent (0,01$) pro Aktie gehandelt werden. Die Spreads im Forex- Handel beginnen bei 0,4 Pip
  • Echter Währungshandel möglich (nicht CFD) – jedoch im Vergleich zu CFDs mit eher „geringem“ Hebel
  • Hohe Einlagensicherung
  • Neben einem Cash-Konto bietet BANX Broker auch ein Margin Konto, mit welchem Terminkontrakte (Futures und Optionen) gehandelt werden können. Dabei können diese Kontrakte sowohl gekauft als auch verkauft geschrieben werden. Dies erlaubt die Strukturierung von allen erdenklichen Optionsgeschäften wie Spreads oder auch eines Iron Condors, sowie verschiedenen anderen Hedgefonds (Short Gamma) Strategien.
  • Große Auswahl an Trading-Software, wie der Trader Workstation und dem Agena Trader. Für diese beiden Plattformen lassen sich eine Vielzahl hochwertiger Datenfeeds abonnieren.
  • Umfassende Fundamentalanalyse-Möglichkeiten und Methoden innerhalb der Handelsplattformen
  • Detaillierte Analysemöglichkeit von Open-Interest in Terminkontrakten
  • Professionelle Analysemöglichkeiten der impliziten Volatilität
  • Level 2 Markttiefe – Orderbucheinsicht verfügbar.
  • BANX Broker wartet mit extrem kompetitiven Konditionen auf, wobei die Mindesteinlage mit gerade einmal 3000€ extrem fair gewählt ist.

 

Nachteile von BANX Broker

  • Mindesteinzahlung von 3000€ für eine Kontoeröffnung notwendig (ist zwar fair aber eben auch ein Nachteil)
  • Die Trader Workstation als Primärsoftware von Interactive Brokers stellt zu Beginn eine gewisse Hürde dar, da die Anwendung nicht immer intuitiv ist. Wir als InsideTrading stellen Einführungsvideos und Tutorials für die TWS in unserem YouTube Kanal zur Verfügung.
  • Marktdaten-Abonnements verursachen unter Umständen zusätzliche monatliche Kosten. Für aktive Trader rechnet sich dieses aber meistens aufgrund der niedrigen Kommissionen über einen Monat.

 

Erfahrungen: Bekannte Probleme aus dem Web

  • Im Netz wird vor allem bemängelt, dass es sich bei BANX Broker um ein noch junges Unternehmen handelt. Da BANX aber die Systeme von Interactive Brokers nutzt, muss man sich bezüglich der Ausführungen eher wenig Gedanken machen. Die Gelder werden bei BANX Broker in die Hände einer der größten Banken der Welt zur Verwahrung gegeben (aktuell CITI !!! ). Dementsprechend handelt es sich auch hier um altbewährte Strukturen.

 

 

by Nov 28, 2016 5 Kommentare
Die Renditelüge der Fonds

Die Renditelüge der Fonds

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Immer wieder greifen Anleger und Sparer auf Fonds bzw. Investmentfonds (beide Begriffe meinen dasselbe) zurück. Die Freude ist dann meistens am Ende des Jahres groß, wenn Ihnen Ihr Bank- oder Vermögensberater voller Stolz berichtet: „Ihr Fonds hat im vergangen Jahr eine Rendite von 7 Prozent erzielt“. Bedeutet das aber, dass aus Ihren 1000 EUR Startkapital jetzt 1070 EUR wurden?

Gesprächsprotokoll zwischen einem Vermögensberater und einem Kunden. Die Zahlen beruhen auf wahrer Begebenheit.

Fondsrendite die Lüge

Wenn Vermögensberater über Fondsrendite sprechen.

Gesprächsprotokoll: Vermögensberater vs. Kunden

Berater: Sie haben in Ihrem Fondssparplan jetzt 2.483 EUR und somit eine Rendite von 8,35%.

Kunde: Das klingt doch super. Wie lange läuft der Sparplan jetzt schon genau?

Berater: Seit 27 Monaten sparen Sie jetzt schon fleißig.

Kunde: Okay, wenn ich jetzt seit 27 Monaten 100 EUR spare, dann sollte ich doch schon mehr als 2.700 EUR in meinem Fondssparplan haben?

Berater: Gerade am Anfang sind die Gebühren bei einem Sparplan etwas höher. Von den 2.700 EUR wurden für 2.291,67 EUR Fondsanteile gekauft und der Rest waren Gebühren.

Kunde: Über 400 EUR…

Fonds – Fluch oder Segen?

Das Schöne an einem solchen Investmentfonds besteht doch in der Leichtigkeit der Geldanlage. Die 50, 100, 200 oder sogar 500 EUR werden jeden Monat einfach automatisch von dem Konto abgebucht und investiert. Weitere Vorteile von Fonds sind unter anderem, dass man sein hart erarbeitest Geld in die Hände eines vermeintlichen Profis gibt und dieser das Geld diversifiziert anlegt.

Gerade das monatliche Investieren kann aber auch schnell zu einem Nachteil werden. Der Grund hierfür ist die fehlende Übersicht. Oder haben Sie die Rendite schon einmal nachgerechnet. Jeden Monat bekommt der Fondsverwalter sein Geld, aber wieviel habe Sie nach drei Jahren eingezahlt und was ist dieses Investment heute wert.

Eingezahlte
Summe
Investierte

Summe

Vermeintliche
Rendite
Rendite
3.600,00 3.428,64 4,00 % – ­0,65 %
3.600,00 3.428,64 5,00 % + 0,36 %
3.600,00 3.428,64 6,00 % + 1,38 %

Die Tabelle zeigt drei Fondssparpläne mit unterschiedlichen Renditen. Alle Sparpläne wurden über 3 Jahr mit einem monatlichen Investmentbetrag von 100 EUR bespart. Als Ausgabeaufschlag wurden wie branchenüblich 5 Prozent angenommen und die Verwaltungsgebühren beliefen sich in den Beispielen auf 1,5%.

Diese drei Beispiele und auch die Konversation weiter oben zeigen, dass man gerade die Kosten bei Fonds und Fondssparplänen im Auge behalten muss. Nachfolgend möchte ich eine Übersicht aller Kosten darstellen, sodass Sie für Ihr nächstes Gespräch mit Ihrem Bankberater bzw. Vermögensberater gewappnet sind.

 

Welche Kosten entstehen durch Fonds?

Die Kosten eines Fonds werden in die folgenden Kategorien aufgeteilt: der Ausgabeaufschlag, die Verwaltungsgebühren, die Depotgebühren, die Performance Fee, die Transaktionskosten und die sonstigen Kosten.

 

Ausgabeaufschlag:

Die Höhe des  beim Kauf fälligen Ausgabeaufschlags hängt von der Form des Investmentfonds ab. Bei Geldmarktfonds kann er mit einem typischen Wert von  einem Prozent deutlich geringer ausfallen als beispielsweise bei Aktienfonds, bei welchen er nicht selten fünf Prozent beträgt. Bei einer monatlichen Sparrate von 100 Euro werden also beim Geldmarktfonds Anteile im Wert von 99,01 Euro erworben, wohingegen beim Aktienfonds nur Anteile für 95,24 Euro gekauft werden können (100 Euro = 101% bzw. 105%). Die Fondsanteile werden an die Fondsgesellschaft und nicht direkt am Markt verkauft. Selten wird daher zusätzlich ein Rücknahmeabschlag erhoben.

 

Verwaltungsgebühr:

In der Regel werden null bis zwei Prozent als Verwaltungsgebühr erhoben. Oftmals ist sie umso höher je geringer der Ausgabeaufschlag ist. Sie wird jährlich oder monatlich aus dem Fonds bezahlt. Liegt der Fondswert beispielsweise bei 20.000 Euro und die Gebühr 1,5%, wird ein Betrag von 300 Euro jährlich bzw. 25 Euro monatlich fällig. Das neue Fondsvermögen ist gleichzeitig auf 19.700 Euro gesunken.

 

Depotbankgebühr:

Das Vermögen des Fonds wird von der Investmentgesellschaft bei einer Depotbank hinterlegt, die für das Führen des Depots eine Gebühr erhebt. Diese wird normalerweise aus dem Fondsvermögen entrichtet.

 

Performance Fee:

Ist die Entwicklung eines  aktiv gemanagten Fonds besser als der vorher festgelegte Vergleichsindex, wird die erfolgsabhängige Performance Fee fällig. Hier einmal eine Beispielrechnung: Die Performance Fee beträgt 20%. Das Fondsvermögen liegt bei 20.000 Euro. Der Fonds hat in diesem Jahr 6%, der Vergleichsindex hat 4% erzielt. Von den zusätzlich erzielten 400 Euro (2% von 20.000 Euro) erhält die Gesellschaft 80 Euro bzw. 20%.

Der Fonds hat in diesem Jahr sechs Prozent Plus gemacht, der Vergleichsindex nur vier Prozent. Das Mehr an Rendite von zwei Prozent sind 400 Euro. Davon bekommt die Gesellschaft 20 Prozent, also 80 Euro.

Die Investmentgesellschaft partizipiert also am besseren Abschneiden im Vergleich zum gewählten Vergleichsindex, beteiligt sich aber nicht zwangsweise auch an Verlusten. Zusätzlich ist folgendes Szenario möglich: Der Vergleichsindex hat 5% an Wert verloren, der Fond hat mit -3% dennoch besser abgeschnitten. Auch in diesem Fall lässt sich die Investmentgesellschaft die bessere Performance über die Performance Fee vergüten.

 

Transaktionskosten:

Findet im Fonds eine Umschichtung statt – einige Wertpapiere werden verkauft andere dafür gekauft – müssen die Anleger Transaktionskosten bezahlen. Die Transaktionskosten sind umso höher je häufiger umgeschichtet wird – und mit ihnen schwindet die Rendite. Oftmals ist es aufgrund mangelnder Transparenz schier unmöglich die genaue Höhe der Transaktionskosten zu beziffern.

 

Sonstige Kosten

Bei der Erhebung von sonstigen Kosten ist die Fantasie der Investmentgesellschaft riesig. Rechtliche Grenzen gibt es kaum. So wird beim Kauf ein Ausgabeaufschlag und zusätzlich beim Verkauf ein Rücknahmeabschlag fällig. Verleiht der Fonds Wertpapiere und verdient dadurch Geld, wird eine zusätzliche Gebühr erhoben. So könnten wir hier noch weitere Gebühren nennen, die sich eigentlich jeder Grundlage entziehen. Um herauszufinden, welche sonstigen Gebühren anfallen, müssen die Fondsunterlagen genau geprüft werden. Beim Vergleich der anfallenden Kosten der verschiedenen Fonds kann die Total Expense Ratio (TER) bzw. die Gesamtkostenquote ausschlaggebende Informationen liefern. Auch wenn die TER für Transparenz sorgen soll, ist das nur teilweise der Fall, da nicht alle Kosten wie beispielsweise der Ausgabeaufschlag oder die Performance Fee enthalten sind.

 

Was kostet ein Fonds?

Fonds erreichen oft eine stattliche Rendite, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Jedoch sind diese Angaben mit großer Vorsicht zu genießen. Was ein Anleger unbedingt verstehen sollte, ist, dass die Fondsgesellschaft als erstes bezahlt wird. Sie nimmt sich etwas von Ihrer Zahlung und nur von einem Teil Ihrer Zahlung werden anschließend Anteile gekauft. Zusätzlich werden dann alle weiteren anfallenden Gebühren auch von noch von dem Fondsvermögen abgezogen. Um einen sehr guten Eindruck für die Kosten eines Fonds zu erhalten, hilft ein Fonds-Rechner. Einen sehr guten Rechner, den ich bei meiner Recherche für diesen Artikel gefunden, wird zum kostenlosen Download von der Verbraucherzentrale (https://www.verbraucherzentrale.de/fonds-kostenrechner) angeboten. Diesen habe ich auch für die Beispiele in der Tabelle verwendet.

 

Tricks und Kniffe der Branche

Ein weiterer Trick der Fondsgesellschaften ist die Werbung mit vergangen Renditen und „Kursgewinnen“. So werden beispielsweise viele Fonds mit einem recht kleinen Anlagevolumen risikoreich gemanagt. Sollten diese dann überdurchschnittlich gut performen, werden sie der Öffentlichkeit vorgestellt und beworben. Das mit einem 10 mal oder sogar 1.000 mal größerem Anlagevolumen dann keine außerordentlich guten Rendite erzielt werden, ist keine Überraschung. Dennoch ist die Overall Performance im Durchschnitt auch noch einige Jahre später sehr beeindruckend und das obwohl Sie schon seit einigen Jahren eine geringe Rendite erziehlen.

 

Zusammenfassung:

Fonds sind eine Möglichkeit sein Geld anzulegen, aber nicht unbedingt die Beste. Der ausschlaggebende Vorteil liegt darin, dass Ihr Geld jeden Monat vom Konto abgeht und Sie nichts weiter tun müssen. Des Weiteren brauchen Sie keinerlei Vorwissen und müssen sich auch nicht weiter mit dem Thema beschäftigen. Vielen ist die Rendite hier sogar ziemlich egal, da sonst man gar nichts gespart hätte. Getreu dem Motto: Mit vollen Händen zum Fenster raus (Was auf dem Konto ist, kann auch ausgegeben werden).

Dennoch sollte man die Kosten im Blick halten, schauen wie lange es den Fonds schon gibt und seine vermeintlichen Renditen kritisch hinterfragen.

 

Alternativen zu Fonds

Wer sich etwas mit dem eigenen Geld beschäftigen möchte und nach Alternativen sucht, der findet auf unserer ETF-Seite alles zu dem Thema und kann sich über die richtige Kombination von ETFs informieren – So schlagen Sie den Markt ohne hohe Gebühren für viele Zwischenhändler (Berater, Fondsverwalter, Bank, usw.) zu zahlen.

 

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by Nov 16, 2016 Keine Kommentare
MetaTrader Secrets – unnötigen Traffic vermeiden

MetaTrader Secrets – unnötigen Traffic vermeiden

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MetaTrader – unnötigen Traffic vermeiden

Unnötigen Traffic vermeiden: Der MetaTrader (MT) gehört mittlerweile zu den beliebtesten Handelsplattformen im Forex- und CFD-Trading. Die von MetaQuotes entwickelte Tradingsoftware ist so konzipiert, dass Beginner sofort und ohne jedes Vorwissen mit dem Handeln starten können und auch Fortgeschrittene auf ihre Kosten kommen.

In unsere Serie „MetaTrader Secrets“ schauen wir uns nützliche Einstellungen an, die nicht jedem bekannt sind, aber für alle von großem Vorteil sein könnten. Heute:

Unnötigen Traffic vermeiden:

So funktioniert es:

  1. Blenden Sie alle nicht benutzten Symbole im Marktfenster aus. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Marktübersicht und wählen „verbergen alle“.
  2. Deaktivieren Sie die Nachrichten. Dazu klicken Sie auf Extras -> Optionen -> Server -> News erlauben.

 

Sollten Sie noch weitere Ideen für Videos oder Fragen zum MetaTrader haben, kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail oder hinterlassen Sie einen Kommentar.

 

 

by Jul 25, 2016 Keine Kommentare
MetaTrader 4 vs. MT 5 – Unterschiede, Vorteile & Nachteile

MetaTrader 4 vs. MT 5 – Unterschiede, Vorteile & Nachteile

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Unterschiede zwischen dem MetaTrader4 und MetaTrader5

Aktuell wird zunehmend vom Metatrader4 (MT4) auf den Metatrader5 (MT5) umgestellt. Es gibt Gerüchte, dass der Entwickler der Software (MetaQuotes) den Support für die alte Plattform einstellt. Es gibt viele Pro- und Kontraargumente welche im Zusammenhang mit der MT5-Software genannt werden können. Doch worin unterscheiden sich die beiden Plattformen wirklich?

Gleich zu Beginn sollte erwähnt werden, dass sich die Aufmachung und die Handhabung der MetaTrader-Plattformen nur unmerklich verändert hat. Dies ermöglicht einen nahtlosen Übergang zwischen dem Metatrader4 und dem Metatrader5. Einem schnellen Start steht also nichts im Wege.

 

Zeiteinheiten im MetaTrader 5:

Während der Metatrader 4 eine recht beschränkte Auswahl an Zeiteinheiten parat hält, wartet der MT5 mit einer Vielzahl an neuen „zwischen“ Zeiteinheiten auf. Wer beispielsweise Reversals handeln möchte, der kann nun auch auf dem 2Min Chart einen Hammer bzw. Umkehrstab suchen. Anders als in MT4 muss man im MT5 weder auf dem 1Min Chart Ausschau nach einem Piercing oder Engulfing Pattern halten, noch die Kerzen selbst im Kopf zusammenzufassen.

Die Grafik zeigt auf der linken Seite 3 Kerzen im 1 Min Chart und auf der rechten Seite die selben Kerzen im 2 Min Chart. Durch die zusätzlichen Zeiteinheiten im MT5 ergeben sich ganz neue Möglichen und viel mehr Ein- und Ausstiegssignale.

Die Grafik zeigt auf der linken Seite 3 Kerzen im 1 Min Chart und auf der rechten Seite die selben Kerzen im 2 Min Chart. Durch die zusätzlichen Zeiteinheiten im MT5 ergeben sich ganz neue Möglichen und viel mehr Ein- und Ausstiegssignale.

Durch die neuen mitgelieferten Zeiteinheiten wird auch das Erstellen von automatischen Handelssystemen mit Hilfe der Sprache MQL5 erleichtert, da diese noch intuitiver als MQL4 ist. Ohne die Zeiteinheiten selbst errechnen zu müssen, können durch die Kombination von Time Frames eine große Palette an Einstiegen erkannt werden.

Die Zeiteinheiten können durch einen Rechtsklick auf den Chart, unter dem Unterpunkt „Periodizität“ eingestellt werden. Dabei finden sich die neuen Zeiteinheiten unter dem Punkt „Minuten – & Stunden“.
Die Zeiteinheiten des MT4 sind: 1Min – 5Min – 15Min – 30Min – 1Stunde – 4Stunden- 1Tag – 1Woche – 1Monat.

Der MT5 liefert zudem: 2Min – 3Min – 4Min – 6Min – 10Min -12Min – 20Min – 2Stunden – 3Stunden – 6Stunden – 8Stunden – 12Stunden.

 

Markttiefe im MetaTrader5 – Das Orderbuch

Der MT5 bietet im CFD und Forex Bereich ein neues Feature – den Einblick in das Orderbuch. Das Orderbuch kann für den aktuell aktiven Chart über: Chartfunktionen – Markttiefe oder durch die Tastenkombination ALT+B geöffnet werden.

Das Orderbuch zeigt an, wo aktuell welche Limit Orders auf ihre Ausführung warten. Dies bietet einen vollkommen neuen Blick auf den Markt. Wer lernt, das Orderbuch sauber und schnell zu lesen, gewinnt durch das Wissen über die aktuelle Orderbuchsituation einen Überblick über die Markterwartungen der anderen Marktteilnehmer. Man kann die Limits anderer Händler nutzen, um seine eigenen Trades effizienter zu platzieren oder potenzielle Stop-Levels für ein bestimmtes Volumen erkennen. Dies vermeidet Slippage oder kann durch das Kaufen oder Verkaufen zu Bid bzw. Ask sogar einen Handel ohne Spread ermöglichen.

Durch einen Blick ins Orderbuch lassen sich Bereiche erkennen, in denen Bewegungen aufgrund von großen Käufern oder Verkäufern erwartbar sind. Ein Orderbuch zu lesen, bedarf viel Übung, da permanent neue Trades eingestellt oder gestrichen werden. Gerade im Futures Markt ist es sehr dynamisch, weil auch Algorithmen auf dieser sehr feinen Betrachtungsweise des Marktes ihr Spiel spielen. Nach erfolgreicher Einarbeitung erhält man für den Intraday-Handel aber ein starkes Tool, das einem den entscheidenden Informationsvorsprung gegenüber anderen Händlern liefern kann.

Markttiefe im MetaTrader5

Das Orderbuch zeigt sowohl einen Tick Chart für den Bid- und Ask Preis, als auch die tabellarische Ansicht über die Limits, welche im Markt liegen. Im oberen Bereich werden die aktuellen Verkaufsorders angezeigt, im unteren (blau hinterlegten( Bereich sind die Kauflimits eingetragen. In der aktuellen Darstellung werden die Limitierungen in Lot-Größen angezeigt. Man kann sie sich aber auch als Beträge anzeigen lassen. Die grünen Säulen unterhalb des Linien Tick-Chartes zeigen an, wo welches Volumen umgesetzt wurde. Über die Tabellenansicht rechts lassen sich außerdem Orders direkt auf bestimmte Preise aufgeben. Dazu muss man lediglich über die Pfeilbuttons eine Order einstellen oder das eingestellt Volumen über die one-klick Buttons unten rechts handeln.

 

Die Echtzeit-Historie im MT5

Im Metatrader4 musste man die eingegangenen Trades aus der Historie auf den Chart ziehen, um Einstiege und Ausstiege sowie Limits, wie Take-Profit oder Stop-Loss von vergangenen Transaktionen auf einem Markt im Chart zu sehen. Dieser Prozess lässt sich im MT5 automatisch aktivieren.

Der MT5 zeichnet dann für alle Transaktionen die Einstiege sowie zugehörige Limit oder Stop-Orders in den Markt ein und markiert beim Schließen der Position entsprechend den Zeitpunkt, an dem die Position geschlossen wurde. Die beiden Punkte werden anschließend vom Metatrader mit einer Linie verbunden, sodass der Zeitraum des Trades gut erkennbar ist. Es ist daher sofort ersichtlich, ob ein Trade einen Gewinn oder Verlust gebracht hat. Dieses Feature hilft beim disziplinierten Trading, da alle Trades in der Chart-Oberfläche grafisch ersichtlich sind. Fehler werden so im Zweifel schneller erkannt und nicht einfach verdrängt.

Tradingtagebuch im MetaTrader5

Solche Grafiken sind auch eine guter Zusatz für jedes Tradingtagebuch.
Die Funktion lässt sich ganz einfach unter Extras – Optionen – Einstellungen – Handel – Echtzeithistorie – durch ein Setzen des Hackens ein- und ausschalten.

 

EAs und Scripts im MetaTrader.

Wie bereits angesprochen, ändert sich die Sprache, mit welcher der Metatrader programmiert werden kann. Statt der alten Sprache MQL4 kommt nun MQL5 zum Einsatz. MQL5 ist an die weit verbreitete Programmiersprache C++ angelehnt und bietet. Durch viele bereitgestellte Objekte und Funktionen können automatisierte Handelsprogramme und handelsunterstützende Scripts leicht erstellt werden.
Anders als noch im Metatrader4 ist der Shop, in welchem Scripts und EAs erworben werden können, direkt im MT5 integriert. Dies erleichtert sowohl das Auffinden solcher Programme als auch den Kauf und die Einbindung. Finden lassen sich die Programme direkt nach dem Starten des Metatrader5 im Terminal (öffnen und schließen des Terminal mithilfe von STRG+T) im Unterpunkt „Market“.

Leider sind MQL4 und MQL5 nicht kompatibel!!!

 

Objekte und Indikatoren im MetaTrader 5

Während der MT4 mit 30 vorinstallierten Indikatoren und 33 analytischen Objekten geliefert wird, wartet der Metatrader5 mit sage und schreibe 38 Indikatoren, 22 analytischen Objekten und 46 grafischen Objekten auf. Der Facettenreichtum und die Möglichkeiten eine Analyse zu erstellen sind also mit der neuen Software gewachsen. Die Indikatoren lassen sich über: – Chartfunktionen – Indikatoren oder aber die Tastenkombination STRG+I bearbeiten.

 

Ordertypen im MetaTrader

Der Metatrader5 bringt auch hinsichtlich der Ordertypen Neues mit sich. Die Art der Orderplatzierung kann sich durchaus im Kontostand bemerkbar machen. Während der MT4 mit den bekannten Orderarten Market, Buy-Limit, Sell-Limit, Buy-Stop und Sell-Stop eine bereits akzeptable Bandbreite liefert, punktet der MT5 mit den zusätzlichen Optionen Sell-Stop-Limit und Buy-Stop-Limit. Gleichzeitig ist auch weiterhin die Gültigkeit einer Order einstellbar. Man kann nach dem Platzieren einer Order weiterhin guten Gewissens den Computer verlassen und weiß genau, wann und wie welche Orders aktiv sind. Dadurch kommt man genau zu den Preisen und Zeiten in bzw. aus dem Markt, zu denen man dies auch möchte.

 

Hedgen im MetaTrader5

Das Hedging ist einer der Gründe, warum viele bis heute nicht auf den Metatrader5 umgestiegen sind. Der MT5 fasst anders als der MT4 alle offenen Positionen zusammen, errechnet deren Durchschnittspreis und stellt so alle Positionen als ein Aggregat dar.
Wenn sowohl Kauf- als auch Verkaufs Orders gleichzeitig eröffnet werden sollen, lässt der MT5 dies standardmäßig nicht zu.
Nehmen wir an, ich hätte eine Kaufposition von einem Lot offen. Ich wäre also Long EUR/USD 100.000. Würde ich nun meine Position zu 50% absichern, so wäre dies im MT4 einfach durch das Eröffnen einer 0.5Lot Sell Position möglich. Ich wäre dann zu diesem Zeitpunkt Long 100.000 und Short 50.000. Der Vorteil ist, dass ich meine volle Position zu einem aus meiner Sicht optimalen Stop-Level im Markt behalten und doch gleichzeitig eine Absicherung aufbauen kann. Der Metatrader5 würde nun aber meine Long Position um 50.000 verringern. Er würde also eine Teilschließung vornehmen, statt einen Hedge zu eröffnen.

Für das Hedgen im MT5 bieten aber schon jetzt einige Broker eine Alternative. So kann der Kunde zwischen verschiedenen MT5 Kontomodellen wählen (Netting oder Hedging). Entsprechend sind dann auch hier die Unterscheide hinfällig. Es erwächst sogar der Vorteil, dass Teilschließungen durch das einfache Eröffnen einer Gegenposition möglich sind und dies durch das One-Click-Trading blitzschnell umsetzbar ist. Es kann also gewählt werden, ob das Netting der Position gewünscht ist oder ob ein Hedge eröffnet werden soll. Ein Broker, der diese Funktion schon jetzt anbietet, ist RoboForex – dieses ist keine Werbung sondern nur ein Beispiel.

 

Die Vorteile vom MetaTrader 5

Features Metatrader.5 Metatrader.4
1 Anzahl Orderarten 6 4
2 Markttiefe / Orderbuch Ja Nein
3 Anzahl Indikatoren 38 30
4 Anzahl der grafischen Objekte 44 31
5 Zeiteinheiten 21 9
6 STRATEGIE TESTER Multithreading + Mehrere
Waehrungen + Echte Ticks
Single-Threading
7 NETTING Ja Nein
8 HEDGING Ja Ja
9 Volumensdaten der Boerse Ja Nein
10 News Ja Nein
11 E-Mail Anhaenge Ja Nein
12 Ueberweisungen zwischen Handelskonten Ja Nein
13 MQL5 Chat in Handelsplattform Ja Nein

Für weitere Informationen rund um den Metatrader5 und MT4 abonniert unseren Youtube-Kanal. Mehr Infos zu Insidetrading und dem Thema Investieren, Trading und Business findet ihr zukünftig auch in unserem Newsletter.

InsideTrading

by Jul 15, 2016 1 Kommentar
Das  ETF 1×1 – Vorteile, Nachteile, Gebühren, Steuern & eine Kaufanleitung

Das ETF 1×1 – Vorteile, Nachteile, Gebühren, Steuern & eine Kaufanleitung

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ETFs – Vorteile, Nachteile, Gebühren, Steuern & eine Kaufanleitung

ETF – Der Inbegriff der jüngsten Finanzgeschichte. Kaum eine Abkürzung fällt an Aktienstammtischen häufiger. Ob Profis, Fortgeschrittene, Anfänger oder Warren Buffett selbst – es scheint, als hätte jeder schon einmal ETFs empfohlen oder einen empfohlen bekommen. Auch wir haben uns dem Thema schon mehrfach angenommen und kamen zu interessanten Ergebnissen, mithilfe derer wir den Vermögensaufbau mit ETF-Sparplänen erleichtern wollen – Cost Average 2.0 & Cost Average 3.0.

Was ist ein ETF?

ETF ist die Abkürzung für Exchange Traded Fund. Exchange Traded Funds sind Investmentfunds, die direkt über die Börse am Sekundärmarkt gekauft und verkauft werden können. Ursprünglich beschreibt ein Investmentfund einen Zusammenschluss von mehreren Investoren. Die Vorteile liegen darin, dass eine Gruppe von Investoren in eine Vielfalt von Märkten investieren kann, um das Risiko für den Einzelnen zu minimieren.

Ein ETF kann sowohl aktiv als auch passiv gemanagt sein. Der aktiv gemanagte Fund wird von einem Fondsmanager verwaltet, der den Markt schlagen will. Ein passiv gemanagter Fond bildet hingegen die Wertentwicklung eines Index ab.

Passiv gemanagt: Ziel ist die Abbildung des Vergleichsindex.

Aktiv gemanagt: Ziel ist es, den Vergleichsindex zu schlagen.

Die Großzahl der ETFs sind passiv verwaltete Indexfonds.

Wie funktioniert ein ETF?

ETF-Anteile gelten als anteiliger Besitz am Sondervermögen und werden getrennt vom Vermögen der emittierenden Investmentgesellschaft geführt. Das bedeutet, die Gelder sind auch im Insolvenzfall der Investmentgesellschaft geschützt. Weder die Investmentgesellschaft selbst noch die Gläubiger der Investmentfirma haben ein Anrecht auf das Sondervermögen.

Wie anfänglich schon erwähnt sind EFTs meist passiv gemanagt. Der Fondsmanager entscheidet also nicht, in welche Märkte investiert wird. Er bildet die Werteentwicklung eines Finanzindexes nach.

Welche Vorteile und Nachteile haben ETFs

  • Sie können einen ganzen Markt, einen Index oder eine Branche mit nur einem ETF-Anteil erwerben. Dieses wäre über eine Direktanlage sehr schwierig und teuer.
  • Die Handelbarkeit eines ETFs ist im Gegensatz zu einem traditionellen Fonds viel einfacher und geben Ihnen viel mehr Möglichkeiten. ETFs bieten an vielen Börsenplätzen die gleichen Handelsmöglichkeiten wie einzelne Aktien. Das ermöglicht auch Limit-Orders, GTC-Orders und Leerverkäufe (Orderarten).
  • Ein Market Maker sorgt durch Käufe und Verkäufe für eine hohe Liquidität.
  • Eine Outperformance des Marktes ist mit einem ETF nicht gewollt. Dieses kann nur mit einem aktiv gemanagten Fond erreicht werden.
  • Durch einen ETF ist es nur selten möglich einen Index oder Markt zu 100% abzubilden. Die Gründe hierfür finden Sie weiter unten.
  • ETFs unterliegen dem allgemeinen Marktrisiko.

 

Wie wird der Preis von ETFs gebildet?

Angebot und Nachfrage bestimmen über den Preis eines ETFs. Aus Gründen der Arbitrage ist dieser sehr nahe am Nettoinventarwert des Sondervermögens. Der Nettoinventarwert beschreibt den aktuellen Marktwert, Wiederbeschaffungswert beziehungsweise Liquidationswert des ETFs. Ein indikativer Nettoinventarwert wird vom Emittenten fortlaufend während des Handelstages veröffentlicht.

Die Liquidität von ETFs wird durch Market Maker gewährleistet. Im Gegensatz zu nicht börsengehandelten Fondsanteile, die nur über die Fondsgesellschaft erworben werden können, stellen Market Maker laufend Ankaufs- und Verkaufskurse für ETFs. So können bei den liquideren ETFs an einigen Handelsplätzen neben Bestens- und Limit-Aufträgen auch Stopp-Orders platziert werden.

Was kosten ETFs?

Der große Vorteil von ETFs sind die geringen Kosten. Aber was bezahlt man für einen ETF wirklich? Bei ETFs werden eigentlich nur zwei Kostenarten unterschieden. Das sind zum einen die Gesamtkostenquote (TER) und zum anderen die Transaktionskosten (inklusive der Orderprovision, Maklercourtage, dem Abwicklungsentgelt und der Geld-Brief-Spanne). Ein Ausgabeaufschlag fällt bei Exchange Traded Funds im Gegensatz zu herkömmlichen Fonds nicht an. Der Grundliegt darin, dass diese über die Börse gekauft werden und nicht über den Emittenten.

Was ist die Gesamtkostenquote / das Total Expense Ratio?

Das Total Expense Ratio (TER) gibt Auskunft über die jährlichen Kosten eines Investmentfonds. Diese werden vom Emittenten jährlich für die Nachbildung des Indexes dem Sondervermögen entnommen. Im deutschsprachigen Raum ist auch immer öfter die Rede von der Gesamtkostenquote. Beide Begriffe haben dieselbe Bedeutung. Das TER beinhaltet die Verwaltungsgebühren, die auf der Seite des Fonds anfallen. Hierzu gehören die Kosten für die Fondsgeschäftsführung, das Portfoliomanagement, die Wirtschaftsprüfer, die Betriebskosten, die Depotbankgebühren, Marketingkosten und viele weitere. Der §41 des Deutschen Investmentgesetzes schreibt seit dem Jahre 2004 vor, dass jede Investmentgesellschaft, die ihre EFTs in Deutschland vertreiben möchte, die Gesamtkostenquote (TER) in Prozent zu veröffentlichen hat.

Die Transaktionskosten oder auch externen Kosten

Diese Kosten haben nichts mit dem ETF-Anbieter zu tun. Die Bank- oder auch Ordergebühren erfahren Sie bei Ihrer Depotbank oder Online-Bank. Die Abweichungen können hier relativ groß sein. Sie sollten daher verschiedene Anbieter miteinander vergleichen. Des Weiteren ist es ratsam vor dem Handel einen Blick auf die unterschiedlichen Handelsplätze zu werfen. Der Unterschied zwischen der Geld-Briefspanne (Spread) als der Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufskurs kann an den verschiedenen Handelsplätzen voneinander abweichen. Transaktionskosten können im Rahmen eines Ansparprogrammes vermieden werden. Anbieter sind unter anderem das comdirect Depot.

Was kosten EFTs wirklich? – Total Cost of Ownership

Wie anfänglich schon erwähnt, „werden eigentlich nur zwei Kostenarten unterschieden“. Aber das ist nicht die ganze Wahrheit.

ETF – Total Cost of OwnershipEs entstehen bei einem ETF auch immer noch interne Kosten oder besser gesagt Differenzen, die im TER nicht enthalten sind. Dazu zählen beispielsweise die Kosten für interne Transaktionen, Steuern oder auch Erträge, die durch das Verleihen von Wertpapierleihe erwirtschaftet werden. Transaktionskosten und Steuern fallen an, wenn der Emittent Aktien kaufen oder verkaufen muss. Gründe dafür können sein, dass sich die Zusammensetzung oder Gewichtung im Index verändert hat. Sind die ETFs hingegen synthetisch nachgebildet (mehr dazu später), fallen Swap-Gebühren an. Diese hier aufgezählten Gebühren und Erträge sind nicht ETF-spezifisch. Sie sollten bei allen Arten von Investmentfonds zusätzlich zur Gesamtkostenquote betrachtet werden.

Jetzt fragen Sie sich natürlich, wo finde ich eine Auskunft über die zusätzlichen Kosten? Diese versteckten Kosten finden Sie nicht auf der Webseite des Anbieters.

Die Tracking-Differenz ist der Schlüssel zur ETF-Transparenz

Diese versteckten Kosten befinden sich in der Tracking-Differenz (Tracking Unterschied). Die Tracking-Differenz betrachtet die Rendite des ETFs und dem zugrundeliegenden Index. Die Formel für die Berechnung ist also: Tracking Differenz = ETF-Rendite minus Index-Rendite. 

ETF – Tracking Unterschied

Hierzu ein kleines Beispiel: Ist die Rendite des Dax 13 Prozent und der DAX-ETF hat nur eine Rendite von 11,7 Prozent erzielt, dann ist der Tracking Unterschied -1,3 Prozentpunkte.

So lassen sich mit der Tracking Differenz die Gesamtkosten für den Besitz (Total Cost of Ownership) des ETFs ableiten – jedoch nur für vergangene Zeiträume. Der Tracking Unterschied kann als Indikator für die kommenden Jahre verwendet werden, aber ist keine 100%ig zuverlässige Größe.

Die Tracking Differenz kann unter Umständen auch mal positiv für einen Betrachtungszeitraum ausfallen. Dazu kommt es, wenn die zusätzlichen Einnahmen größer sind als die Ausgaben. Gründe sind in zusätzlichen Erträgen durch Wertpapierleihe, geringere Steuerausgaben und Abweichungen der ETF-Zusammensetzung zu sehen.

Wie berechne ich die Tracking Differenz?

Für möglichst genaue Informationen ist es erforderlich, die Renditen des Basis-Index zu suchen und diese mit den Renditen des ETFs zu vergleichen. Das können Sie natürlich auch mit mehreren EFTs machen, um den Besten zu finden. Alternativ haben Sie die Möglichkeit, einen Chartvergleich vorzunehmen. Dazu ziehen Sie die Kursentwicklung des Basisindex und die der verschieden ETFs in den Chart.

Für beide Ansätze gilt, dass der ETF mit der höchsten Rendite in der Regel die geringsten Gesamtkosten hat. Hier ist es von Vorteil verschieden lange Zeiträume zu betrachten. In Zukunft werden wir eine kostenfreie EFT-Suchmaschine anbieten. Abonnieren Sie unseren Newsletter, um die Einführung nicht zu verpassen.

Woraus besteht ein ETF – Physischer ETF vs. Synthetischer ETF

Es gibt zwei unterschiedliche Ansätze zur Nachbildung eines ETFs.

ETF – Unterschied Physischer und Synthetischer ETF 

Physische Replikation – Vollständige Nachbildung des Index

Die physische Nachbildung (direkte Replikation) bildet den zugrundeliegenden Index 1 zu 1 nach. Das bedeutet, dass der Indexanbieter alle im Index enthaltenden Aktien direkt kauft. Bei einem DAX-ETF investiert der Emittent in die 30 im Index enthaltenden Unternehmen und gewichtet diese entsprechend der Vorgaben der deutschen Börse.

Die physische Replikation ist für Indizes wie zum Beispiel dem DAX, der aus nur 30 Unternehmen besteht, kein Problem. Besteht ein Index aber aus 500 oder sogar 1600 Unternehmen, wie es bei dem S&P500 oder dem MSCI World der Fall ist, dann stößt diese Art der Nachbildung an ihre Grenzen. Diese großen Indizes werden häufig mit der Sampling- Methode nachgebildet.

Das Sampling eines ETFs

Die Sampling-Methode kauft nicht alle im Index enthaltenden Aktien und hält diese physisch im Depot. Bei dieser Methode werden nur die wichtigsten, einflussreichsten und liquidesten Unternehmen gekauft.

Vorteile und Nachteile der Sampling-Methode

Der Vorteil der Sampling-Methode gegenüber der physischen Replikation liegt in den geringeren Kosten. Die Verwaltungs- und Transaktionsgebühren können vor allem bei Indizes mit vielen Titeln sehr stark reduziert werden.

Ein Nachteil ist, dass es durch die näherungsweise Nachbildung zu Abweichungen in der Performance kommen kann. Gemeint sind damit die Abweichungen zwischen dem Index und dem ETF. Die Abbildungsgenauigkeit wird mit dem Tracking Error gemessen. Dazu mehr im Verlauf des Artikels.

Synthetische Replikation von ETFs

Die synthetische Replikation (indirekte Nachbildung) ist eine Art Tauschgeschäft (Swap-Geschäft) zwischen dem EFT-Anbieter und einem Finanzinstitut. Ein synthetisch replizierter ETF besteht aus einem Sicherheits-Portfolio und den Swap-Erträgen (siehe Bild oben). Bei der indirekten Nachbildung geht der ETF-Anbieter ein Swap-Geschäft mit einem Finanzinstitut ein. Bei diesem Swap-Geschäft bekommt der ETF-Emittent die Indexrendite inklusive aller Dividendenzahlungen. Im Gegenzug erhält das Finanzinstitut eine Swap-Gebühr und die Rendite aus den Wertpapieren im Sicherheits-Portfolio.

Die im Sicherheits-Portfolio enthaltenen Wertpapiere dienen der Sicherheit für das Swap-Geschäft. Die dort enthaltenen Aktien müssen nichts mit dem nachgebildeten Index zu tun haben. So können in dem Sicherheits-Portfolio von einem S&P500-EFT auch nur europäische Aktien enthalten sein.

Vorteile und Nachteile von Synthetischen ETFs (Swap-ETFs)

Vor allem bei Indizes mit einer großen Anzahl von Aktien und in illiquiden Märkten können synthetische Nachbildungen von Vorteil sein. Zudem ist eine physische Replikation sehr schwierig, wenn Handelsrestrektionen, Eigentumsbeschränkungen oder verschiedene Zeitzonen ins Spiel kommen. Des Weiteren ist eine Investition über ETFs in den Rohstoffmarkt oder Geldmarkt ohne einen „Swap-ETF“ nicht denkbar. In einigen Fällen werden auch steuerliche Vorteile genannt, wenn es um die Vorteile einer indirekten Nachbildung geht.

Der Tracking Error, der die Schwankungen der täglichen Abweichungen zwischen dem ETF und dem Index misst, kann durch die synthetische Nachbildung reduziert werden. Da die Swap-Kosten aber nicht in der Gesamtkostenquote (TER) enthalten ist, sollten Sie auch immer einen Blick auf die Tracking Differenz werfen. Vor allem bei den synthetischen ETFs ist die Betrachtung des Tracking Unterschieds unumgänglich.

Ein häufig genannter Nachteil ist das Kontrahenten-Risiko. Das Kontrahenten-Risiko aus einem Swap ist aber per Gesetz auf maximal 10 Prozent des Fondsvermögens begrenzt. Durch die Sicherheitsmaßnahmen vieler ETF-Anbieter ist das Risiko in der Realität um einiges geringer. Die hohe Transparenz der meisten ETF-Anbieter ermöglicht es Ihnen, auf der Webseite des Emittenten sogar die Zusammensetzung des Sicherheits-Portfolios und die Höhe des Kontrahenten-Risikos einzusehen – oft sogar mit einem täglichen Update.

Wie werden neue ETF-Anteile geschaffen

Die Schaffung neuer ETF-Anteile erfolgt über den Creation-Prozess. Bei einem solchen Prozess werden in der Regel Blöcke von 50.000 Anteilen erstellt. Die Investmentgesellschaft erhält für den Creation-Prozess Barmittel oder einen Wertpapierkorb von dem Market Maker. Der Wert entspricht dem zu erstellenden ETF-Anteil. Die neu geschaffenen Anteile werden dann von dem Market Maker über die Börse veräußert.

Der Wertpapierkorb entspricht hierbei im Idealfall der Zusammensetzung des ETFs. Bildet der ETF beispielsweise den Dax ab, dann bekommt die Investmentgesellschaft die Aktien der DAX-Unternehmen in der richtigen Indexgewichtung. Erfolgt der Creation-Prozess über einen Wertpapierkorb in der richtigen Indexgewichtung, dann wird das als „creation in kind“ bezeichnet. Erhält die Investmentgesellschaft hingegen Barmittel, dann redet man von einer „cash creation“.

Wie werden ETF-Anteile vom Markt genommen?

Der Market Maker kann auch ETF-Anteile an die Investmentgesellschaft zurückgeben. Dieses geschieht, wenn Market Maker eine gewisse Anzahl an Anteilen am Sekundärmarkt zurückkauft. Im Gegenzug erhält der Market Maker von dem Emittenten Barmittel oder einen Wertpapierkorb. Dieser wird als Redemption-Prozess bezeichnet.

Als institutioneller Investor, der große Volumina kaufen oder verkaufen möchte, können Sie dieses auch außerbörslich direkt über den Emittenten machen. Auch dies erfolgt über den Creation- bzw. Redemption-Prozess. Liefert oder erhält der Investor beim Kauf bzw. Verkauf einen Wertpapierkorb, kann dies für ihn steuerliche Vorteile haben.

 

Steuern und ETFs – Was muss man wissen?

Im Zusammenhang mit ETFs ist in den Foren immer die Rede von „steuereinfachen ETFs“. Was ist das aber eigentlich? Beim Investieren in Finanzanlagen, egal mit welchen Produkten, müssen Gewinne bzw. Erträge versteuert werden. Die Art der Besteuerung bei ETFS ist von der Fondsstruktur, dem Fondsdomizil und der Ertragsverwendung abhängig.

Die nachfolgenden Hinweise stellen keine steuerliche Beratung dar. Sie sind nur allgemeiner Natur. Zudem sollten Sie immer beachten, dass sich die gesetzliche Grundlage jederzeit ändern kann. In aktuellen steuerlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.

Die geliebte Abgeltungssteuer, der Solidaritätszuschlag und eventuell auch die Kirchensteuer sind für Verkaufserlöse und für laufende Erträge zu entrichten. Als laufende Erträge gelten Dividendenzahlungen und Zinsen, die innerhalb des ETFs entstehen. Die eben genannte Besteuerung gilt für ETFs, die nach dem 01.01.2009 gekauft wurden.

Was beutet „steuereinfach“?

ETFs werden als steuereinfach beschrieben, wenn keine Gefahr einer Doppelbesteuerung besteht. Eine Doppelbesteuerung droht bei ausländisch thesaurierenden ETFs.

An diesem Punkt sollten wir kurz ausschüttende ETFs und thesaurierende ETFs unterscheiden. Ausschüttende ETFs werden als steuereinfach betrachtet und thesaurierende nicht. Bei thesaurierenden ETFs bleiben die laufenden Dividenden und Zinserträge im Fond und werden nicht ausgeschüttet. Die laufenden Erträge werden also sofort wieder reinvestiert. Die reinvestierten Gelder gelten am Geschäftsjahresende des Fonds als „Ausschüttungsgleiche Erträge aus Kapitalvermögen“ und müssen vom Anleger versteuert werden, auch wenn der Anleger keine Zahlungen erhalten hat.

Der Mehraufwand bei einem ausländisch thesaurierenden ETF besteht darin, dass Sie als Anleger die Erträge selbst in die Anlage KAP der jährlichen Steuererklärung einbringen müssen. Im Gegensatz dazu führt ein Fond mit deutschem Fondsdomizil die Steuern automatisch ab.

Zurück zum eigentlichen Thema – der Doppelbesteuerung. Bei ausländisch thesaurierenden ETFs kommt es zu einer Doppelbesteuerung, wenn Sie den ETF verkaufen. Ungeachtet der Tatsache, dass Sie die Thesaurierungsbeträge der vergangenen Jahre fleißig versteuert haben, müssen Sie die gesamten Verkaufserlöse versteuern. Die am Ende doppelt gezahlten Steuern kann der Anleger sich über die Steuererklärung zurückholen. Damit ist die Steuerbelastung ungeachtet des Fondsdomizils gleich. Der Aufwand ist nur um einiges größer und daher gelten ausländisch thesaurierende ETF nicht als steuereinfach!

Das ETF Fondsdomizil entscheidet

„Ich investiere nur in Fonds, deren ISINs / Wertpapierkennnummer mit „DE“ anfangen und daher bin ich auf der sicheren Seite“. Diesen Tipp findet man in vielen Foren und Chats. Das Fondsdomizil eines Fonds, dessen Wertpapierkennnummer mit „DE“ startet, muss nicht zwangsläufig in Deutschland sein. Hier gibt es Ausnahmen und daher sollten Sie das Fondsdomizil immer überprüfen.

Steuerlast für synthetisch replizierte ETFs

Sie müssen ausländisch thesaurierende ETFs nicht grundsätzlich meiden! Bildet ein ausländischer thesaurierender ETF einen Index beispielsweise synthetisch nach (swapbasierte ETF), dann entstehen keine ausschüttungsgleichen Erträge. Die Erträge aus Termingeschäften werden erst beim Verkauf des ETFs besteuerungspflichtig. Bei synthetisch replizierten ausländisch thesaurierenden ETF besteht die Gefahr der Doppelbesteuerung also nicht.

Auskunft über die erzielten Erträge eines jeden ETFs erhält man in den Besteuerungsgrundlagen des Bundesanzeigers. Alle „steuereinfach“ ausschüttenden ausländischen ETF sollten hier auch auf Thesaurierungen geprüft werden.

Hinweis: Ihre depotführende Bank sollte Sie auch immer über Erträge und Thesaurierungen Ihrer ETFs informieren. Diese Informationen erhalten Sie in einer jährlichen Steuerbescheinigung Ihrer Bank.

 

Wer legt ETFs auf?

Passiv gemanagte Index-ETFs werden durch zahlreiche Emittenten aufgelegt. Zu den derzeit bekanntesten Emittenten zählen: AXA Funds Management, Barclays Global Investors Limited (iShares), ComStage, Credit Suisse Asset Management Funds, Zurich, db x-trackers, ETFlab Investment, Gesticon FCP, Lyxor International Asset Management, Market Access SICAV, Power Shares, Societe Generale, SPDR Europe plc., street Tracks ETFs SICAV, UBS ERF SICAV und XMITCH Management Company.

Wie kaufe ich meinen ersten ETF?

  1. Eröffnen Sie Depot bei einem Online Broker oder einer Depotbank
  2. Suchen Sie sich einen Markt, Index oder eine Branche aus, in die Sie investieren möchten. Beliebt sind hier der MSCI World, der S&P500, der DAX und andere bekannte Märkte.
  3. Kaufen und verkaufen Sie diesen ETF ein paar Mal in einem Demokonto bei dem Online Broker oder der Depotbank Ihrer Wahl. Ein kostenfreies Demokonto bietet derzeit fast jeder Anbieter an. Diese ersten Transaktionen werden Ihnen helfen, den Prozess zu verinnerlichen. Sollten währenddessen aufkommen Fragen, kontaktieren Sie Ihren Kundenberater und klären Sie alle offenen Punkte vollständig.
  4. Gehen Sie shoppen und werden Sie mit einem Kauf eines ETFs zu einem echten Investor!

by Jul 02, 2016 Keine Kommentare
MetaTrader Secrets – Den MACD anpassen und eine 2. Linie einfügen

MetaTrader Secrets – Den MACD anpassen und eine 2. Linie einfügen

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MetaTrader – Den MACD anpassen, eine 2. Linie einfügen

Der MetaTrader (MT) gehört mittlerweile zu den beliebtesten Handelsplattformen im Forex- und CFD-Trading. Die von MetaQuotes entwickelte Tradingsoftware ist so konzipiert, dass Beginner sofort und ohne jedes Vorwissen mit dem Handeln starten können und auch Fortgeschrittene auf ihre Kosten kommen.

In unsere Serie „MetaTrader Secrets“ schauen wir uns nützliche Einstellungen an, die nicht jedem bekannt sind, aber für alle von großem Vorteil sein könnten. Heute:

Den MACD anpassen und eine 2. Linie einfügen:

So funktioniert es:

  1. Klicken Sie im MetaTrader auf Datei -> Dateiordner öffnen –> MQL4 -> Indicators.
  2. Suchen Sie anschließend nach der Datei „MACD.mq4“ und klicken Sie doppelt auf diese, woraufhin sich der MetaEditor öffnet.
  3. Hier verändern Sie in Zeile 36 „DRAW_HISTOGRAM“ zu „DRAW_LINE“.
  4. Dann klicken Sie auf die Diskette in der Menüleiste, um die Änderungen zu speichern.
  5. Mit dem grünen „Play-Button“ in der Menüleiste können Sie die Änderung ausführen.

 

MetaTrader4 MACD anpassen

Sollten Sie noch weitere Ideen für Videos oder Fragen zum MetaTrader haben, kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail oder hinterlassen Sie einen Kommentar.

 

PS: sollten die Dateien in dem MetaTrader nicht finden, dann können Sie diese hier herunterladen. MACD
Diese Dateien einfach entpacken und in den Order einfügen: Datei -> Dateiordner öffnen –> MQL4 -> Indicators

 

by Jun 17, 2016 Keine Kommentare
MetaTrader Secrets – Ein Investorpasswort festlegen/ ändern.

MetaTrader Secrets – Ein Investorpasswort festlegen/ ändern.

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MetaTrader – Ein Investorpasswort festlegen/ ändern.

Der MetaTrader (MT) gehört mittlerweile zu den beliebtesten Handelsplattformen im Forex- und CFD-Trading. Die von MetaQuotes entwickelte Tradingsoftware ist so konzipiert, dass Beginner sofort und ohne jedes Vorwissen mit dem Handeln starten können und auch Fortgeschrittene auf ihre Kosten kommen.

In unsere Serie „MetaTrader Secrets“ schauen wir uns nützliche Einstellungen an, die nicht jedem bekannt sind, aber für alle von großem Vorteil sein könnten. Heute:

Ein Investorpasswort festlegen

So funktioniert es:

  1. Klicken Sie in der Menüleiste auf Extras -> Optionen
  2. Im Pop-Up klicken Sie dann den Tab „Server“ aus und klicken neben dem Wort „Passwort“ auf „Ändern“
  3. Geben Sie Ihr aktuelles MetaTrader-Passwort ein, klicken Sie auf „Read-Only (Investor) Passwort ändern“, legen Sie ein Passwort fest und bestätigen Sie es mit „Okay“

Investorpasswort:

Das Investorpasswort ermöglicht es Dritten im Zusammenhang mit der Metadrader-Kontonummer Ihre Trades und Kontoaktivitäten zu verfolgen. So können Sie Freunden zeigen, wie Sie Traden. Sie haben zudem die Möglichkeit Ihre Trades zu kopieren.

Sollten Sie noch weitere Ideen für Videos oder Fragen zum MetaTrader haben, kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail oder hinterlassen Sie einen Kommentar.

by Jun 06, 2016 Keine Kommentare
Top 4 Zitate von Top-Tradern

Top 4 Zitate von Top-Tradern

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Top 4 Zitate von Top-Tradern

Der Handel mit Finanzprodukten ist eine der wahrscheinlich rentabelsten Professionen, denen man nachgehen kann. Früher war Trading für Privatpersonen nahezu unmöglich, da die mit dem Handel verbundene Kostenquote riesig war. In der heutigen Zeit jedoch hat sich durch das Internet und die Direktbroker einiges geändert.

Trotz allem scheint es, als gäbe es noch Geheimnisse. In der Realität jedoch sind alle Informationen irgendwo erhältlich. Ein paar der Top-Einblicke erhält man durch Bücher und Papers der Großen in ihren Gebieten. Hier ein paar Zitate:

1. „Es dauert 20 Jahre eine Reputation aufzubauen, diese lässt sich jedoch in 5 Minuten ruinieren. Wenn man auf diese Art über Dinge nachdenkt, verändert man seinen Blick auf Dinge“ – Warren Buffet.

Warren Buffet – InsideTradingDas Zitat hat primär einmal wenig mit Trading per sé zu tun, jedoch lässt sich einiges daraus ableiten. Denken wir statt Reputation einmal an Tail Risks, also die Risiken, die nur sehr selten zum Vorschein treten. Dies können Flugzeugabstürze sein, Kriege oder sonstige Verwerfungen, die den Markt innerhalb kürzester Zeit massiv beeinflussen. Ist man in einer solchen Situation ohne ein beschränktes Risiko unterwegs, so kann dies einen Trader alles kosten. Wer den EUR/CHF ohne Stopp-Loss getradet hat, kann hiervon ein Lied singen. Solche Verluste sind meistens die, von denen ein Händler sich nicht mehr erholt, da sowohl die Psyche als auch der Geldbeutel ein klares NEIN aussprechen, sobald man der Trading Station das nächste Mal nahe kommt.

2. „Ich denke immer als erstes daran, mein Kapital zu schützen, bevor ich darüber nachdenke, wie ich es vermehren kann.“ – Paul Tudor Jones

Ähnlich wie das Zitat von Buffet geht es hier darum, konservativer zu denken und Kapitalschutz zu betreiben. Besonders interessant ist es hier, wenn ein Händler einen Ansatz des Risikomanagements nutzt, in dem er prozentuale Positionsgrößen verwendet. Stellen wir uns zwei Händler vor, die beide ein CRV von 1:1 realisieren und nach 5 Verlusttrades 5 Gewinntrades erzielen. Der eine Händler setzt jedoch kontinuierlich 3%, der andere 1% ein. Es könnte sich also folgende Situation ergeben.

Verlustentwicklung 1% und 3%

Wie eindeutig zu erkennen ist, bringt hohes Risiko meistens nur eine hohe Portfolio-Volatilität mit sich. Durch die Verzerrung der Relativität eines prozentualen Risikos braucht man immer wieder einen höheren Gewinn, um bei 100% herauszukommen. Dabei gilt der folgende Zusammenhang.

3

% Gewinn, um Verluste auszugleichen

Daher sollte man immer bedenken, dass man zwar durchaus mit nur wenigen Trades ein Konto verdoppeln kann, der Schaden aus einem Fehler jedoch gravierende Folgen nach sich zieht. Erfolg und Reputation wachsen eben mit der Zeit und nicht in einer Woche.

3. „Das Ziel eines erfolgreichen Trades sollte es sein die besten Trades zu machen. Geld ist dabei Nebensache“ – Alexander Elder

Nachdem hier bei InsideTrading oft gesagt wird, Trades seien zufällig und können nicht speziell ausgewählt werden, kommt nun so ein Zitat. Aber keine Sorge, es mangelt nicht an Konsistenz.
Die besten Trades sind all diejenigen Trades, die zu einer Strategie gehören. Es geht auch hier darum, ein Modell zu entwickeln und dieses zu verwenden, wenn die Marktsituation dies zulässt.
Es geht dabei um Prozessoptimierung, denn deine Handelsmethodik ist nur so gut wie der Prozess in dem es umgesetzt wird. Wenn sich Schritte automatisieren lassen, sollte das umgesetzt werden, da Automatisierung weniger Fehler und somit auch weniger Verluste bedeutet. Aber auch ein Trading Tagebuch oder Checklisten können dir helfen.

Der Wettbewerb zwischen Bulle und Bär sollte im Vordergrund stehen und weniger die tägliche oder gar intraday Gewinn und Verlustsituation.

4. „Ich habe über die Jahre gelernt, dass man sich nach einer Serie guter Gewinner, ein paar Tage Auszeit gönnen sollte. Natürlicherweise hat man eine Tendenz weiter zu machen. Aber die Erfahrung hat mich gelehrt, dass eine Pause in solchen Zeiten Gewinnphasen verlängern können.“ – Marty Schwarz

Diese These schließt sich mit der Idee eines eher distanzierteren Tradingstils; einem 4wie er auch von Arbeitstätigen ausgeübt werden könnte. Eine Phase guter Gewinne zeigt auch, dass der Markt eine Strategie gerade wohlwollend belohnt hat. Da sich Marktphasen aber abwechseln ist es nicht unwahrscheinlich, dass eine solche Phase auch irgendwann endet. Marty Schwarz sagt schlicht, dass es auch gut sei, sich zu entfernen, um auch der Psyche eine Verschnaufpause zu gönnen. Mit Geld kommt die Gier und Gier kann zu den Fehlern führen, welche einen Trader tief in die roten Zahlen stoßen können.
Um eben das zu vermeiden, sollte man lieber ein wenig „Urlaub“ vom Handel machen, als sich durch dumme „ungeduldige“ Trades die Gewinne wieder zu verhageln.

Mit diesem Input frisch „gestärkt“ wünschen wir eine erfolgreiche Woche.
InsideTrading – mehr vom Geld!

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by Mai 11, 2016 Keine Kommentare
MetaTrader Secrets – Zu einem Datum/Zeitpunkt springen

MetaTrader Secrets – Zu einem Datum/Zeitpunkt springen

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MetaTrader– Zu einem Datum/Zeitpunkt springen

Zu einem Datum/Zeitpunkt springen: Der MetaTrader (MT) gehört mittlerweile zu den beliebtesten Handelsplattformen im Forex- und CFD-Trading. Die von MetaQuotes entwickelte Tradingsoftware ist so konzipiert, dass Beginner sofort und ohne jedes Vorwissen mit dem Handeln starten können und auch Fortgeschrittene auf ihre Kosten kommen.

In unsere Serie „MetaTrader Secrets“ schauen wir uns nützliche Einstellungen an, die nicht jedem bekannt sind, aber für alle von großem Vorteil sein könnten. Heute:

Zu einem Datum/Zeitpunkt springen:

So funktioniert es:

  1. Um zu einer bestimmten Stelle im Chart zu gelangen, klicken Sie auf „Enter“
  2. Jetzt können Sie nach den folgenden Zeitpunkten suchen:
    MM.YY (nach einem Tag)
    DD.MM.YY HH:MM (nach einem Zeitpunkt an einem beliebigen Tag)
    HH:MM (nach einer Uhrzeit am aktuellen Tag)
  3. Bestätigen Sie die Eingabe mit „Enter“
  4. Die erste Kerze im angezeigten Chart enthält die gewünschten Informationen.

 

Wichtig:

Nullen können bei der Suche weggelassen werden. Zudem werden pro Zeitperiode nur eine gewisse Anzahl an Kerzen gespeichert. Können Sie also den gewünschten Zeitpunkt nicht finden, sollten Sie sich eine größere Periode anzeigen lassen.

 

Sollten Sie noch weitere Ideen für Videos oder Fragen zum MetaTrader haben, kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail oder hinterlassen Sie einen Kommentar.

 

 

by Mai 10, 2016 Keine Kommentare
MetaTrader Secrets – der 2 Minuten Chart

MetaTrader Secrets – der 2 Minuten Chart

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2 Minuten Chart:

Der MetaTrader (MT) gehört mittlerweile zu den beliebtesten Handelsplattformen im Forex- und CFD-Trading. Die von MetaQuotes entwickelte Tradingsoftware ist so konzipiert, dass Beginner sofort und ohne jedes Vorwissen mit dem Handeln starten können und auch Fortgeschrittene auf ihre Kosten kommen.

In unsere Serie „MetaTrader Secrets“ schauen wir uns nützliche Einstellungen an, die nicht jedem bekannt sind, aber für alle von großem Vorteil sein könnten. Heute:

 

Der 2 Minuten Chart

 

So funktioniert es: 

  1. öffnen Sie den M1 Chart eines Marktes Ihrer Wahl, beispielsweise EURUSD
  2. ziehen Sie den „PeriodeConverter“ auf den M1 Chart (unter Navigator -> Skripte)
  3. verändern Sie den „Wert“ unter dem Reiter „Eingaben“ auf 2, um den 2 Minuten Chart zu erhalten oder belassen Sie diesen bei 3, um den 3 Minuten Chart zu öffnen.
  4. Klicken Sie auf Datei (oben links) -> offline Chart öffnen -> öffnen Sie den M2 bzw. M3 Chart
  5. passen Sie das Template an (so geht es)

Navigator Fenster MetaTrader  Period Converter MetaTrader4 offline Chart MetaTrader4

 

Wichtig:

  • der Offline-Chart eignet sich auch zum Traden, da dieser Live-Charts zeigt
  • nachdem Sie den MetaTrader geschlossen haben, müssen Sie diese Prozedur wiederholen

 

Sollten Sie noch weitere Ideen für Videos oder Fragen zum MetaTrader haben, kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail oder hinterlassen Sie einen Kommentar.

 

 

by Apr 28, 2016 Keine Kommentare
MetaTrader Secrets – das Standard Template verändern

MetaTrader Secrets – das Standard Template verändern

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MetaTrader Secrets – das Standard Template verändern

Standard Template verändern: Der MetaTrader (MT) gehört mittlerweile zu den beliebtesten Handelsplattformen im Forex- und CFD-Trading. Die von MetaQuotes entwickelte Tradingsoftware ist so konzipiert, dass Beginner sofort und ohne jedes Vorwissen mit dem Handeln starten können und auch Fortgeschrittene auf ihre Kosten kommen.

In unsere Serie „MetaTrader Secrets“ schauen wir uns nützliche Einstellungen an, die nicht jedem bekannt sind, aber für alle von großem Vorteil sein könnten. Heute:

Das Standard Template anpassen:

So funktioniert es:

  1. Richten Sie sich den Chart nach Belieben ein, verändern Sie die Farben und fügen Sie Indikatoren ein
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste irgendwo in das Chartfenster und wählen Sie -> Vorlagen -> Vorlagen speichern
  3. Speichern Sie das eben erstellte Template als unter „default.tpl“
  4. Jeder neu geöffnete Chart aus der Marktübersicht wird jetzt in Ihren voreingestellten Einstellungen erstrahlen

 

MetaTrader Template speichern MetaTrader default.tpl Template

 

 

 

Wichtig:

Offline- und Backtest-Charts werden,dennoch in dem „hässlichen“ Grün-Schwarzen-Gitter-Standard-Chart angezeigt, aber Sie können die erstellte Vorlage im Nachhinein einfach anwenden. (Rechtsklick auf den Chart -> Vorlagen -> Default)

 

Sollten Sie noch weitere Ideen für Videos oder Fragen zum MetaTrader haben, kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail oder hinterlassen Sie einen Kommentar.

 

 

by Apr 07, 2016 Keine Kommentare
88 der beliebtesten Börsenzitate und Weisheiten von Warren Buffett

88 der beliebtesten Börsenzitate und Weisheiten von Warren Buffett

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88 der beliebtesten Börsenzitate und Weisheiten von Warren Buffett

Wenn der Starinvestor Warren Buffett redet, dann hören alle zu, denn er schaffte es, unglaublich komplizierte Dinge auf den Punkt zu bringen und in einem netten Statement zu verpacken. Oftmals schwirrt einem dies dann noch Wochen im Kopf herum.

Wer jetzt an einen geschniegelten Wall Street Investmentbänker denkt, den muss ich enttäuschen, denn Warren Buffett ist alles andere als das, aber seht selbst:


Der heute (x²+2)³/x-(x³·x³+28)·¼ Jahre alte (Stand 2015), in Omaha (USA) geborene Milliardär von nebenan. Mehr über Warren Buffett erfahrt ihr hier.

Meist ist es nicht, nötig ganze Autobiografien oder Artikel zu lesen, da sowieso nur ein paar Aussagen und Zitate im Kopf bleiben (obwohl es nicht schadet ein paar davon zu lesen). Bei der Recherche bin ich auf viele Zitate und Weisheiten von Warren Buffett gestoßen, sodass es teilweise schwer nachvollziehbar ist, ob all diese Börsenweisheiten richtig überliefert wurden. Da es in den meisten Fällen aber um die Aussagen selbst und nicht die genaue und perfekte Schreibweise geht, bitte ich Euch, mir kleine Abweichungen zu verzeihen.

PS ein Zitat ist nicht von Warren Buffett sondern aus meiner eigenen Feder. Wollen wir doch mal schauen, wer das Zitat als erstes erkennt. Für einen echten Insider sollte das kein Problem sein! 

PS PS  x ist selbstverständlich 2 und wir von InsideTrading hoffen, dass sich Warren Buffett noch lange bester Gesundheit erfreuen wird!

Viel Spaß beim Lesen und Philosophieren – es lohnt sich!

  1. Die wichtigsten Regeln: “Regel Nr. 1: “Verliere nie Geld”, Regel Nr. 2: “Vergiss nie Regel Nr. 1”

  2. Bei den Milliardären, die ich kenne, bringt das Geld nur ihre grundlegenden Charakterzüge zum Vorschein. Wenn sie Deppen waren, bevor sie zu Geld kamen, sind sie hinterher immer noch Deppen, aber mit einer Milliarde Dollar.

  3. Betrachte Fluktuationen am Markt als Freund, nicht als Feind. Profitiere vom Börsenwahn statt mit ihm mitzumachen.

  4. Das Risiko ist Teil von Gottes Spiel, für alle Menschen und Nationen in gleichem Maße.

  5. Das Risiko streuen müssen nur Investoren, die nicht wissen was sie tun.

  6. Das Wichtigste für einen Investor ist nicht der Intellekt sondern das Temperament. Dein Temperament sollte so sein, dass Du weder große Freude empfindest, wenn Du mit der Masse läufst, und ebenso wenig, wenn Du gegen den Strom schwimmst.

  7. Der dümmste Grund eine Aktie zu kaufen, ist, weil sie steigt.

  8. Der erfolgreiche Investor hat sehr viel Geduld, er kauft weit unter dem fairen Wert und verkauft weit über dem fairen Wert.

  9. Der Investor von heute profitiert nicht vom Wachstum von gestern.

  10. Der Preis ist, was du zahlst. Der Wert, ist was du bekommst.

  11. Der richtige Zeitpunkt, diese Anteile zu kaufen ist an Tagen ohne Y im Namen. (Im englischen endet jeder Wochentag auf “day”.)

  12. Der Schlüssel zum erfolgreichen Investieren liegt nicht in der Frage, wie sehr eine Industrie die Gesellschaft beeinflusst oder ob sie wachsen wird, sondern darin, herauszufinden, ob ein bestimmtes Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil hat und wenn ja, wie lange dieser anhalten wird.

  13. Die Frage, wie man reich wird, ist leicht zu beantworten. Kaufe einen Dollar, aber bezahle nicht mehr als 50 Cent dafür.

  14. Die Ketten der Gewohnheit sind zu leicht, um sie wahrzunehmen, bis sie zu schwer sind, um sie zu zerbrechen.

  15. Die Ketten, die unsere schlechten Angewohnheiten uns anlegen, nehmen wir erst wahr, wenn wir sie nicht mehr sprengen können.

  16. Die meisten Leute interessieren sich für Aktien, wenn alle anderen es tun. Die beste Zeit ist aber, wenn sich niemand für Aktien interessiert.

  17. Die wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten zeichnen lieber schwierige und komplizierte Verhaltensweisen als einfache aus, aber einfache Verhaltensweisen sind effektiver.

  18. Die Zeit ist der Freund toller Unternehmen und ist der Feind der mittelmäßigen.

  19. Die Zukunft ist niemals klar: Schon für ein bisschen Gewissheit muss man einen hohen Preis zahlen. Unsicherheit ist deshalb der Freund von Langfrist-Investoren.

  20. Diversifizieren ist ein Schutz gegen Unwissen. Es macht wenig Sinn für diejenigen, die Bescheid wissen.

  21. Du must nur sehr wenige Dinge in Deinem Leben richtig machen, solange Du nicht zu viele Dinge falsch machst.

  22. Ein Risiko entsteht, wenn du nicht weißt, was du tust.

  23. Eine Aktie, die man nicht 10 Jahre zu halten bereit ist, darf man auch nicht 10 Minuten besitzen.

  24. Eine Meinungsumfrage ersetzt nicht das selbständige Denken.

  25. Erfolgreiches Investieren benötigt Zeit, Disziplin und Geduld. Unabhängig davon, wie groß Dein Talent oder Deine Anstrengungen sind, einige Dinge brauchen einfach Zeit: Man kann kein Kind in einem Monat bekommen, indem man 9 Frauen schwängert.

  26. Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer ohne Badehose schwimmen gegangen ist.

  27. Es dauert zwanzig Jahre, sich eine Reputation zu erwerben und fünf Minuten, sie zu verlieren. Wenn man das im Auge behält, handelt man anders.

  28. Es gibt eine Menge Geschäftsfelder, von denen Charlie und ich nichts verstehen, aber das verursacht uns keine schlaflosen Nächte. Es bedeutet nur, dass wir zum nächsten weitergehen, und das sollte jeder Investor tun.

  29. Es ist bei weitem besser, ein herausragendes Unternehmen zu einem anständigen Preis zu kaufen, als ein anständiges Unternehmen zu einem herausragenden Preis.

  30. Es ist besser, ungefähr recht zu haben, als sich tödlich zu irren.

  31. Es ist gut mit Leuten herumzuhängen, die besser sind als Du. Such Dir Menschen, die ein besseres Benehmen haben als Du, und Du wirst automatisch in ihre Richtung treiben.

  32. Es ist nicht notwendig, außergewöhnliche Dinge zu tun, um außergewöhnliche Resultate zu erzielen.

  33. Es ist schmerzlich auf soviel Geld zu sitzen. Aber noch schmerzlicher ist es, etwas Dummes damit anzustellen.

  34. Es ist wesentlich besser, ein wundervolles Unternehmen zu einem fairen Preis zu kaufen, als ein faires Unternehmen zu einem wundervollen Preis zu erwerben.

  35. Es scheint da einen gewissen perversen menschlichen Charakterzug zu geben, der gerne einfache Dinge kompliziert macht.

  36. Gelegenheiten kommen unregelmäßig. Wenn es gerade Gold regnet, stell einen Eimer vor die Tür und keinen Fingerhut.

  37. Glücklicherweise gibt es mehrere Wege, die zum Finanzhimmel führen.

  38. Ich bin ein besserer Investor, weil ich ein Geschäftsmann bin und ein besserer Geschäftsmann, weil ich Investor bin.

  39. Ich bin fest davon überzeugt, dass es auf der ganzen Erde nicht so viele komplette Schnarchnasen gibt, wie in den Vereinigten Staaten. Niemand kann sich eine angemessene Vorstellung davon machen, der noch nicht hier war.

  40. Ich denke nie darüber nach, was die Börse machen wird. Ich weiß nicht, wie man die Börse oder die Zinsen oder die Konjunktur vorhersagen kann. Und ich habe keine Ahnung, ob die Börse in zwei Jahren höher oder tiefer stehen wird.

  41. Ich fühle mich nicht schuldig wegen meines Vermögens. So wie ich es sehe, habe ich einfach eine ganze Menge Berechtigungsscheine gegen die Gesellschaft. So als ob ich diese kleinen Papierstücke in Konsum umwandeln könnte. Wenn ich wollte, könnte ich 10.000 Leute anheuern, die nichts anderes täten, als den Rest meines Lebens jeden Tag ein Bild von mir zu malen. Das Bruttosozialprodukt würde dadurch steigen. Aber das Ergebnis wäre sinnlos und ich würde diese 10.000 Leute davon abhalten, über AIDS zu forschen, zu unterrichten oder Kranke zu pflegen. Deswegen tue ich das nicht. Ich verwende nur wenige dieser Berechtigungsscheine. Es gibt nicht viele materielle Güter, die ich gerne besitzen würde. Wenn meine Frau und ich gestorben sind, vermache ich alle diese Berechtigungsscheine der Wohlfahrt.

  42. Ich habe mich widerstrebend von dem Gedanken verabschiedet, mein Portfolio nach meinem Tod weiter zu managen – meine Hoffnung aufgebend, dem Begriff »über den Tellerrand schauen« eine neue Bedeutung zu geben. (im Original ‘thinking outside the box.’ Box ist hier doppeldeutig auch als Sarg zu verstehen.)

  43. Ich habe nicht vor, über sieben Fuß hohe Hürden zu springen. Ich suche einen Fuß hohe Hürden, die ich mit einem Schritt übersteigen kann.

  44. Ich trage teure Anzüge. Aber an mir sehen sie billig aus.

  45. Ich versuche nicht, zwei Meter hoch zu springen. Ich schaue mich nach Hindernissen um, die 30 Zentimeter hoch sind, und die ich einfach überschreiten kann.

  46. Ich versuche nie, mit Aktien Geld zu verdienen. Ich kaufe in der Überzeugung, dass die Börse am nächsten Tag auch für fünf Jahre schließen könnte.

  47. Ich wusste immer, dass ich reich werden würde. Ich glaube nicht, dass ich jemals eine Sekunde daran gezweifelt habe.

  48. Im Geschäftsleben ist der Rückspiegel immer klarer als die Frontscheibe.

  49. Institutionen, die mit Geschäftsanteilen handeln, ›Investoren‹ zu nennen ist wie jemanden, der nur One-Night-Stands hat, als ›romantisch‹ zu bezeichnen.

  50. Investiere nur in eine Aktie, deren Geschäft du auch verstehst.

  51. Investieren ist kein Spiel, in dem derjenige mit einem IQ von 160 diejenigen mit einem IQ von 130 schlägt. Vernunft ist wesentlich.

  52. Investoren, die in einem überhitzten Markt kaufen, müssen sich darüber klar werden, dass es oft eine lange Zeit braucht, bis auch der Wert eines herausragenden Unternehmens den Preis erreicht, den sie dafür bezahlt haben.

  53. Je klüger die Journalisten sind, desto besser für eine Gesellschaft. Bis zu einem gewissen Grad lesen Leute die Zeitungen, um sich zu informieren – und je klüger der Lehrer, desto klüger die Schüler.

  54. Kaufe nie eine Aktie, wenn du nicht damit leben kannst, dass sich der Kurs halbiert.

  55. Kaufe nur etwas, das du auch gerne behalten willst, wenn die Börse für zehn Jahre schließt.

  56. Kaufen Sie billig, verkaufen Sie nie!

  57. Konzentrieren Sie Ihre Investments. Wenn Sie einen Harem mit vierzig Frauen haben, lernen Sie keine richtig kennen.

  58. Kurzfristig ist der Markt ein Schönheitswettbewerb, langfristig ist er eine Waage.

  59. Man braucht 20 Jahre, um sich einen Ruf zu erarbeiten und es braucht nur 5 Minuten, um ihn zu ruinieren. Wenn man das im Kopf behält, geht man einige Dinge anders an.

  60. Man muss im Leben nur sehr wenig richtig machen, solange man nur nicht allzu viel falsch macht.

  61. Man sollte nur in Firmen investieren, die auch ein absoluter Vollidiot leiten kann, denn eines Tages wird genau das passieren!

  62. Nichts betäubt Rationalität mehr als ohne Aufwand verdientes Geld.

  63. Reich wird, wer in Unternehmen investiert, die weniger kosten, als sie wert sind.

  64. Risiko entsteht dann, wenn Anleger nicht wissen, was sie tun.

  65. Seien Sie ängstlich, wenn die Welt gierig ist und seien Sie gierig, wenn die Welt ängstlich ist.

  66. Solange unsere Investments in jedem Jahr 15% Prozent zulegen, mache ich mir um Quartalszahlen keine Sorgen.

  67. Solltest Du Dich eines Tages in einem chronisch undichten Boot befinden, dann ist es wahrscheinlich besser, Deine Energie darein zu investieren, in ein anderes Boot umzusteigen, als ständig Lecks zu stopfen.

  68. Überlass es den Holzköpfen zu lesen, was Holzköpfe geschrieben haben.

  69. Unsere bevorzugte Haltezeit ist: für immer.

  70. Verlass dich niemals darauf, einen guten Verkaufspreis zu erzielen. Halte den Einkaufspreis so niedrig, dass selbst ein mittelmäßiger Verkauf ein gutes Ergebnis bringt.

  71. Vor langer Zeit hat mir Ben Graham beigebracht, dass ‘der Preis das ist, was Du zahlst, und der Wert das ist, was Du bekommst.’ Ob wir über Socken oder über Aktien reden: Ich mag es, Dinge zu kaufen, wenn sie heruntergesetzt sind.

  72. Vor langer Zeit hat uns Sir Isaac Newton drei Gesetze der Bewegung gegeben, die das Werk eines Genies sind. Aber Sir Isaacs Talente erstreckten sich nicht auf das Investieren: Er verlor eine Menge Geld im Südseeschwindel und erklärte später: »Ich kann die Bewegung der Sterne berechnen, aber nicht die Verrücktheit der Menschen.« Wäre er von seinem Verlust nicht so traumatisiert gewesen, hätte Sir Isaac vielleicht noch ein viertes Gesetz der Bewegung gefunden: Für Investoren im Allgemeinen gilt: je größer die Bewegung, desto kleiner der Gewinn.

  73. Warum nicht sein Geld nur in Unternehmen investieren, die man wirklich liebt? Wie Mae West sagte: »Ein Übermaß an guten Dingen kann etwas Wundervolles sein.«

  74. Warum soll ich die zweitbeste Aktie kaufen, wenn ich die beste haben kann?

  75. Was wir aus der Geschichte lernen, ist, dass Menschen nicht aus der Geschichte lernen.

  76. Wenn die Vergangenheit das Maß aller Dinge wäre, wären die reichsten Leute die Archivare.

  77. Wenn Du nicht bereit bist, eine Aktie für zehn Jahre zu halten, solltest Du auch nicht darüber nachdenken, sie für zehn Minuten zu besitzen. Wenn Du Dir ein Portfolio zusammenstellst, das Aktien von Unternehmen enthält, deren Einnahmen über die Jahre steigen, dann wird auch der Marktwert Deines Portfolios steigen.

  78. Wenn du zu den glücklichsten 1 Prozent der Menschheit gehörst, schuldest du es dem Rest der Menschheit, dir Gedanken über die anderen 99 Prozent zu machen.

  79. Wenn ein Unternehmen gut läuft, wird die Aktie letztendlich folgen.

  80. Wenn jemand gute Aktien hat, wäre er verrückt, wenn er sie nur wegen eines Kursrückschlags verkaufen würde. Ich suche Unternehmen, die ich verstehe und von deren Zukunftsaussichten ich überzeugt bin.

  81. Wer sich nach den Tipps von Brokern richtet, kann auch seinen Friseur fragen, ob er einen neuen Haarschnitt empfiehlt.

  82. Wir denken uns arm, weil die falschen Dinge uns das Gefühl von Reichtum geben.

  83. Wie erkennt man, wann man am besten Aktien kauft: “Die Tatsache, dass Leute gierig, ängstlich und töricht sind, lässt sich sehr wohl voraussehen. Nicht jedoch in welcher Reihenfolge.

  84. Wir haben das 21. Jahrhundert begrüßt, indem wir in solch hochmoderne Branchen wie Baumaterialien, Teppiche, Dämmstoffe und Farben investiert haben.

  85. Wir lieben den Prozess weit mehr als den Fortgang.

  86. Wir versuchen einfach, vorsichtig zu sein wo andere gierig sind und gierig wo andere vorsichtig sind.

  87. Wir werden nicht für Aktivität bezahlt, sondern dafür Recht zu haben. 

  88. Zeit ist der Freund von wunderbaren Unternehmen und der Feind von mittelmäßigen Unternehmen.

 

Viele Grüße und ein erfolgreiches Handeln,

Erik

PS falls ihr noch weitere Zitate lesen möchtet, hier geht es zu denen von André Kostolany

 

by Sep 25, 2015 1 Kommentar
100 der beliebtesten Börsenzitate und Weisheiten von André Kostolany

100 der beliebtesten Börsenzitate und Weisheiten von André Kostolany

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100 der beliebtesten Börsenzitate und Weisheiten von André Kostolany

André Kostolany (* 9. Februar 1906 in Budapest, Österreich-Ungarn; † 14. September 1999 in Paris) war ein Börsianer, Finanzexperte, Spekulant, Journalist, Schriftsteller und Entertainer mit ungarischer Herkunft und US-amerikanischer Staatsbürgerschaft. Wer mehr zu seinem Leben erfahren möchte, findet hier seinen Lebenslauf.

Immer wieder schauen wir uns historische Kursverläufe an, hören aber denen, die sie erlebt haben, nicht zu. 

Meist ist es nicht, nötig ganze Autobiografien oder Artikel zu lesen, da sowieso nur ein paar Aussagen und Zitate im Kopf bleiben (obwohl es nicht schadet ein paar davon zu lesen). Bei der Recherche bin ich auf viele Zitate und Weisheiten von André Kostolany gestoßen, sodass es teilweise schwer nachvollziehbar ist, ob all diese Börsenweisheiten richtig überliefert wurden. Da es in den meisten Fällen aber um die Aussagen selbst und nicht die genaue und perfekte Schreibweise geht, bitte ich Euch, mir kleine Abweichungen zu verzeihen.

Viel Spaß beim Lesen und Philosophieren – es lohnt sich!

  1. 90 Prozent der Börsenspieler haben keine Ideen, geschweige denn Überlegungen. Sogar Renn- und Totospieler haben Ideen und Motivation. Die Börsenspieler gehen meist nur blind mit der Masse.

  2. Aktien kaufen und Baldrian trinken, wenn Sie wieder aufwachen, haben Sie Geld verdient.

  3. Als ich Auto fahren lernte, sagte einmal der Fahrer zu mir: “Sie werden nie wirklich Auto fahren können.” – “Warum?” fragte ich erschrocken. “Weil Sie immer nur auf die Motorhaube schauen. Heben Sie den Kopf und schauen Sie dreihundert Meter voraus auf die Straße.” So ist es auch an der Börse. Vorstellen muß man sich nicht, was morgen oder übermorgen sein kann, sondern man muß die Zukunft erforschen, auf Jahre vorausdenken.

  4. An der Börse ist alles möglich – auch das Gegenteil.

  5. An der Börse ist eine halbe Wahrheit eine ganze Lüge.

  6. An der Börse sagt uns oft das Gefühl, was mir machen, und der Verstand, was wir vermeiden sollen.

  7. An der Börse sind 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1. Man muss nur die Nerven haben, das minus 1 auszuhalten.

  8. An der Börse sind zwei Jahre nicht genug, um ein Guru-Diplom zu erwerben. Dafür braucht man mindestens zwanzig Jahre.

  9. An der Börse wird immer das gleiche Theater gespielt, nur mit verschiedenen Darstellern.

  10. Anfangs war ich der festen Überzeugung, die Börse sei die größte Erfindung der Welt. Ich bin noch derselben Auffassung.

  11. Auch seine bis heute vielbeachteten „4 Gs“ trugen zu seinen Börsenerfolgen bei:
    • Geld, und zwar eigenes und kein geliehenes
    • Gedanken, die eigenen und nicht die irgendwelcher Börsenexperten
    • Geduld, denn an der Börse zählt: 2 + 2 = 5 – 1
    • Glück, das leider nicht jeder hat”

  12. Bargeld in der Tasche und gleichzeitig die Absicht zu haben, bei niedrigen Kursen in die Börse einzusteigen, ist dasselbe Vergnügen, wie hungrig zu sein und sich auf dem Weg ins Restaurant zu befinden.

  13. Bei jeder guten bürgerlichen französischen Familie hat man den dümmsten Sohn zur Börse geschickt. Bestimmt hat das seine Gründe.

  14. Beim Tiefstand der Kurse haben die Hartgesottenen die Papiere und die Zittrigen das Geld, auf dem Höhepunkt des Booms, die Hartgesottenen das Geld und die Zittrigen die Papiere.

  15. Betriebswirte, Wirtschaftsingenieure, Volkswirte und andere Experten sollten der Börse fernbleiben. Sie ist für die eine gefährliche Falle, die sich ihr mit wissenschaftlichen Methoden annähern wollen. Ich kann für sie nur Dante zitieren: „Lasst, die ihr eingeht, alle Hoffnung schwinden!“

  16. Betriebswirtschaft und Technik sind die größten Feinde der Börsenlogik, da die Börse ihre eigene Logik hat.

  17. Börsenerfolg ist eine Kunst und keine Wissenschaft.

  18. Börsengewinne sind Schmerzengeld. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld.

  19. Börsengurus empfehlen oft genau die Aktien, die sie selbst zu einem günstigen Kurs loswerden wollen!

  20. Börsenwissen ist das, was übrig bleibt, wenn man schon alle Details vergessen hat.

  21. Das Gefährlichste an der Börse ist die Überraschung. Dabei können nur die wenigsten Börsianer ihre Ruhe und Objektivität bewahren. Meistens ist die Ursache eines Börsenkrachs nicht objektive Überlegung, sondern ein massenpsychologisches Phänomen. Einer entdeckt irgendein Problem, so klein es auch sein mag, und das verbreitet sich wie ein Lauffeuer.

  22. Das große Unglück bei uns alten Spekulanten ist, daß wir zwar viele Erfahrungen gesammelt, unsere Waghalsigkeit jedoch verloren haben.

  23. Das wenige, was ich über Wirtschaft und Finanzen weiß, habe ich nicht an den Universitäten oder aus Fachbüchern, sondern im Dschungel gelernt. Bestimmt habe ich mehr Schulgeld bezahlt, als es mich in Harvard gekostet hätte.

  24. Denken Sie mal über Aluminium-Aktien nach(Kostolany in einer Audi-Werbung Ende der 90er Jahre)

  25. Die beiden schwersten Sachen an der Börse sind, einen Verlust hinzunehmen und einen kleinen Profit nicht zu realisieren. Am schwersten aber ist es, eine selbständige Meinung zu haben, das Gegenteil von dem zu machen, was die Mehrheit tut.

  26. Die Börse ist launisch und unberechenbar. Man muß auch die Reaktion des Publikums erraten.

  27. Die Deutschen sind der Tücke des Geldes nicht gewachsen. Das Volk der Romantiker, Philosophen und Musiker ist in Geldangelegenheiten unromantisch und verliert jeden Hang zur Philosophie und besonders zur Phantasie.

  28. Die Experten sagen’s, wissen’s aber nicht. (Kostolany über Anlageberater)

  29. Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten – oder umgekehrt.

  30. Die größte Spekulation der Welt wäre es, einen Politiker zu dem Wert einzukaufen, den er hat, und ihn zu dem Wert zu verkaufen, den er sich selbst einräumt.
  31. Die Logik an der Börse ist, daß man oft unlogisch sein muß – und das ist die große Kunst des Spekulierens und der Börsenanalyse.

  32. Die massenpsychologischen Reaktionen sind an der Börse wie im Theater:
    • Einer gähnt, und in kürzester Zeit gähnt jeder.
    • Einer hustet, hustet sofort der ganze Saal.

  33. Die meisten Menschen, die die Eigenschaft besitzen, viel Geld zu machen, haben selten auch die Eigenschaft, es zu genießen.

  34. Die Rothschilds können eine Hausse hervorrufen aber eine Baisse nicht verhindern.

  35. Die sicherste Bremse gegen eine wilde Spekulationswut ist der Verlust.

  36. Die sogenannte allgemeine Meinung an der Börse ist nicht einmal zehn Pfennig wert.

  37. EDV-Systeme verarbeiten, womit sie gefüttert werden. Kommt Mist rein, kommt Mist raus.

  38. Ein alter Börsianer kann alles verlieren, nur nicht seine Erfahrung.

  39. Ein Mann kann zwischen mehreren Methoden wählen, sein Vermögen loszuwerden: Am schnellsten geht es am Roulette-Tisch, am angenehmsten mit schönen Frauen und am dümmsten an der Börse.

  40. Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit.

  41. Entscheidungen über Geld trifft man, indem man die Zeitungen zwischen den Zeilen liest.

  42. Es gibt alte Piloten und es gibt kühne Piloten, aber es gibt keine alten, kühnen Piloten.

  43. Feststellen, wer ein guter Börsianer war, das können nur die Erben.

  44. Freund Grün bat den weisen Rabbi in Budapest um Rat, ob er seiner Tochter zur Hochzeitsnacht ein Nachthemd oder einen Pyjama schenken solle. “Ganz egal”, war das Urteil, “Nachthemd oder Pyjama, vernascht wird sie sowieso.”

  45. Geld flieht überall dort, wo man es festhalten will. Deshalb gleicht die Devisen-Zwangswirtschaft ein wenig dem Versuch, die Niagarafälle mit der Hand aufzuhalten.

  46. Geld ist der Sauerstoff der Börse.

  47. Gewinne an der Börse sind Schmerzensgeld. Erst kommen die Schmerzen und dann das Geld.

  48. Gewinnen kann man, verlieren kann man, aber zurückgewinnen: unmöglich.

  49. Gewinnen kann man, verlieren muss man.

  50. Ich bin früher täglich zur Börse gegangen, weil ich nirgendwo auf der Welt so viele Dummköpfe pro Quadrat­meter treffen kann wie dort.

  51. Ich empfehle meinen Lesern nicht nur, nicht an dem Treiben am Neuen Markt teilzunehmen. Nein, ich verbiete es ihnen. Alles wird mit einem fürchterlichen Krach enden.

  52. Ich frage mich oft, ob es nützlicher ist, während der Börsenzeit zur Börse oder zum Angeln zu gehen. An der Börse kann man zwar verschiedene Tips erfahren und dann das Gegenteil davon machen, beim Angeln aber kann man in Ruhe überlegen, was man besser nicht machen sollte.

  53. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie man schnell reich wird; ich kann Ihnen aber sagen, wie man schnell arm wird: indem man nämlich versucht, schnell reich zu werden.

  54. Ich will unabhängig sein. Und das beste Mittel für Unabhängigkeit ist Geld.

  55. Immer Angst haben, nie erschrecken!

  56. Immer wieder bin ich überrascht von der Überraschung der Experten, wenn der Dollar um ein paar Pfennige steigt.

  57. Inflation ist wie Nikotin oder Alkohol. In kleinem Maße stimulierend, man darf nur kein Kettenraucher werden oder Alkoholiker.

  58. Investiere bei einem Goldrausch nicht in die Goldgräber, sondern in Schaufeln.

  59. Je geschickter ein Spekulant ist, desto eher geht er gegen die alllgemeine Tendenz.

  60. Je mehr Tips man nachläuft, um so größer sind die Enttäuschungen.

  61. Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten, und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.

  62. Können die Kurse nicht weiter steigen, müssen sie fallen.

  63. Man kann auch von einem Dummkopf etwas lernen, besonders, was man nicht tun soll.

  64. Man soll die Ereignisse nicht mit den Augen verfolgen, sondern mit dem Kopf. Oft ist es sogar an der Börse besser, die Augen zu schließen.

  65. Mit der Wirtschaft und der Börse verhält es sich wie mit dem Mann und seinem Hund beim Spaziergang. Der Mann läuft langsam und gleichmäßig weiter. Der Hund läuft vor und zurück. Aber beide bewegen sich in die gleiche Richtung. Der Mann ist die Wirtschaft, der Hund die Börse.

  66. Mit wenig Wünschen und vielen kleinen Vergnügen so lange wie möglich zu leben, macht den Sinn.

  67. Nicht reich muß man sein, sondern unabhängig.

  68. Nicht wegen der eigenen Klugheit, sondern an der Dummheit der anderen verdient der erfolgreiche Börsianer.

  69. Oft kann man durch Zufall die glücklichsten Dummheiten begehen.

  70. Sie kennen ja meinen Leitsatz, den ich von einem ungarischen Zigeunermusiker habe: Ka Geld, ka Musik!

  71. Sind nicht die größten Wahrheiten immer auch simpel? Die zehn Gebote zum Beispiel sind ja auch simpel und trotzdem bestehen sie schon seit Jahrtausenden.

  72. Solange der Spekulant an der Börse operiert, ist das gewonnene Geld nur geliehenes Geld.

  73. Spekulieren kann jeder. Es zur richtigen Zeit zu tun – das ist die Kunst.

  74. Staatsbankrott? Bankenkrisen? Darauf gibt es nur eine Antwort: Viel Lärm um nichts!

  75. Steigt die Börse, kommt das Publikum, fällt die Börse, geht das Publikum.

  76. Verwenden Sie auf den Aktienkauf ebensoviel Zeit wie auf den Kauf eines Gebrauchtwagens!

  77. Viele Kapitalisten verbringen ein Drittel ihres Lebens damit, Kapital zu schaffen, ein weiteres Drittel, ihr Geld zu bewahren, und im letzten Drittel befassen sie sich mit der Frage, wem sie es vermachen sollen.

  78. Von einem Fünftel der Börse leben die Spekulanten, von vier Fünfteln die Brokerfirmen.

  79. Was an der Börse jeder weiß, macht mich nicht heiß.

  80. Was wäre die Börse ohne Narren?!

  81. Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren, geht es fast immer schief.

  82. Wenn die Börse auf gute Nachrichten nicht mehr reagiert, herausgehen – und wenn schlechte Nachrichten keine Wirkung mehr haben, hereingehen.

  83. Wenn die Börsenspekulation leicht wäre, gäbe es keine Bergarbeiter, Holzfäller und andere Schwerarbeiter. Jeder wäre Spekulant.

  84. Wenn du einen Freund hast, schenke ihm einen Fisch. Aber wenn du ihn wirklich liebst, lehre ihn fischen.

  85. Wenn ein Bankier auf einen Vorschlag “nein” sagt, meint er “vielleicht”, sagt er “vielleicht”, meint er “ja”, sagt er aber spontan “ja”, dann ist er kein guter Bankier.

  86. Wenn ein Spekulant auf einen Tip “ja” sagt, meint er “vielleicht”, sagt er “vielleicht”, meint er “nein”, und wenn er spontan “nein” sagt, ist er kein wirklicher Spekulant.

  87. Wenn es keine Narren auf der Welt gäbe – was wäre die Welt … und erst die Börse?

  88. Wenn irgendein Ereignis auf dem Markt eine psycholoigische Wirkung haben sollte, muss sie sofort kommen, denn am nächsten Tag ist das Ereignis vergessen

  89. Wenns um Geld geht, gibt’s nur ein Schlagwort: “Mehr!”

  90. Wer an der Börse nicht an Wunder glaubt, der ist ein Realist.

  91. Wer den Dollar nicht hat, wenn er zurückgeht, hat ihn auch nicht, wenn er wieder steigt.

  92. Wer die Aktien nicht hat, wenn sie fallen, der hat sie auch nicht, wenn sie steigen.

  93. Wer gut essen will, kauft Aktien; wer gut schlafen will, kauft Anleihen.

  94. Wer nicht fähig ist, sich selbst eine Meinung zu bilden und selbst eine Entscheidung zu treffen, sollte nicht zur Börse gehen.

  95. Wer viel Geld hat, kann spekulieren. Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren. Wer kein Geld hat, muss spekulieren.

  96. Wir befinden uns nicht mehr im Irrgarten der Währungsspekulation, sondern in einem wahrhaftigen Irrenhaus.

  97. Wirtschaft kann man nicht dozieren, man muß sie selbst erleben – und überleben.

  98. Wirtschaftsstudenten brauchen natürlich ihr Diplom als Eintrittskarte ins Erwerbsleben. Vielleicht werden sie sogar einmal gute Professoren. Aber haben sie schon einmal einen reichen Professor gesehen? – Um an der Börse Erfolg zu haben, halte ich Kenntnisse der Jurisprudenz, der Psychologie und der Philosophie für viel wichtiger.

  99. Wäre ich erst 70, also noch jung genug, würde ich die Hoffnung hegen, über die Berufspessimisten wahrhaft zu triumphieren.

  100. Über Hedgefonds sagte Kostolany, sie seien eine Irreführung des Publikums, eine doppelte sogar: Erstens sei es kein Hedge und zweitens kein echter Fonds. Daher sollten seriöse Anleger Hedgefonds nicht anfassen

 

 

by Sep 11, 2015 Keine Kommentare
Der Cost-Average-Effekt: investieren für jedermann

Der Cost-Average-Effekt: investieren für jedermann

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Der Cost-Average-Effekt: investieren für jedermann

Im heutigen Artikel/ Video geht es um den Cost-Average-Effekt und das Nachkaufen. Passend zum ETF-Artikel gibt euch dieses Video eine Art Anleitung, die Tipps von Warren Buffet in die Tat umzusetzen.
Neben diesem Basisartikel, haben wir auch noch erweiterte Formen von ETF Sparplänen getestet und entwickelt.
Cost Average 2.0 ; sowie die Anwendung
Cost Average 3.0 – ETF-Rotation

Was ist der Cost-Average-Effekt?

Der Cost-Average-Effekt oder auch Durchschnittskosteneffekt beschreibt eine Art des Investierens, bei der in regelmäßigen Abständen gleich viel Geld in ein Finanzprodukt investiert wird. In diesem Fall werden bei fallenden Kursen mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger Anteile erworben, sodass die Anteile zu einem Durchschnittspreis erworben werden, der zwar über dem günstigsten Preis der Betrachtungsperiode, aber auch unter dem ungünstigsten Preis liegt.

Mehr dazu im Video:

Falls ich mein Ziel erreicht habe und ihr etwas unternommen habt, lasst es mich wissen und hinterlasst ein Kommentar.

by Mai 15, 2015 Keine Kommentare
ETFs: Warren Buffetts Investment-Tipp

ETFs: Warren Buffetts Investment-Tipp

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Warren Buffetts Investment tipps

Der “Kult-InvestorWarren Edward Buffett hat seine Hinterbleibenden angewiesen, nach seinem Tod 90 Prozent seines Barvermögens in einen S&P500 Indexfond und 10 Prozent in kurzfristige Staatsanleihen zu investieren.

Warren Buffett gilt als einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten. Das “Oracle von Omaha”, wie er auch oft genannt wird, ist mit einem geschätzten Privatvermögen von 72,7 Milliarden US-Dollar (Stand März 2015) der drittreichste Mensch der Welt, wenn man der Forbesliste von 2015 Glauben schenken darf. Buffett leitet das Investment-Unternehmen Berkshire Hathaway, das er selbst aufgebaut hat und dessen größter Aktionär er selbst ist. Eine Aktie seines Unternehmens kostet so viel wie keine andere Aktie der Welt (sie hatte am 6. Mai 2015 einen Wert von 218.000,00 US-Dollar). Warum das so ist? Nun, Buffett hat geschafft, wovon viele Investmentprofis nur träumen können: Er steigerte den Wert seines Unternehmens pro Jahr um mehr als 19%. Er übertrifft damit deutlich den S&P500! Das ist eine wirklich beeindruckende Leistung.

Die Aktivitäten der Holdingsgesellschaft Berkshire Hathaway Inc. reichen von Erst- und Rückversicherung über Schienengüterverkehr, Energieversorgung, Finanzdienstleistungen und dem produzierenden Gewerbe bis hin zum Groß- und Einzelhandel. Anders als viele Hedgefonds oder Private-Equity-Unternehmen übernimmt Berkshire nicht das operative Geschäft ihrer 80 Tochtergesellschaften. Zukäufe werden auch nicht durch die Aufnahme neuer Schulden oder durch die Neuemissionen von Aktien erworben, sondern durch cleveres Investieren des zuvor erwirtschafteten Vermögens.

Berkshire Hathaway Geschäftsbericht

Christen, Kinder und Männer feiern jedes Jahr Weihnachten, Ostern und Christi Himmelfahrt. Aktienanalysten und Valueinvestoren feiern den Tag im Jahr, an dem Warren Buffett den Geschäftsbericht seiner Berhshire Hathaway Holding veröffentlicht. Mit dem Schreiben richtet er sich an seine Aktionäre und erläutert seine aktuellen Einschätzungen im Bezug auf Berhshire, die aktuelle Wirtschaft und vieles mehr.

Im Geschäftsbericht 2013 gab der heute 85-jährige, der sich aktuell bester Gesundheit erfreut, zusätzlich Auskunft über einige Anweisungen, die seine Hinterbleibenden nach seinem Tod in die Tat umsetzen sollen:

“My money, I should add, is where my mouth is: What I advise here is essentially identical to certain instructions I’ve laid out in my will. One bequest provides that cash will be delivered to a trustee for my wife’s benefit. (I have to use cash for individual bequests, because all of my Berkshire shares will be fully distributed to certain philanthropic organizations over the ten years following the closing of my estate.) My advice to the trustee could not be more simple: Put 10% of the cash in short-term government bonds and 90% in a very low-cost S&P 500 index fund. (I suggest Vanguard’s.) I believe the trust’s long-term results from this policy will be superior to those attained by most investors – whether pension funds, institutions or individuals – who employ high-fee managers.”

Warren Buffett –Geschäftsbericht 2013

Mit der Empfehlung, 10% des Bargeldvermögens in kurzfristige Staatsanleihen und 90% in günstige S&P500 Indexfonds zu investieren, hält Buffett einen überraschenden Tipp für Investoren weltweit bereit.

Der Großmeister des Aufspürens interessanter Investments rät zu einem passiven Investment und erwähnt mit keiner Silbe das Investieren in Einzelaktien???

Warum der S&P500?

Der S&P500 ist ein Aktienindex, wobei S&P für Standard & Poor’s steht und die 500 für die Anzahl der im Index enthaltenden Unternehmen. Die 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen werden so wie auch der DAX30 mit Hilfe der Marktkapitalisierung gewichtet. Im Gegensatz zu dem DAX30 ist aber der S&P500 ein Kursindex und kein Performanceindex.

Berechnungsgrundlage und Begriffsdefinitionen

Mit seiner Empfehlung tritt Buffett vielen Investoren und Fondsmanagern auf die Füße, denn er sagt indirekt, dass sie den S&P500 trotz aller Uniabschlüsse und Computerprogramme auf lange Sicht nicht übertreffen können. Wenn man also direkt und selbst auf den S&P500 setzt, spart man sich die Kosten für die Investmentprofis. Der S&P500 gilt dabei als eine sichere Sache (wenn man einen entsprechend langen Anlagehorizont wählt), da ständig die 500 größten amerikanischen Aktien enthalten sind. Die Einordnung erfolgt, ähnlich wie beim DAX30, voll automatisch nach transparenten Regeln. Emotionen oder Interessen einzelner Marktteilnehmer spielen dabei keine Rolle. Im Gegensatz zu dem Stock-Picking, bei dem einzelne Aktien ausgewählt werden, um von deren Performance zu profitieren, bietet eine Investition in einen Index zwei große Vorteile:

  1. Entsprechend der Eigenschaft eines Fonds wird das Risiko breit gestreut
  2. ETFs sind eine entspannte Art und Weise der Investition, da man nicht ständig den Gewinnen der einzelnen Aktien hinterherjagen muss.

S&P500


Was ist ein ETF und wie funktioniert dieser?

ETF steht für Exchange Traded Fund. Im Deutschen wird es auch als Indexfond bezeichnet. Das Prinzip ist denkbar einfach: Ein ETFs spiegelt die Wertentwicklung eines Börsenindex wider, d.h., wenn beispielsweise der Dow Jones um 5% steigt, gewinnt auch der Indexfond 5%. Dasselbe gilt natürlich auch, wenn der Dow Jones fällt.

EFTs sind im Grunde passiv verwaltete Indexfond. Das bedeutet, dass sie nicht von Fondgesellschaften gemanagt werden, sondern sind eine exakte Abbildung eines Index. Im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds sind ETFs viel günstiger, da die Ausgaben für die Verwaltung wegfallen. Wie Aktien sind ETFs Anteile ohne Laufzeitbegrenzung, die am Sekundärmarkt permanent erworben und gehandelt werden. Als Sondervermögen gehen ETFs im Falle eines Falles nicht in die Insovenzmasse ein, sodass der Einsatz nicht verloren wäre.

EFTs erfreuen sich immer größerer Beliebtheit (weltweit sind fast 2500 Milliarden Dollar in ETFs investiert). Der Grund ist einleuchtend: Nicht zuletzt die Studie des Nobelpreisträgers Eugene Fama zeigen, dass kaum ein Fondmanager auf lange Sicht eine bessere Performance verzeichnen kann als die großen Indices. ETFs können so flexibel gehandelt werden wie Aktien, haben eine ähnlich günstige Kostenstruktur wie Zertifikate und bieten durch ihre Zusammensetzung eine breite Risikostreuung. Sie gelten als relativ sichere Anlage und sind daher auch für Privatanleger geeignet.

Der passende Index

Okay, das Grundprinzip des ETFs haben wir beleuchtet. Doch wie wählt man den richtigen Index aus? Indexfonds gibt es auf alles Mögliche. Aber ob es richtig erscheint, auf den thailändischen Index MSCI zu setzten, muss man wohl selbst entscheiden. Einfach den S&P500 wählen, so wie Buffet es rät, wäre natürlich auch eine Möglichkeit.

Als Anfänger macht es zunächst Sinn, einen vertrauten Index wie den DAX oder den Euro Stoxx 500 zu wählen, da deren aktueller Stand einfach und ständig abrufbar ist. Trotzdem ist man auch als Anfänger nicht auf diese Indices beschränkt. So kann man beispielsweise sein Geld weltweit streuen und sich für den MSCI World (ein Mischfonds von Aktien aus Schwellen- und Industrieländern) entscheiden.

Unabhängig vom gewählten Index sollte man als Anleger verstehen, wie sich der gewählte Index zusammensetzt und wie die einzelnen Bestandteile, die den Index ausmachen, für die Bewertung gewichtet werden. Die nötigen Informationen dazu befinden sich in der Regel auf den Internetseiten der Emittenten.

Kennzahlen, Wertentwicklung, Auswahlkriterien

Obwohl jeder ETF die Wertentwicklung des jeweiligen Index widerspiegeln soll, gibt es immer mal wieder geringfügige Abweichungen. Wie groß diese Abweichungen sind, gibt der Tracking-Error an. Je höher der Tracking Error ist, umso größer ist auch die Abweichung. Ein Tracking-Error von null bedeutet, dass es keine Abweichung gibt. Werte von 0,5% gelten hierbei bereits als hoch. In diesem Falle sollte der Kauf zumindest noch einmal überdacht werden. Eine weitere wichtige Kennzahl ist die Tracking Difference. Sie gibt Auskunft über die Differenz der Rendite des ETFs und der Rendite des zugrundeliegenden Index. Fällt die Kennzahl positiv aus, hat der ETF die Wertentwicklung des Index übertroffen. Das kann beispielsweise passieren, wenn Fonds ihre Aktien kurzfristig verleihen oder Steuerrückerstattungen vom Anbieter an die Kunden weitergereicht wurden.

Was darf ein ETF kosten?

Wie bei allen anderen Finanzprodukten auch spielen die Kosten auch bei den ETFs eine große Rolle. Auch wenn diese im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds deutlich geringer ausfallen, sollte auch hier auf jeden Euro geachtet werden. Oftmals finden sich die Gesamtkosten auf der Anbieterseite unter “TER” (englische Abkürzung für Gesamtkostenquote) wieder. Zudem sollte darauf geachtet werden, wie groß der Spread (Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs) ist.

Da ETFs am Markt gehandelt werden, entstehen zusätzliche Odergebühren, die vom jeweiligen Broker abhängen.

Das soll an dieser Stelle als Einstieg in das Thema „ETFs“ reichen. Wie ihr den Denkansatz in die Tat umsetzten könnt? Darüber werde ich in der nächsten Woche schreiben. Außerdem werde ich euch zeigen, wie ich durch einen mehr oder weniger automatischen Spar- und Investionsplan die Werteentwicklung meines Portfolios nicht nur von einem einzigen Einstiegszeitpunkt abhängig mache und so das Risiko vermindern kann. Aber dazu mehr in der nächsten Woche.

Bis dahin eine erfolgreiche Zeit.

 

PS so setzt man einen ETF-Sparplan richtig um und schlägt auch den Markt: ETF-Sparpläne richtig kombinieren

 

by Mai 06, 2015 1 Kommentar
Wie entstehen Preise?

Wie entstehen Preise?

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Wie entstehen Preise?

Alle arbeiten mit ihnen, reden darüber, nehmen sie als Fundament für Handelsentscheidungen oder betrachten sie als Buch mit sieben Siegeln: Börsenkurse, deren Bewegungen und die Gründe für eben diese.
Aber fangen wir einmal ganz vorne an und fragen uns, wie sie entstehen? – im Orderbuch:

Durch die treibenden Kräfte des Marktes: Angebot und Nachfrage.

Prinzipiell kannst Du dir den Börsenhandel wie den Handel auf einem orientalischen Markt vorstellen, viele Menschen treffen aufeinander. Angebot und Nachfrage werden durch Verhandlungen auf einen Nenner gebracht.
Früher geschah eben dies an den Parkettbörsen, heute, da alles zunehmend elektronisch abgearbeitet wird, vergessen viele, was im Hintergrund eigentlich passiert.
Der Mechanismus ist überall derselbe, sei es an einer Parkettbörse oder an der Xetra (einem elektronischen “Marktplatz”). Angebot und Nachfrage (ich weiß, ich wiederhole mich, doch es ist einfach essenziell, dass Du dir das verinnerlichst) werden im Orderbuch zur Übereinstimmung gebracht. Dabei entsteht die Times and Sales Liste (T&S) von der dann später die Charts abgeleitet werden.
Hierbei gelten 4 fundamentale Prinzipien:

  1. Preiskontinuität
  2. Widerspiegelung der Marktsituation
  3. Gleichbehandlung der eingehenden Aufträge
  4. Umsatzbetrachtung bei der Ausführung

 

Zu 1. (Preiskontinuität): Hierbei soll gewährleistet werden, dass der neue Kurs nicht zu weit vom vorherigen entsteht, sprich, dass keine übermäßigen Kurslücken (Gaps) entstehen (dieser Punkt ist bei Computer-/elektronischen- Börsen nicht immer gewährleistet, vor allem bei geringem Volumen im entsprechenden Finanzprodukt).

 

Zu 2. (Widerspiegelung der Marktsituation): Dieser Punkt ist weitgehend selbst erklärend und kann mit  Punkt 1 verglichen werden. Es soll schlicht verhindert werden, dass einzelne Aufträge den Markt irrational weit von seinem aktuellen Preis wegbewegen, wobei hier die Marktsituation einbezogen wird. So kann es nach einem raschen Anstieg durchaus zu einem finalen Gap kommen, wenn ausreichend viel Volumen diese Sprünge trägt oder bei abfallendem Volumen entsprechende Orders im Markt liegen. Jedoch gilt auch hier, dass dieses im Rahmen einer “rationalen” Kursstellung erfolgen muss,der Kurs darf also nicht gestellt werden. Daher ist hier nicht mit einem Sprung von sagen wir 100 % zu rechnen.

Zu 3 (Gleichbehandlung der eingehenden Aufträge): Alle Orders werden unabhängig ihres Volumens abgerechnet. Die determinante Größe für die Ausführung ist der Eingang (Zeit) der Order.

Zu 4 (Umsatzbetrachtung bei der Ausführung): Dieses Prinzip besagt, dass immer der Kurs mit dem höchstmöglichen Umsatz zu stellen ist.
Hierbei können wir wieder zu unserem anfangs genannten Beispiel, dem orientalischen Basar, zurück kommen. Es macht Sinn, dass der Händler seine Waren zu den Preisen anbietet, zu welchen er die meisten Abnehmer findet.
Jeder, der vielleicht bereits die Chance hatte, einen orientalischen Markt zu erleben, kann sich jetzt bereits etwas mehr unter der Kursstellung der Börse vorstellen.
Jedoch nur etwas…
Denn wie funktioniert das denn nun genau mit der Stellung von Kursen?

 

Quotes für wie entstehen Preise



Die Tabelle zeigt ein Beispiel für Orders in einem Orderbuch, sowie das zum genannten Preis akkumulierte Volumen der Angebots- und Nachfrageseite. Die rechte Spalte gibt den möglichen Umsatz an.

Angenommen der Preis stand bei 52, was ist bei aktueller Orderbuchlage der neue Preis?
Nach dem Prinzip des Umsatzes muss nun der Kurs gerechnet werden, der bei gleichzeitiger Preiskontinuität den höchsten Umsatz generiert. Dies wäre in unserem Fall genau 53, denn auch zu anderen Preisen ließe sich nicht einmal mit einem gehörigen Sprung ein größerer Umsatz generieren.

Gleichfalls ist es wichtig, dass Du die Form der Börse beachtest. Sprich ob es sich um eine Parkettbörse mit Makler oder um eine elektronische Börse wie der Xetra handelt.

In elektronischen Börsen wie der Xetra oder auch der Eurex sind oftmals starke Kursschwankungen zu Newszeiten oder Zeiten geringen Volumens zu sehen.
Solche Bewegungen entstehen durch ein Ausdünnen des Orderbuches, da Limits vor den News aus dem Markt genommen werden um von den Sprüngen des lückenhaften Orderbuches nicht überrascht und abgefischt zu werden.

Ein absolutes Bilderbuchbeispiel, welches ich selbst erleben durfte: mit Lücken, Sprüngen, Handelsaussetzungen und, in den extremsten Ausführungen, Kursschwankungen von über 30 %.

Black Swan EUR/CHF.
Dieses Event war hauptsächlich deswegen so drastisch, da es an einem rein elektronischen Börsenplatz und noch dazu OTC stattgefunden hat. An einer Parkettbörse wäre es nicht ganz so dramatisch ausgefallen, da hier neben dem Umsatz auch noch die drei anderen Prinzipien in die Kursstellung Einzug erhalten hätten. Dadurch hätte sich der Overshoot nicht ganz so drastisch ausgewirkt.

Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesem Beitrag die Prinzipien der Kursstellung etwas näher bringen und auch die Relevanz über eben dieses Wissen durch ein nicht allzu altes Beispiel verdeutlichen.
Ich selbst erachtete dieses Wissen lange für nicht übermäßig relevant, aber unter dem Strich galt für mich besser spät als nie…

Wenn ihr mehr zum Thema Markt-Technik erfahren wollt, kann ich euch dieses Buch wärmstens empfehlen.

 

by Apr 05, 2015 1 Kommentar