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Wofür wird eine Finanzierung aufgenommen und lohnt sich ein Kreditvergleich

Wofür wird eine Finanzierung aufgenommen und lohnt sich ein Kreditvergleich

EF

Niedrige Leitzinsen machen Kreditfinanzierungen in vielen Ländern der Welt aktuell sehr günstig, auch in Deutschland ist der Zinssatz auf einem historischen Tief. Doch was des Sparers Leid, ist des Kreditnehmers Freud. Die Kreditzinsen sind auf einem Tiefstand, nie war der Vergleich von Krediten und der Online-Abschluss so leicht möglich. Selbst die Bonitätsprüfung ist heutzutage mit Anbietern wie Score Kompass online sowohl kostenlos als auch in Sekundenschnelle erledigt. Daher wollen wir einmal betrachten, wie viele Bundesbürger einen Kredit aufgenommen haben, wofür die Deutschen diesen Kredit verwenden und auf was bei einem Vergleich bzw. dem Abschluss solcher Konsumkredite zu achten ist.

Wofür der Deutsche gerne einen Kredit aufnimmt

In Deutschland sind nach den Zahlen einer Studie der GFK Finanzmarktforschung zum aktuellen Zeitpunkt (Stand Marktstudie 2017) 38.500.000.000€ an Kreditvolumen ausstehend. Alleine im Jahr 2016 wurden davon 38,5 Mrd. € an Privatpersonen ausgezahlt. Diese beeindruckende Summe spiegelt sich auch in der Anzahl derer wider, die zum aktuellen Zeitpunkt eine Finanzierung nutzen. In Deutschland sind es etwa 36% der Befragten, die mindestens auf eine Art einen Kredit aufgenommen haben – das ist in etwa jeder Dritte. 27% der Befragten haben einen Ratenkredit und immerhin 14% verfügen über einen Dispokredit. Aus der Gruppe der Ratenkreditnehmer fallen im Schnitt zwei Ratenkredite auf jeden Kreditnehmer. Die durchschnittlich ausstehende Restschuld liegt bei 9800€. Ziel der GFK-Studie war es, zu diesen Zahlen die Verteilung aller Kredite zu erfassen und den Anteil unterschiedlicher Verwendungszwecke am Gesamtvolumen herauszuarbeiten, um einen Überblick über die Konsumneigungen der Bewohner der Bundesrepublik zu erhalten. Die Ergebnisse lassen sich dem Schaubild entnehmen. Score KompassAbb.: Wofür die Finanzierung genutzt werden (% > 100%, da Mehrfachnennung)

Wofür werden die Kredite genutzt?

Fassen wir die Ergebnisse der Studie nochmals in Worten zusammen:
– 32% finanzieren ihren Gebrauchtwagen und 26% ihren Neuwagen.
– Möbel sowie eine neue Küche werden von rund 17% finanziert.
– Laut der Studie benutzen nur 16% der Finanzierungsnehmer ihr Darlehen, um einen Ratenkredit abzulösen.
– Unterhaltungselektronik, wie eine neue Spielekonsole oder ein Heimkinosystem werden von 14% der Deutschen mit einem Ratenkredit finanziert.
– Haushaltsgroßgeräte werden zu 13% finanziert.
– 12% gleichen ihren Dispozinskredit aus.
– Renovierungen oder Umzüge werden von insgesamt 10% per Finanzierung bezahlt.
– 7% finanzieren Bekleidung und Schmuck.
– 6% nehmen für den Urlaub eine Finanzierung auf.

Es ist in der Autonation Deutschland kaum verwunderlich, dass der Löwenanteil der vergebenen Konsumkredite für die Finanzierung von Neu- und Gebrauchtwägen in Anspruch genommen wird. Immerhin 32% der Befragten gaben an mit Ihren Krediten ein gebrauchtes Automobil erworben zu haben bei 26% war es ein Neufahrzeug. Das heißt mehr als jeder Dritte hat mit dem aufgenommenen Geld seinen Traum eines neuen Autos finanziert. Dabei gilt es besonders beim Automobilkredit die unterschiedlichen Angebote zu vergleichen und sich das bestmögliche zu sichern, denn die Händlerfinanzierung ist nicht immer am sinnvollsten.

Beispiel, wieso ein Onlinekreditvergleich sinnvoll ist.

Gebraucht- und Neuwagenkauf: Wie im oberen Abschnitt bereits angemerkt, ist speziell beim Autokauf auf die Auswahl einer passenden Finanzierung zu achten. Es ist nicht nur wegen des Kreditvolumens, sondern auch aufgrund der Häufigkeit dieser Kredite elementar, hier einen Überblick über die gegebenen Möglichkeiten zu haben. Selbst wenn Sie aktuell nicht planen, ein neues Auto zu kaufen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass Sie in Ihrem näheren Umfeld jemanden haben, der von Ihrem Wissen in der nahen Zukunft profitieren kann. Zudem lassen sich die in Folge genannten Punkte prinzipiell auf alle möglichen Umstände und Verwendungszwecke projizieren. Bei der Automobilfinanzierung bieten sich im Allgemeinen zwei unterschiedliche Möglichkeiten an einen Kredit aufzunehmen. Zum einen gibt es fast immer die Option einer Händlerfinanzierung. Auf der anderen Seite steht die Online-Finanzierung. Dabei gibt es zu diesen beiden Kreditfinanzierungsformen vier entscheidende Punkte zu nennen, die die Online-Finanzierung im direkten Vergleich besser abschneiden lassen.

Nachteil der Händlerfinanzierung:
– Ist nicht neutral – kommt über Partner- oder Herstellerbank
– Verkäufer erhalten oftmals eine Provision für die Vermittlung (pushy Abverkauf)

Vorteil der Online-Autokredite
– Neutraler Anbieter
– Große Auswahl aus über 20 Banken

Ein weiterer großer Vorteil von Onlin- Krediten ist die einfache Bonitätsprüfung, die heutzutage im Internet kostenfrei und in Echtzeit möglich ist. Wir sehen darin einen echten Pluspunkt, da hier dem Kunden gegenüber wirkliche Transparenz geschaffen wird. Eine Plattform, die eine solche Bonitätsprüfung online durchführt, ist beispielsweise Score Kompass. Abschließend bleibt zu sagen, dass in jedem Fall eine Kreditfinanzierung immer zu prüfen und zu vergleichen ist, um das bestmögliche Angebot für sich zu finden, denn nur so ist sichergestellt, dass Sie mit Ihrem Kauf rundum zufrieden sind.


Quellen: https://www.bfach.de/media/file/17231.Marktstudie_2017_Konsum-Kfz-Finanzierung_BFACH.pdf https://de.statista.com/statistik/daten/studie/6804/umfrage/kredite-an-privatpersonen-in-deutschland/ Große FORSA Umfrage 2016 bei über 1.000 Kreditnehmern

by Feb 06, 2018 Keine Kommentare
Investieren und Traden mit Python lernen – Das Testen einer ersten Handelsstrategie – Backtest Python

Investieren und Traden mit Python lernen – Das Testen einer ersten Handelsstrategie – Backtest Python

Analysetechniken

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Unter Annahme der Grundsätze der technischen Analyse ändert sich das Verhalten von Marktteilnehmern nicht innerhalb kürzester Zeit. Daher können wir aus dem Verhalten in der Vergangenheit auf das in der Zukunft schließen. Genau diese Idee liegt den sogenannten Backtests zugrunde.

In Backtests überprüft man, wie eine bestimmte Handelsstrategie in der Vergangenheit abgeschnitten hätte. Ein Backtest ist keine Garantie dafür, dass sich ein Markt in Zukunft weiter genauso entwickelt, wie er es in der Vergangenheit getan hat. Er erlaubt einem lediglich zu verstehen, ob ein Ansatz erfolgreich sein kann und man in Folge mit Aktien Geld machen können. Wenn dies nicht der Fall ist, sollte man die Idee am besten nicht weiterverfolgen, da sie tendenziell nicht gewinnbringend sein wird.

Um den Prozess eines Backtests einmal beispielhaft zu präsentieren, wird im nachfolgenden Artikel der Moving-Average Crossover als Signal in Python erstellt. Zudem soll eine Klasse Portfolio ergänzend die Ergebnisse visualisieren.

Backtest einer Handelsstrategie in Python lernen – der Moving Average Crossover (Golden Cross)

Der Moving-Average-Crossover ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Trading-/ Investitionsansätze der technischen-Analyse. Dabei wird versucht, die Verluste zu beschränken und die Gewinne weit laufen zu lassen und so einen positiven Erwartungswert zu erzeugen. Mehr zur Intuition und der Funktionsweise des Signals können Sie in unserem Artikel zu Gleitenden Durchschnitten erfahren.

Ab hier wird angenommen, dass Sie sich mit der Idee des Signals vertraut gemacht haben, sodass wir uns nur noch auf den Code konzentrieren können. 

Beziehen der Kursdaten für einen Backtest – Python data access

Zunächst benötigen wir Kursdaten für die nachfolgende Datenanalyse bzw. Backtest. Diese beziehen wir wie in diesem Artikel beschrieben. Wir legen allerdings dieses Mal in unserem neuen Projekt eine entsprechende neue Klasse an, die aber im Prinzip den selben Inhalt hat, sodass man diese Features theoretisch auch vererben könnte. Wer sich für dieses Konzept interessiert, kann hier mehr dazu nachlesen. Dafür importieren wir zum Beginn des Programms wie üblich alle notwendigen Pakete:

from pandas_datareader import data as pdr

import fix_yahoo_finance # must pip install first

import numpy as np

import pandas as pd

import datetime

from conda.common import signals

from matplotlib import pyplot as plt

Daraufhin beginnen wir die Klasse zu erstellen, die uns dazu dienen soll die Daten zu beziehen und entsprechende Prozessschritte zu durchlaufen, die Ihnen die Evaluation Ihrer Strategie erlauben. Die Klasse, die dazu erstellt werden, soll ist die Klasse Quantitative Strategy. Diese bezieht im ersten Schritt die Kursdaten mithilfe des Pandas-Datareader. Die dafür notwendigen Parameter werden in der __init__ Methode übergeben und in Folge an das Objekt übergeben.

class QuantitativeStrategy():
    def __init__(self,stock_ticker,start_date,schnell,langsam):
        self.aktie = pdr.get_data_yahoo(stock_ticker,start_date).copy()
        self.schneller_ma = schnell
        self.langsamer_ma = langsam

Nachdem all diese notwendigen Informationen dem Objekt zugeordnet wurden, liegt der nächste Schritt in der Definition der Handelsstrategie zu definieren und auf der Anwendung der Kursdaten auf die gewählten Aktien.

Erstellen der Indikatoren und der Handelssignale mit Python

Dafür erstellen wir eine Methode, welche Sie später mit dem erstellten Objekt verwenden können. Als Ergebnis liefert die Methode einen Dataframe, der alle notwendigen Informationen zum Signal der Strategie, sowie den jeweiligen Returns der Periode enthält, um die Entwicklung eines Kontos zu simulieren.

        #Wenn heute das Signal entsteht, darf erst morgen eine Position daraufhin eingegangen werden.
        #Wenn dies nicht beachtet wird, wird jede Strategie automatisch zum Powerhouse, da die bekannte
        #Zukunft in die Entscheidungen mit einfließt
        #Dazu shiften wir die Signalspalte um eine Periode in die Zukunft - sodass das Signal am Folgetag

        #für die Handelsentscheidung herangezogen wird
        signals["signal"] = signals["signal"].shift(1)
        return signals

Dabei muss man beachten, dass ein Signal immer zum Ende des Tages entsteht und daher erst die Renditen des nächsten in die Berechnung einfließen dürfen. Aus diesem Grund verwenden wir die Shift-Funktion des Dataframes um die Signale um eine Periode zu verschieben. Eine 1 in der Signal-Spalte bedeutet daher, dass die Rendite des betreffenden Tages für den Backtest verwendet werden kann und soll. Die Signale stellen wir in diesem Fall einfach über eine Spalte dar, welche True oder False enthält, also: das Signal ist aktuell aktiv oder das Signal ist inaktiv. Ob der Wert der jeweiligen Zeile True oder False ist, hängt in diesem Fall von den beiden gleitenden Durchschnitten ab, die wir mit dem folgenden Abschnitt erstellen:

schnell = self.aktie["Adj Close"].rolling(window = self.schneller_ma).mean()

langsam = self.aktie["Adj Close"].rolling(window = self.langsamer_ma).mean()

signals["signal"] = (signals["schnell"] > signals["langsam"])*1 #Ergibt True und False

zum Schluss wird signals als Ergebnis ausgegeben. Das Objekt signals ist ein Pandas DataFrame, welcher die täglichen Renditen, die Signallage, sowie die Kursdaten der Aktie enthält.

Berechnung der Kontoentwicklung der Handelsstrategie im Backtest mit Python lernen

Mit Hilfe des erstellten DataFrames, können nun alle Auswertungen erstellt werden, die man von einem Backtest erwarten kann. Dazu zählen sowohl die Kontoentwicklung als auch die möglichen Auswirkungen von verschieden hohen Hebeln auf die Handelsstrategie. Um diese Daten greifbar zu machen, werden wir Liniencharts und Histogramme verwenden.

Dazu wird eine neue Klasse angelegt. Diese bekommt die zuvor erstellten Daten übertragen, sodass sie auf diese zugreifen kann.

class PortfolioBacktest():
    def __init__(self,signal_matrix):
        self.signal_matrix = signal_matrix

Somit entsteht ein Portfolio-Objekt, das die Daten der Aktie trägt. Mit diesen Daten soll nun mit Backtest-Methoden gearbeitet werden: 

    def equity_development(self,initial_account_size = 10000,leverage = 1):
        df = self.signal_matrix
        df.dropna(inplace = True)
        df["return"] = df["Adj Close"].pct_change()
        df["strategy_returns"] = df["signal"]*df["return"]*leverage+1
        df["capital_growth"] = df["strategy_returns"].cumprod()
        df["stock_performance"] = (df["return"]+1).cumprod()
        df["stock_performance"] = df["stock_performance"]*initial_account_size
        df["equity"] = df["capital_growth"]*initial_account_size
        #fig, axes = plt.subplots(nrows=2, ncols=2)
        fig = plt.figure()
        ax1 = fig.add_subplot(221)
        ax2 = fig.add_subplot(222)
        ax3 = fig.add_subplot(212)
        df[["equity","stock_performance"]].plot(ax = ax3)
        (df["return"]).plot(ax = ax1,kind = "hist",title = "Histogram of Stock Returns")
        filter_null_returns = (df["strategy_returns"] != 0)
        (df["strategy_returns"][filter_null_returns]-1).plot(ax = ax2,kind = "hist", title = "Histogram of Strategy Returns")
        return(df)

 Dieser Code-Block wirkt zunächst überwältigend. Brechen wir ihn einmal herunter, um Klarheit zu schaffen. 

    def equity_development(self,initial_account_size = 10000,leverage = 1):

Definiert die Methode equity_development. Diese Methode soll unabhängig von dem verwendeten Signal immer dieselben Ergebnisse produzieren. Dies ist möglich, da in dem DataFrame verschiedene Daten hinterlegt sind und diese -ganz gleich welches Signal erstellt wird- immer gleich heißen werden. So wird es immer eine Spalte “Adj Close” geben und immer eine Spalte “signal”. Somit kann an Hand dieser nun die Grafik produziert werden. Zu Beginn werden einige Schritte zur Bereinigung der Daten durchgeführt. Soll entschieden werden, ob eine Handelsstrategie mit echten Geld umgesetzt wird, muss dies noch etwas sauberer ausgestaltet werden. Für einen ersten Versuch ist das hier gezeigte Vorgehen vollkommen aus.

        fig = plt.figure()
        ax1 = fig.add_subplot(221)
        ax2 = fig.add_subplot(222)
        ax3 = fig.add_subplot(212)

 

Definiert die Abschnitte der Grafik, auch “Subplots” genannt. Diese Abschnitte erlauben das Anordnen der Grafiken wie in diesem Beispiel: 2 Grafiken oben und eine große Grafik unten. Um die Grafiken in die erstellten Platzhalter zu “schreiben,” soll die in Pandas enthaltene Plot-Methode verwendet werden, wobei über die ax1,ax2,ax3 Variable die jeweilige Position zugeordnet wird.

        df[["equity","stock_performance"]].plot(ax = ax3)
        (df["return"]).plot(ax = ax1,kind = "hist",title = "Histogram of Stock Returns")
        filter_null_returns = (df["strategy_returns"] != 0)
        (df["strategy_returns"][filter_null_returns]-1).plot(ax = ax2,kind = "hist", title = "Histogram of Strategy Returns")
        return(df)

Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Strategy = QuantitativeStrategy("BAS.DE","2010-01-01",20,80)
Strategy = Strategy.moving_average_cross()
Portfolio = PortfolioBacktest(Strategy)
Results = Portfolio.equity_development()

Im weiteren Verlauf könnten nun noch weitere Statistiken erstellt werden, die die Handelsstrategien näher beschreiben, wie z.B. das Sharpe-Ratio, die Standardabweichung, der Max-Drawdown und viele weitere, die notwendig sind um eine wirkliche Aussage über die Güte einer Strategie zu treffen.

Wie bereits angesprochen, erlaubt unser Backtest auch die Entwicklung zu hebeln. Der Hebel ist dabei ein fester Wert, der die Renditen faktorisiert. Dies entspricht also nicht dem klassischen Hebel in Form eines Kaufs mit Margin, sondern vielmehr der Verhaltensweise eines Faktor Zertifikats, da der Hebel täglich neu auf die voreingestellt Zahl angepasst wird und die entstandene Rendite multipliziert.
Um einen Kauf auf Margin darzustellen, müssen wirkliche alle Käufe und Verkäufe zu bestimmten Kursen erstellt und verarbeitet werden. Dies ist wesentlich komplizierter als das gewählte Beispiel. Das hier gezeigte Szenario lässt sich mit: „Ich bin investiert“ oder „Ich bin nicht investiert“ beschreiben , bei dem Transaktionskosten keine Berücksichtigung finden.

Betrachten wir nun einmal das Ergebnis unserer Hebelmöglichkeiten:

Strategy = QuantitativeStrategy("BAS.DE","2010-01-01",20,80)
Strategy = Strategy.moving_average_cross()
Portfolio = PortfolioBacktest(Strategy)
Results = Portfolio.equity_development(leverage = 3)

Nun schlägt auch unsere Strategie den Markt. Da sie es schafft, die Renditen zu transformieren und somit auch Verlustphasen soweit beschränken kann, dass das Konto nicht auf Null fällt und der Hebel langfristig zum Vermögensaufbau beitragen kann. 

Das ist das Ende der Reihe Python lernen für Investieren und Traden.
Die verwendete Codes finden sich auch auf meinem GitHub Repository und sind frei zum Download verfügbar: https://github.com/JulianStorz/Python_Backtest

Bei Fragen hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar oder schreiben Sie uns an info@insidetrading.de oder abonnieren Sie unseren Newsletter.

by Jan 19, 2018 Keine Kommentare
Investieren und Traden mit Python lernen – Erstellen von Charts und Grafiken mit Matplotlib

Investieren und Traden mit Python lernen – Erstellen von Charts und Grafiken mit Matplotlib

Analysetechniken

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Investieren und Traden mit Python lernen – Erstellen von Charts und Grafiken mit Matplotlib
Nachdem im vorangegangenen Beitrag besprochen wurde, wie man sich mit Python von verschiedenen Quellen Kursdaten, sowie Fundamentaldaten für die Analysen downloaden kann, soll es sich nun vornehmlich um die Erstellung erster Charts und Grafiken drehen. Sie wollen die Daten sicher nicht nur im Zahlenformat analysieren.

Grafiken für Finanzanalysen in Python – Matplotlib

Für die grafische Analyse werden wir Matplotlib verwenden, eine Library in Python, welche eine Vielzahl von Darstellungsmöglichkeiten bietet. Darunter sind folgende Chart Typen

Balkendiagramme
Säulendiagramme
Liniencharts
Kreisdiagramme
Kerzencharts
Histogramme
Polarcharts

Eine Übersicht über alle verschiedenen Formen von Plots findet sich auf der Matplotlib.org Seite.
Die Möglichkeiten, die sich durch Matplotlib ergeben, sind nahezu grenzenlos.

Um Matplotlib nutzen zu können, installieren Sie dieses bitte über die Konsole mit Hilfe von pip install.

In dem folgenden Abschnitt werde ich mit Ihnen eine Klasse erstellen, die für Sie verschiedene Grafiken einfach direkt erstellen kann. Dabei werden wir eine objektorientierte Programmierweise verwenden. Diese ist etwas anspruchsvoller, jedoch können Sie alleine mit dem Code, den Sie in diesem Artikel finden, bereits ansehnliche Grafiken für beide vorgestellten Datenquellen erstellen.

Kursdaten mit Python als Linienchart darstellen

Zuerst importieren wir wie gewohnt alle notwendigen Pakete für das Programm, das wir erstellen wollen.

from pandas_datareader import data as pdr
import fix_yahoo_finance
import quandl
import matplotlib.pyplot as plt
import pandas as pd

Daraufhin definieren wir die Klasse, mit deren Hilfe wir die Daten beziehen wollen. Dieser übergeben wir den Ticker des Produkts sowie das Start Datum, also ab wann wir die Zeitreihe beziehen wollen.

class Stock_Analysis:
    #
    def __init__(self, Stock_Ticker,Start_Date,Stock_Name):    
        self.ticker = Stock_Ticker
        self.start_date = Start_Date
        self.name = Stock_Name
        self.stock_data = pdr.get_data_yahoo(self.ticker,self.start_date)

Die Init Methode ist die Methode, welche beim Aufrufen der Klasse, also dem Erstellen eines Objektes immer als erstes ausgeführt wird. Mit ihrer Hilfe werden dem Objekt die einzelnen Eigenschaften übergeben, die es trägt.
Dabei werden dem Obekt über self.xxx Werte zugeordnet. In unserem Beispiel übergeben wir also einem Objekt, das wir mit Hilfe dieser Klasse erstellen, folgende Informationen:

self.ticker

Ist der Ticker, welchen wir abfragen wollen

self.start_date

Das Startdatum, ab dem die Daten abgefragt werden sollen

self.name

Übergibt dem Objekt den als Inputwert angegebenen Namen der Aktie

self.stock_data

Bezieht mit Hilfe des pandas_datareaders die Kursdaten des von Ihnen gewünschten Unternehmens

Neben der __init__ Methode brauchen Sie nun weitere Methoden, um mit den gewonnen Daten zu arbeiten. Die erste Methode, die wir dazu einführen wollen, ist die Print_Data() Methode, welche die gespeicherten Kursdaten ausgibt.

    def Print_Data(self):
        print(self.stock_data)
        return self.stock_data

Diese Methode erhält selbst keine Inputfaktoren mehr und ist somit ausschließlich von den Informationen abhängig, die das Objekt (self) bereits gespeichert hat. Dabei macht die Methode zwei Dinge:
print(self.stock_data)
Gibt die Daten in der Konsole aus, um sie zu betrachten
return self.stock_data
Kann die Daten an eine Variable übergeben, sofern dies gewünscht ist z.B: über

AktieA = Stock_Analysis(AktieA,2015-01-01,Name der Aktie A)
Akktienkurse = AktieA.Print_Data()

Somit können die Daten auch für Funktionen verwendet werden, die ggf. noch nicht als Methoden in der Klasse enthalten sind.

Als nächster Schritt sollen nun die ersten Grafiken erstellt werden. Hierfür soll zuerst ein klassischer Linienchart dienen:

    def Print_Linechart(self):
        plt.plot(self.stock_data["Adj Close"],label = self.name)
        plt.title("Adj. Aktienkurs des Unternehmens %s"%self.name)
        plt.legend()
        plt.xlabel("Time")
        plt.ylabel("Price")
        plt.show()

Hier wird bereits etwas komplexere Syntax angewandt. Um diese im Detail zu verstehen und nachvollziehen zu können, empfehle ich (wie auch in unseren Beiträgen zu MQL5) die Plattform Sololearn zu verwenden.

Gehen wir aber kurz über die einzelnen Schritte der Methode Print_Linechart():
plt.plot()
Bezieht sich auf pyplot, welches wir aus Matplotlib importiert haben. Da wir keine weiteren Informationen übergeben, wird die Methode als Standard einen einfachen Linienchart ausgeben. Als Parameter übergeben wird die angepassten Schlusskurse der Kursdaten, sowie als Label (Legende) den Namen des Unternehmens
plt.title()
Ebenfalls eine Methode aus Matplotlib, die für die Anpassung des Titels zuständig ist. Dieser wird über String-Formatierung zusammengesetzt, da der Name des Unternehmens, das im Chart dargestellt wird, immer ein anderes ist -nämlich der Namen, den wir dem Objekt in self.name gegeben haben
plt.xlabel() & plt.ylabel()
Sind für die Beschriftung der Achsen zuständig
plt.plot()
Zeichnet den Chart

apple = Stock_Analysis("AAPL","2015-01-01","Apple")
apple.Print_Linechart() 

Ich gratuliere – Sie haben gerade eine Klasse erstellt, mit einer Methode, die Ihnen alle möglichen Aktiencharts zeichnen kann. Sie haben sogar bereits die Möglichkeit, den Darstellungszeitraum sowie die Beschriftung individuell zu gestalten.
Aktien-Renditen mit Python als Histogramm darstellen

Doch wir wollen mehr – schließlich könnte man eine solche Grafik auch noch einfach im Internet beziehen. Betrachten wir im Folgenden einmal die Renditeverteilung einer Aktie für die historischen Kursdaten:

    def Histogramm_Returns(self):
        stock_returns = ((self.stock_data["Close"]/self.stock_data["Open"])-1)*100
        plt.hist(stock_returns)
        plt.show()

Wieder erstellen wir eine Methode für die Aktienklasse. In dieser Methode berechnen wir unter Zuhilfenahme von pandas die täglichen Renditen der Aktie, indem wir den Tagesschlusskurs durch den Tagesöffnungskurs teilen (Wichtig: Wir wollen wirklich nur die Renditen betrachten, welche innerhalb der Handels-Sessions erzielt werden, Overnight Gaps und Kurssprünge über Feiertage und das Wochenende werden nicht beachtet).
stock_returns = ((self.stock_data[„Close“]/self.stock_data[„Open“])-1)*100
Erledigt den eben genannten Berechnungsprozess für uns
plt.hist(stock_returns)
Erzeugt wiederum das Histogramm, welches in Folge mit plt.show() angezeigt wird. plt.hist hat abgesehen von den Inputdaten noch weitere Inputparameter, wie zum Beispiel die Balkenbreite, welche nach Verfahren wie dem nach Silverman oder Scott optimal geschätzt werden kann

Aktien-Korrelationen mit Python als Scatterplot darstellen

Für viele ist ebenfalls der Zusammenhang zwischen zwei Aktienwerten interessant. Wie stark korrelieren diese?
Die Frage, die sich stellt: „Was passiert mit Aktie B, wenn Aktie A steigt?“
Um diesen Zusammenhang grafisch zu veranschaulichen, verwenden wir Scatter-Plots. Diese stellen die Rendite von Aktie B in Abhängigkeit zu der Rendite von Aktie A dar. Da dieser Prozess etwas komplizierter ist, würde ich an dieser Stelle einfach den Code präsentieren und zwei Anwendungsbeispiele bringen. Die Funktionsweise können Sie dann durch das Nachbauen der Methode, sowie den obigen Methoden selbst nachvollziehen, da einige Gemeinsamkeiten bestehen.

def Scatter_Plot(self,comparison_ticker,ref_name):
        ref_stock = pdr.get_data_yahoo(comparison_ticker,self.start_date)
        ref_stock_name = ref_name
        stock_returns = 
        pd.DataFrame(((self.stock_data["Close"]/self.stock_data["Open"])-1)*100)
        ref_returns = pd.DataFrame(((ref_stock["Close"]/ref_stock["Open"])-1)*100)
        returns_df = stock_returns.join(ref_returns,lsuffix=
        ("Returns %s"%self.name),rsuffix=("Returns %s"%ref_stock_name))
        print(returns_df)
        ax1 = plt.subplot2grid((1,1),(0,0))
        ax1.grid(True, color = "b", linestyle = "-")
        plt.xlabel(ref_stock_name)
        plt.ylabel(self.name)
        plt.scatter(returns_df[returns_df.columns[1]],returns_df[returns_df.columns[0]])
        plt.title("Scatterplot von %s und %s"%(ref_stock_name,self.name))
        plt.plot()

Um die Funktionsweise dieser Methode sowie die Intuition hinter dieser Grafik etwas zu verdeutlichen, möchte ich für Sie an dieser Stelle zwei Beispiele erstellen. Zum einen mit zwei Unternehmen aus derselben Branche, bei denen ein Zusammenhang naheliegt, sowie mit zwei Unternehmen unterschiedlicher Branchen, bei denen dieser nicht direkt gegeben ist.

apple = Stock_Analysis("AAPL","2015-01-01","Apple")
apple.Scatter_Plot("msft","Microsoft")

Die Grafik stellt die Korrelation zwischen Microsoft und Apple grafisch dar. Es ist durchaus ersichtlich, dass ein positiver Zusammenhang zwischen Microsoft und Apple besteht, das bedeutet: Steigt Microsoft, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass Apple auch eine positive Tagesperformance aufweist, relativ hoch. Dieser Zusammenhang lässt sich aber noch besser bei den beiden Deutschen Autobauern Daimler und BMW erkennen.

apple = Stock_Analysis("DAI.DE","2015-01-01","Daimler")
apple.Scatter_Plot("BMW.DE","BMW")

In dieser Darstellung von Daimler Renditen gegen die Renditen von BMW wird der Zusammenhang von der Aktienperformance von Unternehmen aus demselben Sektor noch deutlicher. Es ist klar zu erkennen, dass die Renditen einen positiven Zusammenhang aufweisen.

Wie sieht dies nun aber für Unternehmen unterschiedlicher Sektoren aus? Und was ist mit der negativen Korrelation, von der in der Portfoliotheorie immer die Rede ist?

Betrachten wir einmal die täglichen Renditen von Tesla und Exxon mobile. Alleine von der Aufstellung der Unternehmen ist keinerlei Zusammenhang zu erwarten. Die Analyse für den Zeitraum von 2015-01-01 bis heute bestätigt diese Vermutung:

Stark negative Korrelationen zu finden, ist selbst in historischen Zeitreihen nicht unbedingt einfach, da tendenziell alle Aktien auf lange Sicht eine positive Wertentwicklung aufweisen und gerade während des aktuellen alten Bullenmarktes (Stand 2017) alle Aktien eine positive Tendenz aufzuweisen scheinen. Doch es gibt sie. So weisen zum Beispiel die Lufthansa und Pro Sieben im Zeitraum von 2016-01-01 bis heute einen negativen Zusammenhang.

Sowie gleichfalls in 2017:

Damit haben Sie das Ende der Einführung zur Erstellung von Grafiken für Finanzanalysen in Python erreicht. Der nächste Teil beschäftigt sich mit dem Backtesten von Strategien.

*Wir versuchen in unseren Codes grundsätzlich kostenfreie Datenquellen zu verwenden. Aufgrund der Tatsache, dass sie nicht kommerziell genutzt werden, kann sich die Verfügbarkeit im Laufe der Zeit verändern. Zudem kann es sein, dass Syntax sich im Laufe der Zeit verändert. (Stand Dezember 2017)

Die verwendeten Codes finden sich auch auf meinem GitHub Repository und sind frei zum Download verfügbar: https://github.com/JulianStorz/Python_Backtest

by Jan 19, 2018 Keine Kommentare
Investieren und Traden mit Python lernen – Beziehen von Kursdaten für Technische Analyse

Investieren und Traden mit Python lernen – Beziehen von Kursdaten für Technische Analyse

Analysetechniken

BITTE BEACHTEN SIE – DER API VON YAHOO FINANCE WURDE DAUERHAFT GESCHLOSSEN – ALS KOSTENFREIE ALTERNATIVE KÖNNEN SIE ALPHAVANTAGE ALS DATENQUELLE VERWENDEN – DIE DOKUMENTATION FINDEN SIE AUF DEREN SEITE

Für jede Analyse braucht es Daten, die eine Datenanalyse möglich machen. Ein deutsches Sprichwort sagt, „Woher nehmen, wenn nicht stehlen?“. Genau diese Frage stellt sich vielen, wenn es zum Thema Kapitalmarktdaten kommt. Doch ich verspreche Ihnen, es gibt Mittel und Wege, ohne dass Sie alles von Hand abtippen müssen.
API heißt das Zauberwort.

In diesem Beitrag soll es darum gehen, wie Sie an die Daten für Ihre Analysen kommen. Außerdem wird kurz die Handhabung von Pandas besprochen, des wohl wichtigsten Tools für den Umgang mit Daten in Python.

Installieren notwendiger Libraries für diesen Beitrag

Sofern noch nicht geschehen, sollten Sie an dieser Stelle die Librarys Pandas, fix_yahoo_finance und Pandas_Datareader installiert haben. Zudem möchte ich noch eine Alternative aufzeigen, welche besonders für fundamental-versierte Leser interessant sein könnte. Der Quandl API. Hierfür sollte zusätzlich noch die Library Quandl installiert werden.
Wie üblich öffnen Sie hierfür bitte die Kommandozeile (Windowstaste + R und CMD eintippen). Dort führen Sie bitte die folgenden Befehle, aus um die Pakete für Python herunterzuladen und zu installieren.

pip install pandas
pip install pandas_datareader
pip install fix_yahoo_finance
pip install quandl

WICHTIG: Zusätzlich zu pandas_datareader muss auch fix_yahoo_finance mit installiert werden. Dies ist seit einer Veränderung des Yahoo Finance APIs notwendig geworden.

WICHTIG: Damit Sie pip einfach so verwenden können, sollten Sie Python Ihren Systempfaden hinzufügen:

  1. Öffnen Sie dazu die System Übersicht (Drücken Sie dazu Win+Pause)
  2. Wählen Sie dort die Erweiterten Einstellungen
  3. Klicken Sie auf Umgebungsvariablen
  4. Klicken Sie dort auf PATH in der Systemvariablen Sektion
  5. Klicken Sie Bearbeiten
  6. Fügen Sie am Ende der Liste ein Semicolon (;) ein und fügen Sie dahinter den Pfad ein, in dem Sie Python installiert haben, sowie den Pfad des Scripts Ordners. In meinem Fall sieht das so aus:
    C:\Users\Programs\Python\Python36-32;C:\Users\Programs\Python\Python36-32\Scripts:

Nachdem dies geschehen ist, können Sie auf die Libraries zugreifen, indem Sie diese zum Beginn Ihres Programms importieren.

import pandas as pd
from pandas_datareader import data as pdr
import fix_yahoo_finance
import quandl

Bitte beachten Sie, dass die Libraries zumeist mit einem Kürzel importiert werden, welches mit as deklariert ist. Dies ist eine Konvention bei einigen der Pakete und sollte beibehalten werden, um den Code mit anderen besser vergleichbar zu machen und Einheitlichkeit zu gewährleisten. Dies verbessert den Austausch in der Community und trägt zur Stärkung der Programmiersprache bei.

Lassen Sie sich von den Ausrufezeichen am Anfang der Zeilen nicht irritieren. Diese werden von Pydev in Eclipse lediglich angezeigt, da Sie noch keine Operationen mit den Paketen ausgeführt haben und diese bis jetzt quasi noch nutzlos in Ihrem Code platziert sind. Dies ist kein guter Stil, da es Ressourcen Ihres Computers unnötig in Beschlag nimmt. Diese verschwinden nach und nach sobald der Code, den Sie entwickeln, die einzelnen Importe verwendet.

Beziehen von Kursdaten

Die Pakete sind installiert und in der Entwicklungsumgebung importiert. Lassen Sie uns nun also starten, die ersten Daten zu beziehen. Als erstes möchte ich auf den Import von Kursdaten über Yahoo Finance eingehen und dabei pandas_datareader vorstellen. Pandas Datareader war ursprünglich ein Teil der Pandas Library, wurde jedoch ausgelagert, nachdem der Umfang dies nahegelegt hatte.

Um Kursdaten von Yahoo zu beziehen, brauchen wir den jeweiligen Ticker der Aktie, wie er bei Yahoo hinterlegt ist. Meist sind dies die RICs des Wertpapiers, jedoch nicht immer zwangsläufig.

Auf dem Bild habe ich für Sie die Daimler Aktie auf Yahoo-Finance geöffnet und den Ticker gelb hinterlegt.

Damit Sie die Kursdaten von Yahoofinance beziehen können, müssen Sie also die Daten für DAI.DE abfragen: Dafür benötigen wir die Hilfe von Pandas_Datareader:

from pandas_datareader import data as pdr
import fix_yahoo_finance

pdr.get_data_yahoo("DAI.DE","2015-01-01")

Der erste Abschnitt des Codes gibt an, für welchen Ticker wir Kursdaten abfragen und der zweite Teil gibt an, ab welchem Datum die Zeitreihe beginnen soll. In dem von mir gewählten Beispiel fragen wir die Kursdaten der Daimler AG ab dem 01 Januar 2015 ab.

Diese werden uns auch nach kurzer Ladezeit in der Konsole ausgegeben.

Anders als von Ihnen vielleicht erwartet, erhalten wir nicht nur eine sondern gleich sechs Spalten ausgegeben.

Um dies genauer zu analysieren, speichern wir den Datensatz als Variable ab (diese Variable wird ein Dataframe werden) und schauen uns an, wofür die einzelnen Spalten stehen.

Daimler = pdr.get_data_yahoo("DAI.DE","2015-01-01")

Anders als in Ihrer letzten Abfrage werden nun keine Werte mehr angezeigt, da diese in der Variable Daimler gespeichert sind und nun weiter von uns bearbeitet werden können. Zu Beginn interessiert es Sie sicherlich, was es mit den 6 Spalten auf sich hat. Lassen wir uns also die Spaltennamen ausgeben, um den Hintergrund zu beleuchten.

Daimler.columns
Out[9]: 
Index(['Open', 'High', 'Low', 'Close', 'Adj Close', 'Volume'], dtype='object')

Schauen wir zudem noch den Anfang und das Ende des Datensatzes an:

Daimler.head()
Out[10]: 

                 Open       High        Low      Close  Adj Close   Volume
Date                                                                      
2015-01-02  69.599998  70.000000  68.160004  68.750000  60.556007  2778600
2015-01-05  68.260002  68.849998  65.980003  66.169998  58.283508  4527144
2015-01-06  66.400002  68.040001  65.570000  66.610001  58.671062  4331135
2015-01-07  67.250000  68.150002  66.760002  67.129997  59.129089  3394084
2015-01-08  68.220001  70.160004  67.809998  70.070000  61.718681  5009933
Daimler.tail()
Out[12]: 

                 Open       High        Low      Close  Adj Close   Volume
Date                                                                      
2017-10-24  68.570000  69.769997  68.459999  69.400002  69.400002  3395679
2017-10-25  69.339996  69.870003  68.839996  69.250000  69.250000  2898836
2017-10-26  69.230003  70.150002  69.019997  69.949997  69.949997  3893181
2017-10-27  70.139999  71.699997  70.099998  71.110001  71.110001  5655575
2017-10-30  71.139999  71.580002  71.070000  71.290001  71.290001  2414098

Nun wird klar, wofür die einzelnen Spalten stehen. Sie haben durch Ihre Abfrage nicht nur die Schlusskurse, sondern alle Kursdaten zur Daimler-Aktie -also die Tageseröffnungs, -Hochs, -Tiefs, die um Splits und Dividenden adjustierten Kurse sowie das Volumen des Tages erhalten. 

 

Ich würde sagen, damit haben Sie sich eine Grundlage geschaffen, mit der Sie anfangen können zu arbeiten.
Um einzelne Spalten des Datensatzes zu isolieren, können diese über ihren Spaltennamen mit folgender Syntax ausgewählt, in neuen Variablen gespeichert und verarbeitet werden.

Der folgende Code speichert die Schlusskurse des Datensatzes in die Daimler Variable, sodass im weiteren Verlauf nur noch auf diese zugegriffen wird, sofern Sie die Daten aus der Variable abfragen.

Daimler = Daimler["Close"]

Daimler["Close"].head()
Out[40]: 

Date
2015-01-02    68.750000
2015-01-05    66.169998
2015-01-06    66.610001
2015-01-07    67.129997
2015-01-08    70.070000
Name: Close, dtype: float64

 

 

Alternative Datenquellen – Quandl

Neben Yahoo-Fiannce, stehen weitere Datenquellen zur Verfügung, welche je nach Datenbedarf mehr oder weniger nützlich sind.

Wer Makro-Analysen erstellen möchte und danach sein Portfolio steuert, für den sind vor allem Wachstumsraten von Ländern und Sektoren relevant. Solche Datensätze sind durch Yahoo-Finance nicht in ausreichendem Format verfügbar. Hierfür empfehle ich Ihnen Quandl zu nutzen.

Quandl ist eine Datenbank, welche den Zugriff über APIs erlaubt. Sowohl R als auch Python werden unterstützt.

Anmeldung bei Quandl und Nutzung des APIs

Um den Quandl API nutzen zu können, ist eine Anmeldung nicht notwendig, jedoch sind die Zugriffe ohne eine Anmeldung massiv eingeschränkt. Daher empfiehlt es sich einen kostenlosen Account zu erstellen, der mehr API Zugriffe pro Tag erlaubt.

Wer die Daten in großem Umfang oder auch professionell verwenden möchte, findet bezahlte Datenbanken und Angebote die in großem Umfang Abfragen zulassen.

 

Nach der Anmeldung können Sie sich mit dem API Zugriff identifizieren und auf die Daten in entsprechendem Umfang zugreifen.

 

Das folgende Beispiel zeigt den Prozess wie der persönliche API Key in Python eingegeben wird und wie Sie auf eine makroökonomische Datenbank zugreifen können. Als erstes muss der API Key aus dem Nutzerprofil kopiert werden.

import quandl
quandl.ApiConfig.api_key = "IHR_API_KEY"

Diesen geben Sie in Folge mit diesem Code in Eclipse ein und führen diesen aus. Daraufhin ist ihr API Zugriff mit dem KEY legitimiert und Sie haben mehr Zugriffe. Als nächstes benötigen wir eine Datenbank, die Macro-Daten enthält. Für das Beispiel nutze ich die European Commission Annual Macro-Economic Database auf Quandl. Diese ist kostenfrei, sodass das Beispiel von jedem nachvollzogen werden kann.

Um die Verwendung des API darzulegen, beziehe ich die kurzfristigen nominalen Zinssätze in Deutschland als Zeitreihe. Dafür muss in Python der Quandl Code in Methode aus der Quandl library übergeben werden. Der Code findet sich auf der jeweiligen Quandl Seite oben rechts. Ich habe diesen im Bild gelb markiert.

nom_short_term_interest_ger = quandl.get("AMECO/DEU_1_1_0_0_ISN")

Nach dem Ausführen des entsprechenden Befehls im Code werden die Daten von Quandl bezogen und in der entsprechenden Variable abgespeichert.

Dies können Sie entsprechend wieder überprüfen, indem Sie sich die Daten aus der Variable ausgeben lassen.

nom_short_term_interest_ger.head()
Out[48]: 

            Value
Date             
1960-12-31   5.10
1961-12-31   3.59
1962-12-31   3.42
1963-12-31   3.98
1964-12-31   4.09

nom_short_term_interest_ger.tail()
Out[49]: 

               Value
Date                
2012-12-31  0.570000
2013-12-31  0.220000
2014-12-31  0.210000
2015-12-31 -0.019750
2016-12-31 -0.264167

nom_short_term_interest_ger.describe()
Out[51]: 

           Value
count  57.000000
mean    4.803089
std     2.904286
min    -0.264167
25%     3.300000
50%     4.290000
75%     5.970000
max    12.350000

Nachdem Sie nun verschiedene Datenquellen kennengelernt und einen kurzen ersten Eindruck zur Handhabung der Daten bekommen haben, beginnen wir in den nächsten Schritten mit der Analyse und der Darstellung von diesen Daten in Grafiken. 

Die verwendete Codes finden sich auch auf meinem GitHub Repository und sind frei zum Download verfügbar: https://github.com/JulianStorz/Python_Backtest

by Jan 18, 2018 Keine Kommentare
Investieren und Traden mit Python – Installieren von Python und einrichten von Eclipse

Investieren und Traden mit Python – Installieren von Python und einrichten von Eclipse

Analysetechniken

BITTE BEACHTEN SIE – DER API VON YAHOO FINANCE WURDE DAUERHAFT GESCHLOSSEN – ALS KOSTENFREIE ALTERNATIVE KÖNNEN SIE ALPHAVANTAGE ALS DATENQUELLE VERWENDEN – DIE DOKUMENTATION FINDEN SIE AUF DEREN SEITE

Aktiver an der Börse und an den Finanzmärkten zu sein, wünschen sich viele Wirtschaftsbegeisterte – seien es Studenten oder Berufstätige. Doch oft fehlt -die Zeit gerade unter der Woche- sich mit der Börse zu beschäftigen. Wenn man doch nur die Möglichkeit hätte, mehr Zeit am Wochenende aufzubringen statt unter der Woche.

Geht nicht, weil die Börsen geschlossen haben? Das ist nicht ganz richtig.
„Automatisierung“ heißt das Zauberwort, das auch Ihnen bei Ihren Investitionen helfen kann.

Neben den von uns angebotenen Services und Signalen können Sie auch selbst erste Versuche zu starten. Dafür finden Sie bei uns auf der Website zu verschiedenen Programmiersprachen Einführungen in das Programmieren für Finance.

Installieren von Python für Finance

Um Python auf einem Computer verwenden zu können, muss es als erstes installiert werden, denn Python ist nicht standardmäßig auf einem Computer verfügbar. Dazu müssen Sie als erstes die aktuelle Installationsdatei von Python.org downloaden und ausführen. Wir verwenden für die Tutorials eine Version von Python 3, daher empfehlen wir Ihnen sich diese ebenfalls zuzulegen (Download).
TIPP: Sie können sich auch Anaconda installieren. Dies benötigt etwas mehr Speicherplatz auf Ihrem Computer, kommt aber dafür mit vielen bereits integrierten Packages (Download Anaconda).

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Installation von Python oder Anaconda ist es an der Zeit, für Sie nach einer geeigneten Entwicklungsumgebung zu schauen. Wir bei InsideTrading.de verwenden entweder Notepad++, Python IDLE oder aber Eclipse. Da Eclipse eine Vielzahl an Features bietet und auch sehr einfach mit GitHub synchronisiert werden kann, wollen wir das Einrichten von Eclipse für Python etwas näher beleuchten.

PyDev & Eclipse – IDE für Python

Eclipse ist eine eigentlich für Java entwickelte IDE (Integrated Development Environment). Diese lässt sich aber durch eine kostenfreie Erweiterung auch wunderbar für die Entwicklung von Python-Programmen verwenden. Gerade wenn man mit Lernen von Python beginnt, ist eine solche Entwicklungsumgebung sehr nützlich, da Sie bei der Erstellung der ersten Codes hilft. Um diese funktionsfähig einzurichten, bedarf es einiger kleiner Schritte, die ohne eine genaue Führung für viele bereits ein extrem frustrierendes Erlebnis sein können. Wir wollen diesen Zustand bei Ihnen tunlichst vermeiden und machen uns hier direkt an die Arbeit:

Download von Eclipse

Als ersten Schritt müssen Sie Eclipse installieren, dies ist notwendig, da Eclipse das Grundgerüst ist, in dem Sie später arbeiten werden. Die Downloadseite zu Eclipse finden Sie hier (Klicken).
Nach dem erfolgreichen Download müssen Sie Eclipse nurnoch installieren. Starten Sie nun Eclipse

Installieren von PyDev für Python

Gehen Sie nun in der gestarteten Eclipse Anwendung in der Taskleiste zu Help:

Wählen Sie dort das Fenster Install New Software aus. Fügen Sie in das sich öffnende Fenster den folgenden Link ein: http://www.pydev.org/updates
Dieser greift direkt auf die aktuellsten Versionen von PyDev zu und erlaubt es Ihnen diese direkt über Eclipse zu Downloaden. Klicken Sie next und installieren Sie PyDev auf diese Art und Weise.

Auswählen des Python-Paths für Eclipse

Gehen Sie nun auf Window>Preferences

Und wählen Sie dort die Einstellungen für PyDev aus, um Eclipse zu sagen, wo es Python finden kann, damit Sie dieses auch in der IDE ausführen können.

Mit dem Abschließen dieser Einstellungen sind Sie bereit und können Eclipse für Python verwenden. Erstellen Sie nun einfach ihre ersten PyDev Module und führen Sie den Code direkt in Eclipse aus. Hier noch ein Tipp:, Sie können auch nur einzelne Zeilen ausführen, indem Sie die entsprechenden Zeilen markieren und dann mit STRG+ALT+Enter ausführen. Mit diesem Arsenal ausgestattet – Legen  wir los > Beziehen von Kursdaten mit Python lernen.
Die verwendete Codes finden sich auch auf meinem GitHub Repository und sind frei zum Download verfügbar: https://github.com/JulianStorz/Python_Backtest

by Jan 17, 2018 Keine Kommentare
Bitcoin Shorten

Bitcoin Shorten

Analgeinstrumente Investieren

Bitcoin shorten – vom fallenden btc-Kurs profitieren

Der Bitcoin-Hype scheint kein Ende zu kennen und jeder spricht darüber: Taxifahrer, Friseure und Putzmänner. Jeder scheint ein Experte für Kryptowährungen zu sein. Aktuell haben sogar Sido, Kool Savas & Frauenarzt ein Lied zum Thema Veröffentlicht.

Es gibt keine Grenzen für Kursziele und durch die neuen Technologien ist der Traum vom schnellen Geld nun scheinbar in greifbare Nähe gerückt und zum Teil bereits Realität geworden.
Doch wie nachhaltig ist der Trend? Viele Finanzmarktexperten und Fondsmanager sehen die Entwicklung eher skeptisch. Nun bereiten sich zudem viele Hedgefonds auch darauf vor Bitcoin strukturiert zu shorten  – Bloomberg.

Was bedeutet Bitcoins shorten?

Bitcoins zu shorten bedeutet auf fallende Bitcoin Kurse zu setzen. Sie gewinnen also, wenn Bitcoins an Wert verlieren. Bitcoins shortet man, indem man sich zum Beispiel Bitcoins leiht, verkauft und sie zu einem späteren Zeitpunkt zurückgibt. Ist der Kurs des Coins in der Zwischenzeit gefallen, haben Sie einen Gewinn gemacht, andernfalls einen Verlust. Da dies nicht immer so einfach möglich ist, gibt es Finanzprodukte, die diesen Prozess abbilden und es so für den Anleger sehr einfach machen.

Wie können Sie Bitcoins shorten – CFDs oder Futures

Bitcoins lassen sich auf zwei verschiedene Arten und Weisen einfach shorten. Zum einen besteht die Möglichkeit dies über CFDs und zum anderen über einen Future zu machen. Die genauen Hintergründe zu den beiden Möglichkeiten haben wir unten für Sie aufgeschlüsselt. Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung:

  • Bitcoins können Sie bis zu einem Volumen von 10 Bitcoins sehr gut über CFDs shorten. Bei größeren Volumen eignen sich Futures besser, da es keine Volumenbeschränkung pro Trade gibt
  • Bitcoin-Futures werden an regulierten Märkten gehandelt
  • CFDs haben eine negative Balance Protektion und schützen den Anleger vor Nachzahlungen
  • Wenn Sie sich für einen CFD-Broker entscheiden, überprüfen Sie dessen Angebot und gleichen Sie es mit Ihrer Erwartungshaltung ab. Ein Beispiel für eine solche Checkliste finden Sie unten

Lassen Sie uns aber ein wenig mehr ins Detail gehen.

Der Bitcoin-Kursverlauf lässt nichts Gutes ahnen– Bitcoin verkaufen?

Bitcoins haben in der jungen Vergangenheit zu einer Kurs-Rally geführt, die in der Vergangenheit ihres gleichen sucht. Selten waren Kursanstiege so dramatisch und nicht einmal die Mississippi-Blase, kann den Siegeszug des Bitcoins noch übertrumpfen.

Die Historie scheint einen gerade darauf aufmerksam machen zu wollen, dass diese Entwicklung nicht gesund sein kann, denn auch damals hieß es: „so etwas hat es noch nie gegeben, jetzt wird alles anders“.

Daher stellt sich vielen nun die Frage: „Halte ich meine Bitcoin oder verkaufe ich Bitcoin über eine btc exchange und profitiere vom aktuell sehr guten btc to eur Wechselkurs?“
Diese Frage ist höchst individuell zu beantworten. Sicherlich hat Bitcoin noch einiges an Euphorie-Potenzial aber je nach persönlicher finanzieller Situation kann sich ein Ausstieg bereits jetzt nachhaltig für die Familienkasse bemerkbar machen.
Was, wenn Sie zum aktuellen Zeitpunkt keine Bitcoins haben, welche Chancen bieten sich Ihnen dann beim aktuellen btc-Kurs?

Bitcoin shorten – von fallenden btc Kursen profitieren

Anstelle Bitcoins einfach nur zu kaufen und von steigenden Kursen zu profitieren, gibt es auch bei Kryptowährungen die Möglichkeit, auf fallende Bitcoin-Euro-Kursen zu setzen.
Das Konzept ist beim Kryptowhährungshandel dasselbe wie beim Aktienhandel. Ob Bitcoins, Litecoins, Etherium, IOTA oder Aktien: es lassen sich immer beide Seiten des Trends nutzen.

Bei Bitcoins sowie Währungen im Allgemeinen, gibt es dafür viele Wege.Die beiden einfachsten werden in den folgenden zwei Abschnitten diskutiert:

Bitcoin CFD – mit einem CFD auf fallende btc-Kurse setzen

CFDs sind Contract for Difference.Diese haben beim normalen Währungshandel für Privatkunden bereits den Löwenanteil des Marktes für sich beanspruchen können. Diese Produkte sind sehr einfach strukturiert und auch die Wertentwicklung der Position ist einfach nachvollziehbar: anders als zum Beispiel bei Optionen.

CFDs eignen sich durch den Hebel bereits bei kleineren Kontogrößen, um Shortpositionen auf Bitcoin einzunehmen. Wenn Sie Bitcoin shorten, verkaufen Sie vereinfacht gesagt jemandem Bitcoins, die Sie noch nicht besitzen. Dadurch entsteht eine Verpflichtung, diese zu einem späteren Zeitpunkt zu liefern. Fällt nun der Bitcoin-Kurs im Laufe der Zeit, so können Sie ihre Verpflichtungen zu einem günstigeren btc-Kurs ausgleichen. Die Differenz ist Ihr Gewinn.
Geschäfte, die diesen Prozess abbilden, können Sie bei verschiedenen Brokern sehr einfach handeln. Die Auswahl des richtigen Krypto-CFD-Brokers sollten Sie dabei z.B. an den folgenden Kriterien festmachen:

  • Welchen Hebel bietet mir der Broker für Paare wie btc to eur oder eth to eur
  • Wie viele Kryptowährungen sind beim Broker vertreten? Hat er Bitcoin, Litecoin, Etherium, IOTA und die anderen großen alle als CFD im Angebot?
  • Wie hoch sind die Overnight-Gebühren?
  • Welche Meinungen haben die anderen Kunden?
  • Kenne ich Kunden des Brokers?
  • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten hat der Broker im Angebot?
  • Gibt es themenspezifische Webinare?

Wie gehen Sie nun aber mit der Situation um, wenn Sie recht viele Bitcoins besitzen oder aber ein großes Budget haben und viel Geld bewegen wollen?

Bitcoin Future – Gewinne durch Bitcoin-Kursverlusten erzielen

Futures könnten in diesem Zusammenhang genau die richtige Lösung für Sie sein. Die CBOE sowie CME hat für den Bitcoin einen eigenen Future aufgelegt. Die Terminkontrakte erlauben es den Händlern sowohl Long- als auch Short-Positionen auf Bitcoin einzunehmen. Somit gibt es eine neue Alternative in Bitcoins auf einen fallenden btc to eur Kurs zu setzen.

Ein Future ist von der Wertentwicklung her vergleichbar mit einem CFD – mit dem Unterschied, dass Futures nur eine beschränkte Laufzeit haben und somit nicht wie ein Bitcoin-CFD als Position unendlich lang gehalten werden kann. Um trotz allem langfristig durch den Future positioniert sein zu können, lassen sich die Kontrakte rollen. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel zur Rolle von Futures.
Futures liefern zudem aufgrund der Tatsache, dass sie die Spielwiese für institutionelle Investoren sind, ausreichendes Volumen um auch mehr als 10 BTC zu handeln. Dieser Wert stellt bei CFD-Brokern oftmals die Obergrenze dar. Dabei ist allerdings die Mindestposition oftmals gleich dem Bitcoin-Future, welcher mit einem Bitcoin pro Kontrakt normiert ist.

Bitcoin-Futures werden zudem an einem regulierten Markt gehandelt, was zusätzliche Sicherheiten verspricht. Im Gegensatz zu den teils weniger renommierten Bitcoin Exchanges unterliegt der Handel der vollen Transparenz, welche auch bei anderen Finanzprodukten vorliegt. Zudem wird der Future auch über Clearing Häuser gecleart. Dies soll das Settlement garantieren und mehr Klarheit zur Abwicklung geben.
Mehr Informationen zum BTC Future findet sich beispielsweise auf der Seite der CBOE.

Bitcoin CFD oder Bitcoin Future zum Shorten von BTC

Ob ein CFD auf Bitcoin oder aber der BTC Future die richtige Lösung für einen Short-Trade in BTC ist, muss individuell entschieden werden. Möchten Sie echte Bitcoin beziehen bzw. über den Terminmarkt veräußern, und ist es für Sie wichtig, dass Sie Bitcoin an einem regulierten Markt handeln und ein standardisiertes, sicheres Clearing (Erfüllung) Ihres Trades haben. Ist dies der Fall, so ist der Future für Sie wahrscheinlich die beste und aktuell einzige Lösung die diese Ansprüche erfüllt.

Möchten Sie schnell handeln und aktiv am Markt sein, so sind unter Umständen CFDs eine gute Wahl. Diese sind oftmals durch den Broker sehr liquide gehalten und können somit auch IntraDay schnell und einfach gehandelt werden. Großer Nachteil könnte für manche die Beschränkung der Positionsgröße auf 10 btc sein, wobei dies eher die Ausnahme der Regel ist. Neben dieser Einschränkung kommt erschwerend die Tatsache hinzu, dass Sie über Bitcoin nicht die Möglichkeit besitzen, auch wirklich Bitcoin zu beziehen, bzw. liefern zu lassen. Somit haben Sie mit CFDs ein Produkt, welches Ihnen erlaubt an der Wertentwicklung von Bitcoin zu partizipieren, nicht aber Bitcoin zukünftig auch als Zahlungsmittel zu nutzen oder Ihre Bitcoins an eine andere Person zu verkaufen.

Somit liegt die endgültige Entscheidung über den richtigen Handelsweg ist bei Ihnen. Sie können Bitcoin nun auf zwei Wegen shorten, bzw. über einen geregelten Markt verkaufen. Sie haben somit einen erweiterten Überblick über die aktuell verfügbaren Möglichkeiten gewonnen und können besser am Markt agieren. Viel Erfolg.

by Dez 17, 2017 Keine Kommentare
Investieren in Gold – Möglichkeiten – Chancen – Vorteile und Nachteile

Investieren in Gold – Möglichkeiten – Chancen – Vorteile und Nachteile

Analgeinstrumente Investieren

Gold gilt als sicherer Hafen für unsichere Zeiten und das bereits seit Generationen. Der Mythos um Gold ist ungebrochen und wird aktuell aktiv von Eurokritikern instrumentalisiert und gepusht. Für wen Gold als Anlage geeignet ist und in was für einer Form, muss individuell beantwortet werden. Wir haben eine Übersicht über die Chancen (Vorteile) und Risiken (Nachteile) der verschiedenen Investitionsmöglichkeiten in Gold erstellt.

 

Wie kann ich in Gold investieren?

Wer daran interessiert ist, an der Entwicklung des Goldpreises beteiligt zu sein, hat verschiedene Möglichkeiten. Zum einen gibt es die Option direkt in den Rohstoff zu investieren oder Produkte zu kaufen, die die Wertentwicklung des Goldes direkt abbilden. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, in Fonds  oder Unternehmen zu investieren, die entweder in der Goldherstellung, – verarbeitung oder dem -handel ihren Schwerpunkt, ihr Hauptgeschäftsfeld haben.

Die Auswahl des richtigen Produktes, sowie die sich daraus ergebenden Vor- und Nachteile sind sehr individuell. Dabei sind vor allem der Zeithorizont, den der einzelne Investor mit sich bringt, sowie die Liquidität der Produkte bei der Auswahl ausschlaggebend. Welches Produkt für welche Anforderungen geeignet ist, kann der unteren Grafik entnommen werden.

Gold - Vorteile, Nachteile und Chancen

 

Goldinvestments in physisches Gold – Goldbarren und Goldmünzen

Investitionen in Goldmünzen und Goldbarren sind beliebt und werden vor allem von geldkritischen Menschen als alternatives Anlageprodukt nachgefragt. Sie sind hochgradig illiquide und verhältnismäßig teuer, da der Spread (also der Preisunterschied zwischen Kaufs- und Verkaufskurs) groß ist. Außerdem kommen Kosten für Safe, Schließfach und Transport hinzu. Ein weiterer Nachteil sind fehlende Dividendenzahlungen, denn Gold liefert als Rohstoff nur eine Rendite wenn der Goldpreis steigt. Folglich ist ein solcher Kauf per Definition eigentlich eine reine Spekulation und keine Investition.

Ein großer Vorteil ist die Einfachheit das Investment lange zu halten und somit der Spekulation die Zeit zu geben, in den Gewinn zu laufen. Durch den großen Aufwand das Gold wieder zu Geld zu machen, wird man nicht spontan aufgrund eines Kursrutsches aus Panik den Sell Button drücken. Dies verhindert sich im Zweifelsfall im schlechtesten Moment von der Position zu trennen. Zudem ist die emotionale Bindung an einen Goldbarren oder vielmehr noch an Goldmünzen extrem, was das Halten zusätzlich vereinfacht.

Die Wertentwicklung der Anlage in Münzen und Barren ist eins zu eins an den Goldpreis gekoppelt.

Wer eine physisch besicherte Anlage in Gold möchte, ohne die Nachteile von Barren und Münzen zu tragen, kann physisch besicherte ETCs auf Gold wählen (ETCs sind Exchange Traded Commodities – also quasi ETFs für Rohstoffe). Diese sind klassische Schuldverschreibungen. Das damit einhergehende Risiko wird durch physische Deckung nivelliert. Wem das Emittentenrisiko nicht wichtig ist, kann auch zu Anlagezertifikaten greifen.

Physisch besicherte ETCs sind beispielsweise:

  • GOLD ETCs USD
    • DE000A1E0HR8 db Physical Gold ETC
    • DE000EWG0LD1 EUWAX Gold
    • DE000A0S9GB0 Xetra-Gold
  • GOLD ETCs EUR HEDGED
    • DE000A1EK0G3 db Physical Gold Euro Hedged ETC
    • DE000A1RX996 ETFS EUR Daily Hedged Physical Gold

Investments in ETCs  können auch über Sparpläne erfolgen – diese liefern neben einem einfacheren Zugang zu einem physisch besicherten Gold Investment auch noch die Vorteile des Cost Average Effektes und einer automatisierten Anlageform.

ETC-Sparpläne bieten unter anderem die Comdirect und Flatex an.

 

Gold Investments durch Goldminenaktien und ETFs

Wer nicht von der reinen Wertentwicklung des Goldes abhängig sein möchte, hat die Möglichkeit in Unternehmen zu investieren, welche mit Gold arbeiten – sei es der Produktion des Rohstoffes (Minen, Schmelze, Veredelung)  oder der Verarbeitung und dem Handel. Die Optionen sind vielfältig. Durch den Kauf von entsprechenden Unternehmensanteilen hängt die Wertentwicklung nicht mehr nur von den Rohstoffpreise sondern auch vom unternehmerischen Erfolg des Konzerns, ab. Bei erfolgreicher Führung profitiert der Anleger auch von einer Wertsteigerung des Betriebs, sowie zusätzlich von ausgeschütteten Devidenden. Steigende Goldpreise wirken sich dabei je nach Unternehmen unterschiedlich auf deren Gewinne aus. So profitieren zum Beispiel Minen von steigenden Rohstoffpreisen, während Hersteller von Endprodukten unter Umständen darunter leiden, sofern sie die erhöhten Rohstoffkosten nicht an den Endkunden weitergeben können.

Hier wollen wir uns im Speziellen auf Goldminen fokussieren, da der Kauf von Minenanteilen der Markterwartung entspricht, die man beim Kauf von Gold als Rohstoff hat. Um einen Überblick über die weltweiten Marktgegebenheiten zu liefern, sind am Ende des Artikels zwei Grafiken gezeigt. Diese zeigen zum einen eine Auflistung der größten Förderländer und zum anderen die größten Minenunternehmen der Welt (nach Fördermenge). Die Zahlen sind nicht auf dem neuesten Stand, jedoch helfen sie einen Überblick über die Großwetterlage zu erhalten.

Wer nicht die Zeit und Quellen für ein intensives Research hat, um einzelne Minen-Unternehmen auszuwählen, der hat die Möglichkeit über ETFs in einen Index zu investieren, der die Entwicklung von Goldminen weltweit darstellt. Ein Beispiel hierfür ist der NYSE Gold Bugs Index, der auch als ETF bei Flatex im Sparplan kostenlos und regelmäßig investiert werden kann (Stand Juni 2017).

  • ComStage NYSE Arca Gold BUGS UCITS ETF (USD) – LU0488317701

Der beispielhaft genannte ComStage ETF wird von uns in der CostAverage 3.0 Analyse für unseren monatlichen Newsletter ebenfalls beobachtet und für die Signale in Betracht gezogen.

Der große Vorteil eines ETFs über eine einzelne Aktie ist die Diversifikation. Das heißt für den Anleger, dass auch im Falle von Problemen einzelner Minenbetreiber kein Totalausfall ins Haus steht, da andere Unternehmen diese potenziellen Kursverluste ausgleichen können. Zudem werden schlechte Unternehmen irgendwann aus dem Index geworfen und durch andere (bessere Unternehmen) ersetzt. Auf diese Art und Weise gewinnt der Investor noch eine Art Portfoliomanagement, welches regelbasiert erfolgt.

Der Nachteil: durch die Diversifikation verliert man Rendite-Chancen. Wie oben genannt sind in einem Index immer viele unterschiedliche Unternehmen enthalten. Wenn man sich durch eine genaue Analyse sicher ist, nur die Gewinner gewählt zu haben, so kann man durch deren Auswahl höhere Renditen erzielen, als durch das Investment in den Index.

Gold als Basiswert für Daytrading und Swingtrading

Wer noch höhere Renditen in noch kürzerer Zeit sucht und auf Gold als Basiswert nicht verzichten möchte, kann mit unterschiedlichen Produkten auf die kurzfristigeren Preisbewegungen des Goldes spekulieren.

So stehen einem zum Beispiel CFDs, Knock-Outs, Optionen und Optionsscheine, Futures und viele weitere Finanzprodukte zur Auswahl.

All die genannten Produkte ermöglichen durch einen Hebel eine überproportionale Rendite. Diese zusätzlichen Renditechancen gehen entsprechend aber auch mit speziellen Risiken einher.

Welches Produkt im Einzelnen das Richtige ist, um die avisierte Goldstrategie umzusetzen, unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren, welche zu individuell sind, um sie hier pauschal zu beantworten. Jedoch liefern einige unserer Artikel Antworten zu den Fragen, die zu den verschiedenen Produkten aufkommen können.

 

 

Wo kann ich mehr zu Tradingstrategien auf Gold lernen?

Bei FindeDeinenTradingCoach.de (auch als Tradingkursvergleich bekannt) stehen Informationen zu verschiedenen Kursen und Coaches zusammengefasst mit Bewertungen zur Verfügung. Dort kann jeder zum passenden Thema die passenden Kurse und Ausbildungen finden. Hier geht es zum großen Interview mit dem Gold- und Silber-Experten Michael Schupp.

 

Anhang – Tabellen

Angaben in Tonnen (2015) – Quelle Wikipedia
Rang Land Förderung Reserven Anteil in %
1. China 450 2.000 3,5
2. Australien 278 9.500 16,7
3. Russland 252 8.000 14,0
4. USA 214 3.000 5,3
5. Kanada 153 2.400 4,2
6. Peru 145 2.400 4,2
7. Südafrika 145 6.000 10,5
8. Mexiko 135 1.400 2,5
9. Usbekistan 102 1.700 3,0
10. Ghana 88 990 1,7

 

Förderung in Mio. Unzen Gold (2013) – Quelle Wikipedia
Rang Unternehmen Land Menge
1. Barrick Gold Kanada 7,16 Mio. Unzen Gold
2. Newmont Mining USA 5,07 Mio. Unzen Gold
3. AngloGold Ashanti Südafrika 4,11 Mio. Unzen Gold
4. Goldcorp Kanada 2,67 Mio. Unzen Gold
5. Kinross Gold Kanada 2,63 Mio. Unzen Gold
6. Newcrest Mining Australien 2,1 Mio. Unzen Gold
7. Gold Fields Südafrika 2,0 Mio. Unzen Gold
8. Polyus Gold Russland 1,6 Mio. Unzen Gold
9. China Narional Gold Group China 1,4 Mio. Unzen Gold
10. Yamana Gold Kanada 1,2 Mio. Unzen Gold

 

by Jun 16, 2017 Keine Kommentare
ETFs Nachteile und Risiken für den Anleger und den Aktienmarkt

ETFs Nachteile und Risiken für den Anleger und den Aktienmarkt

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ETFs Nachteile und Risiken

Die Manager von FPA** haben sich vor kurzem bezüglich des Einflusses von ETFs auf den Aktienmarkt geäußert. Dabei kommen sie zu einem fatalen Fazit:

  • Die Zunahme an Investitionen in passive Investmentprodukte – besonders ETFs, verzerren die Aktienkurse und mindern die Effizienz des Marktes
  • Was passiert mit dem in ETFs investierten Kapital im Falle eines Markt Crashes? – Wie reagieren Investoren und was passiert mit gesunden Unternehmen? – Besteht die Gefahr für einen Dominoeffekt?

Exchange-traded Funds, besser bekannt als ETFs, seien „Massenvernichtungswaffen“, welche die Preise für Unternehmensanteile der weltweiten Indizes irrational verzerren und so ein erhöhtes Potenzial für aggressive Abverkäufe liefern. Zu diesem Schluss kamen die Manager des FPA Capital Fund.

„In dem Moment, in dem die Welt sich dazu entscheidet, dass es keine Notwendigkeit für eine umfassende Fundamental-Analyse von Unternehmen mehr gibt und man blind Index-Fonds und ETFs kauft, ist es unserer Meinung nach Zeit sich etwas ängstlicher zu zeigen, die Zeit weniger aggressiv zu sein ist jetzt gekommen.“ Dieses Statement ließen die beiden Fonds Manager Arik Ahitov und Dennis Bryan am 6. April ihren Investoren in einem offenen Brief an Shareholder zukommen. Ihr Fonds ist ein aktiv gemanagter Fonds mit einem Volumen von rund 800 Millionen US-Dollar.

Die Kapitalflut in passive Anlageprodukte lässt Aktienkurse einzelner Indizes zunehmend parallel verlaufen. Dabei trennen sich die fundamentalen Werte immer mehr von der Bewertung am Markt. Während die Märkte immer höher getrieben werden, wird dadurch das Risiko von scharfen Abverkäufen in künstlich hoch bewerteten Unternehmen immer höher. Der ETF Markt hat alleine in den USA inzwischen ein Volumen von ungefähr 2,7 Billionen US-Dollar. Anfang des Jahres 2017 haben nach Bloomberg Daten 160 Milliarden Dollar ihr neues Zuhause in einer ETF-Anlage gefunden.

„Diese neue Markt-Struktur ist noch nie getestet worden“, gab Bryan in einem Telefon-Interview zu bedenken. Es gab noch nie einen „Crash“, bei dem passive Investoren einen so großen Anteil an den investierten Beträgen hatten, wie es heute der Fall ist. „Wir könnten einen Ansturm von Verkäufern sehen“, welche unkontrolliert alles verkaufen, unabhängig der wirklichen Bewertung der Unternehmen. Dies lässt schließen, dass die zunehmende Verbreitung von ETFs zu einer Verringerung der Effizienz des Marktes führen könnte.

Auch Nikolaos Panigirtzoglou, ein Global Market Strategist bei JP-Morgan Chase in London, äußerte sich gegenüber dem aktuellen ETF Hype durchaus kritisch. So sagte er, dass die zunehmenden Geldströme in ETFs den Markt destabilisieren. Dies unterstützt die Aussagen der FPA Captial Manager, welche sich ähnlich zu den Risiken von ETFs geäußert hatten. Neben Panigirtzoglou hat sich auch Seth Klarman, der einen 30 Milliarden US-Dollar Fonds leitet, über die zunehmende Ineffizienz der Märkte durch einen höheren Anteil an passiven Investment-Lösungen geäußert. Die Begründungen, welche er dafür heranzieht, ähneln denen von anderen.

Gegenperspektive – Vanguard – ETFs bergen keine Risiken für den Markt

Diesen Aussagen lassen sich einige Argumente entgegenstellen, so zum Beispiel jene von Jim Rowley, einem Senior Invesmtent Strategist, welcher bei Vanguard tätig ist. Dieser widerspricht den Aussagen und argumentiert mit der über 20-jährigen Erfahrung, welche Vanguard mit passiven Anlageprodukten gemacht hat. Im Laufe dieser Jahre habe sich keine Veränderung in der Volatilität der Märkte beobachten lassen.

Er schließt daraus, dass die Volatilität der Märkte sich bis heute noch nicht durch die zunehmende Popularität von Indexs-Investing verändert habe. Vanguard bietet verschiedene Investmentlösungen an. Dabei fallen 3 Billionen US-Dollar in die Kategorie der passiven Investment Produkte, wovon 700 Milliarden in ETFs angelegt sind.

Da es sich bei vielen ETF-Investoren um Buy and Hold bzw. Sparplan-Anleger handelt, liegt diese Aussage durchaus nahe, beziehungsweise lässt sich bekräftigen. Denn dieser Typ der Marktteilnehmer denkt sehr langfristig und lässt sich von kurzfristigen Kursschwankungen nicht aus der Ruhe bringen, denn diese bedeuten für sie günstige Einstiege in ihren Sparplänen, was deren durchschnittliche Einstiegskosten erheblich senkt. Mehr dazu kann man in unserem ETF 2.0 Artikel finden oder in dem Basisartikel – CostAverage.

Zusammenfassung – bringen ETFs ein zusätzliches Crash Risiko

Es ist durchaus nicht falsch, dass beim Index-Investing Geld nicht immer effizient verteilt wird. Schließlich kauft der Investor durch den Index Anteile an allen Unternehmen, ganz gleich wie es ihnen wirtschaftlich geht. Dieser Effekt wird in einem gewissen Umfang durch die Strukturierung des Index´ vermindert. So ist der DAX zum Beispiel nach Marktkapitalisierung gewichtet, womit gut bewertete Unternehmen ein größeres Gewicht an dessen Kursberechnung zufällt. Unternehmen, welche stark unter Druck sind oder aber nur einen geringeren Unternehmenswert haben, werden daher weniger stark durch ETFs beeinflusst. Dies entkräftet jedoch mit Nichten die Aussage von Arik Ahitov und Dennis Bryan, denn die Marktkapitalisierung steht nicht zwangsläufig in einem direkten Zusammenhang mit dem wirklichen fundamentalen Wert eines Unternehmens.

Nichts desto trotz sollte die Frage, ob die Effizienz des Marktes dadurch gefährdet wird, mit Vorsicht genossen werden. Jede Ineffizienz bietet Chancen auf Erträge und diese werden speziell an den Finanzmärkten mit einer absoluten Härte verfolg und ausgenutzt. So haben auch Arik Ahitov und Dennis Bryan einen gewissen Vorzug in der Situation erkannt und geäußert: „Für den Fall, dass wir scharfe Abverkäufe sehen, wird es für Smarte Investoren echte Schnäppchen am Markt geben“ – Sie werden in diesem Zeiten gute Aktien günstig kaufen und von der Ineffizienz profitieren, welche unter Umständen durch scharfe ETF Abverkäufe entstehen.

Aktuell aufkommende Robo-Advisor bieten ihren Kunden ein auf ETFs basiertes Portfoliomanagement – dieses ist kostengünstiger als aktiv gemanagte Alternativen – für mehr Informationen den Link anklicken.Formularende

**FPA Capital ist einer der bestperformenden Fonds – zwischen 1986 und 2010 lieferte der Fonds seinen Investoren einen Return von 14,5 Prozent pro Jahr in einer Phase, in welcher der Russel2000 eine Vergleichsrendite von 8,5 lieferte.

 

by Mai 26, 2017 Keine Kommentare
Welche Arten für sichere Geldanlagen gibt es? –  3 sichere Häfen für das Geld

Welche Arten für sichere Geldanlagen gibt es? –  3 sichere Häfen für das Geld

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Es gibt verschiedene Anlagen, welche allgemein als sicher gelten. Angesichts der Niedrigzinsphase stehen aktuell viele vor dem Problem, dass sie nicht genau wissen, wo man Geld zwischenparken kann, ohne dass es von Gebühren und oder negativen Zinsen aufgefressen wird.

Gibt es sichere Geldanlagen?

Prinzipiell ist keine Geldanlage sicher. Analgen und Investitionen sind immer mit gewissen Risiken verbunden. Im Gegenzug erhält man Zinsen. Die Verzinsung ist quasi eine Art Bezahlung oder Vergütung für das Risiko, welches man seinem Geld aussetzt. Daher gehen sehr sichere Anlagen zumeist mit einem geringeren Zinssatz einher.

Auch wenn jede Anlage theoretisch ein Risiko mit sich bringt, so gibt es verschiedene Lösungen, die man in Betracht ziehen kann und die man guten Gewissens als risikolos beziehungsweise nahezu risikofrei bezeichnen kann.

Tagesgeld – die flexible Anlage-Lösung

Tagesgeld ist eine Form der Geldanlage, wobei das Geld zu jederzeit zur Verfügung steht. Im Gegensatz zum Giro-Konto können von diesem Konto aus jedoch keine Laufenden Zahlungen gebucht werden. So kann kein Geld überwiesen und oder Lastschriften eingezogen werden. Zahlungen auf das Tagesgeldkonto sowie Abbuchungen können grundsätzlich nur an das Refferenzkonto erfolgen.

Für diese Einschränkung erhält der Kontoinhaber einen höheren Zinssatz als auf dem Girokonto. Dieser höhere Zins ist damit eine Entschädigung für die verminderte Flexibilität, welche der Bank einen etwas besseren Planungshorizont ermöglicht als auf einem Girokonto, von welchem das Geld die Bank theoretisch in jedem Moment durch eine Lastschrift / Überweise etc. verlassen kann.

Das einzige Risiko, dass der Inhaber eines Tagesgeldkontos trägt, besteht in einer möglichen Zahlungsunfähigkeit der Bank, die das Geld verwahrt. Tagesgelder sind jedoch genau wie Girokonto-Einlagen durch den Einlagesicherungsfonds gesichert. Dieser garantiert die Einlagen bei Banken bis zu einer Höhe von 100.000€ pro Kunde pro Bank.
Einige Anbieter machen sich eben dies zunutze und bieten einen Service an, welcher das gezielte Anlegen von Tagesgeld bei verschiedenen Banken erleichtert – für genauer Informationen – hier klicken.

Festgelder – Planbare Sicherheit

Festgelder sind vergleichbar mit zeitgebundenen Tagesgeldern, Festgeld ist eine Anlageform, bei der das Geld der Bank für einen von vornherein festgelegten Zeitraum zur Verfügung gestellt wird. Das Risiko, das dem Geld dabei ausgesetzt wird, ist identisch. Als Anleger trage ich die Gefahr, dass das Kreditinstitut, dem ich das Geld geliehen habe, während der Laufzeit des Festgeldes zahlungsunfähig wird. Doch auch wie im Fall der Giroeinlagen gilt hier die staatliche Einlagesicherung.

Entgegen des Tagesgeldes, hat der Anleger während der Laufzeit des Festgeldes keine Möglichkeit sein Geld abzurufen oder anderweitig anzulegen. Für diese Planungssicherheit, die er der Bank gibt, erhält der Anleger eine deutlich höhere Verzinsung als zum Beispiel auf einen Giro- oder sogar dem Tagesgeldkonto.

Einige Anbieter machen sich eben dies zunutze und bieten einen Service, an welcher das gezielte Anlegen von Tagesgeld bei verschiedenen Banken erleichtert – für genauer Informationen – hier klicken.

Anleihen – Staatsanleihen

Die letzte Möglichkeit mit der man Geld möglichst sicher anlegen kann, ist der Kauf von „sicheren Anleihen“. Bei dem Kauf von Anleihen überlässt man sein Geld einem Unternehmen oder einem Staat, woraufhin mit dem Geld Investitionen getätigt werden, zum Beispiel in Infrastruktur oder neue Geschäftszweige.

Bei einer Staatsanleihe ist der Schuldner der jeweilige Staat selbst. Damit geht im Normalfall eine extrem hohe Liquidität einher, da ein Staat aufgrund seiner Unsterblichkeit für immer als Schuldner zur Verfügung stehen wird und somit seine Schulden tilgen kann. Der Staat hat verschiedene sehr ergiebige Einnahmequellen, wie zum Beispiel Steuern, Zölle oder Lizenzen.

Zudem kann ein Staat durch seine Zentralbank auch Geld drucken, um damit seine Geldgeber zu bedienen. Dies ist jedoch nicht besonders nachhaltig und erschüttert das Vertrauen in ein Land, weswegen diese Option nur in Extremfällen gezogen wurde.

Große Unternehmensanleihen – fast so sicher wie ein Land

Neben Staatsanleihen sind auch Unternehmensanleihen zunehmend in den Fokus gerückt, da gerade große deutsche Unternehmen bisweilen ähnliche Konditionen wie Staatsanleihen erhalten hatten. Dies lässt sich insbesondere am Zinssatz erkennen, welcher auf verschiedene Papiere bezahlt wird. Prinzipiell sind Unternehmensanleihen etwas riskanter als Staatsanleihen, jedoch gibt es vereinzelt Unternehmen, die aufgrund ihrer Struktur und Internationalisierung ebenfalls extrem sichere Häfen für Geld sein können.

Bei der Auswahl von Unternehmensanleihen sollte aber unbedingt eine genaue Analyse des Unternehmens und dessen Zukunftsfähigkeit vorgenommen werden, da eine Investition in eine Anleihe immer auch einen Zeitraum mit sich bringt, in der das Geld gebunden und nicht verfügbar ist.

Sowohl bei Staatsanleihen als auch bei Unternehmensanleihen trägt der Investor neben dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit auch ein Kursrisiko. So können Kurse von Anleihen zum Beispiel durch die Veränderung des aktuellen Zinsniveaus unter Druck geraten oder steigen. Während dem Investor zum Ende der Laufzeit die Auszahlung des Nominalwertes der Anleihe zusteht, so besteht diese Sicherheit nicht während der Laufzeit und das Wertpapier kann nur zu dem Kurs veräußert werden, der an der Börse für das Produkt bezahlt wird.

Was ist die richtige „sichere“ Geldanlage?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Was jedoch klar ist: es gibt für jeden Anlegertypen und für jedes individuelle Sicherheitsbedürfnis eine passende Anlagemöglichkeit.  So kann man bei Interesse in verschiedene Tages- oder Festgelder investieren und sich den Prozess durch verschiedene neue Services vereinfachen lassen – mehr erfahren.

Jedem, der bereit ist etwas mehr Risiken einzugehen, steht der Weg an den Anleihemarkt offen. Dabei sind für Anleger mit weniger Risikohunger besonders Papiere von großen, internationalen Unternehmen sowie Staaten hervorzuheben. Wichtig ist bei der Anlage in Anleihen zu beachten, dass es im Gegensatz zu Fest- und Tagesgeldern keine Garantien gibt. Jedoch ist eine solche Garantie im Falle eine Staatsbankrottes (dem Ausfall von Staatsanleihen gleichzusetzen) ebenfalls obsolet.

 

by Mai 19, 2017 Keine Kommentare
AUTOFAHREN – WIE SPARE ICH GELD, WAS SIND ALTERNATIVEN?

AUTOFAHREN – WIE SPARE ICH GELD, WAS SIND ALTERNATIVEN?

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Autofahren – Wie spare ich Geld, was sind Alternativen?

Autofahren scheint für viele oftmals eine alternativlose Angelegenheit zu sein. Wir haben ein paar Alternativen unter die Lupe genommen und dabei aufgezeigt, was diese Alternativen langfristig für den Geldbeutel bedeuten.

Alternative Mobilität – Investieren statt Autofahren

Wir hatten vor kurzem intern die Diskussion, ob sich ein Auto für eine Privatperson lohnen kann und wenn ja, unter welchen Bedingungen. Primär sind wir uns einig, dass ein Auto einen emotionalen Mehrwert inne trägt. Ein echter Autofanatiker wird sich auch von dem hier vorgestellten Modell nicht vom Fahren abhalten lassen. Trotz allem wollten wir das Gedankenexperiment einmal spielen. Wie hoch sind die tatsächlichen Kosten eines Autos? Wenn wir statt eines Autos öffentliche Verkehrsmittel, Taxifahrten oder das Angebot von Car-Sharing-Anbietern nutzen würden, wie viel Geld käme dann in 20 Jahren zusammen? Und wie hoch wäre der Betrag, würden wir den gesparten Betrag in den DAX mit Cost-Average investieren und wir uns eine durchschnittliche jährliche Verzinsung von 7% sichern könnten?

Die Daten für die Berechnungen haben wir der ADAC Autokostenübersicht 2016 entnommen. Um die breite Mitte zu treffen, gehen wir in unserem Beispiel vom meistgefahrenen Auto auf Deutschlands Straßen aus: Der VW Golf. Im Speziellen haben wir uns für den Golf 1.2 TSI BMT Comfortline in seiner günstigsten Ausführung entschieden.

Welche Kosten sind zu berücksichtigen?

Der ADAC beachtet in seiner Berechnung sowohl die Fixkosten als auch die durch den Betrieb des Fahrzeuges entstehenden variablen Kosten.  Die genauen Daten können in der Autoübersicht im Detail nachgelesen werden. Für den in unserem Beispiel gewählten Golf belaufen sich die monatlichen Kosten bei einer angenommenen jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern auf 541€ und addieren sich demnach auf 6492€ pro Jahr. Für eigene Berechnungen mit einem höheren Kilometerbedarf im Jahr werden auch ungefähre Kosten pro Kilometer angegeben. Für unseren VW Golf liegen diese bei etwa 0,43 € pro gefahrenem Kilometer.

Kurz noch ein Wort vorab: Sicherlich kann man jetzt noch argumentieren, dass sich das Ergebnis durch Urlaubsfahrten oder ähnlichem verändert. Es geht in diesem Artikel aber darum Alternativen aufzuzeigen und die daraus resultierenden Effekte zu verdeutlichen.

Was sind die Alternativen zum Auto? – Auto vs. Nahverkehr & Taxis

Wir nehmen das Beispiel eines typischen Deutschen: in der Stadt arbeitend und nahe der Stadt wohnend. Diese Trennung zwischen Arbeitsplatz und Wohnort hat sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend etabliert. Zwar wurde sie von vielen Umweltaktivisten und Arbeitnehmerrechtlern immer wieder angezweifelt, sie wird sich trotz der negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt auch noch für einige weitere Jahre halten.

Durch die vorgegebene Fahrleistung von 15.000 km können wir die täglich zurückgelegte Strecke zurückrechnen: 15.000 / 365 = 41,095 km am Tag. Natürlich wissen wir, dass man in der Regel nicht an 365 Tagen pro Jahr zur Arbeit fährt. Durch Wochenenden und Urlaubstage legt man den Weg zur Arbeit nur an etwa 220 Tagen zurück. Der Einfachheit halber rechnen wir aber mit einer durchschnittlichen Strecke von 41,095 km pro Tag und lassen Sonderfahrten in den Urlaub außen vor.

Was wir jedoch proklamieren können: Der tägliche Weg zum Arbeitsplatz ist nicht allzu lang. Ein Monatsticket über 3 Zonen bzw. Waben kostet im nicht ganz billigen Schwabenland (VVS Netz Stand 2016) 110,10€ im Monat und deckt diese Strecke ab. Für die kurzfristige und spontane Mobilität innerhalb der Stadt (Txi, Bike-Sharing), gehen wir von einem großzügigen Puffer von 100€ monatlich aus. Um nun definitiv auf Nummer sicher zu gehen, gibt es noch diverse Car-Sharing Anbieter. Bei diesen kaufen wir uns nochmals 2000 Fahrminuten im Jahr ein und stellen so in jeder Lebenslage Mobilität sicher. Eine Minute kosten uns bei Multicity 0,28€. Es entstehen also Kosten von 280 Euro bzw. etwa 24€ im Monat.

Nun müssen wir noch den Faktor Einkaufen berücksichtigen. Viele nutzen den Heimweg für den Lebensmitteleinkauf und wollen gerade für den Kauf von Getränken nicht auf das Auto verzichten. Dieses Argument kann aber nicht gelten gelassen werden. Es gibt in beinahe allen großen Städten und in immer mehr kleinen Orten Lieferdienste für Lebensmittel. Dieser spart nicht nur die Fahrt in den Supermarkt, sondern auch eine Menge Zeit, da die gekauften Waren direkt in die Wohnung geliefert werden (#lazyaslazycanbe). Bleibt man unter einem bestimmten Mindestbestellwert (oder zum Teil auch für die Lieferung von Getränkekisten), erheben die Anbieter eine Lieferpauschale. Hier gehen wir von 4€ pro Lieferung aus. Bei vier Wocheneinkäufen ergeben sich damit Kosten in Höhe von 16 Euro. Ein zusätzlicher Vorteil der Nutzung von Lieferdiensten ist auch, dass man wirklich nur das einkaufen lässt, was man tatsächlich benötigt. Spontanmitnahmen an der Supermarktkasse entfallen somit.

Werfen wir einmal alles zusammen, so ergibt sich pro Monat  folgende Summe:

ÖPNV: 110,10€

Taxifahrten: 100€

Carsharing: 24€

Lieferservice Lebensmittel: 16,00€

————————————-

Summe: 250,10€

Nutzen wir also anstatt eines eigenen Autos die oben genannten Alternativen, würden wir im Monat 290,90€ bzw. im Jahr 3490,80€ sparen.

Was sind also die wirklichen Kosten eines Autos?

Die echten Kosten ergeben sich sowohl aus den Kosten, welche wir für das Auto erbringen, als auch durch die Opportunitätskosten. Wir haben einen Anlagezeitraum von 20 Jahren gewählt, da in dieser Zeit die Korrekturen im Aktienmarkt ausgestanden sein sollten und die Annahme der historischen Durchschnittsrendite eher gerechtfertigt scheint. Zur Vereinfachung betrachten wir das Vermögen in einer Jahr-zu-Jahr-Perspektive. Der Endbetrag dieses Experimentes beträgt 143107,06€, wobei davon 73291,06€ Zinserträge sind.

Alternative Mobilität statt Auto
Das Diagramm zeigt die jährlichen Einsparungen sowie die damit erzielte Rendite

Jahr | Kontostand | Ersparnisse | Eingezahlter Betrag | Zinsen in Periode | Zinsertrag bisher
1 3490,8 3490,8 3490,8
2 7225,96 3490,8 6981,6 244,36
3 11222,57 3490,8 10472,4 505,82 244,36
4 15498,95 3490,8 13963,2 785,58 750,17
5 20074,68 3490,8 17454 1084,93 1535,75
6 24970,71 3490,8 20944,8 1405,23 2620,68
7 30209,46 3490,8 24435,6 1747,95 4025,91
8 35814,92 3490,8 27926,4 2114,66 5773,86
9 41812,76 3490,8 31417,2 2507,04 7888,52
10 48230,46 3490,8 34908 2926,89 10395,56
11 55097,39 3490,8 38398,8 3376,13 13322,46
12 62445,01 3490,8 41889,6 3856,82 16698,59
13 70306,96 3490,8 45380,4 4371,15 20555,41
14 78719,24 3490,8 48871,2 4921,49 24926,56
15 87720,39 3490,8 52362 5510,35 29848,04
16 97351,62 3490,8 55852,8 6140,43 35358,39
17 107657,03 3490,8 59343,6 6814,61 41498,82
18 118683,82 3490,8 62834,4 7535,99 48313,43
19 130482,49 3490,8 66325,2 8307,87 55849,42
20 143107,06 3490,8 69816 9133,77 64157,29

 

Wir möchten uns an dieser Stelle nicht anmaßen, das Ergebnis zu bewerten. Ob der eingesparte Betrag viel ist oder nicht, muss der einzelne für sich abwägen. Gleichfalls muss individuell bewertet werden, ob sich ein Auto ersetzen lässt oder nicht und wenn ja, ob der emotionale Schmerz durch die zusätzliche Kaufkraft ausgeglichen wird. Wir wissen auch, dass der Aufwand für einen effizienten Gebrauchtwagen sicherlich geringer ist und sich in 20 Jahren die Kosten für den ÖPNV oder Lieferdienste erhöhen werden. Die Kosten für Benzin werden aber sicher auch nicht sinken (und von der E-Mobilität sind wir noch etwas zu weit entfernt, um die Kosten abschätzen zu können).

Dieser Artikel soll nur als Gedankenanstoß dienen, sich über die Gewohnheiten Gedanken zu machen, die wir sonst für allgemein und selbstverständlich nehmen und wegen denen wir kein Geld zum Investieren haben.

by Feb 18, 2017 Keine Kommentare
Faktorzertifikate – Vorteile und Nachteile des Produktes

Faktorzertifikate – Vorteile und Nachteile des Produktes

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Faktorzertifikate – Vorteile und Nachteile

Faktorzertifikate sind Derivate, welche dem Inhaber die gehebelte Partizipation an einem Basiswert ermöglichen. Das Zertifikat vervielfacht also sowohl die bei einem Investment entstehenden Gewinne als auch Verluste. Dabei sind so strukturiert, dass der jeweilige Multiplikator zum Handelsbeginn angepasst wird, dann aber über den Handelstag konstant bleibt. Bei anderen Hebelprodukten ist dieser Faktor variabel. Die Vor- und Nachteile sind, welche aus dieser Form der Zertifikate entstehen, haben wir für euch in diesem Artikel zusammengefasst.

Was Faktorzertifikate noch besonders macht, erfahrt ihr im Detail in einem anderen Artikel von uns.

Faktorzertifikate – Vorteile

  • Faktorzertifikate erlauben das Investieren in einen Basiswert auf der Long und Short Seite
  • Ein großer Vorteil ist dabei die Bandbreite an verfügbaren Hebeln. Faktorzertifikate sind meistens in einer Palette von Hebel x2 bis hin zu x10 erhältlich.
  • Positiv ist auch, dass die Produkte bei den verschiedenen Anbietern relativ einheitlich angeboten werden. So unterscheiden sich die Papiere der einzelnen Emittenten nicht tiefgreifend.
  • Faktorzertifikate sind relativ liquide Produkte. Durch die Popularität des Produktes und die eher beschränkte Auswahl der verfügbaren Basiswerte sind Faktorzertifikate speziell für Day Trader eine interessante Alternative. Durch die liquiden Underlyings sind auch die Spreads auf den Papieren recht eng.
  • Ein großer Vorteil der Faktorzertifikate ist die Einfachheit des Produkts, Kauft man zu Beginn eines Handelstages ein solches Zertifikat, wird es immer den Hebel haben, welcher im Namen des Produkts steht. Kauft man etwa ein Zertifikat DAX Faktor 2, so wird dieses Zertifikat die Wertentwicklung innerhalb des Tages mit dem Faktor zwei darstellen, also verdoppeln.
  • Die tägliche Anpassung des Hebels kann gleichfalls als Vorteil gewertet werden. Sie erlaubt dem Inhaber des Zertifikates eine exponentielle Gewinnentwicklung. Steigt der Basiswert beispielsweise drei Tage in Folge, verstärkt sich durch die tägliche Hebelanpassung die Gewinnentwicklung.

Faktorzertifikate – Nachteile

  • Faktorzertifikate unterliegen der sogenannten Pfadabhängigkeit. Dies kann sich sowohl als Vorteil als auch als Nachteil herausstellen. Der Gewinn oder Verlust, den man durch das Zertifikat macht, hängt davon ab, ob der Basiswert zuerst steigt oder fällt. Fällt ein Basiswert stark, so wird es für das Zertifikat extrem schwierig sich wieder zu erholen, mehr dazu in unserem Artikel – Faktor Zertifikate, eine Seite die dir bares Geld spart
  • Die Verfügbarkeit der Produkte ist vom Emittenten abhängig. In sehr volatilen Marktphasen kann es passieren, dass der Emittent das Zertifikat nicht verkaufen will. Dadurch können manche Handelsstrategien nicht immer oder nur in beschränkten Stückzahlen angewandt werden.
  • Das Derivat ist nur auf eine recht beschränkte Anzahl an Basiswerten verfügbar. Die Auswah der handelbaren Märkte ist dadurch beschränkt.
  • Für hochspekulative Anleger, welche einen Hebel von mehr als 10 wünschen, sind Faktorzertifikate nicht geeignet, da ein entsprechender Multiplikator nicht verfügbar ist
  • Faktorzertifikaten sind Inhaberschuldverschreibungen. Diesen Punkt müssen Käufer eines solchen Papiers beachten. Wie auch bei anderen Zertifikaten trägt der Käufer das sogenannte Emittenten-Risiko. Wenn der Emittent ausfällt bzw. zahlungsunfähig wird, kommt dies für den Anleger einem Totalverlust gleich. Eine Alternative wären beispielsweise Leveradged ETFs. Diese sind Sondervermögen und zählen im Fall einer Insolvenz nicht zur Haftungsmasse der Bank. Dies ist offensichtlich auch ein Nachteil der Zertifikatewelt.

Was sich zusammenfassend über die Vorteile und Nachteile von Faktorzertifikaten sagen lässt:

Faktorzertifikate gehören zu der Gruppe der Hebelprodukte und sind besonders für spekulativere Anleger geeignet. Da es sich bei dem Produkt um ein Zertifikat handelt, ist es kein Sondervermögen und der Anleger erleidet im Fall der Insolvenz des Emittenten einen Totalverlust. Besonders positiv kann der feste Hebel des Produkts sein. So wird jeden Tag der Hebel wieder auf den im Namen des Zertifikates festgelegten Wert angepasst. Durch diese Anpassung entsteht ein Effekt, der die Gewinne aber auch die Verluste stark beeinflusst – das Papier unterliegt einer Pfadabhängigkeit. Durch die Liquidität der Basiswerte, auf welche Faktorzertifikate angeboten werden, sind die Konditionen zumeist recht interessant. Dadurch wird allerdings eine Vielzahl an Märkten ausgeschlossen, was als klarer Nachteil zu bewerten ist.

Am Ende des Tages ist es also eine sehr individuelle Entscheidung, inwieweit die Verwendung von Faktorzertifikaten  für einen Anleger interessant sein könnte. Wir von InsideTrading, wollen wie immer nochmals darauf hinweisen, dass es speziell mit Derivaten essentiell ist, sich genau zu informieren und die Vor- und Nachteile eines Produktes im Detail verstanden zu haben bevor man es handelt. Sollte es noch Fragen geben oder wir Vorteile bzw. Nachteile von Faktorzertifikaten vergessen haben, freuen wir uns wie immer über einen Kommentar oder eine E-Mail. Um nichts mehr von uns zu verpassen abonniert unseren Newsletter und freut euch über monatliche Updates rund um den Markt, ETFs und unsere besten Artikel.

by Feb 12, 2017 5 Kommentare
Faktorzertifikate – Vorteile und Nachteile des Produktes

Vorteile und Nachteile von Faktorzertifikaten

Finanzprodukte

Vorteile und Nachteile von Faktorzertifikaten

Faktorzertifikate sind Derivate, welche dem Inhaber die gehebelte Partizipation an einem Basiswert ermöglichen. Das Zertifikat vervielfacht also sowohl die bei einem Investment entstehenden Gewinne als auch Verluste. Dabei sind so strukturiert, dass der jeweilige Multiplikator zum Handelsbeginn angepasst wird, dann aber über den Handelstag konstant bleibt. Bei anderen Hebelprodukten ist dieser Faktor variabel. Die Vor- und Nachteile sind, welche aus dieser Form der Zertifikate entstehen, haben wir für euch in diesem Artikel zusammengefasst.

Was es bei Faktorzertifikaten noch zu beachten gibt, erfahrt ihr im Detail in einem anderen Artikel von uns.

Vorteile von Faktorzertifikaten

  • Faktorzertifikate erlauben das Investieren in einen Basiswert auf der Long und Short Seite
  • Ein großer Vorteil ist dabei die Bandbreite an verfügbaren Hebeln. Faktorzertifikate sind meistens in einer Palette von Hebel x2 bis hin zu x10 erhältlich.
  • Positiv ist auch, dass die Produkte bei den verschiedenen Anbietern relativ einheitlich angeboten werden. So unterscheiden sich die Papiere der einzelnen Emittenten nicht tiefgreifend.
  • Faktorzertifikate sind relativ liquide Produkte. Durch die Popularität des Produktes und die eher beschränkte Auswahl der verfügbaren Basiswerte sind Faktorzertifikate speziell für Day Trader eine interessante Alternative. Durch die liquiden Underlyings sind auch die Spreads auf den Papieren recht eng.
  • Ein großer Vorteil der Faktorzertifikate ist die Einfachheit des Produkts, Kauft man zu Beginn eines Handelstages ein solches Zertifikat, wird es immer den Hebel haben, welcher im Namen des Produkts steht. Kauft man etwa ein Zertifikat DAX Faktor 2, so wird dieses Zertifikat die Wertentwicklung innerhalb des Tages mit dem Faktor zwei darstellen, also verdoppeln.
  • Die tägliche Anpassung des Hebels kann gleichfalls als Vorteil gewertet werden. Sie erlaubt dem Inhaber des Zertifikates eine exponentielle Gewinnentwicklung. Steigt der Basiswert beispielsweise drei Tage in Folge, verstärkt sich durch die tägliche Hebelanpassung die Gewinnentwicklung.

Nachteile von Faktorzertifikaten

  • Faktorzertifikate unterliegen der sogenannten Pfadabhängigkeit. Dies kann sich sowohl als Vorteil als auch als Nachteil herausstellen. Der Gewinn oder Verlust, den man durch das Zertifikat macht, hängt davon ab, ob der Basiswert zuerst steigt oder fällt. Fällt ein Basiswert stark, so wird es für das Zertifikat extrem schwierig sich wieder zu erholen, mehr dazu in unserem Artikel – Faktor Zertifikate, eine Seite die dir bares Geld spart
  • Die Verfügbarkeit der Produkte ist vom Emittenten abhängig. In sehr volatilen Marktphasen kann es passieren, dass der Emittent das Zertifikat nicht verkaufen will. Dadurch können manche Handelsstrategien nicht immer oder nur in beschränkten Stückzahlen angewandt werden.
  • Das Derivat ist nur auf eine recht beschränkte Anzahl an Basiswerten verfügbar. Die Auswah der handelbaren Märkte ist dadurch beschränkt.
  • Für hochspekulative Anleger, welche einen Hebel von mehr als 10 wünschen, sind Faktorzertifikate nicht geeignet, da ein entsprechender Multiplikator nicht verfügbar ist
  • Faktorzertifikaten sind Inhaberschuldverschreibungen. Diesen Punkt müssen Käufer eines solchen Papiers beachten. Wie auch bei anderen Zertifikaten trägt der Käufer das sogenannte Emittenten-Risiko. Wenn der Emittent ausfällt bzw. zahlungsunfähig wird, kommt dies für den Anleger einem Totalverlust gleich. Eine Alternative wären beispielsweise Leveradged ETFs. Diese sind Sondervermögen und zählen im Fall einer Insolvenz nicht zur Haftungsmasse der Bank. Dies ist offensichtlich auch ein Nachteil der Zertifikatewelt.

Was sich zusammenfassend über die Vorteile und Nachteile von Faktorzertifikaten sagen lässt:

Faktorzertifikate gehören zu der Gruppe der Hebelprodukte und sind besonders für spekulativere Anleger geeignet. Da es sich bei dem Produkt um ein Zertifikat handelt, ist es kein Sondervermögen und der Anleger erleidet im Fall der Insolvenz des Emittenten einen Totalverlust. Besonders positiv kann der feste Hebel des Produkts sein. So wird jeden Tag der Hebel wieder auf den im Namen des Zertifikates festgelegten Wert angepasst. Durch diese Anpassung entsteht ein Effekt, der die Gewinne aber auch die Verluste stark beeinflusst – das Papier unterliegt einer Pfadabhängigkeit. Durch die Liquidität der Basiswerte, auf welche Faktorzertifikate angeboten werden, sind die Konditionen zumeist recht interessant. Dadurch wird allerdings eine Vielzahl an Märkten ausgeschlossen, was als klarer Nachteil zu bewerten ist.

Am Ende des Tages ist es also eine sehr individuelle Entscheidung, inwieweit die Verwendung von Faktorzertifikaten  für einen Anleger interessant sein könnte. Wir von InsideTrading, wollen wie immer nochmals darauf hinweisen, dass es speziell mit Derivaten essentiell ist, sich genau zu informieren und die Vor- und Nachteile eines Produktes im Detail verstanden zu haben bevor man es handelt. Sollte es noch Fragen geben oder wir Vorteile bzw. Nachteile von Faktorzertifikaten vergessen haben, freuen wir uns wie immer über einen Kommentar oder eine E-Mail. Um nichts mehr von uns zu verpassen abonniert unseren Newsletter und freut euch über monatliche Updates rund um den Markt, ETFs und unsere besten Artikel.

by Feb 11, 2017 Keine Kommentare
Martin Schulz als Bundeskanzler – Vorteile, Nachteile und Chancen für Deutschland

Martin Schulz als Bundeskanzler – Vorteile, Nachteile und Chancen für Deutschland

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Aktuell ist sein Name in aller Munde, Martin Schulz – der nächste „Kanzler“ – in den Augen der SPD. So geschlossen war die Fraktion schon lange nicht mehr und auch aus der Perspektive der breiten Medien hatte das Bündnis aus CDU und CSU schon lange keinen so starken Gegner, der sich ihnen im Wahlkampf gestellt hat.

Ein Kandidat wie Schulz hat ein echtes Potenzial Angela Merkel, die ja oft auch liebevoll Mutti betitelt wird, von ihrem Thron zu stoßen. Dabei ist Martin Schulz für viele Deutsche ein eher unbeschriebenes Blatt. In Gesprächen fallen immer wieder Begriffe wie Autodidakt, kein Studium, Buchhändler und viele mehr. Doch wer ist Martin Schulz wirklich und was sind die möglichen Vorteile sowie Nachteile, welche mit einem siegreichen Wahlkampf und einer Amtszeit als Kanzler für Deutschland entstehen könnten?

 

Kurzbiografie – Martin Schulz

Martin Schulz ist vor allem: Ein Unikat und bodenständig. Ein Original eben.

Am 20. Dezember 1955 geboren, hat er sein 60. Lebensjahr bereits hinter sich gelassen. Was ihn in seinem bisherigen Werdegang dabei besonders auszeichnet, ist hier kurz in Stichpunkten zusammengefasst.

  • Martin Schulz beendete seine Schulkarriere nach dem zweimaligen Wiederholen der 11. Klasse mit der Mittleren Reife
  • Er lernte einen kaufmännischen Beruf und wurde Buchhändler. Nach seiner Ausbildung war er für mehrere Jahre bei unterschiedlichen Verlagen tätig, bis er mit seiner Schwester eine eigene Buchhandlung eröffnete
  • In den 1970er Jahren verfiel Schulz dem Alkohol. Bis heute macht er aus dieser Tatsache keinen Hehl
  • Mit 19 Jahren (1974) trat Martin Schulz in die SPD ein und wurde 1987 zum jüngsten Bürgermeister in NRW
  • Im Jahr 1994 wurde Schulz in das Europaparlament gewählt
  • 2012 konnte er sich im ersten Wahlgang mit der erforderlichen Mehrheit gegen seine Gegenkandidaten behaupten und wurde Präsident des Europaparlaments
  • 2016 kommt die Entscheidung, die Europapolitik nicht um eine potenzielle weitere Amtszeit als Präsident des Europäischen Parlaments zu verlängern, sondern sich wieder der Bundespolitik zuzuwenden

Und jetzt steht Martin Schulz also vor seiner neuen Aufgabe als Kanzlerkandidat der SPD. Was wären die Vorteile und Nachteile, die ein Kanzler Schulz mit sich bringen würde?

 

Vorteile einer Wahl von Martin Schulz als Bundeskanzler

  • Martin Schulz ist für die internationalen Beziehungen, welche die Bundesrepublik Deutschland pflegt, mehr als ausreichend gewappnet. Mit fünf Sprachen ist Kommunikation für ihn kein Fremdwort (Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch und Italienisch)
  • Martin Schulz ist ein Autodidakt, der sein Leben lang bewiesen hat, dass er mit neuen Situationen umgehen kann. Sein Lebenslauf zeigt, dass er an allen denkbaren Gegebenheiten wachsen und lernen konnte und auch bereit dazu war. Diese Fähigkeit ist für Politiker von großem Vorteil und in einer Position wie der des Bundeskanzlers unerlässlich
  • Schulz ist ein „Mann des Volkes“. Durch seine Erfahrungen in der Kommunalpolitik ist er ein bodenständiger Mensch geworden. Er weiß um die Probleme in der Bevölkerung und hat eine wertorientierte sozialdemokratische Ausrichtung. Dies ist gerade in Zeiten, in denen der Populismus immer mehr Zulauf bekommt, ein interessanter Gegenpol
  • Schulz stärkt aktuell die SPD enorm -ganz gleich ob man nun die SPD wählt oder nicht. Eine facettenreiche politische Landschaft ist wichtig für lebendige Politik. Wie sagt schon das alte Sprichwort? Konkurrenz belebt das Geschäft- Und etwas Schwung in die Politik der etablierten deutschen Parteien zu bringen, ist mit großer Gewissheit von Vorteil
  • Mit seinem ausgeprägten Netzwerk und großer Erfahrung auf europäischer Ebene hat Martin Schulz das Potenzial Europa wieder enger zusammenrücken zu lassen und somit die vorteilhafte Position Deutschlands im Binnenmarkt zu erhalten
  • Mit ihm an der Spitze könnte Deutschland in Europa wieder in ein besseres Licht rücken, da er von allen Seiten als echter Europäer angesehen wird. Dies könnte Spannungen, welche durch die Flüchtlingsthematik der letzten Jahre aufgekommen waren, wieder lindern. Diese Lockerung wäre ein Vorteil für ganz Europa
  • Vor allem Pragmatismus ist es, was sich Martin Schulz mit auf die Fahne schreibt. Dies ist eine Eigenschaft, welche sich in der sich schnell verändernden politischen Landschaft der Welt als extremer Vorteil zeigen kann. Denn mit den Trumps und Orbans dieser Welt sind oftmals Entscheidungen gefragt, welche schnell umgesetzt werden können

 

Nachteile einer Wahl von Martin Schulz als Kanzler

  • Martin Schulz hat in den letzten Jahren kaum bis keine Schnittfläche zur Bundespolitik gehabt. Daher stellt sich an vielen Stellen die Frage, kann er überhaupt Bundespolitik in ausreichendem Maße überblicken und ausüben. Diese Unsicherheit ist wie Unsicherheit per se als Nachteil zu definieren
  • Seine fehlende akademische Ausbildung könnte auf internationaler Ebene für Unverständnis sorgen und sich als Nachteil in Verhandlungen erweisen
  • Martin Schulz wird in der Weltöffentlichkeit als Gesicht des Europaparlaments wahrgenommen. Dieses Branding lastet ihm auch im Amt des Bundeskanzlers an. Eine solche „Markierung“ kann sich als potenzieller Nachteil herausstellen (kann sich aber auch zu einem Vorteil kehren, je nach Situation)
  • Ein eindeutiger Kurs bezüglich der Schuldensituation in Europa fehlt Martin Schulz. Zum einen hat er ein tiefes Verständnis für Schuldenstaaten, zum anderen macht er sich für das Einhalten der Eurostabilitätsregeln stark. Dies könnte sich im Speziellen dann als Problem darstellen, sollte es im europäischen Schulden-Sumpf erneut zum Kochen kommen. Hier ist noch besonders herauszustellen, dass Martin Schulz ein Vertreter der vieldiskutierten Euro-Bonds ist. Euro-Bonds liefern, vereinfacht gesagt, die Möglichkeit für Europa Schulden gesamtschuldnerisch aufzunehmen und somit von einer besseren Bonität zu profitieren. Dies kann sich jedoch für Deutschland als Nachteil herauskristallisieren, sollten andere Länder zahlungsunfähig werden
  • Schulz ist überzeugter Europäer- So sagte Gianni Pittella, dass er ihn als eine große Führungspersönlichkeit sehe, sich aber auch sicher sei, dass er seine Erfahrung und Fähigkeiten im Bereich der Führung nicht nur für Deutschland sondern immer auch im Kontext der gesamten EU einbringen würde. Dies ist von der Grundtendenz ein großes Plus für Schulz, da die EU für Deutschland eine enorme Wichtigkeit hat. Jedoch ist unklar, ob er eine ähnlich harte Kante fahren würde wie Angela Merkel, welche die Interessen Deutschlands oft mit hohem Nachdruck durchgesetzt hat
  • Basierend auf Aussagen von Parteigenossen Sigmar Gabriel hat Martin Schulz im Speziellen in Brennpunkt Themen wie der Rente bisweilen nur geringe Erfahrungen gesammelt. Allerdings bedarf es hier in den kommenden Jahren einiger Entscheidungen. Hier ist mangelnde Erfahrung ein klarer Nachteil.
  • Laut N24 Berichten soll Martin Schulz auf Fragen der Aktivitäten in Berlin immer wieder geäußert haben: „Ich will kein Ministerpräsident werden. Ich will kein Bundesminister werden. Ich will kein Fraktionschef werden.“ So soll auch manchmal ein „Pfff Berlin“ gefallen sein. Nun winkt ihm aber genau dort ein Posten, sollten die Wähler sich für ihn entscheiden. Potenzielle mangelnde intrinsische Motivation kann sich gerade in solchen Positionen nachteilig auf die Leistung auswirken

 

Potenzielle Auswirkungen und Chancen für Deutschland

Die etwaigen Vor- und Nachteile, welche Martin Schulz als Kanzler für Deutschland haben könnte, sind in den oberen Abschnitten zur Genüge aufgelistet worden. Doch was sind die Auswirkungen, die sich daraus ergeben.

Fakt ist, dass auch in Deutschland die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht. Viele der Gesetze, welche dies möglich gemacht haben, gehen mit auf die Kappe der SPD auch wenn dies anderen Personen und politischen Geflechten zuzuschreiben ist. Mit Martin Schulz hat die deutsche Politik die Chance frischen Wind in die Segel zu bekommen, denn nach drei Amtszeiten ist es unter Umständen doch einmal Zeit für einen Wechsel. Die sich auf einen Wechsel beziehende Aussage beruft sich dabei nicht auf die etwaigen Leistungen oder Verfehlungen der Kanzlerin, sondern vielmehr auf die Tatsache, dass Brüche entstehen müssen, um an ihnen zu wachsen und sich zu verbessern.

Themen wie die Rente, Einkommensverteilung sowie Arbeitszeiten und der Umgang mit der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung werden die Kernpunkte der deutschen Politik den nächsten Jahren sein. Entscheidungen in diesen Bereichen können über die Lebensqualität von vielen kommenden Generationen entscheiden.

Vor eben diesem Hintergrund gilt es ganz besonders die Auswirkungen abzuwägen, welche mit der Abgabe unserer Stimmen einhergehen.

Wir versuchen mit Herrn Schulz noch ein Interview zu führen, bzw. würden uns über ein Statement von ihm oder seiner Partei sehr freuen. Damit wünschen wir viel Erfolg für den Wahlkampf, mögen die Argumente entscheiden.

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by Feb 08, 2017 Keine Kommentare
Effekte höherer Zinsen nach Zinsentscheid der FED / EZB auf die Volkswirtschaften

Effekte höherer Zinsen nach Zinsentscheid der FED / EZB auf die Volkswirtschaften

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Positive wie negative Effekte höherer Zinsen nach Zinsentscheid der FED / EZB auf die Volkswirtschaften

In diesem Artikel sollen die Vor- und Nachteile einer Zinserhöhung durch die Zentralbanken mithilfe von vereinfachten volkswirtschaftlichen Modellen und unter Verwendung gängiger Annahmen erklärt werden.

Die Modelle zu den Thesen finden sich kurzgefasst im Modellteil.

Positive Effekte der Zinserhöhung

  • Im aktuellen Zinsumfeld ist es Unternehmern möglich „schlechte“ Projekte zu finanzieren, welche unter normalen Umständen nicht profitabel wären. Die Erhöhung des Leitzinssatzes könnte den Markt von diesen „schlechten“ Investitionen bereinigen, da eine Anschlussfinanzierung nicht mehr rentabel wäre und der Anbieter vom Markt verschwinden würde.
  • Der Effekt im Bereich Investitionen lässt sich auch auf Kredite übertragen. Bevor Geld mit Strafzinsen bei der Zentralbank gelagert wird, werden aktuell Kredite vergeben, welche gerade so noch profitabel sind. Dies steigert das Risiko faule Kredite im Bankenbuch wieder zu finden. Eine Erhöhung der Zinsen könnte sich insofern als Vorteil herausstellen, da diesen Risikokrediten ein Riegel vorgeschoben werden würde.
  • Der Euro hätte im Fall einer Zinserhöhung seitens der EZB das Potenzial an Wert zu gewinnen und sich zu stabilisieren. Dies hängt damit zusammen, dass Einwohner anderer Länder nun von den Zinsdifferenzen zwischen dem Euro und ihrer eigenen Währung profitieren können. Sie kaufen mit ihrer Währung Rentenpapiere (Anleihen etc.) in Euro und/ oder legen ihr Geld als Tagesgeld in Europa an. Für diesen Schritt müssen sie jedoch zuerst ihre eigene Währung wechseln, was zur Nachfrage (Geldflüssen) im jeweiligen Währungspaar führt.
  • Ein höherer Leitzins könnte den Anreiz erhöhen Geld zu sparen und somit die Kaufkraft in die Zukunft zu verlagern. Gerade für den Aufbau einer Existenz als Selbstständiger oder der Anschaffung von langlebigen Gütern wie Immobilien ist ein eigener Kapitalstock essenziell, da dies die Kreditwürdigkeit verbessert. Die aktuell niedrigen Zinsen verzerren dabei jedoch die Anreize zu sparen, was sich durch eine Normalisierung des Zinsumfeldes wieder ändern könnte.
  • Durch eine Erhöhung des Leitzinssatzes würde sich die prekäre Situation der Banken entschärfen. Die realisierbare Zinsspanne hätte das Potenzial zu steigen, womit das Brot- und Buttergeschäft einer Bank, nämlich die Fristen- und Losgrößentransformation und die damit einhergehende Finanzierung von Unternehmen und Privatpersonen mit Krediten wieder lukrativer werden könnte. Der „Druck“ im Investmentbanking das Geld zu verdienen würde sich verringern.

Mögliche Probleme der Leitzinssteigerung

  • Die Investitionen in der Volkswirtschaft könnten sinken. Der genannte Punkt, dass schlechte Investitionen aus dem Markt gedrängt werden, ist zwar durchaus ein Vorteil, jedoch können sich nun einige Unternehmer mit guten Ideen die Umsetzung ihrer Vision nicht mehr leisten. Gerade im Start-up Bereich lässt sich die Problematik der initialen Finanzierung sehr deutlich erkennen.
  • Die Preise für Anleihen und Schuldverschreibungen sollten fallen, da der Referenzzinssatz steigt. Dadurch sinkt die reale Rendite auf festverzinslichen Wertpapieren wie Anleihen. Das hat zur Folge, dass deren Mehrwert sinkt. Als Resultat verlieren viele Anleger ihr Geld und damit ihre potenzielle Kaufkraft, da viele Produkte, gerade auch für die Rente ausgerichtete Fonds, ein starkes Exposure gegenüber festverzinslichen Wertpapieren haben.
  • Die aktuell niedrigen Zinsen befeuerten einen Boom in der Immobilienbranche. Die Nachfrage ist durch die günstigen Finanzierungsmöglichkeiten enorm groß. Jedoch stößt dieses Interesse auf ein nur bedingt erweiterbares Angebot. Die Folge: die Preise steigen stark. Eben diese stark gestiegenen Preise könnten nun durch das Wegbrechenden der Nachfrage kollabieren. Die Folge ist, dass eine große Anzahl an Personen, welche einen Gutteil ihrer Altersvorsorge in eine Immobilie investiert haben, nun einen enormen Buchverlust zu verzeichnen haben. Dadurch werden Anschluss-Finanzierungen erschwert, denn das Haus, welches beliehen werden kann hat nicht mehr den Wert, mit dem die Eigentümer gerechnet hatten und die für die Bank nötige Sicherheit hat sich verringert.
  • Durch eine Zinssteigerung erhöht sich die Gefahr, dass ein Staat zahlungsunfähig werden könnte stark. Länder, welche eine hohe Verschuldungsquote im Verhältnis zu ihrem BIP haben (wie zum Beispiel Japan), könnten bei höheren Zinsen unter der Zahllast ersticken. Ähnlich wie eine Privatperson hat auch ein Staat ein Budget. Dieses ist jedoch etwas weiter gefasst als beim Ottonormalverbraucher. Ein großer Unterschied ist, dass der Staat keiner Lebensdauer unterworfen ist und im Regelfall auch durch Geldpolitik seine Schulden tilgen kann (Seigniorage). Jedoch gelten auch für ihn am Ende des Tages die normalen Regeln der Marktwirtschaft.

 

Ein kurzer Gedanke

Konsum selbst schafft keinen Mehrwert, denn der Konsum kann immer nur der Produktion folgen. Wird nichts produziert, kann auch nichts konsumiert werden. Die aktuelle Politik der Notenbank oientiert sich jedoch teils stark am Konsumentenverhalten sowie deren Kaufkraft.

Volkswirtschaftliche Modelle

Wichtig: Dieser Abschnitt ist nicht als eine vollkommene, optimale Darstellung der Modelle zu verstehen. Vielmehr sollen diese eine grobe Orientierung ermöglichen, welche Modelle in der Volkswirtschaft verwendet werden und wie ein Ökonom den Markt sieht. Diese sind aktuell zumeist neoklassisch getrieben und Keynsianer.

Schlechte Investitionen durch niedrige Zinsen

Es lässt sich in einem freien Markt feststellen, dass die Nachfrage nach einem Produkt mit seinem Preis sinkt. Jeder Mensch hat ein mehr oder weniger beschränktes Budget, aus dem er seinen Lebensunterhalt deckt. Sinkt nun der Preis von einem Produkt, so kann er sich bei sonst gleichbleibenden Preisen mehr davon leisten.

Sieht man nun Investitionen und die Nachfrage nach Geld genauso an, wird schnell klar, dass mit einem niedrigen Zinssatz, die Nachfrage nach Geld steigt. Kredite und Finanzierungen werden interessanter als sie es zu einem höheren Zinssatz gewesen wären. Eine Folge: Bei einem niedrigen Zinssatz sind Unternehmen lukrativ, welche es vorher nicht gewesen sind und fragen ebenso Geld nach. Verändert sich nun die Situation am Geldmarkt wieder, so werden diese Unternehmen, sofern sie nicht effizienter geworden sind, keinen Gewinn mehr erwirtschaften können und müssen wieder aus dem Markt verschwinden. Dies wird in den Grafiken veranschaulicht.

Durch steigende Zinsen reduziert sich die Nachfrage nach Investitionen, da Finanzierungen teurer werden und die Investition höhere Erträge erwirtschaften muss, damit sie lohnend ist.

Durch die Steigerung des Zinssatzes von Zinssatz aktuell auf Zinssatz neu, reduziert sich gleichzeitig die Nachfrage nach Investitionen von I nach I*

Neoklassisches Modell – IS-LM (Investment-Saving / Liquidity preference-Money supply)

Im neoklassischen IS-LM Modell werden die Gütermarktgleichgewichtskurve (IS) und die Geldmarktgleichgewichtskurve (LM) und ihre Bewegungen betrachtet.  Dabei ist am Schnittpunkt der beiden Kurven sowohl der Geldmarkt als auch der Gütermarkt im Gleichgewicht.

Das Gütermarktgleichgewicht wird vom privaten Konsum (C) bestimmt. Dieser ist vom Bruttoinlandsprodukt abhängig. Zusätzlich haben Investitionen (I), welche vom aktuellen Zinssatz am Markt abhängig sind, und der staatliche Konsum eine Auswirkung auf das Güterangebot, das die Volkswirtschaft produzieren kann. Formal Zusammengefasst ergibt sich der folgende Zusammenhang:

Volkseinkommen = Konsum(Volkseinkommen)+Investitionen(Zinssatz)+Staatliche Güter Nachfrage+Außenhandelsbilanz
Die in Klammer geschriebenen Punkte haben einen Einfluss auf den Faktor vor der Klammer – so beeinflusst beispielsweise das Volkseinkommen den Konsum.

Im Modell wird angenommen, dass die Güterangebotskurve fällt. Dies hängt mit der Annahme zusammen, dass bei höheren Zinsen das Interesse an Investitionen sinkt. (Diesen Punkt haben wir oben unter Positiv aufgeführt – jedoch mit dem Fokus auf die Vermeidung von „schlechten“ Investitionen)

Die Geldnachfrage in der Volkswirtschaft definiert sich über die Menge an Geld, welche in der Volkswirtschaft existiert, sowie dem herrschenden Preisniveau. Die Nachfrage nach Geld wird also mit dem realen Geldangebot gleichgesetzt. Es wird demnach genau so viel Geld nachgefragt, wie notwendig ist, um den Handel mit Gütern zu ermöglichen.

Die Geldnachfrage in der Volkswirtschaft = (Geldmenge)/(Preisniveau)

Ein paar Beispiele zu den aus dem Modell resultierenden Auswirkungen:

Verschiebt sich die IS-Kurve – also das Gütermarktgleichgewicht – nach rechts (IS*), so bedeutet dies ein erhöhtes Volkseinkommen und einen höheren Zinssatz. Eine solche Verschiebung kann beispielsweise durch eine verstärkte Nachfrage des Staates nach Gütern eintreten. Aufgrund dieses Zusammenhanges sollte bei einem entsprechenden Wirtschaftswachstum der Zinssatz nicht künstlich niedrig gehalten werden, da eine Anpassung des Zinssatzes eine natürliche Auswirkung der vermehrten Nachfrage nach Gütern und nach Kapital ist und den Geldmarkt im Gleichgewicht hält. Dies dämpft zwar das Wachstum, kann aber auch die Bildung von Blasen vermeiden.

by Jan 20, 2017 Keine Kommentare
Vorteile und Nachteile von höheren Zinsen nach den Zinsentscheiden FED – EZB

Vorteile und Nachteile von höheren Zinsen nach den Zinsentscheiden FED – EZB

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Facebook Beschreibung: Es ist soweit: Janet Yellen hat vor Kurzem die Pläne der FED zur Steigerung der Zinsen bekannt gegeben. Welche potenziellen Folgen ergeben sich aus diesen Plänen und was sind die Vor- und Nachteile einer solchen Leitzinserhöhung.

Vorteile und Nachteile von höheren Zinsen nach den Zinsentscheiden FED – EZB 

In den letzten Jahren reizten die Zentral- und Notenbanken der Welt ihre Möglichkeiten nahezu vollständig aus. Alle Register der klassischen Instrumente der Geldpolitik wurden gezückt, um die Volkswirtschaften zu stimulieren und so Wachstum zu fördern. Besonders oft wurde dabei der Leitzins der Notenbanken in den Fokus gerückt. Dieser war in verschiedensten Ländern auf oder sogar unter 0 Prozent gefallen. Janet Yellen (Federal Reserve USA – FED –) gab nun bekannt, dass unter anderem aufgrund der stärker gestiegenen Inflation nach der Wahl Donald Trumps als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) eine Zinserhöhung eingeleitet wird, sowie weitere Steigerungen in den kommenden Jahren vorgesehen sind.

Dabei soll der Leitzins vorerst auf bis zu 2,9 Prozentpunkte steigen.

Wie die EZB auf diese Pläne reagieren wird, bleibt gespannt abzuwarten.

In diesem Artikel haben wir einige Vor- und Nachteile der kommenden Zinserhöhung unter die Lupe genommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel argumentierte zwar, dass durch die niedrige Inflation der Realzins gar nicht so schlecht sei. Es lassen sich dennoch einige negative Effekte aufzählen. Die meisten Menschen schauen nicht auf den echten, realen Zins, sondern auf den, der ihnen nominal angeboten wird.

Eine detailliertere volkswirtschaftlich fundierte Version des Artikels findet sich hier.

 

Vorteile, die sich aus einer Zinserhöhung durch FED oder EZB ergeben

  • Ein höherer Leitzins könnte dazu führen, dass wir wieder mehr sparen. Der Anreiz, das verdiente Geld sofort wieder auszugeben, würde gleichzeitig sinken.
  • Private Verbraucher sind eher bereit, den Kauf eines teuren Konsumguts oder auch einer Investition abzuwarten, um das benötigte Geld dafür zu sparen, anstatt es über einen Kredit zu finanzieren.
  • Durch die höhere Bereitschaft zu sparen, bauen Personen ein Vermögen auf. Dies kann insofern als Vorteil gewertet werden, da sie dadurch in wirtschaftlich schwierigen Situationen besser abgesichert sind. Bei akuter Arbeitslosigkeit wäre man daher nicht gezwungen, nächstbesten Job anzunehmen, sondern könnte sich einen geeigneten Job suchen, der zu den eigenen Qualifikationen passt.
  • Personen, die finanziell abgesichert sind, fühlen sich wohler und freier. Die aktuell sichtbare Radikalisierung in den Industrieländern könnte sich vermindern, wenn die Menschen wieder mehr darauf aus wären ihr privates Vermögen aufzubauen und so ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern
  • Der Bankensektor hätte wieder die Chance, bessere Margen in seinem Kerngeschäft (Kreditvergabe) zu erzielen. Dadurch wären Banken weniger als aktuell gezwungen, in anderen Bereichen Geld zu verdienen und die Stabilität des Sektors würde steigen.
  • Der Wert des Geldes könnte sich im Verhältnis zu anderen Währungen erhöhen, wodurch importierte Güter verhältnismäßig günstiger werden
  • Das Risiko enorm hoher Inflationsquoten würde sinken, da weniger Geld in der Volkswirtschaft im Umlauf ist
  • Es besteht eine gute Chance für sinkende Mieten bzw. weniger stark steigende Mieten, da sich die steigenden Zinsen negativ auf die Immobilienpreise auswirken könnten. Investoren könnten dann auch mit geringeren Mieten Gewinne erwirtschaften. Dies sollte sich vor allem für die Mieter als Vorteil herausstellen

Nachteile einer Leitzinssteigerung durch die Zentralbank

  • Investitionen werden teurer. Besonders junge Unternehmer und Start-Ups sehen sich daher höheren Finanzierungskosten gegenübergestellt. Dies birgt das Risiko, dass einige Ideen nicht in die Tat umgesetzt werden, da die Gewinnmarge zu Beginn nicht ausreichend groß ist.
  • Durch die höheren Investitionskosten sinken die Geldflüsse in neue Projekte. Das kann sich nachteilig auf Innovationen eines Landes auswirken
  • Preise von Schuldverschreibungen wie Anleihen haben ein erhöhtes Risiko Kursverluste zu verzeichnen, da andere Anlagemöglichkeiten interessanter geworden sind und die Nachfrage sinkt
  • Nachteile entstehen auch für Haushalte mit geringerem Einkommen. Diese haben nun nicht mehr die Möglichkeit ein Haus zu kaufen. Die gestiegenen Zinsen bedeuten höhere Kreditraten und diese kann sich nicht mehr jeder leisten.
  • Durch die abnehmende Anzahl an Familien, die sich ein Haus leisten können, sinkt die Nachfrage nach Immobilien, was zu einem Preisverfall am Immobilienmarkt führen kann.
  • Durch die angekündigte Zinserhöhung der FED könnte sich Mario Draghi unter Druck gesetzt fühlen ebenfalls schnell zu agieren. Dabei könnten unter Umständen „Flüchtigkeitsfehler“ passieren, sie gravierende Folgen nach sich ziehen könnten.
  • Die Zinserhöhung passiert zu einem Zeitpunkt erhöhter politischer Unsicherheit in den USA. Donald Trump löst Barack Obama als Präsident der Vereinigten Staaten vom Amerika ab. Je nachdem, wie der Übergang abläuft, besteht das Risiko, dass die Konjunktur wieder zu lahmen beginnen könnte. Dieses Abflauen würde neue Stimulationen nach sich ziehen. Durch die dabei entstehenden Verzögerungen lässt sich einfach ein Szenario ausmalen, in dem die USA für einige Jahre einen konjunkturellen Stillstand erleben werden

Was lässt sich zusammenfassend über die Auswirkungen einer Zinserhöhung für die Wirtschaft sagen?

Die Effekte einer solchen Maßnahme seitens der Notenbanken sind vielschichtig und lassen sich nicht eindeutig greifen. Viele positive Effekte haben ebenso ihre Schattenseiten. Wie so oft hängt die Frage, ob etwas einen Vorteil oder einen Nachteil mit sich bringt, von der Perspektive des Betrachters ab. Besonders wichtig werden im Zusammenhang mit der Leitzinserhöhung die Entwicklung der Investitionsquoten des jeweiligen Landes im Verhältnis zu vergleichbaren Industrienationen, sowie die Stärke der Währung, da diese maßgeblich für die Export-Erfolge und Importlust der Bevölkerung mitverantwortlich ist. Mithilfe dieser Indikatoren lassen sich erste Rückschlüsse darauf ziehen, wie sich das BIP der Nation entwickeln könnte und in Folge dessen eine frühe Bewertung der potenziellen Vor- und Nachteile der Zinserhöhung für die Gesellschaft.

by Jan 20, 2017 Keine Kommentare
FOREX Trading – der Handel mit Währungen

FOREX Trading – der Handel mit Währungen

Basiswerte

FOREX Trading – der Handel mit Währungen

Hi Insider,
uns ist in den letzten Wochen aufgefallen, dass wir (ich) zum Beginn unserer Laufbahn an den Finanzmärkten oftmals viel zu wenige Gedanken an das „verschwendet“ haben, was im Hintergrund passiert, sobald wir mit bestimmten Produkten gehandelt haben. Daher wollten wir gerade bei dem oft undurchsichtigen Thema Forex einmal aufgeräumt haben.

 

Hintergründe

Wer heutzutage in Europa unterwegs ist, wird kaum noch das Problem haben, dass er/ sie mit Euro nicht bezahlen kann. Die jüngere Geschichte Europas hat dazu ihr Übriges beigetragen. Noch vor 100 Jahren sah die Situation ganz anders aus. In nur einem Jahrhundert hatten wir alleine in Deutschland sieben unterschiedliche Währungen (Mark, Rentenmark, Reichsmark, Alliierte Militärmark, Deutsche Mark, DDR Mark sowie den Euro), sowie zwei grundsätzlich unterschiedliche Währungssysteme. Zum einen gab es die Währungen, welche durch Sicherheiten gedeckt waren, zum anderen das Währungssystem, welches auch heute noch Anwendung findet und den Goldstandard abgelöst hat, nämlich das FIAT Currency System (mehr zur Geschichte des Geldes kann hier nachgelesen werden). Im Fiat Currency System ist einer Währung keine Sicherheit mehr hinterlegt, an der man den Wert der Währung festmachen könnte. Vor allem bei der Betrachtung unterschiedlicherer Währungen kann dies zu Komplikationen führen, da die Wechselkurse nicht über bestimmte Verhältnisse aneinander gebunden sind.
Die Auswirkungen dieser Auflösung soll ein kurzes Beispiel verdeutlichen.

 

Variable, schwankende Wechselkurse

Früher konnte beispielsweise ein US-Dollar gegen 1,50463 Gramm Gold eingetauscht werden und eine Goldmark hatten den Gegenwert von 0,21158 Gramm. Dementsprechend entsprachen 7,11 Goldmarkt derselben Menge Gold wie ein US-Dollar. Konnte man zu einem anderen Kurs wechseln, hatte man einen sicheren Gewinn oder Verlust gemacht. Durch die Beendigung des Goldstandards gingen solche Relation komplett verloren.

Der Verlust eben dieser Zusammenhänge führte zu variablen Wechselkursen. Der Wert einer Währung ergibt sich nun aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage, welche gerade im Währungsmarkt in Perfektion wirken können. Geld ist ein absolut einheitliches Gut. Es gibt keinerlei Qualitätsunterschiede und ein Informationsvorsprung ist in Anbetracht der Fülle an Ereignissen auch nur schwierig zu erlangen. Trotz dieser positiven wie negativen Umstände muss nun der Wechselkurs eines Währungspaars täglich, wenn nicht sogar zu jedem Zeitpunkt,  für den internationalen Handel eindeutig definiert sein.

 

Grundbegriffe im Währungshandel

Im folgenden Abschnitt werden nun die wichtigsten Begriffe aus der Welt des Forex-Handels erklärt. Um am Währungsmarkt bestehen zu können, müssen das Vokabular sowie die beim Handel ablaufenden Prozesse bekannt sein.

 

Transaktion Currency / Transaktionswährung / Basiswährung

Die Transaktion Currency ist die Währung, welche im Währungspaar an erster Stelle genannt wird. Beim Währungspaar EUR/USD ist dies also der Euro. Auf diese Währung wird in den Transaktionen Bezug genommen. Erwartet man steigende Kurse im EUR/USD, so erwartet man also ein Erstarken des Euro gegenüber des US-Dollars.

 

Settlement Currency / Abrechnungswährung / Kurswährung

Die Settlement Currency ist die Währung, welche im Währungspaar an zweiter Stelle steht. Sie dient dem Erwerb der Transaktion Currency. In einem Währungspaar wird immer angegeben, wie viele Einheiten der Settlement Currency man für eine Einheit der Transaktion Currency erhalten kann. Steht der EUR/USD beispielsweise bei 1,30. So bedeutet dies, dass man für einen Euro 1,30 US-Dollar zum aktuellen Marktpreis erhält.

Lot:

Lot ist die Einheit, in der Währungen klassischerweise gehandelt werden. Ein Lot entspricht 100.000 Einheiten einer Währung. Genauer gesagt 100.000 Einheiten der Transaktion Currency. Möchte ein Händler ein Lot im EUR/USD long gehen und der Kurs steht bei 1,08 EUR/USD, so muss der Händler 108.000 US-Dollar in Euro wechseln.

Neben dem klassischen Standard-Lot gibt es auch noch das Mini-Lot und das Micro-Lot. Ein Mini-Lot entspricht 10.000 Einheiten der Transaktion Currency und der Micro-Lot 1.000 Einheiten der Transaktion Currency.

 

Wie funktioniert der Handel mit Währungen?

Bis vor einigen Jahren war privaten Händlern der Währungsmarkt nicht zugängig. Dies hing insbesondere mit den hohen Volumina zusammen, welche gehandelt werden, um aus den teilweise recht kleinen Bewegungen in den Währungspaaren Gewinne zu erwirtschaften. Auch heute noch ist der Handel mit Währungen mit großem Kapitaleinsatz verbunden. Es gibt jedoch auch Alternativen, durch den private Investoren sich auch diese Assetklasse erschließen konnten. Knock-Outs sowie Optionsscheine machten diesen Schritt möglich. Doch wahrscheinlich hat kein Produkt den Währungsmarkt so populär gemacht wie der CFD (Contract For Difference). Doch nun der Reihe nach.

Um am Währungsmarkt handeln zu können, bedarf es eines Brokers, der die Solvenz des Marktteilnehmers garantiert, für diesen Transaktionen ermöglicht und zwei Trader zusammen bringt, sodass ein Geschäft stattfinden kann. Anders als beim klassischen Börsenhandel gibt es für Währungen keinen Einheitlich regulierten Markt. Der Forex-Handel findet zwischen den großen Investment- Banken und kleineren Instituten im Interbankenmarkt statt. In diesem Netzwerk wird die Liquidität zur Verfügung gestellt, die für den Handel notwendig ist.

Wie läuft eine solche Transaktion grob skizziert ab? Beim Ausführen einer Order durch den Kunden wird der Trade-Request an die Liquiditätsprovider geschickt. Diese können dann den Trade ausführen, indem sie verschiedene Kunden miteinander ins Geschäft bringen (matchen) oder aber die Liquidität selbst stellen und den Kunden aus ihren eigenen Ressourcen bedienen – der zweite Schritt wird als Liquidity Providing also dem Stellen von Liquidität bezeichnet. Es muss aber nicht zwangsläufig jeder Liquiditätsprovider denselben Kurs stellen. So ist es durchaus möglich, dass es Preisunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern gibt. Dies hängt mit der Nachfrage und dem Angebot zusammen, welcher sich das Institut ausgesetzt sieht, sowie der Tatsache, dass es keinen zentralen Marktplatz für Währungsgeschäfte gibt. Daher ist es für den Trader entscheidend, einen Broker zu wählen welcher an ein gut ausgebautes Netz von Liquiditätsprovidern angebunden ist. Diese können sowohl die Ausführung in schnellen Marktphasen gewährleisten als auch die besten Kurse in Form von engen Spreads im täglichen Geschäft zur Verfügung stehen. AdmiralMarkets oder auch Robo Forex seien an dieser Stelle als Beispiele genannt.

 

Der direkte Handel mit Währungen

Broker wie Interactive Brokers und deren White Label Partner – z.B. Banx Broker bieten den Handel mit Währungen in einer Form an, dass die Währung wirklich am Markt gekauft wird. Es werden im Depot die Währungen in der Form gehandelt, dass man in Folge auch Rohstoffe oder Aktien in der entsprechenden Währung aus dem eigenen Devisen-Bestand handeln kann. Der Vorteil dieses Vorgehens ist, dass alle Positionen wirklich für den Kunden im Depot hinterlegt und nicht von der Solvenz des Brokers abhängig sind. Der Nachteil liegt im geringeren Hebel, da Kredite für den Kauf von Währungspositionen eingegangen werden müssen. Da diese Kredite ähnlich wie bei Wertpapierkrediten wie dem der Onvista Bank aufgrund der Volatilität der Sicherheit, die mit dem Geld gekauft wird, mit größeren Risiken einhergehen, ist der Leverage recht beschränkt.

 

Der Währungshandel mit CFDs

CFDs steht für Contract for Difference. Bei dem Finanzprodukt handelt es sich um ein reines, laufzeitunbeschränktes Differenzen-Geschäft. Für diese stellt der Broker zusätzliche Liquidität, oftmals kostenfreie Datenfeeds sowie einen immensen Leverage bis zum 400-fachen der hinterlegten Margin. Mit diesem Geschäft erhält man Anspruch auf die Kursdifferenz einer Spekulation. Dafür hat man als Kunde ähnlich wie bei Zertifikaten ein gewisses Emittentenrisiko zu tragen. Einen Anspruch auf die Lieferung des Basiswertes erhält der Kunde durch den Handel mit CFDs nicht. Sollte der Broker insolvent gehen, hat der Kunde zwar durch den Einlagesicherungsfonds Anspruch auf seine Einlagen, die einzelnen Positionen können jedoch nicht übertragen werden. Gleichfalls fällt der Gewinn aus solchen Geschäften sowie sonstigen Wertpapiererträgen unter die Kategorie „Forderungen aus Wertpapiergeschäften“ und ist somit der Anlegerentschädigung zuzuschreiben. Dies bedeutet, dass der Einlagesicherungsfonds nicht mehr greift, sondern andere Mechanismen einsetzen, die allerdings von Land zu Land sowie Broker zu Broker unterschiedlich ausfallen.

 

Was muss unbedingt noch angesprochen werden?

Aufgrund der Unterschiede zwischen den einzelnen Brokern und den Prozessen, welche im Hintergrund ablaufen, ist es enorm wichtig sich zu informieren und einen Broker zu wählen, der zu einem passt. Möchte ich neben Devisen auch noch Aktien handeln, sodass ich meine Währungsposition zudem noch in einem weiteren Asset parken kann um eine zusätzliche Rendite, Währung zu erzielen? Oder möchte ich mich ausschließlich auf den Handel mit der Währung spezialisieren? Möchte ich eine negative Balance Protection? Welche Handelsplattform bevorzuge ich? Diese und andere Fragen sollte man für sich schon zu Beginn beantworten. Am Ende des Tages zählt aber aus unserer Sicht, das Vertrauen in den Broker und das Wissen um dessen Fähigkeit einen in brenzligen Situationen in und aus dem Markt bringen zu können.

Um mehr über Broker, Trading und Finanzprodukte zu erfahren, sowie Handels- und Investitionsansätze kennen zu lernen, tragt euch für unseren Newsletter ein.

 

 

by Jan 04, 2017 Keine Kommentare
Wirtschaftlicher Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Wirtschaftlicher Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

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Wirtschaftlicher Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Das Jahr 2016 steckte voller Überraschungen. Die Ereignisse schienen sich zu überschlagen und eine Überraschung jagte die nächste. Selbst politische Gefüge, welche fast schon in Stein gemeißelt schienen, begannen zu bröckeln. So überraschte der Brexit doch viele und auch die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika galt als unwahrscheinlich. Im folgenden Artikel haben wir eine Übersicht über die Kernthemen des vergangenen Jahres erstellt, sowie Links für weiterführende Quellen hinteregt. Außerdem wagen wir einen Blick in das kommende Jahr.

Jahresrückblick auf Wirtschaft und Politik 2016

In diesem Abschnitt sind die Themen zusammengetragen, welche Deutschland und die Welt im Jahr 2016 am meisten bewegt haben:

Brexit

Am 23. Juni 2016 wurde im Vereinigten Königreich ein Referendum abgehalten, welches über das Verbleiben oder den Austritt Englands aus der EU entschied. Mit einer Mehrheit von 51,89% entschiedenen sich die Briten für einen Austritt. Damit wurde Realität, was für viele davor noch ein Ding der Unmöglichkeit war. Ein Land entschied dazu, der Europäischen Union dem Rücken zuzukehren.

In der Folge des Brexits wurden heftige Debatten angestoßen, ob ein solches Votum rechtskräftig und wie es zu behandeln sei. In der Politik kam es zu einigen Umbrüchen und alteingesessene Politiker wie David Cameron zogen ihre Schlüsse und teilweise auch ihren Hut.

Die daraus resultierenden Folgen sind vielseitig. So hat Schottland bereits angekündigt, unter Umständen ein eigenes Referendum abzuhalten, in dem die Bevölkerung über den Verbleib im Vereinigten Königreich abstimmen können soll. Auch die Prozesse, welche auf der Seite der EU anzustoßen sind, sind langwierig und die Verhandlungen über neue Handelsabkommen werden sich aufgrund der Öffentlichkeitswirkung und der Abschreckung potenzieller Folgeländer sicherlich nicht einfach gestalten.

Somit wird das Vereinigte Königreich in den nächsten Jahren mit Sicherheit von Unsicherheiten begleitet werden.

Weitere Artikel zum Thema Brexit:
Vorteile Nachteile Brexit
EU-Austritt des Vereinigten Königreichs
Süddeutsche Zeitung Überblicküber den Brexit

 

Donald Trump US-Wahl

Das zweite Event, welches die Weltmärkte dieses Jahr erstaunte, war die Wahl Donald Trumps zum President Elect der Vereinigten Staaten von Amerika. Dieses Ereignis wurde von einer Rallye an den Aktienmärkten begleitet, wie sie von den meisten „Experten“ nicht erwartet wurde. Die US-Indizes erreichten neue Rekordhöhen und die Inflation begann schlagartig zu steigen. Notenbänker der USA nahmen das als Anlas für eine Zinserhöhung, die nun sukzessive umgesetzt wird.

Viele der Befürchtungen, welche mit der Wahl Trumps als Präsident diskutiert wurden, scheinen aktuell als eher unberechtigt. Viele Globalisierungsgegner begrüßen sogar die aktuellen Entwicklungen, da sich das Thema TTIP mit Trumps Wahl wohl vorerst in Luft aufgelöst haben könnte. Doch warten wir einmal ab, wie sich die Pläne zur Thema Aufrüstung, der Mauer zu Mexiko sowie den Einkommenssteuervorhaben entwickeln, sobald Donald Trump sich der vollen Macht des Präsidenten der USA bedienen kann.

Um das Thema sauber zu umreißen, muss noch auf eine Kleinigkeit hingewiesen werden. Das neue Kabinett, welches Donald Trump in seiner Amtszeit unterstützt, setzt sich nicht aus alternativen Querdenkern zusammensetzt, sondern vielmehr aus dem Establishment. Sein Kabinett ist das reichste Kabinett, welches jemals in der US-Geschichte regiert hat. So besitzen die Mitglieder Schätzungen zu folge an die 14 Milliarden US-Dollar und sind somit 30 Mal so vermögend wie das Kabinett von George W Bush.

Weitere Artikel zum Thema Donald Trump und US-Wahl:
Vorteile Nachteile Donald Trump
Ziele Donald Trumps
Team Trump

AFD

Zur AFD muss an dieser Stelle nicht viel gesagt werden. Der Populismus greift in Deutschland immer weiter um sich und der abgeschwächte „Rassismus“ ist wieder salonfähig geworden. Die Wahlergebnisse sprechen dabei Bände. Deutschland ist ein Land, in dem Meinungsfreiheit herrscht und solange diese nicht durch den Tatbestand einer strafbaren Handlung getrübt wird, kann sie uneingeschränkt ausgeübt werden. Alle Debatten um Verbote machen eine Partei für Protestwähler und Unschlüssige nur interessanter. Daher an dieser Stelle lediglich nochmals die Zusammenfassung der jeweiligen Landtagswahlen seit 2013:

AFD Landtagswahlen

Statista – Wahlerfolge der AFD

Quelle der Grafik:
Statista

Pokémon Go – die Nintendo Geschichte

Mitte des Jahres gab es von Seiten der Firma Nintendo einen neuen Bestseller. Der Erfolg des Spiels war dabei so groß, dass die bereitgestellten Serverkapazitäten zu Beginn um das 50-fache überschritten wurde. Die Rede ist natürlich von Pokémon GO.
Mit dem Spiel gingen eine Menge Diskussionen einher: über Gefahren, positive wie negative Effekte. Ein Effekt war allerdings besonders gut zu beobachten – die Entwicklung des Aktienkurses.

Auswirkung des Spielstarts von Pokémon GO auf den Aktienkurs von Nintendo

Kursgewinn Nintendo

Aktienkursentwicklung von Nintendo seit Anfang des Jahres 2015

Es ist gut zu erkennen, wie um das Release-Datum des Spiels sowohl das Volumen als auch der Aktienkurs schlagartig ansteigen. Sind wir gespannt, was das Jahr 2017 für Nintendo zu bieten hat und ob das Unternehmen an die Erfolge aus diesen glorreichen Tagen anknüpfen kann.

Grafik wurde mit R-Studio erstellt, Daten von Yahoo

Hamsterkäufe – Notstandsthematik

Die Jahresmitte hatte neben Pokémon GO und allerlei politischer Überraschungen auch noch einige befremdliche Geschichten auf Lager. So „empfahl“ beispielsweise die Bundesregierung der Bevölkerung sich mit Hamsterkäufen für potenzielle Notstände zu wappnen. Solche Empfehlungen waren von der deutschen Regierung seit dem Kalten Krieg nicht mehr ausgesprochen worden und nun plötzlich schienen Erinnerungen wieder Realität zu werden. Angesichts der gestiegenen Terror-Gefahr vermuteten viele, dass es sich um eine akute Gefahrensituation handelte, die nicht offen kommuniziert werden sollte. Dadurch breitete sich regional eine latente Panik aus, welche aber schnell wieder abflaute. Das Thema befand sich in der Zwischenzeit wieder etwas auf dem Rückzug, ist durch die jüngsten Ereignisse aber wieder aktueller geworden.

Weitere Informationen:
Liste für den Notstandseinkauf

Nvidia – Kurssprünge, Potenzial für mehr?

Nvidia wird von vielen als Überraschung des Jahres gefeiert. Der vor allem für seine Grafikhardware bekannte Technologiekonzern erzielte in 2016 eine Aktienperformance von mehr als 300 %. Seit Beginn der 2000er konnte der Kurs sich somit in Summe verhundertfachen. Was steckt hinter dem Wachstum des Unternehmens? Experten nennen hierfür besonders gerne die guten Zahlen, welche Nvidia liefert und somit Stärke beweisen konnte. Vor allem aber sind es auch zukunftsträchtige Technologien, welche für Nvidia ein Kurs-Treiber sind. Virtual Reality oder auch VR ist hier das Schlagwort. Viele der Brillen, welche hier zum Einsatz kommen, werden mit Nvidia Chips betrieben und auch der Markt für autonomes Fahren ist für das Unternehmen Nvidia in der nahen Vergangenheit sehr interessant geworden. Um abzuschätzen, wie sich diese Technologien auf die Entwicklungen von Nvidia auswirken könnten, sollte im Speziellen auf die Verkaufszahlen der VR Brille Oculus Rift ein Auge geworfen werden.

Sind wir gespannt, ob Nvidia für das kommende Jahr noch weitere Überraschungen hinsichtlich der Kursentwicklung auf Lager hat.

Jahresausblick: Was kommt im Jahr 2017? Was haben wir zu erwarten?

Da an der Börse nicht gehandelt wird, was vergangen und bekannt ist, gehört es zu einem Jahresrückblick mit dazu sich dem zu widmen, was bevorsteht und was zu Treibern im kommenden Jahr werden könnte. Daher wenden wir nun die Perspektive und schauen in die nahe Zukunft.

Bundestagswahl in Deutschland und Machtübernahme Donald Trumps

Zwei politische Events, welche besonders im Fokus der Märkte stehen könnten, sind die Bundestagswahl in Deutschland, sowie die Machtübernahme Donald Trumps in den USA. In Deutschland wird dabei von starkem Interesse sein, wie viele Stimmen die rechten und rechtspopulistischen Parteien holen werden. In den Vereinigten Staaten wird das Augenmerk mit Sicherheit verstärkt auf die von Donald Trump angekündigten Reformen liegen. Wie aggressiv wird deren Umsetzung vorangetrieben und wie äußern sich seine Kabinettsmitglieder in den ersten Wochen der Amtsinhaberschaft?

Tendenzen in der Flüchtlingsdebatte

Deutschland wird sich neben der Wahlen auch weiterhin mit den Problematiken auseinandersetzen müssen, welche sich als Folge der Flüchtlingspolitik ergeben haben. Angela Merkel konnte sich als Politikerin mit Herz beweisen. Ein einfaches „wir schaffen das“ ist jedoch bisweilen nicht mehr ausreichend, um die Bevölkerung zu beruhigen und eine positive Stimmung im Land zu bewahren. Vor allem der zunehmende Argwohn gegenüber dem „Fremden“ und die Angst vor Terror im Land erschweren eine Integration zusätzlich. Integrationskurse in eine Leitkultur, welche die meisten Deutschen selbst nicht genau definieren und abstecken können, fehlen oder sind nur mit langen Wartezeiten besuchbar. Die Einschränkungen in der Arbeitserlaubnis und im Wahlrecht der Kommunalpolitik erschweren es Zuwanderern zudem sich in die Gesellschaft und in Ihre neue Heimat einzubringen.
Viele der Geflüchteten gehören zur ehemaligen Mittelschicht ihrer Heimatländer. Sie waren zwar nicht die Reichen, welche gleich zu Beginn fliehen konnten, gehören aber auch nicht zur Gruppe, welche sich die teure Ausreise nicht leisten konnten. Viele von ihnen haben Qualifikationen, welche besser sind, als bisweilen erwartet. Das wichtigste dürfte sein, eine positive Grundstimmung zu erhalten. Helfen könnten hierbei die bisweilen rückläufigen Zuwanderungszahlen, sodass man etwas entspannter in die Zukunft schauen könnte.

Weitere Quellen zum Thema Flüchtlingspolitik:
Bildung von Flüchtlingen
Integrationskurse
Rückläufige Flüchtlingszahlen

Terrorgefahr – was lässt sich erwarten?

Zum Thema Terror möchte ich im Rahmen unseres Rückblicks und Ausblicks auf eine Folge der Kabarettsendung „Die Anstalt“ verweisen, die hier etwas zum Nachdenken anregen soll.

In dem Video wird die Wahrscheinlichkeit verdeutlicht, mit welcher ein Zuwanderer eine potenzielle Gefahr darstellt oder gar einen terroristischen Akt verübt, von dem man selbst betroffen sein wird. Sie nehmen Tausende von Smarties und nehmen an, eins sei vergiftet. Eine Gruppe in dem „Experiment“ war wahnsinnig eingeschüchtert und kam aus Angst, das giftige Smartie zu erwischen gar nicht mehr in den Genuss der Schokolinsen. Die andere Hälfte nahm sich des Risikos an und betrachtete die Gefahr realistisch.

Jedes Ereignis terroristischer Natur, das Menschen ohne eine Vorwarnung aus dem Leben reist, ist zu verachten und zu verurteilen. Wir sollten uns jedoch nicht davon abhalten lassen, unsere Leben mit Spaß, Freude und in Freiheit zu leben. Die Freizügigkeit ist eines der größten Güter und auch wir von InsideTrading.de sind regelmäßig und viel in Deutschland aber auch der Welt unterwegs.

Ganz nach dem Sprichwort, Lasse dich nicht von deinen Feinden ärgern, denn nichts ärgert sie mehr“.

Tesla, Daimler, Volkswagen und die Elektroquote in China

Ein aktueller Gesetzesentwurf in China sieht ein Punktesystem vor, welches dem Emissionszertifikatshandel in Europa ähnelt. Dabei werden für alle verkauften Autos Kreditpunkte benötigt, die vom jeweiligen Fahrzeugtyp abhängig sind. Der Anteil der Elektrofahrzeuge soll dabei in den kommenden Jahren sukzessive erhöht werden. Wer die Anforderungen nicht erfüllen kann, muss sich entsprechende Punkte von anderen Unternehmen am „Markt“ kaufen, die Produktion und den Verkauf drosseln oder aber entsprechende Strafen bezahlen.

Viele Automobilkonzerne fürchten entsprechende Gesetzesentwürfe, da bereits ab dem Jahr 2018 ein erhöhter Mehrabsatz im Elektromobolitätssektor vonnöten ist, um entsprechende Ziele zu erfüllen. Je nachdem wie sich der Weltmarkt für Automobile in den kommenden Jahren entwickelt, könnten chinesische Hersteller aufgrund der Notwendigkeit den lokalen Markt weiterhin zu beliefern, wesentlich innovativer sein. Dies kann langfristig zu Verschiebungen der Machtgefüge in diesem Sektor führen. Ist es Tesla sowie der deutschen Industrie möglich, sich entsprechend positionieren?

Apple

Um beim Thema Technologie zu bleiben:

Mit der letzten Serie IPhones und MacBooks hat sich der Apple bereits einige Schelten eingefangen. Die AirPods sowie fehlende Anschlüsse haben weltweit für einiges an Spott und Häme gesorgt und auch schienen die Geräte der letzten Generation weniger innovativ als in den vorangegangenen Jahren.

Microsoft und Samsung scheinen aktuell die führenderen Unternehmen zu sein, wenn es um die Zukunftsgestaltung im Technologiebereich für Endanwender geht. Microsoft hat mit Hilfe des Surface ganz neue Maßstäbe für die Nutzerfreundlichkeit gesetzt. Samsung uns Google schneiden Apple mehr und mehr Marktanteile im Smartphonegeschäft ab.

Wir wollten im Zusammenhang mit der Entwicklung von Technologieunternehmen insbesondere darauf hinweisen, die Maßstäbe mit zu beachten, welche bereits Warren Buffet und andere alte Starinvestoren hervorgehoben haben: „Kenne den Markt und das Produkt“.

Niemand kann genau wissen, was sich in den nächsten 5 bis 10 Jahren am Markt durchsetzen wird. So war lange eine Frage unbeantwortet: HD-DVD oder Blu-Ray? Heute wissen wir: weder noch! Am besten und interessantesten bleibt die Beobachtung des Kaufverhaltens von Freunden und Bekannten. Ärgern sie sich zwar aber bleiben mehrheitlich Apple oder einer anderen Marke treu, so spricht dies eher für als gegen den Titel. Das jeweilige Unternehmen scheint Trends zusetzen und eine starke Markenbindung zu erzeugen, welche auch höhere Gewinnmargen ermöglichen. Bleibt ein Laden trotz höherer Preise und damit zusammenhängender negativer Presse gefüllt, sollte einem das als Aktionär keine Sorgen machen. Vielmehr sollte sich der Anleger den Tag der Hauptversammlung rot im Kalender markieren. So kann er prüfen, ob sich die eigenen Erwartungen auch in den Zahlen niedergeschlagen haben.

Zusammenfassend lässt sich auch hier sagen, dass detailliertes Beobachten und eine objektive Sichtweise sicherlich von Vorteil sein werden.

 

 

Wir von InsideTrading.de danken euch allen für ein schönes, erfolgreiches und interessantes Jahr 2016 und wünschen euch das Beste für die kommenden 365 Tage in 2017.

 

by Dez 29, 2016 Keine Kommentare
Gleitende Durchschnitte / Moving Averages – Signale

Gleitende Durchschnitte / Moving Averages – Signale

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Gleitende Durchschnitte – SMA – EMA – WMA – LMA

Welche gleitende Durchschnitte / Moving Averages gibt es?

Es gibt eine Vielzahl von gleitenden Durschnitten. Das Grundprinzip von allen ist die Bildung eines Mittelwertes aus vergangenen Kursen. Der Unterschied der einzelnen gleitenden Durchschnitte ist die Gewichtung. Wie man die verschiedenen Moving Averages in den jeweiligen Handelsplattformen findet, sowie Beispiele zur Anwendung zeigt das Beispielvideo.
Ein Mittelwert berechnet sich durch das Aufsummieren aller Werte im Betrachtungszeitraum und dem darauffolgenden Teilen durch die Anzahl von aufsummierten Punkten. Formal lässt sich das ausdrücken als:

Je nach Typ des Moving Averages werden nun die einzelnen Perioden unterschiedlich stark gewichtet, sodass beispielsweise die letzten Perioden einen wesentlich größeren Einfluss auf den Wert des gleitenden Durchschnittes haben. Gleichfalls kann man auch das Gegenteil darstellen. Den Gewichtungsmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Die bekanntesten vier Formen von Moving Averages werden hier vorgestellt.

Was sind die gängigsten gleitenden Durchschnitte?

Simple Moving Average (SMA)

Der Simple Moving Average (SMA) oder auch einfacher gleitender Durchschnitt ist lediglich der oben beschriebene Durchschnitt über die letzten n Perioden. Der Indikator ist von der Anzahl der Perioden, der in die Berechnung einbezogen werden soll, abhängig. Durch die unterschiedliche Anzahl der betrachteten Zeitpunkte lassen sich kurz-, mittel- oder auch langfristige Trends erkennen und verfolgen.

Exponential Moving Average (EMA)

Exponential Moving Average (EMA) oder auch exponentieller gleitender Durchschnitt gewichtet die vergangenen Kurse in der Betrachtungsperiode anhand einer Exponentialverteilung. Dabei wird dem jeweiligen Datenpunkt der zugehörige Wert aus der Verteilungsfunktion einer Exponentialfunktion mit dem entsprechenden Alpha als Faktor angehängt. Das Ergebnis: Je größer das Alpha, desto schneller werden ältere Datenpunkte für den Wert des Durchschnittes uninteressant. Somit reagiert der Indikator auf aktuelle Preisbewegungen umso sensitiver und der gleitende Durchschnitt folgt dem Markt enger. Bei den normalen EMAs orientiert sich das Alpha an der Anzahl der betrachteten Perioden.

Gewichtung von Moving Averages

Abbildung 1: Die Gewichtungen eines EMA 30 (y-Achse) zum jeweiligen Zeitpunkt (Periode x-Achse)

Weighted Moving Average (WMA)

Beim Weighted Moving Average (WMA) also dem gewichteten gleitenden Durchschnitt nimmt das Gewicht der einzelnen Datenpunkte linear ab. Je älter der Wert, umso geringer ist sein Einfluss auf den Wert des Indikators. Ähnlich dem EMA wird hier ein größerer Schwerpunkt auf die aktuellen Marktbewegungen gelegt. Beim EMA fällt jedoch der Einfluss der vergangenen Perioden sehr schnell ab und nähert sich dann langsam einem Nulleinfluss an. Bei der linearen Variante haben die mittleren Werte des Betrachtungszeitraums einen größeren Einfluss. Dafür ist das extreme Übergewicht, welches auf den ersten Perioden im Beispiel des EMA liegt, nicht gegeben.

Gewichtung bei 30 Perioden:

Linear Gewichteter Gleitender Durchschnitt

Abbildung 2: Darstellung der lineare verlaufenden Gewichtungen eines WMA Gewichte auf der y-Achse, die jeweilige Periode ist auf der x-Achse abgetragen.

Volume Weighted Moving Average (VWMA)

Beim Volume Weighted Moving Average (VWMA) wird das Gewicht, also der Einfluss der einzelnen Perioden auf den Wert des gleitenden Durchschnittes, durch das Handelsvolumen der jeweiligen Periode bestimmt. Je größer das gehandelte Volumen in einer Periode, umso größer ist der Einfluss auf den Wert des Moving Average. Dieser Indikator ist allerdings nicht für alle Märkte vorhanden. Zur Berechnung sind die Volumensdaten notwendig. Diese sind jedoch zum Beispiel für FOREX oder auch OTC Produkte nicht immer verfügbar. Die Intention hinter diesem Indikator ist relativ klar und einleuchtend. Kurse, die unter viel Volumen entstanden sind, sollten von mehr Marktteilnehmern erzeugt worden sein und somit vom Markt eine höhere Anerkennung erhalten, als durch wenige Transaktionen entstandene Kurse. Durch die Volumensgewichtung lässt sich nicht sagen, welche Periode in der Zukunft welches Gewicht bei der Berechnung des Indikators haben wird.

unterschiedliche Gleitende Durchschnitte

Abbildung 3:Verschiedene gleitende Durchschnitte im Metatrader 4.  Blau: der SMA – Rot: der EMA – Grün: der WMA – VWMA (ist aufgrund des Fehlenden Volumens bei FX nicht verfügbar)

Trading mit Moving Averages – Signale durch gleitende Durchschnitte

Warum sollte man unterschiedliche Moving Averages verwenden?

Durch die Nutzung unterschiedlicher gleitender Durchschnitte kann man seine Analyse verfeinern und sich vor bestimmten Situationen schützen, welche man aus einem Signal ausschließen möchte. So folgt ein EMA dem Markt wesentlich direkter, da die letzten Kurse stärker eingerechnet werden als bei einem normalen SMA. Als Folge kann es bei kurzen Korrekturen schneller zu einem Signal kommen. Wenn dies nicht gewünscht ist, kann man solche Umstände durch die richtige Wahl des gleitenden Durchschnittes vermeiden.

Moving Average Cross- Over

Eines der klassischen Handelssignale, welches sich unter Zuhilfenahme von gleitenden Durchschnitten erzeugen lässt, ist der Cross-Over – also das Schneiden von verschiedenen gleitenden Durchschnitten. Die wirtschaftliche Intention hinter diesem Handelsansatz liegt wie beim Momentum-Indikator in der Momentum-Risikoprämie. Wenn ein Markt unter Druck steht und Verluste verzeichnet, so liegt der schnelle gleitende Durchschnitt unter dem langsamen, da die aktuell fallenden Kurse einen Mittelwert mit weniger Beobachtungen stärker beeinflussen, als einen in den eine größere Anzahl an Perioden eingeht. Sobald der Markt dann wieder Kursgewinne erzielen kann, die ausreichend groß sind, damit der schnelle den langsamen Durchschnitt bricht (also von unten nach oben überkreuzt), könnte die Korrektur beendet sein und sich der Aufwärtstrend fortsetzen. Die umgekehrte Version gilt für einen Abwärtstrend. Sobald das entgegengesetzte Signal erscheint, wird die Position liquidiert. Ein großer Vorteil eines solchen Vorgehens: Die Risiken werden minimiert und die Chancen sind unendlich offen. Wieso? Ganz einfach: Betrachten wir ein Kaufsignal. Wenn das Kaufsignal erscheint, wird die Kaufposition eröffnet und so lange gehalten, bis das Gegensignal eintritt. Beginnt der Markt entgegen der Erwartung nicht zu steigen sondern zu fallen, so wird die Kaufposition schnell wieder aufgelöst. Steigt der Markt hingegen, so bleibt die Position so lange offen, bis eine eindeutige Korrektur Anlass zum Schließen der Position gibt, da die gleitenden Durschnitte sich wieder schneiden. Durch diese Asymmetrie ergeben sich ein gutes Chance-Risikoprofil und eine optimierte Renditeverteilung. Kombiniert mit fundamentalen Meinungen kann ein solcher Indikator beim Timing und der Risikobegrenzung helfen.

Steigung des gleitenden Durchschnittes – Delta des Moving Averages zur Trenddefinition

Die Urfrage des Händlers lautet wie folgt: Steigt oder fällt der Markt aktuell? Was ist der Trend des Marktes?
Eine der simpelsten Methoden der Trenddefinition ist es, verschiedene gleitende Durchschnitte zu betrachten. Steigen alle, so ist der Markt in einem Aufwärtstrend. Fällt der kurzfristige, während alle anderen steigen, ist der Markt zwar bullish, befindet sich aber aktuell in einer Korrektur. Genau dasselbe gilt selbstredend auch für einen Abwärtstrend. Somit lässt sich einfach über die Steigung der einzelnen gleitenden Durchschnitte ein Trend herleiten. Dieser ist immer eindeutig und lässt keinen Interpretationsspielraum zu.

Wem die Nutzung von vielen Durchschnitten zu aufwändig ist, kann sich auch einfach mit einem eher längerfristigen gleitenden Durchschnitt die Markttendenz anzeigen lassen. Steigt der Indikatorwert von Periode zu Periode, ist der Markt in einem Aufwärtstrend. Fallen die Indikatorwerte, so ist der Markt in einem Abwärtstrend.

Wo findet man die gleitenden Durchschnitte in den gängigen Handelsplattformen

Trader Workstation

Die Traderworkstation ist eine professionelle Handelsplattform für den Aktien-, Futures-, Options- sowie FOREX- und Bonds-Handel. Sie ermöglicht das Einbinden verschiedenster Datenfeeds und unterstützen durch die Verwendung gängiger Programmiersprachen auch die Erstellung von Handelssystemen. Ein Orderbuchtrader sowie ausgefeilte Tools zur technischen Analyse, Risikoszenarien und Impliziter Volatilitätsanalyse sind integriert. Angeboten wird sie z.B. hier.

Wie man einen Chart in der Handelsplattform von BANX öffnet und Moving Averages hinzufügt, zeigt dasVideo.

Metatrader 5

Der Metatrader 5 ist der Nachfolger der von den meisten Forex und CFD Brokern angebotenen Software MT4. Was sich im Vergleich zum MT4 geändert hat, kann nachgelesen werden.

Wie man einen Chart öffnet und Moving Averages hinzufügt, lässt sich dem Video entnehmen.

by Dez 19, 2016 Keine Kommentare
Stochastics- Technische Analyse – Signale – Anwendung

Stochastics- Technische Analyse – Signale – Anwendung

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Der Stochastics Indikator – Funktionsweise – Anwendung – Signale

Der Stochastics ist ein Oszillator, also ein schwankender (oszillierender) Indikator. Er verwendet in der Berechnung Support und Resistance Levels, also Unterstützungen und Widerstände der aktuellen Preisspanne. Aus diesem Zusammenhang rührt auch der Name des Indikators, der seine Stärken besonders in Seitwärtsphasen im Markt ausspielt, da in der Berechnung die aktuellen Hochs und Tiefs der letzten Perioden betrachtetet werden. Der Stochastics wird wie folgt berechnet:

Stochastics Indikator berechnenStochastics Indikator Berechnung FormelDefinition Formel Stochastics Indikator Elemente

Der Indikator setzt sich aus der %K und der %D Linie zusammen. Die %K Linie ist die Differenz des aktuellen Preises und dem Tief der letzten n Perioden geteilt durch die Differenz des Hochs und des Tiefs der letzten n Perioden. %D ist dabei ein Moving Average, also ein gleitender Durchschnitt der letzten i %K Werte. Im Standardfall wird dafür ein 3er-SMA verwendet, also der Durchschnitt der letzten drei %K Werte. Es lassen sich aber auch andere gleitende Durchschnitte verwenden, um den Stochastics auf die jeweiligen Bedürfnisse des Händlers anzupassen – z.B. WMA, EMA…

Der Indikator sucht die Hoch- und Tiefpunkte der aktuellen Trading Range, also der Seitwärtsphase in der der Markt sich befindet. 0% bezeichnet dabei den Tiefpunkt der Range und 100% das aktuelle Hoch. Ist der aktuelle Marktpreis also nahe des Hochs der Range, wird der Stochastics einen Wert nahe 100% annehmen. Die Idee dahinter ist, dass ein Markt in einer Seitwärtsphase diese eine Zeitlang nicht verlässt und dass Wendepunkte sich nahe der Hoch- und Tiefpunkte der Range bilden sollten. Als Bestätigung wird dabei ähnlich dem MACD ein Schnitt des aktuellen Wertes mit dem gleitenden Durchschnitt der letzten Tage herangezogen. George Lane, einer der ersten Analysten, die den Stochastics öffentlich nutzten, legte zudem nahe, nach Einstiegen mit dem Stochstatics einen Wilder Parabolic SAR zu verwenden, einer Form des SAR Indikators.

Trading mit dem Stochastics Indikator – Stochastics Signale

Stochastics Cross Over – Das überkreuzen der %D und der %K Linie

Beim Cross Over Signal des Stochastics überkreuzt die %K-Linie die %D-Linie.ics Indikat legte zudem nahe nach Einstiegen mit dem Stochstatics einen Wilder Parabolic SAR zu verwenden, einer Form de Unterhalb oder oberhalb des 30% bzw. des 70% Levels ist das Signal dabei besonders aussagekräftig, da sich der Markt aktuell in einem extremen Bereich innerhalb der Range befindet. Unterhalb der 30% ist ein Schnitt der %K-Linie mit der %D-Linie von unten nach oben abzuwarten. Oberhalb der 70% soll die %K-Linie die %D-Linie von oben nach unten durchschneiden. Die Idee dahinter findet sich im Mean-Reversion Ansatz ­– ein Markt sollte immer wieder zurück zu seinem normalen Trend kommen. In einer Seitwärtsphase halten sich Käufer und Verkäufer die Waage und der Kurs sollte weiter um seinen fairen Preis, also den Mittelwert der Price Range schwanken.

Dies sollte funktionieren, da eine Trading Range sich selbst erhält, weil Händler-Limits an den jeweiligen Extrempunkten der Seitwärtsphase platzieren, um gute Einstiege zu bekommen. Um nun aber nicht blind einen starken Kursanstieg oder Kursverfall in der Range über Limits zu kaufen oder zu verkaufen, wartet man lieber ab, bis der Markt die Trading-Idee etwas bestätigt hat und die %K-Linie die %D Linie schneidet. Somit verschafft man sich einen Vorteil, da der Einstieg im Gegensatz zu dem anderer Händler durch den Crossover bestätigt wird, der Markt also bereits angefangen hat, sich in die gewünschte Richtung zu Bewegen. So kann die Trefferquote eines Handelssystems gesteigert werden und dadurch wird die Volatilität des Depots reduziert.

Stochastics Divergenz – tiefere Hochs oder höhere Tiefs

Hoch- und Tiefpunkte lassen sich in einer Seitwärtsphase auch mit der Methode der Divergenzen erkennen. Der Stochastics eignet sich gleichfalls, um einen Ausbruch aus der Range zu prognostizieren. Erreicht der Indikator seine alten Hochs in der Seitwärtsphase nicht mehr oder erreicht er seine alten Tiefs nicht mehr, so kann dies als Anzeichen gedeutet werden, dass die Bullen bzw. die Bären –also die Käufer oder Verkäufer– zunehmend an Kraft verlieren. Dies begünstigt den Ausbruch also das Verlassen der Range.

 

Wo findet man den Stochastics Indikator in den gängigen Handelsplattformen

Trader Workstation

Die Traderworkstation ist eine professionelle Handelsplattform für den Aktien-, Futures-, Options- sowie FOREX- und Bonds-Handel. Sie ermöglicht das Einbinden verschiedenster Datenfeeds und unterstützen durch die Verwendung gängiger Programmiersprachen auch die Erstellung von Handelssystemen. Ein Orderbuchtrader sowie ausgefeilte Tools zur technischen Analyse, Risikoszenarien und Impliziter Volatilitätsanalyse sind integriert. Angeboten wird sie z.B.hier.

Wie man einen Chart öffnet und Stochastics hinzufügt, lässt sich dem Video entnehmen.

 

Metatrader 5

Der Metatrader 5 ist der Nachfolger der von den meisten Forex und CFD Brokern angebotenen Software MT4. Was sich im Vergleich zum MT4 geändert hat, kann hier nachgelesen werden.

Wie man einen Chart öffnet und Stochastics hinzufügt, lässt sich dem Video entnehmen.

 

 

by Nov 29, 2016 Keine Kommentare
BANX Broker – Vorteile, Nachteile und Erfahrungen

BANX Broker – Vorteile, Nachteile und Erfahrungen

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Banx Broker ist als BANX GmbH mit Sitz in der Morsestraße 20 in 40215 Düsseldorf firmiert. Der Broker nutzt die Infrastruktur des Branchenprimus´ Interactive Brokers, über dessen System gut 19% der global an den Börsenplätzen notierten Aktienoptionen durchlaufen, sowie täglich mehr als 1.200.000 Transaktionen abgewickelt werden. Sie liefern einen exzellenten deutschen Kundenservice und bieten somit auch für nicht-institutionelle Trader und Investoren einen immensen Mehrwert.

 

Vorteile von BANX Broker

  • Bei BANX Broker läuft die Infrastruktur von Interactive Brokers (nachfolgend IB) im Hintergrund – SMART Routing Technologie ermöglicht bestmögliche Ausführung auch in illiquideren Marktsituationen
  • IB Technologie mit deutschsprachigem Support – Ein Muss sowohl für Einsteiger und um erste Erfahrungen mit der Software TWS und dem Handeln mit der IB-Infrastruktur zu sammeln
  • Aktientransaktionen in Europa sind ab 3,90€ möglich. US-Titel können bereits für einen US-Dollar Cent (0,01$) pro Aktie gehandelt werden. Die Spreads im Forex- Handel beginnen bei 0,4 Pip
  • Echter Währungshandel möglich (nicht CFD) – jedoch im Vergleich zu CFDs mit eher „geringem“ Hebel
  • Hohe Einlagensicherung
  • Neben einem Cash-Konto bietet BANX Broker auch ein Margin Konto, mit welchem Terminkontrakte (Futures und Optionen) gehandelt werden können. Dabei können diese Kontrakte sowohl gekauft als auch verkauft geschrieben werden. Dies erlaubt die Strukturierung von allen erdenklichen Optionsgeschäften wie Spreads oder auch eines Iron Condors, sowie verschiedenen anderen Hedgefonds (Short Gamma) Strategien.
  • Große Auswahl an Trading-Software, wie der Trader Workstation und dem Agena Trader. Für diese beiden Plattformen lassen sich eine Vielzahl hochwertiger Datenfeeds abonnieren.
  • Umfassende Fundamentalanalyse-Möglichkeiten und Methoden innerhalb der Handelsplattformen
  • Detaillierte Analysemöglichkeit von Open-Interest in Terminkontrakten
  • Professionelle Analysemöglichkeiten der impliziten Volatilität
  • Level 2 Markttiefe – Orderbucheinsicht verfügbar.
  • BANX Broker wartet mit extrem kompetitiven Konditionen auf, wobei die Mindesteinlage mit gerade einmal 3000€ extrem fair gewählt ist.

 

Nachteile von BANX Broker

  • Mindesteinzahlung von 3000€ für eine Kontoeröffnung notwendig (ist zwar fair aber eben auch ein Nachteil)
  • Die Trader Workstation als Primärsoftware von Interactive Brokers stellt zu Beginn eine gewisse Hürde dar, da die Anwendung nicht immer intuitiv ist. Wir als InsideTrading stellen Einführungsvideos und Tutorials für die TWS in unserem YouTube Kanal zur Verfügung.
  • Marktdaten-Abonnements verursachen unter Umständen zusätzliche monatliche Kosten. Für aktive Trader rechnet sich dieses aber meistens aufgrund der niedrigen Kommissionen über einen Monat.

 

Erfahrungen: Bekannte Probleme aus dem Web

  • Im Netz wird vor allem bemängelt, dass es sich bei BANX Broker um ein noch junges Unternehmen handelt. Da BANX aber die Systeme von Interactive Brokers nutzt, muss man sich bezüglich der Ausführungen eher wenig Gedanken machen. Die Gelder werden bei BANX Broker in die Hände einer der größten Banken der Welt zur Verwahrung gegeben (aktuell CITI !!! ). Dementsprechend handelt es sich auch hier um altbewährte Strukturen.

 

 

by Nov 28, 2016 5 Kommentare
Parabolic SAR – Trendfolge Indikator

Parabolic SAR – Trendfolge Indikator

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Der Parabolic SAR Indikator – Funktionsweise – Anwendung – Signale

Der Parabolic SAR Indikator ist ein Trendfolge-Indikator. Diese tendieren dem Markt etwas hinterher zu hängen, sie laggen. Die Abkürzung SAR steht dabei für STOP and REVERSE und genau darum geht es bei diesem Indikator. Als Trendfolger eignet er sich besonders gut dazu einen Stop Loss oder auch Trailing-Stop Levels zu finden. Besonders in starken Trendphasen spielt der Parabolic SAR seine Stärken aus. Neben den Ausstiegen lassen sich mit Hilfe des Indikators aber auch Einstiege finden. Wilder empfahl mithilfe des Parabolic SAR Indikators die Richtung des Trends festzulegen, die Stärke der Bewegung jedoch unter Zuhilfenahme eines anderen Indikators zu bestimmen.

Generell gilt: ist der Indikator oberhalb des aktuellen Marktpreises, so ist dies ein bearishes Zeichen, ist der Indikator unterhalb, so ist dies ein Indiz für ein bullishes Marktumfeld. Die Besonderheit des Parabolic SAR ist, dass heute der Indikatorwert für morgen berechnet wird. Der Indikator liefert also zum Schlusskurs den für den folgenden Tag gültigen Wert, welcher zur Stopp-Setzung oder für eine Handelsentscheidung herangezogen wird.

Ein kleines Beispiel zur Verwendung des Indikators kann dem Video unten entnommen werden.

Berechnung des Parabolic Indikators

Der Parabolic SAR Indikator berechnet den Wert für die folgende Periode wie folgt:

parabolic-sar-berechnung

Dabei ist SAR(n) der SAR des heutigen Tages und EP der Extremwert des aktuellen Trends. Im Falle eines Aufwärtstrends ist EP also das höchste Hoch, im Fall eines Abwärtstrends das tiefste Tief. Sobald in einem Trend der Extremwert gebrochen wird, wird der neue Wert in die Berechnungsformel eingesetzt und für die folgenden Berechnungen verwendet. Der Alpha-Faktor ist ein Steigerungsfaktor, welcher mit jeder Periode, in der der Trend sich fortsetzt, erhöht wird.

Die Idee des Indikators ist angelehnt an die Idee des Theta (Zeitwertverlust) aus dem Optionshandel. Er spiegelt die Kosten des Haltens einer Position wieder. Sollte eine Position keine Kursgewinne mehr erbringen, so sollte man sich von ihr trennen, da das Geld in einem anderen Asset eine bessere Performance erwirtschaften könnte. Gerade für Optionshändler und Trader, die Produkte mit Hebel verwenden, kann dieser Indikator interessant sein. Denn der Steigerungsfaktor steigt mit dem Andauern eines Trends kontinuierlich an, auch wenn keine neuen Extrempunkte erreicht wurden. Je nachdem wie hoch der Alpha-Faktor eingestellt wird, ist das Nachziehen des Indikatorwertes aggressiver oder defensiver und kann so dem Handelsstil optimal angepasst werden.  Je höher der Alpha Wert gesetzt wird, desto drastischer reagiert der Indikator auf das Alter des Trends und ein Schließen der aktuellen Position wird mit jeder neuen Periode wahrscheinlicher. Traditionell nutzen Händler im Aktienbereich einen Alpha Wert von 0.01 während Trader von Devisen oder im Rohstoffhandel einen Faktor von 0.02 nutzen. Bei beiden wird der maximale Alpha-Wert im Normalfall mit 0.2 gewählt. Würde man ein solches Maximum nicht setzen, so würde nach einiger Zeit alleine durch die Höhe des Alpha-Wertes die Position ausgestoppt werden.

Die Abbildung 1 und 2 zeigen den Einfluss des Alpha-Wertes auf den jeweiligen Durchschnitt. Es lässt sich gut erkennen, dass der Indikator bei höheren Alpha-Werten wesentlich aggressiver auf Marktbewegungen reagiert. Gleiches gilt für einen höheren Maximum-Wert, senn dieser erlaubt es, dass der Steigerungsfaktor Alpha große Werte annimmt.

Parabolic SAR Trendfolge Indikator

Abbildung 1: Einfluss des Alpha-Wertes auf die Morphologie des parabolischen Durchschnitts: Gelb = 0.001; Grün = 0.01; Blau = 0.02; Rot = 0.04

Auswirkung der Maximalwerte auf den Parabolic SAR

Abbildung 2 – Verschiedene Maximumwerte für den Alpha-Faktor: Rot = 0.05; Grün = 0.1; Gelb = 0.2

Für alle, die sich jetzt noch fragen, wie man den ersten SAR-Wert berechnet: Der Indikator nimmt den Extremwert des letzten vorherrschenden Trends und rechnet von dort aus weiter.

Trading mit dem Parabolic SAR Indikator – Trailing Stop mit Parabolic SAR

Trailing Stop anhand der SAR Punkte

Der SAR Indikator setzt im Chart auf den jeweiligen Levels kleine Punkte. Diese können in Trendmärkten eine gute Hilfestellung bei der Platzierung eines Stops darstellen. Durch die zunehmende Aggressivität des Indikators durch den Alpha-Faktor werden Gewinne bei langen Bewegungen zunehmend gesichert. Der Markt hat aber weiterhin Luft zum Atmen.

Wie bereits am Anfang gesagt, sollte neben dem Parabolic SAR noch ein weiterer Indikator oder eine weitere Methode verwendet werden, um Einstiege in einen Markt zu finden, beziehungsweise die Trendstärke zu definieren.

Je nach Handelsstil sollte man sich mit der Wahl des Alpha-Faktors, sowie dessen Maximum-Wertes auseinander setzen. Diese Faktoren können über ein frühzeitiges Ausstoppen oder sauberes Trailen einer Absicherung entscheiden. Im Optimalfall sollten hier Backtests oder ausführliche Forewardtests betrieben werden. Um zu erkennen, ob die Nutzung dieses Trendfolgers einen Mehrwert geliefert hätte, sollten historische Trades erneut mit dem Indikator durchgespielt werden

Wo findet man den Parabolic SAR Indikator in den gängigen Handelsplattformen

Trader Workstation

Die Traderworkstation ist eine professionelle Handelsplattform für den Aktien-, Futures-, Options- sowie FOREX- und Bonds-Handel. Sie ermöglicht das Einbinden verschiedenster Datenfeeds und unterstützen durch die Verwendung gängiger Programmiersprachen auch die Erstellung von Handelssystemen. Ein Orderbuchtrader sowie ausgefeilte Tools zur technischen Analyse, Risikoszenarien und Impliziter Volatilitätsanalyse sind integriert. Angeboten wird sie z.B. hier.

Wie man einen Chart öffnet und den Parabolic SAR Indikator hinzufügt, zeigt das Video.

Metatrader 5

Der Metatrader 5 ist der Nachfolger der von den meisten Forex und CFD Brokern angebotenen Software MT4. Was sich im Vergleich zum MT4 geändert hat, kann nachgelesen werden.

Wie man einen Chart öffnet und den Parabolic SAR hinzufügt, lässt sich dem Video entnehmen.

by Nov 24, 2016 Keine Kommentare
Momentum Indikator – Technische Analyse

Momentum Indikator – Technische Analyse

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Der Momentum Indikator – Funktionsweise – Anwendung – Signale

Der Momentum Indikator ist ein Oszillator, also ein um eine Mittel bzw. in diesem Falle klassisch der Nulllinie schwankender (oszillierender Indikator).  Der Momentum ist der wohl am meisten verwendete Indikator. Er besticht durch seine enorme Einfachheit. Dies macht den Indikator wesentlich intuitiver als manch andere technische Analysemethode. Durch seine einfache Berechnungsweise ist der Indikator in quasi jeder Handelsplattform verfügbar.

Die Nulllinie ist eine dem Indikator hinzugefügte statische Linie. Sie resultiert nicht aus der Berechnungsformel, sondern ist vielmehr aus signalgebenden Gründen für den Indikator interessant. Die verschiedenen Signale, die aus dem Momentum generiert werden können, werden später genauer betrachtet und in dem zugehörigen Video noch anhand eines Beispiels verdeutlicht.

Berechnung des Momentum Indikators

Dem Momentum Indikator lieg keine besonders komplizierte Berechnungsformel zu Grunde. Der Indikator berechnet lediglich die Differenz vom aktuellen Schlusskurs zum Schlusskurs vor n Tagen. Der Inputfaktor, der dem Indikator in den Handelsplattformen übergeben wird, ist eben dieses n –also die Anzahl an Tagen, die der Indikator in die Vergangenheit gehen soll. Selbstverständlich kann der Indikator auch Intra-Day verwendet werden. In diesem Falle geht der Indikator dann n Perioden zurück: seien es 5min, 15min oder Stundenintervalle. Formal sieht die Berechnung des Indikators wie folgt aus:

Oszillatoren

Je positiver oder negativer der Wert des Indikators, desto besser oder schlechter war die Performance des Marktes im gewählten Zeitfenster. Im Modell der Risikoprämien ist Momentum einer der stabilsten Performance-Faktoren (selbst stabiler als Value). Die Idee hinter dem Momentum ist, dass ein Trend sich selbst immer wieder bestätigen sollte und starke Kursbewegungen das Interesse von noch nicht investierten Marktteilnehmern weckt und diese auf den schon fahrenden Zug aufspringen. Von eben diesen Händlern profitiert der Nutzer des Momentum Indikators. Es ist wichtig zu bemerken, dass manchmal das Momentum auf 100 standardisiert wird (Werte über 100 sind dann bullishes Momentum, Werte unter 100 bearishes Momentum).

Trading mit dem Momentum Indikator – Momentum Signale

Momentum –  Das Überschreiten der Mittellinie

Sobald der Indikatorwert die Nulllinie überschreitet, kann man davon ausgehen, dass das Marktumfeld sich gewandelt hat. Die Rendite der vergangenen Periode wechselt. Positionen, die in diesem Zeitfenster eröffnet wurden und die bis jetzt noch profitabel waren, sind nun unter Wwasser. Gleichzeitig werden Händler bestätigt, die die richtige Position eingenommen haben. Objektive Beobachter sehen eine solche Wende und bekommen unter Umständen Interesse in einen Markt zu investieren, da sie von der entsprechenden Marktrichtung überzeugt sind und nun ebenfalls Positionen einnehmen wollen. Dieses sehr einfache Signal kann so viele Informationen über den Markt und seine Teilnehmer liefern.

Anders als bei einem MACD Signal versucht der Händler hier nicht in eine Korrektur hinein zu handeln, sondern er sucht nach einem Markt, der sich in die gewünschte Richtung bewegt. Der Trader fährt also einen anderen Stil als ein Marktteilnehmer, der sich z.B. Fibbonacci Retracements oder dem MACD-Crossover bedient.

Momentum Divergenzen – tiefere Hochs oder höhere Tiefs

Neben dem klassischen Ansatz des Momentums, Bewegungen zu erkennen, hat sich auch die Methode Divergenzen zu handeln zunehmend etabliert. Das Momentum eignet sich auch sehr gut, um die Stärke eines Trends zu messen. Erreicht der Basiswert in seinem Trendverlauf ein neues höheres Hoch oder ein tieferes Tief, welches nicht durch ein höheres Hoch bzw. tieferes Tief im Momentum Indikator bestätigt wird, so deutet dies auf ein Abschwächen des Trends hin. Die Idee dahinter ist, dass ein Trend sich verstärken sollte. Bei starken Bewegungen sollte die Rendite des Marktes in der jeweiligen Trendrichtung groß sein. Erreicht der Markt nun also in einem Trend ein neues Hoch, verliert aber an Dynamik, so wird dies im Momentum Indikator durch ein tieferes Hoch sichtbar. Selbiges gilt auch für einen Abwärtstrend. Natürlich ist dies auch im Kursverlauf erkennbar, jedoch glättet der Momentum Indikator diesen Zusammenhang und ermöglicht durch die Signallinie zudem die Erzeugung eines Signals.

Wo findet man den Momentum Indikator in den gängigen Handelsplattformen

Trader Workstation

Die Traderworkstation ist eine professionelle Handelsplattform für den Aktien-, Futures-, Options- sowie FOREX- und Bonds-Handel. Sie ermöglicht das Einbinden verschiedenster Datenfeeds und unterstützen durch die Verwendung gängiger Programmiersprachen auch die Erstellung von Handelssystemen. Ein Orderbuchtrader sowie ausgefeilte Tools zur technischen Analyse, Risikoszenarien und Impliziter Volatilitätsanalyse sind integriert. Angeboten wird sie z.B. hier.

Wie man einen Chart öffnet und das Momentum hinzufügt, zeigt das Video.

Metatrader 5

Der Metatrader 5 ist der Nachfolger der von den meisten Forex und CFD Brokern angebotenen Software MT4. Was sich im Vergleich zum MT4 geändert hat, kann nachgelesen werden.

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by Nov 11, 2016 Keine Kommentare
MACD – Technische Analyse – Signale – Anwendung

MACD – Technische Analyse – Signale – Anwendung

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Der MACD – Funktionsweise – Anwendung – Signale

Der MACD ist ein Oszillator, also ein um eine Mittellinie bzw. in diesem Falle klassisch der Nulllinie schwankender (oszillierender) Indikator. MACD steht dabei für Moving Average Convergence Divergence ­– also Zusammen- und Auseinanderlaufen von gleitenden Durchschnitten).

Die Nulllinie ist eine dem Indikator hinzugefügte statische Linie. Sie resultiert nicht aus der Berechnungsformel, sondern ist vielmehr aus signalgebenden Gründen dem Indikator hinzugefügt. Die verschiedenen Signale, die aus dem MACD generiert werden können, werden später genauer betrachtet und in dem zugehörigen Video noch anhand eines Beispiels verdeutlicht.

macd-berechnungsformel-ema-ema

macd-signallinie-berechnung-sma

Für die Berechnung des MACD werden zwei exponentielle gleitende Durchschnitte verwendet, wobei der eine einen kürzeren und der andere einen längeren Betrachtungszeitraum in die Berechnung einbezieht. Um den MACD Wert zu errechnen, wird der langsamere vom schnelleren Moving Average abgezogen. Dieser Wert ist bereits das Ergebnis, denn es gibt die Differenz der beiden Moving Averages an. Die Signallinie ist ein Durchschnitt der MACD Linie / Werte.

gewichtung-macd-berechnung

Es ist also wichtig, neben den beiden Perioden für die gleitenden Durchschnitte auch die Periode für die Signallinie mit Bedacht zu wählen. Durch den dritten Eingabewert wird die Feinfühligkeit für das Eintreten eines Signales festgelegt. Mehr zu den Gewichtungen und Effekten auf das Verhalten von Moving Averages folgt in einem entsprechenden Beitrag. Je kleiner der Gewichtungsfaktor, desto stärker fließen die vorherigen Werte in die Berechnung ein. Der Dritte Input an den MACD ist der Buchstabe l in der folgenden Formel:

Die Standardeinstellung des MACD ist (12/26/9). Also ein schneller Gleitender Durchschnitt von 12, ein langsamer Gleitender Durchschnitt von 26 und ein Gewichtungsfaktor von 9. Diese Faktoren wurden von Gerald Appel, dem „Erfinder des MACD“ als stabil erachtet.

Trading mit dem MACD – Signale

Cross Over – Das überkreuzen der MACD und der Signallinie

Beim Cross Over Signal des Indikators überkreuzt die MACD-Linie die Signallinie unterhalb oder oberhalb der Nulllinie. Unterhalb der Nulllinie ist ein Schnitt der MACD-Linie mit der Signallinie von unten nach oben erwünscht. Oberhalb der Nulllinie soll die MACD-Linie die Signallinie von oben nach unten durchschneiden. Die Idee dahinter findet sich im Mean-Reversion Ansatz. Manche bezeichnen dies auch als Trading mit der Schwerkraft. Schnitte oberhalb der Nulllinie sind dabei als potenzielle Shortsignale zu betrachten und Schnitte unterhalb als bullish zu werten

Da ein Trend nicht linear verläuft, sondern sich in Hoch- und Tiefpunkten um den Trend herum entwickelt, zielt der Indikator darauf ab, die Übertreibungen des Marktes zu erkennen, indem er misst, wie weit der schnelle gleitende Durchschnitt (kurzfristige Bewegung) sich vom langsamen gleitenden Durchschnitt entfernt (Trend). Wird diese Distanz zu groß, sollte die Bewegung korrigieren, der Markt sollte also wieder in ein angemesseneres Preisniveau zurückkehren. Um nun aber nicht blind einen starken Kursanstieg oder Kursverfall zu kaufen oder zu verkaufen, wartet man ab, bis der Markt die Trading-Idee etwas bestätigt hat und der MACD die Signallinie schneidet.

Um die Aussagekraft des Moving Average Convergence Divergence zu verstärken, ist es interessant, sich zusätzlich noch eine fundamentale Meinung oder ein langfristiges technisches Bild eines Wertes zu machen und so mit Hilfe des MACD einen Einstieg in einen langfristigen Trend oder Zyklus zu bekommen.

MACD Divergenzen – tiefere Hochs oder höhere Tiefs

Neben dem klassischen Ansatz des MACDs, Übertreibungen zu erkennen, hat sich auch die Methode Divergenzen zu handeln zunehmend etabliert, denn der Indikator eignet sich auch sehr gut, um die Stärke eines Trends zu messen. Erreicht der Basiswert in seinem Trendverlauf ein neues höheres Hoch oder ein tieferes Tief, welches nicht durch ein höheres Hoch bzw. tieferes Tief im MACD bestätigt wird, so deutet dies auf ein Abschwächen des Trends hin. Die Idee dahinter ist, dass ein Trend sich verstärken sollte. Bei starken Bewegungen sollte die Differenz des MACD groß sein. Erreicht der Markt nun also in einem Trend ein neues Hoch, verliert aber an Dynamik, so wird dies im MACD durch ein tieferes Hoch sichtbar. Selbiges gilt auch für einen Abwärtstrend. Natürlich ist dies auch im Kursverlauf erkennbar. Jedoch glättet der MACD diesen Zusammenhang und ermöglicht durch die Signallinie zudem die Erzeugung eines Signals.

Wo findet man den MACD in den gängigen Handelsplattformen?

Die Traderworkstation ist eine professionelle Handelsplattform für den Aktien-, Futures-, Options- sowie FOREX- und Bonds-Handel. Sie ermöglicht das Einbinden verschiedenster Datenfeeds und unterstützen durch die Verwendung gängiger Programmiersprachen auch die Erstellung von Handelssystemen. Ein Orderbuchtrader sowie ausgefeilte Tools zur technischen Analyse, Risikoszenarien und Impliziter Volatilitätsanalyse sind integriert. Angeboten wird sie z.B. hier.

Wie man einen Chart öffnet und den MACD hinzufügt, lässt sich dem Video entnehmen.

 

Metatrader 5

Der Metatrader 5 ist der Nachfolger der von den meisten Forex und CFD Brokern angebotenen Software MT4. Was sich im Vergleich zum MT4 geändert hat, kann hier nachgelesen werden.

Wie man einen Chart öffnet und den MACD hinzufügt, lässt sich dem Video entnehmen.

by Sep 30, 2016 Keine Kommentare
MQL5 programmieren lernen – EAs schreiben einfach erklärt

MQL5 programmieren lernen – EAs schreiben einfach erklärt

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MQL5 programmieren lernen – EAs schreiben einfach erklärt

Hey Insider,
das hier ist einmal wieder ein Selbstexperiment. In unserer Reihe „Metatrader Secrets“ geht es vor allem um die kleinen „Gadgets“, welche in der Software versteckt sind. Da wir im Bereich des Aktienhandels auch automatisierte Tools verwenden, die uns einen Überblick über die Marktlage verschaffen, wollten wir dies auch verstärkt in kleineren Zeiteinheiten in die Währungsmärkte implementieren. Die Programmiersprache R, die wir normalerweise auch für unsere Online-Applikationen verwenden, kann nur umständlich in die MT5 Umgebung eingebunden werden. Einer von uns, sollte daher innerhalb einer Woche, MQL5 erlernen. Welche Quellen wir verwendet haben, um uns Informationen zu der Sprache zu beschaffen, was unsere ersten Testprogramme waren und wie man Expert-Advisors ohne Programmierkenntnisse erstellen kann, wollen wir euch mit dieser Serie näher bringen.

Die ersten Schritte mit MQL5 – Öffnen des MQL5 Editors – EA Generator

Der erste Tag.

Zu Beginn ist es wichtig, sich einen Überblick über die allgemeine Syntax der Sprache zu verschaffen. Man muss aber auch entscheiden, was man eigentlich mithilfe des EAs erreichen möchte.

Wenn der EA nur einfache, „klassische“ Einstiege handeln soll, so ist es durchaus möglich, ganz ohne eigene Programmierarbeit ans Ziel zu gelangen. Auch wir haben diesen Ansatz versucht und uns dem EA-Generator des Metatrader 5 bedient. In diesem kann man ganz ohne zu Programmieren einfach via Drag and Drop Indikatoren und Signale auswählen, das Risikomanagement sowie die Stop Loss und Take Profit Werte eingeben um sich den Code automatisch erstellen zu lassen. Um dieses doch recht unbekannte Feature zu nutzen, ist lediglich der MT5-Editor zu starten. Dies kann im Metatrader 5 durch das Klicken auf das folgende Symbol geschehen:

Metatrader Editor öffnen - MQL5

Daraufhin öffnet sich die Oberfläche des Editors. Um nun zum EA-Generator zu gelangen, der den gewünschten EA automatisch erstellt, ist lediglich bei Daten->Neu->Expert Advisor (generieren)->Weiter zu klicken. Daraufhin wird man Schritt für Schritt durch den Ablauf geleitet. Der Generator bietet einem vorgefertigte Ein- und Ausstiegssignale, sowie prozentuale Risikoeinstellungen und Trailling-Stop Optionen. Mithilfe der vorinstallierten Auswahlmöglichkeiten lassen sich bereits einige Hundert EAs erstellen. Weitere lassen sich über den MQL5 Shop erwerben.

Metatrader 5 - EA einfach erstellen

Zu jedem der von Vornherein verfügbaren Signale ist eine ausführliche Dokumentation vorhanden. Diese lässt sich über das Fragezeichen bei der Auswahl der Indikatoren öffnen. Zur Auswahl der Indikatoren gelangt man durch einen Klick auf den „Hinzufügen“ Button.

Indikatoren Metatrader 5 - MQL5 hinzufügen

Als nächsten Schritt kann man Trailing-Stop Optionen zu dem Expert-Advisor hinzufügen. Dabei lassen sich verschiedene Trailling-Stop Methoden heranziehen – von festen Abständen bis hin zu einem Trailing-Stop hinter einer SMA ist alles möglich. Um den Expert-Advisor abzuschließen, werden am Ende des Generators noch die Risikoparameter abgefragt. Im Speziellen sind dies die Positionsgrößenschritte und das prozentuale Risiko. Sobald man nun auf „Fertigstellen“ klickt, wird der EA einsatzbereit ausgegeben und dieser kann direkt getestet werden. Dazu kann man beispielsweise den Strategietester des Metatrader 5 nutzen, (diesen öffnet man mithilfe der Tastenkombination STRG+R in Metatrader) welcher den erstellten EA auf vergangenen Kursverläufen testet. Dies kann sowohl visuell als auch nicht visuell erfolgen. Beim visuellen Test kann man dem Experten direkt bei der Arbeit zuschauen und sieht so auch, ob die ursprünglich gewollte Signallogik auch wirklich umgesetzt wird oder ob das Programm kleinere Fehler aufweist. Mehr zum Thema „Testen einer Strategie“ werden wir in einem Video betrachten. Tragt euch am besten in unseren Newsletter ein, um unsere besten Veröffentlichungen nicht mehr zu verpassen, sowie monatlich marktrelevante Informationen zu erhalten.

Um allerdings selbstständig programmieren zu können, ist es notwendig sich einen ersten Eindruck von der Syntax der Sprache zu machen und sich ein Handbuch zu organisieren, in dem die wichtigsten Befehle dokumentiert sind. Das Handbuch war schnell gefunden und wird in deutscher und englischer Sprache von der Firma Metaquotes zur Verfügung gestelllt: MetaTrader 5 Handbuch (https://www.mql5.com/files/pdf/mql5_german.pdf). Dieses stolze 4369 Seiten umfassende Nachschlagewerk enthält alle wichtigen Befehle der Programmiersprache und liefert dazu noch Beispiele und Dokumentationen. Ein solches Grundlagenwerkes stellte sicher, dass wir die richtigen Befehle sowie deren Verwendung parat hatten und nachvollziehen konnten. Weiterhin hielten wir es für sinnvoll, uns noch einen sehr gut dokumentierten Code zu suchen. In Verbindung mit dem Nachschlagewerk konnten wir so nachvollziehen, wie die Programmiersprache funktioniert und machten uns mit der Syntax der If-Statements und Schleifen vertraut. Wir nutzen hierfür Außerdem interessierten wir uns noch für die Funktionsweise der Orderaufgabe im Detail (hier geht es zur Dokumentation: Ein Paar Testläufen eines EAs aus dem Internet reichten aus, um uns mit dem EA-Strategie Tester vertraut zu machen. Für heute hatten wir uns den Feierabend mehr als verdient.

MQL5 Syntax – Parallelen zu C & C++

Der zweite und dritte Tag.

Nachdem der erste Tag viel Neues mit sich brachte, war klar, dass das tiefere Eindringen in die Syntax der Sprache essentiell ist. Da MQL5 an die Programmiersprache C++ angelehnt ist und diese eine wesentlich bessere Dokumentation als MQL5 hat, setzen wir uns ein oder zwei Tage mit dieser Sprache und ihren Eigenarten auseinander. Auf der Plattform von Sololearn gibt es einen kostenfreien Kurs zu C++. (Dieser kann hier abgerufen werden: http://www.sololearn.com/Play/CPlusPlus ). Der Kurs ist sowohl als App als auch als Online-Version verfügbar und synchronisiert sich automatisch, sodass der aktuelle Fortschritt immer und überall abrufbar ist. Die in Browser Version hat man aus Erfahrung schneller bearbeitet und ist während der Bearbeitung aufmerksamer als bei der Nutzung der App für unterwegs, aber es geht ja auch nur um ein Gefühl für die Sprache. Wie schreibt man Methoden und wendet diese an? Wie werden Variablen deklariert? Wie funktioniert ein if-Statement? Wie wende ich eine Funktion auf ein Objekt an? Wie lade ich Klassen aus der Standardbibliothek?

All diese Fragen sind typisch und mehr als nur berechtigt. Das Problem ist, dass es zu MQL5 dazu eben keine so intuitiven Antworten und Lernmöglichkeiten gibt.

UPDATE: Vor kurzem sind wir auf den folgenden MQL5 Kurs gestoßen. Da Programmieren am anfang etwas ernüchternd sein kann, sind wir uns sicher, dass es euch hilft, in einen aktiven Kurs eingebunden zu sein, der auch E-Mail Support anbietet, was in manchen Debugging-Fragen sicherlich hilfreich sein wird.

MQL5 Tutorial Golden Goose Kurs

Unser erster EA – MQL5 Trailing Stop

Tag vier und fünf

Es war nun an der Zeit, das Gelernte anzuwenden und den ersten eigenen kleinen EA zu schreiben. Doch was für ein Projekt ist als Einstieg adäquat? Da uns zu dieser Zeit das Thema Positionsmanagement sehr interessierte, entschieden wir uns für das Programmieren eines Trailling Stop EAs. Natürlich ist eine Trailing Stop Funktion bereits im Metatrader 5 vorinstalliert und lässt sich über einen Rechtsklick auf die offene Position einstellen:

Trailing Stop Metatrader 5 - MT5

Uns reichten jedoch die Standardeinstellungen nicht aus. Wir wollten auch Indikatoren als Trailling Stop verwenden können und Backtests durchführen, um herauszufinden welcher Stop im gewählten Zeitraum der Optimale war. Also starteten wir das „einfache Projekt“.

Ziemlich schnell wurde klar, dass das Aufgeben und Modifizieren von Orders und Positionen weitaus komplizierter ist als erwartet. Der normale Weg durch die Metratrader Ordermaske, wie er auch in der Sprache MQL5 gegangen werden kann / muss, ist sehr fehleranfällig, kompliziert und unübersichtlich. Daher schauten wir uns um und wurden in den Standard Bibliotheken von MQL5 fündig.

#include <Trade\Trade.mqh>
#include <Trade\PositionInfo.mqh>
#include <Trade\SymbolInfo.mqh>

Diese Libraries enthalten Funktionen und Methoden, die die Programmierung und die Projektentwicklung enorm vereinfachen. Statt nun alles aufwändig von Hand zu schreiben und zu befüllen, bieten sie einfache und intuitive Zugriffe auf Positionen, Orders und Trade-Parameter.

Nähere Infos zu diesen Libraries fanden wir hier (geordnet nach Erwähnung im Artikel):

https://www.mql5.com/de/articles/138

https://www.mql5.com/de/docs/standardlibrary/tradeclasses/ctrade

https://www.mql5.com/en/docs/standardlibrary/tradeclasses/cpositioninfo

https://www.mql5.com/en/docs/standardlibrary/tradeclasses/csymbolinfo

https://www.mql5.com/en/docs/constants/tradingconstants/positionproperties

Bevor wir nun im Detail in den Code starteten, schauten wir uns den Aufbau und den Ablauf eines solchen Programmes an.

Zu Beginn im Kopf des EAs werden Informationen über die Rechte und die Lizenz des EAs gemacht. Gleichfalls wird angegeben, wer den EA programmiert hat. Neben diesen Informationen wird der Output hinzugefügt, der später beim Start des EAs im Metatrader 5 im Description Teil zu lesen ist.

Direkt im Anschluss werden die Klassen aus der Standardbibliothek geladen, die die Funktionen und Methoden enthalten, die wir zur Entwicklung von einfachen und eleganten Code brauchen

Im Anschluss werden die Variablen und Inputs deklariert, die zum Betreiben des Programms benötigt werden. Inputs sind Variablen, die der Nutzer des EAs beim Starten im MT5 einstellen kann. Alle Variablen, die hier erstellt werden, sind für den kompletten Code, also das ganze Programm verfügbar. Alle folgenden Funktionen können darauf Zugreifen und mit ihnen arbeiten. In einem extra Video werden wir sehen, wie man durch die Inputs, einen EA optimieren kann. Auf diese Art und Weise lassen sich Informationen über das Handelssystem sammeln und man kann durch stabile, optimierte Parameter die Performance des Handelssystems steigern.

Nachdem alle Variablen bekannt gemacht wurden, folgte die Funktion OnInit(). In dieser, werden alle Indikatoren und Einstellungen geladen, die beim Start des EAs benötigt werden. So werden hier zum Beispiel Arrays, also Daten Matrizen, zu Zeitreihen modifiziert. Dies ist für die spätere Signalerzeugung notwendig. Bei einem Cross Over eines Moving Averages ­– also dem Schnitt von gleitenden Durchschnitten– muss der schnelle Durchschnitt in der letzten Periode zum Beispiel unterhalb des langsamen MAs liegen und in der aktuellen Periode entsprechend oberhalb. Damit diese Zugriffe möglich sind, bedarf es der Zeitreihenform der Indikatoren. Außerdem werden die , also die Variablen, die die Daten der Indikatoren übernehmen, in dieser Funktion initiiert und befüllt.

OnInit() - Funktionen im Metatrader Editor - MQL5

Nachdem die wichtigsten Einstellungen in der Startfunktion OnInit() erfolgten, muss nun festgelegt werden, was beim Entfernen der EA vom Chart (entspricht dem Abschalten) passiert. Um diese Schritte festzulegen, verwendet man die OnDenit() Funktion. In dieser Funktion werden erzeugte Arrays und Zeitreihen zur Löschung freigegeben, sowie Indikatoren entfernt und Einstellungen zurückgesetzt. Dies ist notwendig, um den vom EA belegten Speicher wieder sauber freizugeben und die Chart sowie das Handling des MT5 wieder in den Ursprungszustand zurück zu bewegen.

OnDenit() - Funktionen im Metatrader Editor - MQL5

Der Rahmen für das Programm war erstellt. Wir beschäftigten uns nun mit den beiden Funktionen, welche für die Signal-Generierung sowie den Umgang mit offenen Positionen interessant werden. Die beiden Funktionen sind OnTick() und OnTrade(). OnTick() wird immer ausgeführt, sobald sich eine Veränderung im Symbol, welches der EA ausliest, ereignet. Die OnTrade()- Funktion ähnelt der OnTick() Funktion. Dieser Teil des Codes wird nur ausgelesen, sofern eine Position im Symbol offen ist.

OnTick() - Funktionen im Metatrader Editor - MQL5OnTrade() - Funktionen im Metatrader Editor - MQL5

Da der Standardaufbau eines EAs nun bekannt ist, wollen wir die einzelnen Funktionen befüllen und der Maschine „Leben“ einhauchen.

Unser Ziel ist es, einen Trailling Stop EA zu entwickeln, der nach dem Eröffnen einer Position automatisch einen Stop setzt und diesen in Folge kontinuierlich nachzieht. Das Nachziehen soll dabei mit einem konstanten Abstand sowie immer beim Erreichen eines neuen Hochs geschehen. Wir brauchen also:

  • Einen Test, ob eine Position eröffnet wurde und was ihre Parameter sind
  • Einen Weg, den aktuellen Stop anhand des momentanen Marktkurses zu errechnen
  • Eine Möglichkeit zur Bestimmung der Nachkommstellen, die der Markt auf den EA anwenden wird, um den eingestellten Stop entsprechend anzuwenden
  • Eine Überprüfung, ob der neue Stop höher bzw. niedriger ist als der aktuelle (abhängig davon ob es sich um eine Long oder Short Position handelt

Zunächst werden dafür alle Variablen und Klassen hinzugefügt und erstellt:

#include <Trade\Trade.mqh>                                         //include the library for execution of trades
#include <Trade\PositionInfo.mqh>                                  //include the library for obtaining information on positions
#include <Trade\SymbolInfo.mqh>

input double StopDist;

double NewStop;
double CurStop;

CTrade m_Trade;
CPositionInfo myposition;

Wofür genau double, int, sowie Klammer- und Punktsetzung etc. stehen, soll nicht Teil dieses Artikel sein und kann im entsprechenden C++ Tutorial (als alternative ein schönes Buch) schnell erlernt und nachgeschlagen werden.

Im Code Ausschnittieht man, dass zwei double Variablen global deklariert werden: NewStop, CurStop. NewStop wird den aktuellen rechnerischen Stop enthalten und CurStop wird den aktuellen Stop der offenen Position zwischenspeichern. Wir benötigen beide Variablen, um später vergleichen zu können, welcher Stop das geringere Risiko in sich trägt und entsprechend den von uns gewünschten Stop als Stop für die Position zu wählen. Die Variablen m_Trade und myposition sind Objekte, welche mithilfe der Standardbibliotheken erzeugt wurden. Das Objekt m_Trade spricht den aktuellen Trade an, der im Symbol geöffnet ist. myposition enthält Informationen über die aktuelle Position, wie beispielsweise den aktuellen Stop Loss, Take Profit, das Volumen etc.

Da wir für einen Trailing Stop, keine speziellen Einstellungen vornehmen müssen und aktuell auch keine Indikatoren gewollt sind, können die Funktionen OnInit() sowie OnDenit() ungefüllt gelassen werden. Für unsere Zwecke werden die Funktionen OnTrade() sowie OnTick() besonders interessant. Im Falle eines Trade Szenarios, sowie bei jedem im Symbol entstehenden Tick, wollen wir prüfen, ob unser Trade noch unseren Vorstellungen entspricht und/oder ob wir etwas anpassen müssen. In der Funktion OnTrade() werden wir den initialen Stop der Position festlegen. Diesen benötigen wir, um später unseren Stop trailen zu können, sofern er vorteilhaft im Verhältnis zum aktuellen Stop ist.

Betrachten wir zunächst einmal die Eingaben, welche wir in der OnTrade() Funktion tätigen. Hier soll der initiale Stop gesetzt werden, welchen wir als Referenzwert für unseren Trailling Stop benötigen.

//+------------------------------------------------------------------+
void OnTrade()
  {
   double PriceB=SymbolInfoDouble(_Symbol,SYMBOL_BID);
   double PriceS=SymbolInfoDouble(_Symbol,SYMBOL_ASK);
   double Inital_Safe_Stop = StopDist*3;
   
   double TP=0;

   int Commas=SymbolInfoInteger(_Symbol,SYMBOL_DIGITS);
   double Factor=1/MathPow(10,Commas-1);

   double SL_B=PriceB-(Inital_Safe_Stop*Factor);
   double SL_S=PriceS+(Inital_Safe_Stop*Factor);


   if(PositionSelect(_Symbol))
     {
      if(myposition.PositionType()==POSITION_TYPE_BUY)
        {
         if(myposition.StopLoss()==0)
           {
            m_Trade.PositionModify(_Symbol,SL_B,TP);
           }
        }

      // Same now For Sell Positions        
      if(myposition.PositionType()==POSITION_TYPE_SELL)
        {
         if(myposition.StopLoss()==0)
           {
            m_Trade.PositionModify(_Symbol,SL_S,TP);
           }
        }
     }

  }
//+------------------------------------------------------------------+

Der Code ist in diesem Fall nicht auf maximale Effizienz sondern auf Verständlichkeit optimiert. Grundsätzlich sollte zunächst darauf geachtet werden, die Programme zum Laufen zu bekommen und sich dann mit Optimierung und performanter Programmierung zu beschäftigen. Dank leistungsfähiger Hardware kann uns heutzutage auch die ein oder andere unschöne Darstellung verziehen werden. Gehen wir den Code einmal Schritt für Schritt durch. Zunächst wird die OnTrade() Funktion geöffnet. Dann wird der aktuelle Bid und Ask Preis des Marktes in einer Variablen gespeichert. Für diese Abfrage nutzen wir die SymbolInfoDouble() Funktion. In der Funktion selbst nutzen wir _Symbol, um den Markt auszuwählen, auf dem der EA aktuell aktiv ist. Danach geben wir an, welche Information wir vom ausgewählten Symbol abfragen wollen. In unserem Fall eben den Bid und den Ask Preis. Die Funktion gibt, wie der Name es bereits sagt, die Informationen als Double, also als Fließkommazahl aus.

Automatische Code Ergänzung Metaeditor Metatrader 5 - MQL5

Um die Programmierung zu vereinfachen und zu beschleunigen gibt der Metatrader Editor immer an, welche Informationen der Funktion zu übergeben sind, damit sie problemlos funktioniert. Sollte man wider Erwarten damit nicht weiterkommen, so ist das Googlen der gefragten Funktion meistens zielführend.

Nach der Abfrage der aktuellen Preise des Marktes wollen wir eine Variable für den Initialstop, welcher für nur einen Tick, also bis zur nächsten Kursstellung im Basiswert, im Markt ist und dann sofort durch den Ricchtigen Stop ersetzt wird erstellen. Dies ist nicht zwangsläufig notwendig aber ist ein zusätzlicher Schritt, in dem wir mit Rechenoperationen in Berührung kommen. Dazu multiplizieren wir den Trailling Stop Abstand mit 3 und speichern diese Pip Anzahl ebenfalls als Variable des Typ Double ab. Damit der Stop Loss für jeden Basiswert funktional ist, beziehen wir die Anzahl der Stellen ein, den ein Basiswert hat, denn dies ist nicht für alle Basiswerte gleich. So haben die Yen Paare weniger Stellen als zum Beispiel der EUR/USD. Damit dies keine Probleme bereitet, passen wir unsere Stop Inputs an. Dies passiert durch die folgende kurze mathematische Formel unter Zuhilfenahme der MathPow() Funktion, welche das Potenzieren in MQL5 erlaubt.

Um den initialen Stop Loss für eine Kauf- und eine Verkaufsposition zu bestimmen, ziehen wir im Falle der Kaufposition den initialen angepassten Stop vom Bid-Preis ab, bzw. addieren ihn im Fall einer Verkaufsposition auf den Ask Preis. Darauf folgt lediglich die Abfrage, ob eine Position im aktiven Markt offen Position eine Kauf oder Verkaufsposition ist. Außerdem wird abgefragt, ob der Stop der Position noch nicht gesetzt ist. Wenn dies der Fall sein sollte, erfolgt eine Anpassung der Order und der initiale Stop Loss wird eingestellt.

Dabei sind folgende Funktionen besonders hervorzuheben:

if(myposition.PositionType()==POSITION_TYPE_BUY)

Myposition ist ein Objekt, welches durch die Standardklasse SymbolInfo.mqh  und CPositionInfo erstellt wurde. Dadurch lassen sich Informationen über offene Positionen leicht durch Methoden wie PositionType() abfragen oder vergleichen.

if(myposition.StopLoss()==0)

Im nächsten Schritt wurde mit dem selben Objekt aber nun mit der methodischen Abfrage StopLoss() der aktuelle Stop Loss Wert der Position ausgelesen und logisch getestet.

m_Trade.PositionModify(_Symbol,SL_S,TP);

Zu guter Letzt wird durch das mit Hilfe von CTrade erstellte Objekt und der Methode PositionModify() die offene Position verändert und der Initial Stop greift.

der Stop aber noch nicht dynamisch, sondern statisch auf dem dreifachen Level des Stops, welchen wir als Trailing Stop haben wollen. Das Dreifache ist hier nur Beispielhaft gewählt. Es soll erkennbar seinist, dass der Stop versetzt wird. Auch wenn man dies nur so lange braucht, bis im Markt der nächste Preis festgestellt wurde, ist es ein kleines Erfolgserlebnis diesen Schritt im Chart zu sehen. Es bedeutet, dass der Stop funktioniert.

Damit der Stop sich kontinuierlich anpasst, sofern der Markt in unsere Richtung läuft und somit Gewinne abgesichert werden, bzw. das Risiko reduziert wird, brauchen wir eine Abfrage, welche Tick für Tick prüft, ob der Stop angepasst werden muss und dies bei Bedarf umsetzt. Hier kommt unsere OnTick() Funktion ins Spiel.

//+------------------------------------------------------------------+
//| Expert tick function                                             |
//+------------------------------------------------------------------+
void OnTick()
  {
//---
   double PriceB=SymbolInfoDouble(_Symbol,SYMBOL_BID);
   double PriceS=SymbolInfoDouble(_Symbol,SYMBOL_ASK);

   double TP=0;

   int Commas=SymbolInfoInteger(_Symbol,SYMBOL_DIGITS);
   double Factor=1/MathPow(10,Commas-1);

   double SL_B=PriceB-(StopDist*Factor);
   double SL_S=PriceS+(StopDist*Factor);

   if(PositionSelect(_Symbol))
     {
      if(myposition.PositionType()==POSITION_TYPE_BUY)
        {
         if(myposition.StopLoss()<SL_B)
           {
            m_Trade.PositionModify(_Symbol,SL_B,TP);
           }
        }
      // Same now For Sell Positions        
      if(myposition.PositionType()==POSITION_TYPE_SELL)
        {
         if(myposition.StopLoss()>SL_S)
           {
            m_Trade.PositionModify(_Symbol,SL_S,TP);
           }
        }
     }
  }
//+------------------------------------------------------------------+

Auf den ersten Blick lässt sich sehr schnell erkennen, warum wir erwähnten, dass man dieses Programm durchaus auch hätte effizienter schreiben können. Doch um den Lerneffekt zu vergrößern, sollte die Lesbarkeit und Verständlichkeit an vorderster Stelle stehen.

In der folgenden Kaskade von if() Abfragen wird genau wie bei der Setzung des initialen Stops zuerst geprüft, ob eine Order vorliegt und was für eine Position aktuell läuft. Jedoch erfolgt dann ein Vergleich, ob der aktuelle Stop größer oder kleiner als der Trailing Stop ist. Ist der Trailing Stop vorteilhaft für uns, also das Stop Level bei einer Kaufposition größer beziehungsweise bei einer Short Position kleiner als der aktuelle Stop, so wird die Order mit der PositionModify() Methode verändert, der Stop wird also nachgezogen.

Durch die Nutzung von Indikatoren können noch komplexere Trailing Stop EAs erzeugt werden. Wie Indikatoren in einem EA angewandt werden, wird an den letzten beiden Tagen besprochen.

#include <Trade\Trade.mqh>                                         //include the library for execution of trades
#include <Trade\PositionInfo.mqh>                                  //include the library for obtaining information on positions
#include <Expert\ExpertTrailing.mqh>
#include <Trade\SymbolInfo.mqh>

input double StopDist;

double NewStop;
double CurStop;

CTrade m_Trade;
CPositionInfo myposition;
//+------------------------------------------------------------------+
//| Expert initialization function                                   |
//+------------------------------------------------------------------+
int OnInit()
  {
//---

//---
   return(INIT_SUCCEEDED);
  }
//+------------------------------------------------------------------+
//| Expert deinitialization function                                 |
//+------------------------------------------------------------------+
void OnDeinit(const int reason)
  {
//---

  }
//+------------------------------------------------------------------+
//| Expert tick function                                             |
//+------------------------------------------------------------------+
void OnTick()
  {
//---
   double PriceB=SymbolInfoDouble(_Symbol,SYMBOL_BID);
   double PriceS=SymbolInfoDouble(_Symbol,SYMBOL_ASK);

   double TP=0;

   int Commas=SymbolInfoInteger(_Symbol,SYMBOL_DIGITS);
   double Factor=1/MathPow(10,Commas-1);

   double SL_B=PriceB-(StopDist*Factor);
   double SL_S=PriceS+(StopDist*Factor);

   if(PositionSelect(_Symbol))
     {
      if(myposition.PositionType()==POSITION_TYPE_BUY)
        {
         if(myposition.StopLoss()<SL_B)
           {
            m_Trade.PositionModify(_Symbol,SL_B,TP);
           }
        }
      // Same now For Sell Positions        
      if(myposition.PositionType()==POSITION_TYPE_SELL)
        {
         if(myposition.StopLoss()>SL_S)
           {
            m_Trade.PositionModify(_Symbol,SL_S,TP);
           }
        }
     }
  }
//+------------------------------------------------------------------+
void OnTrade()
  {
   double PriceB=SymbolInfoDouble(_Symbol,SYMBOL_BID);
   double PriceS=SymbolInfoDouble(_Symbol,SYMBOL_ASK);
   double Inital_Safe_Stop = StopDist*3;
   
   double TP=0;

   int Commas=SymbolInfoInteger(_Symbol,SYMBOL_DIGITS);
   double Factor=1/MathPow(10,Commas-1);

   double SL_B=PriceB-(Inital_Safe_Stop*Factor);
   double SL_S=PriceS+(Inital_Safe_Stop*Factor);


   if(PositionSelect(_Symbol))
     {
      if(myposition.PositionType()==POSITION_TYPE_BUY)
        {
         if(myposition.StopLoss()==0)
           {
            m_Trade.PositionModify(_Symbol,SL_B,TP);
           }
        }

      // Same now For Sell Positions        
      if(myposition.PositionType()==POSITION_TYPE_SELL)
        {
         if(myposition.StopLoss()==0)
           {
            m_Trade.PositionModify(_Symbol,SL_S,TP);
           }
        }
     }

  }
//+------------------------------------------------------------------+

Indikatoren in MQL5 – Trading Signale erstellen

Tag sechs und sieben – Endlich MQL5 Basics beherrschen.

Wir haben gelernt, Positionen zu modifizieren und können Stop Loss und auch Take Profits anpassen (dies funktioniert entsprechend der Stop Loss Anpassung). Es ist an der Zeit Signale zu erzeugen und Trades zu generieren, denn MQL5 ist neben der Anpassung von Positionen und einem damit einhergehenden vereinfachtem Risikomanagement hauptsächlich für das Schreiben von automatisierten Handelssystemen geschrieben worden.

Das folgende Handelssystem ist sehr einfach gebaut. Seine Performance ist auch sicher nicht die beste. Jedoch lässt sich an diesem der Aufbau eines Handelssystems gut erkennen. Die zugrundeliegende Theorie ist der CCI, ein oszillierender Indikator. Wir wollen das Momentum des Marktes handeln und mit dem Trend gehen. Wir gehen im Markt Long sobald der CCI einen Wert von über 100 erreicht und wir shorten sobald der CCI unter -100 fällt. Um unsere Risiken zu limitieren, verlassen wir die Long Position bei CCI Werten unter 95 und die Short Position bei Werten über -95. Damit erzeugen wir eine Asymmetrie, die sich auch in der Performance widerspiegelt. Ein solches Handelssystem sollte im Speziellen in trendstarken Märkten wie dem EUR/USD ab Mitte 2014 bis zur Jahresmitte 2015 gut funktionieren. In einem Backtest ergab sich die folgende Equity-Kurve:

Backtest CCI EA MQL5 EURUSD

Es lässt sich gut erkennen, dass die Gewinne in Schüben kommen und wir viele kleine Verluste erleiden. Dies entspricht den Erwartungen, welche wir mit dem System verknüpft haben. In dem Zeitraum erzielte der EA insgesamt eine Performance von 6.24%, was nicht besonders überragend ist, aber immerhin macht er Profite.

Es zeigt sich jedoch auch sehr deutlich, dass wir durch den Oszillator immer nur sehr kurz im Markt investiert sind. Die Folge sind hohe Transaktionskosten, sowie nur kurze Bewegungen, die eingefangen werden. Ein solches Problem hätte man bei einem Trendfolge-System nicht. Jedoch sind dabei auch die Risiken beim Eröffnen der Position größer. Das Risikomanagement sowie die Stop Setzung muss komplexer werden, als es bei diesem System der Fall ist.

Hier nun der Quellcode des EAs:

//+------------------------------------------------------------------+
//|                                                   Inside_CCI.mq5 |
//|                        Copyright 2016, MetaQuotes Software Corp. |
//|                                             https://www.mql5.com |
//+------------------------------------------------------------------+
#property copyright "Copyright 2016, MetaQuotes Software Corp."
#property link      "https://www.mql5.com"
#property version   "1.00"

input int CCI_MA;
input int CCI_Upper;
input int CCI_Lower;
input int CCI_Upper_Exit;
input int CCI_Lower_Exit;
input int TrendFilter;

#include <Trade\Trade.mqh>                       
#include <Trade\PositionInfo.mqh>                        
#include <Expert\ExpertTrailing.mqh>
#include <Trade\SymbolInfo.mqh>

int CCI_Handle;
int MA_Handle;

double CCI_Val[];
double MA_Val[];

CTrade my_trade;
CPositionInfo my_position;
//+------------------------------------------------------------------+
//| Expert initialization function                                   |
//+------------------------------------------------------------------+
int OnInit()
  {
//---
   CCI_Handle=iCCI(_Symbol,0,CCI_MA,PRICE_CLOSE);
   MA_Handle = iMA(_Symbol,0,TrendFilter,0,MODE_SMA,PRICE_CLOSE);
   ArraySetAsSeries(CCI_Val,true);
   ArraySetAsSeries(MA_Val,true);
//---
   return(INIT_SUCCEEDED);
  }
//+------------------------------------------------------------------+
//| Expert deinitialization function                                 |
//+------------------------------------------------------------------+
void OnDeinit(const int reason)
  {
//---
   ArrayFree(CCI_Val);
   ArrayFree(MA_Val);
  }
//+------------------------------------------------------------------+
//| Expert tick function                                             |
//+------------------------------------------------------------------+
void OnTick()
  {
//---

   CopyBuffer(CCI_Handle,0,0,3,CCI_Val);
   CopyBuffer(MA_Handle,0,0,3,MA_Val);
   double CurrentPrice=SymbolInfoDouble(_Symbol,SYMBOL_BID);

   if(!PositionSelect(_Symbol))
     {
      if(CurrentPrice>MA_Val[1])
        {
         if(CCI_Val[1]>CCI_Upper)
           {
            if(CCI_Val[2]<CCI_Upper)
              {
               my_trade.Buy(0.1,_Symbol);
              }
           }
        }
      if(CurrentPrice<MA_Val[1])
        {
         if(CCI_Val[2]>CCI_Lower)
           {
            if(CCI_Val[1]<CCI_Lower)
              {
               my_trade.Sell(0.1,_Symbol);
              }
           }
        }
     }
   CopyBuffer(CCI_Handle,0,0,3,CCI_Val);

   if(PositionSelect(_Symbol))
     {
      if(my_position.PositionType()==POSITION_TYPE_BUY)
        {
         if(CCI_Val[1]<CCI_Upper_Exit)
           {
            my_trade.Sell(0.1,_Symbol);
           }
        }

      if(my_position.PositionType()==POSITION_TYPE_SELL)
        {
         if(CCI_Val[1]>CCI_Lower_Exit)
           {
            my_trade.Buy(0.1,_Symbol);
           }
        }
     }

  }
//+------------------------------------------------------------------+

Dabei ist besonders wichtig:

CTrade my_trade;

Aus dem CTrade Standardpaket. Durch diese Deklaration lässt sich auf Trades zugreifen. Man kann also Positionen einfach eröffnen und skalieren.

my_trade.Sell(0.1,_Symbol);

my_trade.Buy(0.1,_Symbol);

Des Weiteren ist der Abgleich der offenen Position ein wichtiger Schritt. Es wird geprüft, ob die offene Position eine Buy oder Sell Position ist.

my_position.PositionType()==POSITION_TYPE_SELL

my_position.PositionType()==POSITION_TYPE_BUY

Das Array, welches die Indikatoren-Daten speichert, muss durch ArraySetSeries zu einer Zeitreihe modifiziert werden, welche dann mit der CopyBuffer Funktion befüllt wird. Danach kann in den folgenden Schritten auf die Werte der Zeitreihe entsprechend einer Array Abfrage mit [x] zugegriffen werden. So lassen sich über If Abfragen Signale generieren. Hier nochmals ein Beispiel aus dem CCI Code:

if(CurrentPrice<MA_Val[1])
        {
         if(CCI_Val[2]>CCI_Lower)
           {
            if(CCI_Val[1]<CCI_Lower)
              {
               my_trade.Sell(0.1,_Symbol);
              }
           }
        }

Dabei stellten CCI_Lower und Upper die Werte dar, ab denen wir Positionen eröffnen wollten. Hier wird zudem geprüft, ob der Wert gerade erst erreicht wird, ähnlich einem Cross Over, sodass ein Signal, im Falle eines Stop Outs nicht sofort wieder eine Position eröffnet. Das würde den Stop Out, also das Schließen der Position bei einem Gegensignal überflüssig machen.

Hier noch die Performance des EAs über die letzten 21 Jahre im USDJPY:

Backtest CCI EA MQL5 USDJPY

Wir hoffen, dass mit diesem Beispiel einiges zum Thema „Automatisiertes Handeln“ geklärt werden konnte. Wir werden noch ein Video zum Thema „System Tests und Optimierung“ erstellen. Um dieses nicht zu verpassen, meldet euch in unserem Newsletter an. Viele Grüße

 

by Aug 26, 2016 Keine Kommentare
Cost Average 3.0 – Die Lösung – ETF-Sparpläne richtig kombinieren!

Cost Average 3.0 – Die Lösung – ETF-Sparpläne richtig kombinieren!

all

Update – jetzt mit ~ 100 beobachteten ETFs im Newsletter

ETF-Sparpläne richtig kombinieren: Sind Sie es leid auf die nächste Krise zu warten? Wie oft hört man die Ausrede: „Aktuell steht der Markt viel zu hoch, um zu kaufen“ – In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, dass diese Ausrede nicht zählt!!!

Vor ein paar Wochen haben wir in dem Artikel „Cost Average 2.0 – Der ETF-Sparplan auf dem Prüfstand!“ gezeigt, dass die größten Ausreden am Finanzmarkt keinerlei Bedeutung haben und dass das Investieren kein Hexenwerk ist. (Die Grundlagen zum Cost Average können hier nochmals nachgelesen werden).

Es hat uns überrascht, wie viel positives Feedback wir für diesen Artikel bekommen haben. In vielen Kommentaren und E-Mails konnten wir aber dennoch heraushören, dass es noch immer eine Frage gibt. Wie setze ich den „Extremversuch 2.0“ in die Tat um? (Eine Erklärung des Versuches folgt)

Das Ergebnis unseres Vergleichs von ETF-Sparplänen

In dem Artikel „Cost Average 2.0“ haben wir 5 beliebte ETF-Sparpläne mit einander verglichen. Wir haben in unserem Versuch jeden Monat 33 EUR gespart und in einem Zeitraum von 22 Jahren investiert. Unsere beiden Gewinner waren der klassische Index-Sparplan und der Extremversuch 2.0.

Klassischer Index-Sparplan

Wir investieren jeden Monat einen Betrag von 33 EUR. Hierbei handelt es sich um einen ganz normalen ETF-Sparplan. Es wurden immer DAX-ETF-Anteile erworben. Stand der DAX sehr hoch, konnten wir weniger Anteile erwerben und wenn der DAX niedriger notierte, konnten wir in diesem Monat mehr neue Anteile in unserem Depot begrüßen.

Extremversuch 2.0

Wir kaufen nur dann, wenn der aktuelle Preis mindestens 50% unterhalb des letzten Hochs ist. Wenn es zu diesem Szenario kommt, kaufen wir jeden Monat für 580 EUR anstatt für 33 EUR. Dieses Szenario kommt nicht so häufig vor. Daher haben wir am Ende des Betrachtungszeitraums sowohl bei dem normalen ETF-Sparplan als auch bei dem Extremversuch die selbe Summe investiert.

In der Grafik zeigt der rote Graph die Depotentwicklung des ETF-Sparplans. In lila ist die Depotentwicklung des Extremversuchs 2.0 dargestellt. Der blaue und grüne Chart zeigt die erworbenen ETF-DAX-Anteile.

In der Grafik zeigt der rote Graph die Depotentwicklung des ETF-Sparplans. In lila ist die Depotentwicklung des Extremversuchs 2.0 dargestellt. Der blaue und grüne Chart zeigt die erworbenen ETF-DAX-Anteile.

Unser damaliges Fazit: „Timing lohnt sich nur, wenn auch Kapital verfügbar ist, welches geballt investiert werden kann. Ansonsten wird der Vorteil aus den günstigen Kursen von dem Nachteil des nicht Investierens überwogen, da nicht das gesamte Einkommen zu jeder Zeit zum Investieren bereit ist.“

Auch wenn das Kaufen in Krisen (Extremversuch) etwas profitabler war, kamen wir dennoch zu dem Schluss einfach jeden Monat zu investieren. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen kann es passieren, dass in der Krise nicht ausreichend Kapital zur Verfügung steht. Zum anderen sitzt der Sparer im Bullenmarkt auf seinem Geld. Des Weiteren haben viele nicht die Geduld so lange zu warten, sodass die Gefahr groß ist, dass das ersparte Geld konsumiert wird (Fernseher, Wasserbett, Auto).

Dennoch wollen viele von euch nur in Krisen kaufen. Da wir das sehr gut nachvollziehen können, stellen wir euch nachfolgend unseren Ansatz vor.

Die Lösung – Kombinieren von ETF-Sparplänen

Dass unser geliebter DAX-Index in naher Zukunft unterhalb der Marke von 6.187,37 Punkte (Allzeithoch 12.374,73) notieren wird, können wir uns nur schwer vorstellen. Würden wir heute mit dem Sparen beginnen, könnten wir vielleicht erst in einigen Jahren mit dem Investieren starten. Diese Vorstellung ist für viele Anleger verständlicherweise sehr unbefriedigend.

Da wären wir wieder bei der Ausrede: „Aktuell steht der Markt viel zu hoch, um zu kaufen“. In dieser Situation müssten wir der Ausrede sogar zustimmen. ABER, wir haben ja versprochen, dass wir aufzeigen, warum es diese Ausrede nicht gibt!

Die Lösung liegt im Kombinieren von ETF-Sparplänen. Betrachtet man nur einen Markt, dann kann es passieren, dass man Jahre auf einen günstigen Einstieg warten muss. Betrachtet man jedoch mehrere Märkte, findet man viel häufiger günstige Einstiege und gelangt zudem zu einem sehr diversifiziertes Portfolio.

So funktioniert es…

Wir schauen uns die Entwicklung vom DAX, einem amerikanischen Index, Gold, Öl, Japan, China, den Immobilien und einigen anderen Märkt an. Jedes Mal, wenn einer dieser Märkte zum Monatsende um 40 oder sogar 50 Prozent unterhalb seines Hochs notiert, kaufen wir. Wir investieren immer nur einen kleinen Betrag, sodass wir es uns auch leisten könnten, wenn mal zwei oder auch drei Märkte für mehrere Monate so tief stehen.

Weiter unten finden Sie eine Übersicht der ETF-Sparpläne, die wir selbst fahren. In unserem kostenfreien monatlichen Newsletter werden wir ab sofort darüber berichten, welche der ETFs weit von ihrem Allzeithoch entfernt sind.

Diversifizierung

Natürlich ist es schön, wenn man nicht nur Einzelaktien kauft, sondern den DAX-Index als ETF. So hat man eine Vielzahl von Unternehmen im Depot. Wenn eines dieser Unternehmen mal schlechter performt, können die 29 anderen Unternehmen das eventuell ausgleichen.

Um unser Portfolio noch weiter zu diversifizieren und möglichst häufig Einstiege zu finden, schauen wir uns aktuell 38 unterschiedliche Märkte an. In dem unterem Klapptext haben wir für Sie einmal alle aufgeführt. Klicken Sie einfach auf das weiße Pluszeichen, um den Text auszuklappen. Hier finden Sie zu jedem ETF eine kleine Beschreibung und die ISIN, die wir von der Seite Finanzen.net entnommen haben. 

Eine Übersicht all unserer ETF-Sparpläne!

DAX® TR UCITS ETF (LU0378438732) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des DAX (R) Index (ISIN DE0008469008) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Deutschland

MDAX TR UCITS ETF (LU1033693638) Comdirect,

Das Anlageziel des ComStage MDAX® TR UCITS ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MDAX® TR (Performance-Index) (ISIN DE0008467416) (der „Index“) anknüpft. Zur Erreichung des Anlageziels erwirbt der Fonds eine Anzahl von Aktien, die in ihrer Zusammensetzung nicht unbedingt mit den im Index enthaltenen Aktien übereinstimmen müssen. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen diesen Aktien und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit der Commerzbank einen Tauschvertrag (sog. Index- Swap) ab.
Kategorie: Aktienfonds Deutschland/Nebenwerte

CAC 40 UCITS ETF (LU0419740799) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des CAC 40 (R) Index (ISIN FR0003500008) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Frankreich

Dow Jones Switzerland Titans 30 Net TR UCITS ETF (LU0392496427) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des SMI (R) Index anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Schweiz

FTSE China A50 UCITS ETF (LU0947415054) Comdirect,

Das Anlageziel des ComStage ETF FTSE China A50 UCITS ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des FTSE China A50 Index USD Preisindex ( („Index“) anknüpft. Der Index ist ein nach Streubesitz-Marktkapitalisierung gewichteter Index in USDollar, der die 50 größten Unternehmen in Festland-China umfasst, deren A-Aktien an den Börsen Shanghai und Shenzhen gehandelt werden.
Kategorie: Aktienfonds Hong Kong + China

HSI UCITS ETF (LU0488316729) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des Hang Seng Index anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Hong Kong + China

MSCI USA Large Cap TRN UCITS ETF (LU0392495882) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MSCI Total Return Net USA Large Cap Index anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds USA

MSCI USA Small Cap TRN UCITS ETF (LU0392496005) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MSCI Total Return Net USA Small Cap Index anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds USA/Nebenwerte

MSCI World TRN UCITS ETF (LU0392494562) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MSCI Total Return Net World Index anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds International

Nasdaq-100® UCITS ETF (LU0378449770) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des Nasdaq-100 (R) Index (ISIN US6311011026) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds USA

Nikkei 225® UCITS ETF (LU0378453376) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des Nikkei 225 (R) Stock Average Index (ISIN XC0009692440) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Japan

NYSE Arca Gold BUGS UCITS ETF (LU0488317701) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des NYSE Arca Gold BUGS (TM) Index (ISIN XC0009699965) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Gold

PSI 20 UCITS ETF (LU0444605215) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des PSI 20 (Preis-) Index anknüpft. Zur Erreichung des Anlageziels wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Branchen + Themen/Sonstige

SDAX® TR UCITS ETF (LU0603942888) Comdirect,

Das Ziel besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des SDAX (R) TR Index anknüpft. Der Index ist der Auswahlindex für 50 kleinere Unternehmen, sogenannte Small Caps. Enthalten sind die klassischen Industriebranchen, darunter Medien, Chemie, Transport, Industrie und Finanzdienstleistungen. Zur Erreichung des Ziels wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und kann zudem derivative Techniken einsetzen, wie z.B. mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Deutschland/Nebenwerte

STOXX ® Europe 600 Food & Beverage NR UCITS ETF (LU0378435803) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des STOXX (R) Europe 600 Food & Beverage (NR) (Performance Index) (ISIN EU0009658756) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Nahrung

STOXX ® Europe 600 Health Care NR UCITS ETF (LU0378435985) Comdirect,
Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des STOXX (R) Europe 600 Health Care (NR) Index (Performance Index) (ISIN EU0009658731) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Pharma + Gesundheit

STOXX ® Europe 600 Real Estate NR UCITS ETF (LU0378436793) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des STOXX (R) Europe 600 Real Estate (NR)Index (Performance Index) (ISIN CH0024505791) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Immobilien + Reits/Europa

STOXX ® Europe 600 Banks NR UCITS ETF (LU0378435399) OnvistaBank,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des STOXX (R) 600 Banks NR Index (ISIN EU0009658814) (Performance Index) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Finanzwerte

Lyxor ETF Euro Corporate Bond – C-EUR  (FR0010737544) OnvistaBank,

Der Fonds bildet den Anleihenindex Markit iBoxx EUR Liquid Corporates nahezu eins zu eins ab. Der Markit iBoxx EUR Liquid Corporates Index bildet 40 in Euro denominierte Unternehmensanleihen mit Investment Grade ab. Um die größtmögliche Korrelation mit der Performance des Index zu erreichen, wird der Fonds in einen Korb mit Wertpapieren aus der Eurozone und in Höhe von maximal 10% seines Vermögens in einen außerbörslich gehandelten aktien-, anleihe- und indexbezogenen Swap anlegen.
Kategorie: Rentenfonds EUR/Unternehmen

F.A.Z. Index UCITS ETF (LU0650624025) OnvistaBank,

Das Anlageziel besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des F.A.Z. Index anknüpft. Der Index umfasst die Aktien der 100 bedeutendsten Unternehmen, die Ihren Hauptsitz in Deutschland haben und an der Deutschen Börse gelistet sind. Zur Erreichung des Anlageziels wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und kann zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Deutschland

TOPIX ® UCITS ETF (LU0392496773) OnvistaBank,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des TOPIX (R) Index anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Japan

Lyxor ETF Eastern Europe (CECE NTR EUR) – C-EUR  (FR0010204073) OnvistaBank,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, die Entwicklung des CECE EUR Index nachzubilden und dabei gleichzeitig die Standardabweichung der Renditen (Tracking Error) zwischen dem Fonds und dem CECE EUR Index so gering wie möglich zu halten. Das Ziel ist ein über einen Zeitraum von 52 Wochen berechneter Tracking Error von weniger als 1%. Sollte der Tracking Error trotz allem 1% übersteigen, besteht das Ziel darin, unterhalb von 5% der Volatilität des CECE EUR Index zu bleiben.
Kategorie: Aktienfonds Osteuropa

Liste der neuen ETFs - Weltweit investieren

AKTIEN ETFs

„DAX® TR UCITS ETF (LU0378438732)“,
„DE000ETF9504_COMSTAGE_1_EURO_STOXX_50_UCITS_ETF“,
„MDAX TR UCITS ETF (LU1033693638)“,
„CAC 40 UCITS ETF (LU0419740799)“,
„Dow Jones Switzerland Titans 30 TR UCITS ETF (LU0392496427)“,
„FTSE China A50 UCITS ETF (LU0947415054)“,
„HSI UCITS ETF (LU0488316729)“,
„LU1104577314_COMSTAGE_MSCI_SPAIN_TRN_UCITS“,
„MSCI USA Large Cap TRN UCITS ETF (LU0392495882)“,
„MSCI USA Small Cap TRN UCITS ETF (LU0392496005)“,
„MSCI World TRN UCITS ETF (LU0392494562)“,
„Nasdaq-100® UCITS ETF (LU0378449770)“,
„Nikkei 225® UCITS ETF (LU0378453376)“,
„NYSE Arca Gold BUGS UCITS ETF (LU0488317701)“,
„PSI 20 UCITS ETF (LU0444605215)“,
„SDAX® TR UCITS ETF (LU0603942888)“,
„STOXX ® Europe 600 Food & Beverage NR UCITS ETF (LU0378435803)“,
„STOXX ® Europe 600 Real Estate NR UCITS ETF (LU0378436793)“,
„STOXX ® Europe 600 Banks NR UCITS ETF (LU0378435399)“,
„Lyxor ETF Euro Corporate Bond – C-EUR (FR0010737544)“,
„F.A.Z. Index UCITS ETF (LU0650624025)“,
„TOPIX ® UCITS ETF (LU0392496773)“,
„Lyxor ETF Eastern Europe (CECE NTR EUR) – C-EUR“,
„ComStage ATX UCITS ETF – LU0392496690“,
„ComStage CAC40 UCITS ETF – LU0419740799“,
„iShares DivDAX® UCITS ETF (DE) – DE0002635273“,
„iShares Dow Jones Asia Pacific Select Dividend 30 – DE000A0H0744“,
„iShares Core EURO STOXX 50 UCITS ETF – IE00B53L3W79“,
„iShares Core MSCI Japan IMI UCITS ETF – IE00B4L5YX21“,
„iShares Core MSCI Pacific ex Japan UCITS ETF – IE00B52MJY50“,
„iShares Core MSCI World UCITS ETF – IE00B4L5Y983“,
„iShares S&P 500 Minimum Volatility UCITS ETF – IE00B6SPMN59“,
„iShares STOXX Europe Large 200 UCITS ETF (DE) – DE0005933980“,
„iShares STOXX Europe Mid 200 UCITS ETF (DE) – DE0005933998“,
„iShares STOXX Europe Small 200 UCITS ETF (DE) – DE000A0D8QZ7“,
„ComStage STOXX Europe 600 Constr. & Mat – LU0378435639“,
„ComStage STOXX Europe 600 Financial Serv – LU0378435712“,
„ComStage STOXX Europe 600 Ind. Goods & Serv – LU0378436017“,
„ComStage STOXX Europe 600 Technology – LU0378437098“,
„ComStage STOXX Europe 600 Utilities – LU0378437338“,
„ComStage Dow Jones Switzerland Titans 30 – LU0392496427“,
„ComStage MSCI EMU TRN – LU0392494729“,
„ComStage MSCI Italy TRN – LU1104574725“,
„ComStage MSCI Spain TRN – LU1104577314“,
„ComStage Nasdaq-100 – LU0378449770“,
„ComStage STOXX Europe 600 Autom. & Parts – LU0378435043“,
„ComStage STOXX Europe 600 Chemicals – LU0378435555“,
„ComStage STOXX Europe 600 Food & Bev – LU0378435803“,
„ComStage STOXX Europe 600 Health Care – LU0378435985“,
„ComStage STOXX Europe 600 Insurance – LU0378436108“,
„ComStage STOXX Europe 600 Media – LU0378436363“,
„ComStage STOXX Europe 600 Oil & Gas – LU0378436447“,
„ComStage STOXX Europe 600 Personal & Household Goods – LU0378436520“,
„ComStage STOXX Europe 600 Retail – LU0378436876“,
„ComStage STOXX Europe 600 Travel & Leisure – LU0378437254“,
„iShares MSCI Europe Momentum Factor – IE00BQN1K786“,
„iShares MSCI Europe Quality Factor – IE00BQN1K562“,
„iShares MSCI Europe Size Factor – IE00BQN1KC32“,
„iShares MSCI Europe Value Factor – IE00BQN1K901“,
„iShares MSCI World Momentum Factor – IE00BP3QZ825“,
„iShares MSCI World Quality Factor – IE00BP3QZ601“,
„iShares MSCI World Size Factor – IE00BP3QZD73“,
„iShares MSCI World Value Factor – IE00BP3QZB59“,
„iShares MSCI UK – IE00B539F030“,
„iShares MSCI USA Small Cap – IE00B3VWM098“,
„iShares SLI – DE0005933964“,
„iShares US Equity Buyback Achievers – IE00BQT3VN15“,
„iShares China Large Cap IE00B02KXK85“

BONDS ETFs

„ComStage CB Bund-Future TR -LU0508799334“,
„ComStage iBoxx EUR Germany Cov. Cap. Overall TR – LU0488317610“,
„ComStage iBoxx EUR Germany Cov. Cap. 3-5 TR – LU0488317370“,
„ComStage iBoxx EUR Germany Cov. Cap. 5-7 TR – LU0488317453“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. Overall TR – LU0444605645“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. 1-3 TR – LU0444605991“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. 10-15 TR – LU0444606452“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. 15+ TR – LU0444606536“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. 25+ TR – LU0444606619“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. 3-5 TR – LU0444606023“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. 3m-1 TR – LU0444605728“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. 5-7 TR – LU0444606296“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. 7-10 TR – LU0444606379“,
„ComStage iBoxx EUR Sov. Germ. Capped 1-5 TR – LU0444606882“,
„ComStage iBoxx EUR Sov. Germany Capped 10+ TR – LU0444607005“,
„ComStage iBoxx EUR Sov. Germ. Capped 3m-2 TR – LU0444606700“,
„ComStage iBoxx EUR Sov. Germ. Capped 5-10 TR – LU0444606965“,
„ComStage iBoxx EUR Sov. Infl.-Link. Euro-Infl. TR – LU0444607187“,
„iShares Emerging Asia Local Government Bond – IE00B6QGFW01“,
„iShares Emerging Markets Local Government Bond – IE00B5M4WH52“,
„iShares J.P. Morgan $ Emerging Markets Bond – IE00B2NPKV68“,
„iShares J. P. Morgan $ EM Bond EUR Hedged – IE00B9M6RS56“,
„iShares $ Emerging Markets Corporate Bond – IE00B6TLBW47“,
„Lyxor UCITS ETF iBoxx $ Liquid Emerging Markets Sovereigns – FR0010967323“,
„iShares Global Corporate Bond – IE00B7J7TB45“,
„iShares Global Corporate Bond EUR Hedged – IE00B9M6SJ31“,
„iShares Global Inflation Linked Government Bond – IE00B3B8PX14“,
„iShares Global High Yield Corp Bond – IE00B74DQ490“

Anleitung: So einfach geht es

Um die Transaktionskosten möglichst gering zu halten und die Käufe zu automatisieren, setzen wir für jeden Markt, den wir jetzt kaufen wollen, einen Sparplan bei der Comdirect bzw. OnvistaBank auf. Dadurch wird auch in den Folgemonaten automatisch zu einem von uns vorher definierten Betrag gekauft. Diesen ETF-Sparplan setzen wir dann einfach aus, wenn der Markt nicht mehr unter unseren gewünschten 40 Prozent vom letzten Hoch notiert. Dieses Aussetzen ist aktuell bei vielen Banken noch kostenfrei. So kann es passieren, dass Sie gerade 10 oder 20 Sparpläne aussetzen. Wenn einer dann wieder interessant wird, können Sie diesen einfach wieder aktivieren.

In unserem monatlichen Newsletter werden wir immer auf mögliche Einstiege hinweisen. Tragen Sie sich einfach in unseren kostenlosen Newsletter ein.

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by Aug 05, 2016 Keine Kommentare
Kredite – Bonität, Schufa, Kosten, Tilgung

Kredite – Bonität, Schufa, Kosten, Tilgung

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Kredite – Bonität, Schufa, Kosten, Tilgung

Normalerweise geht es bei uns um Investments. Doch was ist, wenn wir private Konsumausgaben haben, die sich schlicht nicht vom Girokonto bedienen lassen oder aus anderen Gründen ein Kredit interessant erscheint?

Ein Kredit ist in gewisser Weise die Gegenseite eines Investments und kann entsprechend wie eine Anleihe betrachtet werden, die der Kreditnehmer ausgibt. Der Investor wäre in diesem Szenario die Bank oder eine Investorengruppe wie zum Beispiel bei AUX-Money. Dies ist eine Plattform, auf der eine Gruppe von privaten Personen Geld in einen Kredit einer anderen privaten Person oder eines kleinen Unternehmens investiert.

 

Was ist der Unterschied zwischen Kredit und Darlehen?

Der Unterschied zwischen den beiden ist zwar geringfügig, kann aber in Gesprächen zu Verwirrungen führen. Kredit ist der Oberbegriff für alle Formen der Geldleihe, zu denen eben auch Darlehen gehören. Mit dem Wort Kredit verbindet man im Sprachgebrauch eher kleinere bis mittelhohe Summen, welche für einen kurzen bis mittelfristigen Zeitraum aufgenommen werden. Darlehen hingegen werden meist mit größeren Beträgen und langen Laufzeiten in Verbindung gebracht, insbesondere mit der Immobilienfinanzierung.

Es lässt sich also sagen, das Kredit und Darlehen sich vor allem durch die Laufzeit und die Höhe des aufgenommenen Geldbetrages unterscheiden. Dieser Unterschied ist zwar marginal, sollte aber in Gesprächen mit einem entsprechenden Geldgeber beachtet werden, sodass keine Verwechslungen entstehen.

Welche Kreditarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?

 

Endfällige Darlehen

Diese Form von Fremdkapital wird meist für Immobilienfinanzierungen verwendet. Das Besondere dabei ist, dass bis zur Fälligkeit des Kredites nur die Zinsen für das Kapital bezahlt werden, welches entliehen ist. Die Kreditsumme wird zur Gänze zum Ende der Kreditlaufzeit getilgt. Der Vorteil eines solchen Vorgehens ist, dass die monatlichen Raten konstant bleiben – ähnlich dem Annuitätendarlehen. Es erfolgt keine Tilgung des Betrages. Ein Vorteil einer solchen Finanzierungsform kann sich ergeben, wenn der Kreditnehmer ein Finanzprodukt gekauft hat, dass einen höheren garantierten Zins bezahlt als der Kredit ihn „kostet“. Dadurch entsteht dem Kreditnehmer über die Laufzeit ein Ertrag, da er das für die Tilgung nicht benötigte Geld mit der Differenz aus Garantiertem Zins und Kreditzins, anlegen kann und somit einen Gewinn erwirtschaftet.

Zinsen für ein solches Darlehen mit dem InsideTrading Zinsrechner berechnen.

 

Annuitätendarlehen

Diese Form von Darlehen zeichnet sich durch gleich große Rückzahlungsbeträge über die Dauer der Laufzeit aus. Die einzelnen Rückzahlungsbeträge bezeichnet man dabei als Annuität. Die gleichbleibende Höhe dieser Zahlungen wird durch einen konstanten Zinssatz ermöglicht, der zum Vertragsabschluss für eine gewisse Zeit und oder die komplette Darlehenslaufzeit festgeschrieben wird. Zum Laufzeitende ist die gesamte Schuld getilgt. Die einzelnen Annuitäten berechnet man dabei wie folgt:

 Annuitätenformel

Restschuldberechnung Annauität 

Die Tilgungen der Restschuld sowie die insgesamt getilgte Summe stellen sich grafisch dabei wie folgt dar:

Tilgungsverlauf

Annuitätendarlehenstilgung mithilfe unseres InsideTrading Tilgungsrechner berechnen. (incl. Grafik des Tilgungsverlaufes).

 

 

Kontokorrentkredit

Ein Kontokorrentkredit ist ein kurzfristiger Kredit, der vom Kreditinstitut für den Kontoinhaber bereitgestellt wird. Der Kreditrahmen ist dabei vertraglich vereinbart und muss bis zur Kündigung des Verhältnisses vom Bankhaus zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig ist der Kontoinhaber für den Fall der Nutzung des Kreditrahmens verpflichtet, Zinszahlungen zu leisten sowie spätestens zur Fälligkeit des Kredites den Kreditbetrag zurückzubezahlen. Die Fälligkeit, der Zinssatz sowie der Kreditrahmen werden vertraglich vorab festgeschrieben.

Die bekanntesten Formen des Kontokorrentkredites sind:

    • Dispositionskredit auch Dispo genannt (bei Privatpersonen)
    • Betriebsmittelkredit (bei Unternehmen)

Diese Kreditform hat meist einen hohen Zinssatz, da der Kredit sehr flexibel abrufbar ist. Außerdem sind die Voraussetzungen für eine Tilgung am Ende der Tilgungsfrist nicht gesichert. Damit trägt der Gläubiger ein besonders hohes Kreditrisiko, das über den Zinssatz vergütet wird.
Wichtig: Dieser Kredit bietet keine Überziehungsmöglichkeiten, da er selbst durch einen Liquiditätsengpass entstanden ist. Die Obergrenze des Disporahmens stellt den Höchstbetrag dar, den der Kreditnehmer erhalten kann.

 

Privatkredit

Privatkredite sind Kredite, welche von Privatpersonen an Privatpersonen vergeben werden. Dabei dient der Kredit der einen Person oder Personengruppe als Investition, während der Kreditnehmer sich Liquidität verschaffen kann. Der Kredit wird auf speziellen Kreditportalen wie die oben genannte Plattform AUX-Money vergeben, auf denen Geldgeber und Geldnehmer ähnlich einer Börse zusammen kommen. Bei solchen Krediten sind die Konditionen verhandelbar, ein nicht ganz optimaler Schufa-Score muss kein Hindernis darstellen und beide Seite profitieren von angemessenen Verzinsungen. Der Privatkredit ist also eine Alternative zum Bankkredit.

 

Hypothek

Eine Hypothek ist ein Grundpfandrecht. Der Hypothekennehmer –also der Nehmer des Fremdkapitals– tritt seine Rechte an einer Immobilie ab. Diese Rechte werden als Sicherung für eine andere Leistung genutzt, die der Hypothekennehmer bezieht. Klassisch werden Hypotheken als Sicherungsmittel für Kredite oder Darlehen genutzt. Die Sicherheit wird im Falle der Insolvenz des Kreditnehmers durch die Geldgeber veräußert. Die Höhe des Kapitals, welcher der Geldgeber dem Kreditnehmer zu überlassen bereit ist, hängt von dem Wert der Immobilie abhängig. Gerade bei langfristigen Krediten, wie einer Hypothek oder eines Immobiliendarlehens, ist die Thematik Zinsbindung relevant. Zinsbindungen sind für alle möglichen Laufzeiten verfügbar, oftmals sind sie aber für ca. 10 Jahre angesetzt. Ob dies im Einzelnen reicht oder ob mehr Planungssicherheit benötigt wird, sollte individuell abgewogen werden. Pauschale Aussagen über richtig oder falsch machen keinen Sinn, denn einen heiligen Gral wird man wie beim Handel an der Börse nicht finden.

 

Forward Darlehen

Dieses Darlehen wird meist für die Anschlussfinanzierung verwendet. Es bietet dem Kreditnehmer die Möglichkeit, sich die aktuellen Zinsen für einen Kredit oder ein Darlehen zu sichern, welches erst in einer gewissen Zeit (meistens in ein paar Jahren) zur Auszahlung kommt. Dies ermöglicht dem Kreditnehmer Planungssicherheit, im Hinblick auf die Kosten, welche die neue Finanzierung mit sich bringt. Für diese Planungssicherheit, wird meistens eine gewisse Prämie fällig. Diese kann zum Beispiel die Form eines leichten Zinsaufschlages haben.

 

Schufa-Auskunft ­– Was ist die Schufa?

Die Schufa-Holding (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist eine privatwirtschaftliche Organisation. Ihr Zweck ist es, Partner über die Bonität, also die Kreditwürdigkeit einer Person oder eines Unternehmens zu Informieren. Dafür berechnet die Schufa im Prozess der Bonitätsprüfung einen Score für die betreffende Person und leitet diesen an den Auftraggeber weiter. Interessant für die Bonitätsprüfung und somit die Bonität des Endverbrauchers sind vor allem Daten über die fristgerechte Bezahlung von Verträgen, die aktuelle Belastung durch andere Kredite, die Historie als Kreditnehmer, das aktuelle Kontoguthaben, Besitz sowie Einkommen. Neben diesen Faktoren finden noch viele weitere Kennzahlen bei der Schufa Beachtung. Um einen ersten Überblick zu erhalten, sollte diese Aufzählung genügen.

Oftmals wird auch von Vermietern eine Schufa-Auskunft verlangt. Diese ist bei den meisten Immobilienportalen kostenpflichtig als Schnellauskunft erhältlich oder aber einmal im Jahr kostenfrei.

 

Wie erhalte ich kostenlos eine Schufa-Auskunft?

Um eine kostenlose Schufa-Auskunft zu erhalten, muss nur ein Formular ausgefüllt werden. Der Grund ist folgender:
Die Schufa sammelt Daten über Endverbraucher. Damit diese die Korrektheit der gesammelten Daten überprüfen können, muss die Auskunft kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Dazu muss man sich auf den § 34 BDSG beziehen und Dateneinsicht einfordern. Über den folgenden Link ist das Formular direkt abrufbar. Nachdem das ausgefüllte Formular abgeschickt wurde, bekommt man die Informationen der Schufa nach spätestens 14 Tagen nach Hause zugestellt: https://www.meineschufa.de/download.php?file=SCHUFA_Infoblatt-DU-Antrag-deutsch.pdf&token=30160 oder alternativ hier.

 

Zinsen – Wie funktionieren Kreditzinsen?

Kreditzinsen funktionieren im Prinzip wie normale Guthabenszinsen – nur sind es eben Sollzinsen. Dabei wird im Detail zwischen unterschiedlichen Arten von Sollzinsen Unterschieden, wobei im Prinzip alle gleich funktionieren. Von Interesse ist für den Kreditnehmer eigentlich nur, wie hoch die Zinslast und die Tilgungen im Einzelnen sind. Um dies zu vereinfachen, haben wir ein kleines Tool entwickelt, welches für verschiedene Kreditarten die Tilgungsbeträge sowie die Zinsen und Restschuld zum jeweiligen Zeitpunkt berechnen kann. Anders als viele verfügbare Kreditrechner stellt dieses Tool den Verlauf der auch grafisch und tabellarisch dar, sodass die Finanzierung des aufgenommenen Fremdkapitals komplett transparent wird.

Der Rechner für Kredite und Kreditzinsen ist einfach zu bedienen. Es muss lediglich die Startsumme, der Zinssatz per annum, die Frequenz der Tilgungen sowie die Laufzeit des Kredites angegeben werden. Den Rest erledigt unser Kreditrechner vollkommen von selbst. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Privatkredit oder Bankkredit handelt, lediglich die Kreditform ist auszuwählen. Die Applikation lässt sich auch als Zinsrechner verwenden.

 

Was ist eine Restschuldversicherung?

Die Restschuldversicherung nahm 2013 laut BAFIN-Statistiken 1.3% der Neuzugänge der Versicherungssumme in Deutschland ein. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum brachten es kapitalbildende Lebensversicherungen auf 2.4%. Die Restschuldversicherung (RSV) ist ein Vertrag, welcher meistens gekoppelt an die Kreditvergabe mit angeboten und abgeschlossen wird. Er sichert den Versicherungsnehmer im Fall von Tod oder Krankheit vor den Risiken des Kredites ab. So würde beispielsweise im Todesfall die Kreditsumme vom Versicherungsunternehmen getragen werden,oder im Falle von Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit die Restschuld in Form der Raten bezahlt werden. Dabei wird die Prämie meist durch das Darlehen finanziert und erfolgt durch eine Einmalzahlung, die der Kreditnehmer tätigt. Bei Kontokorrent-Krediten erfolgt die Zahlung monatlich. In neueren Restschuldversicherungen kann nun auch unverschuldete Arbeitslosigkeit mitversichert werden, sodass die RSV dem Kreditnehmer ausgeweiteten Schutz gewährleistet.

 

Restschuldversicherung – Nachteile und Kritik

Kritik muss die Restschuldversicherung besonders dafür einstecken, dass deren Vertrieb meist an den Verkauf des Kredites gekoppelt ist und so auf den Kreditnehmer eingewirkt wird, diese Versicherung zusätzlich abzuschließen. Dabei wird in manchen Fällen auf die Risikoaversion des Menschen gesetzt und durch gezielte Fragen emotionaler Druck aufgebaut. Da die Beiträge für eine solche Versicherung zudem nicht gerade unerheblich sind, verändert die Aufnahme einer solchen Restschuldversicherung die Gesamtkostenstruktur des Kredites erheblich. Zudem wird eine solche Versicherung oftmals seitens Rating Unternehmen und Kredit-Scorings nicht beachtet, sodass die Bonität, bzw. Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers durch den Abschluss einer solchen Versicherung nicht erhöht wird. Es entstehen daher im Vergleich zu einem Kreditnehmer ohne RSV keine Vorteile für Folgefinanzierungen. Es kann es teils sogar so weit kommen, dass durch die Restschuldversicherung die Bonität durch ein geringeres verfügbares Einkommen sinkt.

by Jul 28, 2016 Keine Kommentare
Anleihen statt Aktien – „sichere Alternative“

Anleihen statt Aktien – „sichere Alternative“

all

Was sind Anleihen?

Anleihen sind Schuldverschreibungen. Diese Wertpapiere sind festverzinst und können von verschiedenen Kapitalmarktteilnehmern emittiert werden. Klassische Anleihen sind Unternehmens- oder auch Industrieanleihen sowie Staatsanleihen.
Durch die Aufnahme von Schulden am Kapitalmarkt kann der Emittent kurz- sowie langfristig Liquidität erhalten und so dem Unternehmenszweck nachkommen oder auch die Ausgaben der öffentlichen Hand finanzieren. Der Käufer dieser auch als Inhaberschuldverschreibung bezeichneten Papiere wird auch Gläubiger genannt, wohingegen der Emittent auch als Schuldner bezeichnet wird.

Im Gegensatz zu einem Kredit ist das Wertpapier einheitlich für das gesamte Emissionsvolumen und kann so transparent an den Börsenplätzen, an denen das Papier zugelassen wurde, gehandelt werden. Sobald eine Anleihe den Besitzer wechselt, gehen damit auch die Ansprüche auf die Zahlung des Zinses über. Ganz gleich zu welchem Kurs der neue Halter des Papieres die Anleihe gekauft hat, wird am Ende der Laufzeit zum Nennwert getilgt.

Unterschied zwischen Aktien und Anleihen

Ein großer Unterschied zwischen Aktien und Anleihen ist die rechtliche Behandlung sowie der Cashflow, welcher sich aus dem jeweiligen Produkt ergibt.
Während Aktien einen Anteil am Eigenkapital eines Unternehmens darstellen, sind Anleihen Schuldtitel. Entsprechend dieser Tatsache haben die Halter des jeweiligen Produktes andere Möglichkeiten bzw. Rechte. Während Aktieninhaber zum Beispiel Stimmrechte sowie eine Option auf Gewinnausschüttungen erhalten, haben Anleihenhalter den Anspruch auf den Coupon. Dieser ist im Gegensatz zu einer Dividende nicht optional, sondern wird immer zum Zinstermin verpflichtend fällig. Zudem werden Schuldtitel im Falle einer Insolvenz auf eine andere Art und Weise behandelt als Eigenkapitalbeteiligungen. So ist es möglich, dass die Anleihe besichert ist und Sicherheiten zusätzlich in die Liquidationsmasse einfließen. Ganz gleich, ob dies der Fall ist, werden Inhaber von Schuldverschreibungen im Insolvenzfall gegenüber Aktionären vorrangig behandelt. Da der Aktionär durch seine Eigenkapitalbeteiligung einen Teil des unternehmerischen Risikos trägt.

Am häufigsten hört man dabei im Zusammenhang mit Anleihen von: T-Bills, Bundesanleihen oder Anleihen verschiedener einzelner Unternehmen. Um für die Aspekte Bewertung und Vorteilhaftigkeitsbetrachtungen vorbereitet zu sein, zunächst ein paar Begriffe.

Überblick über die Fachbegriffe:

Überblick über die Fachbegriffe:

Bundesanleihen Bundesanleihen sind Anleihen, bei denen die Bundesrepublik
Deutschland als Emittent auftritt, um sich am Kapitalmarkt Geld zu beschaffen. Bundesanleihen gelten als sehr sichere
Anleihen, da die Bundesrepublik Deutschland als Schuldner mit ihrem
Steueraufkommen sowohl für die Zinszahlungen als auch für die Begleichung der Schuld zum Ender der Laufzeit haftet.
Emission Die Ausgabe neuer Anleihen am Finanzmarkt bezeichnet man als Emission.
Market Maker Ein Market Maker ist eine Bank, ein Emittent oder ein Wertpapierhandelshaus,
das sich verpflichtet hat, während der gesamten
Handelszeit eines Wertpapieres jederzeit verbindliche Geld- und
Briefkurse anzubieten. Die Funktion des Market Makers erhöht die
Liquidität des jeweiligen Wertpapieres wesentlich.
Erfüllungstag // Wertstellung // Valuta Finanzmarktgeschäfte, welche über die Börse abgewickelt werden, werden meist zwei Bankarbeitstage nach dem Handelstag
erfüllt (t+2). Der Käufer muss für die Wertpapiere bezahlen. Der Verkäufer
muss die Wertpapiere liefern.
Erfüllungstag = Handelstag + 2 Börsentage. Unter Umständen kann der Erfüllungszeitpunkt aber auch von dieser Regel abweichen und früher bzw. später erfolgen.
Fälligkeit Der Fälligkeitstag ist der Tag, an dem die Laufzeit der Anleihe
endet. Da zum Ende der Laufzeit die Schuld von Seiten des Emittenten / Schuldners beglichen werden muss, wird dem Anleiheninhaber (Anleger) nun der Fälligkeitsbetrag auf sein Konto
gutgeschrieben.
Die Stückelung – Kleinste handelbare Einheit Die Stückelung einer Anleihe gibt an, welchen
Nominalwert ein Auftrag mindestens haben muss, um aufgegeben oder gar ausgeführt zu werden. In den meisten Fällen beträgt dieser
1.000,– Euro. Bei manchen Industrieanleihen beträgt die kleinste handelbare Einheit sogar 100.000,- Euro. Bundeswertpapiere lassen bereits Stückelungen von 0,01 Euro zu.
Kündigungsrecht Bei manchen Wertpapieren besitzt der Emittent ein Recht auf
eine Kündigung vor dem wirklichen Ende der Laufzeit des Schuldtitels. In diesem Fall erfolgt die Rückzahlung gemäß
den jeweiligen Emissionsbedingungen. Diese sind auf bei den meisten Finanzseiten hinterlegt oder aber einfach über den Investors- Relations-Service des jeweiligen Unternehmens erhältlich.
Coupon Der Kupon ist der Zinssatz der Anleihe, den der Anleger auf den
Nominalbetrag erhält. Sollte die Anleihe zu einem Kurs notieren, welcher nicht dem Nominalbetrag entspricht, ist die wirkliche Verzinsung der Anleihe eine andere.
Emittent Der Emittent ist der Herausgeber und Schuldner einer Anleihe. Die Bank, welche den Emissionsprozess begleitet ist dabei lediglich intermediär.
Nachrang Anleihen Diese Form von Anleihen unterscheiden sich von erstrangigen vor
allem dadurch, dass deren Inhaber bei Insolvenz des Emittenten
nicht als erste aus der Liquidationsmasse bedient werden. Sie werden also Nachrangig behandelt.
Da dieses zusätzliche Risiko des Kapitalgebers kompensiert werden muss, ist die reale Verzinsung dieser Wertpapiere oft höher.
Nominalwert Der Nominalwert gibt die Höhe der Forderung an, den eine Anleihe verbrieft.
Rating Das Rating einer Anleihe gibt die Bonitätsbewertung des Emittenten
durch ein externes Unternehmen wieder. Ratings werden zum Beispiel von Standard & Poor‘s, Moody‘s, Fitch und anderen vergeben.
Stückzinsen Dem Anleiheninhaber steht für jeden Tag, an dem er im Besitz der Anleihe ist, ein Zinsbetrag zu. Dieser errechnet sich anhand der Haltedauer. Der Käufer muss also zusätzlich zum aktuellen Kurs noch die bis dato angelaufenen Zinsen zahlen.

 

Wieso ist der Preis einer Anleihe in Prozent angegeben?

Der Nennwert oder auch Nominalwert einer Anleihe ist je nach Anleihe und Emittent unterschiedlich. Klassisch ist die Stückelung jedoch meist 1000€ oder 100.000€.

Der aktuelle Kurs einer Anleihe wird dabei in Prozent vom Nennwert angegeben. Notiert eine Anleihe also zu 88% und hat einen Nennwert von 1000€, kostet die Anleihe aktuell 880€. Der Preis wird meist „Clean“ angegeben. Was das genau heißt, sehen wir im nächsten Abschnitt.

Bekomme ich Zinsen, wenn ich die Anleihe nur einen Teil eines Jahres halte?

Die Antwort ist ja. Jedoch werden die Zinsen dann nicht vom Schuldner bezahlt sondern vom neuen Gläubiger. Beim Kauf einer Anleihe über die Börse muss der Käufer die aufgelaufenen Stückzinsen begleichen. Der Kurs einer Anleihe wird meist „Clean“ angegeben, die Stückzinsen sind also nicht im Kurs des Wertpapieres enthalten. Sollte der Preis „Dirty“ angegeben sein, so sind die Stückzinsen in den Preis eingerechnet. Es fallen also keine zusätzlichen Kosten an.

Stückzinsen sind dabei die Zinsen, die bis zum Zeitpunkt des Kaufes theoretisch bei einer täglichen Verzinsung aufgelaufen wären.

Errechnet werden die Stückzinsen einer Anleihe wie folgt:

Nominalwert / Nennwert = 1000
Zinssatz / Kupon = 6%
Zinstermin: 01.01.2025
Kaufzeitpunkt: 01.03.2025
Kurs zum Kaufzeitpunkt: 105.00%
Zinsperiode (30/360).

Die Berechnung der Stückzinsen erfolgt durch folgende Rechnung:

Coupon*Nennwert = Jährlicher Zinsertrag
(Jährlicher Zinsertrag)*(#Tage/360)=Stückzinsen

In unserem Beispiel würde das bedeuten:

6% * 1000€ = 60€
60€ * (60/360) = 10€

Also müsste der Käufer in unserem Beispiel 10€ Stückzinsen bezahlen. Diese entfallen zusätzlich zum Kaufkurs der Anleihe. Meistens werden die aktuell aufgelaufenen Stückzinsen auf den Finanzportalen mit angegeben. Das erspart die eigene Rechnung.

Was ist der faire Preis einer Anleihe?

Der faire Preis einer Couponanleihe errechnet sich indem man den heutigen Wert aller zukünftigen Zahlungen berechnet. Diesen Prozess nennt sich abdiskontieren oder Barwertbestimmung.
Der heutige Wert errechnet sich also indem man die einzelnen Zahlungen des Zahlungsstroms (Cashflow) abzinst:

Formel Anleihen berechnen

Dabei steht C für den Coupon und der Nominalbetrag ist der Rückzahlungsbetrag oder auch Nennwert der Anleihe. Warum aber sollte der Preis der Anleihe nach Modell diesem Wert entsprechen? Das Modell geht von einer sicheren Rückzahlung der Anleihe aus. Daher sollte der Wert der Anleihe heute der Menge Geld entsprechen, die heute angelegt werden muss, um zum risikolosen Zinssatz (Leitzins//Tagesgeldzins) den Endwert des Zahlungsstromes zu erhalten.

Warum entspricht der faire Wert nicht immer dem Preis?

In den Finanzmärkten wird der Preis eines Wertpapieres durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Sollte es also aktuell Gerüchte im Markt geben, denen zufolge ein Unternehmen in Zahlungsprobleme kommen könnte, ist die Annahme des Modellpreises, nämlich die einer sicheren Rückzahlung, verletzt. Die Anleihe wird dann mit einem Abschlag auf den fairen Preis gehandelt. Diesen Abschlag sind Verkäufer der Position bereit hinzunehmen, da sie das Risiko, welches sie mit der Anleihe tragen, nicht mehr halten wollen. Sobald die Preise für eine Anleihe fallen, steigt damit auch gleichzeitig die Verzinsung, welche der Gläubiger auf das Geld erhält, welches für den Erwerb der Anleihe benötigt wird.

Wie hoch ist der Zins einer Anleihe wirklich?

Der Zins einer Anleihe wird immer zu Pari, also immer im Verhältnis zum Nennwert angegeben. Sobald eine Anleihe dann jedoch am Markt gehandelt wird, verändert sich der Kurs, während der Coupon gleich bleibt.

Beispiel:

Eine Anleihe mit dem Nennwert von 1000€ und einem Coupon von 8% handelt aktuell zu einem Kurs von 100%. Angenommen es fallen beim Kauf keine Stückzinsen an, so ist die Rendite aktuell bei exakt 8%. Hat nun aber ein Interessent die Möglichkeit, die Anleihe zu einem Kurs von 85% zu erwerben (ebenfalls ohne Fälligkeit von Stückzinsen), so ist die Verzinsung auf das Kapital, das der Gläubiger zum Kauf der Anleihe aufbringen musste, höher. Nämlich:
(80€/850€)*100 =9,41177%
Neben der höheren Rendite, die der Anleger nun durch den Coupon erzielt, erhält der Gläubiger zum Ende der Laufzeit den vollen Nennwert der Anleihe zurückgezahlt und macht somit auch hier eine zusätzliche Rendite. Beides zusammen genommen ergibt die Gesamtrendite, die der Anleger der Anleihe macht.

Die Rendite setzt sich also zusammen aus der Rendite, die durch den Coupon erzielt wird (diese nennt sich auch Yield) und dem Kursgewinn, beziehungsweise der Differenz aus Rückzahlung der Anleihe und Kaufkurs.

Wann und für wen sind Anleihen interessant?

Anleihen sind tendenziell für Anleger interessant, welche eine kontinuierliche Einnahme aus ihren Investitionen erhalten wollen. Daher wird die Anlageklasse auch oft als Rente bezeichnet. Im Allgemeinen tendieren Anleihen zu einer geringeren Volatilität als Aktien, wodurch kurzfristige Kursverluste weniger dramatisch ausfallen. Dieser Umstand erleichtert auch das Festhalten an Positionen und reduziert das Risiko eines Panikverkaufes.
Klassische Anlageberatung geht immer vom Lebenszyklus eines Anlegers aus und „empfiehlt“ zu Beginn größere Positionen in Aktien zu haben, da diese langfristig die höheren Erträge liefern, dafür aber auch volatiler sind. Diese Positionen sollen dann aber gegen Renteneintritt zunehmend in Anleihen umgeschichtet werden, um Sicherheit und eine größere Wertbeständigkeit sowie eine kontinuierliche Einnahme aus den Zinsflüssen zu erreichen.

Anleihen als Trading-Chancen

Dennoch können auch Anleihen immer wieder interessante Trading-Chancen bieten. Wenn zum Beispiel Blue Chip Aktien durch Nachrichten oder Prozesse kurzfristig unter Druck geraten, werden auch Schuldtitel abverkauft. Dadurch lassen sich mit „geringen“ Risiken gute Zinsen sichern, welche eine Grundperformance für das Depot gewährleisten. Des Weiteren können Anleihen, die ihr Investmentgrading verloren haben, oft günstig am Markt erworben werden, da viele Fonds sich von ihnen trennen müssen und das obwohl es im Zweifelsfall neben dem Downgrade der Analysten keinen fundamentalen Grund für einen Verkauf gibt. Solche Optionen können die Kontinuität und die Performance eines Depots erhöhen und die Volatilität mindern. Des Weiteren schützt die Diversifikation den Anleger auch durch die Erweiterung des Anlagehorizontes auf neue Assetklassen.

by Jul 19, 2016 Keine Kommentare
MetaTrader 4 vs. MT 5 – Unterschiede, Vorteile & Nachteile

MetaTrader 4 vs. MT 5 – Unterschiede, Vorteile & Nachteile

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Unterschiede zwischen dem MetaTrader4 und MetaTrader5

Aktuell wird zunehmend vom Metatrader4 (MT4) auf den Metatrader5 (MT5) umgestellt. Es gibt Gerüchte, dass der Entwickler der Software (MetaQuotes) den Support für die alte Plattform einstellt. Es gibt viele Pro- und Kontraargumente welche im Zusammenhang mit der MT5-Software genannt werden können. Doch worin unterscheiden sich die beiden Plattformen wirklich?

Gleich zu Beginn sollte erwähnt werden, dass sich die Aufmachung und die Handhabung der MetaTrader-Plattformen nur unmerklich verändert hat. Dies ermöglicht einen nahtlosen Übergang zwischen dem Metatrader4 und dem Metatrader5. Einem schnellen Start steht also nichts im Wege.

 

Zeiteinheiten im MetaTrader 5:

Während der Metatrader 4 eine recht beschränkte Auswahl an Zeiteinheiten parat hält, wartet der MT5 mit einer Vielzahl an neuen „zwischen“ Zeiteinheiten auf. Wer beispielsweise Reversals handeln möchte, der kann nun auch auf dem 2Min Chart einen Hammer bzw. Umkehrstab suchen. Anders als in MT4 muss man im MT5 weder auf dem 1Min Chart Ausschau nach einem Piercing oder Engulfing Pattern halten, noch die Kerzen selbst im Kopf zusammenzufassen.

Die Grafik zeigt auf der linken Seite 3 Kerzen im 1 Min Chart und auf der rechten Seite die selben Kerzen im 2 Min Chart. Durch die zusätzlichen Zeiteinheiten im MT5 ergeben sich ganz neue Möglichen und viel mehr Ein- und Ausstiegssignale.

Die Grafik zeigt auf der linken Seite 3 Kerzen im 1 Min Chart und auf der rechten Seite die selben Kerzen im 2 Min Chart. Durch die zusätzlichen Zeiteinheiten im MT5 ergeben sich ganz neue Möglichen und viel mehr Ein- und Ausstiegssignale.

Durch die neuen mitgelieferten Zeiteinheiten wird auch das Erstellen von automatischen Handelssystemen mit Hilfe der Sprache MQL5 erleichtert, da diese noch intuitiver als MQL4 ist. Ohne die Zeiteinheiten selbst errechnen zu müssen, können durch die Kombination von Time Frames eine große Palette an Einstiegen erkannt werden.

Die Zeiteinheiten können durch einen Rechtsklick auf den Chart, unter dem Unterpunkt „Periodizität“ eingestellt werden. Dabei finden sich die neuen Zeiteinheiten unter dem Punkt „Minuten – & Stunden“.
Die Zeiteinheiten des MT4 sind: 1Min – 5Min – 15Min – 30Min – 1Stunde – 4Stunden- 1Tag – 1Woche – 1Monat.

Der MT5 liefert zudem: 2Min – 3Min – 4Min – 6Min – 10Min -12Min – 20Min – 2Stunden – 3Stunden – 6Stunden – 8Stunden – 12Stunden.

 

Markttiefe im MetaTrader5 – Das Orderbuch

Der MT5 bietet im CFD und Forex Bereich ein neues Feature – den Einblick in das Orderbuch. Das Orderbuch kann für den aktuell aktiven Chart über: Chartfunktionen – Markttiefe oder durch die Tastenkombination ALT+B geöffnet werden.

Das Orderbuch zeigt an, wo aktuell welche Limit Orders auf ihre Ausführung warten. Dies bietet einen vollkommen neuen Blick auf den Markt. Wer lernt, das Orderbuch sauber und schnell zu lesen, gewinnt durch das Wissen über die aktuelle Orderbuchsituation einen Überblick über die Markterwartungen der anderen Marktteilnehmer. Man kann die Limits anderer Händler nutzen, um seine eigenen Trades effizienter zu platzieren oder potenzielle Stop-Levels für ein bestimmtes Volumen erkennen. Dies vermeidet Slippage oder kann durch das Kaufen oder Verkaufen zu Bid bzw. Ask sogar einen Handel ohne Spread ermöglichen.

Durch einen Blick ins Orderbuch lassen sich Bereiche erkennen, in denen Bewegungen aufgrund von großen Käufern oder Verkäufern erwartbar sind. Ein Orderbuch zu lesen, bedarf viel Übung, da permanent neue Trades eingestellt oder gestrichen werden. Gerade im Futures Markt ist es sehr dynamisch, weil auch Algorithmen auf dieser sehr feinen Betrachtungsweise des Marktes ihr Spiel spielen. Nach erfolgreicher Einarbeitung erhält man für den Intraday-Handel aber ein starkes Tool, das einem den entscheidenden Informationsvorsprung gegenüber anderen Händlern liefern kann.

Markttiefe im MetaTrader5

Das Orderbuch zeigt sowohl einen Tick Chart für den Bid- und Ask Preis, als auch die tabellarische Ansicht über die Limits, welche im Markt liegen. Im oberen Bereich werden die aktuellen Verkaufsorders angezeigt, im unteren (blau hinterlegten( Bereich sind die Kauflimits eingetragen. In der aktuellen Darstellung werden die Limitierungen in Lot-Größen angezeigt. Man kann sie sich aber auch als Beträge anzeigen lassen. Die grünen Säulen unterhalb des Linien Tick-Chartes zeigen an, wo welches Volumen umgesetzt wurde. Über die Tabellenansicht rechts lassen sich außerdem Orders direkt auf bestimmte Preise aufgeben. Dazu muss man lediglich über die Pfeilbuttons eine Order einstellen oder das eingestellt Volumen über die one-klick Buttons unten rechts handeln.

 

Die Echtzeit-Historie im MT5

Im Metatrader4 musste man die eingegangenen Trades aus der Historie auf den Chart ziehen, um Einstiege und Ausstiege sowie Limits, wie Take-Profit oder Stop-Loss von vergangenen Transaktionen auf einem Markt im Chart zu sehen. Dieser Prozess lässt sich im MT5 automatisch aktivieren.

Der MT5 zeichnet dann für alle Transaktionen die Einstiege sowie zugehörige Limit oder Stop-Orders in den Markt ein und markiert beim Schließen der Position entsprechend den Zeitpunkt, an dem die Position geschlossen wurde. Die beiden Punkte werden anschließend vom Metatrader mit einer Linie verbunden, sodass der Zeitraum des Trades gut erkennbar ist. Es ist daher sofort ersichtlich, ob ein Trade einen Gewinn oder Verlust gebracht hat. Dieses Feature hilft beim disziplinierten Trading, da alle Trades in der Chart-Oberfläche grafisch ersichtlich sind. Fehler werden so im Zweifel schneller erkannt und nicht einfach verdrängt.

Tradingtagebuch im MetaTrader5

Solche Grafiken sind auch eine guter Zusatz für jedes Tradingtagebuch.
Die Funktion lässt sich ganz einfach unter Extras – Optionen – Einstellungen – Handel – Echtzeithistorie – durch ein Setzen des Hackens ein- und ausschalten.

 

EAs und Scripts im MetaTrader.

Wie bereits angesprochen, ändert sich die Sprache, mit welcher der Metatrader programmiert werden kann. Statt der alten Sprache MQL4 kommt nun MQL5 zum Einsatz. MQL5 ist an die weit verbreitete Programmiersprache C++ angelehnt und bietet. Durch viele bereitgestellte Objekte und Funktionen können automatisierte Handelsprogramme und handelsunterstützende Scripts leicht erstellt werden.
Anders als noch im Metatrader4 ist der Shop, in welchem Scripts und EAs erworben werden können, direkt im MT5 integriert. Dies erleichtert sowohl das Auffinden solcher Programme als auch den Kauf und die Einbindung. Finden lassen sich die Programme direkt nach dem Starten des Metatrader5 im Terminal (öffnen und schließen des Terminal mithilfe von STRG+T) im Unterpunkt „Market“.

Leider sind MQL4 und MQL5 nicht kompatibel!!!

 

Objekte und Indikatoren im MetaTrader 5

Während der MT4 mit 30 vorinstallierten Indikatoren und 33 analytischen Objekten geliefert wird, wartet der Metatrader5 mit sage und schreibe 38 Indikatoren, 22 analytischen Objekten und 46 grafischen Objekten auf. Der Facettenreichtum und die Möglichkeiten eine Analyse zu erstellen sind also mit der neuen Software gewachsen. Die Indikatoren lassen sich über: – Chartfunktionen – Indikatoren oder aber die Tastenkombination STRG+I bearbeiten.

 

Ordertypen im MetaTrader

Der Metatrader5 bringt auch hinsichtlich der Ordertypen Neues mit sich. Die Art der Orderplatzierung kann sich durchaus im Kontostand bemerkbar machen. Während der MT4 mit den bekannten Orderarten Market, Buy-Limit, Sell-Limit, Buy-Stop und Sell-Stop eine bereits akzeptable Bandbreite liefert, punktet der MT5 mit den zusätzlichen Optionen Sell-Stop-Limit und Buy-Stop-Limit. Gleichzeitig ist auch weiterhin die Gültigkeit einer Order einstellbar. Man kann nach dem Platzieren einer Order weiterhin guten Gewissens den Computer verlassen und weiß genau, wann und wie welche Orders aktiv sind. Dadurch kommt man genau zu den Preisen und Zeiten in bzw. aus dem Markt, zu denen man dies auch möchte.

 

Hedgen im MetaTrader5

Das Hedging ist einer der Gründe, warum viele bis heute nicht auf den Metatrader5 umgestiegen sind. Der MT5 fasst anders als der MT4 alle offenen Positionen zusammen, errechnet deren Durchschnittspreis und stellt so alle Positionen als ein Aggregat dar.
Wenn sowohl Kauf- als auch Verkaufs Orders gleichzeitig eröffnet werden sollen, lässt der MT5 dies standardmäßig nicht zu.
Nehmen wir an, ich hätte eine Kaufposition von einem Lot offen. Ich wäre also Long EUR/USD 100.000. Würde ich nun meine Position zu 50% absichern, so wäre dies im MT4 einfach durch das Eröffnen einer 0.5Lot Sell Position möglich. Ich wäre dann zu diesem Zeitpunkt Long 100.000 und Short 50.000. Der Vorteil ist, dass ich meine volle Position zu einem aus meiner Sicht optimalen Stop-Level im Markt behalten und doch gleichzeitig eine Absicherung aufbauen kann. Der Metatrader5 würde nun aber meine Long Position um 50.000 verringern. Er würde also eine Teilschließung vornehmen, statt einen Hedge zu eröffnen.

Für das Hedgen im MT5 bieten aber schon jetzt einige Broker eine Alternative. So kann der Kunde zwischen verschiedenen MT5 Kontomodellen wählen (Netting oder Hedging). Entsprechend sind dann auch hier die Unterscheide hinfällig. Es erwächst sogar der Vorteil, dass Teilschließungen durch das einfache Eröffnen einer Gegenposition möglich sind und dies durch das One-Click-Trading blitzschnell umsetzbar ist. Es kann also gewählt werden, ob das Netting der Position gewünscht ist oder ob ein Hedge eröffnet werden soll. Ein Broker, der diese Funktion schon jetzt anbietet, ist RoboForex – dieses ist keine Werbung sondern nur ein Beispiel.

 

Die Vorteile vom MetaTrader 5

Features Metatrader.5 Metatrader.4
1 Anzahl Orderarten 6 4
2 Markttiefe / Orderbuch Ja Nein
3 Anzahl Indikatoren 38 30
4 Anzahl der grafischen Objekte 44 31
5 Zeiteinheiten 21 9
6 STRATEGIE TESTER Multithreading + Mehrere
Waehrungen + Echte Ticks
Single-Threading
7 NETTING Ja Nein
8 HEDGING Ja Ja
9 Volumensdaten der Boerse Ja Nein
10 News Ja Nein
11 E-Mail Anhaenge Ja Nein
12 Ueberweisungen zwischen Handelskonten Ja Nein
13 MQL5 Chat in Handelsplattform Ja Nein

Für weitere Informationen rund um den Metatrader5 und MT4 abonniert unseren Youtube-Kanal. Mehr Infos zu Insidetrading und dem Thema Investieren, Trading und Business findet ihr zukünftig auch in unserem Newsletter.

InsideTrading

by Jul 15, 2016 1 Kommentar
Cost Average 2.0 – Der ETF-Sparplan auf dem Prüfstand!

Cost Average 2.0 – Der ETF-Sparplan auf dem Prüfstand!

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Cost Average 2.0 – Der ETF-Sparplan auf dem Prüfstand!

Gerade für den privaten Sparer, der sich nicht schon seit Jahren mit dem Finanzmarkt beschäftigt, ist es schwierig den richtigen Ansatz zu finden. Damit ihr dem Finanzberater eures Vertrauens nicht gleich alles glauben müsst, haben wir mal einiges vorbereitet.

Die Ausreden

Vor allem drei AUSREDEN sorgen dafür, dass Interessierte es immer wieder schaffen sich mit dem Thema Investieren beziehungsweise Sparen nicht weiter zu beschäftigen. Mein Platz eins „Ich habe nicht genügend Geld“, Platz zwei „Das Risiko ist viel zu groß“ und auf Platz drei „Aktuell steht der Markt viel zu hoch, um zu starten“.

Es gibt eine Vielzahl von Ansätzen und Möglichkeiten, um „perfekte“ Einstiege und Kaufmöglichkeiten zu finden. In diesem Artikel wollen wir „4 einfache und auch relativ drastische“ ETF-Sparpläne einmal mit einander vergleichen und ich kann euch versprechen, das Ergebnis wird überraschend sein.

Der Grundgedanke ist, dass wir langfristig investieren. Zu Zeiten „günstiger“ Kurse kaufen wir und zu Zeiten „hoher“ Kurse setzen wir die Käufe aus. Dabei gilt, dass wir jeden Monat einen Betrag von 33 EUR „sparen“, welchen wir auf einem Tagesgeldkonto parken auf dem es nicht verzinst wird. Das Geld könnte genauso gut auch auf einem Geldmarktkonto oder am Anleihenmarkt investiert werden. Zum besseren Verständnis wird in diesem Versuch aber das nicht investierte Geld nicht verzinst.

In den verschiedenen Versuchen wird das Geld vom Tagesgeldkonto dann entweder direkt investiert oder dort angespart, wenn unsere Indikatoren den aktuellen Preis als zu teuer darstellen. Des Weiteren investieren wir unser Geld in dem wir einen DAX-ETF (ETFs: Warren Buffetts Investment-Tipp) kaufen. Dabei fallen meist keine Gebühren an. Es kann immer die gesamte Summe ohne Rest investiert werden. Im Gegensatz zu einem normalen Fond kann hier die gesamte Summe investiert werden. Es schneidet sich vorher kein Manager und/oder Berater einen Teil vom Kuchen ab. Vor- und Nachteile von ETFs.

Der ETF-Sparplan im Überblick:

Index Sparplan
Wir investieren jeden Monat einen Betrag von 33 EUR. Hierbei handelt es sich um einen ganz normalen ETF-Sparplan.

25% Abstand vom Hoch
Wir kaufen nur dann, wenn der aktuelle Preis mindestens 25% unterhalb des letzten Hochs ist. Wenn es zu diesem Szenario kommt, kaufen wir jeden Monat für 100 EUR anstatt für 33 EUR. Dieses Szenario kommt nicht so häufig vor. Daher haben wir genügen Geld auf unserem Tagesgeldkonto, um dieses zu realisieren.

 

720 SMA
Dieser Ansatz kauft immer dann, wenn der Kurspreis des ETFs unterhalb des Durchschnittspreises der letzten 720 Handelstage liegt. Kommt es zu diesem Szenario, werden jeden Monat wieder 100 EUR investiert.

2 Jahres Tief
Bei diesem Ansatz werden nach einem Erreichen des 2-Jahrestiefs jeden Monat DAX-ETFs für 100 EUR gekauft und zwar für die nächsten 12 Monate. Entsteht innerhalb des Jahres (12 Monate) ein neues Tief, verlängert sich der Investitionszeitraum um ein weiteres Jahr.

Depotentwicklung der verschieden ETF-SparpläneDie Grafik 1 zeigt die Kontoentwicklung der vier verschiedenen Szenarien. Als Beginn der Investition gilt das Jahr 1993. Somit schauen wir auf einen Investitionszeitraum von 22 Jahren zurück. In diesem Zeitraum wurde durch den ETF Sparplan ein Kontostand von 22.108,80 EUR, durch die Strategie 25% Abstand vom Hoch 20.346,62 EUR, mit der 720 SMA Strategie 19.166,60 EUR und durch das Investieren nach einem 2 Jahres Tief 18.627,28 EUR erzielt.

Erworbene Anteile am DAX

Bei jeder Strategie ist es nicht nur wichtig zu wissen, wie viel wir am Ende eines Investitionszeitraums auf dem Konto haben. Für die zukünftige Entwicklung eines Kontos ist es mindesten genauso interessant, wie viele Anteile von einem Produkt zu welchem Preis erworben wurden.

Da wir eine Strategie haben, die jeden Monat kauft und drei Strategien haben, die nur investieren wenn uns der Einstieg vergleichsweise günstig erscheint, müssen die nachfolgenden Werte betrachtet werden. Gerade für die zukünftige Entwicklung eines Depots wollen wir nicht ständig über Barvermögen verfügen, sondern unser Geld für uns arbeiten lassen. Nachfolgend ist die Rede von „DAX-Anteilen“. Das ist nicht ganz korrekt formuliert, da der DAX ein Index ist und man einen Index nicht kaufen kann. Es sind also die ETF-Anteile gemessen am Punktwert des Index gemeint.

Investitionsgrad in Dax-EinheitenDie Grafik 2 zeigt auf der linken Seite, gemessen am Punktestand des Index, die erworben „ETF-Anteile“. Auf der rechten Seite der Grafik sind die Punkte des Index dargestellt.

Im Vergleich der Ansätze lässt sich eindeutig erkennen, dass der Sparplan die meisten „Dax-Anteile“ im betrachteten Zeitraum erworben hat. Die anderen Ansätze haben weniger Einstiege gefunden. Durch das relativ seltene Investieren verfügen die anderen Ansätze über ein größeres Barvermögen.

Der Extremversuch

Es heißt immer wieder „Der Markt ist aktuell zu teuer und ich warte noch mit meinen Investitionen, bis dieser wieder weiter runter kommt“. Aus diesem Grund haben wir mal einen Extremversuch durchgerechnet. Bei diesem Versuch üben wir uns noch weiter in Geduld und kaufen nur dann, wenn der Markt um 50% gefallen ist. Das heißt, wir kaufen jeden Monat Anteile, solange der Markt 50% unter seinem letzten Alltime-High liegt. Das würde für den DAX beispielsweise bedeuten, dass wir nur investieren, wenn dieser von 9.000 Punkte auf 4.500 Punkte gefallen ist. Da dies nur selten der Fall ist, investieren wir jeden Monat 250 EUR, sparen aber weiterhin 33 EUR im Monat an.

ETF-Sparplan – Extremversuch

In Grafik 3 sind die Entwicklung des Extrem-Sparplanes in grün, die Anteile am DAX in rot, die Tagesgeldentwicklung des Extremversuches in blau und der DAX-Chart in lila dargestellt. Die linke Seitenachse zeigt den ETF Anteil-Wert, DAX bzw. Kontostand, die rechte Achse spiegelt die Anzahl an DAX-Anteilen, die wir durch unseren Sparplan erworben haben, wider. Ein Wert von beispielsweise 0,9 bedeutet, dass wir aktuell ETF-Anteile im Wert von 0,9 mal dem aktuellen Dax Stand besitzen.

Die Kaufzeitpunkte sind also sehr gut gewählt worden, da der Ansatz die Wendepunkte im Dax gut getroffen hat. Es gibt im Vergleich mit dem normalen Sparplan, der in Grafik 1 gezeigt wurde, keine Outperformance. Das Tagesgeldkonto (blau) verläuft bis zum 18.10.2002 identisch mit der Equity-Kurve des Extremversuchs (grün). Die Equity-Kurve ergibt sich aus der Summe des Tagesgeldkontos und des Depots (zu diesem Zeitpunkt noch 0 EUR). Da der Dax dann um mehr als 50% eingebrochen ist, kam der Extrem-Sparplan zum Einsatz. Wir haben monatlich für 250 EUR ETF-Anteile gekauft, bis das Kapital auf dem Tagesgeldkonto verbraucht war. Das ist am Anstieg der roten Kurve und dem kurzzeitigen Abfall der blauen Kurve deutlich zu erkennen.

Das Ergebnis unseres Extremversuchs ist eine Gesamtentwicklung von 18.807,47 EUR (grün). Davon liegen 4.962,00 EUR noch auf dem Tagesgeldkonto (blau) und wurden nicht investiert. Im Vergleich zu dem normalen Sparplan (22.108,80 EUR, siehe Grafik 1) zeigt dieser Versuch, dass sich das Aussetzen des Sparplan zugunsten der Investition in „günstigen“ Zeiten nicht lohnt. Zudem haben wir im Vergleich mit allen Versuchen die geringste Anzahl an DAX-Anteilen erworben.

ETF-Sparplan – Durchschnittspreis

Die Grafik 4 gibt den Preis an, der bei den 5 verschiedenen Szenarien für einen „DAX-Anteil“ bezahlt wurde. Die Achse auf der linken Seite gibt hierbei den Betrag in Euro an.

Auf den ersten Blick lassen sich hier zwei Ausreißer beobachten: Der „Sparplan“ hat mit 5.454,59 EUR am meisten für jeden Anteil bezahlt. Der Ansatz „50% Off High“ konnte mit 3.135.48 EUR die Anteile am billigsten einkaufen.

Zusammenfassung unseres Versuchs

Im Vorfeld habe ich über die Top 3 der Ausreden geschrieben, warum man nicht mit dem Investieren beginnt. Ich habe euch versprochen, dass ich diese widerlegen werde. Betrachten wir erst einmal nur die Kontoentwicklung, dann fällt sehr schnell auf, dass der Sparplan unschlagbar ist. Wir haben in unserem Betrachtungszeitraum eine Rendite von 154,73 % bei einer Sparrate von nur 33 EUR im Monat erzielt.

(Rechnung: 263-Monatssparraten à 33 EUR = 8.679,00 EUR;
Schlussstand des Sparplans war 22.108,80 EUR;
Rendite = 22.108,80/8.679,00-1=1,5473 ~ 154,73%)

Ich habe nicht genügend Geld

Der Punkt eins der Ausreden „Ich habe nicht genügend Geld“ ist widerlegt. Der Sparplan zeigt, dass kein großes Vermögen vorhanden sein muss, um mit dem Investieren zu starten.

Das Risiko ist viel zu groß

Zu dem Platz 2 der Ausreden „Das Risiko ist viel zu groß“ lässt sich sagen, dass das Risiko bei einer Index-Investition sehr gering ist. Der Grund hierfür ist, dass man durch einen Zusammenschluss mit anderen Investoren in viele Aktien gleichzeitig investieren kann. Der zugrundeliegende Index gibt dabei vor, in welche Aktien investiert wird und welche Gewichtung gilt. Zudem ist das von uns gewählte Produkt ein „ETF“, sodass keinerlei Managementgebühren anfallen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Performance eines ETFs nicht von den Entscheidungen eines Fond-Managers abhängig ist. In dem Artikel „Das ETF 1×1 – Vorteile, Nachteile, Kosten, Gebühren & eine Kaufanleitung“ erfahren Sie alles ,was Sie über ETFs wissen müssen.

Aktuell steht der Markt viel zu hoch, um zu starten

Vor allem der Extremversuch hat sicher geholfen, die Ausrede „aktuell steht der Markt viel zu hoch, um zu starten“ einmal zu hinterfragen. In unserem Betrachtungszeitraum wurde deutlich, dass für jemanden, der mit dem Investieren startet und über keinerlei Kapital verfügt, der ETF-Sparplan der richtige Weg ist. Der gesunde Menschenverstand geht oft davon aus, dass wir nur dann investieren sollten, wenn der Markt stark gefallen ist. Hierbei wird oft einfach vergessen, dass wir in den letzten Jahren immer mehr Bewegung in den Märkten verzeichnen (ein ständiges Auf und Ab). Es ist keine Seltenheit mehr, dass zum Beispiel der DAX in 2 bis 3 Monaten um mehrere tausend Punkte fällt, um nur wenig später ein neues Allzeithoch auszubilden.

Dem klassischen ETF-Sparplan sind solche Bewegungen egal, da immer Anteile für 100% der Summe gekauft werden. In teuren Marktphasen werde weniger Anteile erworben und in einem günstigen Bärenmarkt werden dem Depot mehr Anteile gutgeschrieben. Dieses Phänomen nennt sich Cost average Effect (Durchschnittspreis).

 

Warum man sich dennoch mit dem Investieren beschäftigen sollte.

Der ETF-Sparplan hat zum Ende unseres Versuches den höchsten Depotstand verzeichnet und dennoch können wir hier ein kleines „Aber“ finden. Bei der Betrachtung des Durchschnittspreises (Grafik 4) fällt auf, dass wir bei keinem anderen Ansatz mehr für unsere ETF-Anteile bezahlt haben. Weiterhin ließ sich beobachten, dass wir „logischerweise“ bei dem Extremversuch die günstigsten Einstiege gefunden haben. Der Grund hierfür liegt auf der Hand, denn wir haben nur dann investiert, wenn der Markt „extrem“ günstig war.

So schlagen wir den ETF-Sparplan

Ausgehend davon, dass wir in fallenden Märkten weniger für unsere Anteile zahlen und somit mehr für unser Geld bekommen, haben wir nach besseren Alternativen gesucht.

Schauen wir uns die Grafik 3 noch einmal genauer an. Es fällt auf, dass wir in den „wichtigsten Krisen“, in denen wir hätten viele Anteile für wenig Geld kaufen können, nicht genügend Kapital zum Investieren hatten. Aus diesem Grund haben wir einen Extremversuch 2.0 durchgerechnet. In diesem Versuch sind wir davon ausgegangen, dass wir nicht jeden Monat 33 EUR sparen, sondern die komplette Summe schon vor dem Start des Betrachtungszeitraumes besitzen. In den Bärenmärkten können wir so jeden Monat einen erhöhten Betrag von 580 EUR investieren. Am Ende des Betrachtungszeitraums haben wir sowohl bei dem normalen ETF-Sparplan als auch bei dem Extremversuch die selbe Summe investiert.

Der Extremversuch 2.0

ETF-Sparplan – Extremversuch2.0

Die Grafik 5 zeigt auf der linken Achse den Depotstand bzw. das Tagesgeldkonto in Euro. In rot werden die Dax-Anteile angezeigt. Zu beachten ist, dass das Konto (blau) zum Ende des Investitionszeitraums bei Null steht. Dieser Graf weißt zwischenzeitlich einen negativen Kontostand auf. Das soll einfach nur zeigen, dass das Sparen von monatlich 33 EUR nicht immer ausgereicht hätte.

Ein Blick auf die Grafik 5 zeigt mit einem Depotstand von 37.083,49 EUR und einer Rendite von 326,31 % die mit Abstand beste Performance.

Abschließend lässt sich sagen:

Timing lohnt sich nur, wenn auch Kapital verfügbar ist, welches geballt investiert werden kann. Ansonsten wird der Vorteil aus den günstigen Kursen von dem Nachteil des nicht Investierens überwogen, da nicht das gesamte Einkommen zu jeder Zeit zum Investieren bereit ist.


Die Fortsetzung:

Die Lösung – ETF-Sparpläne richtig kombinieren!

by Jul 08, 2016 2 Kommentare
3 Methoden der Risikobegrenzung

3 Methoden der Risikobegrenzung

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3 Methoden der Risikobegrenzung

Methoden der Risikobegrenzung: Risiken sind ein schwer greifbares und dennoch beim Traden und Investieren allgegenwärtiges Thema. Welche Möglichkeiten gibt es dennoch sich vor diesen Risiken zu schützen und trotz all der Maßnahmen weiterhin die Chance auf Gewinne zu wahren?

Das meistbekannte Mittel zur Risikoreduktion ist der Stopp-Loss, eine Order, die die offene Position zum vorher festgelegten Kurs glattstellt.
Dabei bedeutet Glattstellen im Fall eines Kaufs, den Verkauf der Position und im Fall einer Short Position den Rückkauf der leerverkauften Produkte.
Des Weiteren gibt es noch die folgenden Methoden der Risikobegrenzung:

  1. Produktwahl
  2. Hedge durch ein Derivat
  3. Hedge durch das Einnehmen der Gegenposition.

Bei der Produktwahl stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, um das genannte Problem zu beseitigen.
So gibt es CFD Broker, welche einen garantierten Stopp anbieten. Dieser ist zu bedienen wie ein normaler Stopp Loss jedoch mit dem Unterscheid, dass eine Ausführung zum eingegebenen Preis garantiert wird. Für diese Garantie ist eine Prämie zu entrichten.

Eine weitere Möglichkeit wäre das Handeln einer Option auf der Kauf Seite, also entweder das Kaufen einer Call oder Put Option.
Dies ermöglicht das Partizipieren an der darauf folgenden Kursentwicklung. Dabei kann aber die Option nie weniger Wert werden als 0 Cent und somit ist ein Verlust über den geplanten hinaus unmöglich (sofern der Wert der Optionen das geplante Risiko war).
Ähnlich einem garantierten Stopp Loss bestünde noch die Alternative über Knock-Out Produkte in den gewünschten Markt zu investieren.
Beispiele für solche Produkte sind Waves, Turbos oder Mini-Futures. Diese Produkte funktionieren prinzipiell gleich, werden jedoch von unterschiedlichen Banken emittiert und entsprechend benannt (mehr zu Knock Outs).
Diese Produkte gewähren das gehebelte Partizipieren an einem Basiswert. Im Unterschied zu einer Aktie oder einem CFD verfällt jedoch das Produkt beim Unter/- Überschreiten des Basiswertes.
Im Depot fällt der Wert des Produkts nachhaltig auf 0 und wird in Folge von der Depotführenden Bank ausgebucht. Der Hebel ist variabel bis zum Kauf des Produkts, danach ist dieser fest.

Für den Fall, dass die Grundposition nun eine Aktie, Anleihe oder eine Währung sein soll, bei der die genannten Möglichkeiten eben nicht bestehen, so kann man die Risiken eines Kurssprungs trotz allem begrenzen. Dies lässt sich umsetzen, indem zum Beispiel bei einer Kaufposition, eine entsprechende Put Option gekauft wird. Diese versichert nun das Portfolio vor einem Wertverfall der Aktie. Bei der Nutzung einer Option muss jedoch beachtet werden, dass die Wertentwicklung vor Ablauf der Laufzeit nicht linear erfolgt und erst zum Verfallstermin der Wert dem inneren Wert entspricht.
Sollte dieser Effekt nicht gewünscht sein, so können auch die andern bereits erwähnten Produkte verwendet werden, da Turbos und oder CFDs außer vom Preis des Produkts und einer Finanzierungskomponente, die für den Hebel fällig wird, von keinem anderen Faktor abhängen.
Neben Optionen und emittierten Derivaten gibt es auch noch die Möglichkeit große Positionen einen Hedge über Futures zu gewährleisten.

Die dritte zu Beginn genannte Idee ist die einfachste, aber gleichzeitig wohl auch die Problematischste, da eine Gegenposition nicht immer eingenommen werden kann.
Um die Idee aber kurz abzurunden: Wenn eine Kaufposition von 100 Aktien vorliegt, so bestünde die einfachste Möglichkeit risikolos im Markt zu sein die gleiche Anzahl Aktien short zu gehen.
Dies erspart das Glattstellen der Position, da diese zum Beispiel zu einem guten Stop Niveau eingegangen wurde.
Jedoch gibt es eine Vielzahl von Finanzprodukten, bei denen der beschriebene Ansatz aufgrund von Shortselling Restriktionen oder mangelnder Liquidität nicht möglich ist.

Liebe Grüße
InsideTrading

by Mai 31, 2016 Keine Kommentare
Top 4 Zitate von Top-Tradern

Top 4 Zitate von Top-Tradern

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Top 4 Zitate von Top-Tradern

Der Handel mit Finanzprodukten ist eine der wahrscheinlich rentabelsten Professionen, denen man nachgehen kann. Früher war Trading für Privatpersonen nahezu unmöglich, da die mit dem Handel verbundene Kostenquote riesig war. In der heutigen Zeit jedoch hat sich durch das Internet und die Direktbroker einiges geändert.

Trotz allem scheint es, als gäbe es noch Geheimnisse. In der Realität jedoch sind alle Informationen irgendwo erhältlich. Ein paar der Top-Einblicke erhält man durch Bücher und Papers der Großen in ihren Gebieten. Hier ein paar Zitate:

1. „Es dauert 20 Jahre eine Reputation aufzubauen, diese lässt sich jedoch in 5 Minuten ruinieren. Wenn man auf diese Art über Dinge nachdenkt, verändert man seinen Blick auf Dinge“ – Warren Buffet.

Warren Buffet – InsideTradingDas Zitat hat primär einmal wenig mit Trading per sé zu tun, jedoch lässt sich einiges daraus ableiten. Denken wir statt Reputation einmal an Tail Risks, also die Risiken, die nur sehr selten zum Vorschein treten. Dies können Flugzeugabstürze sein, Kriege oder sonstige Verwerfungen, die den Markt innerhalb kürzester Zeit massiv beeinflussen. Ist man in einer solchen Situation ohne ein beschränktes Risiko unterwegs, so kann dies einen Trader alles kosten. Wer den EUR/CHF ohne Stopp-Loss getradet hat, kann hiervon ein Lied singen. Solche Verluste sind meistens die, von denen ein Händler sich nicht mehr erholt, da sowohl die Psyche als auch der Geldbeutel ein klares NEIN aussprechen, sobald man der Trading Station das nächste Mal nahe kommt.

2. „Ich denke immer als erstes daran, mein Kapital zu schützen, bevor ich darüber nachdenke, wie ich es vermehren kann.“ – Paul Tudor Jones

Ähnlich wie das Zitat von Buffet geht es hier darum, konservativer zu denken und Kapitalschutz zu betreiben. Besonders interessant ist es hier, wenn ein Händler einen Ansatz des Risikomanagements nutzt, in dem er prozentuale Positionsgrößen verwendet. Stellen wir uns zwei Händler vor, die beide ein CRV von 1:1 realisieren und nach 5 Verlusttrades 5 Gewinntrades erzielen. Der eine Händler setzt jedoch kontinuierlich 3%, der andere 1% ein. Es könnte sich also folgende Situation ergeben.

Verlustentwicklung 1% und 3%

Wie eindeutig zu erkennen ist, bringt hohes Risiko meistens nur eine hohe Portfolio-Volatilität mit sich. Durch die Verzerrung der Relativität eines prozentualen Risikos braucht man immer wieder einen höheren Gewinn, um bei 100% herauszukommen. Dabei gilt der folgende Zusammenhang.

3

% Gewinn, um Verluste auszugleichen

Daher sollte man immer bedenken, dass man zwar durchaus mit nur wenigen Trades ein Konto verdoppeln kann, der Schaden aus einem Fehler jedoch gravierende Folgen nach sich zieht. Erfolg und Reputation wachsen eben mit der Zeit und nicht in einer Woche.

3. „Das Ziel eines erfolgreichen Trades sollte es sein die besten Trades zu machen. Geld ist dabei Nebensache“ – Alexander Elder

Nachdem hier bei InsideTrading oft gesagt wird, Trades seien zufällig und können nicht speziell ausgewählt werden, kommt nun so ein Zitat. Aber keine Sorge, es mangelt nicht an Konsistenz.
Die besten Trades sind all diejenigen Trades, die zu einer Strategie gehören. Es geht auch hier darum, ein Modell zu entwickeln und dieses zu verwenden, wenn die Marktsituation dies zulässt.
Es geht dabei um Prozessoptimierung, denn deine Handelsmethodik ist nur so gut wie der Prozess in dem es umgesetzt wird. Wenn sich Schritte automatisieren lassen, sollte das umgesetzt werden, da Automatisierung weniger Fehler und somit auch weniger Verluste bedeutet. Aber auch ein Trading Tagebuch oder Checklisten können dir helfen.

Der Wettbewerb zwischen Bulle und Bär sollte im Vordergrund stehen und weniger die tägliche oder gar intraday Gewinn und Verlustsituation.

4. „Ich habe über die Jahre gelernt, dass man sich nach einer Serie guter Gewinner, ein paar Tage Auszeit gönnen sollte. Natürlicherweise hat man eine Tendenz weiter zu machen. Aber die Erfahrung hat mich gelehrt, dass eine Pause in solchen Zeiten Gewinnphasen verlängern können.“ – Marty Schwarz

Diese These schließt sich mit der Idee eines eher distanzierteren Tradingstils; einem 4wie er auch von Arbeitstätigen ausgeübt werden könnte. Eine Phase guter Gewinne zeigt auch, dass der Markt eine Strategie gerade wohlwollend belohnt hat. Da sich Marktphasen aber abwechseln ist es nicht unwahrscheinlich, dass eine solche Phase auch irgendwann endet. Marty Schwarz sagt schlicht, dass es auch gut sei, sich zu entfernen, um auch der Psyche eine Verschnaufpause zu gönnen. Mit Geld kommt die Gier und Gier kann zu den Fehlern führen, welche einen Trader tief in die roten Zahlen stoßen können.
Um eben das zu vermeiden, sollte man lieber ein wenig „Urlaub“ vom Handel machen, als sich durch dumme „ungeduldige“ Trades die Gewinne wieder zu verhageln.

Mit diesem Input frisch „gestärkt“ wünschen wir eine erfolgreiche Woche.
InsideTrading – mehr vom Geld!

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by Mai 11, 2016 Keine Kommentare
Praktikum bei Goldman – das muss man wissen!

Praktikum bei Goldman – das muss man wissen!

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Praktikum bei Goldman – das muss man wissen!

Jobinterview im Finanzbereich – So rockt ihr es!

Hey Insider,
so klappt es mit dem Praktikum in der Bank! Nachdem viel in unserem Wissensbereich erschienen ist, möchte ich heute einmal wieder etwas schreiben, das euch in eurem Alltag unterstützen soll. Ein riesen Problem ist es oftmals, alle für Vorstellungsgespräche relevanten Informationen auf einer Seite zu finden. Wir haben uns diesem Problem angenommen und stellen euch hier unsere Lösung:

Seid ihr selbst:
Die zunächst wichtigste Erkenntnis, die man gewinnen sollte ist, dass gerade in arbeitsintensiven Berufen neben den technischen Aspekten auch eure Person wichtig ist. Denn ihr werdet einen Großteil eures Alltages mit eben den Leuten verbringen, mit denen ihr am Desk sitzt und eure Leistungen erbringt. Früher oder später werdet ihr also ihr selbst sein müssen und da ist es besser man weiß von vornherein woran man ist und spielt mit offenen Karten. Egal wie introvertiert oder extrovertiert ihr seid, jede Charaktereigenschaft hat ihre Vorteile, die in einem Team gebraucht werden und die ihr ausspielen könnt. Sicherlich habt ihr den Artikel nicht wegen dieses Tipps aufgeschlagen – aber es macht Sinn sich darüber kurz Gedanken zu machen.

The Hard Facts:
Was wird aber nun tatsächlich verlangt und worauf solltet ihr gefasst sein?

Know your business!
Was sind aktuelle News, die den Markt bewegen? Ganz egal ob Mergers and Aquisitions (M&A) oder Markets, immer werden aktuelle Situationen thematisiert werden, auf die ihr zumindest eine halbwegs passende Antwort parat haben solltet. Es geht dabei nicht um die absolut richtige Einordnung des Ereignisses aus interner Sicht des Unternehmens. Vielmehr wird abgetastet, ob ihr euch mit den Rahmenbedingungen auseinandersetzt und wirklich Interesse an der Materie habt.

Neben diesen Good To Knows gibt es noch die unumgänglichen Wissensfragen, die möglichst problemlos und auch im Transfer sitzen sollten.
Je nach Bereich werden hier bestimmte Begriffe sowohl von theoretischer Seite als auch anhand von praktischen Beispielen in den Raum geworfen, mit denen ihr umzugehen wissen müsst. Auch hier gilt: solltet ihr etwas nicht wisst, so sagt dies ruhig! Traut euch aber zunächst ruhig an die Aufgabe heran, denkt laut und versucht einen Lösungsansatz zu finden, stellt Rückfragen wenn nötig und geht professionell mit der Situation um!

Für die wichtigsten Fragen zu technischen Fragen die einen erwarten können findet ihr hier einige Antworten. Wenn wir einige nicht genannt haben, so schickt uns diese und wir pflegen sie gerne ein, sodass die Übersicht möglichst allumfassend wird und auch anderen einen Mehrwert bietet.

Für Die Antworten einfach auf die Frage Klicken.

Wie wird der Preis eines Forwards bestimmt und wie lässt sich der Forward-Preis erklären?

Der Preis eines Forwards entsteht durch die Idee, dass durch das Halten einer Position Kosten und gewisse Vorteile entstehen, für die der Inhaber des Underlyings kompensiert werden muss. Diese Kompensation kann als Lagerhaltungskosten gesehen werden. Wichtig dabei ist, dass die durch das Halten des Basiswertes (Underlying) verursachten Kosten, ausgeglichen werden. Diese Kosten werden auch als Opportunitätskosten bezeichnet, diese Kosten bestehen zum Beispiel aus dem Risikolosen Zinssatz welcher oftmals mit dem Euribor angesetzt wird. Den dafür notwendigen Prozess nennt man Diskontierung oder auch Barwertbestimmung. Dabei werden zukünftige Cash Flows abgezinst und der Gegenwartswert bestimmt, welcher die Opportunitätskosten mit berücksichtigt.

Dem Inhaber können jedoch auch Vorteile wie Dividendenzahlungen entstehen. Auch diese müssen entsprechend beachtet werden. Das Ganze lässt sich dann formal zusammenfassen als:

Formel Forward

Was ist der Unterschied zwischen einem Forward und einem Future?

Ein Forward ist ein OTC gehandelter Vertrag, welcher nicht an der Börse verfügbar ist. Die Preisung ist entsprechend individueller. Ein Future zeichnet sich vor allem durch die standardisierte Form aus, er hat gewisse Laufzeiten und wird zu diesen an der Börse gehandelt. Die Umschlagplätze hierfür sind eigens für solche Geschäfte eingerichtete Terminbörsen wie:

Terminbörse

Handelsvolumen

1.   CME Gruppe 

3,28 Mrd.

2.   Eurex (inkl. ISE) 

3,17 Mrd.

3.   Korea Exchange 

2,87 Mrd.

4.   NYSE Euronext 

1,68 Mrd.

5.   CBOE (inkl. CFE) 

1,19 Mrd.

Die Börsen sind nach Handelsvolumen geordnet­­1.

Was ist die Cheapest to Delivery Bond?

Die CTD Bond ist die Anleihe, welche beim Verfall eines Futures oder einer Option auf ein Rates Underlying, also einer Anleihe, fällig wird. Der Verkäufer hat ein Interesse daran, dem Käufer die billigst mögliche Anleihe zu liefern, die anhand der Definition des Futures zulässig ist. Dafür ist ein Konvertierungsfaktor notwendig. Diesen zu berechnen ist ein Recht aufwändiges Unterfangen. Glücklicherweise werden sie auch von den Börsen bereitgestellt und können direkt mit den jeweiligen Optionen verrechnet werden, um die günstigste auszuwählen.

Der Konvertierungsfaktor sowie die Berechnungsformeln, welche an der EUREX Verwendung finden, lassen sich hier nachschauen.
Hier noch die Formel laut EUREX

Was ist die Idee hinter Black Scholes?

Hinter Black Scholes steckt die Idee, ein Portfolio mit Nullgewinn abzusichern, sprich eine faire Versicherung zu schaffen. Dafür sind einige Annahmen notwendig, welche nicht zwangsläufig realitätsgetreu sind. Black Scholes ist jedoch sehr einfach anwendbar aber dennoch liefert es sehr akkurate Preise, was diese kleinen Patzer durchaus tolerierbar werden lässt.

Dabei wird in Abhängigkeit der erwarteten Schwankungsbreite (implizite Volatilität) eine gedachte Normalverteilung über die Preise des Basiswertes gespannt. Die Dichte bis zu einem gewissen Preis gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass das Underlying bis zur Fälligkeit einen gewissen Preis erreicht. Dies ist nur approximativ korrekt! Aufgrund dieses Umstandes spricht man beim Delta auch oft von der Wahrscheinlichkeit, dass die Option bis Ende der Laufzeit ins Geld läuft und eben dort verfällt.
Wie angesprochen, nimmt Black Scholes dabei eine Normal- bzw. Lognormalverteilung an. Bei dieser sind die Enden auf Grund der Pfadabhängigkeit von Renditen transformiert.

Nennen Sie die Griechen und deren Auswirkungen auf den Optionspreis.

Delta ->Formal:  Delta FormelIst die Sensitivität des Optionspreises zum Underlying. Dabei steigt der Preis der Option pro Punkt des Underlyings um das Delta an.

Bei einer Option, welche am Geld liegt und somit ein Delta von 0.5 hat (dies gilt im Übrigen immer), würde der Wert der Option bei einer 1€ Bewegung um 0.50€ steigen.
Delta ist also die erste Ableitung des Optionspreises nach dem Preis des Underlyings.

Gamma -> Gamma FormelIst die Sensitivität des Deltas zum Preis des Underlyings. Das Delta steigt also entsprechend um den Wert des Gammas bei einer Ein-Punkt Bewegung im Underlying.
Das Gamma ist daher die zweite Ableitung des Optionspreises nach dem Preis des Underlyings, beziehungsweise die erste Ableitung des Deltas nach dem Underlying Preis.

Vega ->  Vega Definition Ist die Reagibilität des Optionspreises auf die Veränderung der impliziten Volatilität. Dabei ist das Vega immer at the Money (ATM), also am Geld, am größten. Steigt die implizite Volatilität um einen Punkt, so steigt der Preis der Option entsprechend um diesen einen Punkt multipliziert mit Vega.

Theta  ->  Theta DefinitionTheta gibt an, wie sich der Preis der Option bei schwindender Laufzeit verhält. Theta wird vom Käufer der Option bezahlt und vom Schreiber der Option gewonnen. Es lässt sich als Prämie betrachten, welche für die Gewinnmöglichkeiten aus einem Gamma-Hedge zu bezahlen ist.

Rho ->   Rho Definitionstellt dar, wie sich der Preis der Option bei einer Veränderung des Zinssatzes verhält. Beim aktuellen Leitzins von 0% ist Rho derzeit kein hoch relevanter Faktor, trotzdem handlet es sich um einen nicht zu verachtenden Einflussfaktor.

Eine sehr gute Darstellung der Griechen findet man hier: Goethe Uni Frankfurt (PDF).

Nennen Sie 2 Annahmen, die in Black Scholes unrealistisch erscheinen und begründen Sie.

Normalverteilung der Renditen und kontinuierliche Hedging-Möglichkeit.

Ersteres ist historisch widerlegt, da extreme Kursbewegungen weitaus häufiger vorkommen, als von der Normalverteilung erwartbar wäre.
Kontinuierliches Hedging ist aufgrund von Transaktionskosten sowie Handelszeitbeschränkungen eine nicht haltbare Annahme. Durch den Ausschluss eines kontinuierlichen Handels entstehen Risiken wie Gap-Risiken, welche im Modell nicht korrekt abgebildet werden.

Welche Formen von Volatilität kennen Sie?

Historische-/ Realisierte Volatilität. Ist die Volatilität wie sie im Markt beobachtbar ist, also die Standardabweichung der Renditen.

Historische Volatilität
Implizite Volatilität ist die Volatilität, welche am Optionsmarkt eingepreist wird. Die Volatilität ist die einzige Unbekannte im Modell. Die aktuelle Volatilität wird entsprechend über Angebot und Nachfrage am Terminmarkt bestimmt.

Sie verfügen über 100.000€. Wie würden Sie diese aktuell investieren und ggf. absichern?

Hier gibt es keine Musterlösung. Wichtig ist es laut zu denken, Vor- und Nachteile von Investments in verschiedenen Assetklassen anhand des aktuellen Marktumfeldes zu bewerten, Risiken abzuwägen und Themen wie Diversifikation zu beachten. Am Ende sollte ein Ansatz angeboten werden, der anhand der vorherigen Ausführungen sinnhaft erscheint. Alternative Ideen und spezifisches Wissen sind gerne gesehen.

Wenn Sie mit einer Gewissheit von 100% wüssten, dass nach einem starken Preisverfall das Underlying wieder steigt, warum würden Sie im Zweifelsfall keine Call Option kaufen?

In fallenden Märkten steigt tendenziell die am Markt gepreiste Volatilität. In steigenden Märkten sinkt diese historisch gesehen tendenziell. Entsprechend würde der Investor Verluste im Vega der Option einfahren, die im schlimmsten Fall die Gewinne aus der Kursbewegung überschreiten und ein solches Investment trotz korrekter Markteinschätzung unprofitabel machen.

Was versteht man unter Risk of Assignment?

Das Risk of Assignment, ist das Risiko beim Kauf einer Option am Terminmarkt zugeteilt zu werden und das Underlying entsprechend des gehandelten Kontraktes liefern zu müssen. Zum Zeitpunkts der Zuteilung kann der Investor unerwartete Verluste realisieren müssen, was bei schlechtem Money Management vor allem bei Naked Options Positionen zu einem Margin Call führen kann, wenn nicht genug Geld frei ist, um den Basiswert zu liefern.

Was ist die Aufgabe des Treasury?

Treasury ist für die Steuerung und Allokation des Vermögens der Bank zuständig. Hier werden Richtlinien für die einzelnen Abteilungen einer Bank festgelegt. Diese Prozesse werden von den höchsten Instanzen mit beobachtet und instruiert.

Dabei sind die Kernelemente die kurz- und mittelfristige Planung von Liquidität, das Abschätzen und Bestimmen von Zins- und Währungsrisiken der Positionen des Geldhauses, das Vermeiden und Erkennen von gravierenden Kreditrisiken und gegebenenfalls nötiges Eingreifen, um Situationen mit erhöhtem Risiko zu vermeiden oder zu entschärfen, sowie eine Optimierung der Positionierung des Institutes hinsichtlich bilanzieller Vorgänge.

Durch die hier erfolgenden Tätigkeiten lassen sich Geldströme optimiert nutzen und somit Vorteile generieren beziehungsweise finanzielle Nachteile vermeiden.

Zeichnen Sie den Payoff einer Call- und einer Put Option.

Call Option

Long Call Option

Long Put Option

Long Put Option

Stripping verschiedener strukturierter Produkte. Erklären Sie die Zusammensetzung.

Am besten schaut man sich hier an, wie einzelne Derivate strukturiert werden. Zumeist sind es Spreads und/oder Kombinationen aus Underlying und Optionen, die bestimmte Auszahlungsmuster zulassen. Im Folgenden finden sich das Auszahlungsprofil und der Hedge von Discountern, Bonuszertifikaten, CFDs, Expresszertifikaten, Knock-Out Zertifikaten und Reverse-Convertibles (Aktienanleihen).

Discount-Zertifikat:

Ein Discount-Zertifikat liefert das Auszahlungsprofil eines Covered-Calls. Um dieses zu hedgen, benötigt man zwei Komponenten. Eine Komponente ist der Kauf des Basiswertes, die zweite Komponente ist eine Prämienkomponente, die den Abschlag auf den Aktienpreis ermöglicht. Dieser Abschlag wird durch den Verkauf einer Call-Option möglich. Beim Verkauf einer Call Option erhält der Schreiber eine Prämie, ähnlich derer einer Versicherung. Dafür gewährt er dem Käufer der Option das Recht, die Aktie zu einem bestimmten Preis vom Schreiber zu beziehen. Liegt der Schlusskurs der Aktie am Bewertungstag oberhalb dieses Preises, so muss der Schreiber die Aktie zum abgemachten Preis (unterhalb des aktuellen Marktpreises verkaufen) und kann somit nur bis zum abgemachten Preis (Strike der Option) an der Entwicklung des Basiswertes gewinnen. Liegt der Preis jedoch unterhalb des Strikes, so hat der Käufer des Covered Calls eine höhere Rendite erzielt, als der Investor, welcher die Aktie direkt gekauft hatte. Discount Optionsscheine sind besonders in Phasen hoher Volatilität interessant, da zu diesen Zeiten die Optionsprämien höher sind und somit der Discount größer ausfällt. In der Theorie kann die Position im Basiswert auch durch einen Zero-Strike Call dargestellt werden.

Discount Zertifikat

Bonuszertifikat:

Ein Bonuszertifikat gewährt dem Investor einen Mindestauszahlungsbetrag, solange der Preis des Basiswertes ein gewisses Niveau nicht durchbrochen hat (Barriere). Sollte dies der Fall sein, so nimmt der Investor 1 zu 1 an der Entwicklung des Basiswertes teil.

Diese Struktur ist durch eine Kapitalschutzkomponente (Long Down and Out Put) möglich. Ein Down and Out Put ist eine Option, die den Verkauf des Basiswertes zu einem bestimmten Preis (Strike) ermöglicht, solange ein gewisses Preisniveau nicht erreicht wird. Sobald dieses erreicht wird, verfällt das Recht und der Kapitalschutz verfällt somit.
Der Kapitalschutz ist deswegen möglich, da der Gewinn, welcher durch den Put erwirtschaftet wird, die Verluste im Basiswert ausgleicht.

Bonus Zertifikat

CFDs:

Ein CFD ist ein Delta1Produkt. Der einzige Impakt auf den Preis des Produktes ist die Preisentwicklung des Basiswertes. Daher lässt sich ein CFD von Seite des Market Makers einfach durch den Kauf des Basiswertes absichern.

CFD

Expresszertifikate:

Expresszertifikate werden als exotische Produkte bezeichnet. Ihr Auszahlungsprofil ist durch die Nutzung von digitalen Optionen strukturiert. Genau werden diese Optionen als Digitale-Multi Barrier Optionen bezeichnet. Diese sind je nach Ausrichtung des Expresszertifikates call- oder putseitig gewählt. Der klassische Fall ist jedoch die Call-Seite. Dabei funktioniert eine digitale Option streng nach dem Sinne „all or nothing“ -also entweder oder. Daher stammt auch der Begriff „digital“, denn die Option kennt nur 1 oder 0  – gewinnen oder verlieren. Für den Fall, das ein Gewinn eintritt, wird dem Produkt gutgeschrieben eine Rendite. In Folge läuft es entweder weiter oder aber es wird ausgezahlt. Sehr gut wird dieser Zusammenhang in diesem Video erklärt, welches bitte nicht als Werbung für das Produkt zu verstehen ist.
Express Zertifikat


Knock-Out-Zertifikate:

Ein Knock-Out ist wie ein CFD ein Delta1Produkt, es stellt also die Bewegung des Basiswertes 1 zu 1 dar. Im Gegensatz zu einem CFD hat ein Knock-Out Produkt jedoch eine eingebaute Barriere, welche beim Erreichen zur Wertlosigkeit des Produktes führt. Dies stellt den Hedge vor ein gewisses Problem, denn das Auflösen einer Position im Basiswert (zum Beispiel durch einen Stopp) garantiert den Preis, zu dem der Hedge aufgelöst wird, nicht, da es gegebenenfalls zu slippage kommen kann, was Verluste bedeuten würde. Dieses Risiko wird auch als Gap-Risiko bezeichnet.

Knock Out

Reverse-Convertible (Aktienanleihe):

Eine Aktienanleihe setzt sich aus einem Zero-Bond sowie einer Short-Put Option zusammen.
Beides sind Prämienkomponenten. Der Zero-Bond gewährt eine Basisverzinsung, welche durch die Prämie aus dem Short-Put noch erhöht wird.
Liegt der Preis des Basiswertes am Ende der Laufzeit unterhalb des Strikes der Put Option, so erhält der Anleger Aktien, da die Put Option vom Käufer ausgeübt werden wird und somit ein Aktienankauf stattfindet.

Aktienanleihe _ Reverse Convertible

 

Was ist ein Leveraged Buy Out (LBO)?

Ein Leveraged Buy Out ist eine mit hohem Fremdkapital finanzierte Unternehmensübernahme. Bei dieser Übernahmeform geht die kapitalgebende Bank ein besonders hohes Kreditrisiko ein. Wichtig dabei ist, dass das Unternehmen, welches gekauft wird, aus seinem Cashflow die Kosten für Zinsen sowie unternehmerische Tätigkeit stemmen kannn.

Normalerweise nimmt die kreditgebende Partei trotz allem einen gewissen Eigenkapitalblock in Anspruch, um das aus der Transaktion resultierende Risiko zu reduzieren. Relevant ist in diesem Zusammenhang der Begriff der Kreditdienstfähigkeit, der für LBOs interessante Unternehmen beschreibt.

Erklären Sie die Discount Cash Flow Methode.

Die Discount Cash Flow Methode oder kurz DCF analysiert den zukünftigen freien Cash Flow eines Unternehmens, um damit die Attraktivität eines Investments zu bewerten. Diese Bewertung erfolgt anhand der Diskontierung – also der Abzinsung – des Cashflows der einzelnen Perioden. Wenn die Höhe des zukünftigen Cash Flows höher ist als der jetzige Preis des Investments, kann dieses Investment ein lohnendes sein. Den DCF berechnet man wie folgt:

DCF

Dabei ist CF der Cashflow der jeweiligen Periode, r der Zinssatz und t die letzte betrachtete Periode.

Erklären Sie eine CDO.

CDOs sind sogenannte besicherte Finanzprodukte. Sie gehören zu den sogenannten Asset Backed Securitires (dt. mit kollateral hinterlegte Schuldverschreibungen).

CDOs sind ein Basket, also ein Bündel aus verzinsten Wertpaieren, welche in unterschiedliche Stufen eingeteilt werden. Diese Stufen werden in der Fachterminologie oftmals als Tranches bezeichnet. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Tranches in Verzinsung und in Stellung in der Bedienung der Zinszahlungen. Die klassische Abstufung ist:  Senior, Mezzanine und Equity, wobei Equity die riskanteste Tranche ist.
In der Finanzkrise 2008 haben sich diese Strukturen besondere Kritik eingefangen, da es durch diese möglich ist, hochriskante Kredite durch Diversifikation und intelligentes Verpacken vermeintlich sicher wirken zu lassen, jedoch bleiben in solchen Situationen die einzelnen Ausfallrisiken gleich und entsprechend hoch.
Die Konstruktion ist dabei vermeintlich einfach. Es bedarf lediglich einer juristischen Rahmenstruktur, die die jeweiligen Kredite und andere Schuldverschreibungen in sich aufnimmt und dann entsprechend, verbrieft als Anleihen unterschiedlicher Klassifikation, ausgibt. Die gegebenenfalls entstehenden Verluste werden entsprechend der Klassifikationen der ausgegebenen Anleihen verteilt.
CDOs können auch synthetisch mithilfe von Credit Default Swaps gestaltet werden.

Nennen Sie verschiedene Bewertungskennzahlen für Unternehmen und Aktien.

KGV = Kurs-Gewinn-Verhältnis oder auch Price Earnings (P/E). Auch Varianten mit EBIT, EBITDA etc.

KBV = Kurs-Buchwert-Verhältnis oder auch Price Book Ratio (P/B).

DivYield = Dividenden-Rendite

EPS = Earnings per Share = Gewinn Pro Aktie

KCV = Kurs-Cashflow-Verhältnis = P/C

Eigenkapitalrendite = Rentability

Umsatzwachtum = Revenue Growth

Ordereingang = Newly Ordered Goods / Services

Mitarbeiterzahlen = Employment Numbers

Steuerquote = Tax-Rate

Erklären Sie einen SWAP.

Ein SWAP ist ein Tauschgeschäft. Sie sind in allerlei Varianten und auf alle möglichen Underlyings erhältlich. Es wird ein klassischer Interest Rate Swap, also ein Zins Swap als Beispiel dienen:

Bei einem Zins Swap bezieht eine Partei einen festen Zinssatz, der zu Beginn der Laufzeit des Swaps festgelegt wird. Dieser Zinssatz kann zum Beispiel der aktuelle Euribor sein. Der Vorteil, der der Partei daraus erwächst, ist die Sicherheit mit diesem Zinssatz kalkulieren zu können. Die Partei, welche den festen Zinssatz erhält, bezahlt dafür der Counter Party den aktuellen Zinssatz plus eine Prämie, welche das Risiko, das die floating-Seite auf sich nimmt, kompensiert.
Entsprechend sieht der Payoff des Swaps wie folgt aus:

SWAP Struktur

In der Regel werden dabei nur die Differenzbeträge gezahlt und nicht der volle Betrag.

Falls Ihr euch mit Optionen noch nicht so sicher fühlt, können wir euch dieses Buch empfehlen: Optionsstrategien für die Praxis: So sichern Sie sich an der Börse ein regelmäßiges Einkommen.

Dies ist nur ein Ausschnitt von dem was möglich ist, um vorhandenes Wissen zu prüfen und oder Wissen zu generieren. Wenn ihr weitere Beispiele kennt und oder Fragen habt, die ihr beantwortet sehen wollt, schreibt uns. Wir freuen uns immer über Anregungen und Feedback.

Beste Grüße und viel erfolg im Praktikum,
InsideTrading

 

Stand1: 10. Juli 2009 Quelle: Financial Times Deutschland (Seite 21)

by Apr 08, 2016 1 Kommentar
Ein Produkt für jede Marktphase

Ein Produkt für jede Marktphase

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Ein Produkt für jede Marktphase

Etwas absolut Neues:
Der Markt hat nur 3 Richtungen:

  • aufwärts
  • abwärts
  • seitwärts

Und für alle diese Situationen gibt es Finanzprodukte, die eine Partizipation an dem jeweiligen vorliegenden Trend bieten. In diesem Artikel wird es dabei um gehebelte Produkte gehen, da für ungehebelte Investments meistens auch eine direkte Investition verfügbar ist, wie zum Beispiel eine Aktie oder Anleihe. Sollte dies nicht der Fall sein, so existieren meist ETFs, welche den Zielmarkt abbilden und eine kostengünstige Alternative für mittel- bis langfristige Investments darstellt.

Daher „strippen“ wir die Produkte nun nicht in ihre Bestandteile, sondern schauen uns einmal genau an, wie sich diese in den jeweiligen Marktsituationen verhalten. Wo liegen die Vor – und Nachteile der Produkte und wie könnte man beispielsweise in sie investieren.

In einem Aufwärtsmarkt liegen Primärphasen der Progression und der Kontraktion vor, einfach gesagt Trendbewegung und Korrektur.
In Folge betrachten wir nur Geschäfte, welche mit der Trendrichtung handeln. Diese Grundannahme gilt für alle folgenden Marktphasen.

In besagtem Aufwärtstrend gehen wir nun von einer starken Bewegung aus. Uns bieten sich hier nun zwei Möglichkeiten an. Die eine ist ein sogenanntes Faktor-Zertifikat, die andere ein Knock-Out Produkt.
Dies sind nicht alle zur Verfügung stehenden Produkte, doch mit die populärsten.
Ein Faktor-Zertifikat punktet dabei durch seine Einfachheit. Doch genau diese ist für viele Investoren gerade so tückisch, denn der fixierte Hebel, der auf den ersten Blick überaus attraktiv erscheint, kann je nach Marktsituation auch zum scharfen Schwert werden, das zurück schwingt.
Faktor-Zertifikate wurden bereits in einer vorangegangenen Sektion besprochen: Faktorzertifikate.
Hier wird mit ihnen das Beispiel für die Short Seite gerechnet.

Auf der Long Seite soll dieses Mal ein Knock-Out der klassischen Form herhalten.

Knock Out

Ein klassischer Knock-Out zeichnet sich durch seine Eigenschaft aus wertlos zu verfallen, sobald ein bestimmter Basiswert unterschritten wird. Zumeist wird das Produkt dann gegen eine kleine Rückzahlung ausgebucht. Diese Rückzahlung wird aus steuerlichen Gründen geleistet, zu denen wir aus rechtlichen Gründen keine weiteren Angaben machen dürfen. Bei Detailfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Steuer- / Anlageberater.
Der Wert eines Knock-Out berechnet sich dabei durch seinen „inneren Wert“(+Aufgeld). Diese Begrifflichkeit kommt dabei von der Tatsache, dass ein Knock-Out im Prinzip der Gattung der Optionsscheine entstammt, da es diese Zertifikate auch mit Laufzeitbeschränkungen gibt.
Der innere Wert ist definiert als die Differenz zwischen Barriere und dem aktuellen Kurs multipliziert mit dem Bezugsverhältnis.

An einem Beispiel: Es wurde ein Knock-Out Call auf die InsideTrading AG gekauft. Der zugrundeliegende Basiswert (Insidetrading) steht aktuell bei 45€, der Basispreis des Knock-Outs ist 40€, das Bezugsverhältnis sei als 0.1 gegeben.
Daher ist der Wert des Scheins:

(45€-40€)*0.1 = 50 Cent

In dem Moment, in dem der Basiswert – also hier InsideTrading– im Handel den Wert von 40€ erreicht oder unterschreitet, verfällt der Schein wertlos und wird aus dem Depot ausgebucht.
Der große Vorteil des Produktes ist wie im Knock-Out Artikel besprochen im Gegensatz zu Aktien oder Futures, dass man von vornherein weiß, wie viel Geld man maximal verlieren kann. Bei einer Aktie oder einem Future ist dies theoretisch ein Fallen des Basiswertes auf 0.

In Seitwärtsmärkten gibt es verschiedene Formen an Produkten, welche sich eigenen: Discount-Zertifikate, Bonus-Zertifikate, Aktienanleihen, Inline-Optionsscheine sowie Express-Zertifikate.

Da Discount- und Bonuszertifikate aber auch für leicht steigende Märkte geeignet sind, fokussieren wir uns jetzt auf die Produkte, welche wirklich für den Seitwärtsmarkt strukturiert werden.

Ein Inline-Optionsschein ist ein Knock-Out Produkt, welches beim Verlassen eines Korridors wertlos verfällt. Da ein Inline-Optionssschein ein Knock-Out Produkt ist, bietet es entsprechend Renditen im niedrigen aber auch im hohen zweistelligen Bereich.
Da aber viele Anleger dieses Knock-Out Risiko gerade in Seitwärtsspekulationen vermeiden wollen, bietet sich die Alternative eines sogenannten Express-Zertifikates.

Express-Zertifikat

Diese Express-Zertifikate werden im Laufe ihres Lebens an verschiedenen Bewertungstagen betrachtet und je nach Stand des Basiswertes ­–also unsere für Beispiele herangezogene InsideTrading AG­– gewinnt das Produkt an Wert (Bonuszahlung) oder aber es erfolgt eine Rückzahlung.

Im Detail:

  • Liegt die InsideTrading AG unter ihrem Bewertungslevel, so läuft das Produkt weiter, eine Rückzahlung erfolgt in diesem Moment nicht.
  • Liegt die InsideTrading AG über ihrem Bewertungslevel, so wird der entsprechende Nominalwert zuzüglich Bonusbeträge ausgezahlt.

Am letzten Bewertungstag:

  • Liegt der Basiswert am letzten Bewertungstag auf oder oberhalb des Auszahlungslevels, erfolgt die Rückzahlung zum Nominalbetrag zuzüglich Bonusbetrag.
  • Liegt der Basiswert am letzten Bewertungstag auf oder oberhalb der Barriere aber unterhalb des Auszahlungsniveaus, so erfolgt die Rückzahlung zum Nominalbetrag.
  • Notiert die InsideTrading AG unglücklicherweise zum finalen Bewertungstag unterhalb der Barriere, so erleidet der Anleger einen Verlust in Höhe des prozentualen Abstandes zur Barriere.

Auch hier ist ein kleines Beispiel sicher nicht verkehrt.

Betrachten wir die theoretische InsideTrading AG:
Es wird nun ein Express-Zertifikat angeboten. Das Zertifikat läuft über zwei Jahre und soll dabei einmal pro Jahr eine Bewertung erfahren. InsideTrading steht bei 100€, die Barriere ist mit 90€ 10% entfernt. Das Auszahlungsniveau sei bei 100€ festgelegt.
Für jedes Mal, wenn die InsideTrading Ag am Bewertungstag unterhalb der Bewertungsschwelle notiert, wird der Bonus dem Produkt gutgeschrieben und es läuft weiter.
Angenommen das Produkt wird nun beim ersten Mal wie genannt unterhalb der Schwelle liegen, beim zweiten Mal liegt es jedoch oberhalb, so wird der Nominalwert zuzüglich dem Bonus ausgezahlt.
Hier wären dies entsprechend 10€ plus dem Nominalwert 100€ = 110€.

Wenden wir uns zum Schluss nun dem bearischen Marktumfeld zu. Wie versprochen soll nun das Faktor Zertifikat zum Einsatz kommen. Bei diesem ist der Kaufzeitpunkt nicht relevant für den Hebel, welchen das Produkt beim Kauf hat, denn der Hebel ist per Konstruktion festgelegt.

Faktor Zertifikat

Bauen wir uns ein Beispiel. InsideTrading hat aktuell einen Kurswert von 42€, dem Investor hat der letzte Artikel nicht gefallen und er möchte sich rächen und nimmt eine auf fallende Kurse setzende Position ein. Zu unserem Unglück behält er recht, er hatte sich ein vierfach gehebeltes Faktor Zertifikat gekauft, welches bei 42€ einen Wert von 1€ hatte. Der neue Kurs nach der schlagartig an einem Tag stattfindenden Abwärtsbewegung liegt bei 35€. Das entspricht einem Kursverfall von 16,6%. Das Faktor Zertifikat multipliziert nun die Bewegung, also sowohl die Gewinne als auch die Verluste, um den Faktor 4.
Der Gewinn, den der Anleger mit seinem Zertifikat machte, ist also:

4*16,6% = 66,4%

Also ist der neue Preis des Faktorzertifikates steigt also um 66,4% auf 1.66€.
Wichtig ist dabei, dass die Bewegung an einem Tag stattfand, denn der Hebel des Zertifikates wird an jedem neuen Tag an den Schlusskurs des vorangegangenen Tages gekoppelt. Genaueres über diesen Effekt ist im Artikel Faktorzertifikate oder im Wissensbereich zu finden.

Wir hoffen, dass diese Ausführungen dabei helfen, die Produktwelt der Zertifikate, welche unendlich erscheint, etwas besser kennen zu lernen.

Hier noch einige Rufnummern zu den Hotlines der Emittenten, sodass weitere Rückfragen keine Umstände machen sollen, denn nichts ist wichtiger als sein Produkt zu kennen.

 

Beste Grüße, InsideTrading.

by Feb 16, 2016 Keine Kommentare
Ist Gier gut ?

Ist Gier gut ?

all

 

Is Greed Good?

zu Deutsch Gier ist Gut, ist Gordon Gekkos Aussage in dem Film Wall Street.
Gordon Gekko wird gespielt von Michael Douglas und stellt einen Investment Banker dar, der getrieben von der Gier keine Mittel und Wege scheut, um seinen fast schon unermesslichen Reichtum zu mehren.
Gleichzeitig geht er aber auch auf den Facetten-Reichtum der Gier ein.:

Im Film Wolf of Wallstreet ist Jordon Bellford gleichfalls besessen davon, erst einmal reich zu werden und diesen Reichtum in einem an Ektase grenzenden Zustand immer weiter auszubauen. Auch bei ihm geht im Laufe des Films jegliche Form von Moral und Anstand verloren.

Warum ist das so?
Und ist Gier nun etwas Gutes oder nicht?
Schauen wir uns das doch einmal etwas genauer an, damit die Qualität in deinem Handel sofort erhöht werden kann.
Prinzipiell ist Gier ein menschlicher Zug, der absolut normal ist und aus unserer Vergangenheit heraus Sinn ergibt.
Je mehr Essen man hatte, desto mehr Kinder konnte man versorgen. Je mehr Frauen ein Mann fand, um sich fortzupflanzen, desto größer war die Chance, dass eines der Kinder überlebte und so der Fortbestand gesichert war (ein solches Verhalten ist heute teils noch sichtbar .smile.).
Im Laufe der Zeit und mit der zunehmenden Zivilisierung unserer Gesellschaft begann Geld eben diese Grundbedürfnisse mit abzudecken und wurde damit ein Sinnbild für alles, was wir zum Leben brauchen (Nahrung, Spaß, sogar Sexualität wurde käuflich).
Schnell wurde es vom Werkzeug zu einem Selbstzweck.

Heue ist die Gier nach Geld wohl so groß wie nie.

 

Wie ist dies nun aber zu bewerten? Moralisch, sowie für uns als Investoren?

Moralisch gesehen ist Gier, denke ich, nicht direkt verwerflich. Gier ist es, was die meisten antreibt, das für die Gesellschaft zu tun was sie tun. Ich denke, die wenigsten wären bereit morgens früh aufzustehen, wenn sie nicht dafür bezahlt werden würden – und eben diese Bezahlung ermöglicht einem ja das Leben, das wir uns wünschen und nach dem wir streben. Ob die Bezahlung dabei von deinen Kunden als Selbstständiger kommt oder aber Du für ein Unternehmen arbeitest, das dir eine regelmäßige Gehaltszahlung stellt, ist irrelevant.
Der Antrieb ist derselbe.
Auch ist Gier das, was dabei hilft, die Angst zu überwinden Investments zu tätigen, Risiken auf sich zu nehmen, ja sogar Neugier ist eine Form von Gier, die einen zum Lernen motiviert und einen nach Wissen streben lässt.
Wenn wir an dieser Stelle halten würden, könnte man sagen, dass Gier solange man nichts Verwerfliches macht, um ihr nachzukommen eine gute Sache ist. Aber genau hier sollte ich vielleicht eine Differenzierung vornehmen.
Denn genauso hilfreich Gier auch sein kann, haften ihr mindestens genauso viele destruktive Faktoren an.
Und gerade diese sind es, die uns beim Investieren und Traden alles kosten können. Dabei sind die folgenden drei Punkte aus meiner Sicht besonders gefährlich:

  • Over-Trading (zu schnell)
  • Over-Leveradging (zu viel)
  • Fehlendes Wissen („naiv“)

Unten findest Du auch eine Liste mit „Soforthilfen“ zum Thema Gier.
(villeicht gefällt Dir dazu auch dieser Artikel: Konstant erfolgreich)

 

Over Trading:

Over Trading bedeutet, dass man zu viele Positionen eröffnet. Man hat Angst etwas zu verpassen, sieht in jeder neuen Bewegung die große Chance. Man ist getrieben von der Gier, jede Rendite-Chance im Markt ausnutzen zu wollen.
Dadurch jagt man oft Situationen nach, die man im Nachhinein bereut, denn bei objektiver Betrachtung war der Markt bei weitem überreizt oder das Signal nicht voll ausgeprägt. Ein anderes Beispiel ist der Ausbau der Position, obwohl ein solches Verhalten nicht geplant war, man jetzt aber das Gefühl bekommt, mehr Gewinn machen zu können.

Das Ergebnis sind eine Menge zweitklassiger Trades, eine schlechte Performance und große Turn-Over Kosten, also Kommissionen, die an den Broker bezahlt werden müssen.
Zwar sind diese in den vergangenen Jahren stark gefallen, aber trotz allem gilt es wie im richtigen Leben, die Kosten niedrig zu halten, denn Vermögensaufbau bedeutet nun einmal Einnahmen größer Ausgaben und Handelskosten sind nun wirklich nicht die beste Art sein Geld auszugeben, oder?

 

Over-Leveraging:

Over-Leveraging ist, falls du Aktien- oder ETF-Investor bist, (was hier bei Inside Trading hauptsächlich besprochen wird) eher ein untergeordnetes Problem. Da aber auch ETFs mit immer größerem Hebel angeboten werden, möchte ich dieses Thema zumindest angesprochen haben.
Der klassische Fall: Der Investor möchte seine Rendite maximieren und wird dabei „blind“ für die damit verbundenen Risiken. Er beginnt Faktorzertifikate zu nutzen, ohne sich der Renditerechnung bewusst zu sein oder sucht einen möglichst hohen Hebel in anderen ihm zugänglichen Produkten.
Bei ETFs sind die Hebel aktuell mit bis zu Drei verfügbar, doch auch ein konstanter Hebel von 3 reicht aus, um ein Depot dem Erdboden gleich zu machen, denn eine Korrektur von 33% bedeutet einen Drawdown von 100%. Bei ETFs ist dies durch das Daily Adjustment nicht ganz so drastisch, dafür gleicht aber die Wertentwicklung eher der eines Faktorzertifikates (Daily Adjusted). Hier kann es jedoch zu Abweichungen durch den Fonds kommen, je nachdem wie gut oder schlecht dieser „gemanagt“ wird.
Auf diese Art und Weise wird der Blow Out, also das auf Null Fallen des sogenannten Netto-Inventarwerts des Fonds, verhindert. Einfach gesagt, der ETF kann rechnerisch nie auf 0 fallen und immer weiter am Markt bleiben.

Gerade bei der Arbeit mit Hebeln ist es wichtig Gier zu verstehen, um bewusste Anlageentscheidungen zu treffen und Positionen, die gegen einen laufen sukzessive abzuschneiden und zu schließen, da sonst aus dem Traum von mehr Rendite ein Albtraum wird, für den uns die Gier blind gemacht hat.

 

Fehlendes Wissen:

Fehlendes Wissen hat eine gewisse Verwandtschaft zu dem eben angesprochenen Punkt, dass sich Investoren von Zeit zu Zeit nicht ausreichend mit ihren Produkten beschäftigen und somit immer wieder böse Überraschungen erleben. Faktor-Zertifikate sind nur ein Beispiel, ein anderes können Optionen sein, deren Wert während der Laufzeit auch sehr von Faktoren wie Volatilität und Restlaufzeit abhängt. Erst am Ende der Laufzeit ist ausschließlich der innere Wert entscheidend.
Der innere Wert ist der Gewinn, den Du aus der Nutzung deiner Kauf- oder Verkaufsoption im Vergleich zum aktuellen Marktpreis + Prämie machst. Aber das gilt eben erst zum Schluss.
Trotz all dieser „Kleinigkeiten“, die der Investor nicht verstanden hat oder über die er hinwegsieht, kauft er das Produkt aufgrund der hohen Gewinnchancen, die er sich daraus verspricht.
Die für das Portfolio schlimmste Kombination ist die Gier gepaart mit mangelndem Wissen um Produkt und Risikomanagement.
Ich will nicht Partei ergreifen, ob Gier nun etwas absolut Gutes oder Schlechtes ist.
Ich will aber meine Meinung zum Ausdruck bringen, dass Gier etwas Menschliches, ja sogar Notwendiges ist, um Innovationen zu fördern und unsere Gesellschaft voran zu bringen.
Gleichzeitig aber muss man sie verstehen, sie beherrschen lernen.
Gerade wenn Du daran denkst, Dich selbst um Dein Geld zu kümmern, Dich zu bilden und Deine finanzielle Zukunft in die eigene Hand zu nehmen, solltest du dich mit dem Thema einmal beschäftigt haben. Dann musst und wirst Du auch unweigerlich deine gierige, emotionale Seite kennen lernen und sie meistern müssen.
Dieser Prozess ist einer, der nicht von heute auf morgen beschritten wird, auch nach jahrelanger Erfahrung wird man nicht frei von solchen Emotionen, man lernt nur besser damit umzugehen und erkennt sie rechtzeitig.

 

Was du bis dahin tun kannst:

  • Versuche deinen mobilen Handel einzuschränken. Das könnte Dir die eine oder andere Kurzschluss-Reaktion ersparen.
  • Höre nicht auf Dich zu bilden. Klingt trivial, aber es gibt immer etwas Neues, dass du lernen kannst – niemand lernt jemals aus.
  • Führe ein Trading-Tagebuch
  • Schreibe Dir die Telefon-Nummern von großen Emittenten auf und rufe diese im Zweifelsfall an, wenn Du Fragen zu einem Produkt hast (Hier eine Übersicht über ein paar der großen):
    • Deutsche Bank +49 (69) 910 388 07
    • Commerzbank +49 (0)69 / 136 – 47845
    • UBS 0800-800 04 04
    • IShares +49 (0)89 42729 – 5858
    • Citi 0800 – 2484366
    • GS 0800 / 674 63 67
  • Erstelle Dir eine Checkliste, die Du vor jeder Investitionsentscheidung durchgehst. Beispiel:
    • Bin ich gestresst?
    • Bin ich überglücklich?
    • Brauche ich aktuell Geld oder denke ich über eine teure Anschaffung nach?
    • Hatte ich heute persönliche Probleme?
    • Kann ich meine Idee rational begründen / besteht sie eine Kontrolle durch den Trading- / Investitionsplan?

→Durch eine solche Checkliste kannst Du dich selbst kontrollieren, wobei Du durch das vorherige Festlegen von Kriterien einen Standard für Dich schaffen kannst.
Ich hoffe, Du konntest Dir ein paar Denkanstöße mitnehmen. Vielleicht hast Du selbst sogar schon Erfahrung mit der Gier gemacht, wenn ja wie hat es sich bei Dir geäußert?
Bitte teile Deine Erfahrung mit anderen.
Denn nur so können wir alle etwas Lernen.
Und Wissen ist der erste Schritt zum Verständnis und Erfolg.

 

Beste Grüße~
Julian

InsideTrading

by Sep 18, 2015 Keine Kommentare
Faktor-Zertifikate Eine Seite, die dir bares Geld spart!

Faktor-Zertifikate Eine Seite, die dir bares Geld spart!

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 Faktor-Zertifikate Eine Seite, die dir bares Geld spart!

Hey Insiders,

den Titel meine ich absolut ernst! Immer wieder werden wir angesprochen und gefragt: “Warum habe ich Verluste mit diesem Produkt gemacht?“ oder: “Wieso erholt sich mein Produkt nicht wie der Basiswert?“.

Fast immer ist die Rede von Faktor-Zertifikaten.
Was sich nach einem einfachen Hebelzertifikat anhört, ist in der realen Umsetzung etwas komplizierter. Denn für Investments sind diese Produkte auf Grund ihrer Struktur Gift, für das kurzfristige Trading jedoch sehr interessant.
Schauen wir uns das einmal genauer an.

Formal: Ein Hebel allgemein multipliziert die Gewinne wie auch die Verluste.

Besser gesagt, Bewegungen verstärken sich, die Kurs-Schwankungen des Faktor-Zertifikates sind also ein Vielfaches der normalen Aktie (höhere Chance bei höherem Risiko).

Formula

Ein Zertifikat mit dem Hebel 5 reagiert also 5-mal so stark auf Kursschwankungen, wie die Aktie. Das multipliziert sowohl Gewinne als auch Verluste und stellt somit gleichzeitig Chance als auch Risiko dar.

Warum dann aber die Fragen, wenn es doch so einfach ist?

Hier kommt das Produkt ins Spiel. Das gerade gerechnete Beispiel ist ein ganz einfaches Hebelzertifikat.Bei einem Faktorzertifikat, wird der Hebel über die  gesamte Laufzeit (meist endlos) konstant gehalten. Dazu wird am Ende des Tages der Schlusskurs als neue Basis in die Berechnung eingesetzt.(Die Hintergründe werden in einem unserer Kurse erläutert werden, da es den Rahmen etwas sprengt. Aber so viel sei verraten, es geht um:“Hedgen“)

Genau das ist das tückische an diesen Produkten, denn hier schlägt ein mathematischer Effekt durch: Die Prozentrechnung – alles ist relativ, deine Gewinne eben auch.

Du ahnst vielleicht schon, um was es geht. Ein Gewinn von 5% ist nicht immer gleich groß. Ein Gewinn von 5% bei einem Kurswert von 100€ ist absolut gesehen, weitaus weniger als 5% bei 1000€ (5€ Vs. 50€).
Diese Reihe lässt sich beliebig fortsetzen.
Je größer der Basiswert desto größer der absolute Wertzuwachs und gerade das ist die Falle, in die viele tappen und gleichfalls auch der Grund, warum ich das Produkt für Daytrading empfohlen habe (da Du so den Effekt umgehst).

Rechnen wir einmal ein Beispiel.

Die Aktie der InsideTrading AG fällt zu Beginn um 5%, steigt in Folge um 5%. Die Volatilität steigt, der Markt fällt extreme 15% und gewinnt am Folgetag wieder 16%.
Wenn Du nun alle Renditen zusammenrechnest, kommst du auf +1%.
Wie hätte sich aber ein Faktorzertifikat Hebel 2 verhalten? Angenommen die obrige Rechnung stimmt, so sollten wir 2 % im Plus sein.

Hier das versprochene Beispiel.:

Tabelle

*Tabellarische Darstellung der beschriebenen hypothetischen Wertentwicklung

Equity*Line-Graph der Daten aus der Tabelle

In Wahrheit hat das Papier nun aber einen Verlust von immerhin fast 8.6% erlitten.

 

Kurz für Dich zusammengefasst.:

  • Fester Hebel aber kein fester Basispreis.
  • Muss nach Verlusten wesentlich stärker steigen um, Verluste auszugleichen (siehe oben).
  • Es ist wichtig zu beachten, was der relevante Basiswert ist.
  • Eher für Kurzfristige Trades / Day-Trading geeignet (hier ist fester Hebel von Vorteil, da einfach zu rechnen).

Daher ist es enorm wichtig, dass du dir bei der Nutzung von Faktorzertifikaten immer im Klaren darüber bist, wie diese Produkte sich verhalten. Gerade in Seitwärtsmärkten führt die Tägliche Anpassung zu massivsten Verlusten in deinem Wertpapier.

Was hast Du bereits für Erfahrungen mit Faktor-Zertifikaten gemacht, beziehungsweise wofür nutzt Du sie?
Hast Du sonstige Fragen und Anregungen zum Thema oder auch etwas vollkommen anderem, lass es uns wissen.

Dein InsideTrading Team

by Aug 07, 2015 Keine Kommentare
„Kaufen, wenn in den Straßen Blut fließt“

„Kaufen, wenn in den Straßen Blut fließt“

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Baron Rothschild soll einmal gesagt haben: “Man muss kaufen, wenn in den Straßen Blut fließt“. Ganz so drastisch würde ich es vielleicht nicht ausdrücken, doch er hatte erkannt, dass sich Wenden in Strömungen und Trends oftmals durch kriegerische Konflikte abzeichnen.

Durch die damit einhergehende wirtschaftliche Rezession werden Waren wie Lebensmittel sehr teuer, aber Kapital wie Maschinen oder Produktionsstätten  werden eher günstig zu erwerben sein (aufgrund der politischen Unsicherheit, mangelnder Nachfrage und Geldnot). Es sind dieselben Gründe, die auch heute bei fallenden Aktienkursen angegeben werden.

Was hat aber eine solche Weisheit mit unserer heutigen Zeit zu tun?

Und noch viel wichtiger: Welchen Einfluss hat das auf die eigenen Investments?

Die richtige Antwort ist: Nichts und gegebenenfalls doch alles!!!!!

Denn heute wird der Konflikt  zum Glück zumeist nur noch im Orderbuch (Auflistung der Kauf- und Verkaufsaufträge für ein bestimmtes Wertpapier) ausgefochten.

Wir haben in einem anderen Artikel bereits den Trendaufbau nach Markttechnik näher betrachtet. Dabei wurde angesprochen, dass Trends ineinander verschachtelt sein können und man damit Einstiege finden und Geld verdienen kann.

Rothschild sagte, dass Kriege und Brüche in aktuellen Entwicklungen ein gutes Indiz für eine Wende im Trend seien …und was früher die Weltkriege waren, sind heute der Fall einer Bank oder Fonds.

Doch nun wollen wir das anhand des Trends selbst bestimmen!

DAX D1

Bilder zum zoomen anklicken.

Ich habe hier den Dax(30) auf Tagesbasis mit eingezeichnetem Trendverlauf nach Markttechnik vorbereitet. Bei diesem habe ich eine Wendestelle markiert. Diese ist nicht ganz optimal verlaufen, da danach der Markt noch einmal korrigierte. Aber die untergeordneten Trends, auf die ich eingehen möchte, waren sehr klar zu erkennen.

Mir ist wichtig, dass man folgenden Zusammenhang möglichst gut versteht. Daher habe ich ein kurzes Video dazu erstellt.

Der Dax befindet sich im oberen Bild ganz unverkennbar in einem Aufwärtstrend, wie an den höheren Hoch- und höheren Tiefpunkten zu erkennen ist.

Wir wollen nun zeigen, wie man auf eben diesen Trend aufspringen kann und dabei durch eine kleine Ineffizienz einen guten Einstieg findet. (Korrektur im Trend – wie Rothschild, nur kurzfristiger, wir denken ja nicht in Generationen :-)).

Den untergeordnetenTrend erkennen:

DAX H1

Wenn man nun in die Wendestelle „hineinzoomt“ und sich den Preisverlauf auf Stundenbasis anschaut, so erkennt man, dass hier die kurze Korrektur klar als Abwärtstrend erkennbar ist. Dieser bildet dann einen Boden und kehrt sich in einen Aufwärtstrend um. Man erkennt gut die zu Beginn fallenden Hochs und fallenden Tiefs, die sich dann nach einer kurzen Phase der Uneinigkeit in steigende Hoch- und steigende Tiefpunkte umwandelt. Aus dem Artikel zum Thema Preisentstehung, wissen wir, dass Preise Angebot und Nachfrage widerspiegeln. Je kleiner die Zeiteinheiten werden, desto mehr sieht man den Einfluss jedes einzelnen Kauf- und Verkauf-Auftrages.

Ich will noch eine Stufe tiefer gehen und mit dem M5 das gesamte Bild vervollständigen.

Die kleinen Trends erkennen:

DAX M5 & H1

Hier sieht man, dass sich jede Korrektur des Stundencharts weiter aufspalten lässt und es auf dem 5 Minuten Chart wieder Bewegungen und Korrekturen gibt, welche sich wiederum weiter in kleineren Trends darstellen ließen. Dieses Spiel könnte ich nun so lange fortsetzen, bis wir auf dem Tick Chart und somit der Verbildlichung der Times and Sales Liste angekommen wären. Die Times und Sales Liste ist quasi der Kassenbon der Börse. Auf ihr werden alle Umsätze sowie die zugehörigen Preise verzeichnet. Jede Verbildlichung des Preises ist auf ihr begründet.

Kombinieren wir nun unser bisher erlangtes Wissen, können gut getimte Ein- und Ausstiege gefunden und/oder Hedges aufgelöst werden! (Wie funktioniert das Hedging?| unser Hedge-Rechner)

Zurück zum Thema: Erinnern wir uns noch einmal kurz an den Trendaufbau zurück.

Der Trend wurde definiert durch steigende Hoch- und Tiefpunkte, oder fallende Hoch- und Tiefpunkte. Die Zeiteinheit und Trendgröße ist dabei vollkommen irrelevant.

Wenn wir nun alles zusammen in ein Bild bringen dann wird schnell klar, dass die kleinen Trends in die Großen hineinlaufen. Daraus resultiert, dass man mit engen Stopps und kleinem Risiko an den großen Bewegungen partizipieren kann und hohe Vielfache des eigenen Risikos (also ein hohes CRV) verdienen kann und oder man durch Trailing-Stops dem Markt einfach folgt.

Die Übergänge erkennen:

Wie Trends ineinander Greifen - Ballkönigin

Ich habe hier erneut das Bild mit Stunden- und 5 Minuten Trend.

Wissentlich, dass der Tageschart sich in einem Aufwärtstrend befindet (siehe erstes Bild), suchen wir hier nach Aufwärtstrends in den kleineren Zeiteinheiten. Das untere, große weiße Rechteck, markiert das erste höhere Hoch im 5 Minuten Chart. Sobald der Markt dieses durchbricht, hat er begonnen eine Folge aus höheren Hochs und Tiefs auf dieser Trendgröße zu bilden. Damit wären der Tageschart und der M5 beide long ausgerichtet.

Das obere, längliche Rechteck markiert das erste höhere Hoch auf der Trendgröße des Stundencharts. Sobald der Markt dieses durchbricht, hat er begonnen auf dieser Trendgröße das Muster eines Aufwärtstrends zu bilden. Das kleine Rechteck in der Mitte ist das erste höhere Hoch des korrigierenden 5 Minuten Charts.

Möchte man nun zum Beispiel die Trendwende auf dem Stundenchart vorweg nehmen und den Ausbruch über das erste Hoch mit handeln (diese können beizeiten enorme Volatilität mit sich bringen, wenn short positionierte Marktteilnehmer sich ausstoppen und neue unpositionierte Händler den jungen Trend zu kaufen beginnen) so kann man einfach den kleineren 5 Minuten Trend handeln und schauen, ob man so in den Stunden- und Tagestrend hineinkommt. Diese Form von Handel braucht sehr viel Feingefühl, lässt sicher aber genauso gut in großen Zeiteinheiten handeln (und ist damit nicht den Intra-Day Traden vorbehalten).

Außerdem lassen sich solche Trendumbrüche wunderbar in Kerzen-Formationen erkennen. Wieso, weshalb, warum würde ich gerne nächstes Mal besprechen, da es für den Handel aus dem Chart essentiell ist, Trends und Trendgrößen zu verstehen. Es ist vollkommen normal, dass man dieses Thema eher überspringt, da es zu der trockeneren Materie des Handelns und Investierens gehört.
Aber wie wir alle wissen, hat ein Großteil der Marktteilnehmer zu kämpfen und da ein Großteil sich nicht kümmert…..^^

Wir finden, das muss nicht sein.

Daher sind wir auf dem Weg zu mehr Insight.
Liebe Grüße,
InsideTrading

by Jun 13, 2015 Keine Kommentare
Wie entstehen Preise?

Wie entstehen Preise?

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Wie entstehen Preise?

Alle arbeiten mit ihnen, reden darüber, nehmen sie als Fundament für Handelsentscheidungen oder betrachten sie als Buch mit sieben Siegeln: Börsenkurse, deren Bewegungen und die Gründe für eben diese.
Aber fangen wir einmal ganz vorne an und fragen uns, wie sie entstehen? – im Orderbuch:

Durch die treibenden Kräfte des Marktes: Angebot und Nachfrage.

Prinzipiell kannst Du dir den Börsenhandel wie den Handel auf einem orientalischen Markt vorstellen, viele Menschen treffen aufeinander. Angebot und Nachfrage werden durch Verhandlungen auf einen Nenner gebracht.
Früher geschah eben dies an den Parkettbörsen, heute, da alles zunehmend elektronisch abgearbeitet wird, vergessen viele, was im Hintergrund eigentlich passiert.
Der Mechanismus ist überall derselbe, sei es an einer Parkettbörse oder an der Xetra (einem elektronischen “Marktplatz”). Angebot und Nachfrage (ich weiß, ich wiederhole mich, doch es ist einfach essenziell, dass Du dir das verinnerlichst) werden im Orderbuch zur Übereinstimmung gebracht. Dabei entsteht die Times and Sales Liste (T&S) von der dann später die Charts abgeleitet werden.
Hierbei gelten 4 fundamentale Prinzipien:

  1. Preiskontinuität
  2. Widerspiegelung der Marktsituation
  3. Gleichbehandlung der eingehenden Aufträge
  4. Umsatzbetrachtung bei der Ausführung

 

Zu 1. (Preiskontinuität): Hierbei soll gewährleistet werden, dass der neue Kurs nicht zu weit vom vorherigen entsteht, sprich, dass keine übermäßigen Kurslücken (Gaps) entstehen (dieser Punkt ist bei Computer-/elektronischen- Börsen nicht immer gewährleistet, vor allem bei geringem Volumen im entsprechenden Finanzprodukt).

 

Zu 2. (Widerspiegelung der Marktsituation): Dieser Punkt ist weitgehend selbst erklärend und kann mit  Punkt 1 verglichen werden. Es soll schlicht verhindert werden, dass einzelne Aufträge den Markt irrational weit von seinem aktuellen Preis wegbewegen, wobei hier die Marktsituation einbezogen wird. So kann es nach einem raschen Anstieg durchaus zu einem finalen Gap kommen, wenn ausreichend viel Volumen diese Sprünge trägt oder bei abfallendem Volumen entsprechende Orders im Markt liegen. Jedoch gilt auch hier, dass dieses im Rahmen einer “rationalen” Kursstellung erfolgen muss,der Kurs darf also nicht gestellt werden. Daher ist hier nicht mit einem Sprung von sagen wir 100 % zu rechnen.

Zu 3 (Gleichbehandlung der eingehenden Aufträge): Alle Orders werden unabhängig ihres Volumens abgerechnet. Die determinante Größe für die Ausführung ist der Eingang (Zeit) der Order.

Zu 4 (Umsatzbetrachtung bei der Ausführung): Dieses Prinzip besagt, dass immer der Kurs mit dem höchstmöglichen Umsatz zu stellen ist.
Hierbei können wir wieder zu unserem anfangs genannten Beispiel, dem orientalischen Basar, zurück kommen. Es macht Sinn, dass der Händler seine Waren zu den Preisen anbietet, zu welchen er die meisten Abnehmer findet.
Jeder, der vielleicht bereits die Chance hatte, einen orientalischen Markt zu erleben, kann sich jetzt bereits etwas mehr unter der Kursstellung der Börse vorstellen.
Jedoch nur etwas…
Denn wie funktioniert das denn nun genau mit der Stellung von Kursen?

 

Quotes für wie entstehen Preise



Die Tabelle zeigt ein Beispiel für Orders in einem Orderbuch, sowie das zum genannten Preis akkumulierte Volumen der Angebots- und Nachfrageseite. Die rechte Spalte gibt den möglichen Umsatz an.

Angenommen der Preis stand bei 52, was ist bei aktueller Orderbuchlage der neue Preis?
Nach dem Prinzip des Umsatzes muss nun der Kurs gerechnet werden, der bei gleichzeitiger Preiskontinuität den höchsten Umsatz generiert. Dies wäre in unserem Fall genau 53, denn auch zu anderen Preisen ließe sich nicht einmal mit einem gehörigen Sprung ein größerer Umsatz generieren.

Gleichfalls ist es wichtig, dass Du die Form der Börse beachtest. Sprich ob es sich um eine Parkettbörse mit Makler oder um eine elektronische Börse wie der Xetra handelt.

In elektronischen Börsen wie der Xetra oder auch der Eurex sind oftmals starke Kursschwankungen zu Newszeiten oder Zeiten geringen Volumens zu sehen.
Solche Bewegungen entstehen durch ein Ausdünnen des Orderbuches, da Limits vor den News aus dem Markt genommen werden um von den Sprüngen des lückenhaften Orderbuches nicht überrascht und abgefischt zu werden.

Ein absolutes Bilderbuchbeispiel, welches ich selbst erleben durfte: mit Lücken, Sprüngen, Handelsaussetzungen und, in den extremsten Ausführungen, Kursschwankungen von über 30 %.

Black Swan EUR/CHF.
Dieses Event war hauptsächlich deswegen so drastisch, da es an einem rein elektronischen Börsenplatz und noch dazu OTC stattgefunden hat. An einer Parkettbörse wäre es nicht ganz so dramatisch ausgefallen, da hier neben dem Umsatz auch noch die drei anderen Prinzipien in die Kursstellung Einzug erhalten hätten. Dadurch hätte sich der Overshoot nicht ganz so drastisch ausgewirkt.

Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesem Beitrag die Prinzipien der Kursstellung etwas näher bringen und auch die Relevanz über eben dieses Wissen durch ein nicht allzu altes Beispiel verdeutlichen.
Ich selbst erachtete dieses Wissen lange für nicht übermäßig relevant, aber unter dem Strich galt für mich besser spät als nie…

Wenn ihr mehr zum Thema Markt-Technik erfahren wollt, kann ich euch dieses Buch wärmstens empfehlen.

 

by Apr 05, 2015 1 Kommentar