Praktische Anwendung der DOW-Theorie  [Folge_#02]

Praktische Anwendung der DOW-Theorie [Folge_#02]

Analysen

“Eine Anwendungsvariante der DOW Theorie zum Identifizieren konkreter Handelssignale in einer mehrteiligen, detaillierten Schritt für Schritt Anleitung.”


Was bisher geschah…

In Folge 1 wurden bereits die Grundsätze der Handelsstrategie festgelegt und auf deren gedanklichen Ursprünge eingegangen. Weiters haben wir unter Zuhilfenahme der DOW-Theorie das 1. Kriterium überprüft und positiv bestätigt, dass sich der zu handelnde Basiswert in einem übergeordneten Aufwärtstrend befindet (siehe u.a. Folge_01, Baseline Pkt. b.).

Vorschau

In dieser Folge werden wir einen kleinen Zwischenschritt einlegen und den vorherrschenden Trend und das Kursniveau-Umfeld visualisieren bzw. qualifizieren. Auch wenn dies dann wohl erst frühestens in Folge 3 erfolgen wird, erarbeiten wir mit den nachfolgenden Arbeitsschritten die Basis für Zielkurs- und CRV-Annahmen. Ergänzend hierzu werden wir den Output dann auch als Kriterium für ein probates Money- und Riskmanagement heranziehen.

2. Bestimmung der Hoch- und Tiefpunkte

In Folge 1 haben wir erkannt, dass sich ein neues Höheres Hoch (HH) ausbildet, nachdem das Kursniveau des letztgültigen Hochs übertroffen wurde. Zwischenzeitlich hat sich der Kurs noch weiter erhöht und somit wird auch das HH mit jeder noch höheren Kurskerze angepasst. Nachdem der Kurs nun mittlerweile eine “signifikante” Abwärtsbewegung vollzogen hat, kann man das zwischenzeitliche HH als gültig annehmen und folgt nun dem abwärts laufenden Kurs, der Raktionsbewegung. Zur Erinnerung, das sich gerade ausbildende (vermeintliche) Höhere Tief kann erst “verlässlich” bestimmt werden, wenn wiederrum das aktuell gültige Höhere Hoch übertroffen wird.

3. Das Umfeld qualifizieren

Untergeordnet zur Trendbestimmung nach der DOW-Theorie kann man auch Trendlinien, -kanäle und Widerstands-/Unterstützungslevel berücksichtigen. Trendlinien werden eingezeichnet, in dem man zumindest zwei Tief- oder zwei Hochpunkte mit einer Linie verbindet. Per se sind diese daher diagonale Linien im Chart, die grobe visuelle Anhaltspunkte über die Trendrichtung und die vorherrschende Trendstärke geben. Im Gegensatz hierzu werden Widerstands- und Unterstützungslevel als horizontale Linien/Zonen/Marken bestimmt und signalisieren jene Kursniveaus, an denen der Kurs auffällig oft reagiert, z.B. ein Rücksetzen von einem bisheriges ATH.

In der Regel sollte man zum Erfassen und Einzeichnen solcher Orientierungen jenen Zeitinvertall wählen, den man auch zum Trading nutzen möchte (in unserem Fall somit H1). Man sollte sich auch ein wenig Historie mit anzeigen lassen und ruhig ein, zwei Schritte vom Monitor zurück machen … und damit eine Art Vogelperspektive wirken lassen. In unserem Beispiel “ghosten” wir auch ein wenig die Darstellung des Aufwärtstrends auf Tagesbasis, um davon nicht zu sehr abgelenkt zu werden.

Wir zeichnen nun Trendlinien, Unterstützungen und Widerstandsniveaus ein. Allgemein kann man festhalten, dass die Verlässlichkeit von Trendlinien zunimmt, wenn diese vom Kurs oft angelaufen wurden und von dort wieder abprallten. Weiters steigt gewöhnlich die Relevanz mit zunehmendem Bestand, also wenn eine Trendlinie über längere Zeit hinweg besteht.
Als Hilfestellung habe ich auch einige typische Kurs-Reaktionen mit Pfeilen im Chart eingezeichnet.

 

Betrachtet man nun den Kursverlauf fällt eine gewisses Gleichmäßigkeit der Entwicklung der Höheren Hochs auf, auch scheinen diese halbwegs parallel zu der untersten Trendlinie zu verlaufen.

Wir erweitern somit die außen/unten liegenden Aufwärts-Trendlinie zu einem Trendkanal und ziehen dessen obere Begrenzung in die Region der Höheren Hochs.

In diesem Fall passt der Trendkanal wirklich erstaunlich gut und uns liegt nun eine Indikation der weiteren Entwicklung des Aufwärtstrends vor. Wie eingangs erwähnt, ist so ein Trendkanal keineswegs verbindlich, er bildet aber zumindest eine Basis um eine Annahme bevorstehender Kursbewegungen zu treffen.

Man sollte auch ruhig einmal den Versuch wagen, einen Trendkanal in die Vergangenheit zu verlängern. Manchmal muss man erkennen, dass dessen Entwicklung bereits deutlich länger andauert, was wiederum seine Relevanz erhöht.

Ergänzende Informationen:
– Wird eine Unterstützung oder ein Widerstand nachhaltig durchbrochen, so ändert sich seine Funktion. Eine Unterstützung wird dann somit zu einem Widerstand bzw. vice versa.

– Es ist essenziell wichtig die Aussagekraft von charttechnischen Linien und dem vorherrschenden Trend korrekt einzuordnen. Die Trendrichtung und der -bestand wird ausschließlich von der Bestimmung gem. DOW-Theorie abgeleitet. Ein Bruch einer Trendlinie oder eines Trendkanals hat keine bemerkenswerte Relevanz. Sie lässt bestenfalls frühzeitige Schlussfolgerungen über die Verfassung des Trends zu, zum Beispiel ob die vorherschende Trendstärke eher rückläufig ist oder eher zunimmt.


Fortsetzung folgt …

by Jun 01, 2017 Keine Kommentare
Praktische Anwendung der DOW-Theorie  [Folge_#01]

Praktische Anwendung der DOW-Theorie [Folge_#01]

Analysen

“Eine Anwendungsvariante der DOW Theorie zum Identifizieren konkreter Handelssignale in einer mehrteiligen, detaillierten Schritt für Schritt Anleitung.”


Prolog

Das Gebiet der Technischen Chartanalyse wirkt gerade auf Einsteiger beinahe grenzenlos. Selbst wenn man eher esoterisch anmutende Techniken beiseite lässt, verläuft man sich trotzdem sehr schnell in einer großen Menge unterschiedlicher Indikatoren, deren vermeintlich profitablen Kombinationen, Kursformationen, Candlestick-Pattern, Elliott-Waves und vielem anderen mehr .. Und all dies möchte man auch tiefgründig studieren. Schließlich scheint es doch so unglaublich verlockend, diese eine perfekte Technik zu finden, die immer funktioniert und die am laufenden Band perfekte Trades produziert… meist mündet dies jedoch in eine fruchtlose Suche nach dem Heiligen Gral.

Dabei verhält es sich beim Trading sehr ähnlich, wie auch in vielen anderen Lebensbereichen … Weniger ist oft mehr.

Begibt man sich auf die Suche nach den Anfängen der Charttechnik, stößt man unweigerlich auf einen gewissen Mr. Charles Henry Dow, er war wohl der Pionier und Begründer der modernen (westlichen) Charttechnik. Nachdem ich mich mit seinen Theorien und deren Anwendung eingehender beschäftigt hatte, kam ich zu der Erkenntnis, dass sehr viele mir bereits bekannter Charttechniken eigentlich auf dessen Grundlagen beruhten. Ich beschloss somit kurzerhand, mich primär auf diese Quelle der Technischen Analyse zu fokusieren und konnte damit meine Trading deutlich verbessern. Seit damals verfolge ich daher einen Kiss-Ansatz (“Keep It Simple Stupid”) und habe meine charttechnische Analyse auf das wirklich Notwendige beschränkt, ohne damit die Analysequalität zu reduzieren.

Natürlich erfordert auch die folgende charttechnische Anwendung der DOW-Theorie ein gewisses Maß an Können und Erfahrung, sie als”leicht” zu bezeichnen, wäre sicher verfehlt. Doch werden Sie anhand des nachfolgenden Beispiels und der schrittweisen Erläuterungen wahrscheinlich feststellen, dass die Technische Analyse/Charttechnik nicht zwingend so kompliziert und aufwändig sein muss, wie manche Schulungsanbieter und Coaches es so gerne suggerieren.

0. Baseline

Eine wirklich verlässliche und genaue Vorhersage zukünftiger Kursentwicklungen ist faktisch unmöglich. Die Technische Analyse kann diese jedoch mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit prognostizieren, zeigt Szenarien und mögliche Handelsmarken auf.

Ergänzend hierzu schaffen wir  grundlegende Rahmenbedingungen, die diese erhöhten Wahrscheinlichkeiten noch zusätzlich positiv beeinflussen können.

Konkret erreichen wird dies indem wir

  • .. einen Basiswert mit ausreichender Liquidität wählen, der in einem politisch und wirtschaftlich möglichst stabilem Land angesiedelt ist und markttechnisch eine hohe Diversifizierung aufweist.
    Fazit: Aus diesem Grund wählen wir als Basiswert z.B. den DAX®.
  • .. das kapitalistische Primärziel aller im Index enthaltenen Unternehmen berücksichtigen, nämlich den (Kurs-)wert der Aktiengesellschaft zu steigern und möglichst hohe Gewinne zu erwirtschaften. Diese Bestrebung der einzelnen Unternehmen reflektiert auch die mittel-/langfristige positive Entwicklung des Index. Da man somit auch für die Zukunft tendenziell steigende Kursen unterstellen kann, besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von längeren/stabileren/häufigeren Phasen steigender Kurse, als fallender Kurse.
    Fazit: Aus diesem Grund handeln wir Long-only.
  • .. berücksichtigen, dass die Trendstabilität i.d.R. mit größeren Kursintervallen zunimmt. Gleichzeitig reduziert sich aber i.d.R. die Richtungsintensität in höheren Kursintervallen. Wir entscheiden uns daher für einen Zeitintervall, der bereits einen etwas ruhigeren Verlauf aufzeigt und trotzdem ausreichend Handlungsmöglichkeiten bietet, um eine höhere Performance als die durchschnittlichen ~7% p.a. zu erwirtschaften.
    Fazit: Aus diesem Grund wählen wir z.B. einen Stundenintervall, wir handeln also im H1-Chart.

 

1. Bestimmung der übergeordneten Trendrichtung

Laut Baseline haben wir festgeschrieben nur Long zu handeln. Um die Wahrscheinlichkeit steigender Kurse zu erhöhen, setzen wir voraus, dass sich der Wert auch übergeordnet in einem Aufwärtstrend befinden muss.

Weiters haben wir beschlossen im H1-Chart zu handeln, daher wechseln wir für die Bestimmung des übergeordneten Trends auf die Ansicht des Tagesintervalls (D1).
Ein Aufwärtstrend besteht aus einer Sequenz Höherer Hoch- (HH) und Höherer Tiefpunkte (HT).

In diesem Beispiel liegt somit ein aktiver Aufwärtstrend vor, welcher so lange besteht, bis das Kursniveau des letzten Höheren Tiefpunktes nach unten durchbrochen wird.

Ergänzende Informationen:
Mit dem Bruch des Kursniveaus des jeweils letzten Hochpunktes bildet  sich bereits gesichert ein neuer Hochpunkt  (dessen Höhe zu diesem Zeitpunkt noch nicht bestimmbar ist). Der niedrigste Kurs zwischen den beiden Hochpunkten bildet ein neues Höheres Tief.
Manche Analysten zeichnen die Kursanstiege und -rückläufe mit Linien ein, um die Trendbewegung besser zu visualisieren.
Anstiege werden auch als Impulsbewegungen bzw. Rückläufe als Reaktionsbewegungen bezeichnet.

Typische “Fehler”:
Für einen klaren Trend sollte ein jeweils neues Höheres Hoch immer “signifikant” höher liegen, als das davorliegende.
Auch sollte eine gewisse Range zwischen den Hoch- und den Tiefpunkten liegen. Bei einer eher geringen Volatilität können sich durchaus problematische Situation ergeben (siehe z.B. die Marktphase Mitte März). Generell ist man in solchen Fällen gut beraten, bei der Bestimmung neuer Höherer Tiefpunkte die retriktivste der möglichen Varianten zu wählen. Also jene, die das neue HT auf dem niedrigsten Kursniveau belässt.

 


Fortsetzung folgt …

by Mai 18, 2017 Keine Kommentare
DAX auf ATH, Wikis ebenfalls – Nutzerfrage: Wie geht es nun weiter?

DAX auf ATH, Wikis ebenfalls – Nutzerfrage: Wie geht es nun weiter?

Analysen

Nutzer: “Wie gehst du nun weiter vor? Teilverkäufe? Stop nachziehend? Wann kaufst du nun als nächstes wieder ein?”
 
Antwort: Per Systemdefinition stehe ich seit gestern um Haaresbreite an der 1. Teilrealisierung, der Stop&Reverse-Indikator hat sich (bedingt durch die Konsolidierungsphase) sehr knapp an den Kurs herangearbeitet (rote Linie bei 12.437,61). Ein weiterer Positionsaufbau stünde erst ab einem Kursabschwung unter 12.330 zur Diskussion.
 
Was wir aber ~Montag gesehen haben, ist doch ein außergewöhnliches “Breakout” … und das setzt meine klassischen Handelssystemregeln in Bezug auf Gewinnrealisierung außer Kraft. Ich passe in solchen Fällen das System kurzfristig an die Gegebenheiten an, was konkret bedeutet: Ich werde vermutlich auch die beiden restlichen Positionen auf höherem Niveau realisieren, zB am letzten Höheren Tief bei ca 12.403 (somit wohl bei ca 12.390). Außer der DAX kehrt ohne techn. Reaktion nun in einen “normalen” Kursverlauf zurück

by Apr 28, 2017 Keine Kommentare
Make DAX® Great Again?

Make DAX® Great Again?

Analysen

Eine ausführliche Technische Chartanalyse des DAX® per 05.02.2017.

Sachlich, detailliert, ohne Populismus, seriös und mit Erläuterungen betrachten wir den aktuellen Zustand des großen deutschen Leitindex.

1. Rückblick

Der deutsche Leitindex konnte zwar eine wirklich beeindruckende Rally zum Jahresabschluss 2016 verzeichnen, im aktuellen Kalenderjahr müssen wir jedoch bis dato eher von einer Konsolidierung sprechen. Gleichwohl er bis dato einen Gewinn von 170 Punkten verbuchen konnte, ist auch zu berücksichtigen, dass der Großteil der Bewegung aus dem “Neujahres-Börsentag” am 02.01. stammt. Danach konnte der Index in Summe lediglich eine Wegstrecke von 53 Punkten (bzw. 0,46%) für sich verbuchen.


2. Status quo

Der DAX schloss am Freitag, 03.02.2017 mit einem Punktestand von 11.651,49 (Xetra). Charttechnisch betrachtet befindet er sich nun bereits seit längerer Zeit auf einem sehr überkauften Niveau und auch die Dynamik der davorliegenden Aufwärtsbewegung(en) war deutlich erhöht. Dies ist sehr gut mit bloßem Auge zu erkennen, doch die grafische Darstellung mit einer Kurve (mit bestmöglicher Annäherung an Extrempunkte) reduziert die Bewegung auf das Wesentliche.

Nach der klassischen TA-Lehre wäre nach einer derartigen Kursbewegung bereits seit einiger Zeit eine adäquate Gegen-/Abwärtsbewegung zu erwarten.


3. Vorwort / Allgemeines zur Techn. Chartanalyse

Doch genau diese zuvor erwähnte, erwartete Abwärtsbewegung ist bis heute einfach noch nicht eingetreten, der Index bewegt sich im Prinzip eher seitwärts und selbst dies nur mit relativ überschaubarer Volatilität.
Man mag sich fragen, “Warum fällt er denn nicht endlich, sondern hält sich so lange auf so “überhöhtem Niveau”?” Ganz einfach … weil er es kann.
Ein wesentlicher Teil des Marktgeschehens wird durch eine eher unberechenbare Teilnehmerschaft bestritten, durch Big Player, computerunterstütze Handelssysteme, computergesteuertem Hochfrequenzhandel u.v.a.m. Deren Vorgehensweisen muss nicht immer zwingend logisch oder rational erklärbar sein oder gar der persönlichen Präferenz entsprechen. Es fließen hierbei auch mal politische Intentionen, eigens auferlegte Handelsbeschränkungen, produktspezifische Vorgaben, Zweckoptimismus, rein mechanisch gesteuerte Handelstätigkeit oder vielleicht auch einmal  die Zielsetzung manipulativer Kursbeeinflussung mit ein.
Wäre dies nicht schon Unsicherheit genug, befinden wir uns inmitten einer “politischen Börse”, Trump´sche Aussagen scheinen derzeit die Finanzmärkte beliebig zu beeinflussen und steuern zu können. Subjektiv betrachtet erscheint es, als würde momentan ein hohes Say/Do-Ratio seitens der amerikanischen Administration ein höheres Gewicht zu haben, als positive, wirtschaftliche Nachhaltigkeit und Weitblick der eigentlichen Maßnahmen selbst.

Aus welchem Grund sollte man sich bei einem so hohen Maße an Unberechenbarkeit dann überhaupt mit einer Analyse von Aktienkursen befassen?
Wir bewegen uns hier im Bereich der Handelsvorbereitung und dem -management laufender Handelspositionen.

Auch die technische Analyse kann keine verlässliche+verbindliche Aussage über zukünftige Kursentwicklungen bieten. Sie kann jedoch mögliche Szenarien aufzeigen und helfen, diese zu bewerten, um jene mit besonders hoher Eintrittswahrscheinlichkeit zu identifizieren. Hiermit lassen sich dann konkrete “Wenn/dann”-Aussagen treffen, die sich in weiterer Folge auch in klar formulierten Handelsstrategien beschreiben lassen. In Kombination mit einem probatem Risk- und Moneymanagement hat man damit das komplette Rüstzeug, um erfolgreich an den Aktienmärkten agieren zu können.


4. Die Analyse

4.1. Big Picture

Es ist klar ersichtlich, dass die langfristige Wertentwicklung einen positiven Trend aufweist. Der “Alltime”-Trendkanal gibt eine grobe Orientierung, welche Extrempositionen aus heutiger Sicht denkbar sind und der jüngere Aufwärtstrendkanal, der mit dem Tiefpunkt des Börsencrashs (der “Finanzkrise”) Anfang 2009 seinen Startpunkt findet, weist in Relation ein erhöhtes Aufwärtsmomentum auf. Dessen untere Trendlinie wurde in jüngerer Vergangenheit auch bereits zwei mal getestet und scheint den Kurs bis dato  verlässlich zu stützen. Die relative Position des Kurses innerhalb der langfristigen Trendkanäle suggeriert  Aufwärtspotenzial, es liegt derzeit keine Extremposition vor.
Seit Spätsommer 2016 sind auch die gleitenden Durchschnitte (SMA, EMA 200) wieder aufwärts gerichtet und der EMA konnte den SMA von unten kreuzen, was ein positives Momentum widerspiegelt.
Fazit: Der langfristige Ausblick ist klar positiv

4.2. Widerstände & Unterstützungen (D1)

In einem etwas längerem Darstellungszeitraum lassen sich im näheren Umfeld des aktuellen Kursstandes eine hohe Anzahl an Unterstützungen und Widerständen identifizieren. Relativ zum derzeitigen Kurs sind hierbei Unterstützungen grün, Widerstände rot eingezeichnet.
Interessant ist hierbei, dass sich der Kurs aktuell innerhalb eines Widerstands-/Unterstützungsbereiches befindet, welcher von ca 11.620-11.680 Punkten reicht. Ohne relevante Impulse ist es hier nicht ungewöhnlich, dass der Kurs ein wenig feststeckt, da sicher einige Marktteilnehmer darauf warten, in welche Richtung der Kurs ausbricht.

4.3. Trendanalyse (D1)

4.3.1. Trendanalyse gem. Dow-Theorie (D1)

Im Tageschart befinden wir uns übergeordnet in einem aktiven Aufwärtstrend. Eine neuerliche Bestätigung dessen Fortbestandes würde erst bei einem Kursniveau von 11.894 Punkten erfolgen. Und Ein Bruch des Trends würde bei einem Kursstand von 11.437 Punkten signalisiert. Aktuell befindet sich der Kurs somit ungefähr in der Mitte dieser beiden Signallevel. Denkbar ist, dass der jüngste Tiefpunkt am 31.01. das nächste Höhere Tief darstellt.

4.3.2. Trendlinien/-kanäle (D1)

Weiters können 2 aktive Trendkanäle identifiziert werden (grün strichliert). Sowie ein großer, nicht mehr gültiger Kanal, aus dem der Kurs am 15.12. ausbrechen konnte (violett strichliert). Dessen obere Begrenzung erfuhr einen Paritätswechsel und diente seither bereits mehrfach als Unterstützung im Zuge der letzten Aufwärtsbewegung (orange gekennzeichnet).

Fazit: Die untersuchten Trends auf Tagesbasis sind aktuell positiv.

Kritisch zu bewerten ist jedoch die relative Position des Kurses innerhalb des größeren aktiven Trendkanals bzw. dass der Index am 26.01. die Oberkannte des Kanals punktgenau angelaufen und somit sinngemäß abgearbeitet hat. Dies suggeriert ein Anlaufen der unteren Kanalbegrenzung.

4.4. Trendanalyse (H1)

4.4.1. Trendanalyse gem. Dow-Theorie (H1)

Seit 30.01. konnte sich im Stundenchart ein Abwärtstrend ausbilden und trotz empfindlicher Seitwärtstendenzen am 02. und 03.02. ist dieser Trend derzeit noch aktiv.

4.4.2. Trendlinien/-kanäle (H1)

Der seit 26.01. abwärts gerichtete Trendkanal wurde bereits zum Börsenbeginn am 03.02. verletzt. Ein Ausbruch mittags wurde zwar umgehend wieder abverkauft, im Laufe des Nachmittags lief der Kurs dann jedoch geführt an einer aufwärts gerichteten Trendlinie nachhaltig aus dem Trendkanal.

Fazit: Da die Aussagekraft von Trendlinien/-kanäle besonders in kurzen Zeiteinheiten nicht als besonders signifikant erachtet werden muss, kan die Trendanalyse derzeit noch als positiv bewertet werden.

4.5. Formationen D1

Seit dem 01.02. bildet(e) sich auf Tagesbasis ein charttechnisches Dreieck. Das Ausmaß ist jedoch relativ gering und die Form relativ symetrisch, eine relevante Aussage lässt sich hieraus nicht ableiten. Abgesehen von der negativen Initialbewegung zeigen die bisherigen Folgekerzen eine positive Tagesrange, dies könnte man als geringwertiges positives Signal werten.

Fazit: Neutral – positiv


5. Der Ausblick

Die verschiedenen Analysen ergeben in Summe leider kein homogenes Bild und so lässt sich die aktuelle Situation auch nicht eindeutig bewerten und keine klare charttechnisch präferierte Richtung bestimmen.
Das sollte den geneigten Leser jedoch an dieser Stelle nicht enttäuschen, denn auf Grund der zuvor getätigten Analyse können wir trotzdem folgende wichtige Schlussfolgerungen treffen:

  • Der DAX befindet sich gerade inmitten eines Winderstands-/Unterstützungsbereiches und die Tageskerzen formten ein charttechnisches Dreieck. Beides dürfte praktisch zeitgleich überwunden werden und dies sollte die Volatilität empflindlich steigern.
  • Es wird in Kürze die Entscheidung fallen müssen, welcher der beiden aktiven Trendkanäle weiterhin Gültigkeit besitzt und in dessen Bahnen sich der Kurs weiter bewegt. Dies ist alleine schon deshalb unausweichlich, da sich die beiden Kanäle auseindander bewegen.

Die beiden grundlegenden Varianten lauten dem Grunde nach :

  • Erfolgt eine Bewegung nach unten, ist besonders auf eine nahende Kreuzunterstützung zu achten, gleich zwei Trendlinien überschneiden sich ca Mitte Februar (orange dargestellt) und deren Nähe zueinander bietet eben gleich doppelte Unterstützung bei rückläufigen Kursen und somit ein deutlich erhöhtes Rückschlagspotenzial.

Kann der Index diesen überwinden, gibt es kaum mehr Unterstützung nach unten bis zu einem Niveau von ca 10.880 Punkten. Abhängig von der Dynamik einer derartigen Abwärtsbewegung wäre kurzfristig auch ein Tief von ca 10.660 Punkten vorstellbar. Der Titel hierfür könnte lauten, “Nach der Trump-Rally ist zurück in der Realität”.

  • Erfolgt eine Bewegung nach oben, ist vorrangig auf die Oberkannte des größeren Trendkanals zu achten, der den Kurs
    erst kürzlich erfolgreich in seine Schranken weisen konnte.


Kann diese Oberkannte des Trendkanals jedoch überwunden werden, ist relativ kurzfristig auch das Erreichen des bisherigen ATH zu erwarten. Der Titel hierfür könnte dann lauten, “Trump-Rally reloaded”.


6. Nachwort

Die derzeitige Verfassung der Märkte und deren weitere Entwicklung ist schwer bis unmöglich zu beurteilen. Und sobald man mehr als einen Indikator oder charttechnische Analysemöglichkeit anwendet, steigert man im ersten Schritt erstmal seine persönliche Ratlosigkeit.
Ich habe diesen Zeitpunkt aber ganz bewusst gewählt und auch als Chance wahrgenommen. Als eine Möglichkeit aufzuzeigen, dass die Technische Chartanalyse auch weiterhelfen kann, wenn vieles Andere versagt. Wenn sich eventuell mal Kopf, Bauch, politische Einschätzung und Fundamentalanalyse nicht in Einklang bringen lassen, kann vielleicht die TA für die notwendige Objektivierung der Sachlage sorgen und bestätigen, dass der aktuelle Status einfach wirklich nur als neutral bzw. undefiniert zu werten ist.

Darüber hinaus lässt sich auch der weitere Fahrplan festlegen, für den Zeitpunkt, an dem diese Undefiniertheit ihr Ende findet.

In diesem Sinne hoffe ich, dass der Artikel für Sie von Interesse war
und wünsche Ihnen viel Erfolg an den Märkten!


RISIKOHINWEIS

Es kann keine Gewähr für die Richtigkeit, Zuverlässigkeit, Vollständigkeit, Genauigkeit und Angemessenheit der Informationen übernommen werden – weder ausdrücklich noch stillschweigend. Dieser Blog stellt weder ein Angebot zum Kauf irgendwelcher Wertpapiere oder anderer Anlageformen dar, noch enthält er derzeit Grundlagen für einen Vertrag oder eine Verpflichtung irgendeiner Art. Es wird keine Haftung für eine bestimmte Wertentwicklung oder Verluste, die sich aus einer Anlageform ergeben können, übernommen.

MARKENRECHTE

Es wird darauf hingewiesen, dass es sich bei der Bezeichnung DAX® um eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG handelt.

by Feb 05, 2017 3 Kommentare
Management klassischer Hebelprodukte

Management klassischer Hebelprodukte

Anlagetechniken

Im großen Dschungel der Derivate stellen wohl klassische KO-Scheine die wohl beliebteste und meistgenutzte Variante dar. Je nach Emittent bzw. Broker werden diese gerne auch als Faktorzertifikate, Optionsscheine, Waves uvam. bezeichnet. Der Kreativität bei der Namensgebung sind hierbei kaum Grenzen gesetzt und so versuchen Anbieter auch gerne mal damit die Vergleichbarkeit zu Mitbewerbern zu reduzieren oder geringste Feinheiten in der Produktbeschreibung als gänzlich anderes/noch nie dagewesenes Pendant zu vermarkten. Natürlich gibt es am Markt auch wirklich exotische Ausprägungen, nach einer gewissen Eingewöhnungszeit findet jedoch wohl jeder Trader ein für sich passendes Portfolio an Produkten und auf Grund der Zielsetzung dieses Artikels ignorieren wir einfach die eher geringen inhaltlichen Unterschiede der vorgenannten Produkte.

Generell empfehle ich nach der Auswahl seines Produktes und einem entsprechenden Testbetrieb auf einem Demokonto dann auch wirklich bei diesem Produkt zu bleiben. Dies ist schon aus einfachen administrativen Gründen empfehlenswert, z.B. der schnellen Suche und Auswahl des gerade passenden Scheins.

Handling im Alltag

Doch selbst nachdem Trader und Produkt zusammengefunden haben, tauchen dann meist im Alltagsgebrauch erst die wirklichen Unklarkeiten auf.

In der Regel startet man mit seinem simplen Anlagewunsch, man möchte z.B. einen Call auf den DAX kaufen. Nun findet man auf einschlägigen Seiten riesige Listen von verschiedensten Scheinen und kann sich vielleicht gerade noch über eine Filterung am aktuellen gewünschten KO-Limit orientieren.

Oft folgen dann jedoch solche Gedankenspiele:

  • Der KO-Schein hat nun gerade einen nichtssagenden Kursstand von z.B. 21,95 EUR. Was möchte mir der Emittent jetzt damit sagen?
  • Und eigentlich möchte ich gem. Chartanalyse erst bei einem bestimmten DAX-Stand kaufen, da ich dort zB einen Ausbruch erwarte.
  • Aber welchen Kurs wird dieser Schein denn an diesem Punkt wohl haben, ich muss ja eine Stop- oder Limit-Order vorsehen?
  • Gem. Moneymanagement möchte ich aber höchstens 5% meines Depotwertes investieren.
  • Mein Cashkonto ist gerade nicht sehr liquide. Ich möchte aber das Maximum investieren aber nicht Gefahr laufen, dass meine Order mangels Deckung nicht ausgeführt wird.
  • Wie viele Scheine muss ich denn ordern, wenn ich doch jetzt keine Ahnung habe, wie der Kurs dann stehen wird?
  • Und mein Risk-/Moneymanagement sieht eigentlich einen maximalen Hebel von z.B. 2,5x vor, wo muss denn da überhaupt der KO des Scheines liegen?

Und an diesem Punkt hat der Trader meist noch gar nicht über ähnliche Unwegbarkeiten bei der Hinterlegung einer entspr. Stop-Loss Order nachgedacht.

Die “einfache” Lösung

Es ergeben sich hierbei einfach eine Menge an Fragen und viele Trader (nicht nur Anfänger!) behelfen sich der Einfachheit halber damit, die Scheine einfach live zu traden. Klar ist das eine mögliche Lösung, doch spätestens eine probate Stop-Loss-Setzung ist so eben gar nicht realisierbar.

Ich empfehle daher für das Management von KO-Scheinen ein einfaches Excel-Template zu nutzen, so wie ich es auch persönlich schon lange erfolgreich praktiziere.

Im folgenden habe ich die wichtigsten Berechnungschritte für eine Excel-Sheet zusammengefasst. Wenn man darauf aufbauend noch ein paar zusätzliche Daten und Formeln ergänzt, hat man sehr schnell ein vollständiges Order-Management inkl. chronologischer Performance-Dokumentation und der Möglichkeit, diese auch z.B. grafisch aufzubereiten.

Eine entsprechende Tabelle mit Klartext-Beschreibungen:

ko-berechnung(Die gelb markierten Zellen stellen hierbei Eingabefelder dar)

Und die Tabelle mit den hinterlegten Formeln:

ko-berechnung_formeln

Ich wünsche gutes Gelingen!

P.S.: Um den Rahmen des Artikels nicht zu sprengen, habe ich bewusst auf die Berücksichtigung der Finanzierungskosten während der Behaltedauer und die daraus resultierende, laufende Veränderung der Basis und des Derivate-Kurses verzichtet. Bei kurzfristiger Handelsdauer & geringer Hebelung ist dies jedoch zu vernachlässigen.

RISIKOHINWEIS

Es kann keine Gewähr für die Richtigkeit, Zuverlässigkeit, Vollständigkeit, Genauigkeit und Angemessenheit der Informationen übernommen werden – weder ausdrücklich noch stillschweigend. Dieser Blog stellt weder ein Angebot zum Kauf irgendwelcher Wertpapiere oder anderer Anlageformen dar, noch enthält er derzeit Grundlagen für einen Vertrag oder eine Verpflichtung irgendeiner Art. Es wird keine Haftung für eine bestimmte Wertentwicklung oder Verluste, die sich aus einer Anlageform ergeben können, übernommen.

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by Jan 08, 2017 Keine Kommentare
DAX bei 11.600 – sollte man nun einsteigen, Herr Kupfer?

DAX bei 11.600 – sollte man nun einsteigen, Herr Kupfer?

RK

Nach einem schwierigen Börsenjahr schoss der DAX Ende 2016 auf über 11.000 Punkte und arbeitet sich derzeit über 11.600 Punkte. Mit seinem antizyklisch-hybriden Positionstrading (DAX long only) konnte Herr Kupfer 2016 23% Rendite netto (Brutto: 35%) erwirtschaften und das Underlying nach Punkten um beinahe 1000% outperformen.

Nun hat er ein neues Wikifolio eröffnet, um die Performancegebühr von 25 auf 10% zu senken, steht jedoch wie die meisten, vor der nervenaufreibenden Frage wann man wieder long in den DAX investierten könnte. Sollte man nun schnellstmöglich einsteigen und riskiert so zu Höchstkursen einzukaufen und hohe Verluste zu erleiden? Oder ist es ratsam auf niedrigere Kurse zu warten, mit dem Risiko der verpassten Einstiegschance, sollte der DAX immer weiter steigen?

Höfgen: Herr Kupfer, Sie stehen vor dem Dilemma Ihr Kapital in einer Phase der ATHs in den Markt investieren zu wollen. Erwarten Sie einen steigenden oder fallenden DAX?

Kupfer: Da muss ich Ihnen absolut Recht geben, es ist wahrlich ein Dilemma und psychologisch immer wieder eine schwierige Situation für mich. Das ist aber nunmal auch der typische Preis, den man als eher antizyklisch orientierter Trader zu zahlen hat. Der DAX hat mittlerweile einen fulminanten Lauf hinter sich und befindet sich derzeit in einer sehr überkauften Situation. Auch charttechnisch rangiert er aktuell in einem Umfeld gleich mehrerer Widerstände. Es ist somit aus meiner Sicht kurzfristig einfach wahrscheinlicher, dass es einen Rücksetzer gibt, als dass der Index nun direkt unvermindert so weiter steigt. Im größeren Bild befinden wir uns auf Wochen- und Tagessicht in einem laufenden, intakten Aufwärtstrend. Und im Stundenchart – abgesehen von einer kurzen Phase zum Wochenabschluss – in einer Seitwärts-/Abwärtsbewegung. Um Ihre konkrete Frage somit klar zu beantworten, ich erwarte kurzfristig fallende, mittel- bis langfristig steigende Kurse.

Höfgen: Wie wollen Sie genau vorgehen? Wann steigen Sie ein?

Kupfer: Gehen wir jetzt einmal davon aus, dass der Index den Aufschwung der ersten Handelswoche nicht dauerhaft fortführen wird können, muss schon mathematisch betrachtet eine empfindliche Abwärtsbewegung folgen. Ich denke, man kann pauschal ausschließen, dass der DAX einen Jahresgewinn von mehr als 50% erzielen wird.

Aktuell zeichnet das Contramo-Signalsystem die Signallinie für Zukäufe bei 11.430 Punkten. Sollte die aktuelle Aufwärtsbewegung nun wirklich bereits ihren Zenit überschritten haben, werden unter der genannten Marke wieder Long-Positionen aufgebaut. Die technische Analyse zeigt hierzu passende Unterstützungszonen bei 11.140 und 10.800 Punkten.

15442288_1802895253286472_2525979789987717453_nKäufe und Verkäufe 2016 basierend auf den Signalen des Positionstradings

Höfgen: Und wenn der Kurs dann doch einfach weiter fällt? Stichwort “Flaggenbildung”

Kupfer: Genau hierin liegt eine der Kernkompetenzen des Handelssystems. Es wird generell unterstellt, dass sich der Kurs in Wellen bewegt und somit im Regelfall mehrere sequentielle, kürzere Aufwärtsbewegungen in einer übergeordneten Abwärtsbewegung vollzogen werden, sozusagen ein fallendes Zick-Zack-Muster. Im Contramo-Handelssystem ist daher per se vorgesehen, mehrere Positionen zu eröffnen, eine Art kontrolliertes, antizyklisches Pyramidisieren mit adaptiver Positionsgrößenbestimmung. Das übergeordnete Ziel hierbei ist, sich mit möglichst hohem Investitionsgrad und gleichzeitig möglichst geringem gewichteten Einstandsmittelkurs im Markt zu positionieren.

Höfgen: Und wenn der Markt jetzt zu einer irrationalen Bewegung ansetzt und doch weiter steigt?

Kupfer: Dies kann natürlich nicht ausgeschlossen werden, besonders in der aktuellen Sogwirkung der vorherrschenden amerikanischen 20k-Visionen. Wie jedoch zuvor bereits erwähnt, der DAX wird auch dieses Jahr die 50%-Gewinn-Marke nicht sprengen und was so übertrieben steigt, wird auch wieder übertrieben fallen müssen. Mein Handelssystem signalisierte den Beginn der momentanen Aufwärtswelle bereits mit 06.12.2016 und im Zuge dieser konnte ich den Depotgewinn drastisch steigern bzw. sicherstellen. Wohlgemerkt geschah dies durch Realisierung laufender Long-Positionen, die ich zuvor im Bereich 10.300-10.400 eröffnet hatte. Die Range der Teilpositionen belief sich dabei mehrfach auf 800-900 DAX-Punkte. Objektiv gesehen hat somit ein korrektes Kaufsignal meines Handelssystem das Potenzial die Gesamt-Jahresbewegung des Underlyings zu übertreffen.

Höfgen: Viele Anleger überlegen ob sie nun einsteigen sollen. Einige habe wahrscheinlich schon zugegriffen. Wie schaffen Sie es die Emotionen im Zaum zu halten und einen kühlen Kopf zu bewahren? Immerhin schmerzt die verpasste Gelegenheit psychologisch mehr als ein Verlust.

Kupfer: Einerseits vertraue ich vollinhaltlich auf mein Handelssystem, das sich mittlerweile mehr als ein Jahr im Echtgeld-Betrieb befindet und seit ca einem halben Jahr auch als Wikifolio geführt wird. Und auch davor lag noch eine lange Entwicklungsdauer, mit unzähligen Backtests und Analysen, die mit einer halbjährigen simulierten Tradingphase abgeschlossen wurde. In Summe eine Menge Zeit Vertrauen aufzubauen und eine Hitrate von bis dato 100% und eine realisierte DAX-Punkte-Range von 7.142 in 2016 untermauern dies auch. Andererseits betreibe ich ergänzend auch ein adaptives ETF Sparplan-System und erfreue mich in Phasen wie der aktuellen einfach ersatzweise an der Werterhöhung meiner bisherigen Einzahlungen.

Auf Facebook können Sie allen Marktkommentaren und Berichten von Richard Kupfer hier folgen

contramo-logo

by Jan 07, 2017 Keine Kommentare
Summarium MMXVI – Das war Contramo 2016

Summarium MMXVI – Das war Contramo 2016

RK

ConTraMo beendet das Jahr 2016 nach rund 200 Handelstagen mit 23% Rendite im Wikifolio “Contramo DE30 Care“. Damit konnte ich besser als viele aktiv gemanagte Fonds abschneiden und den Markt klar outperformen. Die Qualität des Signalsystems ist beeindruckend und konnte bereits 2016 für starke Werte und Renditen sorgen.

Die Rendite ist stark, doch die erhandelten Punkte sind noch stärker. Das Underlying lief eine Jahresstrecke von +738 Punkten, während CONTRAMO eine beeindruckende Range von 7.142 Punkten (ungehebelt) absolvierte. Dies bedeutet eine Outperformance von beinahe 1.000% !

contramo-logoDas System des antizyklisch-hybriden Positionstrading DAX long only hat sich somit zumindest 2016 bewiesen.

Nun habe ich für 2017 ein neues Wikifolio eröffnet (aus Gründen der Performancegebühr, welche ich von 25 auf 10% senken wollte). Dieses werdet ihr ab dem ersten Trade erneut öffentlich einsehen können. Auch in diesem Jahr möchte ich das Trading mit Analysen begleiten, meine Gedanken erklären und euch mit hoffentlich hilfreichen Grafiken versorgen.

15826774_1813534808889183_7129354500809932319_nDas ehemalige Wikifolio wurde mit der Signatur “Kontinuierliches Wachstum” geehrt und fand sich des öfteren (je nach Suchanfrage) unter den besten Portfolios, welche Hebelprodukte handeln. 2016 konnte nur Öl mehr Rendite aufzeigen als Contramo. DAX, DOW, Nikkei und Gold brachten zwischen 0 und 17% Rendite ein. ConTraMo erwirtschaftete (im dokumentierten Zeitraum 18.06.-31.12.) brutto rund 35% und netto etwa 23% (abzg. Handelsgebühren).

Mit dieser Performance über +23,02% im Jahr 2016 konnte ConTraMo besser abschneiden als die besten Aktienfonds (Stand 18.12.2016). Ob Allianz, Sentix oder andere Anbieter – das antizyklische Positionstrading schlug sie alle. Natürlich möchte ich diese Performance auch 2017 wiederholen und möglichst toppen. Im vergangenen Jahr handelte ich rund 200 Tage. In diesem Jahr sollen es weit mehr als 350 werden. Derzeit warte ich auf mögliche Einstiegskurse, um den long-only Handel wieder aufzunehmen.

Wenn du ConTraMo verstehen willst, findest du hier die ausführliche Erklärung

15665492_1806230152952982_410119433509942216_nDas waren meine Analysen 2016:

18.12.2016 – Welch ein Bärenjammer

11.12.2016 – Der DAX und das Hummel-Paradoxon

03.12.2016 – Die (europäische Börsen-)Welt am Abgrund?

26.11.2016 – DAX, Index non grata?

20.11.2016 – Alles Nichts Oder, DAX quo vadis?

12.11.2016 – +8,1% in der KW45

05.11.2016 – Ein Trumpeltier löst den Herdentrieb aus?

28.10.2016 – Nur realisierte Gewinne sind echte Gewinne?

23.10.2016 – Dreieck nach oben durchbrochen

16.10.2016 – Neue Kolumne

08.10.2016 – Jahresendrallye voraus?

by Jan 07, 2017 Keine Kommentare
Welch ein Bärenjammer!

Welch ein Bärenjammer!

RK

Ein charttechnisch vermeintlich besonderes Kursniveau wurde am 09.12. angelaufen, die obere Begrenzung des etablierten aufwärtsgerichteten Trendkanals. Die Bären witterten ungeduldig Morgenluft und glaubten bereits den süßen Duft fallender Kurse schnuppern zu können … Ähnlich wie auch kürzlich an den oberen Begrenzungen (10.800 / 10.600) der gefühlt ewig andauernden Seitwärtsphase, wie auch beim (kurzfristigen) Ausbruch an dessen Unterseite im Zuge der US-Wahlen entpuppte sich jedoch auch dieses Szenario wieder als eine Bärenfalle.

Kein unüblicher Fehler, die problematische Mischung aus Gier und Ungeduld … Gerne verfallen wir in die Wunschvorstellung hinsichtlich einer praktisch unvermeidlichen zukünftigen Kursentwicklung. Und da diese Kursentwicklung ja praktisch vollends abgesichert scheint, erhöht sich paradoxerweise deren Eintrittswahrscheinlichkeit mit jedem Tag, an dem wir diesbezüglich unerklärlicherweise falsch lagen.

Es ist daher immer ratsam, sich primär an der Price-Action zu orientieren – Nichts ist einfacher objektiverbar, als die Vergangenheit!

Und Prognosen sind immer enorm schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen 😉

 

Seit dem 18.06.2016 kann man mein Hybrides Antizyklisches DAX®-Positionstrading öffentlich verfolgen. Ich möchte diese Transparenz meiner Handlungen nun um regelmäßige Blogs in Form einer Kolumne ergänzen und meine Gedanken, Setups und Charts mit dir teilen. Hier findest du mein Wikifolio zum Hybriden Positionstrading

Aktueller Stand Underlying

11.406,00 Pkt. [DB]

contramo-logoWas Contramo genau ist, habe ich in diesem Blog detailliert zusammengestellt

Wochenrückblick

  • Die zweite Rallyewoche im DAX® liegt hinter uns

Unterm Strich muss man attestieren, dass das von mir favorisiertes Szenario für die letzte Woche exakt so verlief, wie es selbst mir nicht oft gelingt.

Nach dem fulminanten Kursanstieg der Vorwoche setzte bereits zu Wochenbeginn die von mir erwartete Konsolidierung ein. Der Kurs setzte im Tiefpunkt (DB) auf 11.143,50 Punkte zurück um daraufhin wieder zaghaft einen neuen Long-Trend mit steigenden Hoch- und Tiefpunkten auszubilden. Am Dienstag konnter er somit ein Hoch bei 11.308 Punkten ausformen und schloss daraufhin exakt an der oberen Begrenzung des aktuellen Trendkanals. Allgemein war keine sehr hohe Volatilität zu erkennen, was so knapp vor der für Mittwoch anberaumten Pressekonferenz der US-Notenbank samt Bekanntmachung zum Zinssatz geschuldet war. Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte wurde verlautbart, keine Überraschung für den Markt und so war diese bereits vollends eingepreist. Positiv wurde eine mögliche Zinsanhebung für das nächste Jahr in 3 Schritten aufgenommen, suggeriert dies doch eine positivere Entwicklung der US-Wirtschaft, als ursprünglich erwartet. Am Donnerstag klärte der DAX® daher dann auch die Frage hinsichtlich eines neuen, steileren Trendkanals. Er brach dynamisch nach oben aus und schloss per Wochenabschluss signifikant innerhalb des neuen Kanals. Im Zuge dessen wurde ein neues Hoch bei ~10.451 Punkten ausgebildet, somit auch der Widerstandsbereich bei 11.430 Punkten abgearbeitet. Im ersten Versuch ist der Index hiervon jedoch noch abgeprallt.

Hier findest du meine Kolumne der vorherigen Woche

Mittelfristiger Ausblick

  • Nächsthöherer Widerstandsbereiche bei 11.430, 11.684 und 11.805 Punkten
  • Neuer, steilerer Trendkanal bestätigt

art_20161218_d1Aus den in der Einleitung beschriebenen Gründen dürften noch relativ viele Short-Derivate in Umlauf sein und es könnte lediglich eine Frage der Zeit sein, bis diese irgendwo/irgendwann ausgestoppt zu werden. Dieser Umstand dürfte weitere Kursanstiege begünstigen, zumindest jedoch das aktuelle Kursniveau stützen. Und da nicht-fallende Kurse in einem laufenden Aufwärtstrend ein positives Signal darstellen, werden weitere Kursanstiege (trotz einiger überschaubarer Konsolidierungsphasen) zu erwarten sein.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass der vorherrschende Trend auf Tagesbasis, wie auch auf Stundenbasis eindeutig Long ist.

Wie das antizyklische Positionstrading funktioniert, findest du hier

In der letzten Handelswoche wurden systemkonform gleich 3 Teilrealisierungen vorgenommen. Die betreffenden Positionen wurden hierbei mit folgenden Gewinnen realisiert:

  • + 23,6 %
  • + 24,3 %
  • + 26,2 %

Systemstatus im Laufe der letzten Handelswoche

art_20161218_systemuebersicht


Neuigkeiten zum Wikifolio

“CONTRAMO – Antizyklisches Positionstrading”

Die Produkt-Roadmap sieht folgende zukünftige Aktivitäten für das Wikifolio vor:

  1. [Status: Pending] Re-Launch: Das aktuelle Wikifolio wurde primär zum Selbstzweck und objektivem Tracking erstellt. Aus diesem Grund wurde auch die hohe Performancegebühr von 25% gewählt, da diese ersatzweise als Ertragssteuer gewertet werden kann. Die Systemperformance entspricht somit im aktuellen Zustand ungefähr meiner realen Nettoperformance. Um eine stabile Basis für eine mögliche Umwandlung in ein investierbares Lang & Schwarz Zertifikat zu schaffen, werde ich das Handelssystem neu eröffnen (referenziert), mit wettbewerbsfähigen Konditionen.
  2. [Status: Pending] Portfolio: Um unterschiedliche Bedürfnisse von Anlegern und/oder Interessenten gerecht zu werden, wird das Produktspektrum um eine dynamische Tradingvariante erweitert. Da es sich auch hierbei nicht um eine Hochrisikoversion des Systems handelt, wird voraussichtlich die Begrifflichkeit “VIBRANT” verwendet. Diese Bezeichnung ließe auch weitere Möglichkeiten im Bereich allfälliger risikoreicherer Produkte offen.

RISIKOHINWEIS

Es kann keine Gewähr für die Richtigkeit, Zuverlässigkeit, Vollständigkeit, Genauigkeit und Angemessenheit der Informationen übernommen werden – weder ausdrücklich noch stillschweigend. Dieser Blog stellt weder ein Angebot zum Kauf irgendwelcher Wertpapiere oder anderer Anlageformen dar, noch enthält er derzeit Grundlagen für einen Vertrag oder eine Verpflichtung irgendeiner Art. Es wird keine Haftung für eine bestimmte Wertentwicklung oder Verluste, die sich aus einer Anlageform ergeben können, übernommen.

MARKENRECHTE

Es wird darauf hingewiesen, dass es sich bei der Bezeichnung DAX® um eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG handelt.

by Dez 18, 2016 Keine Kommentare
+14% in KW49 – Der DAX® und das Hummel-Paradoxon

+14% in KW49 – Der DAX® und das Hummel-Paradoxon

RK

Ein Schwergewicht seiner Gattung und deutlich zu viel Last auf den Rippen, eigentlich unmöglich, damit abheben zu können. So empfand man die Schwerfälligkeit des deutschen Leitindex in dessen jüngeren Vergangenheit. Schaffte er es doch sehr lange Zeit nicht, den Windschatten der US-Rallye für sich zu nutzen und einen Trend zu etablieren, von einer Jahresendrallye mal ganz zu schweigen.

Und damit hat er auch etwas mit Hummeln gemeinsam. Auch ihnen sagte man einst nach, dass es ihnen laut den Gesetzen der Aerodynamik gar nicht möglich wäre, zu fliegen. Bekanntermaßen ist die zu Grunde liegende, auf einem Bierdeckel verfasste Berechnung natürlich falsch, wurde jedoch sensationslustig Anfang der 1930er Jahre in einer Tageszeitung veröffentlicht. In weiterer Folge ging dieser vermeintliche Widerspruch als Hummel-Paradoxon in die Bücher ein.

Heute steht es bei beiden außer Frage, die behebige Hummel, als auch der DAX® können abheben…. Yes, they can!

Und so konnte CONTRAMO CARE einen Depot-Wochengewinn von satten +14% verzeichnen, was bezogen auf die Investitionsquote sogar einem Plus von ~ 18% entspricht!

Seit dem 18.06.2016 kann man mein Hybrides Antizyklisches DAX®-Positionstrading öffentlich verfolgen. Ich möchte diese Transparenz meiner Handlungen nun um regelmäßige Blogs in Form einer Kolumne ergänzen und meine Gedanken, Setups und Charts mit Dir teilen. Hier findest Du mein Wikifolio zum Hybriden Positionstrading

Aktueller Stand Underlying

11.236,50 Pkt. [DB]

contramo-logoWas Contramo genau ist habe ich dir in diesem Blog detailliert zusammengestellt

Wochenrückblick

  • DAX® seit Montag im Rallye-Modus

Nachdem der deutsche Leitindex zum Ausklang der vorletzten Handelswoche die untere Begrenzung des aufwärtsgerichteten Trendkanals testete, startete er am Montag der letzten Handelswoche die lange ersehnte Jahresendrallye und kannte auch die restliche Woche nur eine Richtung. In Summe konnte er eine Kurssteigerung von über 730 Punkte erzielen und liegt damit in diesem Jahr bei einem Gewinn von +4,6%.

 

Hier findest du meine Kolumne der vorherigen Woche

Mittelfristiger Ausblick

  • Nächsthöherer Widerstandsbereiche bei 11.430, 11.684 und 11.805 Punkten
  • Potenzieller neuer Trendkanal gebildet

art_20161211_d1Der vorherrschende Trend auf Tagesbasis, wie auch auf Stundenbasis ist klar Long. Und auch wenn die Dynamik der letzten Bewegung einen deutlich überkauften Zustand produzierte, wird nach einer Konsolidierungsphase am bisherigen oberen Trendkanal von weiterhin steigenden Kursen ausgegangen. Beachtenswert wird kurfristig eine mögliche Etablierung eines neuen, steileren Aufwärtstrendkanals (grüner, gestrichelter Kanal). Wie erwähnt befindetet sich der DAX® nicht nur an der oberen Trendkanal-Begrenzung, er hat auch bereits das 161,8er Retracement der letzten Abwärtswelle angelaufen. Ein bisschen Abkühlung und Luftholen für weitere Anstiege wären wohl angebracht und auch eine kleine Gegenbewegung bis auf 11.050 Punkte wären überhaupt nicht bedrohlich…. eher sogar wünschenswert und gesund.

Wie das antizyklische Positionstrading funktioniert, findest du hier

Es ergaben sich in der vergangenen Woche keine Transaktionen im Handelssystem, es wurde jedoch bereits Montag morgens das Kursniveau für mögliche Teilrealisierung(en) überschritten. Am Dienstag Abend folgte dann das konkrete Vorsignal für Teilverkäufe und seither folgt der TakeProfit-SL gem. Stop&Reverse-System dem laufenden Kursanstieg. Bis dato konnte damit systemkonform der Profit um mehr als 400 Punkte im Underlying erhöht werden.

Da ich wie oben erwähnt von einer bevorstehenden Konsolidierung ausgehe, rechne ich mit Wochenbeginn mit der nächsten Teilrealisierung bei 11.178,68 DAX®-Punkten.

art_20161211_h1

Aktueller Systemstatus

Positionen realisiert / laufend / getriggert: 6 / 5 / 1

Hitrate: 100%

Investitions- / Cashquote: 74,0% / 26,0%

Aktuelle adaptive Vorsignal-Level

Realisierung von Teilpositionen über mindestens 10.660,00 Punkten

Aufbau weiterer Positionen unter maximal 11.020,00 Punkten

Aktuell getriggertes Handelssignal

Realisierung der nächsten Teilposition (LIFO) bei mindestens 11.178,68 Punkten

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Neuigkeiten zum Wikifolio

“Antizyklisches Positionstrading”

Die Produkt-Roadmap sieht folgende Aktivitäten für das Handelssystem und das Wikifolio vor:

  1. [Status: Implementiert] CRV-Optimierung: Verbesserung des Leistungsspektrums der Berechnungseinheit für Risiko und Hebelung. Ergänzend soll in Zukunft auch der übergeordnete Zustand, also die relative übergeordnete Performance des Underlyings bei der Festlegung von Hebelung/der Basis/der Barriere Berücksichtigung finden. Diese Information wird in eine geringfügig erhöhte Spreitzung der Hebelungs-Bandbreite (nach oben und unten) einfließen und situativ das Verlustrisiko weiter reduzieren und ggf. das Gewinnrisiko erhöhen. Es ist explizit nicht Ziel, die mittelfristige Hebelung zu erhöhen, sie soll lediglich adaptiv besser verteilt werden.
  2. [Status: Pending] Re-Launch: Das aktuelle Wikifolio wurde primär zum Selbstzweck und objektivem Tracking erstellt. Aus diesem Grund wurde auch die hohe Performancegebühr von 25% gewählt, da diese ersatzweise als Ertragssteuer gewertet werden kann. Die Systemperformance entspricht somit im aktuellen Zustand ungefähr meiner realen Nettoperformance. Um eine stabile Basis für eine mögliche Umwandlung in ein investierbares Lang & Schwarz Zertifikat zu schaffen, werde ich das Handelssystem neu eröffnen (referenziert), mit wettbewerbsfähigen Konditionen.
  3. [Status: Implementiert] Branding: Im Zuge des Re-Launch und der Vorbereitung einer möglichen Investierbarkeit erfolgt auch eine neue Benennung mit umfassender Markenbildung. Um auch die primäre Ausrichtung des Handelssystems offensichtlicher zu machen, wurde die Produktbezeichnung “CONTRAMO” um den Zusatz “DE30 CARE” erweitert.
  4. [Status: Pending] Portfolio: Um unterschiedliche Bedürfnisse von Anlegern und/oder Interessenten gerecht zu werden, wird das Produktspektrum um eine dynamische Tradingvariante erweitert. Da es sich auch hierbei nicht um eine Hochrisikoversion des Systems handelt, wird voraussichtlich die Begrifflichkeit “VIBRANT” verwendet. Diese Bezeichnung ließe auch weitere Möglichkeiten im Bereich allfälliger risikoreicherer Produkte offen.
  5. [Status: Implementiert] Kommunikation: Ergänzend zu den Informationen direkt auf Wikifolio und der ggstdl. Kolumne mit Weekly Review, Outlook und Status soll auch eine Produkt-Facebook-Gruppe erstellt werden, als direkte Kommunikationsplattform für/mit Investoren und/oder interessierte Anleger.

RISIKOHINWEIS

Es kann keine Gewähr für die Richtigkeit, Zuverlässigkeit, Vollständigkeit, Genauigkeit und Angemessenheit der Informationen übernommen werden – weder ausdrücklich noch stillschweigend. Dieser Blog stellt weder ein Angebot zum Kauf irgendwelcher Wertpapiere oder anderer Anlageformen dar, noch enthält er derzeit Grundlagen für einen Vertrag oder eine Verpflichtung irgendeiner Art. Es wird keine Haftung für eine bestimmte Wertentwicklung oder Verluste, die sich aus einer Anlageform ergeben können, übernommen.

MARKENRECHTE

Es wird darauf hingewiesen, dass es sich bei der Bezeichnung DAX® um eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG handelt.

by Dez 11, 2016 Keine Kommentare
Die (europäische-) Börsenwelt am Abgrund?

Die (europäische-) Börsenwelt am Abgrund?

RK

Nach einem eher positiv gestimmten Wochenabschluss in der KW 47, schickte sich unser DAX® bereits ab Montag an, den schier unausweichlichen Supergau an den europäischen Börsen einzupreisen, das bevorstehende Referendum in Italien schickte somit seine Schatten voraus… Solche oder ähnliche Argumentationen waren zuhauf in verschiedenen Medien und Chartanalysen zu finden. Na und, stimmt doch auch so, oder etwa nicht?

Doch … dem Grunde nach hat es sich diese Woche so zugetragen. Man sollte sich jedoch hierbei von der Perspektive einer flüchtenden Schnecke lösen, die gehetzt versucht, einem hungrigen Vogel zu entkommen. Während dieser einfach nur ganz entspannt zusieht und sich beiläufig denkt, “Du kannst ruhig fliehen aber entkommen kannst du mir nicht”. Warum ich hier so eine eigenartige Analogie strapaziere? Ich bin der Meinung, dass man alles relativ betrachten sollte, wir sind aktuell vielleicht bereits ein wenig verblendet von der unglaublichen Inaktivität des DAX®. Manch ein Trader dürfte wohl auch bereits die Skalierung seiner Chartdarstellung angepasst haben und so könnte man der subjektiven Empfindung deutlicher/relevanter Bewegungen im Index verfallen sein. Ja, es stimmt schon, es wurde eine gewisse Abverkaufs-Kettenreaktion ausgelöst und ja, der Kurs ist dadurch auch temporär in die Knie gegangen. Aber mit Wochenabschluss sind auf der Anzeigetafel nur unbedeutsamt -122,5 Punkte (-1,14%) zu lesen, ein Verlust, der in einem gewöhnlichen Umfeld sonst auch an nur einem einzelnen Handelstag spielend erreicht wird. Man sollte hierbei also vielleicht einfach mal ‘die Kirche im Dorf lassen’. Noch(!) ist nicht wirklich etwas Bemerkenswertes geschehen, der übergeordnete Seitwärtstrend (10.200-10.800) ist nach wie vor gültig und aktiv und der deutsche Leitindex steht aktuell sogar über dessen horizontaler Mittellinie.

Seit dem 18.06.2016 kann man mein Hybrides Antizyklisches DAX®-Positionstrading öffentlich verfolgen. Ich möchte diese Transparenz meiner Handlungen nun um regelmäßige Blogs in Form einer Kolumne ergänzen und meine Gedanken, Setups und Charts mit Dir teilen. Hier findest Du mein Wikifolio zum Hybriden Positionstrading

Aktueller Stand Underlying

10.529,50 Pkt. [DB]

contramo-logoWas Contramo genau ist habe ich dir in diesem Blog detailliert zusammengestellt

Wochenrückblick

  • DAX® war trotz “Sell-Off” auch in der KW48 eher unscheinbar & inaktiv
  • Die innere Range zwischen 10.600 und 10.800 verlor ihre Gültigkeit

Der deutsche Leitindex verletzte bereits zum Wochenbeginn die innere Range bis 10.600 Punkte und fiel bis zum Handelsschluss auf ca 10.560 Punkte hinab. Am Dienstag und Mittwoch formte sich eine Reaktionswelle aus, die ihr Hoch bei knapp 10.700 Punkten fand, um daraufhin am Donnerstag bis Freitag ein neues Tief bei ca 10.400 Punkten auszubilden. Nach erfolgter Trendwende Freitag mittags, schloss der Kurs letztlich dann bei knapp 10.530 Punkten. Der Vollständigkeit halber sei auch erwähnt, dass sich der Dow Jones im Rallyemodus auch diese Woche noch weiter von der Minderperformance des DAX® abkoppeln konnte.

Falls man Interesse an kleineren Zeiteinheiten hegt, konnte man in dieser Woche eindrucksvoll die Signifikanz von Unterstützungs-/Widerstandszonen beobachten.

art_20161204_d1_uw_detailsAm 28. & 29.11. wurde der Kurs exakt an der Unterstützung bei 10.540 Punkten abgefangen und prallte auch von dieser ab, hinauf bis an den Widerstandsbereich bei ca 10.680 Punkten am 30.11. Nachdem am 31.11. die Unterstützung bei 10.540 Punkten passiert wurde, erfolgte der Paritätswechsel, die Unterstützung wurde zu einem Widerstand. Am 01.12. eröffnete der Kurs nach einem Downgap bei der Unterstützung bei 10.470 Punkte, fand sein Tief am Kreuzwiderstand der Unterstützung bei 10.410 Punkten und einer aufwärts gerichteten Trendlinie. Freitagshoch- und Schlusskurs zeichneten sich dann am (neuen) Widerstand von ca 10.540 Punkten ab.

Hier findest du meine Kolumne der vorherigen Woche

Mittelfristiger Ausblick

  • Aussagekräftige Richtungsimpulse erfolgen über 10.800 bzw unter 10.200
  • Nächsthöherer Widerstandsbereich bei ~11.430 Punkte
  • Potenzieller neuer Trendkanal gebildet

art_20161204_d1Der vorherrschende Trend auf Tagesbasis signalisiert fallende Kurse. Der Stundenchart ebenso, jedoch hat hier am Freitag eine signifikante Bodenbildung stattgefunden, lediglich die charttechnische Bestätigung auf eine Long-Umkehr ist aktuell noch ausständig. Im Gesamtkontext eines übergeordneten Aufwärtstrendes, dem relativen Kursniveau im Langzeitchart und der genauen Umkehr an der aufsteigenden Trendlinie bei ca 10.400 Punkten (die den Index auf längere Sicht über die 10.800er-Marke drücken könnte), ist charttechnisch gesehen von steigenden Kursen auszugehen.

Conclusio: … aber im unmittelbaren Vorfeld des Referendums in Italien sind keine seriösen Prognosen über einen kurz- bis mittelfristgen Kursverlauf möglich. Denn anzunehmen, dass der dieswöchige “Sell-Off” von netto 123 Punkten bereits eine vollständige Einpreisung des möglichen Risikos darstellt, wäre äußerst blauäugig. Andererseits wird es die italienische Wirtschaft in jedem Fall auch nächste Woche noch geben und die österreichische Präsidentschaftswahl hat ohnehin eher nur untergeordnete Wichtigkeit (als Österreicher sei mir diese Anmerkung gestattet).

Wie das antizyklische Positionstrading funktioniert findest du hier

In diesem Umfeld bin ich wieder einmal sehr froh, dass das Handelssystem nicht auf Prognosen aufsetzt, sondern lediglich reaktiven Charakter hat. Die Investitionsquote liegt bei ca 70% und auch ein deutlicher Einbruch des Kurse wäre nur ein temporärer Dämpfer und stellt für sich genommen keine Gefahr dar. Andererseits könnte bei einem erfreulichen Ausgang des Referendums der Startschluss für die lange ersehnte Jahresendrallye fallen – in Summe fühle ich mich somit aktuell gut positioniert.

Es ergaben sich auch in dieser Woche mangels Bewegung keine Transaktionen im Handelssystem und nur geringfügige Änderungen der Signallevel gegenüber der Vorwoche.

art_20161204_h1

Aktueller Systemstatus

Positionen realisiert / laufend / getriggert: 6 / 5 / –

Hitrate: 100%

Investitions- / Cashquote: 68,9% / 31,1%

Aktuelle adaptive Vorsignal-Level

Realisierung von Teilpositionen über mindestens 10.660,00 Punkten

Aufbau weiterer Positionen unter maximal 10.357,00 Punkten

Aktuell getriggertes Handelssignal

Keines

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Neuigkeiten zum Wikifolio

“Antizyklisches Positionstrading”

Die Produkt-Roadmap sieht folgende Aktivitäten für das Handelssystem und das Wikifolio vor:

  1. [Status: Implementiert] CRV-Optimierung: Verbesserung des Leistungsspektrums der Berechnungseinheit für Risiko und Hebelung. Ergänzend soll in Zukunft auch der übergeordnete Zustand, also die relative übergeordnete Performance des Underlyings bei der Festlegung von Hebelung/der Basis/der Barriere Berücksichtigung finden. Diese Information wird in eine geringfügig erhöhte Spreitzung der Hebelungs-Bandbreite (nach oben und unten) einfließen und situativ das Verlustrisiko weiter reduzieren und ggf. das Gewinnrisiko erhöhen. Es ist explizit nicht Ziel, die mittelfristige Hebelung zu erhöhen, sie soll lediglich adaptiv besser verteilt werden.
  2. [Status: Pending] Re-Launch: Das aktuelle Wikifolio wurde primär zum Selbstzweck und objektivem Tracking erstellt. Aus diesem Grund wurde auch die hohe Performancegebühr von 25% gewählt, da diese ersatzweise als Ertragssteuer gewertet werden kann. Die Systemperformance entspricht somit im aktuellen Zustand ungefähr meiner realen Nettoperformance. Um eine stabile Basis für eine mögliche Umwandlung in ein investierbares Lang & Schwarz Zertifikat zu schaffen, werde ich das Handelssystem neu eröffnen (referenziert), mit wettbewerbsfähigen Konditionen.
  3. [Status: Implementiert] Branding: Im Zuge des Re-Launch und der Vorbereitung einer möglichen Investierbarkeit erfolgt auch eine neue Benennung mit umfassender Markenbildung. Um auch die primäre Ausrichtung des Handelssystems offensichtlicher zu machen, wurde die Produktbezeichnung “CONTRAMO” um den Zusatz “DE30 CARE” erweitert.
  4. [Status: Pending] Portfolio: Um unterschiedliche Bedürfnisse von Anlegern und/oder Interessenten gerecht zu werden, wird das Produktspektrum um eine dynamische Tradingvariante erweitert. Da es sich auch hierbei nicht um eine Hochrisikoversion des Systems handelt, wird voraussichtlich die Begrifflichkeit “VIBRANT” verwendet. Diese Bezeichnung ließe auch weitere Möglichkeiten im Bereich allfälliger risikoreicherer Produkte offen.
  5. [Status: Implementiert] Kommunikation: Ergänzend zu den Informationen direkt auf Wikifolio und der ggstdl. Kolumne mit Weekly Review, Outlook und Status soll auch eine Produkt-Facebook-Gruppe erstellt werden, als direkte Kommunikationsplattform für/mit Investoren und/oder interessierte Anleger.

RISIKOHINWEIS

Es kann keine Gewähr für die Richtigkeit, Zuverlässigkeit, Vollständigkeit, Genauigkeit und Angemessenheit der Informationen übernommen werden – weder ausdrücklich noch stillschweigend. Dieser Blog stellt weder ein Angebot zum Kauf irgendwelcher Wertpapiere oder anderer Anlageformen dar, noch enthält er derzeit Grundlagen für einen Vertrag oder eine Verpflichtung irgendeiner Art. Es wird keine Haftung für eine bestimmte Wertentwicklung oder Verluste, die sich aus einer Anlageform ergeben können, übernommen.

MARKENRECHTE

Es wird darauf hingewiesen, dass es sich bei der Bezeichnung DAX® um eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG handelt.

by Dez 03, 2016 Keine Kommentare
CONTRAMO – The CONtrarian TRAding MOdel

CONTRAMO – The CONtrarian TRAding MOdel

RK

Es ist der ewige Wettstreit, der sich gegenseitig meist nicht verstehenden und nicht würdigenden Lager – Trendfolger und Contrarians. Doch so unterschiedlich beide Charaktere am Markt agieren und so sehr sie das Vorgehen des jeweils anderen belächeln, so sehr brauchen sie sich doch – kauft immerhin der eine dem anderen stetig die angebotenen Positionen ab. Ich möchte in diesem Beitrag mein antizyklisch-hybrides Positionsmodel erklären, welches ich auch in wöchentlichen Analysen unter dem Namen CONTRAMO (Contrarian Trading Model) veröffentliche.

contramo-logoKürzlich las ich im Blog von Jonas Höfgen den Artikel “Das DAX-Spekulationsspielchen“, welcher sich mit seiner antizyklischen Handelsweise mit diesem Index beschäftigte. Ich las den Beitrag mit großem Interesse und musste verwundert feststellen, dass seine diesbezügliche Herangehensweise im Kern jener entsprach, die auch ich als Basis in meinem aktuell entwickelten Handelssystem zu Grunde legte. Trotz einiger schematischer Unterschiede waren die grundsätzlich gleichen Gedankengänge offensichtlich und auch er schien sich mit dieser Vorgehensweise erfolgreich am Markt behaupten zu können.

Ich nahm somit einfach kurzerhand Kontakt zu Jonas auf und wir tauschten uns konstruktiv über unsere Arten der Umsetzung und auch unseren bisherigen Erfahrungen aus. Letztlich fragte er mich, ob ich nicht einmal einen etwas detaillierteren Beitrag zu der von mir präferierten Variante verfassen möchte und diesem Ansinnen darf ich hiermit nachkommen.

Inhaltsverzeichnis

Über den Autor

Reflexion

Grundkonzept des Positionstradings

HOW TO?

Fazit

Über den Autor

Richard Kupfer lebt in Salzburg (Österreich) und ist als leitender kaufmännischer Angestellter bei einem deutschen Technologiekonzern beschäftigt. Thematisch mit der Börse und passiven Investments beschäftigt er sich seit mittlerweile 25 Jahren, mit Charttechnik und -analyse, sowie aktivem Börsenhandel seit ca 17 Jahren.

Sein aktuelles Portfolio reicht von verschiedenen mittel- bis langfristigen Zertifikaten, ETFs auf den DAX bis hin zu aktiv gemanagten Investitionen mittels KO-Zertifikate, basierend auf dem gegenständlichen Handelssystem. In Summe konnte er im Laufe der Zeit Erfahrung über die gesamte Bandbreite an Börsengeschäften sammeln, von Veranlagung in langfristig orientierten Investment-Fonds, bis hin zu kurzfristigem CFD-Handel im Tickchart.

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Reflexion

Jonas beschrieb in seinem Artikel bereits, wie er antizyklisch Positionen eröffnet und unter Nutzung des 200er EMAs Käufe verbilligt. Versierten Lesern ist hierbei eventuell die alte Börsenregel „Greife niemals in ein fallendes Messer“ oder auch das Martingale-System in den Sinn gekommen.

Er argumentierte in seinem Artikel auch, dass es sich hierbei um eine ganz andere Herangehensweise handelt und ich möchte ihm an dieser Stelle vollinhaltlich zustimmen. Ein bewusstes, systematisches und systemimmanentes Optimieren des Einstandskurses hat mit diesen negativen behafteten (und primär auf kurzfristiges Trading bezogenen) Handlungsweisen Nichts zu tun.

Im kurzfristigen Trading ist das Verbilligen einer Position, wie auch im Casino das Verdoppeln des Einsatzes (Martingale-System), die Reaktion(!) auf einen fehlerhaften(!) Trade bzw. eine falsche(!) Annahme.

Gänzlich anders verhält es sich bei einem systematischen und bewussten Optimieren des Einstandskurses, bei gleichzeitigem Aufbau des Investitionsvolumens und Streuung/Reduktion des Risikos. In solch einem Fall kann das Verbilligen als Kernkomponente eines ganzheitlichen und in sich schlüssigen Handelssystems verstanden werden, welches erst die gewünschte Outperformance gegenüber dem Underlying generieren sollte.

Das zu Grunde liegende Konzept ist natürlich keine neue Erfindung: „Billig kaufen, teuer verkaufen“. Treten wir aber dennoch erst mal einen Schritt zurück und beschäftigen uns mit dem “Warum & Wie?”.

Grundkonzept des Positionstradings

Kürzlich wurde ich in meinem privaten Umfeld gefragt, wie es denn sein könne, dass der DAX seit Jahresanfang empfindlich fiel, Medien einen weltweiten Bärenmarkt ausrufen und die wesentlichen Indizes auch die letzten Tage immer nur negative Performance auswiesen. Gleichzeitig freute ich mich jedoch angeblich über die Realisierung eines respektablen Gewinns, obwohl ich basierend auf meinem Handelssystem angeblich nur Long in den DAX investierte.

Objektiv gesehen kann dies irritieren und es ist natürlich absolut legitim, diesen vermeintlichen Widerspruch zu hinterfragen. Eine ignorante Antwort hierauf hätte lauten können, dass ich zuvor einfach zu einem niedrigeren Kursstand gekauft hatte. Meine detailliertere Erläuterung zu dem Grundkonzept lautete jedoch ähnlich wie folgt:

Kurse bewegen sich grundlegend immer in Form von Wellen [siehe u.a. Dow-Theorie], deren Form und Ausmaß immer ein gewisses Maß an Übertreibung widerspiegeln. Dies ist verschiedenen Gründen geschuldet, u.a. einem gewissen massenpsychologischen Herdentrieb, der gerne von „unerwarteten“ Neuigkeiten/Nachrichten angestoßen wird. Jedoch auch systemimmanent generiert durch sequentielle Orderausführung in Kombination mit der Kurswert-Ermittlung bzw. vereinfacht gesagt, mit der dynamischen Entwicklung von Angebot & Nachfrage.

Keine Kursentwicklung – egal in welchem Zeitrahmen (vom Tickchart mal abgesehen) – stellt eine gerade Linie dar. In allen Zeiteinheiten sind wellenförmige Kursschwankungen zu verzeichnen, die Übertreibungen nach oben und nach unten bestreiten. Der Kurs alterniert somit laufend um seinen eigentlichen „Fair Value“.

Beispielhaft hierzu ein Linienchart betr. dem Zeitraum Februar 2016 (Abb.1, DAX Monatschart)

abb1_m1_022016Abb.1

Der DAX (DB-Indikation) verlor also im Monat Februar ca. 463 Punkte, was einem Verlust von 4,7% entspricht. Wenn man diese Zeitspanne jedoch in einer kleineren Zeiteinheit betrachtet (Abb.2), finden sich auch sofort die zuvor erwähnten Übertreibungsphasen, im konkreten Fall sticht besonders eine markante Abwärtsbewegung bis ca Mitte Februar ins Auge.

abb2Abb.2

HOW TO ?

Mit Hilfe eines geeigneten Indikators wäre es nun möglich, überdurchschnittliche Übertreibungs-/Trendbewegungen zu identifizieren. Ob man hierfür einen gleitenden Durchschnitt (SMA, EMA o.dgl.), Bollinger Bänder, einen Keltner Channel oder den Supertrend Indikator benutzt, scheint praktisch irrelevant. Hierbei führen viele Wege ans Ziel und es gibt für diesen Zweck auch keinen besonders herausragenden Indikator. Die Signale unterscheiden sich bei adäquater Parametrierung nicht wesentlich und jeder Indikator liefert je nach Marktlage/Kursmechanik mal bessere, mal nicht ganz so optimale Signale.

Ergänzt um einen weiteren Indikator mit kürzerer Periodendauer (iSv. schneller, reaktiver) lassen sich auch zusätzlich Gegenbewegungen triggern, die man jeweils als mögliche Beendigung der übergeordneten Übertreibungsphasen interpretieren und direkt als Handelssignale nutzen könnte (Abb. 3).

abb6_neu

Abb.3

Im konkreten Beispiel wäre es somit gelungen, mit einem geeigneten Signalsystem Gewinne mit Long-Investments zu realisieren, trotz eines übergeordnet fallenden Marktes. Dies stellt für sich alleine aber bestenfalls eine solide Basis dar, ein vollständiges Handelssystem würde hieraus erst im passenden Gesamtkontext mit integrativem Money- und Riskmanagement, jedoch bereits das Thema einer vernünftigen (dynamischen) Positionsgrößenbestimmung wäre für sich alleine bereits ausreichend Stoff für einen separaten Artikel.

Folgende grundlegende Ansätze sollten jedoch in jedem Fall Anwendung finden:

In Phasen, in denen das Underlying Übertreibungsbewegungen nach unten bestreitet, sollte eine Gesamtpositionierung auf Basis folgender Zielsetzungen aufgebaut werden

  1. einem möglichst geringen, gemittelten Einstandskurs
  2. einem möglichst hohen Investitionsgrad
  3. einem möglichst geringen, gemittelten Risiko
  4. einer möglichst großen, gemittelten Hebelung

In Phasen, in denen das Underlying daraufhin Übertreibungsbewegungen nach oben bestreitet, sollten im Gewinn liegende Positionen schrittweise realisiert werden, im Regelfall nach dem LIFO-Prinzip.

Die zuvor genannten Zielsetzungen scheinen sich teilweise zu widersprechen, jedoch mit dem richtigen Setup und adäquater Berücksichtigung der wesentlichen Kenngrößen sind diese auch realistisch gleichzeitig umsetzbar.

abb4Abb.4

Systematisch und strikt angewendet sollten damit wiederholt erfolgreiche Trades wie beispielhaft folgender vom Beginn dieses Kalenderjahres umsetzbar sein:

abb4neuAbb.5

abb5neuAbb.6

abb6neuAbb.7

  • Am 08.01.2016 wurde eine übergeordnete Abwärtsbewegung bei ca 9.970 Pkt. getriggert (Abb. 5, gelb), darauf folgend die Teil-Kauf- (Abb. 5, grün) und Teil-Verkaufsignale (Abb. 5, rot). (Auf die detaillierte Kursentwicklung des Underlying habe ich der Einfachheit halber verzichtet, die Darstellung ist somit reduziert auf die Zeitpunkte der Systemsignale).
  • In Abb. 6 ist die Umsetzung der adaptiven/progressiven Positionsgrößenbestimmung bei den Teilkäufen in der Abwärtsbewegung erkennbar, in Abb. 7 die zugehörige, schrittweise Erhöhung der Hebelung bzw. vice versa die Reduktion der gemittelten KO-Schwelle.
  • In der Gesamtheit dieser Maßnahmen/der Vorgehensweise ergibt sich eine sehr vorteilhafte Absenkung des gemittelten Einstandskurses (Abb. 5, blau) und gleichzeitig auch die Basis für eine dynamische Entwicklung im Zuge der zu erwartenden Aufwärtsbewegung.
  • Konkret konnte der Dax konnte erst wieder am 30.03. an das Kursniveau vom Beginn der ursprünglichen Abwärtsbewegung zurückfinden, also den entspr. Break Even (~ 9.970 Pkt) erreichen.
  • Nach dem Teilverkauf der letzten offenen Position am 21.04.2016 konnte der Index dann aber doch einen relativen Gewinn von +4,34% verbuchen. Das Handelssystem konnte in diesem Zeitraum jedoch eine Performance von +16,0% verbuchen (grün), was einer Outperformance von F +3,69 entspricht.

Fazit

Wie bereits erwähnt, ist ein ganzheitliches und in sich stimmiges Handelssystem nötig, um antizyklisch dauerhaft profitabel handeln zu können. Ich möchte Sie daher ganz explizit davor warnen, ein derartiges Konzept nur auf Basis der wenigen, von mir hier angeführten Informationen im Realbetrieb zu nutzen! Vielleicht habe ich Sie jedoch mit meinen Ausführungen neugierig machen können und Sie haben bereits eigene Ideen, wie man ein derartiges, profitables Handelssystem aufsetzen könnte.

by Dez 01, 2016 Keine Kommentare
DAX – Index non grata?

DAX – Index non grata?

RK

BREAKING NEWS: Technical-Analysis Leak! .. Nun endlich konnte der empirische Nachweis erbracht und sozusagen die Mutter aller Gründe für die obligatorische Darstellung von Charts auf einer Zeitachse geklärt werden. Es war so gesehen mit Blick auf den DAX® eine wahrlich historische Börsenwoche, denn dieses Rätsel der Technischen Analyse glaubte man gemeinhin nicht mehr entschlüsseln zu können. Und hier folgt nun erstmalig und exklusiv die Auflösung dieses Mystheriums: Der ursprüngliche Grund, Charts auf einer Zeitleiste fortzuschreiben, liegt in der Tat in der für den Trader unabdingbaren Notwendigkeit, laufendes Feedback von der EDV zu erhalten, dass das Monitorbild noch nicht eingefroren ist. 😉

Aber Spaß beiseite, auch die letzte Woche im DAX® war wieder eine Ausgeburt an Langeweile, was u.a. auch der teilweisen Absenz der US-Börsen geschuldet war. Trotzdem werden wir in weiterer Folge versuchen, Interpretationen und Rückschlüsse aus der aktuellen Lethargie abzuleiten.

Seit dem 18.06.2016 kann man mein Hybrides Antizyklisches DAX®-Positionstrading öffentlich verfolgen. Ich möchte diese Transparenz meiner Handlungen nun um regelmäßige Blogs in Form einer Kolumne ergänzen und meine Gedanken, Setups und Charts mit Dir teilen. Hier findest Du mein Wikifolio zum Hybriden Positionstrading

Aktueller Stand Underlying

10.704,00 Pkt. [DB]

Wochenrückblick

  • DAX® war auch in der KW47 unscheinbar & inaktiv
  • Neue innere Range zw. 10.600 und 10.800 bestätigt

Der deutsche Leitindex verhielt sich auch diese Handelswoche sehr unscheinbar. Er bestätigte bereits am Montag die von mir letzte Woche beschriebene innere Range im Bereich zwischen 10.600 und 10.800 und testete dazu die untere Begrenzung. Am Dienstag besuchte er daraufhin das obere Limit dieser Range, um sogleich am Folgetag wieder die 10.600er-Marke zu suchen. Ab Donnerstag brach die ohnehin schon geringe Volatilität dann gänzlich ein, Thanksgiving sei Dank. Es ist schon bemerkenswert, dass der deutsche Leitindex so lange in einem derart engen Band verweilen kann, ohne einen ernstgemeinten Ausbruchsversuch zu tätigen. Und das, obwohl sich die US-Börsen bereits in einem Jahresendrallye-Modus befinden.

 

Hier findest du meine Kolumne der vorherigen Woche

Mittelfristiger Ausblick

  • Aussagekräftige Richtungsimpulse über 10.800 bzw unter 10.200
  • Innere, stark unterstütze, Range 10.600 und 10.800
  • Nächsthöherer Widerstandsbereich bei ~11.430 Punkte

art_20161127_d1Was kann man nun aus der letzten Handelswoche ableiten? Es ist offensichtlich, dass Investoren den amerikanischen Börsen derzeit wohler gesonnen sind, als den europäischen. Doch auch das aktuelle Verhalten des DAX® ist nicht gänzlich inhaltsleer. Gemeinhin sagt man, “Was nicht steigt, muss fallen”, denn besonders große Indizes sind latent bedroht, von ihrem Eigengewicht nach unten gezogen zu werden, wenn nicht ausreichend Anschlusskäufer auf den Markt drängen. Dies ist und war bis dato jedoch noch nicht der Fall. Auch hält sich der Index in einer relativ hoch angesiedelten Bandbreite, denn die ursprüngliche Seitwärts-Range schließt erst bei einem unteren Level von ~10.200 Punkten. Auch scheint sich die bereits letzte Woche beschriebene Unterstützung im Bereich 10.650 – 10.670 Punkten zu manifestieren.

Conclusio: Auch in dieser Woche gibt/gab es wieder ein paar (sehr) kleine Pluspunkte, in Bezug auf einen möglichen, bevorstehenden Ausbruch an der Oberseite der Seitwärtsrange. Der Ausblick bleibt somit unverändert Long und die Möglichkeit einer doch noch anspringenden Jahresendrallye intakt.

In dem für das Handelssystem relevanten Zeitrahmen (H1) ergaben sich mangels Bewegung keine Transaktionen und nur geringfügige Änderungen der Signallevel gegenüber der davorliegenden Woche.

art_20161127_h1_

Aktueller Systemstatus

Positionen realisiert / laufend / getriggert: 6 / 5 / –

Hitrate: 100%

Investitions- / Cashquote: 70,0% / 30,0%

Aktuelle adaptive Vorsignal-Level

Realisierung von Teilpositionen über mindestens 10.788,00 Punkten

Aufbau weiterer Positionen unter maximal 10.357,00 Punkten

Aktuell getriggertes Handelssignal

Keines

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Neuigkeiten zum Wikifolio

“Antizyklisches Positionstrading”

Die Produkt-Roadmap sieht folgende Aktivitäten für das Handelssystem und das Wikifolio vor:

  1. [Status: Implementiert] CRV-Optimierung: Verbesserung des Leistungsspektrums der Berechnungseinheit für Risiko und Hebelung. Ergänzend soll in Zukunft auch der übergeordnete Zustand, also die relative übergeordnete Performance des Underlyings bei der Festlegung von Hebelung/der Basis/der Barriere Berücksichtigung finden. Diese Information wird in eine geringfügig erhöhte Spreitzung der Hebelungs-Bandbreite (nach oben und unten) einfließen und situativ das Verlustrisiko weiter reduzieren und ggf. das Gewinnrisiko erhöhen. Es ist explizit nicht Ziel, die mittelfristige Hebelung zu erhöhen, sie soll lediglich adaptiv besser verteilt werden.
  2. [Status: Pending] Re-Launch: Das aktuelle Wikifolio wurde primär zum Selbstzweck und objektivem Tracking erstellt. Aus diesem Grund wurde auch die hohe Performancegebühr von 25% gewählt, da diese ersatzweise als Ertragssteuer gewertet werden kann. Die Systemperformance entspricht somit im aktuellen Zustand ungefähr meiner realen Nettoperformance. Um eine stabile Basis für eine mögliche Umwandlung in ein investierbares Lang & Schwarz Zertifikat zu schaffen, werde ich das Handelssystem neu eröffnen (referenziert), mit wettbewerbsfähigen Konditionen.
  3. [Status: In Progress] Branding: Im Zuge des Re-Launch und der Vorbereitung einer möglichen Investierbarkeit erfolgt auch eine neue Benennung mit umfassender Markenbildung.
  4. [Status: In Progress] Kommunikation: Ergänzend zu den Informationen direkt auf Wikifolio und der ggstdl. Kolumne mit Weekly Review, Outlook und Status soll auch eine Produkt-Facebook-Gruppe erstellt werden, als direkte Kommunikationsplattform für/mit Investoren und/oder interessierte Anleger.

RISIKOHINWEIS

Es kann keine Gewähr für die Richtigkeit, Zuverlässigkeit, Vollständigkeit, Genauigkeit und Angemessenheit der Informationen übernommen werden – weder ausdrücklich noch stillschweigend. Dieser Blog stellt weder ein Angebot zum Kauf irgendwelcher Wertpapiere oder anderer Anlageformen dar, noch enthält er derzeit Grundlagen für einen Vertrag oder eine Verpflichtung irgendeiner Art. Es wird keine Haftung für eine bestimmte Wertentwicklung oder Verluste, die sich aus einer Anlageform ergeben können, übernommen.

MARKENRECHTE

Es wird darauf hingewiesen, dass es sich bei der Bezeichnung DAX® um eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG handelt.

by Nov 26, 2016 Keine Kommentare
Alles Nichts Oder – DAX quo vadis?

Alles Nichts Oder – DAX quo vadis?

RK

Dürfen wir uns nochmals einer Jahresendrallye erfreuen? Können wir diesen schier unüberwindbaren Mega-Widerstand der rund 10.800 Punkte hinter uns lassen? Sagen sich die Bullen nun endlich “Alles oder Nichts” und setzen zum neuen Jahreshoch kurz vor Jahresende an? Oder verbleibt das Motto ernüchternd “Alles (irgendwie) Nichts, oder?”

Die vergangene Börsenwoche kann man durchaus als unaufregend bezeichnen. Wie soll das jetzt nur weiter gehen? Auch wenn es kaum Bewegung gab, wollen wir trotzdem versuchen, die Gesamtsituation objektiv zu beurteilen und allfällige Auswirkungen auf mein Anizyklisches Positionstrading zu analysieren.

Seit dem 18.06.2016 kann man mein Hybrides Antizyklisches DAX-Positionstrading öffentlich verfolgen. Ich möchte diese Transparenz meiner Handlungen nun um regelmäßige Blogs in Form einer Kolumne ergänzen und meine Gedanken, Set Ups und Charts mit Dir teilen. Hier findest Du mein Wikifolio zum Hybriden Positionstrading

Aktueller Stand Underlying

10.670,00 Pkt. [DB]

Wochenrückblick

  • DAX war in der KW46 unscheinbar
  • Trotz genervter Anleger keine Sell-Off-Ansätze
  • Neue innere Range zwischen 10.800 und 10.600

Der deutsche Leitindex verhielt sich diese Woche sehr unscheinbar. Noch am Montag schien sich ein möglicher Rallyebeginn abzuzeichnen, jedoch wurde dieser bereits an der 10.800 Punkte Markte unterbunden, wieder einmal … Es zährt mittlerweile bereits an der Nerven der Anleger und so ist es beinahe schon verwunderlich, dass sich noch immer so viele Marktteilnehmer finden, dass sich die aktuelle Situation nicht zu einem Sell-Off hochschaukelt.

Die letzten Stunden am Börseparkett bildeten einen in kleineren Zeiteinheiten erkennbaren (ab H1) ganz leichten Abwärtstrend, jedoch verliefen die sequentiellen tieferen Hoch- und Tiefpunkte in so geringem Punkteabstand, dass man die Bewegung wohl eher als Grundrauschen, als ein Trending einordnen muss.

Relevanter scheint mir jedoch, die sich neu gebildete innere Range zwischen 10.800 und 10.600, die an der Unterseite relativ treffsicher von der SMA20 getragen wird. Hier hat sich in der Seitwärtsrange, welche wir seit Anfang August verfolgen, eine neue engere Range gebildet. Der Kurs tendiert immer stärker zur oberen Kante des Kanals und pendelt nun verstärkt zwischen 10.800 und 10.600.

art_20161120_d1_sma20

Hier findest du meine Kolumne der vorherigen Woche

Mittelfristiger Ausblick

  • Aussagekräftige Richtungsimpulse über 10.800 bzw unter 10.200
  • Innere, stark unterstütze, Range 10.600 und 10.800
  • Bullen erhöhen sichtbar den Druck auf den Mega-Widerstand 10.800
  • Nächsthöherer Widerstandsbereich bei ~11.430 Punkte

art_20161120_d1Der übergeordnete Gesamtausblick ist dem Grunde nach unverändert: Die Seitwärtsrange ist intakt und Richtungsimpulse erlangen erst Gültigkeit über 10.800 bzw unter 10.200. Man kann jedoch versuchen, der ruhigen, letzten Handelswoche Feinheiten zu entlocken und daraus neue und/oder ergänzende Rückschlüsse zu ziehen, auch wenn es sich nur um Nuancen handelt … mehr gibt das letzwöchige Benehmen des kleinen Erdmarders jedoch nicht her.

Bemerkenswert scheint mir somit der bereits oben erwähnte schmale, innere Seitwärtstrend im Bereich zwischen 10.600 und 10.800 Punkten. Dass dieser an der Unterseite zusätzlich Unterstützung durch einen kurzfristigen Gleitenden Durchschnitt erfährt, erhöht dessen Verlässlichkeit. Weiters sammeln sich Tiefpunkte im Unterstützungsbereich zwischen 10.650 und 10.670.

Gesamtheitlich betrachtet gab es somit seit dem letzten Abprallen von der schier unüberwindbaren 10.800 Punkte Marke eine Drucksteigerung aus der Ecke der Bullen. Dieses Mal fand nämlich gar kein empfindlicher Abverkauf statt, sondern lediglich eine Konsolidierung in einem relativ hohen Punktebereich. Dies werte ich als zusätzlichen kleinen Pluspunkt bei der Wahl des bevorzugten mittelfristigen Szenarios. Dieses lautet daher unverändert “steigende Kurse, somit einem Ausbruch über die 10.800 Punkte Markte”.

Sollte sich dies bewahrheiten, muss man wohl den nächsthöheren Widerstandsbereich bei ~11.430 Punkten im Hinterkopf behalten, bei diesem Niveau könnte bereits ein neuerlicher empfindlicher Rücksetzer des Kurses erfolgen.

Nebenbei bemerkt: Auf einschlägigen Seiten und Gruppen stößt man in letzter Zeit wiederholt auf eine Art DAX-bashing, vermeintlich von ungeduldigen Long investierten Anlegern und Tradern. Diesen Mitstreitern möchte ich kommentarlos die Interpretation folgender Darstellungen ans Herz legen:

art_20161120_daxdow3

art_20161120_daxdow

In dem für das Handelssystem relevanten Zeitrahmen (H1) ergaben sich mangels Bewegung in der letzten Woche keine Signale, auch sämtliche Raktionslevel bleiben unverändert.

art_20161120_h1

Aktueller Systemstatus

Positionen realisiert / laufend / getriggert: 6 / 5 / –

Hitrate: 100%

Investitions- / Cashquote: 69,7% / 30,3%

Aktuelle adaptive Vorsignal-Level

Realisierung von Teilpositionen über mindestens 10.853,25 Punkten

Aufbau weiterer Positionen unter maximal 10.357,00 Punkten

Aktuell getriggertes Handelssignal

Keines

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Neuigkeiten zum Wikifolio

“Antizyklisches Positionstrading”

Die Produkt-Roadmap sieht folgende weitere Aktivitäten für das Handelssystem und das Wikifolio vor:

  1. CRV-Optimierung: Verbesserung des Leistungsspektrums der Berechnungseinheit für Risiko und Hebelung. Ergänzend soll in Zukunft auch der übergeordnete Zustand, also die relative übergeordnete Performance des Underlyings bei der Festlegung von Hebelung/der Basis/der Barriere Berücksichtigung finden. Diese Information wird in eine geringfügig erhöhte Spreitzung der Hebelungs-Bandbreite (nach oben und unten) einfließen und situativ das Verlustrisiko weiter reduzieren und ggf. das Gewinnrisiko erhöhen. Es ist explizit nicht Ziel, die mittelfristige Hebelung zu erhöhen, sie soll lediglich adaptiv besser verteilt werden.
  2. Re-Launch: Das aktuelle Wikifolio wurde primär zum Selbstzweck und objektivem Tracking erstellt. Aus diesem Grund wurde auch die hohe Performancegebühr von 25% gewählt, da diese ersatzweise als Ertragssteuer gewertet werden kann. Die Systemperformance entspricht somit im aktuellen Zustand ungefähr meiner realen Nettoperformance. Um eine stabile Basis für eine mögliche Umwandlung in ein investierbares Lang & Schwarz Zertifikat zu schaffen, werde ich das Handelssystem neu eröffnen (referenziert), mit wettbewerbsfähigen Konditionen.
  3. Branding: Im Zuge des Re-Launch und der Vorbereitung einer möglichen Investierbarkeit erfolgt auch eine neue Benennung mit umfassender Markenbildung.
  4. Kommunikation: Ergänzend zu den Informationen direkt auf Wikifolio und der ggstdl. Kolumne mit Weekly Review, Outlook und Status soll auch eine Produkt-Facebook-Gruppe erstellt werden, als direkte Kommunikationsplattform für/mit Investoren und/oder interessierte Anleger.

by Nov 20, 2016 Keine Kommentare
Ein Trumpeltier löst den Herdentrieb aus

Ein Trumpeltier löst den Herdentrieb aus

RK

Die letzte Woche war gezeichnet von einem massiven Sell-Off an den deutschen Märkten. Die Initialzündung hierzu dürften wohl die neuesten Umfrageergebnisse hinsichtlich der bevorstehenden US-Wahl gegeben haben. Und da sich offensichtlich Anleger in Good Old Germany deutlich mehr fürchten, als jene am eigentlichen Ort des Geschehens, brach der DAX in dieser Handelswoche mehr als 4% ein, während z.B. der DOW Jones einen überschaubaren Verlust von lediglich 1,5% hinnehmen musste.

Man hatte den Eindruck, dass den Bullen die Gesamtsituation zu kritisch wurde, nachdem bereits die Woche zuvor ein vehementer Abverkauf an der 10.800 Punkte Marke stattfand und bereits da jeglicher Kaufdruck wie eine Seifenblase zerplatzte.

In Kombination mit der neuen Unsicherheit hinsichtlich der US-Wahl, der wirtschaftlichen Auswirkung dieser und negativen charttechnischen Signalen setzte Schritt für Schritt eine sich exponentiell steigende, panische Massenflucht der Käufer ein … die Herde der Bullen floh von der deutschen Börse, regelrecht wie die Gnus auf unserem heutigen Titelbild.

Doch wo geht die Reise nun hin und ist somit eine mögliche Jahresendrallye bereits abgesagt? Welche relevanten Kursmarken man nun beachten sollte und welche Szenarien denn eigentlich möglich sind, werden wir in weiterer Folge beschreiben.

Seit dem 18.06.2016 kann man mein Hybrides antizyklisches DAX-Positionstrading öffentlich verfolgen. Ich möchte diese Transparenz meiner Handlungen nun um regelmäßige Blogs in Form einer Kolumne ergänzen und meine Gedanken, Set Ups und Charts mit Dir teilen. Hier findest Du mein Wikifolio zum Hybriden Positionstrading

Aktueller Stand Underlying

10.218,50 Pkt. [DB]

Wochenrückblick

Bereits letzte Woche beurteilte ich den Mut und die Zielstrebigkeit der Käufer nach dem Rückschlag vom 10.800 Punkte Niveau wie folgt, “… denn so initiert man auf jeden Fall keine Jahresendrallye”. Wie auch bereits eingangs beschrieben, mündete eben genau dieser ausbleibende Kaufdruck in eine Abverkaufs-Kettenreaktion und führte den DAX übertrieben bis auf Niveau von 10.200 Punkten hinunter.

Die entsprechende Abwärtsbewegung erfolgte in mehreren Wellen und bildete einen technisch relativ sauberen Trend mit sequentiell fallenden Hoch- und Tiefpunkten (H1).

art_4_h1_downtrend

Der Kursverlauf ansich entsprach dem von mir im letzten Artikel beschriebenen Alternativszenario. Das erste Signal für eine Abwärtsbewegung erfolgte am Dienstag, nachdem der DAX die aufwärts gerichteten Trendlinie bei 10.850 Punkten unterschritt. In weiterer Folge wurden das letzte höhere Tiefpunkt und der EMA 200 beinahe ohne Konsolidierng passiert. In der Handelsschlussphase schien dann der DAX von seinem 10.200 Punkte Level regelrecht angezogen zu werden.

 

Hier findest du meine Kolumne der vorherigen Woche

Mittelfristiger Ausblick

art_4_d1

Wie im Wochenrückblick beschrieben, wurden einige Unterstützungsbereiche mit überraschend hoher Dynamik durchlaufen, seit Freitag Vormittag verlief der Kurs dann jedoch eher in einer Seitwärtsrange. Es könnte sich hierbei bereits um die finale Bodenbildung des Abverkaufes handeln, auf Höhe des tiefsten Tiefpunktes der aktuellen Reaktionsbewegung bei ~10.190 Punkten.

Aktuell befindet sich der Kurs trendmäßig in einem undefinierten Zustand, seit dem Bruch des letzten Tiefpunktes. Man muss somit derzeit von einem Seitwärtstrend ausgehen (gelbes Rechteck in o.a. Abbildung). Falls der DAX nun mit kommenden Wochenbeginn einen Richtungswechsel vollziehen kann, ist davon auszugehen, dass wir zumindest im ersten Schritt die Oberkannte der Seitwärtsrange bis ~10.800 Punkten anlaufen. Sollte ihm das nicht gelingen, dürfte sich eine technisch korrekte neue Abwärtsbewegung ausbilden. Im Zuge dieser gäbe es auch noch weitere Unterstützungsbereiche, die den Kursverlauf bremsen oder aufhalten könnten, die SMA 200 sowie die fallende mittelfristige Trendlinie. In letzter Instanz könnte die Abwärtsbewegung jedoch bis in den Bereich von 9.700 Punkten laufen.

Die bisherige Seitwärtsrange ist für sich genommen technisch nicht besonders “sauber”, zeigt jedoch eine relativ hohe Stabiliät. In Kombination mit einem hohen überverkauften Zustand des Kurses, der Saisonalität und der relativen Position im großen langfristigen Aufwärtstrendkanal, scheint das aktuell wahrscheinlichere Szenario der neuerlicher Kursanstieg in Richtung 10.800 Punkten zu sein.

In dem für das Handelssystem relevanten Zeitrahmen (H1) wurde bereits bei einem DAX-Stand von ~10.470 Punkten ein bevorstehender Positionsaufbau ab einem (Stop-)Limit von max. 10.566 Punkten getriggert. Im Laufe des weiteren Kursverlaufes und der genutzten Stop&Reverse-Signallinie reduzierte sich dieses Niveau auf derzeit 10.287,71 Punkte. Gleichzeitig wurde die Positionsgrößenbestimmung durch das Handelssystem von Stepping auf Dynamic umgeschaltet, bedingt durch die “Geradlinigkeit” und Range der aktuellen Abwärtsbewegung. Hierdurch erhöhte sich das Volumen der nächsten Teilposition von ursprünglich 9% auf aktuell 25,4%.

Mögliche Teilrealisierungen sind derzeit auf Basis des aktuellen Kursverlaufs nicht unter einem Niveau von ~10.481 Punkten vorgesehen.

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Aktueller Systemstatus

Positionen realisiert / laufend / getriggert: 6 / 4 / +1

Hitrate: 100%

Investitions- / Cashquote: 39,8% / 60,2%

Aktuelle adaptive Vorsignal-Level

Realisierung von Teilpositionen über mindestens 10.481 Punkten

Aufbau weiterer Positionen unter maximal 10.287,71 Punkten

Aktuell getriggertes Handelssignal

Dynamisches Handelssignal: Positionsaufbau @ 10.287,71 Punkte

by Nov 05, 2016 Keine Kommentare
Nur realisierte Gewinne sind echte Gewinne?

Nur realisierte Gewinne sind echte Gewinne?

RK

basketball-85919_960_720Gut gespielt zu haben ist am Ende des Tages lobenswert. Doch nur Zählbares ist verwertbar. Im Sport heißt es so schön: “Was nützt das beste Tripling, wenn man ihn dann im Abschluss nicht rein macht?”. Ähnliches können wir uns auch für unser Trading ins Pflichtenheft schreiben: “Nur realisierte Gewinne sind nachhaltige Gewinne …”

Und so wurde in der letzten Woche das eine sich abgezeichnete Systemsignal für eine Teilrealisierung genutzt. Die Position lief in Summe 413 Punkte im Underlying und ergab letztlich einen Positionsgewinn von ca. 13,6%, bevor der DAX wieder den Weg Richtung Süden einschlug.

Das Jahreshoch nutzten viele Trader vor den US-Wahlen, um Gewinne zu realisieren. Hat sich der Abschluss gelohnt? Das möchte ich in dieser Analyse herausfinden.

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Seit dem 18.06.2016 kann man mein hybrides und antizyklisches DAX-Positionstrading öffentlich verfolgen. Ich möchte diese Transparenz meiner Handlungen nun um regelmäßige Blogs in Form einer Kolumne ergänzen und meine Gedanken, Set Ups und Charts mit Dir teilen. Hier findest Du mein Wikifolio zum Hybriden Positionstrading

Aktueller Stand Underlying

10.661,50 Pkt. [DB]

Wochenrückblick

Letzte Woche schrieb ich von einer gestiegenen Wahrscheinlichkeit für eine bevorstehende Aufwärtsbewegung. Im Laufe der Woche erfüllte sich diese Erwartung. Die 10.800 Zähler wurden durchbrochen und in der Spitze durften wir sogar 10.828,50 DAX-Punkte vermelden. Jahreshoch! Der Widerstandsbereich um besagte 10.800 Punkte wurde jedoch mehrfach vehement abverkauft. Man fragte sich phasenweise, wo denn nur der Mut der Bullen blieb … denn so initiert man auf jeden Fall keine Jahresendrallye.

In letzter Instanz wurde der DAX bis auf ein Niveau von ca 10.660 Punkten abverkauft. Dies muss für den weiteren Verlauf jedoch nicht zwingend ein negatives Signal darstellen, siehe hierzu meine entspr. Eräuterungen unter “Mittelfristiger Ausblick”.

In der vergangenen Woche ergab sich (wie bereits eingangs erwähnt) ein konkretes Verkaufs-Signal im Handelssystem, das bei einem DAX-Stand von ca 10.764 Punkten systemkonform umgesetzt wurde.

Hier findest du meine Kolumne der vorherigen Woche

Mittelfristiger Ausblick

Auch wenn der DAX den Anschein erweckt, keine Richtung finden zu können, charttechnisch gesehen befindet er sich in einem bestätigten Aufwärtstrend und sollte somit übergeordnet seinen Weg fortsetzen.

3_chart-16102016-2105-db-daxRelevante Level an der Kursunterseite sind hierbei die aufwärtsgerichtete Trendlinie und das letzte signifikante Tief bei 10.350 Punkten. Die charttechnisch wahrscheinlichste Bewegung ist nun eine folgende Kursumkehr bis in den Bereich von bis zu 10.600 Punkten hinunter, mit einem darauf folgenden neuen Hoch, somit mindestens 10.830 Punkten. Anzunehmen ist auf jeden Fall eine etwas stärkere Kursbewegung, entweder ein Aufwärtsschub nach Bildung eines neuen Hochs oder ein dynamischer Abfall, wenn erst die Trendlinie und kurz darauf die Aufwärtstrend-Sequenz gebrochen wird.

In dem für das Handelssystem relevanten Zeitrahmen (H1) könnte sich unter 10.658 DAX-Punkten wieder ein Positionsaufbau ergeben. Mögliche zusätzliche Teilrealisierungen sind derzeit auf Basis des aktuellen Kursverlaufs nicht unter einem Niveau von knapp 10.900 Punkten vorgesehen.

3_h1

Aktueller Systemstatus

Positionen realisiert / laufend: 6 / 4

Hitrate: 100%

Investitions- / Cashquote: 42,9% / 57,1%

Aktuelle adaptive Vorsignal-Level

Realisierung von Teilpositionen über mindestens 10.897 Punkten

Aufbau weiterer Positionen unter maximal 10.658 Punkten

Getriggertes dynamisches Handelssignal: liegt aktuell keines vor

by Okt 28, 2016 Keine Kommentare
Dreieck durchbrochen – 10800 nächste Woche?

Dreieck durchbrochen – 10800 nächste Woche?

RK

Bereits in der letzten Woche hatte ich auf das aufwärts gerichtete Dreieck hingewiesen. Weiterhin befindet sich der DAX in dem seit Anfang Januar bestehenden Seitwärtskanal ohne seinen seit Anfang des Jahres bestehenden und aus 2014 fortgeführten Aufwärtstrend zu beenden. Die aktuelle chart-technsiche Konstellation ist immens interessant. Seitwärts- und Aufwärtstrend, aufwärtsgerichtetes Dreieck und die externen Einflüsse durch die FED am 02.11. und die US-Wahlen am 08.11.! Können wir an den Charts bereits etwas erkennen?

richard-wikifolio-1Seit dem 18.06.2016 kann man mein hybrides und antizyklisches DAX-Positionstrading öffentlich verfolgen. Ich möchte diese Transparenz meiner Handlungen nun um regelmäßige Blogs in Form einer Kolumne ergänzen und meine Gedanken, Set Ups und Charts mit Dir teilen. Hier findest Du mein Wikifolio zum Hybriden Positionstrading

Aktueller Stand Underlying

10.720,50 Pkt. [DB]

Wochenrückblick

Um das eigene Trading Set-Up für die kommende Woche zu definieren, müssen wir die vergangene Handelswoche verstanden haben: Der DAX startete direkt mit einem Abwärtsgap in die KW42, verlor jedoch letztlich dann nur eine sehr überschaubare Anzahl an Punkten. Vielleicht musste er auch einfach nur kurz durchatmen, nach einem relativ starken Wochenausklang am davorliegenden Freitag.

Ab Dienstag ging es dann jedoch stetig bergauf und rückblickend betrachtet könnte man auf die Idee kommen, beinahe so etwas wie einen Aufwärtstrend zu erkennen. Und so folgte dann final, in den nachbörslichen Abendstunden am Freitag, auch ein Vorsignalwechsel auf Sell (i.S.v. Level möglicher Realisierung von Teilpositionen), nachdem Schlusskurse knapp über der Marke von 10.720 Punkten notierten (L&S sogar 10.728 Punkte).

Es ergaben sich somit auch diese Woche keine konkreten Kauf- oder Verkaufs-Signale in meinem Handelssystem. Die laufenden Positionen konnten jedoch einiges an Buchgewinnen verzeichnen. Mein Wikifolio konnte in dieser 42. Kalenderwoche um 1,6% steigen. Es war somit eine äußerst zufriedenstellende Wochenentwicklung.

Hier findest du meine Kolumne der vorherigen Woche

2_chart-23102016-0815-db-dax

Mittelfristiger Ausblick

Wie letzte Woche erhofft, wurde das aufwärts gerichtete Dreieck nach oben verlassen. Leider erfolgte dies jedoch ohne dynamischen Ausbruch. Eine stabile Aufwärtsbewegung ergab sich jedoch erst im relativ späten, nachbörslichen Freitagshandel, wenn sich viele Marktteilnehmer bereits physisch oder psychisch im Wochenende befinden. Auch gilt es gemeinhin als nicht besonders beliebte Strategie zum Wochenabschluss noch neue Positionen direkt vor dem Wochenende zu eröffnen.

Übergeordnet hat sich somit die Gesamtsituation nicht grundlegend verändert, lediglich das Aufwärtsszenario wurde wahrscheinlicher. Man wäre aber sicher gut beraten, nicht blindem Aktionismus zu verfallen, ein bestätigter Ausbruch sieht anders aus.

Mein oberster Leitsatz verliert für mich daher nie seine Gültigkeit: Auf bestehende Kursverläufe zu reagieren (!) ist deutlich einfacher, als spekulativ zukünftige Kursentwicklungen prognostizieren zu müssen.2_chart-23102016-0757-db-daxAktueller Investitionslevel

Invest: 60,5%

Cash: 39,5%

Aktuelle adaptive Vorsignal-Level

Realisierung von Teilpositionen über mindestens 10.720 Punkten

Aufbau weiterer Positionen unter maximal 10.300 Punkten

Getriggertes dynamisches Handelssignal: liegt aktuell keines vor

FEDWatchTool der CME Group

Der Markt hat keine Erhöhung für den 02.11. zu 91,7% eingepreist. Eine Erhöhung auf 50 – 75 Basispunkte zu 8,3%

Der Markt hat keine Erhöhung für den 14.12. zu 30,5% eingepreist. Eine Erhöhung auf 50 – 75 Basispunkte zu 64% und eine Erhöhung auf 75 bis 100 Bsp zu 5,5%.

by Okt 23, 2016 Keine Kommentare
Antizyklisch positioniert – mit dem DAX spielen

Antizyklisch positioniert – mit dem DAX spielen

RK

Alle Börsianer sind stetig auf der Suche nach dem besten Handelssystem und einer Optimierung des eigenen Tradings. Es ist die Suche nach dem heiligen Gral in einer sich schnell ändernden Umgebung. Hierbei interessiert sich manch Anleger für das Vorgehen und die Gedanken anderer. Seit dem 18.06.2016 kann man mein hybrides und antizyklisches DAX-Positionstrading öffentlich verfolgen. Ich möchte diese Transparenz meiner Handlungen nun um regelmäßige Blogs in Form einer Kolumne ergänzen und meine Gedanken, Set Ups und Charts mit Dir teilen.

Hier findest Du mein Wikifolio zum hybriden Positionstrading

Aktueller Stand Underlying
10.574,50 Pkt. [DB]

Wochenrückblick
Eine ziemlich langweilige Woche liegt hinter uns. Das Handelssystem lieferte keine konkreten Kauf- oder Verkaufs-Signale. Lediglich ein Vorsignalwechsel von Long zu Short wurde ausgelöst, was jedoch nicht viel zu bedeuten hat. Das markante Tief am 13.10. ging einfach nur so tief, dass das Handelssystem einen möglichen (!) weiteren Positionsaufbau signalisierte. Da der letzte Einkaufslevel jedoch bei ca 10.350 Pkt erfolgte und das System auf einer umgekehrten Pyramidisierung basiert, wäre kein weiterer Zukauf über einem Signallevel von 10.300 vorgesehen.

Mittelfristiger Ausblick

chart-16102016-2105-db-dax
Auf Grund des anhaltenden Seitwärtstrends ist eine Einschätzung der zukünftigen Entwicklung praktisch nicht möglich. Es bestehen zwei grundlegend verschiedene Szenarien. Einerseits wäre ein Long-Ausbruch möglich, das Tief am 13.10. bei 10.350 bestätigte eigentlich einen möglichen neuen aufwärts gerichteten Trendkanal, es fehlt jedoch noch immer die notwendige ergänzende Bestätigung an der Oberseite. So lange der Kurs nicht das letzte Hoch bei ~10.705 Punkten überläuft, bleibt ein Long-Szenario lediglich eine Möglichkeit, auch wenn die letzte Kursentwicklung sogar ein aufwärts gerichtetes Dreieck formte.

Andererseits befindet sich der DAX aktuell noch immer in einer akiven Abwärtsbewegung (wenn auch mittelfristig in einer übergeordneten, steigenden Long-Bewegung), die theoretisch bis zu einem Low von 9.700 Punkten laufen könnte. Fazit: Schlechter einschätzbar könnte das Underlying derzeit kaum sein.

Glücklicherweise reagiere (!) ich nur auf den absolvierten Kursverlauf, ich bin somit nicht angewiesen auf vage Prophezeiungen, was mich in der aktuellen Lage deutlich entspannt. Kurzfristig orientierten Tradern würde ich aktuell nur die Seitenlinie empfehlen.

Aktueller Investitionslevel

Invest: 59,4%

Cash: 40,6%

Aktuelle adaptive Vorsignal-Level

Realisierung von Teilpositionen über mindestens 10.720 Punkten

Aufbau weiterer Positionen unter maximal 10.300 Punkten

Getriggertes dynamisches Handelssignal liegt aktuell keines vor

by Okt 16, 2016 Keine Kommentare
DAX – Jahresendrallye

DAX – Jahresendrallye

RK

Seit gefühlt einem Monat pendelt der DAX in einem beinahe waagrecht verlaufenden Abwärtstrend. Das Warten auf eine vermeintliche Jahresendrallye zermürbt bereits viele Trader und Anleger, die in den Startlöchern harren und lauern… ihren Zeigefinger immer am Abzug, um nicht den perfekt getimenten Entry zu verpassen.

Aus rein technischer Sicht könnte genau so ein passender Moment kurz bevor stehen!

Kommt eine Jahresendrallye?

“Sicher?” … Nein, noch nicht einmal mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit. Auch wir technischen Analysten können die Zukunft nicht vorhersagen und seriöse Kollegen unserer Zunft versuchen noch nicht einmal, diesen Eindruck zu erwecken. Was wir jedoch gut können ist, mittels verschiedener Techniken zu Grunde liegende Trends im Kursverlauf zu entdecken, zu quantifizieren und zu qualifizieren und somit in letzter Instanz Möglichkeiten einer zukünftigen Kursbewegung zu prognostizieren.

Aktuell befindet sich der DAX leider nun bereits seit einiger Zeit in einer Phase, in der relativ viele Bewegungsvarianten möglich scheinen. Und der Beginn einer Jahresendrallye ist hierbei vielleicht nicht die wahrscheinlichste Variante, hinsichtlich des Chancen/Risiko-Verhältnisses aber wohl die interessanteste. Risikoaffine Trader, die sich auch in etwas höheren Zeiteinheiten wohl fühlen, könnten somit die nachfolgende Tradingidee im Hinterkopf behalten – aus technischer Sicht ist dieses Szenario nämlich absolut legitim.

Vorraussetzungen für eine Rallye

Die grundlegende Voraussetzung für einen möglichen Beginn einer Jahresendrallye würde die Initialbewegung (ein Turnaround) bis in den Bereich von ca 10.400 Punkten einläuten. Ab diesem Niveau sollte eine Aufwärtsbewegung beginnen, mit einem ersten Ziel bei ca 10.645 Punkten. Diesen Widerstandsbereich zu überwinden sollte keine große Mühe machen und eröffnet den Bereich bis ca 10.800 Punkte. Dieses Niveau wird keinesfalls einfach durchschnitten, man müsste in jedem Fall mit temporären Konsolidierungen rechnen. Ab hier wäre dann jedoch ein Zielbereich von ca 11.290 Punkte aktiviert und vermeintlich auch die allerletzten wartenden Bullen eingestoppt. Der finale mögliche Zielbereich bis Jahresende lautet dann sogar auf ca 11.920 Punkte.

mögliche_jahresendrallye

Sollte man sich mit dieser Tradingidee befassen, ist unbedingt anzuraten, die erwähnten Punktezonen zu beachten. Bereits ein zeitliches Verstreichen der initialen Umkehr würde aus technischer Sicht den möglichen Gesamtablauf in Frage stellen, zumindest aber alle erwähnten Widerstands- und Zielbereiche verändern.

Ich wünsche Ihnen erfolreiche Börsengeschäfte

Richard Kupfer

by Okt 08, 2016 Keine Kommentare
+8,1% dank antizyklischem Positionstrading

+8,1% dank antizyklischem Positionstrading

RK

Eine turbulente Börsenwoche liegt hinter uns. Eine jener Wochen, in der sich unter den Anlegern wieder einmal die Spreu vom Weizen trennte. Während viele Anleger empfindliche Verluste hinnehmen mussten und sicher auch das eine oder andere Depot abgefackelt wurde, zeigte sich eindrucksvoll die Qualität des ganzheitlichen Systemansatzes meines Antizyklischen Positionstradings.

Permanent werden hier alle relevanten Kenngrößen aufeinander abgestimmt, die Bestimmung der adaptiven Investitionsquote, die Risiko- und Hebeladjustierung sowie eindeutige situative, volatilitätsabhängige Kauf-/Realisierungs-Signale bilden einen in sich schlüssigen Regelkreis und bilden das Fundament auch in schwierigen Marktphasen hohe Gewinne zu erzielen. Und hierzu ist es auch nicht notwendig mit dem Mut der Verzweiflung das Anlagerisiko fahrlässig zu erhöhen.

Seit dem 18.06.2016 kann man mein Hybrides Antizyklisches DAX-Positionstrading öffentlich verfolgen. Ich möchte diese Transparenz meiner Handlungen nun um regelmäßige Blogs in Form einer Kolumne ergänzen und meine Gedanken, Set Ups und Charts mit Dir teilen. Hier findest Du mein Wikifolio zum Hybriden Positionstrading

Aktueller Stand Underlying

10.692,50 Pkt. [DB]

Wochenrückblick

Während die Märkte am Montag und Dienstag den von den Wahlprognosen erwarteten und den Medien propagierten Wahlsieg Hillary Clintons vorzeitig einpreisten, folgte die Ernüchterung dann am Mittwoch schnell und heftig. Die unerwarteten, ersten positiven Wahlergebnisse zu Gunsten Donald Trumps lösten sehr große Verunsicherung aus und schickten die Märkte bereits nächtens Richtung Süden. In den Morgenstunden postete ich zum Beispiel auf Facebook den alarmierenden Zustand des DAX Futures, der einen äußerst turbulenten Börsentag signalisierte (Siehe Abb. 1).

15032114_1165124633574591_8575136651817977050_Abbildung 1; DAX Future am Mittwoch Morgen um 4:30 Uhr

Glücklicherweise löste sich die anfängliche Panik an den Märkten dann relativ schnell wieder auf und unser deutsche Leitindex eröffnet dann am Parket (Xetra) bereits auf dem sehr bekannten Niveau von ca 10.190 Punkten. Der weitere Kursanstieg katapulierte den DAX dann bis knapp an die 10.800 Punkte Markte, ab der er dann bis zum Wochenabschluss konsolidierte und bei knapp 10.700 Punkten das Wochenende eröffnete. In Summe konnte der Leitindex aber immerhin einen großen Teil des letzten Abverkaufs vom 10.800 Punkte Level wieder gutmachen.

Hier findest du meine Kolumne der vorherigen Woche

Mittelfristiger Ausblick

art_20161113Kurzfristige Spikes ohne Aussage – Hinsichtlich der charttechnischen Analyse der letzte Woche war zu beachten, dass der nächtliche Tiefenrausch der Kurse für kurz- bis mittelfristige Trendbestimmung keine Berücksichtigung finden sollte, generell sollten Spikes aus der Kombination von “besonderes Ereignis & extreme Werte & sehr kurzer Zeitraum” ignoriert werden, da sie meist ohnehin keine Relevanz für übergeordnete Richtungsbestimmungen haben. Im aktuellen Fall wurde dieser Leitsatz sogar vom Kurs selbst bestätigt, pünktlich bis zur Eröffnung der Parketbörsen konnte sich der Kurs wieder auf das untere Niveau der Seitwärtsrange hocharbeiten.

Seitwärtsrange bestätigt/Drall zur 10.800 – Letzte Woche hielt ich fest, “… Falls der DAX nun mit kommenden Wochenbeginn einen Richtungswechsel vollziehen kann, ist davon auszugehen, dass wir zumindest im ersten Schritt die Oberkannte der Seitwärtsrange bis ~10.800 Punkten anlaufen…. In Kombination mit einem hohen überverkauften Zustand des Kurses, der Saisonalität und der relativen Position im großen langfristigen Aufwärtstrendkanal, scheint das aktuell wahrscheinlichere Szenario der neuerlicher Kursanstieg in Richtung 10.800 Punkten zu sein.”

Unterstützungen – Die finale Trendumkehr bei einem Wochenhoch von 10.794,50 Punkten bestätigte nun noch einmal den Seitwärtskanal, so langweilig dies für nicht kurzfristig orientierte Trader auch zu sein scheint. Der aktuell nächstliegende Unterstützungsbereich bei 10.655 Punkten konnte den Kurs wiederholt stützen. Im Bereich 10.350 – 10.330 Punkten finden sich auch Unterstützungen durch das letzte Höhere Tief und der EMA 200. Wie auch letzte Woche liegt keine bestätigte Trendrichtung vor, die erwähnten, diskretionären Gründe bleiben jedoch gültig und somit bleibt die Variante steigender Kurse das wahrscheinlichere Szenario.

Mein Handel

  • Getriggertes Kaufsignal (10.287,71) bei 10.407 Punkten zum Kauf genutzt
  • Bei 10.407 Punkten 28% des Kapitals DAX-Long investiert
  • Wochenabschluss dank günstigem Einkauf am Montag bei +8,2%

Am Morgen des 9.11. brach auch das nur Long ausgerichtete Wikifolio “DAX Hybrides Positionstrading” von einem Indexstand über 109,56 um extreme -8,1% auf 100,66 zusammen. Insgesamt konnte ich jedoch dank des letztlich auf knapp 10.700 Punkte gestiegenen DAX mein Wikifolio in dieser Kalenderwoche 45 vom 4.11. (104,52) um phänomenale +8,2% auf 113,04 am 11.11. steigern, obwohl das davor liegende Hoch noch gar nicht wieder erreicht wurde. Wie konnte ich dank meines Handelsansatzes mehr als doppelt so gut wie der DAX abschneiden?

In dem für das Handelssystem relevanten Zeitrahmen (H1) wurde letzte Woche ein Kaufsignal bei damals 10.287,71 Punkten getriggert. Nach dem Eröffnungsgap am Montag wurde der Zukauf ausgelöst, leider auf Grund der Kurslücke erst bei einem Wert von 10.407 Punkten. Der weitere Kursanstieg in Kombination mit dem erhöhten Investitionsgrad pushte den Gesamtgewinn in dieser Woche um 8,1% hoch.

Mögliche Teilrealisierungen sind derzeit auf Basis des aktuellen Kursverlaufs nicht unter einem Niveau von ~10.853 Punkten vorgesehen.

art_20161113_level

Aktueller Systemstatus

Positionen realisiert / laufend / getriggert: 6 / 5 / –

Hitrate: 100%

Investitions- / Cashquote: 69,5% / 30,5%

Aktuelle adaptive Vorsignal-Level

Realisierung von Teilpositionen über mindestens 10.853,25 Punkten

Aufbau weiterer Positionen unter maximal 10.357,00 Punkten

Aktuell getriggertes Handelssignal

Keines

sdkfhsdkdfMein Wikifolio

by Jan 27, 2016 Keine Kommentare

Fast geschafft - der letzte Schritt

 

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