Trading-Ausbildungen, die 6 besten Trading Anbieter

Trading-Ausbildungen, die 6 besten Trading Anbieter

6 Deutschsprachige Anbieter für Trading-Ausbildungen

Willkommen zu unserem nächsten Beitrag in unserer Reihe “Deutsche Trading-Ausbilder”. Nachdem wir uns im ersten Teil mit den Grundlagen um Trading-Ausbildungen beschäftigt haben, setzen wir uns nun mit einigen Anbietern auseinander.

Deren Angebote vergleichen wir anhand des Inhalts, der angesprochenen Zielgruppe, der Dauer und der Kosten. Anschließend stellen wir dir unsere Favoriten für verschiedene Zielgruppen (Anfänger & Fortgeschrittene) vor.

>> Hier geht es zum Teil 1

TradingFreaks

Die TradingFreaks bieten ihr Top Trader Programm an, ein 80-minütiges Trader-Training-Webinar in denen Auszubildende Charttechniken, Strategien und Wissen zum Newstrading erlernen. Mit 97 % Empfehlungen aus 38 Bewertungen unterstützt diese beeindruckende Statistik bei Proven Expert das Trading-Ausbildungs Programm.

Nach dem Webinar werden die gesammelten Erkenntnisse mit einer 6-wöchigen Newstrading Strategie, der Reprogrammierung des Trader-Ichs und einem 12-monatigen Mentoring mit Zugang zu allen Inhalten vertieft und praktisch angewandt.

Insgesamt umfasst das Programm 50 Video-Module samt Abschluss-Quiz, das eigene Forum und bietet Ideen, Tools und eine Community. Zielgruppe sind sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene, die auch mal eine unerprobte Trading-Strategie in ihrem eigenen Lerntempo ausprobieren wollen.

Die Grundpfeiler der Ausbildung sind eine erprobte Strategie, die Bildung des neuen Trader-Ichs beim Auszubildenden und ein täglicher Austausch mit gleichgesinnten Tradern und Mentoren, die ihr Insiderwissen über die innovativen Tools weitergeben.

Tradermacher

Der Tradermacher Lars Erichsen bereitet sein praxisorientiertes Wissen unkompliziert in YouTube-Videos auf. Nach Registrierung erhält man über den kostenlosen Mitgliederbereich Zugriff auf sein E-Book, weitere Videos und wöchentliche Trading-Ideen. Seine Sammlung umfasst u.a.:

  • Aktien-Trading & Rohstoff-Trading,
  • Risiko- und Moneymanagement,
  • Analysen und Charttechniken,
  • Trading-Strategien,
  • und über 130 Anfänger-Videos.

Erichsens will zeigen, dass jeder seine Finanzen selber regeln und über seinen Traumberuf Rendite erwirtschaften kann. Als CFD-Broker wird der deutsche Anbieter QTrade empfohlen.

Kagels Trading

Kagels Trading bietet mit der MasterClasseine Ausbildung, die dich In nur 180 Tagen zum Profi-Trader werden und ein regelmäßiges Einkommen an der Börse generieren soll.

Der Schwerpunkt wird hier auf eine persönliche Betreuung, praktischstes Trading und Profi-Startegien gelegt. Ehrliches Coaching, persönliche Betreuung und lehrreiche, strukturierte Module sollen den Trader von Morgen zum Bleiben bewegen. Diese Linie wird mit 4,81 von 5 Sternen auf 234 Bewertungen bei ProvenExpert belohnt.

Die Auszubildenden sollen ihr erlerntes Wissen mit dem unterrichteten System sofort umsetzen und sich einen statistischen Vorteil an der Börse sichern können. Hierfür stehen ihnen umfangreiche Video-Anleitungen, das 1:1 Coaching mit Profi Greineder und die Telegramgruppe zur Verfügung. Ziel ist es, dass die Auszubildenden binnen 180 Tage lernen, wie sie erfolgreich und dauerhaft profitabel im Forex und CFD Trading handeln können.

Ein Kernelement ist hierbei die breite Auswahl an Trading Signalen, insbesondere im Forex Handel. Dich erwarten 2-5 wöchentliche Signale im Swing Trading bzw. 1-3 tägliche Signale im Daytrading. Sie werden per E-Mail verschickt und können auf einen konkreten Markt ausgerichtet werden.

Sollte dir die MasterClass mit ihren einmaligen 2.997 € zu teuer sein, so bietet sich stattdessen vielleicht die Triple Momentum Strategie an. Diese befindet sich derzeit mit 50 % Rabatt im Sale und bietet einen günstigen Einstieg für ein nebenberufliches Einkommen bei hohen Gewinnchancen.

Der Fokus liegt hierbei auf ausgiebig getestete Signale und klare Ein- und Ausstiege, der verwendete Broker wird nicht vorgeschrieben. Der Auszubildende wendet die Strategie nach dem Finden lukrativer Einstiege an und erzielt erste Gewinne. So wird das Erlernte praktisch angewandt und mit der Zeit optimiert, damit der Kurs sich langfristig von allein bezahlt.

ATT Trading

ATT Trading stellt Auszubildenden ein ganzes Team zur Verfügung, dass dich durch ein umfangreiches Ausbildungsprogramm inklusive intensivem Coaching führt. So konnten laut eigener Aussage bereits mehrere Trader an Banken und Fonds vermittelt werden.

Die Ausbildung dauert mindestens drei Monate, wobei der Lernprozess nach diesem Zeitraum noch nicht beendet ist. ATT lädt alle Schüler daher im Nachhinein zu einer Dauermitgliedschaft in der Aus- und Weiterbildung ein.
Zu Beginn der ATT-Ausbildung steht stets eine Intensivwoche an, entweder als Online- oder Präsenzseminar. Hier wird der Fokus auf die Theorie um den professionellen Börsenhandel gelegt.
Nachdem alle Auszubildenden auf den gleichen Wissensstand gebracht wurden, beginnt der praktische Teil der Ausbildung. Hierfür werden mehrmals täglich interaktive Sessions abgehalten, in denen Auszubildende und Coach gemeinsam an die Märkte gehen und den Lernprozess praktisch vorantreiben.

ATT Trading vertritt die Philosophie, dass der Tradingeinsteiger nach dem Erlernen der Theorie nicht allein gelassen werden, sondern durch ein fortführendes Coaching betreut werden sollte. Die ATT-Profis (und sogar einige Auszubildende!) veröffentlichen Teile ihres Wissens über YouTube, Telegram oder in der ATT-Facebookgruppe.

XTB

XTB bietet Live-Webinare über die eigene Webseite eine Trading-Enzyklopädie samt Lexikon an. Die Schwerpunkte liegen auf das Durchführen von Einzahlungen, der richtigen Brokerwahl und der Arbeit mit dem XTB-Handelskonto. Zusätzlich gibt es eine kostenlose 30-Tage-Testversion bei schneller Einrichtung.

Trading Academy:
Unser Ausbildungsbereich mit vielen Unterrichtseinheiten und Kursen. Lernen Sie das Trading von den Basics bis hin zur Expertenebene.

Ausbildung für Anfänger:
Erwerben Sie Wissen zum Forex-Markt, lernen Sie verschiedene Arten von Instrumenten kennen, erkunden Sie unsere Handelsplattformen und lernen Sie einige grundlegende Investitionstechniken.

Ausbildung für Fortgeschrittene:
Vertiefen Sie Ihr Wissen und Ihr Verständnis zum Trading. Erfahren Sie mehr über die technische und fundamentale Analyse. Lernen Sie, wie Sie Ihr Risiko verwalten und Ihre Emotionen kontrollieren können.

Ausbildung für Experten:
Lernen Sie fortgeschrittene Techniken und Werkzeuge, die Ihnen bei Ihrem Trading helfen können. Lernen Sie Expertenwissen und erweiterte Funktionen unserer Plattformen.

Premium-Ausbildung:
Mit unseren Premium-Materialien erhalten Sie Ratschläge und Tipps von den besten Händlern. Dank unserer Premium-Inhalte erhalten Sie Einblicke in fortgeschrittene Techniken und Anlagestrategien.

Suricate Trading

Die Schwerpunkte der Seminarreihen von Suricate Trading sind die Auswertung von CoT-Daten Terminkurven, Saisonalitäten, weiteren Einflussfaktoren und das Timing für einen Ein- und Ausstieg, zu halten. Es wird soll unveröffentlichtes Wissen über CoT-Daten angepriesen.

Der Auszubildende wird auch nach dem 2-tägigen Anfängerseminar in Frankfurt am Main über 3 oder mehr Webinare hinaus betreut. Gehandelt werden primär Futures und Optionen, sekundär CFDs und Zertifikate. Als Vorbereitung wird auf die eigenen Videos über CoT- Daten, Saisonalitäten und Terminkurven verwiesen. Anfragen zu weiteren Informationen oder dem Preis werden online bearbeitet.

Das 5-tägige Intensivseminar ist das All-Inklusive Paket des Anbieters. Mit im Kaufpreis enthalten sind: das CoT- Tool inkl. 1 Jahres Lizenz, je 12 2-stündige CoT- Daten, sowie Volume Profile Webinare und 2-monatige Betreuung samt wöchentlicher Marktanalyse.

Das eigene Coaching wird mit Gewinngarantie, einem Fall mit 490.000 $ Gewinn und einer Geld-zurück-Garantie bei fehlender Rendite schmackhaft gemacht.

Vergleich und Empfehlung

Nun stellen wir dir unsere Favoriten aus der obigen Auswahl vor. Durch das Unterteilen unserer Empfehlungen in Einsteiger, Fortgeschrittene und unseren Geheimtipp stellen wir sicher, dass du dich garantiert auch ein attraktives Angebot mit dabei ist.

Empfehlung für Einsteiger

Für Einsteiger empfehlen wir den Tradermacher Lars Erichsen. Die Aufbereitung seines Wissens, der kostenlose Zugang und die zahlreichen Beigaben bieten Neulingen einen schnellen und risikofreien Einblick in den Bereich des Tradings.

Der Tradermacher ist deine Nummer 1, falls du noch nicht über Tradingwissen verfügst oder falls du vorerst lediglich reinschnuppern möchtest. Schaue dir in diesem Fall doch einfach ein paar seiner YouTube-Videos an und ziehe eine Anmeldung für seinen Mitgliederbereich in Erwägung.

Empfehlung für Fortgeschrittene

In der nächst höheren Stufe ist das Top Trader Programm von den Tradingfreaks unser Gewinner. Hier spricht uns vor allem der Fokus auf eine langfristige, intensive und praktische Betreuung an.

Das Top Trader Programm könnte sich vor allem für diejenigen als interessant erweisen, die schon länger traden und mal etwas Neues ausprobieren wollen. In Anbetracht der zu investierenden Summe und der Bildung eines neuen Trader-Ichs werden einige hier auch von einem guten Investment sprechen. Die Bewertungen bei ProvenExpert und das Vorhandensein einer Community sprechen für die Trading-Ausbildung.

Geheimtipp

Kommen wir nun zu unserem Geheimtipp: die MasterClass von Kagels Trading. Bei dieser überzeugen uns die persönliche ehrlichen Betreuung und praktischstes Trading von Ausbilder Philipp Greineder. Nimmt man hier noch die breite Auswahl an Video-Anleitungen, die Telegramgruppe und die fast ausschließlich positiven Bewertungen auf ProvenExpert hinzu, so ergibt sich ein kompaktes Gesamtbild für einen soliden Preis.

Sollte dieser Kurs jedoch zu teuer für dein Budget sein, so bietet sich die Triple Momentum Strategie von Kagels-Trading an. Diese ist mit dem derzeitigen Rabatt von 50% günstiger zu erhalten und spricht primär die Trader an, die für kleines Geld ein nebenberufliche Einkommen aufbauen wollen.

Fazit

In diesem Beitrag haben wir dir unsere Favoriten für eine Trading-Ausbildung aufgezeigt. Bei der breiten Auswahl auf dem deutschsprachigen Markt sollte ein jeder Trading-Interessierter ein seriöses Angebot finden, mit dem er glücklich wird.

Hast du bereits Erfahrungen mit einem der Anbieter gesammelt? Falls ja, dann hinterlasse deine Meinung als Kommentar. Solltest du Fragen zu einem Anbieter haben, so schreib mir diese per Mail oder verwende einen der Links aus dem Text, falls du dich direkt an den Dienstleister wenden möchtest.

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Auf vielen Wegen zum Trader – Deutsche Trading Ausbildung

Im Internet wird eine Vielzahl an verschiedenen Trading-Ausbildungen angeboten. Vom Basiskurs über wenige Tage für kleines Geld bis hin zu Komplettausbildungen mit Einzel- und Gruppencoachings, die schnell mehrere Tausend Euro kosten, ist alles dabei. Darum geben wir dir hier einen Überblick der besten Trading-Ausbildung und worauf es wirklich ankommt.

Trading-Ausbildung der unabhängige Erfahrungsbericht

Wie auch bei allen anderen Ausbildungsangeboten halten nicht alle Anbieter das, was sie versprechen. So gibt es auch vereinzelt Anbieter, die nicht nur im Wohle ihrer Schüler handeln.

Im ersten Teil unserer Beitragsserie zum Thema Trading-Ausbildungen gehen wir auf die Basics der Trading-Ausbildung ein. Wie du ein Trader wirst, ob sich eine Trading-Ausbildung für dich lohnt und welche Eigenschaften du als Trader mitbringen solltest, erfährst du in diesem Beitrag.

Wie kann ich Trader werden?

Möchtest du professioneller Trader werden, solltest du dich intensiv mit den Basics sowie dem fortgeschrittenen Grundlagenwissen des Tradings beschäftigen und dieses verinnerlichen. Nur wer sein Handwerk versteht, ist langfristig auch erfolgreich. Das gilt für Trader genauso wie für alle anderen handwerklichen Berufe.

Das benötigte Wissen kannst du dir autodidaktisch aneignen, eine Ausbildung zum Trader machen oder dir einen privaten Coach buchen. Nimmst du die Hilfe eines Coachs in Anspruch, sollte dieser sich mit deinen persönlichen Zielen auseinandersetzen und mit dir anhand üblicher Trading Strategien einen personalisierten Fahrplan erstellen.

Sind die Basics erlernt und eine Strategie erarbeitet, geht es an die Praxis. Nur mit ausreichend Praxis kannst du Erfahrungen sammeln und die Resultate deiner Strategie und Vorgehensweise kritisch reflektieren und gemeinsam mit deinem Coach oder Trainer anpassen. Doch bleibe dabei realistisch, denn nur so kannst du Verluste minimieren.

Die eine Methode, die konsequent Gewinnergebnisse liefert, gibt es leider auch beim Trading nicht. Ein guter Trader lernt jeden Tag dazu, passt seine Vorgehensweise an und wird mit viel Übung und Erfahrung zu einem Profi.

Besonders wichtig: Prüfe beständig alle deine Weiterbildungsmöglichkeiten und trade selbst aktiv, bevor du das Kapital anderer handelst.

Lohnt sich eine Trading-Ausbildung für mich?

Über die Zeit haben sich Trading-Strategien entwickelt, die zwar für einen Großteil der Trader erfolgreich funktionieren, aber aufgrund der Unberechenbarkeit des Marktes noch lange kein Garant für den Erfolg sind. Es lohnt sich also immer, tiefer in die Trading-Materie einzusteigen, seine eigene Strategie zu entwickeln und den Markt richtig lesen und verstehen zu können.

Um tiefgründiges Wissen zu erlangen, kann eine Ausbildung mit erfahrenen Tradern sehr hilfreich sein. An dieser Stelle sei allerdings gewarnt: Du wirst ganz gleich, was dir versprochen wurde, nicht innerhalb weniger Wochen oder Monate zum Millionär. Vielmehr geht es bei den Ausbildungen um den anspruchsvollen und professionellen Handel auf einer seriösen Ebene. Kurz um: Du lernst alles Wichtige, was du zum Traden brauchst und wie du eine individuelle Strategie für dich erstellst.

Solltest du jetzt überlegen, ob sich eine Trading-Ausbildung für dich lohnt, hilft es vielleicht, dir vor Augen zu halten, wann du mit Trading profitabel sein wirst. Mit einer Ausbildung dauert es wahrscheinlich bis zum Ende der Schulung, bis du richtig anfangen und erste Gewinne erzielen kannst. Ohne eine Ausbildung verdienst du vielleicht gar kein Geld und erlernst nicht das tiefgründige Wissen, um dauerhaft erfolgreich zu traden.

Um dir die Entscheidung für oder gegen eine Ausbildung zu erleichtern, haben wir einige Pro- und Kontraargumente für dich aufgelistet:

Vorteile Ausbildung:

  • enorme Zeitersparnis im Vergleich zum autodidaktischen Lernen
  • Geldersparnis durch Risikominimierung
  • Unterstützung vom Ausbilder und Austausch mit den anderen Seminarteilnehmern
  • du wirst auf den richtigen Weg gebracht
  • der Preis ist nicht entscheidend, sondern der Mehrwert, den du geliefert bekommst

Nachteile Ausbildung:

  • nicht alles, was dir erzählt wird, funktioniert auch
  • besondere Sorgfalt bei der Auswahl der Ausbildung

Welche Trading-Ausbildung passt zu mir?

Hast du dich für eine Trading-Ausbildung entschieden, bleibt dir noch die Qual der Wahl bei den unterschiedlichen Anbietern und Angeboten. Von kostenlos über günstig bis sehr kostspielig ist alles dabei. Bei der Wahl des richtigen Kurses für dich solltest du stets deinen aktuellen Wissensstand mit einbeziehen.
Fängst du gerade erst mit dem Traden an und hast so gut wie keinen Überblick? Oder weißt du schon einiges zum Thema und hast bereits das ein oder andere Buch gelesen? Konntest du eventuell schon erste Erfahrungen an den Märkten sammeln?

Die Ausbildungsangebote sind sehr unterschiedlich. Wählst du einen tiefergehenden und längeren Kurs, dürften selbst fortgeschrittene Börsenhändler neue Erkenntnisse erlangen und ihr Wissen in den konkreten Bereich vertiefen.

3 Trading-Ausbildungen im Vergleich

Kurse und Ausbildungen für Trader gibt es mittlerweile Unzählige im Internet. Vom Einstiegskurs für wenige Euro bis zur Masterclass ist alles dabei. Damit du einen besseren Überblick über die Inhalte der verschiedenen Kurse bekommst, haben wir 3 Anbieter mit unterschiedlichen Inhalten für dich miteinander vergleichen:

Der Einstieg – Trading Ausbildung: Basiskurs von Lüddemann Investments

Der Basiskurs von Mario Lüddemann richtet sich speziell an Anfänger, die sich einen Überblick vom Traden verschaffen wollen. Die Teilnehmer werden bei null abgeholt und bekommen in kürzester Zeit das Basiswissen vermittelt. Mario Lüddemann ist selbst Trader mit über 20-jähriger Erfahrung im Börsenhandel und stellt nun seine Strategie und sein Wissen in diesem Kurs zur Verfügung.

In der Basisausbildung lernst du den Unterschied zwischen Trading und systemischen Handel kennen. Du erfährst, was Trading-Ziele und Assetklassen sind und was du alles für ein erfolgreiches Trading benötigst. Die Kursinhalte sind lebenslang abrufbar und als Bonus gibt es den Online-Kurs “Von 0 auf Trading” gratis dazu. Insgesamt erwarten dich 24 Videolektionen und echte Tipps vom Profitrader.

Vorteile:

  • sehr günstig (einmalig 79€)
  • eignet sich perfekt zum ausprobieren
  • lebenslanger Zugang zu den Inhalten
  • solides Trading-Basiswissen
  • den Online-Kurs “Von 0 auf Trading” gibt es als Geschenk dazu
  • Insiderwissen von einem erfahrenen Trader

Nachteile:

  • lediglich Grundlagenwissen einen schnellen und einfachen Start
  • relativ wenig Videomaterial im Vergleich zu höherpreisigen Kursen
  • keine Live-Schulungen
  • Kontakt bei Fragen nur über E-Mail möglich

Wenn du denkst, dass dieses Trading-Ausbildung das Richtige für dich ist – Dann kommst du hier zum Angebot*

Für Trading-Anfänger mit niedrigem Budget, die sich erst mal einen groben Überblick verschaffen wollen, eignet sich ein Basiskurs hervorragend. Du kannst ausprobieren und die Grundlagen erlernen. Möchtest du hingegen tiefer in die Materie eintauchen, solltest du dir die Ausbildungen 2 und 3 genauer ansehen.

Die Mittelklasse – Trading Ausbildung: Das 6 Wochenprogramm von TradingFreaks

Das Ausbildungsangebot von Trading Freaks ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet und findet online statt. Innerhalb von 6 Wochen lernst du in 6 Modulen das Handwerk des Traders verstehen, erlangst eine fundamentale Basis und entwickelst deine Strategie als Trader. Außerdem lernst du dich als Mensch und Trader besser zu verstehen, deine Trader-Persönlichkeit zu formen und bekommst hilfreiche Tipps gegen emotionales Handeln.

In der letzten Woche setzt du dann alle gelernten Inhalte zusammen und kommst in die Praxis. Nach 6 Wochen bist du dann bereit für deinen Start als Trader. Nach dem Kurs erhältst du Zugang zum Bonusmaterial und kannst deine Entwicklung weiter vertiefen und antreiben.

Die Vorteile:

  • für Anfänger und Fortgeschrittene
  • in nur 6 Wochen zum Trader
  • 14-tägiges Rückgaberecht
  • breites Portfolio an Wissen
  • 1 Jahr Zugang zu allen Modulen und Inhalten
  • Zugang zum Asset-Jumper
  • persönlicher Kontakt über die hauseigene Tradinglounge oder per Direktnachricht

Die Nachteile:

  • keine Einzelcoachings
  • keine live Trades ausschließlich Videokurse
  • Wenig individuelle Anpassung an jeweiligen Trading-Stil

Wenn du denkst, dass dieses Trading-Ausbildung das Richtige für dich ist – Dann kommst du hier zum Angebot*

Wenn du ernsthaft Trader werden möchtest, aber derzeit keine hohen Investitionen in die Ausbildung stecken kannst, ist diese Trader Ausbildung vielleicht etwas für dich. Du lernst mehr als nur die Grundlagen und bist nach einem 6-wöchigen intensiven Lernen bereit, als Trader deine ersten Erfahrungen zu sammeln. Durch den einjährigen Zugang kannst du jederzeit auf die Lehrinhalte zurückgreifen und weiterhin Fragen stellen. Ein persönliches Coaching ist in diesem Preissegment meistens nicht dabei.

Die Oberklasse – Trading Ausbildung: MasterClass von Kagels Trading

Kagels Trading bietet mit der MasterClass eine Ausbildung an, die dir in 180 Tagen zeigt, wie du zum profitablen Trader wirst und dir dadurch ein regelmäßiges Einkommen an der Börse aufbauen kannst.

Der Schwerpunkt wird hier auf eine persönliche Betreuung, praktischstes Trading und 1:1 Coachings gelegt. Du lernst durch klare Systeme und praktisches Training mit Philipp Greineder, dir ein profitables System an der Börse aufzubauen. Philipp Greineder ist einer der Top-Trader im deutschsprachigen Raum und zeigt seit 2017 seinen Fans auf YouTube, in Webinaren und in seinen Ausbildungsprogrammen, wie effektives Trading funktioniert.

Die Auszubildenden sollen ihr erlerntes Wissen mit seinem System sofort umsetzen und noch während der 180 Tage die Ausgaben wieder einfahren.

Mit einer 4,89 von 5 Sternen-Bewertung auf ProvenExpert, zählt die MasterClass zu den Top-Ausbildungsprogrammen im deutschsprachigen Raum. Wir von Inside-Trading können Philipp Greineder und seine MasterClass jedem wärmstens empfehlen, der genügend Kapital, Zeit und Motivation aufbringen will, um Trading von Grund auf zu lernen.

Vorteile:

  • Insiderwissen vom Top-Trader Philipp Greineder
  • Persönliches Coaching über 6 Monate
  • Live Trading und Live Analyse (Jeden Montag und Mittwoch)
  • Intensives 1:1 Coaching
  • Exklusive Telegram Chat Gruppe mit regen Austausch
  • Großer Videobereich mit über 100 Aufzeichnungen
  • Hervorragende Bewertungen der Teilnehmer
  • rund um die Uhr persönlicher Kontakt bei Fragen oder Motivationsproblemen
  • Ratenzahlung ist möglich

Nachteile:

  • hohe Kosten, die nicht von jedem getragen werden können ( 2.997 Euro)
  • Ausbildungsplätze sind stark begrenzt

Wenn du denkst, dass dieses Trading-Ausbildung das Richtige für dich ist – Dann kommst du hier zum Angebot*

Wenn du keine Kompromisse eingehen und richtig als Trader durchstarten willst, dann ist dieses Komplettpaket der Kagels Trading GmbH genau das Richtige für dich. Die Ausbildung ist in unserem Vergleich die beste Ausbildung im deutschsprachigen Raum und bietet mit diversen Einzel- und Gruppencoachings besonders viel persönliche Betreuung für einen garantiert souveränen Start.

Tipp: Auf YouTube findest du den Kanal von Kagels Trading und kannst dich dort vom Trading-Ausbilder Philipp Greineder überzeugen.

Was brauche ich, um zu traden?

Derzeit gibt es noch keine einheitlich geregelte und staatlich anerkannte Ausbildung zum Trader. Im Internet finden sich zahlreiche Anbieter mit den unterschiedlichsten Ausbildungsangeboten. Kurze Einstiegsseminare, mehrwöchige Kurse oder einjährige Ausbildungen werden für die zukünftigen Trader angeboten.

Wie eingangs schon erwähnt, solltest du hier aber besonders wachsam sein und auf versteckte Kosten oder dubiose Angebote achten.

Willst du das Trading vorerst ausprobieren, bieten diverse Anbieter sogenannte Demokontos ohne echten Geldeinsatz an.

Seminare, Workshops oder doch eine Ausbildung?

Trading-Ausbildungen kannst du in verschiedenen Formaten absolvieren. Ob intensive Präsenzlehrgänge, bei denen in wenigen Wochen viele Inhalte gelehrt werden, längerandauernde Onlinekurse oder Seminare am Wochenende – du hast die freie Wahl.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation finden die meisten Kurse allerdings online statt.

Und was braucht es noch?

Weißt du schon, mit wie viel Kapital du traden und was genau du handeln möchtest?

Die Summe deines Kapitals hängt unmittelbar mit dem zusammen, was du handeln möchtest (Futures, Optionen, CFD, Zertifikate, Aktien, Forex usw.).
Als Faustregel gilt: Je größer, desto risikofreier.

Daneben werden auch Investitionen in ein angemessenes Set-up erforderlich.

Das heißt: Welche App möchtest du benutzen oder möchtest du lieber daheim an der Börse arbeiten? Ist dein Computer oder Laptop up to date oder braucht es etwas Nachrüstung? Benötigst du einen weiteren Monitor für einen besseren Überblick?

Nimm dir außerdem ausreichend Zeit für die Auswahl eines passenden Brokers und informiere dich explizit über die entstehenden Kosten bei diversen Transaktionen und schau dir Bewertungen im Internet an.

Sei dir im Klaren, was du mit dem Trading erreichen möchtest: Möchtest du lediglich etwas Geld dazu verdienen oder ist dir die zeitliche bzw. örtliche Unabhängigkeit wichtiger? Nimm dir die Zeit, die du brauchst, falls du dir noch keine Gedanken hinsichtlich deiner Ziele gemacht hast. Fällt dir das Formulieren schwer, kann es helfen, am nächsten Tag erneut auf die Ziele zu schauen und sie gegebenenfalls anzupassen. Stück für Stück wird dir so immer bewusster, was du erreichen willst.

Die Menge an Geld, die du mit Trading verdienst, ist im Wesentlichen von der Größe des Eigenkapitals auf deinem Konto und dem verfolgten Handelsansatz abhängig. Sei dir deshalb bewusst, dass du mit langfristigen Investitionen nicht direkt nach einem Monat Zehntausende Euro erwirtschaften wirst.

Werde dir bewusst darüber, wie viel Zeit du investieren möchtest. Möchtest du von nun an jeden Tag 6 Stunden Graphen analysieren oder willst du das Ganze eher langsam angehen?

Sei geduldig. Ein Erfolg der ersten Trades ist sehr unwahrscheinlich und du wirst eventuell Lehrgeld bezahlen. Werte das als Investition und nicht als Verlust, denn jeder Fehler bringt dich weiter voran und passiert dir im besten Fall kein zweites Mal.

Profi-Trader folgen meist einem eigenen System, in das sie sich über die Jahre eingespielt haben. Erfolgreiche Trader kaufen nie aus einer Laune heraus wahllos Aktien und hoffen, dass es so läuft, wie sie es sich erhoffen. Erfolgreiche Trader wissen und planen ganz genau, welche Aktien sie wann kaufen und wieder verkaufen.

Sichere dich mit einer Stop-Loss-Order gegen Verluste ab. Diese sorgt dafür, dass du automatisch aussteigst, sobald der Kurs einen bestimmten Kurswert unterschreitet. So vermeidest du Totalverluste und kannst deine Grenze bei großen Gewinnen sogar mehrmals nach oben korrigieren.

Beim Money-Management, der Wertsicherungsstrategie von Tradern, ist die Begrenzung des Einsatzes einzelner Trades sowie des täglichen Handelseinsatzes insgesamt eine gängige Praxis. Ein bis maximal zwei Prozent deines Depotwertes sollte dein Einsatz pro Trade nicht übersteigen. Der gesamte Handelswert sollte keinesfalls über 3 Prozent liegen.

Fazit:

Trader kannst du auf vielen Wegen werden. Neben der Möglichkeit, dir das Wissen selber herauszusuchen und anzueignen, gibt es auch immer mehr Anbieter, die Seminare, Workshops und sogar ganze Trading-Ausbildungen anbieten.

Für welche Art und welches Format du dich entscheidest, solltest von deinen Vorstellungen und Zielen als Trader abhängig machen und auch das persönliche Budget spielt bei Wahl eine entscheidende Rolle, denn tiefgründige und längere Ausbildungen können sehr schnell sehr teuer werden.

Hast du dich für den Weg der Ausbildung entschieden, solltest du ganz genau prüfen, wo du die Ausbildung absolvierst und welche Inhalte für dich relevant sind.

Die Grundlagen von Trading-Ausbildungen hast du in diesem Beitrag kennengelernt und kannst diese bei deinen zukünftigen Entscheidungen mit einfließen lassen.

Hier sind nocheinmal alle Trading-Ausbildungen aufgelistet:

> Trading Basiskurs von Lüddemann Investments*

> Das 6 Wochenprogramm von TradingFreaks*

> MasterClass von Kagels Trading*

Kleiner Spoiler: Im nächsten Beitrag dieser Serie schauen wir uns den Ausbildungsmarkt noch mal genauer an, vergleichen die Trading-Ausbildungen miteinander und stellen dir unsere Favoriten vor.

Hast du Fragen zum Thema, Lob oder Kritik? Dann schreib uns eine E-Mail oder hinterlasse einen unter diesem Beitrag einen Kommentar.

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Marktanalyse machen – Auch als Kleinsparer möglich

Das Aktiengeschäft und das Wertpapiergeschäft wird in der heutigen Zeit aufgrund der Nullzinspolitik der EZB immer beliebter, da auch Kleinsparer immer weiter nach Alternativen suchen. Letztendlich investieren viele Kleinsparer nun auch in Aktien und Wertpapiere, als das Geld sinnlos auf dem Bankkonto versauern zu lassen. Dabei muss jedoch immer beachtet werden, dass natürlich in der Finanzbranche das Geld Risiken ausgesetzt ist. Daher sollte man auch nicht blind und völlig ohne einen Zusammenhang in irgendwelche Finanzprodukte investieren, sondern sollte sich vorher immer einen festen Plan zurechtlegen. Im Bereich der Finanzbranche müssen auch die Gegebenheiten stimmen, um letztendlich sinnvoll einen Einstieg in das Aktiengeschäft zu finden. Häufig sagt man dementsprechend auch, dass die Börsen ein Spiegelbild der Politik sind, sodass ein direkter Zusammenhang zwischen den politischen Ereignissen und der Börse vorhanden ist. Professionelle Händler im Bereich der Finanzbranche machen sich Tag für Tag eine Marktanalyse und analysieren somit die Marktlage ganz genau. Bei einem kleineren Vermögen ist eine Marktanalyse noch nicht zwingend notwendig. Sobald man jedoch mehr Vermögen auf das Spiel setzt, sollte man sich auch darüber Gedanken machen. Wer ganz auf Nummer sichergehen möchte, kann auch bei Kleinstbeträgen selbstverständlich eine Marktanalyse durchführen und daraus jetzt eine Schlussfolgerung auf das Handeln mit Aktien ziehen.

Im folgenden Text mit aufgeführt, wie Sie am effektivsten eine Marktanalyse aufführen, und wie sie langfristig damit Erfolg haben können.

 

Was ist eine Marktanalyse?

Eine Marktanalyse ist im Prinzip eine Zusammenfassung der politischen sowie wirtschaftlichen Ereignisse aus den Vortagen, um möglichst eine Prognose abgeben zu können, wie sich der Markt und die Aktienmärkte in Zukunft entwickeln. In der Finanzbranche geht es immer darum, möglichst einen Blick in die Zukunft zu wagen, da diese über die Gewinne und Verluste mit Finanzprodukten entscheiden. Die Finanzmärkte sind dahingehend immer von den politischen Ereignissen abhängig, sodass sich positive Nachrichten aus der Politik auch positiv auf die Börse auswirken. Gleiches gilt, wenn negative Nachrichten aus der Politik kommen, die sich dann auch negativ auf die Börse auswirken. Das Erstellen einer Marktanalyse ist aber die Königsdisziplin selbst für professionelle Händler mit einer gewissen Erfahrung im Bereich der Aktien und Wertpapiere, aber dennoch kann es sehr interessant sein, was man aus den Ereignissen der Vergangenheit auf die Zukunft der Aktienmärkte ableiten kann.

 

Wann ist eine Marktanalyse sinnvoll?

Eine Marktanalyse sollte immer dann aufgestellt werden, wenn sehr viel Kapital und Geld im Umlauf ist. Dieses bedeutet beispielsweise, wenn 10.000 € oder mehr im Umlauf ist, sollte auf eine mögliche Marktanalyse nicht verzichtet werden, da bei diesen Beträgen das blinde Handeln auf Aktien oder Wertpapieren als durchaus riskant angesehen werden kann. Wenn Sie natürlich überhaupt kein Risiko eingehen möchten, können Sie selbstverständlich auch schon unter einem Betrag von 10.000 € eine Marktanalyse erstellen. Eine Marktanalyse ist jedoch ein probates Mittel, um die politischen Themen aus der Vergangenheit auch auf die Gegenwart und die Zukunft zu übertragen. Auch wenn Sie noch nie eine Marktanalyse angefertigt haben, können Sie sich in dieser Thematik hineinfuchsen und so nach und nach lernen. Dieses kann durchaus interessant sein, da man so die Zusammenhänge aus Politik und Wirtschaft hautnah und mit einem Realitätsbezug erkennen kann. Wer nun selber aktiv werden möchte, sollte die Internetseite www.aktienkaufen.com aufrufen. Hier erfahren Sie, wie Sie am effektivsten ihr Geld anlegen können.

 

Aller Anfang – ein dünner Faden | vom Häkeln & Traden

Aller Anfang – ein dünner Faden | vom Häkeln & Traden

Die Entwicklung des Trading-Gehirns kann man sich wie das Häkeln eines Pullovers vorstellen.

Für das Anfertigen eines Häkelpullovers muss man immer wieder die Nadel mit dem Faden in den bereits fertiggestellten Stoff hineinführen, um stückchenweise mehr Stoff zu bekommen, woraus irgendwann ein Pullover entsteht. Niemand würde sich einfach nur einen Faden umhängen, auf die Straße gehen und sagen: „Das ist mein neuer Pullover.“ Der Pullover wäre dann nämlich noch nicht fertig, sondern lediglich nur ein Faden oder eine kleine Ansammlung von Fäden.

Genauso verhält es sich mit dem Trading-Gehirn. Jede Strategie besteht erst einmal aus einem kleinen Faden im Gehirn. Möchte man eine neue Strategie anwenden, müssen diese Fäden immer wieder ins Gehirn gehäkelt werden. Der Sachverhalt ist dabei exakt der gleiche wie beim Pullover, den man erst auf der Straße anzieht, wenn er fertig gehäkelt ist.

Im Gehirn sind die Fäden nichts Anderes als neuronale Netze. 

Jede neue Handlung muss im Gehirn angelegt werden, indem sie wiederholt wird. Aus Gleichem geht Gleiches hervor bzw. aus Wiederholungen gehen Wiederholungen hervor. Dies ist ein so zutreffendes Gesetz wie die Schwerkraft. Ein paar wenige Wiederholungen reichen nicht aus und führen lediglich dazu, dass die Strategie nicht richtig ausgeführt wird oder bei den ersten Widerständen ganz sein gelassen wird.

Dabei weiß man aus der Psychologie, dass ein Gedankengang oder eine Handlung bis zu 200 Mal wiederholt werden muss, bis sie richtig einrastet. Innerhalb von 0 bis 199 Wiederholungen ist es noch nicht richtig eingerastet, weshalb zwangsweise Fehler auftreten.

Das Geniale ist, dass es dem Gehirn egal ist, ob man etwas in Gedanken abspielt oder es in der Realität macht. Deshalb ist es so wichtig, seine Strategie in Gedanken abzuspielen, weil dies fehlerfrei möglich ist. Wenn man am Markt 0 bis 199 Mal seine Strategie abspielt, dann werden zwangsweise Fehler auftreten. Dies ist menschlich und normal.

Strategien haben aufgrund des chaotischen Systems im Markt grundsätzlich nie zu 100 % Erfolg. Demnach sind natürliche Hindernisse und Unbequemlichkeiten vorprogrammiert.

Je stärker die neuronalen Netze angelegt worden sind, desto stärker ist auch die Resilienz, trotz Schwierigkeiten an der Strategie festzuhalten und letzten Endes Selbstwirksamkeit zu erfahren.

Das Wichtigste jedoch ist, dass die Strategie offensiv ausgeführt wird, wenn die Zeichen auf grün stehen. Dann werden Positionsgrößen erhöht und Gewinne aggressiv laufen gelassen, weil man sich aufgrund des perfekten Beherrschen der Strategie dazu in der Lage fühlt.

Am besten gelingt dies durch die eigene Vorstellungskraft, indem man die Strategie immer wieder in seinem Gehirn abspielt, um eben die neuronalen Netze zu häkeln. Übung macht den Meister und wie bereits erwähnt, kann das Gehirn nicht unterscheiden, ob die Strategie am Markt ausgeführt oder nur in Gedanken gehandelt wird. Ohne dieses Training besitzt man keinen fertigen Pullover und läuft lediglich mit einem dünnen Faden bekleidet im Markt herum, welches auch in jedem ambitionierten Bereich im Leben zu nichts Anderem als zu einer Luftnummer führen wird.

Bollinger Band – Berechnung und Interpretation der Bollinger Bänder

Bollinger Band – Berechnung und Interpretation der Bollinger Bänder

ALLGEMEINES ZU DEN BOLLINGER BÄNDERN:

Eine Analysemethode, die unter anderem Gebrauch vom gleitenden Durchschnitt macht, verwenden die sogenannten Bollinger Bänder. In seinem Buch „Bollinger Bänder: Der einfache Weg, Kursverläufte zu bestimmen“ beschrieb John Bollinger dieses Verfahren erstmals. Basierend auf der Normalverteilung wird bei diesem Indikator davon ausgegangen, dass der nächste Kurs eines Finanzproduktes mit höherer Wahrscheinlich nahe dem Mittelwert vorangegangener Kurse liegt, als weit davon entfernt. Wahrscheinlich weil die Berechnung relativ simpel ist, kommt diese Methode relativ häufig zum Einsatz. Neben dem gleitenden Durchschnitt wird zusätzlich nur die Standardabweichung benötigt.

BERECHNUNGS METHIDUK EINES BOLLINGER BANDES:

Lässt man sich in einem Chart die Bollinger Bänder anzeigen, erscheinen drei Linien. Die mittlere stellt dabei den gleitenden Durchschnitt dar. Zumeist werden zu dessen Berechnung die letzten 20 Werte beachtet. Das obere Band wird bestimmt, indem zum Wert des gleitenden Durchschnitts das k-fache der Standardabweichung addiert wird. Bollinger empfahl das zweifache der Standardabweichung. Es ist aber auch möglich, das einfache bzw. dreifache zu addieren. Das untere Band ergibt sich analog, wobei das k-fache der Standardabweichung vom Mittelwert subtrahiert wird.

Je größer k gewählt wird, desto größer ist der Abstand zwischen dem oberen und unterem Band. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die nächste Kursstellung innerhalb der Bänder liegt. Die Wahrscheinlichkeiten leiten sich dabei aufgrund der angenommen Normalverteilung ab und sind wie folgt:

für k = 1: 68,3%
für k = 2: 95,4%
für k = 3: 99,7%

INTERPRETATION:

Gemäß John Bollinger geben die Bänder selbst nur Aufschluss darüber, ob ein Finanzprodukt gerade relativ teuer oder günstig gehandelt wird. Zusammen mit den Bändern benötigt man zwei weitere Werte, die ebenfalls von John Bollinger entwickelt wurden, um Aussagen über die richtigen Signale zu erhalten. Diese Parameter sind %b und die Bandbreite. Sie stehen jedoch in der Standardsoftware nicht zur Verfügung und sollen hier auch nicht weiter beschrieben werden.

Die gängigste – wenn auch nicht unbedingt richtige – Interpretation der Bollinger Bänder ist folgende: Bildet sich wiederholt ein Plateau an einem Band, wird eine Kurswende erwartet. Hingegen wird ein Kurs nahe eines Bandes als kurzfristige Bewegung in die Gegenrichtung interpretiert. Längerfristige Kursentwicklungen werden mit Hilfe der Bollinger Bänder auf besondere Schwankungen hin überprüft. Es werden steigende Kurse erwartet, wenn das obere Band durchschnitten wird.

KRITIK:

Die den Bollinger Bändern zugrunde liegende Theorie basiert auf normalverteilten Kursen im jeweiligen Finanzprodukt. Diese Annahme ist jedoch nicht zutreffend. Außerdem erfüllt der gleitende Durchschnitt nicht den Anforderungen an einen Erwartungswert. Da die Standardabweichung nicht exakt bekannt ist, wird sie stattdessen geschätzt. Obwohl John Bollinger selbst darauf hinwies, dass der Berührung der Bänder selbst keine besondere Bedeutung beigemessen werden sollten, wird der Indikator häufig für die Darstellung der Preisvolatilität verwendet.

Insidertrading – Profitables Trading mit Insiderhandelsdaten

Insidertrading – Profitables Trading mit Insiderhandelsdaten

Im Zuge der täglichen Finanzberichterstattung veröffentlichen Journalisten ausgewählte Informationen zur finanziellen Lage sowie der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Besonders sensibel sind Anleger bei der Veröffentlichung quantitativer Angaben, da sie das vorliegende Zahlenwerk zur Prognose angehender, langfristiger Marktbewegungen verwerten.

Abseits der technischen und fundamentalen Indikatoren gelangen weitere zentrale Unternehmensdaten in den Hintergrund. Im Rahmen der Evaluation von Informationen präferieren Investoren die Aktualität der Meldung. Dabei wird zumeist eine Personengruppe ignoriert, welche die inner- und außerbetriebliche Geschäftslage kennen, bevor sie vom Redakteur zu Papier gebracht und veröffentlicht werden. Diese sogenannten „Insider“ unterliegen gesetzlich festgeschriebenen Meldepflichten und beeinflussen durch ihre Handelsentscheidungen die Entwicklung des unternehmenseigenen Marktwertes.

InsideTrading liefert Euch die veröffentlichten Insiderdaten und erklärt in den nachfolgenden Passagen, wie ihr diese für die eigene Handelsstrategie instrumentalisieren könnt. Die Daten bekommt ihr hier: Insiderdaten – InsideTrading.de.

Warum sind Insidertrades für Investoren und Trader so interessant?

Top-Executives sind im täglichen Geschäftsleben mit dem Management exklusiver Unternehmensdaten (Wachstumsraten, Kostenentwicklungen, betriebliche Zahlungsflüsse etc.) betraut. Der daraus resultierende temporäre Wissensvorsprung würde zu einer asymmetrischen Informationslage und Nachteilen für die außenstehenden Anleger führen. Aufgrund dessen haben die Gesetzgeber eine entsprechende Meldepflicht zur Vereinheitlichung des Informationsstandes etabliert. Im europäischen Kontext sind die Satzungen zur Publikation von Insidergeschäften mit ihrer Einführung nach der Jahrtausendwende vergleichsweise jung. Bereits vor dem zweiten Weltkrieg erließen die Vereinigten Staaten eine analoge Verpflichtung in den 1930er Jahren. Die Bundesrepublik regelt im Paragraph die hiesigen Richtwerte für den Handel von Eigenkapitalanteilen durch hochrangige Unternehmensbeteiligte (inkl. naher Angehöriger). Nach der Überschreitung eines Schwellenwertes von 5.000€ zum Ende eines Kalenderjahres sind sämtliche Transaktionen binnen fünf Tagen an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zur weiteren Bekanntmachung zu übermitteln. Simultan werden die Handelsdaten zumeist in der Sektion „Investor Relations“ auf der Webseite des Unternehmens und auf weiteren Wirtschaftsportalen veröffentlicht. Entgegen vieler Erwartungen umfasst die Meldepflicht keinen Zugang von Wertpapieren als arbeitsvertragliche Grundlage oder Bestandteil der Vergütung.

Wie groß sind die Effekte von Insidertrading auf den Marktpreis und wie deute ich diese Informationen?

Transaktionen der Insider haben das Potential, einen Trend zu initiieren oder eine bestehende Tendenz zu verifizieren. Hierbei ist es von essentieller Bedeutung, die Handelssignale richtig zu deuten. Der Kauf eigener Aktien durch Führungskräften kann während volatilen Kursbewegungen und anhaltenden Korrekturen als vertrauensbildende Maßnahme genutzt werden. Erfährt das Unternehmen eine anhaltende Phase des Abverkaufs der eigenen Anteile, so können die Unternehmer durch den Auf- bzw. Ausbau eigener Positionen Zuversicht in die eigene Strategie, das Produkt oder den Service andeuten. Hingegen muss die Veräußerung von Wertpapieren kein Anzeichen für negative Zukunftsperspektiven der Gesellschaft sein. Motiv für diese Entscheidung kann die persönliche Diversifikationsstrategie der betrachteten Personengruppen sein. Möglicherweise hat ein Entscheidungsträger bereits zu einem frühen Zeitpunkt in das Unternehmen investiert. Der realisierte Wertzuwachs wird im Anschluss in andere Kapitalanteile reinvestiert, um das Risiko des Portfolios zu reduzieren.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Insidertrading:

Dargelegte Phänomene versuchten zahlreiche Wissenschaftler durch die Untersuchung historischer Datensätze zu belegen. Aus den vergangenen Insidergeschäften versuchten sie geeignete Handelsansätze zu abstrahieren, um eine rentable Anlagestrategie zu entwerfen. Aus den behandelten wirtschaftswissenschaftlichen Entwürfen lassen sich einige Ansätze zusammenfassen, welche das Potential haben, nachhaltige Kursentwicklungen zu entfachen:

  • Käufe wirken sich wirksamer auf den Aktienkurs aus als Verkäufe
  • Besonders starke Aussagekraft haben Transaktionen von Top-Managern (CEO, CFO etc.)
  • Kursausschläge nach Geschäften von Small-Cap-Executives sind meist intensiver als bei anderen Aktiengesellschaften
  • Abschlüsse von besonders großer Quantität (i.d.R. >10.000 Aktien) führen häufig zu überdurchschnittlichen Signalen

InsideTrading – Live Insidertrading- & Insiderhandelsdaten kostenlos

Hier bei InsideTrading lesen wir Insidertrading- und Insiderhandelsdaten aus und bringen diese in eine für den privaten Trader und Investor nutzbare Form. Das Tolle dabei: Voll und ganz kostenlos.

InsideTrading präsentiert in der Livetabelle die Insider-Daten des Deutschen Marktes. Dabei ist es egal, ob das Unternehmen in DAX, MDAX oder gar SDAX gelistet ist. Alle werden von uns erfasst und im Falle von Transaktionen gelistet.

Dabei werden die folgenden Informationen in unserem Insider-Bereich zugänglich gemacht:

  • Emittent – Das Unternehmen, von dem Anteile gekauft oder verkauft wurden
  • Meldepflichtige Person – Der Name der Person, die der Meldepflicht auf Grund des Insiderhandelsgesetzes unterliegt
  • Stellung – Die Position, die der Insider im Unternehmen einnimmt
  • Art – Die Art der Transaktion, also ob es sich dabei um einen Kauf oder Verkauf handelt
  • ISIN –Die Kennnummer des gehandelten Finanzproduktes (es kann sich dabei auch um Anleihen oder Derivate handeln)
  • Produkt – Das vom Insider gehandelte Produkt, das sich auch hinter der ISIN versteckt z.B: Aktie, Anleihe
  • Stücke – Die vom Insider gehandelte Stückzahl des Produkts
  • Preis – Zu welchem Kurs hat der Insider das Produkt gekauft oder verkauft
  • Volumen – Die Höhe des Geldbetrages, die vom jeweiligen Insider insgesamt bewegt wurde
  • Währung – In welcher Währung das Geschäft abgeschlossen wurde
  • Trade Date – Das Datum, an dem das Geschäft abgeschlossen wurde (Hier wird oftmals auch das Meldungsdatum angegeben. Aus unserer Sicht ist es jedoch wichtig zu wissen, wann der Insider gehandelt hat und nicht wann er es gemeldet hat)

Mobile-Ansicht der Insiderhandelsdaten bei InsideTrading:

Auch auf dem Handy sind die Insider-Daten gut einsehbar – hier wird die Tabelle in einer anderen optimierten Form dargestellt So sind beim Öffnen nur die Unternehmensnamen sichtbar. Drückt man dann jedoch mit dem Finger auf das Plus links vom Unternehmensnamen, so öffnet sich ein Feld, in dem die gewohnten Informationen untereinander gut lesbar aufgelistet werden.

Insiderhandelsdaten für die USA und weitere Länder:

Die Erweiterung der Services ist geplant. Sobald neue Features zur Verfügung stehen, werden diese hier ergänzt werden, sowie auf den aktuellen Insiderdaten-Seite verlinkt.

Traden lernen durch Börsenspiele

Traden kann man lernen, das beste Beispiel hierzu sind sicherlich die mittlerweile immer beliebteren Börsenspiele. Beim Traden geht es allerdings nicht nur um das Spekulieren, sondern hauptsächlich darum, gewinnträchtig zu handeln. Vor allem als Anfänger solltest du dir deshalb erst einmal die notwendige Erfahrung aneignen, ohne dass du dabei dein eigenes Kapital riskierst. So richtig Traden lernen kann ziemlich lange dauern, da der Erfolg nicht nur von einer glücklichen Entscheidung abhängig ist, sondern auch von fundamentalen Analysen und Marktkenntnissen. Obwohl viele Online-Plattformen zum Traden auch erst einmal kostenlose Versionen zum Ausprobieren anbieten, sind diese in der Regel zeitlich begrenzt oder es steht kein komplettes Portfolio zur Verfügung. Ein Börsenspiel ist deshalb eine ausgezeichnete Alternative, um sich vor allem als Einsteiger erst einmal mit der nahen Praxis vertraut zu machen.

 

Was ist überhaupt ein Börsenspiel?

Beim Börsenspiel steht dir oder deinem Team eine virtuelle Summe für den Kauf von Wertpapieren zur Verfügung. Deine Aufgabe ist, damit richtig gutes Geld zu verdienen. In der Regel werden bei diesen Games fast die gleichen Wertpapiere gehandelt, wie an der Börse. Das bedeutet, dass auch die jeweiligen Kurse börsenorientiert sind. Das erste Börsenspiel war übrigens das Planspiel Börse, was bereits 1983 von der Sparkasse für Schüler und Studenten organisiert wurde.

Die meisten Börsenspiele im Internet kannst du kostenlos ausprobieren. Sie unterscheiden sich in der Regel durch die handelbaren Wertpapiere, die Laufzeiten, sowie natürlich auch durch die möglichen Gewinne. Für die Abrechnungen werden selbstverständlich die realen Kurse berücksichtigt, so dass du dadurch wirklich einen guten Überblick über das Traden erhalten kannst. Am Schlusstag geht es dann darum, alle deine Wertpapiere zu verkaufen. Es ist klar, dass derjenige Teilnehmer gewinnt, der den höchsten Kontostand aufweisen kann.

Börsenspiele werden von Banken und der Deutschen Börse angeboten, von Zeitungen oder natürlich auch von speziellen Broker-Plattformen im Internet. Die Spiele sind hauptsächlich dazu da, um Erfahrungen zu sammeln und aus den möglichen Handelsoptionen zu lernen. Klar, dass das sicherlich jedem Händler sehr viel Spaß macht, da es ja nicht um das eigene Geld geht, aber wenn es sich dann um virtuelle Gewinne handelt, dann hat man natürlich außer der gemachten Erfahrung auch nicht sehr viel davon. Es kommt dabei ganz auf das Börsenspiel und die angebotenen Gewinnchancen an. Anders sieht es natürlich bei den Meisterschaften im Trading aus.

 

Was sind die Trading-Meisterschaften?

Die Meisterschaften im Trading  sind noch verhältnismäßig neu.  Die Teilnahme ist nicht nur für Profitrader geeignet, sondern auch für Anfänger und Investoren. Bei der Deutschen Trading-Meisterschaft gibt es attraktive Geldpreise und natürlich auch einen wirklich tollen Pokal zur Erinnerung. Die Trading-Meisterschaften finden zweimal im Jahr statt und sind für die Teilnehmer kostenlos, sowie auch Brokerunabhängig. Das bedeutet, dass du dir selber einen Meta Trader Broker aussuchen kannst und dir dort ein gratis Demokonto anlegst. Zur Auswahl stehen dir dabei die Metatrader 4 oder 5 als Software, wobei es allerdings lohnenswert ist, sich als Einsteiger am Besten gleich für den Metatrader 5 zu entscheiden, da viele Anbieter mittlerweile schon auf diese neuere Version umsteigen und da angeblich auch der Support langsam eingestellt werden soll.

Du brauchst also nur ein kostenloses Demokonto und los geht es mit einem Startkapital von 10.000 Euro. Anschließend brauchst du dir dann nur die Deutsche Trading-Meisterschaft im Expert Advisor herunterladen, um unter Live-Bedingungen das Traden zu lernen. Traden lernen durch Börsenspiele ist also wirklich zu echten Konditionen möglich und auch Anfänger im Traden sind bei den Meisterschaften herzlich willkommen.

Das Interessante an diesen Tradingspielen ist, dass im April der Forex-Handel im Vordergrund steht und dann im Oktober der Dax30, also der Handel vom Deutschen Leitindex. Dadurch hat man dann natürlich gerade als Anfänger die besten Chancen, von beiden Optionen zu lernen, da beispielsweise nicht jeder Trader eine geschickte Hand für Forex hat oder umgekehrt.

 

Fazit

Traden lässt sich also wirklich „spielerisch“ lernen, da man bei den Meisterschaften oder natürlich auch bei den anderen Börsenspielen einen praxisnahen Bezug aufbauen kann um damit einen klaren und notwendigen Überblick zu erhalten. Anfänger im Traden sollten sich allerdings erst einmal etwas näher mit diesem Thema beschäftigen, um wenigstens Kurse im Auge behalten zu können und gegebenenfalls auch die notwendigen Analysen und die wichtigsten Trading-Strategien schon im Vorhinein zu kennen. Mit diesen Kenntnissen lohnt sich dann natürlich auch die Teilnahme an den Meisterschaften, da du sicherlich bei jeder neuen Runde sehr viel dazulernen wirst, was das eigentliche Ziel an einer Teilnahme für Einsteiger sein sollte. Aber je mehr du dann durch das Börsenspiel dazulernst, desto näher rücken dann natürlich auch die attraktiven Gewinnchancen in Höhe von mehreren Tausend Euro, wobei sich das Mitmachen dann natürlich gleich doppelt lohnen sollte, vor allem dann, wenn man selbst außer Zeit und sicherlich auch sehr vielen Nerven, nichts anderes riskieren muss. Übrigens merkst du dann auch, ob du überhaupt für das Traden geeignet bist oder nicht, da dies auch ein sehr wichtiger Faktor für den erhofften Erfolg ist.

Philipp Egger ist ein professioneller Redakteur und ein erfahrener Content Manager bei Essayhilfe. Sie können auch ihn direkt über Facebook erreichen.

Die 7 größten Fehler von Trading-Einsteigern

Die 7 größten Fehler von Trading-Einsteigern

Trading ist in aller Munde. Anleger entdecken zunehmend den Handel mit Derivaten wie CFDs, Aktien oder Devisen. Denn klassische Anlagen werfen derzeit kaum Rendite ab. Wer jedoch falsch plant, riskiert beim Trading massive Verluste, die später nur schwer ausgeglichen werden können. Wir nennen deshalb nachfolgend die sieben schlimmsten Fehler, die Händler nach dem Einstieg begehen können.

Im ersten Schritt müssen zukünftige Trader natürlich einen seriösen Broker finden, der zu ihnen und ihren Zielen passt. Mit einem objektiven Brokervergleich gelingt die Auswahl schnell und transparent. Nach der Kontoeröffnung kann es dann im Grunde direkt losgehen. Wobei: Der erste potentielle Fehler, den Händler begehen könnten, ist zugleich auch der schlimmste.

Fehler 1: Verzicht auf eine gute Trading-Ausbildung

Händler sollten Trading nicht als Glücksspiel verstehen. Denn genau dies ist der Handel eben nicht. Portale wie tradenlernen.de helfen Einsteigern bei der Erarbeitung des erforderlichen Basiswissens, das es für den erfolgreichen Handelsstart unbedingt braucht. Nur wer weiß, worauf er oder sie sich einlässt, vermag angemessene Entscheidungen beim Handeln zu treffen, ohne dabei zu hohe Risiken einzugehen. Analytisches Geschick (fundamental wie charttechnisch) ist das A und O für erste schnelle Gewinne!

Fehler 2: Traden in schlechter Verfassung

Sie fühlen sich nicht gut und hatten einen schlechten Tag? Frust und Krankheit sind beim Trading generell keine guten Berater. Wenn sie sich physisch oder psychisch nicht gut fühlen, sollten Händler lieber eine Pause einlegen. Denn mangelnde Konzentration führt zu Nachlässigkeit. Auch ist der Handel nicht geeignet, um Stress abzubauen. Der Preis wäre einfach zu hoch, wenn falsche Entscheidungen getroffen werden. Auch aus reiner Langeweile sollte nie getradet werden!

Fehler 3: Zu engagierte Versuche, Verluste direkt auszugleichen

Kam es zu einem schmerzlichen Verlust, raten Experten zum Pausieren. Ruhe hilft, sich neu zu besinnen. Trader sollten nicht zu lange Verlusttrades hinterher trauern und diese vorschnell ausgleichen wollen. Hier ist es eher Zeit für einen analytischen Neustart. Fehler 3 ist dabei eng mit dem vierten großen Fehler von Einsteigerseite verbunden.

Fehler 4: Das Überschätzen der eigenen Fähigkeiten

Anfänger neigen mitunter dazu, ihr eigenes Potenzial zu hoch einzuschätzen. Gemeint ist hier: Wer mehrere Trades mit einem Gewinn abgeschlossen hat, sollte sich nicht gleich mit echten Profis auf eine Stufe stellen. Manchmal ist es einfach Glück. Jeder Trade will neu und gewissenhaft geplant werden. Die Handelsstrategie muss immer wieder hinterfragt und notfalls überarbeitet werden, wenn die Märkte einen Wandel durchlaufen.

Fehler 5: Mit Kapital spekulieren, das unverzichtbar ist

Generell sollten Anleger und Trader möglichst nur mit Geld arbeiten, das sie nicht schon bald für andere Zwecke benötigen. Beim Trading ist dies besonders wichtig, weil im Grunde jederzeit ein Totalverlust droht. Trading-Gewinne sollten deshalb niemals fest eingeplant werden.

Fehler 6: Das Abweichen vom eigentlichen Trading-Konzept

Wer sich eine Handelsstrategie zurechtgelegt hat, sollte an dieser festhalten. Ein guter Tradingplan ist unerlässlich und sollte konsequent verfolgt werden. Nach einem Verlust ist dann immer noch Zeit für einen strategischen Wechsel.

Fehler 7: Verzicht aufs Tradingtagebuch

Egal wie sicher sich Einsteiger nach einigen Trades fühlen: Generell sollte ein Trading-Tagebuch geführt werden. Es hilft bei der Auswertung der Handelshistorie und ist die ideale Grundlage für die Entwicklung einer passenden Strategie. Dokumentieren Sie alle Entscheidungen! Manuell oder digital mit Hilfsmitteln, die viele Broker kostenlos bereitstellen.

 

 

Zertifizierte Börsenausbildung – Richtig traden lernen | Interview

Zertifizierte Börsenausbildung – Richtig traden lernen | Interview

Zertifiziert Traden lernen | Die Börsenausbildung

Es gibt unglaublich viele Trading- und Börsenausbildungen auf dem Markt und natürlich sind alle großartig! Nun aber mal Spaß beiseite: Durch unsere zahlreichen Interviews in den letzten Monaten und meine vorherigen Jobs habe ich schon einige Trading-Ausbildungen näher prüfen dürfen. An dieser Stelle möchte ich nicht über die Kompetenz der verschiedenen Trading-Coaches urteilen, denn das kann ich nicht. Was ich aber sagen kann, ist, dass ich noch keine so gut aufgearbeitete Tradingausbildung bzw. Börsenausbildung gesehen habe. Es handelt bei der zertifizierten Börsenausbildung von FinMent um eine Online-Ausbildung, die nicht nur aus Videos und Texten besteht, sondern auch interaktive Quiz beinhaltet. Dieses ermöglicht eine ständige Wissensüberprüfung, welche dich zu einem zertifizierten Trader macht. Aber schau´ selbst:

Gründer von FinMent sind Adrian Schmid und Ajder Veliev. Die beiden führen das unabhängige Börsen-Handelsbüro seit 2008 und verwalten dort ihr eigenes Geld und das ihrer Kunden. Darunter befindet sich auch ein Schweizer Hedgefond. Wir von InsideTrading.de hatten das Glück, einen der beiden Trading-Experten, Adrian Schmid, mit unseren Fragen zu löchern. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und Kommentieren.

Das große Interview mit Adrian Schmid

WARMUP: 10 KURZE FRAGEN ZUM AUFLOCKERN

Was gab es bei dir heute zum Frühstück?
Noch nichts außer 0,5 Liter Wasser und einem Espresso. Ich esse erst zum Mittag gegen 13 Uhr, wenn ich dazu komme.

Sport oder Couch?
Sport mindesten zweimal in der Woche. So bleibe ich fit. Das ist das A und O, um Leistung zu bringen und ist so gesehen auch die Basis für den Erfolg.

Was bestellst du in einer Bar?
Gerne erstmal ein kleines Bier. Das ist einfach sehr erfrischend und wenn ich Lust auf etwas Süßes habe, dann gibt es parallel noch einen Jack Daniels Cola dazu.

Welches Buch würdest du zum Kauf weiterempfehlen, dass dich persönlich in der Vergangenheit motiviert bzw. inspiriert hat?
Das Spiel der Spiele von Jesse Livermore. Aus dem Buch kann man gute Lehren ziehen. Es geht darum, was vor 100 Jahren an der Börse möglich war und was man im Vergleich zu heute erreichen konnte. Es geht auch darum, wie wichtig es ist, seinen Erfolg/ sein Kapital vor sich selbst zu schützen. Das geht nur mit einem klaren Handelsplan, der vorab festgelegt ist.

Netflix, Sky, Amazon und Co. sorgen immer häufiger dafür, dass wir für nichts mehr Zeit haben. Bei welcher Serie bleibst du derzeit hängen?
Zum Glück habe ich gerade keine Serie, die ich schaue. Aber House of Cards und Suits habe ich mir angesehen.

Wen oder was zitierst du am häufigsten?
Wer zockt, verliert!

Womit kann man dir mal so richtig die Stimmung verderben?
Ich mache meine Stimmung selten abhängig von anderen Menschen. Wenn ich meine Ziele nicht erreiche, dann ist meine Stimmung nicht besonders gut. Allerdings ist das äußerst selten der Fall.

Single und das ist gut so oder Beziehungsmensch? Alan oder Charlie/Marshal oder Barney – wer bist du?
Von allem etwas. Man lebt nur einmal 😊

Südsee oder Ostsee?
Südsee! Ich mag es, wenn es warm ist.

Trader oder Investor?
Trader und ein bisschen Investor  

 

Schluss mit Lustig: Adrian Schmid – Jetzt wird es ernst!

InsideTrading: Wenn du auf einer Party gefragt wirst, “Was machst du eigentlich beruflich?”, wie sieht deine Antwort aus?

zertifizierte Börsenausbildung: In der Regel sage ich einfach, dass ich im Büro arbeite. Dann muss ich auch nicht viel erklären. Sonst steht man nämlich schnell im Mittelpunkt und hat eine Menschentraube um sich herum. Außerdem reden die Menschen lieber über sich selbst. Daher tue ich ihnen gerne den Gefallen und lasse sie reden.

InsideTrading: In verschiedenen Foren und auf einigen anderen Plattformen wirst du als Experte auf den Gebieten “Finanzmarkt, Börse und Trading” gehandelt. Wie kam es dazu? What is your story? 🙂

zertifizierte Börsenausbildung: Schon als Jugendlicher hat mich die Börse begeistert. Das Geschrei der Händler im Hintergrund und die allgemeine Hektik an der Börse haben mich fasziniert. Ich war gefesselt von dem Gedanken, aus Geld mehr Geld zu machen. Ab 1994 entnahm ich dann die Börsenkurse aus der Zeitung und übertrug die Preise jeden Tag auf Millimeterpapier. So erhielt ich einen visuellen Verlauf. Die ersten Erfahrungen in meinem Börsenhandel waren negativ und frustrierend. Ich habe alles ausprobiert und ungefähr jeden Fehler gemacht, den man an der Börse machen kann. Teilweise sogar zwei oder dreimal und ich realisierte, dass ich so nicht weitermachen kann. Ich brauchte einen erfolgreichen Plan. Die einzige logische Möglichkeit, die ich sah, war es, mit dem Trend zu handeln und mir ein Risikomanagement mit Verlustbegrenzungsstopps einfallen zu lassen. Nicht nur die Verlustbegrenzung war wichtig, sondern auch die Gewinnrealisierung. Ich habe mich selber gewundert, wie gut das funktionierte. Ich konnte sogar meine sämtlichen Verluste wieder ausgleichen. Über die Jahre hinweg war es mein Ziel, diese Strategie zu perfektionieren. Mit bereits 20 Jahren war ich jüngster EUREX in Europa und startete dann meine Karriere im professionellen Handel. Dort lernte ich in der Praxis und von den alten Hasen alle Tricks und Kniffe. Dieses Wissen und meine Erfahrung aus über 20 Jahren Börsenhandel gebe ich an alle weiter, die ernsthaft am Börsenhandel interessiert sind.

InsideTrading: Adrian, was bedeute es, wenn du sagst, du warst der jüngste EUREX in Europa?

zertifizierte Börsenausbildung: Ich habe damals als jüngster in Europa meine Händlerzulassung bekommen.

InsideTrading: Seit wie vielen Jahren bist du jetzt an den Märkten aktiv und mit welchen Produkten hast du angefangen?

zertifizierte Börsenausbildung: Seit 23 Jahren bin ich im Börsenhandel und habe mit Aktien angefangen.

InsideTrading: Erinnerst du dich noch an deinen ersten Kauf?

zertifizierte Börsenausbildung: Nein, das müsste ich nachschauen. Aber ich habe gleich verschiedene Aktien gekauft.

InsideTrading: Wie würdest du deinen Investment- bzw- Tradingstil in ein paar Sätzen zusammenfassen? Was steckt hinter der FinMent-Handelsstrategie?

zertifizierte Börsenausbildung: Mittelfristiger bis langfristiger Handel. Trendfolgend und durch die Qualitätsauslese und Validierung der Chancen verschaffen wir uns einen mathematischen Vorteil. Somit sind wir ab einer Trefferquote von nur 18 Prozent profitabel.

InsideTrading:  Wie definiert ihr mittel- bis langfristig?

zertifizierte Börsenausbildung: Positionen über Tage und Wochen zu halten. Kein Day-Trading.

InsideTrading: Welche Märkte beobachtest du und wie findest du deine Einstiege?

zertifizierte Börsenausbildung: Ich handele, außer mit Rohstoffen (Lebensmitteln), in allen Märkten, da ich durch meine Käufe kein Preistreiber sein will. Es gibt genügend Alternativen Geld zu verdienen. Ansonsten muss der Wert mindesten 50 Mio. in Kapital Tagesvolumen haben. Die Einstige finde ich nach der Marktorientierung, der Qualitätsauslese und der anschließenden Validierung der besten Werte. Wenn ich handel, muss ich eine hohe Wahrscheinlichkeit haben, mindestens das Dreifache meines Risikos zu verdienen.

InsideTrading: Ist die Depotabsicherung (Hedging) für dich ein Thema?

zertifizierte Börsenausbildung: Depotabsicherung schon, aber nicht im Sinne des Hedgings. Ich habe es gern einfach und übersichtlich.

InsideTrading: Ist deine Depotabsicherung dann einfach der Stopp jeder einzelnen Position?

zertifizierte Börsenausbildung: Die Einzelposition ist mit einem Stopp gesichert. Das Depot wird auf verschiedene Branchenwerte verteilt und zeitlich versetzt aufgebaut, ohne ein Cluster-Risiko aufzubauen.

Adrian Schmid, Ajder Veliev

Die Gründer Ajder Veliev (links) und Adrian Schmid (rechts)

 

InsideTrading: Wie sieht dein perfekter Arbeitstag aus? Welche Rolle spielen hierbei unterstützende Medien wie Charts und News?

zertifizierte Börsenausbildung: Charts sind wichtig, weil sie alle Informationen der Kurshistorie beinhalten und ich daraus alles ablesen kann. Mehr benötige ich nicht. Das ist auch Bestandteil unserer Händlerausbildung. Der Name unseres Kurses lautet „Profitabel Handeln und Anlegen“. Wichtig im Handel ist, sich nur auf das Wesentliche zu konzentrieren und alles andere dann auszublenden. Das Verständnis ist dadurch speziell bei Anfängern viel höher und das Erreichen des Lernziels wird beschleunigt. Ich habe Jahre gebraucht, um zu dieser Erkenntnis zu erlangen. Hinterher ist man, wie in unserem Fall, immer schlauer. Wir möchten, dass unsere Teilnehmer nicht jahrelang herumdümpeln, sondern gezielt profitabel werden, ohne einen langen Weg gehen zu müssen.

InsideTrading: Was muss passieren, dass du einen Tag nicht tradest? (Krankheit, Verlust am Vortag)

zertifizierte Börsenausbildung: Ich habe fast immer Positionen, auch wenn ich mal krank sein sollte. Alle Positionen sind immer abgesichert und das Risiko habe ich vor dem Eingehen festgelegt. Da kann dann auch nichts verrutschen oder mich überraschen, wenn ich mein Risiko zeichne.

InsideTrading: Was führt dazu, dass du deinen Tradingtag abbrichst/ vorzeitig beendest?

zertifizierte Börsenausbildung: Schönes Wetter oder gerade Lust auf etwas anderes. Abgesehen davon, habe ich jederzeit die Möglichkeit, den aktuellen Börsenstand und meine Positionen abzufragen.

InsideTrading: Was kommt dir bei dem Wort “Risikomanagement” als erstes in den Sinn?

zertifizierte Börsenausbildung: Das ist die Händler-Lebensversicherung. Alle Händler, die ich kannte und das Risikomanagement vernachlässigt haben, sind heute keine Händler mehr.

InsideTrading: Angenommen du könntest die Zeit zurückdrehen und deinem Trading-Anfänger-Ich zwei Tipps geben, welche wären das und wie alt warst du damals?

zertifizierte Börsenausbildung: Damals war ich 12 Jahren alt. Ich würde folgendes sagen: Du wirst garantiert Geld an der Börse verdienen, wenn du dich durch dein Risikomanagement schützt und einen Vorteil im Börsenhandel suchst. Denk´ an den Leitsatz „Stärke bleibt stark und Schwäche bleibt schwach“. Gib dir etwas Zeit zu lernen und du wirst dein Ziel an der Börse erreichen. So kann jeder den richtigen Börsenhandel erlernen und wird profitabel.

 

Staatlich zertifizierte Börsenausbildung

InsideTrading: Wenn man sich die Börsenausbilung etwas genauer anschaut, erkennt man sofort die professionelle Aufarbeitung! Am Ende eines jeden Videos kann man durch die vorbereiteten Fragen gleich prüfen, ob man das Thema und die Inhalte wirklich verstanden hat. Damit heben sich die Lehrvideos von vielen anderen ab.

zertifizierte Börsenausbildung: Beim Lernen ist es wie im Handel. Damit es effektiv und erfolgreich ist, muss es einen strukturierten Ablauf haben. Durch unseren didaktischen Aufbau der Lerninhalte ist auch gewährleistet, dass jeder Teilnehmer unabhängig von seinem Alter und Erfahrung den Kurs für den profitablen Börsenhandel erlernt.

InsideTrading: Dennoch frage ich mich, wie eine solche Zertifizierung zustande kommt. Könntest du dazu bitte etwas mehr verraten?

zertifizierte Börsenausbildung: Ein zweites Mal würde ich das nicht nochmal machen. Es war sehr aufwendig, den Kurs zu erstellen. Wir haben mit 10 Personen über 2 Jahre dafür gebraucht, um alle Voraussetzungen für die Zertifizierung einzuhalten. Es wurde dann von mehreren Gutachtern geprüft, wie die Didaktik aufgebaut ist (Logik und Korrektheit des Inhaltes), damit auch gewährleistet werden kann, dass jeder Teilnehmer es versteht und alle Verträge und Informationen juristisch korrekt sind.

InsideTrading: Gibt es eine Abschlussprüfung?

zertifizierte Börsenausbildung: Ja und nach der Prüfung erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat

InsideTrading: Welche Lehren hast du selbst aus dem Erstellen und Abhalten deiner Coachings gezogen? Kannst du uns von ein paar Erfahrungen berichten?

zertifizierte Börsenausbildung: Ich hätte mich gefreut, wenn es vor 23 Jahren diese Möglichkeit zu lernen gegeben hätte. Früher hatte man nur in Handelshäusern die Möglichkeit, umfängliches Fachwissen zu erhalten. Sonst gab es nur wenig Bücher und das Internet stand noch in den Kinderschuhen. Die Wahrscheinlichkeit für Privatanleger nachhaltig profitabel zu handeln, lag vielleicht bei 1 Prozent. Heute können Sie jederzeit einfach den Kurs buchen und orts- und zeitunabhängig lernen.

zertifizierte DayTrader  

Abschließende Worte und Tipps für unsere Leser

InsideTrading: Angenommen du hast 2 Stunden, um einen “blutigen Anfänger” auf die nächsten Deutschen Trading-Meisterschaften vorzubereiten. Wie würdest du starten?

zertifizierte Börsenausbildung: In 2 Stunden kann kein Meistertrader vom Himmel fallen. Genauso wie kein frischer Fahrschüler in 2 Stunden perfekt Autofahren kann. Aber wenn der „blutige Anfänger“ täglich ein paar Minuten in seine Bildung investiert, wird er in einem Monat das Wissen und die Strategie haben, um erfolgreich zu handeln. Dann wird er bei der nächsten Meisterschaft ganz vorne dabei sein.

InsideTrading: Bei welchem Broker tradest du und warum hast du diesen gewählt?

zertifizierte Börsenausbildung: Ich bin bei Interactivebrokers aus drei Gründen: 1. Geringe Kosten 2. Ich kann dort alles handeln, was ich möchte 3. Die Größe des Brokers und die Kapitalversicherungen. Der Broker ist eigentümergeführt und seit über 40 Jahren im Geschäft.

InsideTrading: Was können unsere Leser bei dir in den Trading-Ausbildungen lernen, welche Möglichkeiten gibt es teilzunehmen und für wen ist das die Ausbildung gedacht?

zertifizierte Börsenausbildung: Die Ausbildung kann jeder Volljährige beginnen. Ob Mann oder Frau, jung oder alt, ist unwichtig. Unser ältester Teilnehmer ist jetzt 83 Jahre alt und profitabel. Die meisten sind berufstätig und haben grundsätzlich immer wenig Zeit, weswegen sie den Online-Kurs bevorzugen, um jederzeit von überall lernen zu können. Dabei erreichen Frauen ihr Ziel an der Börse schneller als Männer, weil sie konsequenter sind und sich an ihren Plan halten.

Die Börse lohnt sich immer. Einmal lernen und lebenslang davon profitieren. Wir bringen es jedem bei, der an der Börse nachhaltig Geld verdienen will.

Vielen Dank Adrian Schmid für deine Zeit. Wir wünsch dir und Ajder Veliev weiterhin viel Erfolg beim eigenen Handel und beim Ausbilden zukünftiger Trader.

KURSBESCHREIBUNG

  • zeit- und ortsunabhängig (Online-Börsenausbildung)
  • Kurze Lernabschnitte lassen sich leicht in den Alltag integrieren.
  • Betreuung während des gesamten Studiums, sodass alle Fragen beantwortet werden. Jeder Student erhält einen persönlichen Erfolgsmanager.
  • Leitfaden für den Börsenhandel.
  • Qualitätsauslese, um nur die besten Werte zu finden.
  • Zahlreiche Übungsaufgaben, die den Lernfortschritt aufzeigen und unterstützen.
  • Beim erfolgreichen Abschluss erhalten Sie ein Abschlusszertifikat
  • Alle Teilnehmer erhalten regelmäßig eine aktuelle Übersicht der besten Qualitätsaktien, um den Einstieg in den profitablen Börsenhandel zu vereinfachen.
  • Der Fokus liegt auf Berufstätige und Unternehmer, die wenig Zeit haben. Nach der Ausbildung brauchen die Teilnehmer nur 60 Min pro Woche, also maximal 10 Minuten pro Tag um den gesamten Börsenhandel zu bestreiten.

 

Ist Trader gleich Trader?

Ist Trader gleich Trader?

Die Trading-Szene in Deutschland kann eher als klein eingestuft werden. Laut Untersuchungen des CFD-Verbands (Interessenvertretung der Anlageklasse Contracts for Difference), gibt es hierzulande derzeit nur 140.000 Trading-Konten für CFDs und Devisen, wobei viele dieser Konten auch Zweit- oder Drittkonten sind. Demnach wird geschätzt, dass es etwa 50.000 – 60.000 aktive Trader in Deutschland geben könnte.

Hierbei wird zwischen sog. Retail Tradern und Institutional Tradern unterschieden. Bei Ersteren handelt es sich in der Regel um Privatleute, die an der Börse auf eigene Faust handeln. Institutionelle Trader gehören zur professionellen Kategorie der Banken, Fonds und Versicherungen.

 

David gegen Goliath

Wie im sportlichen Wettkampf sollte man die Stärken und Schwächen seines Mitstreiters kennen, um Chancen und Risiken seines eigenen Handelns richtig beurteilen und strategische Entscheidungen treffen zu können. Die größten Vorteile der Institutional Trader liegen auf der Hand:

  • In der Regel deutlich mehr Kapital
  • Optimale technische Ausrüstungen (Schnelle Internetleitungen, neueste Trading-Software)
  • Meist bessere Ausbildung und mehr Trading-Erfahrung
  • Research-Abteilungen und Zugang zu Finanzportalen wie Bloomberg und Reuters Eikon

 

Weicher Fall dank Outplacement Coaching

Es kommt aber noch ein weiterer wichtiger Aspekt hinzu, der in der Tradingpsychologie oft unterschätzt bzw. falsch eingeschätzt wird: Während private Trader offensichtlich freier sind in Ihren Investitionsentscheidungen, unterstellt man institutionellen Tradern aufgrund des Risikos die lukrative und vermeintlich sichere Festanstellung zu verlieren, automatisch eine weniger risikofreudige Trading-Strategie.

Wirft man jedoch einen genaueren Blick auf die Mechanismen des Arbeitsmarktes in der Banken- und Versicherungsbranche wird klar: Der „freie“ Fall endet meist weich, denn er wird durch attraktive Angebote der Unternehmen mit sogenannten Outplacement Beratungen sehr stark abgefedert. Dabei erhält der ausscheidende Mitarbeiter professionelle Unterstützung bei der beruflichen Um- oder Neuorientierung, oft sogar, je nach Beratervertrag, mit Job-Garantie. Die Konsequenz: Die erhebliche Verringerung der sozialen und finanziellen Folgen einer Kündigung.

Dokumentiert wurde das auch während der Finanzkrise (ab 2007), die zwar eine deutliche Mitarbeiter-Fluktuation in diesem Berufszweig, aber eben kaum arbeitslose Fondmanager/Trader in Frankfurt und anderen Finanzmetropolen hervorbrachte.

Die Vorteile von David

In der biblischen Erzählung vom Zweikampf des jungen David gegen einen riesigen Krieger Goliath (oder auch Goliat) tötet der vermeintlich schwächere und kleinere David den gewaltigen Gegner mit einer Steinschleuder. Die beste Investition für einen heutigen „Zweikampf“ privater Trader ist ohne Zweifel, die Investition in das eigene (Finanz-) Wissen, gepaart mit einer großen Kreativität, ganz frei vom Druck des Benchmarks.

 

SYSTEM-TRADING LERNEN | JURI OSTASCHOV WAHRE GESCHICHTE

SYSTEM-TRADING LERNEN | JURI OSTASCHOV WAHRE GESCHICHTE

System-Trading lernen | JURI OSTASCHOV – Der Statistiker unter den Tradern

Ein Interview wie kein zweites… . Juri Ostaschov, der Gründer von Statistic-Trading und Ersteller des System-Trading online Kurses hat sich unseren Fragen gestellt. Es war unglaublich interessant zu sehen, wie er Themen angeht. Er analysiert wirklich alles und nimmt keine Trading-Floskel einfach so hin. Sein Name steht im Zusammenhang mit statistischem Trading und dieser ist dort Programm, aber lest selbst.

Vielen Dank Juri Ostaschov für deine Zeit und das Interview.

Statistisches System-Trading lernen

WARMUP: 10 KURZE FRAGEN ZUM AUFLOCKERN

Was gab es bei dir heute zum Frühstück?
Bei mir gibt es zum Frühstück eigentlich immer dasselbe. Da ich ein Mensch bin, der am frühen Morgen eigentlich keine feste Nahrung zu sich nehmen kann, weil mir sonst ganz schnell übel wird, habe ich mir da was einfallen lassen. Es gibt bei mir somit morgens immer einen Frühstücks-Shake. Dieser Frühstücks-Shake ist ein Mix aus Magerquark, Bananen, ab und zu ein wenig Haferflocken, Honig und Erdnüssen. Das sorgt dafür, dass ich power-geladen und satt in den Tag starten kann.

Sport oder Couch?
Kommt drauf an. Kann ich so pauschal nicht beantworten. Nach einem langen Tag freue ich mich auch auf die Couch. Dennoch bin ich auch sportlich sehr aktiv. Für mich ist Brazilian Jiu Jitsu mittlerweile auch so eine Art Couch. Wenn ich im Sparring bin, dann ist das wie ein Kurzurlaub. Ich glaube, das können irgendwie nur Sport-Freaks verstehen. Also: Sowohl als auch.

Was bestellst du in einer Bar?
Wenn ich in eine Bar gehe, ist das immer sehr unspektakulär. Ich trinke keinen Alkohol, war noch nie in meinem Leben betrunken und habe es eigentlich auch nicht vor. Ich bestelle mir meistens entweder einen alkoholfreien Fruchtcocktail oder einfach eine Fanta.

Welches Buch würdest du zum Kauf weiterempfehlen, dass dich persönlich in der Vergangenheit motiviert bzw. inspiriert hat?
Ich lese mittlerweile sehr viel und viele dieser Bücher bringen mich auch weiter. Wenn ich jetzt aber ein Buch nennen müsste, dann wäre es: Rich Dad Poor Dad. Dieses Buch hat mir in vielen Ansichten die Augen geöffnet und mich anders denken lassen. Dieses Buch ist einfach Pflicht-Lektüre. Sollte man, meiner Meinung nach, in der Schule einführen.

Netflix, Sky, Amazon und Co. sorgen immer häufiger dafür, dass wir für nichts mehr Zeit haben. Bei welcher Serie bleibst du derzeit hängen?
Derzeit bei Modern Family. Diese Serie ist einfach klasse.

Wen oder was zitierst du am häufigsten?
Ich bin ein Fan von Leonardo Davinci. Ich glaube, dass die meisten meiner Zitate von ihm stammen.

Womit kann man dir mal so richtig die Stimmung verderben?
Wenn man mir zugesagt hat, dass man eine Aufgabe erledigen wird, diese aber im Nachhinein nicht erledigt hat. Das regt doch, glaub´ ich, jeden auf.

2017 werde ich …
Noch intensiver und cleverer an meinen Zielen arbeiten.

Single und das ist gut so oder Beziehungsmensch? Alan oder Charlie/Marshal oder Barney – wer bist du?
Ich bin wohl eher der Marshal. Ich bin seit 8 Jahren glücklich in einer Beziehung.

Südsee oder Ostsee?
Malediven.

Der System-Trading Online-Kurs

Juri Ostaschov: „In diesem Online-Kurs soll Ihnen nicht beigebracht werden, wie Sie Charts interpretieren oder wie Sie die Markttechnik anwenden oder andere sehr diskretionäre Handelsansätze verwenden.

Es soll sich komplett darauf fokussiert werden, dass Sie beigebracht bekommen, wie Sie 100% objektive Handelssysteme entwickeln können.

Sie sollen nicht mehr von schlechten Martingale-Systemen verleitet werden, sondern Sie sollen die Fähigkeit erlernen, eigenständig Trading-Systeme zu entwickeln, die auf einer wissenschaftlichen Grundlage getestet worden sind.

Sie werden, nach diesem Kurs in der Lage sein, problemlos einen statistischen Vorteil am Markt nachweisen zu können. Denn „statistischer Vorteil“ ist nicht nur ein Wort was viele Trading-Coaches gerne einfach verwenden, weil Ihr Trading-System eine etwas höhere Trefferquote hat.

Einen statistischen Vorteil, oder auch einen Edge, können Sie mit einer wissenschaftlichen Herangehensweise nachweisen.“

 

Statistisches-System-Trading: Schluss mit Lustig – Jetzt wird es ernst!

Wenn du auf einer Party gefragt wirst, “Was machst du eigentlich beruflich?”, wie sieht deine Antwort aus?

Juri Ostaschov (System-Trading): Normalerweise antworte ich ungern auf diese Frage. Ich bin zwar seit nicht allzu langer Zeit auch  als Business Developer angestellt, aber wenn es eher auf meine Selbstständigkeit ankommt, rede ich ungern darüber. Viele Menschen, wieso auch immer, meinen dass Sie Lebens-Ratschläge geben müssten und einem dann erzählen wollen, wie unsicher der Börsenhandel sei und dass alles, was damit zu tun hat, ja eh nur Glücksspiel sei usw. Mit Gleichgesinnten unterhalte ich mich wiederum sehr gerne über meine Tätigkeit an den Börsen, da man in solchen “Kreisen” viel Wissen und Know-How mitnehmen kann.

In verschiedenen Foren und auf einigen anderen Plattformen wirst du als Experte auf den Gebieten “Finanzmarkt, Börse und Trading” gehandelt. Wie kam es dazu? What is your story?????

Juri Ostaschov (System-Trading): Ist das so ja? 🙂 Angefangen hat das alles irgendwann im Alter von 16 Jahren. Ich hatte in meiner Jugend viele kleine Nebenjobs und da es damals noch keinen Mindestlohn gab, wurden diese sogar noch schlechter bezahlt als heute. Irgendwann ist mir dann klar geworden, dass ich nicht hart, sondern clever arbeiten sollte. Und so kam es dazu, dass ich angefangen habe mich für die Börse zu interessieren. Und mit dem Beginn des 18. Lebensjahres habe ich auch sofort mein erstes Depot eröffnet und habe angefangen zu “handeln”. Am Anfang hatte ich eine sehr starke Glückssträhne und habe tatsächlich einen nicht ganz unbedeutenden Betrag verdient. Natürlich war das, wenn ich das jetzt betrachte, extremes Glück, aber dennoch hatte ich das Geld verdient. Aber naja, wie gewonnen so zerronnen. Mit dem gewonnen Geld wollte ich jetzt anfangen zu traden. Eröffnete somit ein CFD-Konto und legte los. Ich glaube 1 Woche später war das Geld pfutsch. Konto leer und die Wut-Skala auf Anschlag. Nachdem ich mich dann ungefähr 2-3 Monate beruhigt hatte, legte ich wieder los. Ich habe aber gelernt und fing an mir Know-How anzueignen. Man muss aber erstmal für sich selbst herausfinden, welches Know-How zu einem passt. Begonnen hat alles bei mir mit der technischen Analyse. Nachdem ich ein Buch gelesen habe, dachte ich mir, alles klar, jetzt kann ja nichts mehr schief gehen. Und es ging natürlich schief. Das eingezahlte Geld war wieder weg und die Fragezeichen wurden größer. Ich las weitere Bücher und füllte auch mein Trading-Konto wieder auf. Und wie in der einen schönen South-Park-Folge hieß es wieder: „Uuuuuuuuuund es ist weg.“ Somit find ich an zu hinterfragen, ob die technische Analyse überhaupt was für mich sei. So habe ich mich langsam an die Markttechnik herangetastet. Auch hier habe ich die Bücher verschlungen und habe mich wieder an das Trading gewagt. Das Geld verschwand immer noch, aber nicht mehr so schnell. Das war für mich schon ein Erfolg. Ich dachte mir: “Ok, Markttechnik könnte es sein, also bleib am Ball”. Und so blieb ich auch am Ball und habe mich stets verbessert. Von profitabel war noch lange nicht die Rede, aber ich konnte Erfolge verzeichnen. Als es dann irgendwie mit dem Wissen nicht mehr so richtig weiter ging, habe ich mich entschlossen ein Coaching durchzuziehen. Hiermit schöne Grüße an Oliver Najjar. Der Oliver hat mir dann gezeigt, wie viel tiefer man die Materie der Markttechnik noch verstehen kann und muss, um profitabel traden zu können. Dennoch hat sich mein Trading-Stil in eine etwas andere Richtung entwickelt, als ich angefangen habe, das Trading mit der Statistik zu verbinden. Dies war mein Trading-Moment. Es gab ein Buch, das mir sehr viele Gedankenanstöße gegeben hat: Die Formel des Glücks. Und so nahm dann die Entwicklung ihren Lauf. Das Ergebnis dieser Entwicklung oder nennen wir es: die nächste Stufe, ist Statistic-Trading. Der ganze Content mit den statistischen Analysen, den ich bei Statistic-Trading kostenfrei zur Verfügung stelle, ist das Ergebnis und der Prozess meiner Entwicklung. Aus dieser Entwicklung sind dann auch Produkte wie: „Der Markttechnische Trenderkennungs-Algorithmus (MTA)“, der hochperformante Trends nach festem Regelwerk auf dem Metatrader 5 aufzeigt und „Die Boomerang-Strategie“ entstanden. In Arbeit sind derzeit noch ein Workflow, der es dem Trader erleichtern soll zu erkennen, ob die Handelsstrategie, die er tradet aus wissenschaftlicher Sicht überhaupt zu gebrauchen ist und außerdem arbeite ich auch an einem statistischen Markttechnik-Kurs, der über 100-PDF-Seiten lang sein wird und dem Trader mein statistisches Know-How in Verbindung zur Markttechnik erklären soll.  

 

Seit wie vielen Jahren bist du jetzt an den Märkten aktiv und mit welchen Produkten hast du angefangen?

Juri Ostaschov (System-Trading): So wirklich in Berührung mit der Börse kam ich ungefähr im Alter von 16. Aktiv wurde ich dann mit 18 Jahren als ich mein erstes Depot eröffnete. Die Lernkurve begann aber erst im Alter von 21 Jahren so richtig nach oben zu gehen. Angefangen habe ich mit Optionsscheinen. Ich hatte nicht genug Geld, um mir viele Aktien kaufen zu können und so habe ich mich für Optionsscheine entschieden.

Erinnerst du dich noch an deinen ersten Kauf?

Juri Ostaschov (System-Trading): Mein erster Kauf war ein Optionsschein auf den Dax. Ob es ein Put oder Call war, kann ich tatsächlich nicht mehr sagen. Es war aber ein sehr aufregender “Klick”, das weiß ich noch.

Wie würdest du dein Tradingstil in ein paar Sätzen zusammenfassen?

Juri Ostaschov (System-Trading): Mein Tradingstil ist eine Mischung aus Markttechnik und Statistik. Meine Einstiege und meine Gesamt-Marktlage analysiere ich mit Hilfe der Markttechnik. Die Trade-Verwaltung und die Stop-Verwaltung läuft auf Basis von statistischen Analysen, die ich zu jedem Markt anfertige.

Wie sieht dein perfekter Arbeitstag aus. Welche Rolle spielen hierbei unterstützende Medien wie Charts und News?

Juri Ostaschov (System-Trading): Mein Haupt-Trading findet derzeit im Handel von Optionen statt. Ich verkaufe Monats-Optionen und lasse diese, außer in seltensten Ausnahmefällen, auslaufen. Dadurch ist mein “Arbeitstag” eigentlich gar nicht so ein Arbeitstag wie ihn sich die meisten höchstwahrscheinlich vorstellen. Das Managen der Options-Positionen kostet mich ungefähr 2-3 Stunden im Monat. Auch mein “Daytrading”-Bereich wird, wenn mein Handelsalgorithmus so langsam fertig wird, auch kaum Zeit in Anspruch nehmen. Für mich persönlich spielen Nachrichten überhaupt keine Rolle. Charts hingegen sind für mich essenziell.

Was muss passieren, dass du einen Tag nicht tradest? (Krankheit, Verlust am Vortag,…)

Juri Ostaschov (System-Trading): Ich setze, wenn es sein muss und es meine Handelsstrategie besagt, immer einen Trade um, egal ob ich krank bin oder einen Verlust am Vortag hatte. Für mich ist, da ich mich viel mit Handelssystemen und Statistiken beschäftige, das Trading an sich eine langweilige Sache. Denn Traden ist für mich, nach getaner Arbeit, nur eine Abfolge von Regeln und Systematiken, die ich mir vorher erarbeitet habe. Somit bleibt die Systematik bestehen, egal ob ich krank bin oder sonst was. Das ist einer der großen Vorteile, wenn man das Trading auf diese Art und Weise betrachtet. Was auf gar keinen Fall heißen soll, dass DAS der richtige Weg ist. Den muss jeder, wie ich denke, selber finden.

Was führt dazu, dass du deinen Tradingtag abbrichst/ vorzeitig beendest?

Juri Ostaschov (System-Trading): Mir würde jetzt eigentlich nichts einfallen, was einen Tradingtag für mich zum Abbruch führen würde. Vielleicht würde ein Black Swan Ereignis dazu führen, aber das müsste man alles genauer betrachten. Solange ich im Black Swan Ereignis richtig positioniert bin, führt auch das nicht zum Trading Abbruch 🙂

Was kommt dir bei dem Wort “Risikomanagement” als erstes in den Sinn?

Juri Ostaschov (System-Trading): Analysieren! Risikomanagement kann durch die Analyse des eigenen Tradings und des Trading-Systems perfektioniert werden. Das Blöde ist halt nur, dass sich nur die Wenigsten diese Arbeit machen.

Angenommen du könntest die Zeit zurückdrehen und deinem Trading-Anfänger-Ich zwei Tipps geben, welche wären das und wie alt warst du damals?

Juri Ostaschov (System-Trading): Das ist eine sehr interessante Frage. Ich glaube, ich würde meinem 18-jährigen Trading-Ich sagen: “Höre NIEMALS darauf, was dir irgendjemand über die Börse erzählt und prüfe alles selbst nach und beschäftige dich auf jeden Fall mit Statistik.” Aber ich glaube, dass mein 18-jähriges Trading-Ich darauf antworten würde: “Laber doch keinen Scheiss. Du bist gerade mal 25 Jahre alt, was willst du mir schon beibringen”. Und somit wäre mein Werdegang höchstwahrscheinlich auch nicht anders verlaufen 🙂

 

 

Kritik, Erfahrungen und Kommentare

 

Online-Trading-Kurse oder auch Onlinekurse im Allgemeinen stehen oft in der Kritik. Was macht deiner Meinung nach den Unterschied zwischen einem Kurs und einem großartigen Kurs?

Juri Ostaschov (System-Trading): Das ist natürlich eine sehr gute und berechtigte Frage, die nicht so einfach zu beantworten ist. Ich denke auch, dass die Antwort auf diese Frage eine sehr subjektive ist. Es existieren Lernwillige, die sehr glücklich darüber sind, dass man denen das beibringt, was sie brauchen und nicht das was sie gerne bestätigt haben wollen. Somit existieren aber auch Lernwillige, die einen dafür verfluchen, dass man deren falsche festgesetzte Meinung widerlegt. Gehört ein Lernwilliger zu der ersten Gruppe, also zu denen, die wirklich was lernen wollen und auch ihre Fehler eingestehen, diese anerkennen und neue Ansichten aufnehmen können, dann ist für diese Gruppe ein “großartiger Kurs”, wenn man ihnen die harten Fakten und Zahlen auf den Tisch legt. Sie erhalten somit einen wunderschönen “Aha-Effekt” und sind im Nachhinein auch sehr glücklich darüber, dass man ihnen nicht das erzählt hat, was sie gerne hören wollten. Sollten die Lernwilligen zur zweiten Gruppe gehören, dann ist es mit ehrlichen Produkten so gut wie unmöglich diesen Leuten einen “großartigen Kurs” anzubieten. Denn diese “Trader” wollen ja eigentlich nichts lernen, sondern nur von einem “Profi” deren Meinung bestätigt bekommen. Und dies wäre in meinen Augen einfach kein großartiger Kurs. Es bleibt wohl ein Zwiespalt, was einen großartigen Kurs wirklich ausmacht. Für mich reicht es, dass ich weiß, dass alle meine Produkte ehrlich und transparent sind. Es wird immer Leute geben, die das Haar in der Suppe finden, aber dann sind das auch nicht die Leute, die ich mit meinen Produkten ansprechen will und werde.

 

Abschließende Worte und Tipps für unsere Leser

 

Angenommen du hast 2 Stunden, um einen “blutigen Anfänger” auf die nächsten Deutschen Trading-Meisterschaften vorzubereiten, wie würdest du starten?

Juri Ostaschov (System-Trading): Ich würde erklären, was ein statistischer Vorteil ist und ihm empfehlen, die Strategie konstant durchzutraden.

Bei welchem Broker tradest du und warum hast du diesen gewählt?

Juri Ostaschov (System-Trading): Meine Broker sind: Captrader, FxFlat, CMC-Markets und bald noch ActiveTrades. Das sind die Broker, die mich von ihrer Seriösität und ihrer Einlagensicherheit überzeugt haben.

Was können unsere Leser bei dir in deinem Kursen lernen und welche Möglichkeiten gibt es teilzunehmen?

Juri Ostaschov (System-Trading): Wissen Sie wie man beginnt, wenn man eine Trading-Idee hat, aber nicht genau weiß, wie man diese nun wirklich richtig testet und validiert und seinen statistischen Vorteil beweisen kann?

Dafür ist der System-Trading Online-Kurs entwickelt worden!

Sie werden am Ende des Kurses in der Lage sein, anhand eines von uns erstellten und getesteten Workflows komplette Handelssysteme zu entwickeln.

Zudem werden Sie auch Antworten auf folgende Fragen finden:

  1. „Hat mein System einen statistischen Vorteil der wissenschaftlich nachgewiesen werden kann?“
  2. „Wie viel Kapital benötige ich um ein Handelssystem zu traden?“
  3. „Wie berechne ich das optimale Risiko von einem Handelssystem?“
  4. „Wie berechne ich mein optimales Risiko, wenn ich mehrere Handelssysteme in einem Portfolio handle?“
  5. „Reicht ein Backtest wirklich aus um Profitabilität nachzuweisen?“
  6. „Wie erstelle ich ein Risiko-Profil von meinem Trading-System und von meinem Trading-Portfolio?“
  7. „Wie optimiere ich meine Exit- und Entry-Strategie für die Zukunft?“
  8. „Welche Fehler können mir beim Backtesting passieren?“

Sollten Sie weitere Fragen haben, dann schreiben Sie Juri doch einfach persönlich: Hier geht es zur seiner Seite!

Forex und CFD Trading – From zero to hero!

Forex und CFD Trading – From zero to hero!

Die ersten Schritte im Trading können sehr verwirrend sein und aus diesem Grunde haben wir uns in der Redaktion mal zusammengesetzt und einen Schlachtplan entwickelt. So oder so ähnlich könnte Ihr Start im Forex- und CFD-Trading aussehen. Egal wie lange Sie schon Traden oder die Märkte beobachten, nutzen Sie die nächsten Zeilen, um sich etwas in Selbstreflexion zu üben oder um sich einen Schlachtplan zurecht zulegen.

Wir wollen keinen Vortrag über das richtige oder falsche Traden halten, denn wir denken „Es gibt kein Richtig und Falsch im Trading, aber es gibt Themen zu denen man eine Meinung haben sollte“.

1. Lernen Sie die Software und die Sprache verstehen 

Mein damals schon 80 Jähriger Basketballtrainer meinte immer so wie Handwerker mit Ihrem Werkzug umgehen können müssen, so müsst auch Ihr lernen mit eurem Werkzeug, dem Basketball, um gehen zukönnen. In dieser Aussage steckt mehr als so mancher glaubt, denn nur wer in kritischen Situationen und schnellen Märkten reagieren kann und das umsetzten kann, was er vor hat wird auch erfolgreich sein.

Als Trader bedeutet das, dass Sie wissen müssen, wie Sie Positionen schließen, öffnen, welche Orderarten es gibt und wann man welche benutzt, was Sie machen können, wenn Ihr Internet ausfällt usw.

Handlungsanweisung:

  • Melden Sie sich bei 2- 3 Brokern an und eröffnen Sie Demo-Konten. ( Banx TradingAdmiral Markets und GKFX.)
  • Setzten Sie sich mit der Handelssoftware auseinander und besuchen Sie ein paar Basic-Webinare.
  • Eröffnen und schließen Sie Positionen ohne, dass Sie sich über den Kontostand Gedanken machen.
  • Rufen Sie beim Kundenservice und erkunden Sie sich über deren Öffnungszeiten und Services.
  • Lernen Sie die Sprache, indem Sie Themen wie Orderarten, Pip- und Punkt-Wert, Leverage, Lot und  Basiswert zu definieren lernen.

 

2. Verinnerlichen Sie das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV)

Das Chance-Risiko-Verhältnis (von hier an CRV) beschreibt das Verhältnis zwischen dem, was ich riskiere und dem was ich mit dem eingegangenen Risiko gewinnen kann.

Beispiel: Beim Würfeln bekommen Sie für jede 1, 3 und 5 einen Betrag von 2 Euro und bei einer 2, 4 und 6 zahlen Sie 1 Euro. In diesem Fall ist Ihr CRV 2 zu 1.

Die erste Zahlt beim CRV stellt die Chance dar und die zwei das Risiko. So redet man von einem positiven CRV, wenn die erste Zahl größer ist als die zweite und von einem negativen CRV, wenn die zweite Zahl größer ist als die erste.

Beispiel: Die Aktie eines bekannten Automobilherstellers fällt in nur kürzester Zeit von 250 Euro auf 100 Euro pro Aktie. Jetzt kaufen Sie die Aktie und begrenzen das Risiko durch einen Stop Loss (alles zum Stop Loss) auf 2 Euro pro Aktie und Ihre Chance für diese Aktie sehen Sie bei 112 Euro. In diesem Fall ist ihr CRV 6:1 (12 zu 2) und daher positiv.

Warum ist das CRV so wichtig?
Das CRV ist daher so wichtig, da es angibt wie häufig ich gewinnen muss, um als Trader erfolgreich zu sein. Wenn ich immer mit einem CRV von 1:1 trade, ich also einen Euro einsetze um einen Euro zu gewinnen, muss ich mehr als 50% meiner Trades mit Gewinn schließen, um profitabel zu sein.

Hier mal eine Übersicht, die das CRV und die erforderliche Trefferquote zum profitablen Traden ins Verhältnis stellt.

Chance-Risiko-Verhältnis Erforderliche Trefferquote
1:5  größer 83,33%
1:4 größer 80%
1:3  größer 75%
1:2  größer 66,67%
1:1 größer 50%
2:1 größer 33,33%
3:1  größer 25%
4:1  größer 20%
5:1  größer 16,67%
10:1  größer 9,09%
25:1  größer 4%

Wie Sie sehen, ist ein großes CRV die bessere Wahl und sicherlich stellen Sie sich jetzt die Frage: Warum handelt nicht jeder mit einem großen, positiven CRV, da ja jeder durch einen Stop Loss und Take Profit das CRV selbst bestimmen kann? Diese Frage beantworten Sie sich am besten selbst, nachdem Sie unsere Handlungsanweisung befolgt haben.

Handlungsanweisung:

Traden Sie ein paar Tage oder auch Wochen und setzen Sie bei jedem Trade ein Stop Loss und ein Take Profit, sodass Sie schon bei der Aufgabe der Order wissen, welches Chance-Risiko-Verhältnis Sie jetzt eingehen. Zudem sollten Sie sich während dieser Zeit beobachten, denn nicht jeder Trader ist so geduldig und kann mit einem großen CRV umgehen.

 

3. Einstiege und Wahrscheinlichkeiten

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Das Beispiel auf der linken Seite zeigt ein CRV von 2000:1, was auf den ersten Blick großartig aussieht. ABER die Frage ist: Wie viele Gewinnerlose gibt es? Ist jedes 10. Los ein Gewinn – wahrscheinlich nicht, da sich dieses für die Lotterie nicht lohnen würde. Selbst wenn jedes 2000. Los den Hauptgewinn enthalten würde und jedes andere Los eine Niete währe, würde die Lotterie am Ende der Lotterie bei Plus-Minus-Null stehen, dass würde aus den Augen des Tierparks einfach keinen Sinn machen!!!

Was lehrt uns dieses Beispiel? Wir wollen nicht nur ein hohes CRV, sondern wir wollen zudem eine Hohe Trefferquote! Da wir als Trader aber nicht Lotto spielen, sondern aus Erfahrung heraus Entscheidungen treffen, nennen wir das nicht Trefferquote, sondern Erwartungswert. Dieser Begriff kommt aus der Stochastik und ordnet einer Zufallsvariable eine Zahl zu, die diese im Mittel annimmt.

Ein Beispiel ist angebracht: Nehmen wir an, Sie spazieren mit ziemlich viel Geld in ein Casino und ein Croupier, der heute seinen ersten Tag hat, bietet Ihnen folgendes Spiel an:

Croupier: Für jede gerade Zahl bekommen Sie 2000€ und für jede ungerade Zahl, zahlen Sie 1000€. Möchten Sie spielen? (Erwartungstreuer Würfel)

Sie: Als wissender InsideTrading-Abonnent, sagen Sie natürlich nicht gleich: „JA, ICH WILL SPIELEN“, sondern Sie fragen den Croupier: „Wie oft wiederholen wir das Spiel?“

A) Croupier: 1 mal würfeln pro Person.
A) Sie: Nein, Danke!

B) Croupier: So lange Sie wollen, wir haben 24/7 geöffnet.
B) Sie: Ja, ich bin dabei! (insgeheim denken Sie: „Heute werde ich reich“)

Was bedeutet das jetzt im Bezug auf unser Traden?
Wir müssen es schaffen Einstiege zu finden, die einen möglichst hohen Erwartungswert für uns bereit halten. Auch wenn es hier unglaublich viele verschiedene Ansätze, Philosophien oder auch Religionen gibt, kann man diese dennoch in zwei große Lager aufteilen. Das Lager der Charttechniker und das der Fundamentalanalysten.

Fundamentalanalysten sind auf der Suche nach dem fairen oder angemessenen Preis eines Finanzproduktes. Sie stützen ihre Entscheidungen auf betriebswirtschaftliche Daten und das ökonomische Umfeld des Marktes, den sogenannten Fundamentaldaten. Dieses Verfahren wird hauptsächlich für die Analyse von Aktien verwendet und basiert auf Kenngrößen, die aus der Bilanz eines Unternehmens abgeleitet werden können. Hierzu zählen beispielsweise die Dividendenrendite, das Kurs-Gewinn-Verhältnis, das Kurs-Buchwert-Verhältnis, das Kurs-Cashflow-Verhältnis, die Gesamtkapitalrendite und die Eigenkapitalrendite. Weiterhin werden die Aussichten aus den Quartals- und Jahresberichten der Unternehmen zur Berechnung des fairen Kurses hinzugezogen.

Charttechniker berücksichtigen die Kurshistorie und eventuell noch das Handelsvolumen des Finanzproduktes. Betriebswirtschaftliche Daten werden bei der technischen Analyse nicht berücksichtigt, da man davon ausgeht, das alle relevanten Daten und Informationen der Vergangenheit und Zukunft schon im Preis enthalten sind, was Prognosen für voraussichtliche Kursentwicklungen zulässt. Bei der charttechnischen Analyse geht man davon aus, dass es wiederkehrende, beobachtbare Ereignisse mit jeweils ähnlichen, wahrscheinlichen Zukunftsverläufen gibt.

Handlungsanweisung:

Wie Sie sehen, gibt es eine ganze Reihe von Ansätzen, wenn es zu dem Thema des richtigen Einstiegs kommt. Hier muss jeder für sich selbst entscheiden, in welche Richtung es gehen soll. Daher raten wir Ihnen zum einen, bekannte Leute aus den einzelnen Bereichen zu verfolgen und zum anderen eigene Erfahrungen auf einem Demo-Konto oder kleinem Live-Konto selbst zu machen.

Die Fibonacci Trading Analyse: Sind Fibonacci Retracements sinnvoll?

Die Fibonacci Trading Analyse: Sind Fibonacci Retracements sinnvoll?

 

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen unsere Ergebnisse einer statistischen Analyse zu dem Thema: Fibonacci Trading.

Wir werden in diesem Artikel nicht auf die Grundlagen der Fibonacci-Zahlenreihe eingehen und wir werden auch nicht einen Grundlagenkurs eröffnen. Jeder der sich die Basics zu dem Thema Trading in Verbindung mit Fibonaccis aneignen will, der findet eine Menge Content auf anderen Blogs oder Informations-Websiten.

Wir wollen uns hier zu der Fragestellung äußern, ob Trading mit Fibonaccis tatsächlich funktioniert oder ob man, wie auch im Falle der Dojis, man der selektiven Wahrnehmung zum Opfer fällt.

Wir sind der Meinung: Nein. Fibonacci Trading funktioniert nicht. Zumindest defintiv nicht so, wie es in der Börsen-Literatur definiert wird.

Wir werden nicht nur erläutern, in welchen Fällen ein Fibonacci-Retracement funktioniert, sondern auch in welchen oder in wie vielen Fällen er auch nicht funktioniert. Das ist nämlich der Punkt, den die Meisten weglassen.

Es ist nämlich von ungeheurer Wichtigkeit zu erkennen, wann eine Methodik nicht funktioniert, anstatt sich nur darauf zu fokussieren und sich eventuell einzubilden, dass die Trading-Systematik funktioniert.

In unserer Analyse wurden insgesamt 665 Trends auf dem Tages-Chart ausgearbeitet. Davon sind 251 Trends aus dem Dax-Markt, 154 aus dem EUR/USD Markt und 261 aus dem Gold-Markt.

Im Dax-Markt begannen wir den ersten Trade im Jahr 1991 auszuzählen, während wir im EUR/USD- und dem Gold-Markt ab dem Jahr 1993 begannen.

Wir haben uns für den Trend auf Tages-Basis entschieden, da in der „Community“ dieser Trend als der stabilste gezählt wird. Obwohl wir in unserer Artikelreihe „Statistische Markttechnik“, das Gegenteil bewiesen haben.

Beginnen wir erstmal mit der Vorgehensweise unserer Analyse.

 

Die Vorgehensweise der Fibonacci Analyse

Wie sind wir die Analyse nun angegangen?

Zu Anfang möchten wir gerne erwähnen, dass wir die Fibonacci Retracements dazu verwendet haben, um den Handel aus der Korrektur zu tätigen. Es existieren definitiv mehrere Möglichkeiten die Retracements zu verwenden. Wir sind aber Trendhändler und haben uns somit für diese Variante entschieden. Es ist auch wohl die gängigste Verwendung von Fibonacci Retracements.

Somit haben wir es für uns ganz simpel gemacht. Wir haben zuallererst einen Trend identifiziert. Fand in diesem Trend eine Korrektur statt, wurde das Fibonacci Retracement an vom Tief bis an das Hoch der Bewegungs-Phase angesetzt und es wurde analysiert, ob die Korrektur-Bewegung auf ein Fibonacci-Retracement reagiert hat.

Für diese „Reaktionen“ haben wir uns eine Systematik ausgedacht. Die Reaktionen auf die Retracements wurden entweder mit einer 0, einer 1 oder einer 2 markiert.

Eine 0 besagt, dass die Korrektur-Phase ein Fibonacci Retracement komplett ignoriert hat.  So sieht, beispielsweise, eine „0“ aus:

 

 

Wir können, im blau markierten Bereich, erkennen, dass sowohl der Docht, als auch der Spike der Kerze unterhalb des 23,6%-Fibonacci Retracements liegt. Das wäre ein schönes Beispiel für eine „0“ aus unserer Analyse.

Eine 1 steht dafür, dass die Korrektur-Phase zwar eine Reaktion am Fibonacci Retracement gezeigt hat, die nächste Korrektur-Bewegung daraufhin aber das Fibonacci Retracement gebrochen hat. Mit einer „Reaktion auf das Fibonacci Retracement“ meinen wir, dass der Markt einen Spike auf dem Niveau des Fibonacci Retracement getätigt hat, der Körper der Kerze aber oberhalb/unterhalb des Fibonaccis liegt.

Hier ein Beispiel für eine „1“:

 

 

In der oberen Abbildung erkennen Sie nun ein Musterbeispiel für eine „1“ aus unserer Analyse. Die grüne Candle hat zwar auf das 23,6% Fibonacci Retracement reagiert, da wir einen Spike oberhalb des Niveaus haben, der Körper aber darunter geschlossen hat. Die nächste grüne Candle jedoch, wie man erkennen kann, reagiert nicht mehr auf das 23,6% Retracement.

Die „1“ ist das, was wir als ein Fehlsignal betiteln würden.

Und zu guter Letzt haben wir da noch die „2“. Die „2“ ist das, was wir als einen Treffer werten. Eine „2“ ist vom Aussehen her, genauso wie eine „1“. Nur dass eine „2“ dann auch im Nachhinein zu einer Trendbestätigung führt.

Hier ein Beispiel:

 

 

Im oberen Bild sehen wir nun, wie eine „2“ aus unserer Analyse aussieht. Hier können Sie deutlich erkennen, dass der Markt an dem 38,2% Retracement reagliert hat. Diese Reaktion führte daraufhin zu einer Trendbestätigung ohne ein weiteres Fibonacci-Retracement zu tangieren oder das 38,2% Fibonacci Retracement zu brechen.

 

Beginnen wir nun mit den Ergebnissen unserer Analyse.

Wir werden jeden Markt den wir aufgearbeitet haben einzeln analysieren und am Ende nochmal eine Analyse für alle Märkte zusammen.

 

Fibonacci Retracement Analyse: Der Dax-30

 

Wir haben nun die Vorgehensweise unserer Analyse erläutert. Erläutert wurde auch, was die genauen Ereignisse: 0,1 und 2 bedeuten. Somit können wir uns jetzt an die Ergebnisse des ersten Börsen-Marktes ansehen.

Wir werden Ihnen in der Analyse des Dax-Marktes noch expliziter unsere Vorgehensweise erklären und auch erläutern, welche Formeln wir verwendet haben um auf die Ergebnisse zu kommen. Somit wird der Dax-Markt am „längsten“ erläutert. Die Formeln und die Methodik sind bei den anderen zwei Märkten identisch.

 

Hier ein grober Ausschnitt der Analyse des Dax-Marktes:

 

 

Sie können natürlich, rein von dem Bild, nichts erkennen. Dieses Bild soll aber aufzeigen, wie intensiv diese Recherche durchgeführt worden ist. Wer Interesse an der Original-Datei hat, der kann uns sehr gerne eine E-Mail (info@statistic-trading.de)  schreiben und wir würden Ihnen die Datei daraufhin zukommen lassen.

Fangen wir mit den grundlegenden, aber dennoch interessanten, Daten an.

 

Im Dax-Markt wurde, seit dem 01.01.1991, jeder Trend auf Tages-Basis analysiert. In Summe waren das 251 Trends. Hier die Ergebnisse:

 

 

Von diesen 251 haben somit 146 Trends einen Trend fortgesetzt, nachdem sich ein Trend etabliert hat und 105 Trends haben einen entstandenen Trend gebrochen ohne eine Trendfortsetzung durchgeführt zu haben.

Dieses Ergebnis spricht erstmal dafür, dass der Trendhandel einen statistischen Vorteil bietet. Also eine Trefferquote von über 50% aufweist. Deswegen lesen Sie das aber hier nicht. Interessanter wird jetzt die nächste Auswertung.

Und zwar dieser hier:

 

 

Diese Analyse gibt darüber Auskunft, zu wie viel Prozent ein Fibonacci Retracement Auswirkung auf eine Trendbestätigung hat. Wie Sie erkennen können, ist das Ergebnis weniger freudig.

Doch wie kamen wir auf dieses Ergebnis? Dazu müssen Sie sich vielleicht noch mal den Abschnitt mit unseren Ereignissen: 0,1 und 2 anschauen.

Um die Effektivität von Fibonacci Retracements auf Trends untersuchen zu können, haben wir eine Formel auf Excel entwickelt.

So sieht das Ganze dann aus:

 

 

Oben im Bild können Sie sowohl unsere Excel-Berechnungs-Formel erkennen, als auch ein Teil der Analyse.

In der Formel steht, einfach ausgedrückt, das hier: Wenn wir eine Trendbestätigung haben und es auch noch in einem der 6 möglichen Fibonacci Retracements eine „2“ vorgekommen ist, dann soll dort „Trend Positiv“ stehen. Tritt das gerade erklärte Ereignis nicht ein, soll dort „Trend Negativ“ stehen.

Somit ist nur ein Trend, der auch tatsächlich ein positives Ereignis an den Fibonacci Retracements getätigt hat, auch signifikant von einem Fibonacci beeinflusst worden.

Wir untersuchen hier ja immer noch die Signifikanz von Fibonaccis.

Wir erhalten somit das Ergebnis, dass nur 45,02% der Trends, auch signifikant von einem Fibonacci „vorhergesagt“ worden sind. In 54,98% der Trends erhielten wir ein negatives Ergebnis.

Wir können nun, nur aus dieser schnellen Analyse erkennen, dass die Fibonacci Retracements nicht Auskunft darüber geben können, wo ein Trend aufhört sich zu korrigieren und von wo er wieder anfängt die Bewegungs-Phase zu wechseln.

Einen statistischen Vorteil hat man dadurch auch nicht gewonnen.

Wir sind aber noch etwas weiter ins Detail gegangen und haben weiter untersucht. Wir haben uns hingesetzt und gefragt: Was können die Trader die tatsächlich mit Fibonacci Retracements traden noch für Fragen haben? Woran könnte es vielleicht liegen, dass unsere Analyse nicht anerkannt wird, weil wir, anscheinend, gegen einen Fibonacci Strom schwimmen?

Auf Grund dieser Fragen, haben wir für jeden Markt noch 3 weitere Extra-Analysen durchgeführt.

Die erste Extra-Analyse soll darstellen, wenn man sich ein System entwickeln würde, indem man IMMER bei einem bestimmten Fibonacci Niveau in den Markt geht und seinen Stop-Loss an den Tiefpunkt des Trends setzt. Mit dieser Analyse soll sozusagen das „beste“ Retracement dargestellt werden. Als Beispiel: Wir haben ein System entwickeln, wo wir IMMER am 50%-Fibonacci einstiegen sobald dieser berührt wird. Wir warten weder auf einen Rücksetzer oder darauf, dass der Markt oberhalb/unterhalb des Fibonacci Niveaus schließt.

Unsere zweite Extra-Analyse soll aufzeigen, wie ein Ergebnis aussehen kann, wenn wir nur Trades eingehen, die aufgrund von einem „1“-Ereignis geprägt sind. Als Beispiel wieder: Wir gehen nur in den Markt hinein, wenn der Kurs zwar eventuell oberhalb/unterhalb des Fibonacci Retracements spiked, aber der Körper dennoch oberhalb/unterhalb des Retracements schließt.

Und unsere dritte Extra-Analyse untersuchen wir, ob wir nicht der selektiven Wahrnehmung zum Opfer fallen.

 

Ergebnis der ersten Fibonacci-Extra-Analyse (Dax-30)

Zuallererst haben Sie hier die Abbildung der Analyse:

 

 

Wie schon erwähnt, erkennen Sie in der obigen Abbildung die Ergebnisse der ersten Analyse.

Die Tabellen sind unterteilt in „kein Trade“, „Positiver Trade“ und „Negativer Trade“. Und diese Ereignisse sind jeweils auf die Fibonacci Retracements analysiert worden.

Sie erkennen nun zum Beispiel, dass auf dem 50-% Fibonacci Retracement von 251 Trades 44 keinen Trade ergaben, 102 einen Trade generiert haben der positiv geschlossen wurde und 105 Trades die negativ geschlossen worden sind.

In der rechten Tabelle können Sie die prozentualen Werte ablesen. Somit haben wir eine 49%-ige positive Trefferquote bei dem 50%-Fibonacci. Ist jetzt nicht so beeindruckend wie wir finden.

Nur das 38,2% und das 23,6% Fibonacci Retracement haben einen statistischen Vorteil. Der Nachteil daran ist aber, dass auch diese Niveau-Punkte den geringsten CRV bieten. Da der Abstand zum Tief des Trends deutlich höher ist, als das Gewinn-Ziel am Hoch des Trends.

Man muss sich somit entscheiden, ob man eher bereit ist eine hohe Trefferquote zu haben oder ein höheres CRV.

Nochmal zur Anmerkung: Wir haben in dieser Analyse nur die Fibonacci-Retracements an sich getestet und keine Handelsstrategie darauf. Was man noch mit einem guten Risk- und Moneymanagement rausholen kann, ist eine andere Geschichte.

Aus dieser und aus der nächsten Analyse lässt sich noch ein sehr interessanter Schluss ziehen. Diese Erkenntnis hatten auch wir erstmal nicht auf dem Schirm. Haben diese aber, nach der Analyse, in unser Trading mit eingebaut. Dazu aber später mehr.

Sie können sich ja in Ruhe die Analyse-Ergebnisse anschauen und sich dazu Gedanken machen.

Kommen wir zur zweiten Extra-Analyse.

 

Ergebnis der zweiten Fibonacci-Extra-Analyse (Dax-30)

Hier das Ergebnis:

 

 

Im Vergleich zur ersten Extra-Analyse, steigen wir nicht immer bei einer Berührung in den Markt, sondern warten auf das Ereignis „1“.

Lesen Sie oben vielleicht noch einmal nach was die „1“ ist, damit Sie die Zahlen auch nicht falsch interpretieren.

Eine „1“ ist sozusagen ein Signal, dass uns von dem Börsen-Markt gegeben wird. Somit steigen wir nicht bei jedem Fibonacci-Niveau ein, sondern nur bei dem, bei dem es auch zu einem Signal kommt.

Aus den Ergebnissen können Sie nun erkennen, dass sich zwar die Tradefrequenz deutlich reduziert, aber dafür auch die Trefferquote ansteigt.

Das Ergebnis des 50-% Fibonacci Retracements steigt von 49% auf 51%. Die Anzahl der Trades verringert sich aber auf 55 Trades.

Interessant wird es, wenn man sich die Veränderung des 23,6% Retracements anschaut. Dort ist die Trefferquote auf satte 75% angestiegen.

Schauen Sie sich auch diese Tabelle in Ruhe an und untersuchen Sie, wie Sie diese Information verwenden können oder auch nicht verwenden können.

 

Ergebnis der dritten Fibonacci-Extra-Analyse (Dax-30)

Da nicht jeder Trader immer nur bei einem Retracement einsteigt, sondern höchstwahrscheinlich bei mehreren Retracements, haben wir die dritte Analyse gemacht.

In dieser Analyse geht es primär darum aufzuzeigen, wie viele Fehlsignale das Fibonacci Trading generieren kann. Es geht auch darum zu untersuchen, ob das Fibonacci Trading nicht der selektiven Wahrnehmung zum Opfer fällt. Denn immer, wenn man sich Trading-Bilder oder Trading-Webinare anschaut wo es um das Thema „Fibonacci-Retracements“ geht, erkennt man immer wieder, wie nur Charts aufgezeigt werden, bei dem der Markt perfekt am Retracement dreht. Und das immer und immer wieder. Fehlsignale gibt es wohl keine. Oder doch?

Schauen wir mal rein:

 

 

Was erkennen wir nun mit Hilfe der Abbildung? Wir erkennen eine Gesamtmenge von 1506. Wie kommt diese zustande? Wir haben 251 Trends. In diesem 251 Trends können, theoretisch, 6 Fibonacci Retracements berührt werden. Somit erhalten wir 251 x 6=1506   mögliche Berührungspunkte für ein Retracement.

Nun erkennen wir, dass 69,52 % aller möglichen Berührungspunkte entweder gar nicht berührt werden oder auch einfach ignoriert werden.

22,64% aller möglicher Punkte ergeben eine „1“. Somit findet dort zwar eine Reaktion auf das Retracement statt, aber nicht unbedingt auch eine Trendfortführung.

Und wir haben nur in 7,84% aller untersuchten Fälle ein Ereignis, was tatsächlich zu einer Trendfortführung führt.

Das ist ziemlich interessant und auch beeindruckend.

Glauben Sie, dass dieses Ergebnis nur so „semi-gut“ war, weil wir hier den Dax-Markt handeln und das Fibonaccis ja viel besser bei Rohstoffen oder bei Forex-Märkten funktionieren? Lassen Sie uns nun die anderen beiden Märkte anschauen.

In den nächsten zwei Märkten werden wir Ihnen nur die Analyse-Ergebnisse zeigen und etwas weniger kommentieren. Die Sinnhaftigkeit und die Vorgehensweise wurde, hoffen wir zumindest, in der Dax-Markt-Analyse verstanden, so dass wir in den nächsten Analysen uns das Tippen sparen können und so gut wie nur die Kennzahlen veröffentlichen können.

 

Fibonacci Retracement Analyse Forex: EUR/USD 

 

So wie der Dax-Markt analysiert wurde, so wurde auch der EUR/USD-Markt analysiert.

Im folgenden erhalten Sie die Ergebnisse der Analyse des EUR/USD-Marktes.

 

 

Im EUR/USD-Markt wurden alle Tages-Trends seit dem 01.01.1993 analysiert. Wie Sie in der obigen Abbildung erkennen können, hatten wir hier 154 Trends.

Von diesen wurden 84, und somit 54,55%, fortgesetzt und 70, also 45,45%, nicht fortgesetzt.

Aber bei wie vielen Trends war denn ein Fibonacci Retracement überhaupt signifikant?

Schauen wir rein:

 

 

In nur 65 Fällen hatten wir eine Übereinstimmung mit einem Retracement und einer Trendfortsetzung. In 89 Fällen hatten wir diese nicht.

Kommen wir jetzt zu den Ergebnissen der Extra-Analysen.

 

Ergebnis der ersten Fibonacci-Extra-Analyse (EUR/USD)

Gehen wir nun auch hier von einer Strategie aus, in der wir sofort einen Trade absetzen, wenn der Markt ein bestimmtes Fibonacci Retracement berührt. Welche Ergebnisse würden wir erhalten?

Wir erkennen auch im EUR/USD-Markt deutlich, dass je tiefer/höher der Markt an ein Fibonacci Retracement kommt, die Trefferquote deutlich fällt.

Solch ein Szenario konnten wir auch im Dax-Markt erkennen.

 

Ergebnis der zweiten Fibonacci-Extra-Analyse (EUR/USD)

Wie schaut jetzt das Ergebnis aus, wenn wir immer nur in einen Markt reingehen, wenn wir ein Signal erhalten, also eine „1“?

Hier das Ergebnis:

 

 

In der obigen Abbildung sehen Sie nun das Resultat. Das ist schon ein deutlicher Unterschied im Vergleich zur ersten Analyse vom EUR/USD-Markt.

Die Trefferquote vom 23,6%-Retracement ist deutlich angestiegen. Wobei der statistische Vorteil beim 38,2%-Retracement nicht mehr gegeben ist. Dies ist bei dem Ergebnis der ersten Analyse anders. Dort war der statistische Vorteil noch bis zum 38,2%-Retracement gegeben.

Schauen Sie sich ruhig die Statistiken an und finden Sie heraus, welche Informationen Sie für Ihr Trading verwenden können und welche nicht.

 

Ergebnis der dritten Fibonacci-Extra-Analyse (EUR/USD)

Kommen wir nun zu der dritten und letzten Extra-Analyse im EUR/USD.

Wie schaut hier denn nun die „Gesamtmarktlage“ aus?

 

 

Wir hatten im EUR/USD eine Gesamtmenge von 923 möglichen Trading-Situationen. Von diesen gab es in 62,41% der Fälle eine „0“ und somit wurde in 62,41% der Fälle entweder eine Fibonacci Retracement nicht berührt oder es wurde einfach in der Korrektur ignoriert.

In 30,55% der Fälle kam es zu einer Reaktion auf das Fibonacci-Retracement.

Und in nur 7,04% der Fälle hat ein Retracement auch tatsächlich zu einer Trend-Fortsetzung geführt.

Ein nicht so schön anzusehendes Ergebnis, finden wir.

Glauben Sie, dass das vielleicht daran liegt, dass das Fibonacci Trading bei Rohstoffen besser funktioniert? Na dann schauen wir uns doch mal den Gold-Markt an.

 

Fibonacci Retracement Analyse Rohstoffe: Gold

Schauen wir uns doch jetzt mal an, wie so ein Fibonacci Retracement auf einem Gold-Markt agiert.

Beginnen wir wie gewohnt mit der Anzahl der Trends und der damit verbundenen Trendfortsetzungen:

 

 

Wir haben auch im Gold-Markt angefangen die Trends seit dem 01.01.1993 auszuzählen. Es gab somit 261 Trends. 51,34% wurden fortgeführt, während 48,28% nach der ersten Entstehung eines Trends gebrochen sind.

Diese Zahlen sahen bei den anderen Märkten etwas besser aus. Schon das ist eine sehr nützliche und interessante Information.

Schauen wir uns jetzt als nächstes an, wie viele Trends durch ein Fibonacci Retracement „bestätigt“ worden sind:

 

 

Diese Zahlen ähneln schon den Ergebnissen der vorherigen Märkte sehr. 43,68% der Trends konnten mit Hilfe eines Retracements bestimmt werden. Während 56,32% der Trends man nicht durch ein Fibonacci Retrecement bestimmen konnte.

Kommen wir nun zu unseren Extra-Analysen im Gold-Markt.

 

Ergebnis der ersten Fibonacci-Extra-Analyse (Gold):

Gehen wir nun auch im Gold-Markt von einem Strategie-Event aus, in der wir sofort einen Trade absetzen, wenn der Markt ein bestimmtes Fibonacci Retracement berührt. Welche Ergebnisse würden wir erhalten?

 

 

Läuft der Gold-Markt denn besser? Es scheint nicht so. Im Gold-Markt generiert sogar nur das 23,6%-Retracement einen statistischen Vorteil. Alle anderen Retracements dagegen sind deutlich unter 50%.

Man braucht natürlich nicht unbedingt eine größere Trefferquote als 50% um profitabel zu sein. Es sollte aber schon irgendwo einen statistischen Vorteil gegeben sein, sonst wird es sehr hart an den Börsen.

Schauen wir uns jetzt die zweite Analyse an.

 

Ergebnis der zweiten Fibonacci-Extra-Analyse (Gold):

 

 

Der statistische Vorteil erhöht sich nun, wie schon auch in den anderen Märkten, wenn man auf ein Signal des Marktes wartet. In unserem Fall auf eine „1“.

Somit erweitert sich der Edge bis zum 38,2% Retracement. Die Anzahl der Trades verringert sich auch deutlich.

 

Ergebnis der dritten Fibonacci-Extra-Analyse (Gold)

Schauen wir uns jetzt nun auch die „Gesamtmarktlage“ des Gold-Marktes an. Agiert der Gold-Markt anders als die vorherigen Märkte?

 

 

In der oberen Abbildung erkennen Sie nun, wie auch in den anderen Märkten davor, wie das alles als Gesamtsituation aussieht.

Vergleichen Sie ruhig selber, wie der Gold-Markt im Vergleich zu den anderen Märkten abschneidet. Aber wie Sie auch auf den ersten Blick erkennen können, ist beim Ereignis der „2“ kein großer Unterschied.

Man erkennt nur, dass beim Ereignis der „1“ der prozentuale Anteil im Gold-Markt etwas höher ist.

Die restliche Interpretation der Zahlen überlassen wir ganz Ihnen.

 

Zum Schluss haben wir für Sie nochmal ALLE Märkte zusammengefasst und das analysiert.

 

Fibonacci Retracement Analyse: ALLE Märkte zusammen

Es ist schon genug Text in dieser Analyse, damit das nicht noch mehr wird, werden wir für Sie einfach alle Abbildungen der Gesamt-Analyse darstellen.

Die statistischen Zahlen können Sie dann selber analysieren und für sich selbst entscheiden, welche Schlüsse Sie daraus ziehen wollen.

 

(Abbildung: Der Trendfortsetzung allgemein)

 

(Abbildung: Der Trends die durch ein Fibonacci Retracement bestätigt worden sind oder nicht)

 

(Abbildung: Wenn der Markt das Retracement „Berührt“)

 

(Abbildung: Wenn der Markt eine „1“ generiert und man dann in den Markt einsteigt)

 

(Abbildung: Gesamtmarktlage von allen analysierten Märkten zusammen)

 

Schlussfolgerungen der Fibonacci Trading Analyse

Auch für uns war diese Analyse etwas ganz Besonderes. Fibonacci Trading ist in der Trading-Szene ein sehr großes und auch wohl beliebtes Thema. Wir können natürlich nicht jede Kleinigkeit von Fibonacci Retracements analysieren und auswerten, aber diese Analyse ist eine sehr gute Grundlage um sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

Sollte es Trader geben, die eventuell andere Statistiken zu dieser Thematik haben oder mögliche Ideen für zukünftige Analysen haben, diese können uns sehr gerne unter info@statistic-trading.de kontaktieren.

Was konnten wir für unser Trading aus dieser Analyse mitnehmen? Zuallererst konnten wir sofort erkennen, dass das Fibonacci Trading anscheinend, so wie es im Allgemeinen beigebracht wird, so nicht funktioniert.

Es ist anscheinen tatsächlich so, dass hier mit dem psychologischen Phänomen der selektiven Wahrnehmung gespielt wird oder dass sogar die eigenen Fibonacci-Gläubiger diesem Phänomen zum Opfer fallen.

Natürlich passiert es, dass man mit einem Fibonacci Retracement aus der Korrektur die Fortführung eines Trends erkennen kann. Aber wie Sie aus den Analysen erkennen können, passiert es viel öfter, dass es eben nicht funktioniert.

Es existieren bestimmt Ausnahmetrader die Fibonaccis profitabel verwenden können. Wir persönlich kennen leider keinen. Auch diese können sich gerne melden.

Wir möchten hier auch nicht die Fibonacci Trader schlechtreden. Wir legen einfach nur statistische Kennzahlen auf den Tisch die aus einer Analyse stammen. Nicht mehr und nicht weniger. Sie können ja im Nachhinein die Zahlen für Ihre eigenen Zwecke verwenden oder verleugnen, ganz wie Sie wollen.

Der zweite und eher wichtigere Punkt für uns war, bevor wir das aber bestätigen können, müssen wir noch ein paar weitere Analysen durchführen, dass es anscheinen so aussieht, dass je tiefer der Markt in eine Korrektur fällt, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Trendbruch kommt. Ok, der Satz ist ein wenig komplex. Nochmal die simple Hypothese: Je tiefer der Markt korrigiert, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Trendbruch kommt.

Die statistischen Kennzahlen scheinen dieser Hypothese Recht zu geben.

Es ist somit mit diesem Wissen jetzt möglich, am Risk- und Moneymanagement Ihres Tradings zu experimentieren.

Hier eines unserer Gedankenspiele zu diesem möglichen Phänomen: Sie könnten, bevor Sie einen Trade eingehen, festlegen, welches Risiko Sie bereit sind zu fahren, je nachdem in welchem Korrekturniveau das Signal generiert wird.

Wird ein Signal in der höheren Ebene generiert, also im Bereich des 23,6% und des 38,2% Fibonacci Retracements, wären Sie bereit ein etwas höheres Risiko zu fahren, als wenn der tiefer in die Korrektur läuft.

Das wäre eine Möglichkeit. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.

Wir hoffen wir konnten Ihnen mit diesem Artikel helfen und Sie vielleicht zum Nachdenken bringen. Hinterfragen Sie und testen Sie ALLES!

Nochmal zur Erinnerung: Wenn Sie die originale Analyse-Datei von uns zugeschickt haben wollen, schreiben Sie uns doch eine kleine E-Mail an info@statistic-trading.de und wir werden Ihnen die Datei zukommen lassen.

 

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Tag und erfolgreiche Trades

 

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin,

Statistic-Trading

 

 

 

 

 

Statistik trifft Markttechnik: Ist jeder Trend gleich zu traden?

Statistik trifft Markttechnik: Ist jeder Trend gleich zu traden?

Wir haben sehr lange überlegt, ob wir zu diesem Thema einen Artikel veröffentlichen sollten. Denn auf dieser Grundlage, die in diesem Artikel behandelt wird, basieren unsere Tradingsysteme. Dies ist der Grundbaustein unseres Tradings.

Nach langem hin und her, haben wir uns doch für die Veröffentlichung entschieden. Nach dem Motto: „Scheiss drauf, machen wir es einfach“. Wir wollen Ihnen einen Einblick in unsere Sichtweise auf die Märkte geben.

Unser Trading basiert im Grundbaustein auf der Markttechnik. Die Markttechnik, wie auch die Charttechnik, ist eigentlich Auslegungssache. Fragen wir 10 Markttechniker nach einem Aufwärtstrend, bekommen wir zwar von allen die Antwort, dass es sich um einen Aufwärtstrend handelt, aber eingezeichnet bekommen wir ihn auf 10 verschiedene Weisen.

Von dieser Problematik versuchen wir uns, so gut es geht, zu distanzieren. Wir haben versucht, und es für unseren Tradingstil auch geschafft, subjektive Tradingfaktoren zu definieren.

Wir möchten im Vorfeld darauf hinweisen, dass dieser Artikel länger als üblich ist. Da wir in diesem Artikel sowohl auf die Grundlagen der Markttechnik, als auch auf die Grundlagen unserer statistischen Analyse eingehen. Dies erfordert natürlich viel Schreibraum. Sollten Sie das jedoch nicht abschrecken, sondern eher motivieren, dann werden Sie höchstwahrscheinlich eine neue Ansicht zu der Markttechnik erlangen.

 

Die Grundlagen des Markttechnischen Tradings

Zu diesem Thema gibt es im Buchhandel genügend Literatur. Es gibt, wie auch immer im Leben, sowohl gute als auch schlechte Literatur. Sollten Sie die Grundlagen der Markttechnik wirklich verinnerlichen wollen, empfehlen wir Ihnen das Buch von Michael Voigt: „Das große Buch der Markttechnik„ zu kaufen. Dort werden die Grundlagen in einer sehr gut verständlichen Weise erklärt und aufgezeigt.

Die Markttechnik beschäftigt sich mit der Frage: „Wo entsteht Bewegung?“ oder „Wer kauft nach mir?“. Kann die Markttechnik diese Fragen optimal beantworten? Wir sagen „jein“. Die Markttechnik, wenn man Sie verstanden hat, kann einen sehr gute Trendsituationen erkennen lassen. In diesen Trendsituationen versucht dann die Markttechnik eine Gegebenheit ausfindig zu machen, wo „Bewegung“ entstehen kann.

In der Markttechnik wird ein Trend in Bewegungs- und Korrekturphasen unterteilt. Zeigen wir das erstmal an einem aufgezeichneten Beispiel. Im weiteren Verlauf des Artikels arbeiten wir dann natürlich nur mit echten Charts.

In diesem Bild sehen wir nun ein Musterbeispiel eines Aufwärtstrends und eines Abwärtstrends. Beide Trends bestehen aus einer Bewegungsphase und einer Korrekturphase. Im Aufwärtstrend zum Beispiel, ist der grüne Arm die Bewegung und der rote Arm die Korrektur. Im Abwärtstrend ist das, logischerweise, umgekehrt.

Ein wichtiges Kriterium für einen intakten Aufwärtstrend ist, dass das Korrektur-Tief nicht tiefer sein darf, als das Bewegungs-Tief. Und im Abwärtstrend wieder, logischerweise, umgekehrt. Hier nochmal ein Beispiel zur Verdeutlichung.

Solange das Tief der Bewegung nicht gebrochen ist, ist ein Trend intakt. Bis hierhin sollte eigentlich alles klar und verständlich sein. Doch wie traden wir jetzt im Stil der Markttechnik und wo liegen die Problemzonen? Arbeiten wir uns weiter voran.

 

Wie tradet man im Stil der Markttechnik?

Es existieren viele Möglichkeiten wie ein Trader im Stil der Markttechnik traden kann. Im Großen und Ganzen geht es darum, dass man auf der Korrekturphase heraus tradet. Man sucht sich eine, sogenannte, Großwetterlage (GWL) und nutzt diese zur übergeordneten Sicht.

Was ist eine Großwetterlage genau, fragen Sie sich sicher. Eine Großwetterlage ist nichts anderes, als der übergeordnete Trend von der Trendgröße aus der ihr heraus handeln wollt. Ein Beispiel: Ihr wollt Daytrading betreiben und wollt auf einer kleinen Trendgröße handeln. Für solch ein Szenario braucht ihr dann den 1-Minuten-Chart. Wenn ihr eure Trades im 1-Minuten-Chart tätigen wollt, so braucht ihr eine übergeordnete Trendgröße. In diesem Fall den 10-Minuten-Chart. Den 1-Minuten-Chart, also den Chart auf dem Ihr den Trade absetzen wollt, nennt man dann die Signallage.

Hier mal ein Überblick über die Großwetterlagen und die Signallagen in der Markttechnik:

 

  • Signallage : 1-Minuten-Chart à GWL: 10-Minuten-Chart
  • Signallage: 10-Minuten-Chart à GWL: 1-Stunden-Chart
  • Signallage: 1-Stunden-Chart à GWL: Tages-Chart
  • Signallage: Tages-Chart à GWL: Wochen-Chart
  • Signallage: Wochen-Chart à GWL: Monats-Chart

 

Das ist die Basis der Markttechnik für alle Signal- und Großwetterlagen. Im Normalfall reicht eine Großwetterlage aus, um einen Trade gut absetzen und managen zu können. Wenn ihr einen Trade im 1-Minuten-Chart absetzt, wie sinnvoll ist es dann, sich den Tageschart anzuschauen? Genau, eher weniger.

Was wollen wir nun genau mit der Markttechnik erreichen? Wir versuchen mit der Markttechnik eine Großwetterlage zu finden, die sich gerade in einer Korrekturphase befindet. Haben wir solch eine Großwetterlage gefunden, versuchen wir in der Signallage eine gute Situation zu finden, in der man einen Trade platzieren kann. Am besten in einen entstehenden Trend. Zeigen wir das an einem Beispiel, so ist das einfacher zu verstehen:

In dieser Abbildung sehen wir eine Großwetterlage und eine Signallage. Die Signallage befindet sich im umkreisten Gebiet der Großwetterlage. Was erkennen wir nun genau? Wir erkennen mehrere wichtige Eigenschaften. Zum einen erkennen wir die Trendverschachtelung. Wir sehen, dass der Korrekturarm der Großwetterlage einen Abwärtstrend in der kleineren Signallage aufzeigt. Sowas nennt man: Trendverschachtelung. Wir versuchen also aus einer Korrekturphase der Großwetterlage, einen entstehenden Trend in der Signallage zu erwischen. Dieser „kleinere“ Trend der Signallage soll uns dann die Bewegung der Großwetterlage als Profit einstreichen.

Wir wiederholen nochmal. Wir versuchen quasi, auf der Großwetterlage (eine große Surfer-Welle) mit Hilfe der Signallage (eine kleinere Surfer-Welle) einen Trade in Trendrichtung der Großwetterlage zu platzieren, auf dem wir dann mitsurfen können. Wir versuchen eine kleine Welle zu erwischen, die uns auf der großen Welle mitschwimmen lässt. Das ist die Quintessenz der Markttechnik. Was für Einstiegsmöglichkeiten und Stop-Variationen es gibt, das müssen Sie entweder im Buch von Michael Voigt oder mit Hilfe eigener Studien herausfinden. Solch eine Thematik würde hier den Rahmen sprengen.

Trendbeispiele am Börsenmarkt

Nun sind wir soweit und kommen zum reellen Börsenmarkt. Schluss mit selbstgezeichneten Charts. Nur noch eine kleine Anmerkung bevor wir starten. Jeder Markttechniker, wie wir schon oben erwähnt haben, hat eine andere Sichtweise auf die Charts. Wäre dem nicht so, würden nicht so viele Diskussionen über Trends geführt werden. Dem ist aber so. Wir können Ihnen lediglich unsere Sichtweise aufzeigen.  Für uns ist diese Sichtweise die beste. Für andere eventuell nicht. Jeder muss seinen Trading-Stil finden um profitabel werden zu können.

Fangen wir nun an mit ein paar Beispielen im Dax-Candlestick-Chart. Zu Beginn werden wir die Candlestick-Ansicht verwenden, da dies die Ansicht ist, die am meisten verwendet wird. In unserem Trading benutzen wir den Heikin-Ashi-Chart. Wir werden im nächsten Kapitel auf die Vorteile des Heikin-Ashi-Charts eingehen.

Wir werden jetzt keine profitablen Trades zeigen. Im Nachhinein ist jeder Profi. Es geht hier erstmal darum, dass Sie die Prinzipien der Trenderkennung nach Markttechnik realisieren und verinnerlichen.

Ein Trend im 15-Minuten-Chart im Dax:

Hier sehen wir die Abbildung des Dax 15-Minuten-Charts. Wir haben für Sie den für jedermann erkennbaren Trend eingezeichnet. Nachdem wir Ihnen den Trend genau eingezeichnet haben, ist natürlich die gesamte Situation gut zu erkennen. Wo würden Sie aber eine eventuelle Problematik in der Interpretation des Trends erkennen? Schauen Sie sich den Chart genau an! Es gibt Bewegungs- und Korrekturphasen die klar und deutlich zu erkennen sind. Es existiert aber eine Phase, die einem Probleme bereiten kann. Es ist die Korrekturphase des ersten Punktes 2 zum Punkt 3. Das lokale Hoch dieser Phase ist erst zu erkennen gewesen, nachdem der Markt durch den Punkt 2 durchgebrochen war.

Dies sind Marktphasen, wo dann die Foren voll mit Diskussionen füllen, wie man diese Korrekturphase genau zu erkennen hat. Man könnte die Trends ja auch etwas „präziser“ hineinzeichnen.

Hier ein anderes Beispiel vom selben Chart:

Hier sehen wir nun den selben Chart nur mit „präziseren“ Trends. Natürlich sagen jetzt die einen oder anderen, dass sich das um den untergeordneten Trend auf 5-Minuten-Basis oder 1-Minuten-Basis handelt. Das kann generell sogar richtig sein. Wie ist es einem Trader dennoch möglich, dass man sich solche Art von Fragen sparen kann? Dieses Interpretationsproblem von Charts ist allgegenwärtig. Wenn es dieses Problem nicht geben würde, wären alle Diskussionen von Trends überflüssig. Diese existieren aber, ergo, brauchen wir objektivere Faktoren für die Trenderkennung.

Eine mögliche objektive Mustererkennung von Hoch- und Tiefpunkten ist die Art, die von Larry Williams gelehrt wird. Ein Hoch-Punkt wird dadurch gekennzeichnet, indem er von 2 Candles „umzingelt“ wird, die tiefere Hochs haben, als die Hoch-Punkt-Kerze. Dasselbe Prinzip bei einem Tief. Das ist in Textform nicht so leicht zu verstehen. Zeigen wir Ihnen ein Beispiel, denn an einem Chart erklärt es sich besser.

Bleiben wir bei unserem Beispielchart:

Wir haben nun die Trendlinien entfernt und Ihnen die Hoch- und Tiefpunktbeschriftung übriggelassen. Wie man erkennen kann, haben wir Ihnen die Hoch- und Tiefpunkte eingekreist. Hier können Sie nun die objektive Ansicht von den Hochs und Tiefs feststellen. Es ist natürlich kein Wundermittel. Sie können damit nicht jedes Hoch und jedes Tief optimal während der Trendentstehung erkennen. Sie haben aber wiederum auch keine willkürlichen Einzeichnungen mehr.

Schauen Sie sich verschiedenste Charts an. Üben Sie diese Ansichtsweise. Sie werden erkenne, dass es sich hier nicht um ein Wundermittel handelt, aber es kann Ihr Trading deutlich vereinfachen und Ihnen aus dem Interpretationsproblem heraushelfen.

Nochmals eine kleine Zusammenfassung für die Ansicht von Hoch- und Tiefpunkten:

  • Ein Hochpunkt wird von 2 Candles „umzingelt“, deren Hochs tiefer sind, als das Hoch der Mittelkerze (Hochpunkt)
  • Ein Tiefpunkt wird von 2 Candles „umzingelt“, deren Tiefs höher sind, als das Tief der Mittelkerze (Tiefpunkt)

 

Wenn Sie das verinnerlicht haben, kommen wir nun zu einer weiteren Hilfestellung, die das Interpretationsproblem löst. Der Heikin-Ashi-Chart.

 

Der Heikin-Ashi-Chart: eine ganz neue Ansicht für einen Chart

Schauen wir uns zuallererst denselben Chart wie oben an, nur im Heikin-Ashi-Stil:

Ein viel Chart-Bild was viel sauberer und deutlicher zu erkennen ist. Wieso ist das so? Wieso sieht ein Heikin-Ashi-Chart so viel „glatter“ aus, als es die Candlestick-Ansicht tut? Die Hoch- und Tiefpunkte von Heikin-Ashi-Kerzen sind identisch mit denen vom Candlestick-Chart. Die Körper der Kerzen sind aber anders. Um es in einfache Worte zu packen. Der Körper der Heikin-Ashi-Kerze wird aufgrund der durchschnittlichen Bewegung der vorherigen Kerze berechnet. Die Körper der Kerzen sind somit mit Hilfe von Durchschnittswerten geglättet.

Wenn Sie mehr Details zum Heikin-Ashi-Chart benötigen, dann können Sie sich die nötigen Informationen unter diesem Link einholen: http://www.tradesignalonline.com/lexicon/default.aspx?id=147

Wir erkennen nun Korrektur- und Bewegungsphasen viel deutlicher. Was im Candlestick-Chart ein „wischi waschi“ aus grünen und roten Kerzen war, das ist im Heikin-Ashi-Chart viel deutlicher zu erkennen. Kleine Ausreißer-Bewegungen fallen in einem Heikin-Ashi-Chart nicht so schwer ins Gewicht. Dies eröffnet einem neue Möglichkeiten, zum Beispiel für die Art der Stop-Setzung.

Hier nochmal ein Vergleich von der unsauberen Bewegung im Candlestick-Chart und der geglätteten Bewegung im Heikin-Ashi-Chart:

Der Unterschied ist wohl klar und deutlich zu sehen. Im weiteren Verlauf der Analysen und Erklärungen verwenden wir nur noch den Heikin-Ashi-Chart.

 

Wie Statistic-Trading die Trends nach Markttechnik sieht

In diesem Abschnitt werden wir Ihnen nur ganz schnell erläutern, wie unsere Ansicht der Märkte stattfindet. Dies ist wichtig um im späteren Verlauf zu verstehen, wie wir unsere Tradinganalysen durchführen.

Ein blanko Heikin-Ashi-Chart vom Dax 1-Stunde:

 

Hier erstmal ein blanko Chart. Wie analysieren wir nun unsere Trends? Einfach ausgedrückt: Wir versuchen alles als Trend zu sehen, was auch mit dem bloßen Auge und ohne Interpretation zu erkennen ist. In dieser Hinsicht hilft der Heikin-Ashi-Chart ungemein. Wie man hoffentlich am oberen Chart erkennen kann.

Hier nun derselbe Chart nur mit unseren Trends eingezeichnet:

 

Wir haben objektive Regeln erschaffen, ab wann ein Trend ein Trend ist und ab wann ein Trend kein Trend ist. Sie benötigen ein festes objektives Regelwerk für die Bewegungs- und die Korrekturphasen.

Schauen Sie sich einfach den Blanko-Chart und den Chart mit dem eingezeichneten Trend an. Überprüft ob ihr die Trends genau so gesehen hättet. Sie können ja ab dem jetzigen Zeitpunkt auch überprüfen ob Ihnen der Heikin-Ashi-Chart genauso eine große Hilfe ist, wie bei uns damals. Die Heikin-Ashi-Ansicht erleichtert einem das Chart-Screening enorm.

Ist das jetzt eine Korrektur oder nur eine Anomalie? Wurde der Trend gebrochen? Ist das ein Punkt 3 oder nicht? Solche Fragen dürfen Sie, nachdem Sie Ihr Regelwerk aufgestellt haben, nicht mehr haben. Ihr Regelwerk muss alles beantworten können.

Wie Sie erkennen können, haben wir eine eventuell spezifischere Trendansicht als die generellen Markttechniker. Das liegt unter anderem daran, dass uns das auf diese Weise gelehrt wurde, als auch, dass wir nach einer Methode gesucht haben in der man auch die Markttechnik backtesten kann.

Wir erkennen ganz genau im Nachhinein, ob wir einen vorhandenen Trend hatten oder nicht und wann dieser gebrochen ist. Wir können Ihnen hier natürlich nicht alle „Geheimnisse“ unseres Tradings offen legen, denn diese entstanden nach jahrelangen Studien und Experimenten.

Wir möchten Ihnen aber eine Systematik in der Markttechnik mitgeben, mit der Sie dann Ihre eigene Handelsstrategie im Stile der Markttechnik entwerfen könnt.

Kommen wir nun zum wichtigsten Teil dieses Artikels. Wenn Sie bis hierhergekommen sind, dann haben Sie sich nun diesen Abschnitt verdient.

 

Wie lange ist der Lebenszyklus bei einem Trend nach Markttechnik?

Die Markttechnik lehrt einen, dass man immer aus der Korrektur heraus traden soll um so einen idealen Einstieg in einen Trend zu finden. Haben Sie sich aber schon mal die Frage gestellt: Wie lange läuft so ein Trend überhaupt? Nein? Wir uns schon! In diesem Abschnitt finden Sie die Aufklärung dazu.

Wie Sie bereits wissen, erwartet die Markttechnik, dass wir aus der Korrektur heraus traden. Nur ist das Problem jetzt, dass nicht jede Korrektur die gleichen Chancen bietet. Ein Trend läuft ja nicht ewig. Irgendwann wird er gebrochen. So stellt sich die Frage nun: Wie finden wir heraus welche Korrektur mehr Vorteil bietet? Wir haben diese Arbeit schon getan und teilen die Ergebnisse nun mit Ihnen.

Wir haben Trends ausgezählt um herausfinden zu können, welche Einstiegssituation einen höheren Edge (Vorteil) aufweisen, als andere Einstiege. Bevor wir die Statistiken veröffentlichen, möchten wir Ihnen noch einmal schnell erklären, auf welche Weise wir die Trends ausgezählt haben, damit Sie die Ergebnisse besser nachvollziehen können.

Der Trend fängt mit einer „Phase 0“ an. Das ist die Situation in der wir noch keine Einstiegssituation besitzen. Wir erhalten nur die Information vom Markt, dass wir jetzt eine Marktsituation haben, in der es interessant ist in Long- oder Short-Richtung zu investieren.

Hier eine Beispielzeichnung:

Nach der „Phase 0“ folgt die „Phase 1“. In dieser Phase finden wir dann die erste Korrektur und die erste Bewegung nach der „Phase 0“.

Hier eine Beispielzeichnung:

Diese Phasen gehen, logischerweise, so lange weiter, bis sich ein Trendbruch erkennen lässt. Ein Trendbruch findet immer dann statt, wenn das letzte Tief gebrochen worden ist.

Hier ein Beispiel dazu:

Nach einem erfolgten Trendbruch sind die Phasen resettet. Nach einem Trendbruch ist nun abzuwarten, in welche Richtung der Markt erneut einen Trend aufweist. Nach einem Trendbruch wissen wir einfach nicht, in welche Richtung sich der Markt entwickeln kann.

In unseren Auswertungen haben wir, so wie schon erwähnt, die Trends und deren Phasen ausgezählt. Im Beispiel finden Sie die Trends vom S&P 500 10-Minuten-Chart.

Hier die Daten:

 

Was erkennen Sie nun genau? Fangen wir mal Schritt für Schritt an. Sie erkennen, dass wir insgesamt 800 Trends ausgezählt haben. 400 Long und 400 Short Trends. Sie erkennen auch zum Beispiel, dass es insgesamt 2 Long-Trends gegeben hat, die höher waren als „Phase 6“. Genauso erkennen Sie, dass es nur 1 Short-Trend gegeben hat der höher war als „Phase 6“.

Was aber genau ist die Quintessenz aus dieser Analyse? Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Trend nach der „Phase 0“ eine weitere „Phase 1“ macht, ist bei Long-Trades 67,5% und bei Short-Trends 59,5% !

Die Wahrscheinlichkeit, dass nach einer „Phase 1“ noch eine „Phase 2“ oder höhere Phase kommt ist bei Long-Trends 27,5% und bei Short-Trends 28,8%.

Jetzt mal anders formuliert. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach einer „Phase 1“ NICHT eine „Phase 2“ oder höher kommt ist bei Long-Trends 72,5% und bei Short-Trends 71,2% !

Wussten Sie das? Nein? Ab jetzt schon. Was können Sie also für Ihr eigenes Trading mitnehmen?

Sie kennen nun eine Trendphase in der es vorteilhafter ist zu investieren, als in anderen. Sagen wir mal wie es ist. Es hat nur einen statistischen Vorteil, wenn Sie in der „Phase 1“ investieren. Alle anderen Trendphasen bieten keinen statistischen Vorteil!

Man erhält ähnliche Daten auch in anderen Märkten. Hier sehen Sie die gleiche Analysemethode auf andere Märkte und Zeiteinheiten.

Hier die Daten aus dem S&P500 Stunden-Chart:

 

Hier die Daten aus dem Dax Stunden-Chart:

 

Wir haben auch noch verschiedenste US-Aktien-Werte analysiert und die Daten ähneln sich auch da.

Es ist definitiv zu erkennen, dass sich in der „Phase 1“ eines Trends ein statistischer Vorteil verbirgt. Lassen Sie Ihrer Inspiration freien Lauf wie Sie diesen Nutzen wollen.

Falls Sie uns nicht glauben, führen Sie Ihre eigenen statistischen Tests durch und schauen Sie auf was für statistische Werte Sie kommen.

 

Ist ein Trend auf Stunde signifikanter als ein Trend auf 10-Minuten?

Diese Aussage finden Sie in ganz vielen Büchern über die Markttechnik. Auch viele „Börsenprofis“ predigen diese Aussage. Was will uns aber diese Aussage genau sagen?

Die Markttechnik, so wie man sie in der Literatur gelehrt bekommt, geht davon aus, dass einen Stunden-Trend stabiler und weniger leicht gebrochen werden kann, als ein Trend auf einer kleineren Trendgröße wie zum Beispiel 10-Minutern oder 1-Minute. Aber stimmt diese Aussage überhaupt? Schauen Sie sich dafür nochmal die vorherigen Statistiken an!

Wie Sie hoffentlich erkennen können, stimmt diese Aussage nicht.

Unsere statistischen Auswertungen haben ergeben, dass ein Trend auf einer höheren Zeiteinheit nicht stabiler und weniger gefährdet für einen Trendbruch ist, als ein Trend auf 10-Minuten oder auf 1-Minute.Auch die Trends die wir auf die US-Aktien-Werte durchgeführt haben, haben diese Daten bestätigt. Dort wurden Trends auf Wochen- und Tagesbasis analysiert.

Tagestrends brechen somit statistisch genauso häufig, wie Trends auf 1-Minute!

 

Fazit

Sie haben nun eine Menge neuer Informationen erhalten. Ob Sie diese Daten für Ihr Trading verwenden wollen oder diese doch lieber ignorieren, liegt ganz bei Ihnen.

Fassen wir nochmal kurz zusammen. Sie haben von uns eine Markttechnische Trendphase erhalten, die einen statistischen Vorteil für Ihr Trading aufweist: die „Phase 1“. In allen anderen Trend- und Korrekturphasen ist es statistisch von Nachteil noch auf einen vorhandenen Trend aufzuspringen.

Wie Sie nun die Informationen die Sie von uns erhalten haben für Ihr Trading benutzen wollen, überlassen wir Ihnen.

Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, können Sie uns sehr gerne schreiben.

 

Viel Erfolg im Trading!

Statistic-Trading

Folgen Sie der Herde? Die großen Tradingfehler der Chartanalyse !

Folgen Sie der Herde? Die großen Tradingfehler der Chartanalyse !

Ja natürlich, da ist ja der Tiefpunkt. Und dort ist der Hochpunkt. Selbstverständlich, das liegt doch auf der Hand jetzt. Wieso generiere ich denn immer noch Verluste?

Charttechnik wird im Nachhinein immer als logisch empfunden. Es vermittelt ein gutes Gefühl. Im Nachhinein sind wir alle Profis und Allwissende. Die Schwierigkeit liegt aber darin, dass das Überprüfen von der Profitabilität von solch einer Trading-Methode sehr schwierig ist.

Sie müssen auch im Nachhinein mögliche Verluste nachvollziehen können. Mit der Charttechnik ist das so gut wie unmöglich.

In diesem Blog-Artikel zeigen wir Ihnen, wieso die Charttechnische-Analyse Ihnen immer das zeigt, was Sie sehen wollen. Die Charttechnik verleiht einem ein gutes Gefühl. Trendlinien, Unterstützungen, Widerstände, das alles sind Sachen, die die meisten in den Chart hineinzeichnen, weil Sie das in so vielen Büchern gelesen und gesehen haben. Man fühlt sich gut, wenn die Trendlinie perfekt zum Tiefpunkt oder zum Hochpunkt passt. Man muss aber eines wissen, diese Zeichnungen sind zu subjektiv um Sie für ein stabiles Handelssystem zu halten.

95% der Leute an den Börsen verdienen kein Geld. Die meisten Börsenbücher handeln von der Chartanalyse. Hmm?

Natürlich klappt das alles bei den „Profis“. Bei denen klappt alles. Sie müssen wissen, dass man an der Börse jedes merkwürdige Szenario auffinden kann. Sagt Ihnen ein Trader, dass er nur einen Trade eingeht, wenn 3 Unterstützungslinien sich schneiden und es gerade auch noch zufällig Vollmond ist, wird man in der Lage sein, solch eine Situation zu finden. Natürlich ist dieses Beispiel übertrieben. Es soll aber verdeutlichen, um was es geht. Nur durch objektive Faktoren sind Sie in der Lage ein stabiles Handelssystem auf die Beine zu stellen, welches auch Geld einbringt.

Wir werden dafür ein Chart-Beispiel benutzen. Welcher Markt, das ist egal. Es geht darum, dass Sie ein generelles Problem im Bereich der Charttechnik begreifen: die Subjektivität.

Widerstands-, Unterstützungs-, Trendlinien: Alles subjektive Umstände

Die ganze Trader-Welt kennt das: Linien in seinen Chart hineinzeichnen. Bei manchen Tradern sieht der Chart aus wie ein Bild von Picasso. Manche haben das aufgegeben, manche tun es immer noch. Wir für unseren Teil, zeichnen keine Trendlinien in unseren Chart. Denn Trend-, Unterstützungs- und Widerstandslinien sind einfach zu subjektive Faktoren.

Wie prüft man die Richtigkeit von solchen Linien? Hier ist unser Problem. Trendlinien sind im Nachhinein immer an der richtigen Stelle gesetzt. Meistens auf den Punkt genau. Und genau hier liegt das Problem. Wie überprüfen Sie optimal, ob diese Trendlinie in einem gerade laufenden Markt auch so gesetzt werden würde? Vielleicht ist ja das Tief, was Sie sich derzeit markiert haben, ja in 1 Stunde gar kein Tief mehr?

Eine Menge Leute traden nach dieser Methodik. Sie zeichnen sich Trendlinien etc. ein und gehen davon aus, dass der Markt nun an solch einer Stelle dreht. Dreht der Markt an dieser Stelle nicht, dann bricht er natürlich durch. Wie wir alle wissen: aus einer durchgebrochenen Unterstützung wird ein Widerstand und vice versa. Die Methodik an sich, wollen wir hier nicht in Frage stellen. Wir wollen hier auch nicht die Charttechnische-Analyse als Ganzes deklassieren. Wir wollen Ihnen begreiflich machen, dass sich in der Einzeichnung solcher Linien ein großer Denkfehler versteckt.

Beispiel an einem Chart

Hier haben wir einen Blanko-Chart in Candle-Stick-Form. Dies ist die wohl gängigste Chart-Sichtweise.

Wir erkennen sowohl ein Tief, als auch ein Hoch. Dazwischen liegen viele Tiefs, die weniger tief sind als das vorherige Tief. Ein Muster-Beispiel von Aufwärtstrend.

Doch wo setzen wir genau die Trendlinie an? Die meisten würden dieses Szenario wohl so zeichnen:

 

Hier geht es jetzt nicht um jeden Millimeter. Hier soll ein Denkfehler verdeutlicht werden und kein Charttechnik Malwettbewerb gewonnen werden.

Wir haben nun unser Tief mit dem am nächsten logischen Tief „verbunden“.

Wir haben sozusagen eine Situation erschaffen, in der wir „gewusst“ haben, wo sich das jetzige logische Tief befindet. Als Analyse-Zweck möglicherweise zu gebrauchen, aber um zu erfahren, ob solch ein Trading überhaupt funktioniert, ist solch eine Methodik nicht zu empfehlen.

Sie wollen mit dem Trading ja Geld verdienen, oder nicht?

Es besteht nun das Problem, dass wir für uns eine Situation erschaffen haben, in der wir uns wohl fühlen. Wir haben alles unter Kontrolle. Die Linie sitzt.

Das Ding ist aber nun, dass der reale Markt sich erst entwickelt. Der Markt läuft auch immer weiter.

Schauen wir uns nun das selbe Szenario an, nur aus einer realistischeren Sicht:

Nun haben wir den selben Chart, nur aus einer realistischeren Sicht. Wir erkennen nun, dass wir jetzt ein ganz anderes Tief haben. Wir können ja nicht in die Zukunft sehen. Wir gehen also davon aus, dass der Markt an dieser Trendlinie abprallen wird. Oder möglicherweise ein anderes von Ihnen gedachtes Szenario eintritt.

Schauen wir uns den Chart, mit der dazugehörigen Trendlinie, nun weiter an:

 

Der Markt ist nun weitergelaufen. Wie das nun halt so funktioniert. Und was erkennen wir? Die Trendlinie ist wieder eine Andere. Wir haben unsere Trendlinie schon 2x verschoben. Die Realität ist, wenn man nicht das ganze Bild betrachtet, eine Andere. Am Anfang haben wir nur eine Trendlinie gezeichnet und gingen davon aus, dass das alles so der Richtigkeit entspricht. In der Realität zeichnen wir schon die zweite verbesserte Trendlinie.

Sie können sich eventuell schon denken worauf wir hinaus wollen, oder?

Bevor wir zum Fazit kommen, zum Schluss noch das ganze Szenario.

Voila, eine „perfekte“ Trendlinie. Wir erkennen, dass der Markt den Trend eine gute Weile aufrechterhalten hat und im Nachhinein dann doch durchgebrochen ist. Es ist natürlich nur ein kleiner Ausschnitt. Der Zweck wird aber damit erfüllt.

Welche Schlüsse ziehen wir nun aus diesem Artikel?

Fazit

Wir malen uns die Welt so, wie Sie uns gefällt. Das könnte das Motto von so einigen Charttechnikern sein.

Die Quintessenz des Ganzen hier ist: Es ist so gut wie unmöglich zu überprüfen, ob solch ein Trading tatsächlich funktioniert. Und mit „funktioniert“ meinen wir, gewinnbringend. Die Überprüfung ist erst möglich, wenn Sie anfangen Ihre Charttechnik in objektive Formeln zu formulieren.

Es kann sein, dass Sie im tatsächlichen Handel, in ein und demselben Trend, mehrere Verluste erlitten haben, oder Gewinne. Aber Analysieren Sie diese Situation im Nachhinein, stellen Sie fest, dass ja doch alles klar war. Hier haben wir das Problem der subjektiven Wahrnehmung. Die Linie muss nach oben, die nach unten und die einmal quer durch. So hätten Sie den Trend heil und mit Gewinn überstanden. Dem ist leider nicht so.

Um in der wirklichen Trading-Welt zu überleben, müssen Sie in der Lage sein sowohl Verluste als auch Gewinne zu akzeptieren. Gewinne akzeptieren kann jeder, Verluste wohl eher nicht.

Sie brauchen für ein stabiles Handelssystem so wenig wie möglich subjektive Eigenschaften in Ihrem System. Sie müssen aus Ihrem Trading ein „Wenn-Dann“-Objekt basteln. Wenn das Ereignis eintritt, dann tue ich dies. 100%-ige Objektivität ist das Stichwort.

Sie sollten auch in der Lage sein ein System im Nachhinein testen zu können. Trendlinien, Widerstände und der ganze Spaß, das sieht zwar für Anfänger immer hoch-professionell aus, aber der Schein trügt. Die objektive Überprüfung der Trade-Ergebnisse ist so gut wie unmöglich.

Wie können Sie etwas im Nachhinein überprüfen, was sich im Nachhinein immer als richtig erweist? Gar nicht!

Lassen Sie sich nicht von eingezeichneten Chart-Linien täuschen. Finden Sie Ihren eigenen Weg.

 


Antizyklisch-verbilligendes DAX-Swingtrading

Antizyklisch-verbilligendes DAX-Swingtrading

Über 40% Rendite (07.01.2016 bis 20.01.2017) dank antizyklischem Swingtrading und unter 37 Verkäufen einer Position nur drei mit Verlust.

55 Käufe und 37 Verkäufe? Hier verdrehen die konservativen Anleger wahrscheinlich bereits die Augen. So besagt doch eine alte Börsenweisheit, dass zu viel hin- und hergetrade keinen Mehrwehrt und langfristig nur Verluste einbringen würden. Hin und Her, Taschen leer.

Doch Moment! Dieser Handelsansatz ist auch für langfristig orientierte Anleger interessant, welche ihre Performance mit einem kurzfristigen Handelsansatz hedgen wollen.

Seit dem 07.01.2016 nutze ich bis zu 7% meiner Depotsumme des Wikifolios „JfH Market Trading“ für den spekulativen DAX-Handel. Mit 92% gewinnbringenden Verkäufen und Teilverkäufen der DAX-Long oder -Short Positionen war es mir möglich meine Verluste in Phasen eines fallenden Marktes zu reduzieren. Ob man nun die Verluste bei fallenden Kursen minimieren oder die Gewinne bei steigenden maximieren möchte bleibt dem jeweiligen Anleger überlassen. Mein Fokus lag auf dem minimieren von Verlust.

Was mache ich beim Swingtrading?

Seit Anfang 2016 konzentriere ich mich auf die Wellenbewegungen des DAX um dessen Durchschnitte. Hierbei habe ich begonnen nach Mustern in den Bewegungen des DAX zu seinem Durchschnitt EMA200 zu suchen.

Zwischenzeitig habe ich mit Richard Kupfer kennengelernt und kam mit ihm ins Gespräch. Mit seinem antizyklisch-hybriden DAX-Positionstrading (ConTraMo – Contrarian Trading Model) betreibt er ein ähnliches Handelssystem, wie ich. Doch wo er DAX only agiert, handle ich den DAX abwechseln und teilweise gleichzeitig Long unf Short. Auch Richard konnte den DAX 2016 bezogen auf die erwirtschafteten Punkten um fast 1000% outperformen. Er veröffenlicht seine Beiträge ebenfalls hier auf Inside Trading – schaut doch Mal bei ihm vorbei.

Durch einen Mix aus Kapitalzu- und -abflüssen und Emotionen schwanken die Kurse an der Börse. Mal wird über- und dann wieder unterbewertet. Diese Wellenbewegungen kann man in Charts erkennen und durch das Einbeziehen von aktuellen fundamentalen und psychologischen Informationen einordnen.

Mein einfacher Gedanke war: Warum nicht bei Kursen über der EMA200 den DAX Shorten und bei Kursen darunter Long investiert sein? Warum nicht auf eine stetige Rückkehr des DAX zu seinen Durchschnitten wetten?

Beispiel: Die irrationale Übertreibung im Januar 2016

Im Januar 2016 brach der DAX zusammen. Es war einer der schlechtesten Jahresstarts seit Jahrzehnten. Zu diesem Zeitpunkt (am 07.01.2016) habe ich angefangen mein Swingtrading genauer zu dokumentieren und in Blogs darüber zu berichten. Schnell war klar, dass die fallenden Kurse eine irrationale Übertreibung (irrational excuberance) darstellten. Der DAX tauchte weit unter die EMA 200 und ich fing an DAX-Long-Positionen aufzubauen.

Was genau mache ich?

Ich bezeichne mein Vorgehen als „antizyklisch-verbilligendes DAX-Swingtrading der Durchschnitte als Performanceaufbesserung im Depot“. Uff .. umständlich? Lass es mir dir erklären:

Swingtrading Auf der einen Seite betreibe ich Swingtrading und spekuliere also auf die Wellenbewegungen des DAX.

Durchschnitte Ich handle die Wellenbewegung um die verschiedenen Durchschnitte des DAX herum – größtenteils nutze ich die EMA200.

Performanceaufbesserung Ich spekuliere nur mit einer kleinen Summe, da ich überwiegend mittel- bis langfristig auf Aktien fokussiert bin und mich in diesem Handelsansatz einerseits austobe und andererseits die Gewinne als kleine Performanceaufbesserung nutze. Auf Grund des hochspekulativen Handelsansatzes möchte ich nicht mit größeren Summen agieren.

Antizyklisch Es ist eine Sache des Charakters ob man nun Contrarian oder Trend-Folger ist. Ich selbst fühle mich wohler darin gegen eine Bewegung zu wetten als mit einer mitzulaufen. Ich wette immer gegen die aktuelle Bewegung des DAX. Steigen die Kurse, dann wette ich auf fallende und andersrum. Das bedeutet, dass ich immer ins Messer greife und anfangs Verluste hinnehmen muss. Wichtig ist sachliches Denken (Emotionen sind hier der größte Gegner) und ein vor dem Trade festgelegtes Set-Up.

Verbilligend Gerade weil ich als Contrarian immer gegen die Bewegung wette und somit anfangs Verluste hinnehmen muss nutze ich kontrolliertes Verbilligen, um den durchschnittlichen Einkaufspreis zu verbessern, die anfänglichen Verluste zu minimieren und die späteren Gewinne zu maximieren. Auch ist mir durchaus bewusst, dass ich nur durch Zufall am Höchst- oder Tiefpunkt einer Bewegung einsteige. Deswegen verteile ich das festgelegte investierbare Kapital meist auf 3 bis 5 Einkäufe. Warum kontrolliertes Verbilligen ein wertvoller Ansatz im eigenen Depot ist habe ich in diesem Beitrag erklärt. Wichtig: Im Wikifolio fallen kaum Ordergebühren an. Von daher rentiert sich das System auch bei vielen Trades.

In dieser Grafik sieht man, dass meine DAX-Long-Position (grauer Bereich) bei einem fallenden DAX anwächst und bei einem steigenden abgebaut wird. 

Auch bei der Spekulation auf einen fallenden DAX baue ich die Positionen in diesem Fall bei einem steigenden DAX auf, nehme die zwischenzeitigen Verluste in Kauf, und realisiere die Position bei fallenden Kursen dann mit Gewinnen.

Insgesamt wechseln sich DAX-Long und -Short Positionen ab oder ich verändere die Gewichtung dieser und baue die eine Spekulation ab, um teilweise Gewinne zu realisieren und die Gewichtung anzupassen, aber dennoch die Gewinne noch ein wenig laufen zu lassen. Während ich bei der einen Position die Gewinne teilweise realisiere, baue ich die neue Position bereits antizyklisch auf.

Beispiel eines Swingtrades

Am 24.06.2016 habe ich bei einem DAX-Stand von 9.550 Punkten 6.600€ DAX-Long investiert und noch am selben Tag bei 9.650 Punkten die Hälfte der Position mit 5% Gewinn wieder realisiert, um daraufhin am 27.06.2016 bei 9.250 Punkten wieder 1.030€ zu investieren. Mit einem weiteren Einkauf über 700€ am 05.07.2016 stand die Position bei 5.300€.

Am 11.07., 12.07., 14.07. und 18.07. dann habe ich diese Position schrittweise mit 11, 14, 16 und 18% Gewinn aufgelöst, um bereits am 14.07. wieder eine erste Short-Position über 300€ bei 10.060 Punkten aufzusetzen. Die EMA200 stand über diese Phase zwischen 10.100 und 10.200 Punkten.

Dies ist das Hin und Her des Swingtradings. Nun habe ich natürlich ein ganz besonders aktive Phase ausgesucht, bei welcher täglich mehrfach gehandelt wurde.

Beispielsweise habe ich am 03.01., 06.01., 10.01. und 12.01.2017 bei einem DAX-Stand zwischen 11.500 und 11.600 Punkten die noch im November und Dezember bei 10.500 bis 10.700 Punkten eingekauften (18.11.2016, 01. und 02.12.2016) Positionen mit 20 bis 22% wieder aufgelöst. Gleichzeitig baue ich seit dem 12.12.2016 bereits wieder die Short-Position des DAX auf. Hierbei kaufe ich etwa alle 200 Punkte nach.

Das eigene Trading auswerten – Excel Tabelle für 2017

Das eigene Trading auswerten – Excel Tabelle für 2017

Liebe Leser, ich hoffe ihr hattet eine schöne Weihnachtszeit und wünsche Euch auf diesem Weg schon einmal einen guten Rutsch in das nächste Jahr. 2017 steht vor der Tür. Und nach einem kurzen Blick nach hinten gilt es sich auf das kommende Börsenjahr zu konzentrieren.

Ich habe 2016 einige Daten meines Handels mit einer einfachen Excel-Tabelle dokumentiert und analysiert. Diese Datei habe ich nun weiterentwickelt und möchte Euch diese zur Verfügung stellen.

Eventuell hilft dir diese Ecxel ja weiter. Oder es sind ein paar Anregungen für deine bestehende Datei dabei. Ich bin kein Excel-Profi, sehr freuen würde ich mich auch darüber, wenn sich jemand mit mehr Talent dieser Datei annimmt, sie weiterentwickelt und der Gemeinschaft wieder zur Verfügung stellt.

Hier klicken und die Excel-Tabelle kostenlos runterladen

Um meine Gedanken zu verdeutlichen hatte ich ein Video erstellt, welches jedoch das Upload-Limit meines Blogs überschreitet. Deswegen möchte ich dir einige Hinweise via Screenshots übermitteln. Für Fragen, Erklärungen und Diskussion stehe ich natürlich zur Verfügung – kontaktier mich einfach.

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Gleitende Durchschnitte / Moving Averages – Signale

Gleitende Durchschnitte / Moving Averages – Signale

Gleitende Durchschnitte – SMA – EMA – WMA – LMA

Welche gleitende Durchschnitte / Moving Averages gibt es?

Es gibt eine Vielzahl von gleitenden Durschnitten. Das Grundprinzip von allen ist die Bildung eines Mittelwertes aus vergangenen Kursen. Der Unterschied der einzelnen gleitenden Durchschnitte ist die Gewichtung. Wie man die verschiedenen Moving Averages in den jeweiligen Handelsplattformen findet, sowie Beispiele zur Anwendung zeigt das Beispielvideo.
Ein Mittelwert berechnet sich durch das Aufsummieren aller Werte im Betrachtungszeitraum und dem darauffolgenden Teilen durch die Anzahl von aufsummierten Punkten. Formal lässt sich das ausdrücken als:

Je nach Typ des Moving Averages werden nun die einzelnen Perioden unterschiedlich stark gewichtet, sodass beispielsweise die letzten Perioden einen wesentlich größeren Einfluss auf den Wert des gleitenden Durchschnittes haben. Gleichfalls kann man auch das Gegenteil darstellen. Den Gewichtungsmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Die bekanntesten vier Formen von Moving Averages werden hier vorgestellt.

Was sind die gängigsten gleitenden Durchschnitte?

Simple Moving Average (SMA)

Der Simple Moving Average (SMA) oder auch einfacher gleitender Durchschnitt ist lediglich der oben beschriebene Durchschnitt über die letzten n Perioden. Der Indikator ist von der Anzahl der Perioden, der in die Berechnung einbezogen werden soll, abhängig. Durch die unterschiedliche Anzahl der betrachteten Zeitpunkte lassen sich kurz-, mittel- oder auch langfristige Trends erkennen und verfolgen.

Exponential Moving Average (EMA)

Exponential Moving Average (EMA) oder auch exponentieller gleitender Durchschnitt gewichtet die vergangenen Kurse in der Betrachtungsperiode anhand einer Exponentialverteilung. Dabei wird dem jeweiligen Datenpunkt der zugehörige Wert aus der Verteilungsfunktion einer Exponentialfunktion mit dem entsprechenden Alpha als Faktor angehängt. Das Ergebnis: Je größer das Alpha, desto schneller werden ältere Datenpunkte für den Wert des Durchschnittes uninteressant. Somit reagiert der Indikator auf aktuelle Preisbewegungen umso sensitiver und der gleitende Durchschnitt folgt dem Markt enger. Bei den normalen EMAs orientiert sich das Alpha an der Anzahl der betrachteten Perioden.

Gewichtung von Moving Averages

Abbildung 1: Die Gewichtungen eines EMA 30 (y-Achse) zum jeweiligen Zeitpunkt (Periode x-Achse)

Weighted Moving Average (WMA)

Beim Weighted Moving Average (WMA) also dem gewichteten gleitenden Durchschnitt nimmt das Gewicht der einzelnen Datenpunkte linear ab. Je älter der Wert, umso geringer ist sein Einfluss auf den Wert des Indikators. Ähnlich dem EMA wird hier ein größerer Schwerpunkt auf die aktuellen Marktbewegungen gelegt. Beim EMA fällt jedoch der Einfluss der vergangenen Perioden sehr schnell ab und nähert sich dann langsam einem Nulleinfluss an. Bei der linearen Variante haben die mittleren Werte des Betrachtungszeitraums einen größeren Einfluss. Dafür ist das extreme Übergewicht, welches auf den ersten Perioden im Beispiel des EMA liegt, nicht gegeben.

Gewichtung bei 30 Perioden:

Linear Gewichteter Gleitender Durchschnitt

Abbildung 2: Darstellung der lineare verlaufenden Gewichtungen eines WMA Gewichte auf der y-Achse, die jeweilige Periode ist auf der x-Achse abgetragen.

Volume Weighted Moving Average (VWMA)

Beim Volume Weighted Moving Average (VWMA) wird das Gewicht, also der Einfluss der einzelnen Perioden auf den Wert des gleitenden Durchschnittes, durch das Handelsvolumen der jeweiligen Periode bestimmt. Je größer das gehandelte Volumen in einer Periode, umso größer ist der Einfluss auf den Wert des Moving Average. Dieser Indikator ist allerdings nicht für alle Märkte vorhanden. Zur Berechnung sind die Volumensdaten notwendig. Diese sind jedoch zum Beispiel für FOREX oder auch OTC Produkte nicht immer verfügbar. Die Intention hinter diesem Indikator ist relativ klar und einleuchtend. Kurse, die unter viel Volumen entstanden sind, sollten von mehr Marktteilnehmern erzeugt worden sein und somit vom Markt eine höhere Anerkennung erhalten, als durch wenige Transaktionen entstandene Kurse. Durch die Volumensgewichtung lässt sich nicht sagen, welche Periode in der Zukunft welches Gewicht bei der Berechnung des Indikators haben wird.

unterschiedliche Gleitende Durchschnitte

Abbildung 3:Verschiedene gleitende Durchschnitte im Metatrader 4.  Blau: der SMA – Rot: der EMA – Grün: der WMA – VWMA (ist aufgrund des Fehlenden Volumens bei FX nicht verfügbar)

Trading mit Moving Averages – Signale durch gleitende Durchschnitte

Warum sollte man unterschiedliche Moving Averages verwenden?

Durch die Nutzung unterschiedlicher gleitender Durchschnitte kann man seine Analyse verfeinern und sich vor bestimmten Situationen schützen, welche man aus einem Signal ausschließen möchte. So folgt ein EMA dem Markt wesentlich direkter, da die letzten Kurse stärker eingerechnet werden als bei einem normalen SMA. Als Folge kann es bei kurzen Korrekturen schneller zu einem Signal kommen. Wenn dies nicht gewünscht ist, kann man solche Umstände durch die richtige Wahl des gleitenden Durchschnittes vermeiden.

Moving Average Cross- Over

Eines der klassischen Handelssignale, welches sich unter Zuhilfenahme von gleitenden Durchschnitten erzeugen lässt, ist der Cross-Over – also das Schneiden von verschiedenen gleitenden Durchschnitten. Die wirtschaftliche Intention hinter diesem Handelsansatz liegt wie beim Momentum-Indikator in der Momentum-Risikoprämie. Wenn ein Markt unter Druck steht und Verluste verzeichnet, so liegt der schnelle gleitende Durchschnitt unter dem langsamen, da die aktuell fallenden Kurse einen Mittelwert mit weniger Beobachtungen stärker beeinflussen, als einen in den eine größere Anzahl an Perioden eingeht. Sobald der Markt dann wieder Kursgewinne erzielen kann, die ausreichend groß sind, damit der schnelle den langsamen Durchschnitt bricht (also von unten nach oben überkreuzt), könnte die Korrektur beendet sein und sich der Aufwärtstrend fortsetzen. Die umgekehrte Version gilt für einen Abwärtstrend. Sobald das entgegengesetzte Signal erscheint, wird die Position liquidiert. Ein großer Vorteil eines solchen Vorgehens: Die Risiken werden minimiert und die Chancen sind unendlich offen. Wieso? Ganz einfach: Betrachten wir ein Kaufsignal. Wenn das Kaufsignal erscheint, wird die Kaufposition eröffnet und so lange gehalten, bis das Gegensignal eintritt. Beginnt der Markt entgegen der Erwartung nicht zu steigen sondern zu fallen, so wird die Kaufposition schnell wieder aufgelöst. Steigt der Markt hingegen, so bleibt die Position so lange offen, bis eine eindeutige Korrektur Anlass zum Schließen der Position gibt, da die gleitenden Durschnitte sich wieder schneiden. Durch diese Asymmetrie ergeben sich ein gutes Chance-Risikoprofil und eine optimierte Renditeverteilung. Kombiniert mit fundamentalen Meinungen kann ein solcher Indikator beim Timing und der Risikobegrenzung helfen.

Steigung des gleitenden Durchschnittes – Delta des Moving Averages zur Trenddefinition

Die Urfrage des Händlers lautet wie folgt: Steigt oder fällt der Markt aktuell? Was ist der Trend des Marktes?
Eine der simpelsten Methoden der Trenddefinition ist es, verschiedene gleitende Durchschnitte zu betrachten. Steigen alle, so ist der Markt in einem Aufwärtstrend. Fällt der kurzfristige, während alle anderen steigen, ist der Markt zwar bullish, befindet sich aber aktuell in einer Korrektur. Genau dasselbe gilt selbstredend auch für einen Abwärtstrend. Somit lässt sich einfach über die Steigung der einzelnen gleitenden Durchschnitte ein Trend herleiten. Dieser ist immer eindeutig und lässt keinen Interpretationsspielraum zu.

Wem die Nutzung von vielen Durchschnitten zu aufwändig ist, kann sich auch einfach mit einem eher längerfristigen gleitenden Durchschnitt die Markttendenz anzeigen lassen. Steigt der Indikatorwert von Periode zu Periode, ist der Markt in einem Aufwärtstrend. Fallen die Indikatorwerte, so ist der Markt in einem Abwärtstrend.

Wo findet man die gleitenden Durchschnitte in den gängigen Handelsplattformen

Trader Workstation

Die Traderworkstation ist eine professionelle Handelsplattform für den Aktien-, Futures-, Options- sowie FOREX- und Bonds-Handel. Sie ermöglicht das Einbinden verschiedenster Datenfeeds und unterstützen durch die Verwendung gängiger Programmiersprachen auch die Erstellung von Handelssystemen. Ein Orderbuchtrader sowie ausgefeilte Tools zur technischen Analyse, Risikoszenarien und Impliziter Volatilitätsanalyse sind integriert. Angeboten wird sie z.B. hier.

Wie man einen Chart in der Handelsplattform von BANX öffnet und Moving Averages hinzufügt, zeigt dasVideo.

Metatrader 5

Der Metatrader 5 ist der Nachfolger der von den meisten Forex und CFD Brokern angebotenen Software MT4. Was sich im Vergleich zum MT4 geändert hat, kann nachgelesen werden.

Wie man einen Chart öffnet und Moving Averages hinzufügt, lässt sich dem Video entnehmen.

Börsenpsychologie 6.0 – Charakterbildung

Börsenpsychologie 6.0 – Charakterbildung

Dies ist einer meiner letzten Artikel der Börsenpsychologie-Reihe. Ich möchte in diesem Beitrag kurz zusammenfassen, was in den fünf vorherigen Artikel dargestellt wurde, um dann auf die heutige Thematik der Charakterbildung einzugehen.

Bisher haben wir erarbeitet, dass die Börse vor Allem auf Psychologie basiert. Alles dreht sich um die Bewertung von Werten. Bei eben jener Bewertung in einem komplexen und schnelllebigen Umfeld unter Zeitdruck und ohne ausreichend Zugang zu vollständigen Informationen kommen schnell Emotionen auf. Der einzelne Trader und die Masse verhalten sich psychologisch erwartbar, aber oftmals irrational. An der Börse kommt es stetig zu Über- oder Unterbewertungen. Dies ist eine Folge der psychologischen Einflüsse. Noch immer bestimmen Menschen den Handel.

Daraufhin sind wir diverse psychologische Studien, Erkenntnisse und Definitionen durchgegangen. Was eine mentale Buchführung, der Kontrast-Effekt oder die Muster-Illusion? Wir haben uns, teils trocken und zäh, durch die Vorgänge gearbeitet, um ein benötigtes Grundwissen zu erarbeiten.

Nun möchte ich in diesem und den kommenden Beiträgen in die praktische Seite der Börsenpsychologie wechseln. Was passiert mit uns? Wie sollten wir uns verhalten? Wie erkennen wir psychologische Einflüsse am Markt?

 

Du tradest nicht den Markt, sondern deinen Charakter

Ist es überhaupt möglich den Markt zu handeln? Kann jeder von uns einen Hebel umlegen und sein Trading-Verhalten innerhalb von Minuten und einigen Stunden anpassen? Ich denke nicht. Denn unser Verhalten ist geprägt durch uns und nicht durch den Markt. Sind wir selbst risikoscheu, dann werden wir in volatilen und chaotischen Phasen nicht anfangen zu spekulieren und nach Chancen zu suchen. Jeder hat eine andere Vorliebe – für die einen ist es beispielsweise die Trend-Folge, für die anderen wiederum das antizyklische Investment.

Eventuell kann man dies mit einer Sportart, beispielsweise Fußball, vergleichen: Du bringst dich mit deinen Fähigkeiten in das Spiel ein. Andersrum wäre auch komisch: Das Spiel bestimmt deine Fähigkeiten?

Als Trader ist es dementsprechend, wie auch bereits in vorherigen Artikeln betont, äußerst wichtig sich selbst zu beobachten. Die meisten Fehler machst du selbst. Wenn du deine Rendite, dein maximal Drawdown oder andere Werte deines Tradings verbessern möchtest, dann fang bei dir an. Du kannst die richtigen Stellschrauben bewegen. Es fängt bei dir an und es endet bei dir. Bei deinem Tanz mit dem Markt führt dieser dich. Er gibt Ton, Takt, Tanz, Geschwindigkeit und Richtung an. Doch es liegt an dir wie du diesen Tanz gestaltest: stolperst du? Fällst du? Oder tanzt du den Markt elegant aus und kannst auch die ein oder andere Figur einbauen?

 

Trading bedeutet Charakterbildung

Um nun die Beispiele Fußball und Tanz zu verbinden: Du bringst dich mit deinen Fähigkeiten in das Spiel ein, doch ganz das Spiel als einzelner nicht lenken. Der Markt führt und zwingt dir das Spiel auf. Geschwindigkeit und Richtung kannst du nicht beeinflussen. Wenn du nun jedoch wenige Fähigkeiten besitzt und beispielsweise nur als Stürmer spielen und nur mit dem rechten Fuß schießen kannst, dann wirst in vielen Spielen schlecht aussehen.

Trading ist Training, Entwicklung und Charakterbildung. Im richtigen Moment musst du das Spiel des Marktes lesen und verstehen können und auch Mal mit dem linken Spann abziehen. Wenn du dich im wilden und schwindelerregenden Tanz nur rechtsrum drehen kannst wirst du bei einer linksgerichteten Drehbewegung sofort ins Stolpern geraten.

Deine Fähigkeiten sind entscheidend und nie gut genug. Dein Vorgehen (Taktik/Set Up) muss genau so stimmen, wie deine Fähigkeiten den Markt zu verstehen (Psychologie, Chart-Technik, Kennzahlen, …) und richtig einzuordnen. Doch es bringt dir wenig, wenn du den Markt verstehst aber nicht handeln kannst. Als Händler solltest du dich auch in der Mathematik, Risiko- und Moneymanagement, verschiedene Handels-Formen, Branchen und zahlreiche weitere Dinge aneignen. Am Ende des Tages musst du fallende Märkte genauso wie steigende handeln können. Kannst du denn mit beiden Füßen schießen?

 

Deine Entwicklung ist ein Prozess mit Hochs und Tiefs

Die Entwicklung als Trader zieht erfolgreichere und erfolglosere Phasen mit sich. Du wirst Hochs und Tiefs erleben. Fehler gehören genauso dazu, wie auch Erfolge. Neben dem Wissen bist eben du, der den Handel macht.

Fehler und Tiefs können Ängste auslösen. Schönreden oder Meiden sind große Fehler. Wer vom 10-Meter-Trump springt und auf dem Rücken landet sollte sofort erneut springen. Ansonsten setzt sich die Angst davor fest. Auch du solltest Fehler nicht persönlich nehmen, sondern diese als Ansporn und Basis des Lernens verstehen. Analysiere deinen Trade und finde das Problem.

Andersrum ist Hochmut der beste Weg zu fallen. Wer eine Leiter hoch hinaufsteigt kann eben auch wesentlich tiefer fallen. Erfolg fällt einem nicht zu. An der Börse gibt es glückliche Momente, doch auch hier ist die meiste Rendite harte Arbeit. Wer zufrieden ist mit seinem Trading, sich als erfolgreich wahrnimmt, der vergisst, dass der Erfolg nicht ewig anhalten wird. Hochmut kommt vor dem Fall. Gerade in erfolgreichen Phasen sollte man sich konzentrieren und den Blick nicht vernebeln lassen. Woher kommt der Erfolg? Wie habe ich ich generiert? Was muss ich anders machen, um weiterhin Erfolg zu haben?

Eines der schwierigsten Dinge ist den eigenen Erfolg zu hinterfragen und etwas zu verändern. Es ist ein gutes Gefühl erfolgreich zu sein. Diesen dann zu kritisieren fällt den meisten Menschen schwer. Den bisherigen Weg, welcher den Erfolg brachte, zu verändern, machen tatsächlich die wenigsten. Hier kann man durchaus das Wort Charakterstärke nutzen.

Börse bedeutet Lernen. Börse bedeutet Entwicklung. Börse bedeutet Charakterbildung.

Trader müssen sich entwickeln, hinterfragen und formen. Es gibt wenige Berufe in denen es derart wichtig ist sich selbst eine Entwicklung zuzutrauen. Niemals darf man selbstgefällig wiederholen, was man immer tut. Man muss sich stets verändern und neu ausrichten. Das kostet Zeit und Kraft. Aber wer konzentriert an dieses beiden Fähigkeiten arbeitet und sich stets darin schult besser zu werden, wird besser als die meisten sein: Du musst den Markt lesen und mit verschiedenste Szenarien handeln können.

Trading-Fehler verstehen: Das Verlust-Dreieck

Trading-Fehler verstehen: Das Verlust-Dreieck

Viele Anleger handeln und machen Verluste. Sie fragen sich meist warum. Sie haben auf Tipps geachtet oder sind in eine Aktie eingestiegen. Oft stehen emotionale Aspkete im Weg oder das Vorgehen war einfach unsauber und ohne Strategie. In diesem Blog möchte ich eine mögliche und wahrscheinlich recht häufige Fehler-Quelle erklären.

 

Wie sieht ein vorbildlicher Trade aus?

Ein Händler greift hierbei sein Fachwissen zu. Er kennt die Theorie und ist mit der Materie vertraut. Dies kann strategisches oder historisches Wissen aber auch das Beherrschen von Fundamental- und Chart-Analyse sein. Nun analysiert er den Markt, den Bereich oder die Aktie, ob er die Theorie in der Realität wiedererkennt. Er wertet viele Daten aus und selektiert aus diesen Daten mögliche Anlage-Objekt, dokumentiert seine Ausarbeitung und beobachtet diese. Am Ende entscheidet er sich aus seinen favorisierten Werten für ein oder mehr Objekte sie nun hoffentlich erfolgreich zu traden. Währen und nach dem Trade wertet er die Arbeit aus. Nach diesem Vorgehen geht er wieder dazu über sein theoretisches Wissen anzuwenden und nach neuen Objekten für Investments zu suchen.


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Was viele Anleger falsch machen

Viele Anleger agieren hierbei unsauber und voreilig. Sie fühlen sich unter Druck gesetzt, sind zu schusselig oder unwissend. Sie haben zwar Theoretisches Wissen, analysieren Werte und Märkte auch, doch entscheiden sich dann viel zu schnell für einen Trade. Den Trade werten sie dann nicht aus, sondern gehen sofort wieder mit der Theorie an den Markt. Sie wundern sich warum die Trades nicht klappen, weil sie ihre Arbeit nicht auswerten. Und die Trades klappen oftmals nicht, weil sie sich aus dem Markt wahllos Werte herausziehen, diese analysieren und vielleicht handeln. Sie wählen nicht aus, dokumentieren und sortieren nicht. Sie arbeiten voreilig und bewegen sich zumeist im Verlust-Dreieck.

 

Sie wundern sich warum Ihre Trades nicht klappen? Das kann daran liegen, dass Sie ihre Arbeit nicht auswerten. Und weil Sie ihre Arbeit nicht auswerten erkennen Sie die Fehler auch nicht, die Sie machen.

Das der Trade nicht klappte muss nicht am Markt liegen, sondern kann auch an Ihnen liegen. Zum Handel gehört nicht nur der Markt, sondern auch Risikomanagement, Stopps setzen, Psychologie und vieles Mehr. Trotz theoretischem Wissen und immer neuen Trades erkennen Sie Beispielsweise ohne Auswertung Ihres Handelns nicht, dass die Stopps falsch gesetzt sind. Sie ärgern sich, dass 5 aus 8 Trades Misserfolge sind, erkennen jedoch nicht, dass ihre Positionen eigentlich richtig gedacht waren, aber lediglich zu früh ausgestoppt wurden, und der Markt kurz darauf in die Richtung dreht in die Sie wollten. Die richtige Schlussfolgerung, welche zum Erfolg führen würde, wäre das die Stopps anders gesetzt werden müssen. Wenn sie jedoch voreilig erneut über Ihr theoretisches Wissen den Markt analysieren und eventuell in anderen Bereichen und Branchen nach Ihrem Glück suchen, so werden Sie jedoch immer wieder den eigentlichen Fehler machen, den Sie nicht erkennen, da ein wichtiger Schritt im Trading-Verhalten fehlt. Sie sind im Verlust-Dreieck gefangen.

  • Arbeiten Sie ruhig und kontrolliert
  • Analysieren Sie den Markt
  • Selektieren Sie potentielle Anlage-Objekte
  • Dokumentieren Sie Marktgeschehen
  • Handeln Sie nicht voreilig, sondern überlegt
  • Analysieren Sie ihr Vorgehen
  • Suchen Sie am Markt nach Möglichkeiten
  • Suchen Sie bei sich nach Fehlern

 

Stochastics- Technische Analyse – Signale – Anwendung

Stochastics- Technische Analyse – Signale – Anwendung

Der Stochastics ist ein Oszillator, also ein schwankender (oszillierender) Indikator. Er verwendet in der Berechnung Support und Resistance Levels, also Unterstützungen und Widerstände der aktuellen Preisspanne. Aus diesem Zusammenhang rührt auch der Name des Indikators, der seine Stärken besonders in Seitwärtsphasen im Markt ausspielt, da in der Berechnung die aktuellen Hochs und Tiefs der letzten Perioden betrachtetet werden. Der Stochastics wird wie folgt berechnet:

Stochastics Indikator berechnenStochastics Indikator Berechnung FormelDefinition Formel Stochastics Indikator Elemente

Der Indikator setzt sich aus der %K und der %D Linie zusammen. Die %K Linie ist die Differenz des aktuellen Preises und dem Tief der letzten n Perioden geteilt durch die Differenz des Hochs und des Tiefs der letzten n Perioden. %D ist dabei ein Moving Average, also ein gleitender Durchschnitt der letzten i %K Werte. Im Standardfall wird dafür ein 3er-SMA verwendet, also der Durchschnitt der letzten drei %K Werte. Es lassen sich aber auch andere gleitende Durchschnitte verwenden, um den Stochastics auf die jeweiligen Bedürfnisse des Händlers anzupassen – z.B. WMA, EMA…

Der Indikator sucht die Hoch- und Tiefpunkte der aktuellen Trading Range, also der Seitwärtsphase in der der Markt sich befindet. 0% bezeichnet dabei den Tiefpunkt der Range und 100% das aktuelle Hoch. Ist der aktuelle Marktpreis also nahe des Hochs der Range, wird der Stochastics einen Wert nahe 100% annehmen. Die Idee dahinter ist, dass ein Markt in einer Seitwärtsphase diese eine Zeitlang nicht verlässt und dass Wendepunkte sich nahe der Hoch- und Tiefpunkte der Range bilden sollten. Als Bestätigung wird dabei ähnlich dem MACD ein Schnitt des aktuellen Wertes mit dem gleitenden Durchschnitt der letzten Tage herangezogen. George Lane, einer der ersten Analysten, die den Stochastics öffentlich nutzten, legte zudem nahe, nach Einstiegen mit dem Stochstatics einen Wilder Parabolic SAR zu verwenden, einer Form des SAR Indikators.

 

Trading mit dem Stochastics Indikator – Stochastics Signale

Stochastics Cross Over – Das überkreuzen der %D und der %K Linie

Beim Cross Over Signal des Stochastics überkreuzt die %K-Linie die %D-Linie.ics Indikat legte zudem nahe nach Einstiegen mit dem Stochstatics einen Wilder Parabolic SAR zu verwenden, einer Form de Unterhalb oder oberhalb des 30% bzw. des 70% Levels ist das Signal dabei besonders aussagekräftig, da sich der Markt aktuell in einem extremen Bereich innerhalb der Range befindet. Unterhalb der 30% ist ein Schnitt der %K-Linie mit der %D-Linie von unten nach oben abzuwarten. Oberhalb der 70% soll die %K-Linie die %D-Linie von oben nach unten durchschneiden. Die Idee dahinter findet sich im Mean-Reversion Ansatz ­– ein Markt sollte immer wieder zurück zu seinem normalen Trend kommen. In einer Seitwärtsphase halten sich Käufer und Verkäufer die Waage und der Kurs sollte weiter um seinen fairen Preis, also den Mittelwert der Price Range schwanken.

Dies sollte funktionieren, da eine Trading Range sich selbst erhält, weil Händler-Limits an den jeweiligen Extrempunkten der Seitwärtsphase platzieren, um gute Einstiege zu bekommen. Um nun aber nicht blind einen starken Kursanstieg oder Kursverfall in der Range über Limits zu kaufen oder zu verkaufen, wartet man lieber ab, bis der Markt die Trading-Idee etwas bestätigt hat und die %K-Linie die %D Linie schneidet. Somit verschafft man sich einen Vorteil, da der Einstieg im Gegensatz zu dem anderer Händler durch den Crossover bestätigt wird, der Markt also bereits angefangen hat, sich in die gewünschte Richtung zu Bewegen. So kann die Trefferquote eines Handelssystems gesteigert werden und dadurch wird die Volatilität des Depots reduziert.

Stochastics Divergenz – tiefere Hochs oder höhere Tiefs

Hoch- und Tiefpunkte lassen sich in einer Seitwärtsphase auch mit der Methode der Divergenzen erkennen. Der Stochastics eignet sich gleichfalls, um einen Ausbruch aus der Range zu prognostizieren. Erreicht der Indikator seine alten Hochs in der Seitwärtsphase nicht mehr oder erreicht er seine alten Tiefs nicht mehr, so kann dies als Anzeichen gedeutet werden, dass die Bullen bzw. die Bären –also die Käufer oder Verkäufer– zunehmend an Kraft verlieren. Dies begünstigt den Ausbruch also das Verlassen der Range.

 

Wo findet man den Stochastics Indikator in den gängigen Handelsplattformen

Trader Workstation

Die Traderworkstation ist eine professionelle Handelsplattform für den Aktien-, Futures-, Options- sowie FOREX- und Bonds-Handel. Sie ermöglicht das Einbinden verschiedenster Datenfeeds und unterstützen durch die Verwendung gängiger Programmiersprachen auch die Erstellung von Handelssystemen. Ein Orderbuchtrader sowie ausgefeilte Tools zur technischen Analyse, Risikoszenarien und Impliziter Volatilitätsanalyse sind integriert. Angeboten wird sie z.B.hier.

Wie man einen Chart öffnet und Stochastics hinzufügt, lässt sich dem Video entnehmen.

 

Metatrader 5

Der Metatrader 5 ist der Nachfolger der von den meisten Forex und CFD Brokern angebotenen Software MT4. Was sich im Vergleich zum MT4 geändert hat, kann hier nachgelesen werden.

Wie man einen Chart öffnet und Stochastics hinzufügt, lässt sich dem Video entnehmen.

 

 

Parabolic SAR – Trendfolge Indikator

Parabolic SAR – Trendfolge Indikator

Der Parabolic SAR Indikator ist ein Trendfolge-Indikator. Diese tendieren dem Markt etwas hinterher zu hängen, sie laggen. Die Abkürzung SAR steht dabei für STOP and REVERSE und genau darum geht es bei diesem Indikator. Als Trendfolger eignet er sich besonders gut dazu einen Stop Loss oder auch Trailing-Stop Levels zu finden. Besonders in starken Trendphasen spielt der Parabolic SAR seine Stärken aus. Neben den Ausstiegen lassen sich mit Hilfe des Indikators aber auch Einstiege finden. Wilder empfahl mithilfe des Parabolic SAR Indikators die Richtung des Trends festzulegen, die Stärke der Bewegung jedoch unter Zuhilfenahme eines anderen Indikators zu bestimmen.

Generell gilt: ist der Indikator oberhalb des aktuellen Marktpreises, so ist dies ein bearishes Zeichen, ist der Indikator unterhalb, so ist dies ein Indiz für ein bullishes Marktumfeld. Die Besonderheit des Parabolic SAR ist, dass heute der Indikatorwert für morgen berechnet wird. Der Indikator liefert also zum Schlusskurs den für den folgenden Tag gültigen Wert, welcher zur Stopp-Setzung oder für eine Handelsentscheidung herangezogen wird.

Ein kleines Beispiel zur Verwendung des Indikators kann dem Video unten entnommen werden.

Berechnung des Parabolic Indikators

Der Parabolic SAR Indikator berechnet den Wert für die folgende Periode wie folgt:

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Dabei ist SAR(n) der SAR des heutigen Tages und EP der Extremwert des aktuellen Trends. Im Falle eines Aufwärtstrends ist EP also das höchste Hoch, im Fall eines Abwärtstrends das tiefste Tief. Sobald in einem Trend der Extremwert gebrochen wird, wird der neue Wert in die Berechnungsformel eingesetzt und für die folgenden Berechnungen verwendet. Der Alpha-Faktor ist ein Steigerungsfaktor, welcher mit jeder Periode, in der der Trend sich fortsetzt, erhöht wird.

Die Idee des Indikators ist angelehnt an die Idee des Theta (Zeitwertverlust) aus dem Optionshandel. Er spiegelt die Kosten des Haltens einer Position wieder. Sollte eine Position keine Kursgewinne mehr erbringen, so sollte man sich von ihr trennen, da das Geld in einem anderen Asset eine bessere Performance erwirtschaften könnte. Gerade für Optionshändler und Trader, die Produkte mit Hebel verwenden, kann dieser Indikator interessant sein. Denn der Steigerungsfaktor steigt mit dem Andauern eines Trends kontinuierlich an, auch wenn keine neuen Extrempunkte erreicht wurden. Je nachdem wie hoch der Alpha-Faktor eingestellt wird, ist das Nachziehen des Indikatorwertes aggressiver oder defensiver und kann so dem Handelsstil optimal angepasst werden.  Je höher der Alpha Wert gesetzt wird, desto drastischer reagiert der Indikator auf das Alter des Trends und ein Schließen der aktuellen Position wird mit jeder neuen Periode wahrscheinlicher. Traditionell nutzen Händler im Aktienbereich einen Alpha Wert von 0.01 während Trader von Devisen oder im Rohstoffhandel einen Faktor von 0.02 nutzen. Bei beiden wird der maximale Alpha-Wert im Normalfall mit 0.2 gewählt. Würde man ein solches Maximum nicht setzen, so würde nach einiger Zeit alleine durch die Höhe des Alpha-Wertes die Position ausgestoppt werden.

Die Abbildung 1 und 2 zeigen den Einfluss des Alpha-Wertes auf den jeweiligen Durchschnitt. Es lässt sich gut erkennen, dass der Indikator bei höheren Alpha-Werten wesentlich aggressiver auf Marktbewegungen reagiert. Gleiches gilt für einen höheren Maximum-Wert, senn dieser erlaubt es, dass der Steigerungsfaktor Alpha große Werte annimmt.

Parabolic SAR Trendfolge Indikator

Abbildung 1: Einfluss des Alpha-Wertes auf die Morphologie des parabolischen Durchschnitts: Gelb = 0.001; Grün = 0.01; Blau = 0.02; Rot = 0.04

Auswirkung der Maximalwerte auf den Parabolic SAR

Abbildung 2 – Verschiedene Maximumwerte für den Alpha-Faktor: Rot = 0.05; Grün = 0.1; Gelb = 0.2

Für alle, die sich jetzt noch fragen, wie man den ersten SAR-Wert berechnet: Der Indikator nimmt den Extremwert des letzten vorherrschenden Trends und rechnet von dort aus weiter.

Trading mit dem Parabolic SAR Indikator – Trailing Stop mit Parabolic SAR

Trailing Stop anhand der SAR Punkte

Der SAR Indikator setzt im Chart auf den jeweiligen Levels kleine Punkte. Diese können in Trendmärkten eine gute Hilfestellung bei der Platzierung eines Stops darstellen. Durch die zunehmende Aggressivität des Indikators durch den Alpha-Faktor werden Gewinne bei langen Bewegungen zunehmend gesichert. Der Markt hat aber weiterhin Luft zum Atmen.

Wie bereits am Anfang gesagt, sollte neben dem Parabolic SAR noch ein weiterer Indikator oder eine weitere Methode verwendet werden, um Einstiege in einen Markt zu finden, beziehungsweise die Trendstärke zu definieren.

Je nach Handelsstil sollte man sich mit der Wahl des Alpha-Faktors, sowie dessen Maximum-Wertes auseinander setzen. Diese Faktoren können über ein frühzeitiges Ausstoppen oder sauberes Trailen einer Absicherung entscheiden. Im Optimalfall sollten hier Backtests oder ausführliche Forewardtests betrieben werden. Um zu erkennen, ob die Nutzung dieses Trendfolgers einen Mehrwert geliefert hätte, sollten historische Trades erneut mit dem Indikator durchgespielt werden

Wo findet man den Parabolic SAR Indikator in den gängigen Handelsplattformen

Trader Workstation

Die Traderworkstation ist eine professionelle Handelsplattform für den Aktien-, Futures-, Options- sowie FOREX- und Bonds-Handel. Sie ermöglicht das Einbinden verschiedenster Datenfeeds und unterstützen durch die Verwendung gängiger Programmiersprachen auch die Erstellung von Handelssystemen. Ein Orderbuchtrader sowie ausgefeilte Tools zur technischen Analyse, Risikoszenarien und Impliziter Volatilitätsanalyse sind integriert. Angeboten wird sie z.B. hier.

Wie man einen Chart öffnet und den Parabolic SAR Indikator hinzufügt, zeigt das Video.

Metatrader 5

Der Metatrader 5 ist der Nachfolger der von den meisten Forex und CFD Brokern angebotenen Software MT4. Was sich im Vergleich zum MT4 geändert hat, kann nachgelesen werden.

Wie man einen Chart öffnet und den Parabolic SAR hinzufügt, lässt sich dem Video entnehmen.

Börsenpsychologie 5.0 – Anomalien

Börsenpsychologie 5.0 – Anomalien

Wie wir bereits aus den bisherigen Artikeln der Börsen-Psychologie-Reihe mitnehmen konnten gibt es an allen Ecken und Enden Stolperfallen und Hindernisse an der Börse. Entweder ist es die Mathematik, die Psychologie, der Trader selbst oder der Markt generell, welche einem einen Strich durch die Rechnung machen. Fehler machen gehört dazu – doch ärgerlich sind die persönlichen Missgeschicke. Immer wieder ärgert man sich über sich selbst. Welche trader-bezogenen Anomalien gilt es zu beachten?

 

Sektoren-Verliebtheit

Die Verliebtheit ist ein generelles Problem an der Börse. Aus dem privaten Bereich kennen wir das Phänomen der „rosaroten Brille“. Hierbei hindert uns der durch die Verliebtheit verschwommen und beschönigende Blick daran sachlich zu denken und Probleme zu erkennen. Im privaten wird die Person und Situation nicht ausreichend hinterfragt. An der Börse beachtet ein in einen Wert oder Sektor verliebter Trader die Contra-Argumente und Gefahren zu wenig und beschönigt sich die Situation. Er erkennt den drohenden Verlust nicht.

Die Sektoren-Verliebtheit tritt bei ungeübten Anlegern auf. Die meisten von uns sollten betroffen sein. Unbewusst werden diverse Sektoren überbewertet, zu denen man eine emotionale Bindung hat. Zumeist basiert diese auf dem eigenen Beruf. So gewichten Banker selbst bei ihrer Anlageform Banken-Werte über, Mitarbeiter von Automobil-Konzernen die der Automobil-Branche und so weiter. Der Trugschluss mehr über eine Branche zu wissen, weil man in dieser arbeitet führt oftmals zu ungewollt hohen Verlusten. Auch bestraft man sich schnell doppelt, sollte ein Sektor in Probleme geraten, so verliert man im schlimmsten Fall seinen Job und viel Geld durch die Übergewichtung im Depot.

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Heimattreue

Ähnlich wie diverse Sektoren unterbewusst übergewichtet werden, so besteht auch eine emotionale und depot-basierte Bindung an die Heimat. So machen deutsche Unternehmen nur zwischen 4 und 6% aller an den Börsen weltweit gelisteten Unternehmen aus. Umfragen ergaben jedoch, dass eben jene Unternehmen bei deutschen Anlegern oftmals mindestens 1/3 der Depotsumme in Anspruch nehmen. So auch in anderen Ländern zu beobachten. Erneut gilt der Grundsatz, dass die Gefahr besteht sich doppelt zu bestrafen: rutscht die Heimat in eine konjunkturelle Rezession, so verliert man ebenfalls überproportional stark bei seinen Anlagen. Die Diversifikation sollte auch das Verteilen der eigenen Anlagesumme auf verschiedene Länder und Kontinente enthalten.

 

Harmonie-Streben

Wie in den letzten Artikeln bezüglich der Status-Quo-Anhänglichkeit beschrieben tun wir uns schwer mit Entscheidungen. Wir stehen nicht gerne im Konflikt mit anderen Personen, mit Problemen/Situationen oder mit uns selbst. Vor uns selbst können wir nicht weglaufen oder uns aus dem Weg gehen. Eine Kaufentscheidung bewegt uns tagelang. Wir grübeln und denken, denn der Kauf bedeutet, dass man andere möglich bessere Alternativen nicht kaufen wird. Haben wir uns dann entschieden, dann entwickeln wir schnell eine emotionale Bindung zu diesem erworbenen Wert. Die neue Position ist das Resultat einer Entscheidung. Unser „Baby“ sozusagen. Und wir stehen zu unserem Baby in guten wie auch in (leider) schlechten Zeiten. Wir schauen über Buch-Verluste hinweg, da diese ja nur theoretisch sind. Wir beschönigen die Situation und vieles mehr. Diese Komponenten haben wir bereits kennengelernt in den letzten Ausführungen. Hinzukommt: Wie in der Liebe klammern wir negative Anzeichen aus. Wir wollen sie nicht sehen. Wir haben einen emotional besessenen Blick auf unsere Position. Wir halten zu lange, laufen weit in die Verluste und vergeben die Möglichkeit frühzeitig mit kleinen Verlusten zu verkaufen und diese mit einer besseren Alternative wieder zu erwirtschaften. Verliebtheit ist für Trader eine verlustbringende Falle.

 

Chancenfixierung

Eine Aktie A hat das Potential in den kommenden 12 Monaten um 40% zu steigen. Eine Aktie B das Potential für 15%. Wir wissen, dass sich die meisten Anleger für Aktie A entscheiden würden. Anleger sind auf Chancen aus. Man sucht nach der meistmöglichen Rendite. Man möchte den anderen beweisen, dass man besonders clever und gut ist. Das Problem dessen ist, dass Aktie A neben der höheren möglichen Rendite meist auch mehr Risiken mit sich bringt. Die Rendite ist entsprechend dem Risiko höher. Chancenfixierte Trader suchen nach Möglichkeiten und ihrem lucky trade. Sie greifen in fallende Messer und kaufen sich unreflektiert in volatile Märkte ein auf der Suche nach dem ganz großen Geld. Doch auch die Verluste können bei diesem Verhalten wesentlich größer ausfallen. Ist uns die höhere mögliche Rendite das Risiko eigentlich wert? Und muss es der große Wurf sein oder genügt nicht eine risikoärmere Anlageform, welche sich in den kommenden 5 bis 10 Jahren kräftig auszahlen wird? Handelst du um dein Ego zu bedienen oder geht es dir um die clevere Geldanlage? Chancenfixierung bedeutet für die meisten Trader drohender Verlust!

 

Ohne Plan am Markt

Die vielen bereits erarbeiteten psychologischen Einflüsse und Emotionen muss ein Anleger im Griff haben. Arbeitet er ohne Plan, Ziel und Struktur, dann ist er ein gefundenes Fressen für Fehler durch irrationales Verhalten. Grenzen nach oben und unten, Pläne und Strategien sind wichtig, um kontrolliert und nicht affekt-getrieben vorzugehen.

Außerdem sollten wir uns an meinen Hinweis in einem der vorherigen Artikel erinnern: Es liegt in der Psychologie des Menschen zu denken, dass alle anderen von etwas betroffen sind, aber man selbst nicht. Auch du bist höchstwahrscheinlich „Opfer“ einer dieser Anomalien und psychologischen Fallen. Rollst du dich in Watte und weist Verantwortung Schuld von dir, so entwickelst du dich nicht weiter. Analysiere dich selbst: was hast du im Depot übergewichtet? Warum? Besteht Verliebtheit? Wie ist dein Risiko-Management aufgestellt – wie oft handelst du Chancen anstelle Werte? Wir machen viele Fehler und können immer wieder an uns selbst als Trader arbeiten.

In meinem nächsten Artikel in 14 Tagen möchte ich dann auf die Charakterbildung eines Traders eingehen. Wir haben nun viel über Psychologie, Theorien, Systeme und Fallen gelesen. Doch wie sollte ein Trader vorgehen, um sich selbst zu schulen und sein Verhalten zu optimieren?

Momentum Indikator – Technische Analyse

Momentum Indikator – Technische Analyse

Der Momentum Indikator – Funktionsweise, Anwendung und Signale

Der Momentum Indikator ist ein Oszillator, also ein um eine Mittel bzw. in diesem Falle klassisch der Nulllinie schwankender (oszillierender Indikator).  Der Momentum ist der wohl am meisten verwendete Indikator. Er besticht durch seine enorme Einfachheit. Dies macht den Indikator wesentlich intuitiver als manch andere technische Analysemethode. Durch seine einfache Berechnungsweise ist der Indikator in quasi jeder Handelsplattform verfügbar.

Die Nulllinie ist eine dem Indikator hinzugefügte statische Linie. Sie resultiert nicht aus der Berechnungsformel, sondern ist vielmehr aus signalgebenden Gründen für den Indikator interessant. Die verschiedenen Signale, die aus dem Momentum generiert werden können, werden später genauer betrachtet und in dem zugehörigen Video noch anhand eines Beispiels verdeutlicht.

Berechnung des Momentum Indikators

Dem Momentum Indikator lieg keine besonders komplizierte Berechnungsformel zu Grunde. Der Indikator berechnet lediglich die Differenz vom aktuellen Schlusskurs zum Schlusskurs vor n Tagen. Der Inputfaktor, der dem Indikator in den Handelsplattformen übergeben wird, ist eben dieses n –also die Anzahl an Tagen, die der Indikator in die Vergangenheit gehen soll. Selbstverständlich kann der Indikator auch Intra-Day verwendet werden. In diesem Falle geht der Indikator dann n Perioden zurück: seien es 5min, 15min oder Stundenintervalle. Formal sieht die Berechnung des Indikators wie folgt aus:

Oszillatoren

Je positiver oder negativer der Wert des Indikators, desto besser oder schlechter war die Performance des Marktes im gewählten Zeitfenster. Im Modell der Risikoprämien ist Momentum einer der stabilsten Performance-Faktoren (selbst stabiler als Value). Die Idee hinter dem Momentum ist, dass ein Trend sich selbst immer wieder bestätigen sollte und starke Kursbewegungen das Interesse von noch nicht investierten Marktteilnehmern weckt und diese auf den schon fahrenden Zug aufspringen. Von eben diesen Händlern profitiert der Nutzer des Momentum Indikators. Es ist wichtig zu bemerken, dass manchmal das Momentum auf 100 standardisiert wird (Werte über 100 sind dann bullishes Momentum, Werte unter 100 bearishes Momentum).

Trading mit dem Momentum Indikator – Momentum Signale

Momentum –  Das Überschreiten der Mittellinie

Sobald der Indikatorwert die Nulllinie überschreitet, kann man davon ausgehen, dass das Marktumfeld sich gewandelt hat. Die Rendite der vergangenen Periode wechselt. Positionen, die in diesem Zeitfenster eröffnet wurden und die bis jetzt noch profitabel waren, sind nun unter Wwasser. Gleichzeitig werden Händler bestätigt, die die richtige Position eingenommen haben. Objektive Beobachter sehen eine solche Wende und bekommen unter Umständen Interesse in einen Markt zu investieren, da sie von der entsprechenden Marktrichtung überzeugt sind und nun ebenfalls Positionen einnehmen wollen. Dieses sehr einfache Signal kann so viele Informationen über den Markt und seine Teilnehmer liefern.

Anders als bei einem MACD Signal versucht der Händler hier nicht in eine Korrektur hinein zu handeln, sondern er sucht nach einem Markt, der sich in die gewünschte Richtung bewegt. Der Trader fährt also einen anderen Stil als ein Marktteilnehmer, der sich z.B. Fibbonacci Retracements oder dem MACD-Crossover bedient.

Momentum Divergenzen – tiefere Hochs oder höhere Tiefs

Neben dem klassischen Ansatz des Momentums, Bewegungen zu erkennen, hat sich auch die Methode Divergenzen zu handeln zunehmend etabliert. Das Momentum eignet sich auch sehr gut, um die Stärke eines Trends zu messen. Erreicht der Basiswert in seinem Trendverlauf ein neues höheres Hoch oder ein tieferes Tief, welches nicht durch ein höheres Hoch bzw. tieferes Tief im Momentum Indikator bestätigt wird, so deutet dies auf ein Abschwächen des Trends hin. Die Idee dahinter ist, dass ein Trend sich verstärken sollte. Bei starken Bewegungen sollte die Rendite des Marktes in der jeweiligen Trendrichtung groß sein. Erreicht der Markt nun also in einem Trend ein neues Hoch, verliert aber an Dynamik, so wird dies im Momentum Indikator durch ein tieferes Hoch sichtbar. Selbiges gilt auch für einen Abwärtstrend. Natürlich ist dies auch im Kursverlauf erkennbar, jedoch glättet der Momentum Indikator diesen Zusammenhang und ermöglicht durch die Signallinie zudem die Erzeugung eines Signals.

Wo findet man den Momentum Indikator in den gängigen Handelsplattformen

Trader Workstation

Die Traderworkstation ist eine professionelle Handelsplattform für den Aktien-, Futures-, Options- sowie FOREX- und Bonds-Handel. Sie ermöglicht das Einbinden verschiedenster Datenfeeds und unterstützen durch die Verwendung gängiger Programmiersprachen auch die Erstellung von Handelssystemen. Ein Orderbuchtrader sowie ausgefeilte Tools zur technischen Analyse, Risikoszenarien und Impliziter Volatilitätsanalyse sind integriert. Angeboten wird sie z.B. hier.

Wie man einen Chart öffnet und das Momentum hinzufügt, zeigt das Video.

Metatrader 5

Der Metatrader 5 ist der Nachfolger der von den meisten Forex und CFD Brokern angebotenen Software MT4. Was sich im Vergleich zum MT4 geändert hat, kann nachgelesen werden.

Wie man einen Chart öffnet und den Momentum Indikator hinzufügt, lässt sich dem Video entnehmen.

Lernen Sie jetzt das Traden

Börsenpsychologie 4.0 – Kognitive Verzerrungen

Börsenpsychologie 4.0 – Kognitive Verzerrungen

Schon der große André Kostolany stellte fest, dass die Börse gerade Mal zu 10% auf Fakten reagiere, alles andere sei Psychologie. Wer die bereits veröffentlichten drei Beiträge dieser Börsenpsychologie-Reihe gelesen hat, wird diese Aussage durchaus unterschreiben. Psychologie ist der Schlüssel zum Erfolg für Trader. Selbst Charttechnik (bildet Verhaltensmuster ab) und Fundamentalanalyse (Bewertung mit fundamentalen Daten) basieren auf psychologischen Aspekten. Nun möchte ich mit dir tiefer in die Materie der Börsenpsychologie eintauchen. In diesem Beitrag wird es um kognitive Verzerrungen gehen.

Kognitionsproblem ist ein Sammelbegriff für zahlreiche psychologisch fehlerhafte Neigungen beim Wahrnehmen, Erinnern, Denken und Urteilen. Diese vier Begriffe lassen sich auch als kognitive Prozesse zusammenfassen. Kommt es zu irrationalen Ausprägungen, so sprechen wir von kognitiven Verzerrungen. Wir selbst bemerken diese Vorfälle meist nicht und lassen uns unbewusst in die psychologische Falle locken. Viele kognitive Probleme basieren auf der kognitiven Heuristik, welche besonders für Trader ein Problem bzw. einen wichtigen Aspekt darstellt.

Hä … was? Heuristik? Die Prospekttheorie der Heuristik hatte ich bereits im zweiten Beitrag dieser Themen-Reihe erklärt. Hier kannst du diesen Artikel lesen. Als kurze Wiederholung: Bei der Heuristik handelt es sich um das menschliche Verhalten in Situationen mit begrenztem Wissen und wenig Zeit eine anwendbare Lösung zu finden. Auch Trader verfügen nie über ausreichend Informationen und müssen doch unter hohem Zeitdruck handeln. Die Anomalien und Verzerrungen, welche aus diesem Einfluss auf unsere Psyche entstehen, sind gewaltig.

Warum ist es wichtig, kognitive Verzerrungen zu kennen? Ich möchte doch handeln, Kurse analysieren und Gewinne machen. Wieso soll ich mich psychologischen Fehlfunktionen bei Menschen beschäftigen? Wer Menschen versteht, der versteht die Börse. Kurse sind ein Abbild menschlichen Handelns. Und das auch noch in Zeiten zunehmender Automatisierung. Wer versteht, wie sich Menschen in gewissen Situationen verhalten könnten, versteht weitaus mehr von der Börse als die meisten.

 

Übersicht der kognitiven Verzerrungen

Ich möchte im Folgenden auf eine Vielzahl von Verzerrungen eingehen. Ich bin mir sicher, dass du dich bei zahlreichen dieser wiederfinden wirst. Kannst du dir diese merken und traust du dich stets zu hinterfragen? Wer seine unbewussten Fehler bewusst erkennt bzw. erahnt oder ein Gefühl entwickelt, wann die eigene Psyche zu Verzerrungen neigt, wird selbst deutlich rationaler und sachlicher agieren.

Trading bedeutet in erster Linie sich selbst kennenzulernen und mit sich selbst zu arbeiten. Die meisten Fehler begeht man selbst und man selbst ist in der Rolle Aktien und Situationen bewerten und Handelsentscheidungen treffen zu müssen. Wir tun dies durchaus nicht nüchtern, sondern sind hierbei menschlich anfällig für Fehler. Unsere Psyche, vor allem das Unterbewusstsein, üben hier immer wieder großen Einfluss aus.

Bevor du die Möglichkeit hast, dir die zahlreichen kurzen Definitionen anzuschauen, möchte ich dein Interesse mit der ersten und aus meiner Sicht wichtigsten kognitiven Verzerrung anregen: Der Ankereffekt oder auch achoring effect. Hierbei lassen sich Anleger durch eine unbewusste Information in ihrer Entscheidung beeinflussen. Diese Information verzerrt die eigene Wahrnehmung. Beispielsweise wurden Personen in einem Naturkundemuseum befragt, wie viel Geld sie bereit wären für die Rettung von Vögeln einer Ölpest zu spenden. Die Entscheidungsfindung wurde bei einigen Gruppen mit dem Anker 5 und anderen mit dem Anker 400 beeinflusst. Der Anker wurde in Fragen wie „Wären Sie bereit 5$ zu spenden?“ versteckt. Zu erkennen war, dass die erste Gruppe im Durchschnitt 20$ angab und die zweite Gruppe 143$ bereit war zu geben. Beide Gruppen waren in ihrer Entscheidungsfindung unbewusst an den Anker gebunden. Am Kapitalmarkt können das die eigenen Aussagen sein. Hat man sie einmal gemacht, dann sind sie der Anker in allen Überlegungen. Aber auch Aussagen anderer Personen können zum Anker werden, selbst wenn sie nicht mehr oder weniger Wissen als wir besitzen. Wir erleben diese Anker immer wieder in der Berichtsaison, wenn Analysten die Erwartungen definieren. Ob ein Unternehmen nun den Umsatz um 40 oder 35% steigert, ist in den meisten Fällen unwichtig. Beides stellt durchaus sehr gute Werte dar. Doch wenn die Erwartung des Marktes bei 40% verankert ist, wird ein Wachstum um 35% oftmals mit Verkaufswellen bestraft. Unter den Erwartungen. Schlecht. Der Anker findet sich an der Börse in allen Bereichen. Überall werden Erwartungen und Faustregeln definiert. So gilt ein KGV von 30 weithin als sehr schlecht und eines von unter 10 als sehr gut. Doch so pauschal kann man dies eigentlich nicht sagen. Der Anker ist für die meisten dennoch im Geiste verankert. Anleger sollten sich jederzeit bewusst machen, wo die Anker liegen und hinterfragen, ob sie selbst in ihrer Entscheidungsfindung durch einen solchen beeinflusst wurden.

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Quelle: https://www.facebook.com/onvista/photos/a.159050399636.114099.126427804636/10154729000154637/?type=3&theater

 

 

Attributionsfehler

Attributionsfehler

Bei dieser auch Korrespondenzverzerrung genannten Verzerrung handelt es sich um das Ereignis, dass Menschen einem Problem häufig Charaktereigenschaften zu Grunde legen und überbewerten, sowie den Einfluss externer Faktoren unterschätzen. Beispiel: „Er handelt so, weil er Ausländer ist“.

Bestätigungsfehler

Bestätigungsfehler

Sich selbst zu hinterfragen, den Status Quo zu kritisieren und einen bestehenden Standpunkt zu verlassen, ist psychologisch eine der unangenehmsten Dinge, welche es für Menschen gibt. Aus diesem Grund tritt häufig der Fehler auf, dass Informationen so ausgelegt und interpretiert werden, dass sie in die eigene Sichtweise passen. Dieses Phänomen tritt an der Börse meist in Kombination mit der „Wertverliebheit“ auf, bei der sich Anleger die Informationen für einen Wert so manipulieren, dass dieser immer positiv wirkt. Doch ist sich selbst zu belügen der richtige Weg?

Überzeugungsbias

Überzeugungsbias

Menschen tendieren dazu glaubwürdigen Schlussfolgerungen zu folgen, auch wenn diese falsch sind.

Bias Bling Spot

Bias Bling Spot

Forscher erkannten das Phänomen, dass Menschen sich selbst meist als unbeeinflusst halten. Alle sind falsch informiert und manipuliert – nur ich nicht? Dies erkennen wir aktuell bei Reichsbürgern und Verschwörungstheoretikern, welche meinen, dass nur sie die eigentliche Wahrheit erkannt haben. Dies ist eine kognitive Verzerrung der Realität.

Default Effekt

Default Effekt

Menschen tendieren zu der Option, welche zutrifft, obwohl sie sich selbst für keine Option entschieden haben. An der Börse tendieren Anleger zu solchen Werten, welche gut laufen, mit der Meinung das doch geahnt zu haben, obwohl sie selbst nicht investiert sind. Hierbei wird das Selbstwertgefühl gesteigert – man hat zwar nichts getan, aber schreibt sich dennoch einen Erfolg zu.

Déformation professionnelle

Déformation professionnelle

Typische Verhaltensweisen aus dem eigenen Beruf überträgt der Mensch gerne auch auf andere Bereiche, obwohl dies so nicht immer funktioniert. Er geht davon aus, dass sein professioneller Weg immer der richtige Weg sei.

Dunning-Kruger-Effekt

Dunning-Kruger-Effekt

Hierbei handelt es sich um das Phänomen, dass inkompetente Menschen sich selbst oft stark überschätzen und andere Menschen unterschätzen. Die eigene Inkompetenz, welche man sich selbst nicht eingestehen will, wird durch eine eigene irrationale Aufwertung und die Abwertung der Umgebung vermieden.

Halo Effekt

Halo Effekt

Für die Börse weniger von Bedeutung, aber dennoch interessant: Oft schließen Menschen von den bei einer anderen Person bekannten Eigenschaften auf unbekannte.

Kontrasteffekt

Kontrasteffekt

Für die Börse ungemein wichtig! Eine Information, welche isoliert mittelmäßig bewertet werden würde, wird positiver bewertet, wenn eine negative Information (der Kontrast) vorrangeht. Kennen Sie nicht auch den Spruch „Erst die gute oder schlechte Nachricht?“ und wählen Sie nicht immer erst die schlechte, um dann die gute im Kontrast noch besser zu sehen? Unbewusst! Unternehmen machen sich dies bei der Berichterstattung zu Nutze. Börse basiert auch auf Informationen. Doch die Darstellung dieser bewirkt auch viel.

Kontrollillusion

Kontrollillusion

Unter Kontrollillusion versteht man die falsche Annahme auf etwas Einfluss ausüben zu können, obwohl man dazu nicht in der Lage ist.

Rückschaufehler

Rückschaufehler

Ist es nicht lästig, wenn man recht behält und der Gegenüber dann plötzlich der Meinung selbst das ja auch so argumentiert zu haben? Oft wird die eigene Aussage in der Vergangenheit verfälscht, sobald das Ergebnis in der Gegenwart bekannt ist.

Illusorische Korrelation: Dies ist wohl Alltag an der Börse. Hierbei handelt es sich um den Fehler, dass Menschen zwischen zwei Dingen einen Zusammenhang sehen, der so nicht vorhanden ist. Wie oft liest man denn nicht, dass dieses und jenes Ereignis derzeit die Kurse bewegen soll. Manchmal richtig, manchmal Illusion.

Vermessenheitsverzerrung

Vermessenheitsverzerrung

Überschätzen der eigenen Fähigkeiten.

Scope Insensitivity / Scope Neglect

Scope Insensitivity / Scope Neglect

Das Nichtbeachten der geringeren Größe eines Problems. Hierbei wird zwei Problemen die gleiche Wichtigkeit/Einflusstärke zugeordnet und nicht ausreichend unterschieden.

Status Quo Bias

Status Quo Bias

Effekt, dass Menschen den Status Quo bevorzugt erhalten wollen, und sogar Verbesserungen ausschlagen und Nachteile in Kauf nehmen. Menschen wagen selten den (risikoreichen) Schritt den Status Quo zu verlassen, selbst wenn dieser Schritt zu einer Verbesserung dessen führen könnte.

Lake-Wobegon-Effekt

Lake-Wobegon-Effekt

Die selbstwertdienliche Verzerrung führt dazu, dass Menschen alles tun ihr Selbstwertgefühl aufrechtzuerhalten. Sich Fehler einzugestehen können die wenigsten.

Muster-Illusion

Muster-Illusion

Die Apäphonie bezeichnet die Schizophrene Neigung Muster zu erkenne, wo keine sind. Die Clustering-Illusion geht in dieselbe Richtung und beschreibt die Situation, dass Menschen oft Mustern zu viel Bedeutung beimessen, obwohl diese statistisch zu selten/schwach vorkommen.

Emotionale Beweisführung

Emotionale Beweisführung

Das Phänomen, dass Menschen ihre emotionale Reaktion als Beweis einer Annahme anführen. Nur weil man im ersten Moment ein schlechtes Gefühl hatte ist dies nicht der Beweis, dass etwas tatsächlich schlecht ist.

Alles an der Börse besteht aus Reaktion, Bewertung und menschliches Handeln. Hierbei nehmen Trader Kursbewegungen und Informationen wahr. Da sie keine Maschinen sind agieren sie nicht rational, sondern emotional. Die Börse basiert auf Emotionen und Handlungsmustern von Massen.

Selektive Wahrnehmung

Selektive Wahrnehmung

Großen Einfluss übt dabei die selektive Wahrnehmung von Tradern aus. Darunter versteht sich auf der einen Seite das Priming (Bahnung). Hierbei handelt es darum, dass viele gleiche Reize die Wahrnehmung dieses Reizes verstärken. Wer immer wieder Verluste mit Rohstoffen gemacht hat wird in Zukunft auf jegliche, auch kleinere, Schwankungen wesentlich nervöser reagieren. Auf der anderen Seite befindet sich das Framing (Einordnen). Neben der Psychologie ist die Wahrscheinlichkeitsbestimmung mit das Wichtigste, was ein Trader beachten muss, und auch eine der Hauptursachen für Fehler und Verluste. Kann man die Wahrscheinlichkeit nicht bestimmen, so wird das Ereignis in ein Umfeld eingeordnet. Kann der Trader zum Beispiel das Risiko eines Unternehmens nicht einschätzen, so ordnet er dieses in das ihm bekannte Risiko einer Branche ein. So sieht er beispielsweise in allen Hochzinsanleihen große Risiken, obwohl es bessere und schlechtere High-Yield-Bonds gibt.

Trägheit und Ansteckung

Trägheit und Ansteckung

Menschen sind nicht nur Träge und halten am Status Quo fest und manipulieren ihre Umgebung lieber als sich einen Fehler einzugestehen. Auch lassen sie sich wahnsinnig schnell anstecken. So ahmen Trader andere Trader meist nach aus Angst davor etwas zu verpassen. Auch fanden Studien heraus, dass junge Fond-Manager meist das Verhalten der Branche nachahmen und kaum individuell Handeln, um im Falle eines Crashs nicht allein zu sein. Kaum jemand wagt es sich antizyklisch gegen einen Trend zu stemmen. So wäre er doch im schlimmsten Fall der alleine Verlierer und der geballte Hohn würde sich nur auf ihn konzentrieren anstelle sich auch eine Masse zu verteilen in der man sich wegducken kann. Ist deswegen auch der Ansatz der Trend-Folger der beliebteste und sinnvollste? Die meisten Anleger laufen dem bestehenden Trend nach. Sie lassen sich anstecken.

Mentale Buchführung

Mentale Buchführung

Auch dies ist eine gewichtige Fehlerquelle. Um die Übersicht über Einnahmen und Ausgaben zu haben führen wir mentale Konten. Fiktiv sortieren wir Einnahmen und Ausgaben in verschiedene Kategorien ein. Dies kann zu unserem Vorteil sein, wenn wir so die Übersicht behalten. Es kann jedoch auch zu unserem Nachteil sein und zu irrationalen Handlungen führen.

Richard Thaler erforschte dies anhand eines Experiments mit Theaterbesuchern. Eine Karte kostet 10$. Einigen Leuten, welche in der Schlange standen, sagte er, dass sie ihre schon gekaufte Theater-Karte verloren hätten und sie müssten sich eine zweite kaufen. 56% (44% waren dazu bereit) der Besucher waren dazu nicht bereit. Mental addierten sie die Kosten in einem mentalen Konto. 20$ für einen Theaterbesuch auszugeben war mehr als ihnen dieser Wert war. Einer anderen Gruppe, welche die Karten noch kaufen musste, sagte er, dass sie die 10$ im Portemonnaies leider verloren haben und die Theater-Karte nun mit EC-Karte bezahlen müssten. In diesem Fall waren lediglich 12% nicht bereit dazu. 88% der Besucher kauften sich die Theater-Karte trotzdem. In ihrem mentalen Verständnis verbuchten sie den Verlust der 10$ in einem anderen fiktiven Konto. Der Theaterbesuch kostete in ihrer Sichtweise weiterhin 10$.

Die Verlustaversion ist im ersten Fall größer. Durch die unterschiedliche mentale Buchführung fühlt die ersten Gruppe eines Verlust von 20$ und hat eine höhere Abbruchrate diesen Verlust nicht zu realisieren. Die zweite Gruppe hat einen gefühlten Verlust von nur 10$ und steht diesem weniger emotional berührt gegenüber. Auch erkennen wir das Festhalten am Status Quo. Ein Theaterbesuch kostet 10$ und ist somit auch 10$ wert. Die Besucher sind nicht dazu bereit von diesem Status abzurücken. Eine Veränderung auf 20$ wird als schlecht und zu vermeiden wahrgenommen. Die erste Gruppe scheut sich dementsprechend davor. Die zweite Gruppe verrechnet die Kosten anders und merkt eine Veränderung des Status Quo nicht.

Dies sollten Sie auch an sich selbst untersuchen. Ordnen Sie Verluste falsch ein? Akzeptieren sie Verluste an der einen Stelle, weil sie diese unbewusst mental bei „Rohstoffen“ verbuchen und andere Verluste bei „Technologie“ und sehen die Summe der Verluste nicht?

Endowment-Effekt

Endowment-Effekt

Der Endowment Effekt besagt, dass Menschen Güter, die sie besitzen, wertvoller einstufen als Güter, welche sie nicht besitzen. So kommen unterschiedliche Preise für Güter zustande, denn der Nachfrager schreibt dem Gut einen anderen Wert zu als der Anbieter.

Wir haben bereits erkannt, dass Anleger viel zu lange an Verlustpositionen festhalten. Das geschieht wegen vieler Beweggründe, aber potentiell auch durch den Endowment Effekt. Man hat die Aktie für XY Euro eingekauft. Das ist eigentlich der Wert, den man dem Gut (dem Wertpapier) selbst zuschreibt. Selbst wenn man in seiner Ansicht des Wertes nachgibt und diesen senkt wird man immer mehr für die Aktie haben wollen als der Markt geben wird. Man hält an seinem Besitz fest, weil man nicht unter der eigenen Wertvorstellung verkaufen möchte.

Geldwertillusion

Geldwertillusion

Ein großer Teil des Kapitals einer Zentralbank ist die „Glaubwürdigkeit“. Ihre Aufgabe ist es auch den Wirtschafts-Subjekten eine langfristige und glaubwürdige Aussage über die Inflation zu geben. Das ist wichtig, damit es nicht zu vorschnellen, vorsorglichen und aus Sorge getriebenen Forderungen nach Gehaltserhöhungen, zum Beispiel, kommt.

Eine mögliche „Waffe“ der Zentralbank ist jedoch die Überraschungs-Inflation. Hierbei greift die Zentralbank ein und fördert eine Inflation. Die Wirtschafts-Akteure jedoch sind weiterhin im Glauben, dass keine Änderung der Inflation aufkommt. Sie gehen davon aus, dass ihr Geld immer noch so viel Wert ist wie zuvor. Dies ist dann eine Geldwertillusion.

Reziprozität

Reziprozität

Reziprozität beschreibt das Verhalten von Individuen, die dazu bereit sind anderen altruistisch entgegenzutreten. Das bedeutet, dass man einer anderen Person uneigennützig hilft und in Kauf nimmt selbst mehr Aufwand zu haben, um dem anderen zu helfen. Hierbei geht man davon aus, dass sich dieser Aufwand lohnt und der Gegenüber einem dies an anderer Stelle zurückgibt. Geben und Nehmen. So ich dir, so du mir. Wie man in den Wald ruft so hallt es heraus. Dieses Verhalten kann so stark und auch irrational sein, dass Menschen vor Allem Personen, mit denen sie nicht verwandt sind, besonders helfend gegenüber auftreten. Warum ist das irrational? Die Wahrscheinlich die Leistung mit einer Gegenleistung vergütet zu bekommen ist weitaus niedriger. Fraglich ob man diese Person wiedertrifft.

Warum ist das für die Börse entscheidend? Auch an der Börse ist starke Reziprozität anzutreffen. Anleger handeln indirekt mit Millionen weiteren Akteuren zusammen. Das Potential enttäuscht zu werden ist groß. Kauft man beispielsweise selbst Aktien eines Wertes so geht man davon aus mit vielen anderen zusammen nun Kurssteigerungen erreichen zu wollen. Verkaufen diese anderen nun und fällt der Kurs, dann wird die eigene Leistung nicht belohnt, sondern gar bestraft. Aus der Neigung anderen uneigennützig und trotz eigener Kosten zu helfen wird dann schnell Trauer oder Rache. Emotionale fühlt sich der Anleger enttäuscht und kann im Moment der Wut versuchen gegen den Markt zu handeln (Rache).

Bauchgefühl

Bauchgefühl

Die Intuition ist eine grundlegende Art der Wahrnehmung. Hierbei wird ohne bewusstes Denken die Gesamtheit aller Fakten und Faktoren erfasst und mit bekannten vergangenen Erfahrungen verglichen. Aus der Kombination dieser Dinge entsteht eine Vorahnung oder auch Intuition. Auch der Geistesblitz ist eine Form dessen.

Ein Bauchgefühl muss also nicht zwingend etwas schlechtes sein. Man hat dieses jedoch nicht bewusst denkend erlangt, sondern unbewusst. Menschen neigen dazu positive Ergebnisse dem Bauchgefühl und negative Ergebnisse eigenen Fehlern anzurechnen.

Easterlin-Paradox

Easterlin-Paradox

Easterlin beobachtete über mehrere Jahrzehnte weltweit die Bevölkerungen. Er fand heraus, dass oftmals trotz Zuwächsen des Einkommens die Zufriedenheit nicht stieg. Vor kurzem wurde auch ein Nobelpreis vergeben als erforscht wurde bis zu welcher Summe ein Mensch durch den Zuwachs von Einkommen glücklicher werden kann.

Entscheidend für uns ist, dass ab einem bestimmten Einkommen zusätzliche Gewinne nicht glücklicher machen, aber Verluste weiterhin emotional Belasten (Verlustaversion). In diesem Fall fühlt man sich durch Gewinne nicht belohnt, aber durch Verluste bestraft. Positive Erlebnisse durch Einkommens-Zuwächse sind kaum erreichbar.

Noise Trading

Noise Trading

Noise Traders oder auch hin und wieder als „idiot traders“ bezeichnete Personen versuchen aus nichtfundamentalen Daten Gewinne zu fabrizieren. Zumeist handeln sie basierend auf Informationen, News und Nachrichten. Das Problem ist, dass diese Händler meist Gerüchte handeln und aus diesen Profit schlagen wollen. Da es sich um Gerüchte ohne fundamentalen Wert handeln erleiden Noise Traders (zu Deutsch: Rauschhändler) meist schnell Verluste.

Für den Markt sind diese Händler jedoch nervig und für Händler ein Dorn im Auge. Daher kommt der selten verwendete Ausdruck des Idioten-Händlers. Das Problem ist, dass dieses Handels-Verhalten Gerüchte und Falschmeldungen in die Kurse bringt. Durch die Summe der Verkäufe und Käufe bewegen sich die Kurse dann auch trotz unseriöser oder unqualitativer Informationen. Die Kurse bewegen sich irrational. Noise Trader haben meist wenig Kenntnis und Erfahrung und verlassen sich auf belanglose Nachrichten. Sie heizen Volatilität an.

Ellsberg Paradoxon

Ellsberg Paradoxon

Forscher fanden heraus, dass Markt-Akteure teils widersprüchlich handelten und Wahrscheinlichkeiten ignorierten und gegen diese handelten oder „ins Blaue rein“ agierten. Am Ender Forschungen stellten Forscher fest, dass zwischen Risiko und Unsicherheit zu unterscheiden. Ein Risiko ist immer noch mathematisch oder statistisch bewertbar. Es gibt jedoch Situationen in denen dem Akteur keine Möglichkeit zum Abschätzen gelassen wird.

„Unsicherheit muss als etwas radikal anderes als die vertraute Bedeutung von Risiko aufgefasst werden, von der es nie ordentlich getrennt wurde […] Die entscheidende Tatsache ist: Risiko meint in manchen Fällen eine messbare Quantität, während es in anderen Fällen etwas bezeichnet, das einen völlig anderen Charakter hat; und es gibt weitreichende und entscheidende Unterschiede bzgl. des Verhaltens von Phänomenen je nachdem welche dieser [Bedeutungen] tatsächlich vorliegt.[…] Es scheint, dass messbare Unsicherheit – „risk proper“ genannt – sich von nicht-messbarer [Unsicherheit] in einem solchen Ausmaß unterscheidet, dass es sich [bei Erstem] im Endeffekt überhaupt nicht um eine Unsicherheit handelt.“
– Frank Knight: Risk, Uncertainty, and Profit, S. 19 f.

Ein für uns wichtiges Resultat der Forschungen ist, dass Menschen dazu tendieren ein Risiko eher zu nutzen, dessen Wahrscheinlichkeitsverteilung ihnen jedoch bewusst, anstelle eine Unsicherheit einzugehen.

Wir sind als Menschen beeinflussbar. Wir sind emotional. Fehler zu machen ist menschlich. Doch wir sollten dies nicht als Ausrede nutzen. Trading bedeutet in erster Linie Charakterbildung. Wir analysieren uns selbst und versuchen unser Verhalten zu optimieren. Ziel ist eine möglichst sachliche und möglichst wenig verzerrte Sichtweise und nüchterne Handelsentscheidung. Immer kann das nicht klappen. Doch wir können an uns arbeiten. Ein erster Schritt ist es zu wissen, wo die Gefahrenstellen liegen und dann in bestimmten Situationen aufzuhorchen, sich zu erinnern und eine kognitive Verzerrung zu vermeiden.

Ich möchte dir mit dieser Artikel-Reihe weiterhin einen Einblick in die Welt der Börsenpsychologie verschaffen. Welchen psychologischen Einflüssen bin ich selbst verfallen? Und wie wirken sich die psychologischen Aspekte in der Masse an der Börse aus? Mit der Psychologie verstehen wir das Verhalten von Massen. Wann sind Anleger ängstlich, warum halten sie am Status Quo fest oder wieso fällt ein Kurs trotz guter Nachrichten?

 

Alle Artikel der Börsenpsychologie-Reihe auf einen Blick

  1. Börse basiert auf Psychologie
  2. Prospekttheorie der Heuristik
  3. Verlustaversion, Status Quo und Trugschlüsse
  4. Systematische Kognitionsprobleme
  5. Anomalien der Heuristik
  6. Traden ist Charakterbildung
  7. Psychologische Fallen
  8. Praxisbeispiele
Die Verlust-Strategie

Die Verlust-Strategie

Viele Anleger unterliegen dem Irrtum, viel Fachwissen und das Lesen von Fachliteratur reichen aus, um langfristig erfolgreich an den Börsen und den Finanzmärkten unterwegs zu sein. Dabei bleibt oft außer Acht, dass das Fachwissen nur eine Grundlage für den finanziellen Erfolg sein kann. Fortschritt bzw. einen Vorsprung gegenüber anderen Marktteilnehmern kann man nur erlangen, wenn man sich selbst und seine Handlungen sowie Erfolge und Misserfolge regelmäßig hinterfragt und auswertet.

Die Charttechnik liefert dafür einige schöne Beispiele. Hier kann man sich unzähliges Fachwissen aneignen. Trendanalyse, Trendlinien, Indikatoren und Oszillatoren. Der Vorrat an Fachwissen ist beinahe unerschöpflich. Trading-Anfänger beginnen nun, sich dieses Fachwissen anzueignen und ein bis zwei Bücher dazu zu lesen. In der Regel kommt dann bereits die Ungeduld zum Vorschein und man beginnt mit der Analyse der ersten Indizes und Währungspaaren.

Hier erfolgt dann häufig der erste Fehler: Es wird interpretiert! Es werden etliche Trendlinien gezogen und Indikatoren eingeblendet bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Sie haben ein Signal, welches endlich getradet werden kann. Auf die Qualität des Signals kommt es dabei zunächst nicht an. Hauptsache der Trade ist getan.

Nach guten Signalen muss man suchen. Es gibt nicht zufällig in dem Zeitpunkt der Analyse in dem gewählten Instrument ein gutes Tradesignal

Sobald die ersten Trades ausgeführt sind, wird sich regelmäßig Ernüchterung einstellen. Die Ergebnisse sind nicht so wie gedacht und ein schnelles Vermögen hat sich auch nicht angehäuft. Meistens kommt es dann zum zweiten Denkfehler: Es mangelt an Fachwissen. Sodann wird weitere Lektüre gekauft und gelesen. Unter Umständen kommt es auch zu Strategiewechseln und es werden andere Ansätze für die Trades gewählt. Nachdem das Fachwissen entsprechend erweitert worden ist, geht es wieder an die Umsetzung und der erste Fehler wird erneut wiederholt. Zwar steckt hinter dieser Vorgehensweise auch ein System, aber dieses System wird regelmäßig von Verlusten geprägt sein.

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Der Fehler liegt meistens nicht im mangelnden Fachwissen. Insbesondere mit der Fokussierung auf die einfachen Signale und die Price-Action können bereits gute Resultate erzielt werden. Zuviel Fachwissen ist daher nicht immer förderlich. Vielmehr sind die nicht zufriedenstellenden Ergebnisse auf fehlende Geduld und fehlende Auswertung des eigenen Handelsstils zurückzuführen.

In der oben aufgeführten Strategie fehlen demnach zwei wesentliche Elemente. Daher ist es schwer so einen erfolgreichen Handelsstil zu etablieren, weshalb sich diese Vorgehensweise durchaus als Verluststrategie bezeichnen lassen kann.

Um zu einem erfolgreichen Handelsstil zu gelangen, müssen in der vorgenannten Strategie zwei weitere Punkte mit aufgenommen werden. Zum einen die „Qualität“ und zum anderen das Controlling des eigenen Handels.

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Mit Qualität ist dabei nicht gemeint, die Analyse um verschiedene Indikatoren zu erweitern. Vielmehr ist mit dem Stichwort Qualität gemeint, mehrere Analysen anzufertigen und diese zu kategorisieren. Wo bekomme ich das erfolgversprechendste Setup oder welche Aktie stellt nach Abwägung verschiedener Daten die beste Opportunität dar. Das Setup ist und bleibt das Setup und die Aktie bleibt die Selbe Aktie. Durch Hinzunahme anderer Indikatoren und die Einzeichnung von noch mehr Trendlinien wird sich das Setup nicht verbessern. Gleiches gilt für die Verwendung der verschiedenen Trendstufen und Zeiteinheiten.

Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt“

Dieses Motto wird an den Börsen nicht zum Erfolg führen. Unterm Strich wird es immer erfolgreicher sein, aus zehn Analysen bzw. zehn Setups sich das Beste herauszusuchen und nicht ein Setup solange zu malträtieren, bis ein passables Signal dabei herauskommt.

control your decisions“

Beim operativen Controlling geht es um die Steuerung der Wirtschaftlichkeit und Rentabilität sowie Liquidität des Unternehmens durch Budgetverwaltung und entsprechender Feinplanung, bezogen auf das laufende Geschäftsjahr, um für den wirtschaftlichen Erfolg alle Potentiale eines Unternehmens zu nutzen.(Quelle Wikipedia)

Auch beim Trading oder dem Aktienhandel geht es darum, wirtschaftlich und rentabel zu handeln. Über das Risikomanagement findet ebenfalls eine gewisse Budgetverwaltung statt. Um aber wirtschaftlich zu handeln und das Budget erfolgreich zu verwalten, sind Aufzeichnungen über die getätigten Handlungen (Stichwort Buchführung <-> Tradingtagebuch) unabdingbar.

Anhand dieser Aufzeichnungen lassen sich Fehler erkennen und für die Zukunft abstellen. Erfolgt diese Hinterfragung der eigenen Person nicht, werden die Fehler voraussichtlich fortwährend wiederholt und es wird sich kein rentabler Handel einstellen. Ferner können anhand der Aufzeichnungen auch Stärken herausgearbeitet werden. Insbesondere bei Anwendung verschiedener Handelsstrategien kann so herausgefunden werden, welche Strategie für die jeweilige Persönlichkeit am profitabelsten umgesetzt werden kann. Dabei ist wichtig zu verstehen, dass es nicht die 100%ige Gewinnformel oder Erfolgsstrategie gibt. Eine erfolgreiche Strategie verkörpert immer ein gewisses Maß an Individualität. Um herauszufinden, welche Strategie oder welches Risikomanagement am besten zu der eigenen Persönlichkeit passt, sind Aufzeichnungen und statistische Auswertungen ein probates und notwendiges Hilfsmittel.

Von Benedikt Wachsmann

Benedikt veröffentlicht jeden Tag für RoboForex Analysen und Markteinschätzungen, die Sie jeden Morgen bei uns im Analyseboard lesen können.

Börsenpsychologie 3.0 – Trugschlüsse im Verhalten

Börsenpsychologie 3.0 – Trugschlüsse im Verhalten

Trading ist ein Wechselspiel aus Reaktion und Aktion. Börse bedeutet zu bewerten, einschätzen und handeln. Doch wer agiert, reagiert und bewertet macht Fehler. Fehler machen ist menschlich. Wir können nie absolut rational handeln und wir sind nie frei von externen Einflüssen. Unser Unterbewusstsein und unsere vererbten Verhaltensmuster zwingen uns zu teils glücklichen aber auch unglücklichen Handelsentscheidungen. Vor allem in einem derart schnelllebigen und stressigen Umfeld ohne genügend Zeit um auf ausreichend Informationen zugreifen zu können macht jeder von uns Fehler.

Doch wir sollten unsere Fehler nicht hinnehmen, weil diese menschlich und schier unvermeidbar sind. Börse bedeutet vor allem sich selbst kennenzulernen. Dementsprechend müssen wir unsere Fehler erkennen und uns eingestehen (was den meisten Menschen schwerfällt) und kritisch analysieren. Wir sollten uns selbst den Kampf ansagen und uns und unsere Fehler verstehen. Wir sollten stets bemüht sein unser Verhalten zu analysieren und optimieren und die Summe der persönlichen Fehler möglichst weit zu reduzieren.

Um unser Verhalten zu optimieren und eigenes Fehlverhalten zu erkennen benötigen Grundwissen über typische psychologische bzw. verhaltenstechnische Fallen bei Anlegern. In diesem Blog der Reihe „Börsenpsychologie“ möchte ich über die Trugschlüsse von Spielern aufklären:

Der Spielerfehlschluss oder auch Trugschluss eines Spielers ist einer der wohl häufigsten Fehler den wir Menschen begehen. An der Börse machen viele Anleger auf Basis dessen viel Verlust. Doch was ist das? Ein Trugschluss entsteht, wenn wir einen logischen Fehlschluss bilden. Ein logischer Fehlschluss ist ein logischer Gedanke, welcher jedoch auf einer falschen Vorstellung beruht. Kurz: Wir ignorieren die tatsächliche Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses wegen einer fehlgeleiteten Annahme.

 

Schusselfehler bei der Wahrscheinlichkeits-Bestimmung

Gerne übersehen beispielsweise Glücksspieler den Mechanismus des Zufalls und gehen davon aus, dass ein zufälliges Ereignis mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit eintreten müsste, wenn es über eine längere Zeit nicht eingetreten ist. Doch der Zufall hat ein Gedächtnis. Ich möchte dies am Roulette erklären: Casino-Betreiber machen sich den unterbewussten Trugschluss zu Nutze und stellen an Roulette-Tischen Bildschirme auf, welche die gefallenen Zahlen und Farben der letzten 5 oder 10 Runden anzeigen. Schnell entwickeln unbedarfte Spieler den logischen Schluss, dass es Zyklen gebe. Fällt die Kugel beispielsweise 5 oder 10 Mal auf schwarz, so setzen Spieler schnell ihr Geld auf Rot, da sie ein Enden der Reihe erwarten. Was sie dabei übersehen: Jedes Spiel steht für sich selbst. Und mit jeder Runde ist die Wahrscheinlich für die Farbe Rot dieselbe wie zuvor. Sie steigt nicht nach 5, 10 oder auch 1000 Mal Schwarz in Folge. Dieser logische Fehlschluss kann Spielern zum Verhängnis werden.

An der Börse erkennen wir dieses Verhalten oftmals bei fallenden Kursen. Mit Skandalen und anderen Dinge rutscht ein Wert ab. Erst 5, dann 10 und zuletzt 15% Verlust. Nun steigen viele Anleger, basierend auf dem Trugschluss „Das muss doch bald Mal drehen“, ein. Anleger sollten sich immer der Wahrscheinlichkeit und des Zufalls bewusst sein. Nur weil bei einem Münzwurf mehrfach in Folge Kopf geworfen wurde steigt nie die Wahrscheinlichkeit für Zahl. Nur weil Börsenkurse mehrere Tage in Folge steigen oder eine Hausse bereits überdurchschnittlich lange dauert muss keine Baisse kommen. Die Einflüsse auf Kurse an der Börse sind weitaus komplexer. Gern würden wir einfache Zyklen handeln. Kopf, Zahl, Kopf, Zahl. Wie schön wäre Börse, wenn es so einfach wäre nach einer drei Mal Schwarz auf Rot zu setzen und dann zu gewinnen. So einfach ist es jedoch nicht. Trotzdem erliegt man schnell solchen Trugschlüssen.

 

Selbstwertdienliche Verzerrung

Kennen sollten Sie auch den self-serving bias. Im Deutschen auch als Phänomen der „Selbstbestätigung“ definiert. Hierbei handelt es sich nicht um eine dem Selbstwertgefühl dienlichen Verzerrung. Hierbei definieren wir Fakten um, verharmlosen Sachverhalte oder verändern unseren Standpunkt um eine uns unangenehme Situation derart zu entfremden, dass wir sozusagen sprichwörtlich aus dem Schneider sind. Probleme mit dem self-serving bias haben vor allem Händler, welche ihr Selbstwertgefühl durch die Börse steigern wollen. Sie sind gierig nach Erfolgen, Rendite und wollen, dass dies jeder sieht. Hierbei tun sie alles, um immer der erfolgreiche und von anderen beneidete Trader zu sein. Dem Trading dienlich ist dies nicht. Fehler werden ignoriert oder beschönigt. Gute Trader gehen mit sich selbst hart ins Gericht. Sie suchen schonungslos nach eigenen Schwächen um ihr eigenes Trading zu verbessern.

Grundlegend ist eine selbstwertdienliche Verzerrung uns selbst Erfolge zuzuschreiben, jedoch Misserfolge auf externe Faktoren abzuwälzen. Erfolgreiche Trades führen wir auf unsere Analyse und unser Handeln zurück. Für verlustschreibende Trades können wir dann jedoch Nichts. Das war nicht zu erwarten. Die Situation hat sich verändert. Der Markt verhält sich komisch.

 

Gründe für ein derartiges Verhalten könnten sein:

  • Verteidigung eines stabilen und positiven Selbstbildes
  • Selbstdarstellung
  • Wissen um frühere Leistungen
    Die Erfahrung eine Aufgabe früher gemeistert zu haben lässt uns verzerrt wahrnehmen, dass ein Misserfolg beim wiederholten Versuch an externen Faktoren liegen müsse.
  • Vermeiden von Hilflosigkeit
    Einige Dinge können wir nicht beeinflussen. Darunter fallen beispielsweise Verbrechen, Sterblichkeit oder Naturkatastrophen. Wir neigen jedoch dazu das Vermeiden dieser Dinge (was ein Erfolg für uns ist) uns selbst zuzuschreiben. Wir gestehen uns nicht ein diesen Faktoren hilflos gegenüberzustehen. Dies nennt man auch Defensiv-Attribution. Ist man Opfer eines solchen Ereignisses, dann führt man dies darauf zurück, dass es ja nicht vermeidbar/beeinflussbar war. Ist man nicht Opfer, dann schreibt man sich diesen Erfolg seinem eigenen Verhalten zu.
  • Unrealistischer Optimismus
    Die meisten Menschen glauben mehr positive als negative Erlebnisse zu haben.

 

Alle Artikel der Börsenpsychologie-Reihe auf einen Blick

  1. Börse basiert auf Psychologie
  2. Prospekttheorie der Heuristik
  3. Verlustaversion, Status Quo und Trugschlüsse
  4. Systematische Kognitionsprobleme
  5. Anomalien der Heuristik
  6. Traden ist Charakterbildung
  7. Psychologische Fallen
  8. Praxisbeispiele
MACD – Technische Analyse – Signale – Anwendung

MACD – Technische Analyse – Signale – Anwendung

Der MACD ist ein Oszillator, also ein um eine Mittellinie bzw. in diesem Falle klassisch der Nulllinie schwankender (oszillierender) Indikator. MACD steht dabei für Moving Average Convergence Divergence ­– also Zusammen- und Auseinanderlaufen von gleitenden Durchschnitten).

Die Nulllinie ist eine dem Indikator hinzugefügte statische Linie. Sie resultiert nicht aus der Berechnungsformel, sondern ist vielmehr aus signalgebenden Gründen dem Indikator hinzugefügt. Die verschiedenen Signale, die aus dem MACD generiert werden können, werden später genauer betrachtet und in dem zugehörigen Video noch anhand eines Beispiels verdeutlicht.

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Für die Berechnung des MACD werden zwei exponentielle gleitende Durchschnitte verwendet, wobei der eine einen kürzeren und der andere einen längeren Betrachtungszeitraum in die Berechnung einbezieht. Um den MACD Wert zu errechnen, wird der langsamere vom schnelleren Moving Average abgezogen. Dieser Wert ist bereits das Ergebnis, denn es gibt die Differenz der beiden Moving Averages an. Die Signallinie ist ein Durchschnitt der MACD Linie / Werte.

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Es ist also wichtig, neben den beiden Perioden für die gleitenden Durchschnitte auch die Periode für die Signallinie mit Bedacht zu wählen. Durch den dritten Eingabewert wird die Feinfühligkeit für das Eintreten eines Signales festgelegt. Mehr zu den Gewichtungen und Effekten auf das Verhalten von Moving Averages folgt in einem entsprechenden Beitrag. Je kleiner der Gewichtungsfaktor, desto stärker fließen die vorherigen Werte in die Berechnung ein. Der Dritte Input an den MACD ist der Buchstabe l in der folgenden Formel:

Die Standardeinstellung des MACD ist (12/26/9). Also ein schneller Gleitender Durchschnitt von 12, ein langsamer Gleitender Durchschnitt von 26 und ein Gewichtungsfaktor von 9. Diese Faktoren wurden von Gerald Appel, dem „Erfinder des MACD“ als stabil erachtet.

Trading mit dem MACD – Signale

Cross Over – Das überkreuzen der MACD und der Signallinie

Beim Cross Over Signal des Indikators überkreuzt die MACD-Linie die Signallinie unterhalb oder oberhalb der Nulllinie. Unterhalb der Nulllinie ist ein Schnitt der MACD-Linie mit der Signallinie von unten nach oben erwünscht. Oberhalb der Nulllinie soll die MACD-Linie die Signallinie von oben nach unten durchschneiden. Die Idee dahinter findet sich im Mean-Reversion Ansatz. Manche bezeichnen dies auch als Trading mit der Schwerkraft. Schnitte oberhalb der Nulllinie sind dabei als potenzielle Shortsignale zu betrachten und Schnitte unterhalb als bullish zu werten

Da ein Trend nicht linear verläuft, sondern sich in Hoch- und Tiefpunkten um den Trend herum entwickelt, zielt der Indikator darauf ab, die Übertreibungen des Marktes zu erkennen, indem er misst, wie weit der schnelle gleitende Durchschnitt (kurzfristige Bewegung) sich vom langsamen gleitenden Durchschnitt entfernt (Trend). Wird diese Distanz zu groß, sollte die Bewegung korrigieren, der Markt sollte also wieder in ein angemesseneres Preisniveau zurückkehren. Um nun aber nicht blind einen starken Kursanstieg oder Kursverfall zu kaufen oder zu verkaufen, wartet man ab, bis der Markt die Trading-Idee etwas bestätigt hat und der MACD die Signallinie schneidet.

Um die Aussagekraft des Moving Average Convergence Divergence zu verstärken, ist es interessant, sich zusätzlich noch eine fundamentale Meinung oder ein langfristiges technisches Bild eines Wertes zu machen und so mit Hilfe des MACD einen Einstieg in einen langfristigen Trend oder Zyklus zu bekommen.

MACD Divergenzen – tiefere Hochs oder höhere Tiefs

Neben dem klassischen Ansatz des MACDs, Übertreibungen zu erkennen, hat sich auch die Methode Divergenzen zu handeln zunehmend etabliert, denn der Indikator eignet sich auch sehr gut, um die Stärke eines Trends zu messen. Erreicht der Basiswert in seinem Trendverlauf ein neues höheres Hoch oder ein tieferes Tief, welches nicht durch ein höheres Hoch bzw. tieferes Tief im MACD bestätigt wird, so deutet dies auf ein Abschwächen des Trends hin. Die Idee dahinter ist, dass ein Trend sich verstärken sollte. Bei starken Bewegungen sollte die Differenz des MACD groß sein. Erreicht der Markt nun also in einem Trend ein neues Hoch, verliert aber an Dynamik, so wird dies im MACD durch ein tieferes Hoch sichtbar. Selbiges gilt auch für einen Abwärtstrend. Natürlich ist dies auch im Kursverlauf erkennbar. Jedoch glättet der MACD diesen Zusammenhang und ermöglicht durch die Signallinie zudem die Erzeugung eines Signals.

Wo findet man den MACD in den gängigen Handelsplattformen?

Die Traderworkstation ist eine professionelle Handelsplattform für den Aktien-, Futures-, Options- sowie FOREX- und Bonds-Handel. Sie ermöglicht das Einbinden verschiedenster Datenfeeds und unterstützen durch die Verwendung gängiger Programmiersprachen auch die Erstellung von Handelssystemen. Ein Orderbuchtrader sowie ausgefeilte Tools zur technischen Analyse, Risikoszenarien und Impliziter Volatilitätsanalyse sind integriert. Angeboten wird sie z.B. hier.

Wie man einen Chart öffnet und den MACD hinzufügt, lässt sich dem Video entnehmen.

 

Metatrader 5

Der Metatrader 5 ist der Nachfolger der von den meisten Forex und CFD Brokern angebotenen Software MT4. Was sich im Vergleich zum MT4 geändert hat, kann hier nachgelesen werden.

Wie man einen Chart öffnet und den MACD hinzufügt, lässt sich dem Video entnehmen.

Börsenpsychologie 1.0 – Börse basiert auf Psychologie

Börsenpsychologie 1.0 – Börse basiert auf Psychologie

Trading ist eine hochkomplexe Angelegenheit. Das Handwerk des Tradings und Investierens zu erlernen benötigt viel Zeit, Leidenschaft und erfahrungsbringende aber doch schmerzvolle Rückschläge. Erfolg an der Börse basiert nicht nur auf Wissen, sondern auch auf Erfahrung, Glück und Talent. Es bedarf jahre- bis jahrzehntelanger Zuneigung des Traders zur Börse bis er nicht mehr größtenteils von Glück abhängig ist, sondern auch seine Erfahrung und sein Wissen gewinnbringend ausspielen kann. Indikatoren, Strategien, Muster, Chart-Technik, Fundamental-Analysen und andere Dinge vereinfachen die Komplexität des sich täglich verändernden Marktes. Doch viele Trader sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Börse umfasst zwar Ökonomie, Mathematik und Finanzwirtschaft. Doch grundlegend basiert sie auf dem Verhalten von Menschen. Börse basiert auf Psychologie.

„Die Börse reagiert gerade mal zu 10 Prozent auf Fakten. Alles andere ist Psychologie“
André Kostolany

 

Mathematiker und Ökonomen haben nicht unbedingt einen Vorteil an der Börse. Sie denken viel zu rational. Mathematiker erwarten berechenbare Vorgänge und Ökonomen versuchen den Markt in stupide Modelle zu pressen. Doch die Börse ist launisch, wild und oft sehr irrational. Wir können die Zukunft nicht berechnen oder an Modellen ablesen. Auch wenn Algorithmen und Super-Computer immer größere Anteile am Handel haben, ist weiterhin der Faktor Mensch entscheidend. Und Menschen agieren nicht immer rational. Der Homo Oeconomicus existiert nicht. Menschen reagieren unter dem Einfluss von Emotionen, Stress, Angst und Euphorie unlogisch und unerwartet. Wer sich mit der Verhaltenspsychologie am Finanzmarkt, der sogenannten Behavioral Finance, beschäftigt, kann sein Wissen und sein Können als Trader daher maßgeblich verbessern.

„Home Oeconomicus“

Der Home Oeconomicus ist eine Entwicklung der Ökonomie. Bei diesem Konzept handelt es sich um einen menschlichen Markt-Akteur, welcher stets rational und optimierend agiert. Diese fiktive Person klammert menschliches Verhalten, wie Schusseligkeit oder Ungenauigkeit, genauso wie Psychologie, Angst oder Stress aus. Dies dient dazu, die Ökonomie in einfache Modelle pressen zu können. Beim Home Oeconomicus folgt B auf A. In der Realität ist dem jedoch nicht so.

„Ein Großteil aller unserer Entscheidungen werden ganz stark von psychologischen Faktoren beeinflusst werden […] weil wir Homo Sapiens sind. Das ist eine Frage unserer Gattung. Das ist naturgegeben. In unserer Evolution haben uns bestimmte Flucht- und Verhaltensreflexe das Überleben gesichert. Diese Reflexe begehen wir bewusst und leider auch oft unbewusst. Auch heutzutage noch.“

 Winfried Neun

  

Ausmaß der Psyche – die Spieltheorie

Um dir einen kurzen Eindruck über das Ausmaß der Psyche als Einfluss auf das menschliche Verhalten zu geben, möchte ich kurz mit dir einen Blick in die Spieltheorie werfen. Diese untersucht das Verhalten von Spielern und entwickelt daraus Theorien über das rationale und irrationale menschliche Vorgehen.

Beeindruckend ist beispielsweise das Feiglings-Spiel. Hierbei fahren zwei Personen mit einem Auto und hoher Geschwindigkeit aufeinander zu. Nun haben beide Spieler je zwei Möglichkeiten. Sie können ausweichen und behalten ihr Leben, aber verlieren ihre Ehre als gedemütigter Verlierer und Feigling. Sie können weiterfahren und riskieren ihren Tod. Fahren sie jedoch weiter und der gegenüber weicht aus, so behalten sie ihr Leben und gehen als mutiger Sieger aus diesem Spiel heraus. Für was sollen sie sich entscheiden? Sie stecken in einem verhaltensabhängigen Dilemma. Definieren wir nun, dass „Ausweichen“ einen Nutzen-Wert von einem Punkt hat, weil der Spieler überlebt, und „Siegen“ ebenfalls einen Punkt auf der Nutzen-Skala einbringt, erkennen wir die Krux dieses theoretischen Spiels: Fahren beide Spieler weiter liegt der Nutzen für beide auf Grund ihres Todes bei null. Weicht ein Spieler stetig sechs Mal in Folge aus, so verliert er zwar seine Ehre, aber überlebt. Sein Nutzen liegt bei 6 Punkten. Der Spieler, welcher sechs Mal weiterfährt und darauf vertraut, dass der andere stetig ausweicht, erreicht einen Nutzen von 12. Er überlebt und gewinnt. Hieraus ist zu erkennen, dass die wohl irrationalste und dümmste Entscheidung (weiterfahren) jedoch diese mit dem höchsten Nutzen für den Spieler ist.

“Das Geheimnis des Börsengeschäfts liegt darin, zu erkennen, was der Durchschnittsbürger glaubt, dass der Durchschnittsbürger tut.”
John Maynard Keynes

Während das Feiglings-Spiel beeindruckend das Dilemma situativer Entscheidungen von Menschen aufzeigt, hat es jedoch kaum praktischen Nutzen. Schaut man sich jedoch beispielsweise das Spiel „Dollarauktion“ an, so können wir bereits Rückschlüsse auf die Entstehung von Spekulations-Blasen ziehen. Bei diesem Spiel bieten zwei Personen um einen Dollar. Immer abwechselnd können Sie das Gebot um mindestens einen Cent erhöhen. Entscheidend ist, dass beide Personen, also Gewinner und Verlierer, ihr letztes Gebot an die Bank zahlen müssen, aber nur der Gewinner den Dollar erhält. Nun bieten die Personen los. 4, 12, 25 Cent und so weiter. Zwischen 50 und 99 Cent denkt meist der erste Bieter ans Aussteigen. In diesem Moment wird ihm oder beiden klar, dass sie nun bereits Geld verlieren würden, wenn sie aussteigen. Selbst beim Erreichen von Geboten von 98 und 99 Cent bieten die Spieler weiter und spekulieren darauf, den Dollar zu gewinnen und bei einem Gebot von zum Beispiel 1,20 Dollar nur 20 Cent Verlust zu machen. Versuche ergeben, dass Spieler sich durchschnittlich auf $3,40 hochschaukeln. Sie bieten das Dreifache des Wertes dessen, was sie erhalten könnten. Dies basiert auf der gegenseitigen Beeinflussung. Die Spekulanten regen sich gegenseitig zu einem Verhalten an, welches die Preise explodieren lässt.

„Seien sie ängstlich wenn die Welt gierig und seien sie gierig wenn die Welt ängstlich ist“
Waren Buffett

 

Kern der Börse – Bewertung

Nun kann man nicht behaupten, alles sei Psychologie. Börse ist eben auch ein Kapitalmarkt und eine Abbildung konjunktureller und wirtschaftlicher Begebenheiten. Wie viel Anteil menschliches Verhalten an Kursbewegungen hat, wird man auf der einen Seite nicht bestimmen können und auf der anderen Seite ändert sich der Anteil an jedem Tag und in jeder Sekunde. Doch ich wage zu behaupten, dass die meisten Ursachen größtenteils auf psychologische Gründe zurückführbar sind.

Ist Psychologie tatschlich so wichtig? Die gehandelten Bewertungen an der Börse basieren auf fundamentalen Daten. Die ökonomische Realität bildet das Fundament der Bewertung. Die Kurse sind jedoch losgelöst und basierend auf menschlichen Verhalten entstehen Über- und Unterbewertungen. Immer wieder werden diese korrigiert, wenn sich bei Veröffentlichung von Konjunktur- oder Unternehmensdaten zeigt, wie weit sich die Anleger vom „wahren“ Wert entfernt haben. Das Verhalten der Anleger lässt sich durch Kennzahlen, wie z.B. dem KGV, oder das Herdenverhalten anhand der Chart-Technik erkennen.

rolle-der-psychologie-beim-traden

Ist Psychologie tatsächlich so wichtig? Millionen Menschen handeln täglich. Dabei beeinflussen sie sich gegenseitig in ihrem Verhalten. Ihr Verhalten wird in steigenden oder fallenden Kursen ausgedrückt. Auf jede Aktion folgt eine Reaktion. Jeder reagiert auf den anderen. Erinnerst du dich an die Spieltheorie und zu welchen verrückten und nur schwer nachvollziehbaren Situationen es dadurch kommen kann? Chart-Technik versucht hierbei Muster dieses Verhaltens zu erkennen und zu definieren. So sind Unterstützungen und Widerstände nichts anderes als psychologisch bedeutende Marken. Ob 9000, 9500, 10000 oder 11000. Runde Zahlen sind beispielsweise immer gewichtige Marken. Menschen mögen runde Zahlen. Diese wirken wie Meilensteine bei einem Rennen, bei dem die Distanzen zum Ziel stetig gerade sind.

Ist Psychologie tatsächlich so wichtig? Auf Grund der Technologisierung und Digitalisierung wird auch der Finanzmarkt immer schneller und größer. Sekündlich zirkulieren unglaublich große Datenmengen und Geldsummen am Finanzmarkt. Der einzelne Akteur kann dies nicht überblicken. Dennoch muss er trotz dieser schnelllebigen, unübersichtlichen und komplexen Situation Entscheidungen treffen (Heuristik). Er steht unter Druck, sein Geld möglicherweise zu verlieren. Aus diesem Druck der Situation entsteht Stress und mit dem Stress kommen die Emotionen: Angst, Misstrauen, Euphorie, Wahrnehmungsverzerrung und viele andere Dinge. Viele Entscheidungen werden nicht rational, sondern emotional getroffen.

„Geduld ist die oberste Tugend des Investors“
Benjamin Graham

Ist Psychologie tatsächlich so wichtig? Erfolg an der Börse durch Verständnis für Verhaltenspsychologie besteht jedoch nicht nur daraus, das Verhalten anderer zu erkennen und zu verstehen, sondern auch am eigenen Verhalten. Wir machen als Trader Fehler. Das ist menschlich. Trading ist daraus resultierend eine Form der Charakterbildung. Wir müssen uns jeden Handelstag aufs Neue disziplinieren, konzentrieren und am Riemen reißen. Emotionen sind unser größter Feind. Wir arbeiten vorwiegend mit uns selbst und mit anderen.

Chart-Technik, Indikatoren, Strategien und andere Mittel der Markt-Analyse sind berechtigt und wichtig. Ein Anleger sollte sich jedoch nicht nur auf die Bäume fixieren, sondern den Wald im Ganzen betrachten. Psychologie wird an der Börse unterschätzt. Die meisten Trader schlagen sich mit Signalen, Formeln, Berechnungen, Wahrscheinlichkeiten und anderen Dingen herum und vergessen dabei den Faktor Mensch. Nur wer dies beachtet und in seine Gedanken und Konzepte einfließen lässt, wird ein abgerundetes Verständnis vom Markt erhalten.

Mein Ziel ist es, mit diesem Artikel dein Interesse für die Behavioral Finance zu wecken. Psychologie wird von Männern, welche die Börse weiterhin dominieren, oftmals als verweichlicht abgelehnt. Philosophieren und über Gefühle reden und nachdenken, behagt vielen nicht. Doch genau dies ist ein wichtiger Faktor für deinen Erfolg. In den kommenden Artikeln möchte ich weiter auf den Einfluss der Psychologie an der Börse eingehen.

 

Alle Artikel der Börsenpsychologie-Reihe auf einen Blick

  1. Börse basiert auf Psychologie
  2. Prospekttheorie der Heuristik
  3. Verlustaversion, Status Quo und Trugschlüsse
  4. Systematische Kognitionsprobleme (folgt in kürze)
  5. Anomalien der Heuristik (folgt in kürze)
  6. Traden ist Charakterbildung (folgt in kürze)
  7. Psychologische Fallen (folgt in kürze)
  8. Praxisbeispiele (folgt in kürze)

 

Fünf Punkte zur Brokerauswahl

Fünf Punkte zur Brokerauswahl

Die richtige Brokerauswahl kann ausschlaggebend für den Erfolg einer Geldanlage sein, denn der Gewinn liegt hauptsächlich im Einkauf. Der günstige Einkauf von Waren und Dienstleistungen ist ein entscheidender Faktor bei jedem Geschäft. Und auch die Geldanlage zählt dazu. Bei jedem Kauf und Verkauf von Wertpapieren an der Börse müssen Gebühren an die Bank oder den Broker gezahlt werden Diese fallen je nach Anbieter allerdings höchst unterschiedlich aus.

Wie auch bei anderen Dingen im Leben gilt, dass die Entscheidung für einen neuen Broker nicht nur von dem Kriterium Preis abhängig gemacht werden sollte. Sicherlich nützt der günstigste Discount-Broker nicht viel, wenn dort nicht die Produkte gehandelt werden können, die in Ihrem Anlage-Fokus liegen. Neben dem Preis sollte auch darauf geachtet werden, welchen Service der ausgewählte Broker anbietet. Hierbei handelt es sich insbesondere um einfach zugängliche Marktinformationen, die bei den Anlageentscheidungen helfen. Genauso wichtig ist eine kundenfreundliche Bedienung der Ordermasken. Auf der Internetseite onlinebroker.net gibt es zahlreiche Tipps, die bei der Brokerauswahl helfen können.

 

Die folgenden 5 Punkte sollten bei der Broker Auswahl beachtet werden

1.Welche Produkte können bei diesem Broker gehandelt werden:

Nicht jeder Broker bietet alle gängigen Produkte an. Alle Broker eröffnen ihren Kunden eine breite Varianz an handelbaren Produkten und decken oft faktisch alles ab, was Anleger in der Regel handeln möchten.

2.Welche Handelsspesen fallen an:

Obwohl die meisten Broker definitiv günstiger als Filialbanken sind, gibt es dennoch große Unterschiede in deren Preismodellen. Wie bereits erwähnt, ist es aber wichtig, nicht nur auf den Preis zu achten, sondern viel mehr das komplette Paket zu betrachten. So kann man bestimmen, ob mit dem Broker kostengünstig, bequem und effektiv gehandelt werden kann.

3.Welche Orderwege stehen zur Verfügung:

Es sollte darauf geachtet werden, dass nicht jeder Broker alle Orderarten, also Internet, Telefon und Fax, anbietet. Oftmals stellen die Anbieter für die Order per Telefon oder Fax zusätzlich höhere Gebühren in Rechnung.

4.Welche Tagesgeldzinsen werden von dem Broker gezahlt:

Tagesgeldkonten gelten immer noch als beste Wahl, wenn es um kurzfristige „Parkmöglichkeiten“ geht. Aufgrund dieser Erkenntnis bieten viele Broker Konditionen an, die mit den besten Tagesgeldangeboten durchaus mithalten können. Leider gibt es allerdings immer noch Broker, die diesen Punkt vernachlässigen und nur geringe bis gar keine Zinsen zahlen.

5.Einlagensicherung – wie sicher ist das Geld beim Broker:

Die Einlagensicherung ist einer der wichtigsten Punkte bei der Auswahl des richtigen Brokers. Alle in Deutschland tätigen Banken sind Mitglieder eines Einlagensicherungsfonds. Bei ausländischen Unternehmen sollte darauf geachtet werden, wie hoch die entsprechenden Summen sind. Wer diesbezüglich lieber auf Nummer sicher gehen möchte, sollte nur deutsche Institute auswählen. Generell kann allerdings gesagt werden, dass das Bargeld im Depot auch bei einer Insolvenz des Brokers genauso wie bei der Hausbank geschützt ist.

Cost Average 3.0 – Die Lösung – ETF-Sparpläne richtig kombinieren!

Cost Average 3.0 – Die Lösung – ETF-Sparpläne richtig kombinieren!

Update – jetzt mit ~ 100 beobachteten ETFs im Newsletter

ETF-Sparpläne richtig kombinieren: Sind Sie es leid auf die nächste Krise zu warten? Wie oft hört man die Ausrede: „Aktuell steht der Markt viel zu hoch, um zu kaufen“ – In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, dass diese Ausrede nicht zählt!!!

Vor ein paar Wochen haben wir in dem Artikel „Cost Average 2.0 – Der ETF-Sparplan auf dem Prüfstand!“ gezeigt, dass die größten Ausreden am Finanzmarkt keinerlei Bedeutung haben und dass das Investieren kein Hexenwerk ist. (Die Grundlagen zum Cost Average können hier nochmals nachgelesen werden).

Es hat uns überrascht, wie viel positives Feedback wir für diesen Artikel bekommen haben. In vielen Kommentaren und E-Mails konnten wir aber dennoch heraushören, dass es noch immer eine Frage gibt. Wie setze ich den „Extremversuch 2.0“ in die Tat um? (Eine Erklärung des Versuches folgt)

Das Ergebnis unseres Vergleichs von ETF-Sparplänen

In dem Artikel „Cost Average 2.0“ haben wir 5 beliebte ETF-Sparpläne mit einander verglichen. Wir haben in unserem Versuch jeden Monat 33 EUR gespart und in einem Zeitraum von 22 Jahren investiert. Unsere beiden Gewinner waren der klassische Index-Sparplan und der Extremversuch 2.0.

Klassischer Index-Sparplan

Wir investieren jeden Monat einen Betrag von 33 EUR. Hierbei handelt es sich um einen ganz normalen ETF-Sparplan. Es wurden immer DAX-ETF-Anteile erworben. Stand der DAX sehr hoch, konnten wir weniger Anteile erwerben und wenn der DAX niedriger notierte, konnten wir in diesem Monat mehr neue Anteile in unserem Depot begrüßen.

Extremversuch 2.0

Wir kaufen nur dann, wenn der aktuelle Preis mindestens 50% unterhalb des letzten Hochs ist. Wenn es zu diesem Szenario kommt, kaufen wir jeden Monat für 580 EUR anstatt für 33 EUR. Dieses Szenario kommt nicht so häufig vor. Daher haben wir am Ende des Betrachtungszeitraums sowohl bei dem normalen ETF-Sparplan als auch bei dem Extremversuch die selbe Summe investiert.

In der Grafik zeigt der rote Graph die Depotentwicklung des ETF-Sparplans. In lila ist die Depotentwicklung des Extremversuchs 2.0 dargestellt. Der blaue und grüne Chart zeigt die erworbenen ETF-DAX-Anteile.

In der Grafik zeigt der rote Graph die Depotentwicklung des ETF-Sparplans. In lila ist die Depotentwicklung des Extremversuchs 2.0 dargestellt. Der blaue und grüne Chart zeigt die erworbenen ETF-DAX-Anteile.

Unser damaliges Fazit: „Timing lohnt sich nur, wenn auch Kapital verfügbar ist, welches geballt investiert werden kann. Ansonsten wird der Vorteil aus den günstigen Kursen von dem Nachteil des nicht Investierens überwogen, da nicht das gesamte Einkommen zu jeder Zeit zum Investieren bereit ist.“

Auch wenn das Kaufen in Krisen (Extremversuch) etwas profitabler war, kamen wir dennoch zu dem Schluss einfach jeden Monat zu investieren. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen kann es passieren, dass in der Krise nicht ausreichend Kapital zur Verfügung steht. Zum anderen sitzt der Sparer im Bullenmarkt auf seinem Geld. Des Weiteren haben viele nicht die Geduld so lange zu warten, sodass die Gefahr groß ist, dass das ersparte Geld konsumiert wird (Fernseher, Wasserbett, Auto).

Dennoch wollen viele von euch nur in Krisen kaufen. Da wir das sehr gut nachvollziehen können, stellen wir euch nachfolgend unseren Ansatz vor.

Die Lösung – Kombinieren von ETF-Sparplänen

Dass unser geliebter DAX-Index in naher Zukunft unterhalb der Marke von 6.187,37 Punkte (Allzeithoch 12.374,73) notieren wird, können wir uns nur schwer vorstellen. Würden wir heute mit dem Sparen beginnen, könnten wir vielleicht erst in einigen Jahren mit dem Investieren starten. Diese Vorstellung ist für viele Anleger verständlicherweise sehr unbefriedigend.

Da wären wir wieder bei der Ausrede: „Aktuell steht der Markt viel zu hoch, um zu kaufen“. In dieser Situation müssten wir der Ausrede sogar zustimmen. ABER, wir haben ja versprochen, dass wir aufzeigen, warum es diese Ausrede nicht gibt!

Die Lösung liegt im Kombinieren von ETF-Sparplänen. Betrachtet man nur einen Markt, dann kann es passieren, dass man Jahre auf einen günstigen Einstieg warten muss. Betrachtet man jedoch mehrere Märkte, findet man viel häufiger günstige Einstiege und gelangt zudem zu einem sehr diversifiziertes Portfolio.

So funktioniert es…

Wir schauen uns die Entwicklung vom DAX, einem amerikanischen Index, Gold, Öl, Japan, China, den Immobilien und einigen anderen Märkt an. Jedes Mal, wenn einer dieser Märkte zum Monatsende um 40 oder sogar 50 Prozent unterhalb seines Hochs notiert, kaufen wir. Wir investieren immer nur einen kleinen Betrag, sodass wir es uns auch leisten könnten, wenn mal zwei oder auch drei Märkte für mehrere Monate so tief stehen.

Weiter unten finden Sie eine Übersicht der ETF-Sparpläne, die wir selbst fahren. In unserem kostenfreien monatlichen Newsletter werden wir ab sofort darüber berichten, welche der ETFs weit von ihrem Allzeithoch entfernt sind.
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Diversifizierung

Natürlich ist es schön, wenn man nicht nur Einzelaktien kauft, sondern den DAX-Index als ETF. So hat man eine Vielzahl von Unternehmen im Depot. Wenn eines dieser Unternehmen mal schlechter performt, können die 29 anderen Unternehmen das eventuell ausgleichen.

Um unser Portfolio noch weiter zu diversifizieren und möglichst häufig Einstiege zu finden, schauen wir uns aktuell 38 unterschiedliche Märkte an. In dem unterem Klapptext haben wir für Sie einmal alle aufgeführt. Klicken Sie einfach auf das weiße Pluszeichen, um den Text auszuklappen. Hier finden Sie zu jedem ETF eine kleine Beschreibung und die ISIN, die wir von der Seite Finanzen.net entnommen haben. 

Eine Übersicht all unserer ETF-Sparpläne!

DAX® TR UCITS ETF (LU0378438732) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des DAX (R) Index (ISIN DE0008469008) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Deutschland

MDAX TR UCITS ETF (LU1033693638) Comdirect,

Das Anlageziel des ComStage MDAX® TR UCITS ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MDAX® TR (Performance-Index) (ISIN DE0008467416) (der „Index“) anknüpft. Zur Erreichung des Anlageziels erwirbt der Fonds eine Anzahl von Aktien, die in ihrer Zusammensetzung nicht unbedingt mit den im Index enthaltenen Aktien übereinstimmen müssen. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen diesen Aktien und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit der Commerzbank einen Tauschvertrag (sog. Index- Swap) ab.
Kategorie: Aktienfonds Deutschland/Nebenwerte

CAC 40 UCITS ETF (LU0419740799) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des CAC 40 (R) Index (ISIN FR0003500008) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Frankreich

Dow Jones Switzerland Titans 30 Net TR UCITS ETF (LU0392496427) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des SMI (R) Index anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Schweiz

FTSE China A50 UCITS ETF (LU0947415054) Comdirect,

Das Anlageziel des ComStage ETF FTSE China A50 UCITS ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des FTSE China A50 Index USD Preisindex ( („Index“) anknüpft. Der Index ist ein nach Streubesitz-Marktkapitalisierung gewichteter Index in USDollar, der die 50 größten Unternehmen in Festland-China umfasst, deren A-Aktien an den Börsen Shanghai und Shenzhen gehandelt werden.
Kategorie: Aktienfonds Hong Kong + China

HSI UCITS ETF (LU0488316729) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des Hang Seng Index anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Hong Kong + China

MSCI USA Large Cap TRN UCITS ETF (LU0392495882) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MSCI Total Return Net USA Large Cap Index anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds USA

MSCI USA Small Cap TRN UCITS ETF (LU0392496005) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MSCI Total Return Net USA Small Cap Index anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds USA/Nebenwerte

MSCI World TRN UCITS ETF (LU0392494562) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MSCI Total Return Net World Index anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds International

Nasdaq-100® UCITS ETF (LU0378449770) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des Nasdaq-100 (R) Index (ISIN US6311011026) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds USA

Nikkei 225® UCITS ETF (LU0378453376) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des Nikkei 225 (R) Stock Average Index (ISIN XC0009692440) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Japan

NYSE Arca Gold BUGS UCITS ETF (LU0488317701) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des NYSE Arca Gold BUGS (TM) Index (ISIN XC0009699965) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Gold

PSI 20 UCITS ETF (LU0444605215) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des PSI 20 (Preis-) Index anknüpft. Zur Erreichung des Anlageziels wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Branchen + Themen/Sonstige

SDAX® TR UCITS ETF (LU0603942888) Comdirect,

Das Ziel besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des SDAX (R) TR Index anknüpft. Der Index ist der Auswahlindex für 50 kleinere Unternehmen, sogenannte Small Caps. Enthalten sind die klassischen Industriebranchen, darunter Medien, Chemie, Transport, Industrie und Finanzdienstleistungen. Zur Erreichung des Ziels wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und kann zudem derivative Techniken einsetzen, wie z.B. mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Deutschland/Nebenwerte

STOXX ® Europe 600 Food & Beverage NR UCITS ETF (LU0378435803) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des STOXX (R) Europe 600 Food & Beverage (NR) (Performance Index) (ISIN EU0009658756) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Nahrung

STOXX ® Europe 600 Health Care NR UCITS ETF (LU0378435985) Comdirect,
Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des STOXX (R) Europe 600 Health Care (NR) Index (Performance Index) (ISIN EU0009658731) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Pharma + Gesundheit

STOXX ® Europe 600 Real Estate NR UCITS ETF (LU0378436793) Comdirect,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des STOXX (R) Europe 600 Real Estate (NR)Index (Performance Index) (ISIN CH0024505791) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Immobilien + Reits/Europa

STOXX ® Europe 600 Banks NR UCITS ETF (LU0378435399) OnvistaBank,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des STOXX (R) 600 Banks NR Index (ISIN EU0009658814) (Performance Index) anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Finanzwerte

Lyxor ETF Euro Corporate Bond – C-EUR  (FR0010737544) OnvistaBank,

Der Fonds bildet den Anleihenindex Markit iBoxx EUR Liquid Corporates nahezu eins zu eins ab. Der Markit iBoxx EUR Liquid Corporates Index bildet 40 in Euro denominierte Unternehmensanleihen mit Investment Grade ab. Um die größtmögliche Korrelation mit der Performance des Index zu erreichen, wird der Fonds in einen Korb mit Wertpapieren aus der Eurozone und in Höhe von maximal 10% seines Vermögens in einen außerbörslich gehandelten aktien-, anleihe- und indexbezogenen Swap anlegen.
Kategorie: Rentenfonds EUR/Unternehmen

F.A.Z. Index UCITS ETF (LU0650624025) OnvistaBank,

Das Anlageziel besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des F.A.Z. Index anknüpft. Der Index umfasst die Aktien der 100 bedeutendsten Unternehmen, die Ihren Hauptsitz in Deutschland haben und an der Deutschen Börse gelistet sind. Zur Erreichung des Anlageziels wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und kann zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Deutschland

TOPIX ® UCITS ETF (LU0392496773) OnvistaBank,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des TOPIX (R) Index anknüpft. Hierzu wird der Fonds in erster Linie in übertragbare Wertpapiere investieren und zudem derivative Techniken einsetzen, wie zum Beispiel mit einem Swap-Kontrahenten zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.
Kategorie: Aktienfonds Japan

Lyxor ETF Eastern Europe (CECE NTR EUR) – C-EUR  (FR0010204073) OnvistaBank,

Das Anlageziel des Fonds besteht darin, die Entwicklung des CECE EUR Index nachzubilden und dabei gleichzeitig die Standardabweichung der Renditen (Tracking Error) zwischen dem Fonds und dem CECE EUR Index so gering wie möglich zu halten. Das Ziel ist ein über einen Zeitraum von 52 Wochen berechneter Tracking Error von weniger als 1%. Sollte der Tracking Error trotz allem 1% übersteigen, besteht das Ziel darin, unterhalb von 5% der Volatilität des CECE EUR Index zu bleiben.
Kategorie: Aktienfonds Osteuropa

Liste der neuen ETFs - Weltweit investieren

AKTIEN ETFs

„DAX® TR UCITS ETF (LU0378438732)“,
„DE000ETF9504_COMSTAGE_1_EURO_STOXX_50_UCITS_ETF“,
„MDAX TR UCITS ETF (LU1033693638)“,
„CAC 40 UCITS ETF (LU0419740799)“,
„Dow Jones Switzerland Titans 30 TR UCITS ETF (LU0392496427)“,
„FTSE China A50 UCITS ETF (LU0947415054)“,
„HSI UCITS ETF (LU0488316729)“,
„LU1104577314_COMSTAGE_MSCI_SPAIN_TRN_UCITS“,
„MSCI USA Large Cap TRN UCITS ETF (LU0392495882)“,
„MSCI USA Small Cap TRN UCITS ETF (LU0392496005)“,
„MSCI World TRN UCITS ETF (LU0392494562)“,
„Nasdaq-100® UCITS ETF (LU0378449770)“,
„Nikkei 225® UCITS ETF (LU0378453376)“,
„NYSE Arca Gold BUGS UCITS ETF (LU0488317701)“,
„PSI 20 UCITS ETF (LU0444605215)“,
„SDAX® TR UCITS ETF (LU0603942888)“,
„STOXX ® Europe 600 Food & Beverage NR UCITS ETF (LU0378435803)“,
„STOXX ® Europe 600 Real Estate NR UCITS ETF (LU0378436793)“,
„STOXX ® Europe 600 Banks NR UCITS ETF (LU0378435399)“,
„Lyxor ETF Euro Corporate Bond – C-EUR (FR0010737544)“,
„F.A.Z. Index UCITS ETF (LU0650624025)“,
„TOPIX ® UCITS ETF (LU0392496773)“,
„Lyxor ETF Eastern Europe (CECE NTR EUR) – C-EUR“,
„ComStage ATX UCITS ETF – LU0392496690“,
„ComStage CAC40 UCITS ETF – LU0419740799“,
„iShares DivDAX® UCITS ETF (DE) – DE0002635273“,
„iShares Dow Jones Asia Pacific Select Dividend 30 – DE000A0H0744“,
„iShares Core EURO STOXX 50 UCITS ETF – IE00B53L3W79“,
„iShares Core MSCI Japan IMI UCITS ETF – IE00B4L5YX21“,
„iShares Core MSCI Pacific ex Japan UCITS ETF – IE00B52MJY50“,
„iShares Core MSCI World UCITS ETF – IE00B4L5Y983“,
„iShares S&P 500 Minimum Volatility UCITS ETF – IE00B6SPMN59“,
„iShares STOXX Europe Large 200 UCITS ETF (DE) – DE0005933980“,
„iShares STOXX Europe Mid 200 UCITS ETF (DE) – DE0005933998“,
„iShares STOXX Europe Small 200 UCITS ETF (DE) – DE000A0D8QZ7“,
„ComStage STOXX Europe 600 Constr. & Mat – LU0378435639“,
„ComStage STOXX Europe 600 Financial Serv – LU0378435712“,
„ComStage STOXX Europe 600 Ind. Goods & Serv – LU0378436017“,
„ComStage STOXX Europe 600 Technology – LU0378437098“,
„ComStage STOXX Europe 600 Utilities – LU0378437338“,
„ComStage Dow Jones Switzerland Titans 30 – LU0392496427“,
„ComStage MSCI EMU TRN – LU0392494729“,
„ComStage MSCI Italy TRN – LU1104574725“,
„ComStage MSCI Spain TRN – LU1104577314“,
„ComStage Nasdaq-100 – LU0378449770“,
„ComStage STOXX Europe 600 Autom. & Parts – LU0378435043“,
„ComStage STOXX Europe 600 Chemicals – LU0378435555“,
„ComStage STOXX Europe 600 Food & Bev – LU0378435803“,
„ComStage STOXX Europe 600 Health Care – LU0378435985“,
„ComStage STOXX Europe 600 Insurance – LU0378436108“,
„ComStage STOXX Europe 600 Media – LU0378436363“,
„ComStage STOXX Europe 600 Oil & Gas – LU0378436447“,
„ComStage STOXX Europe 600 Personal & Household Goods – LU0378436520“,
„ComStage STOXX Europe 600 Retail – LU0378436876“,
„ComStage STOXX Europe 600 Travel & Leisure – LU0378437254“,
„iShares MSCI Europe Momentum Factor – IE00BQN1K786“,
„iShares MSCI Europe Quality Factor – IE00BQN1K562“,
„iShares MSCI Europe Size Factor – IE00BQN1KC32“,
„iShares MSCI Europe Value Factor – IE00BQN1K901“,
„iShares MSCI World Momentum Factor – IE00BP3QZ825“,
„iShares MSCI World Quality Factor – IE00BP3QZ601“,
„iShares MSCI World Size Factor – IE00BP3QZD73“,
„iShares MSCI World Value Factor – IE00BP3QZB59“,
„iShares MSCI UK – IE00B539F030“,
„iShares MSCI USA Small Cap – IE00B3VWM098“,
„iShares SLI – DE0005933964“,
„iShares US Equity Buyback Achievers – IE00BQT3VN15“,
„iShares China Large Cap IE00B02KXK85“

BONDS ETFs

„ComStage CB Bund-Future TR -LU0508799334“,
„ComStage iBoxx EUR Germany Cov. Cap. Overall TR – LU0488317610“,
„ComStage iBoxx EUR Germany Cov. Cap. 3-5 TR – LU0488317370“,
„ComStage iBoxx EUR Germany Cov. Cap. 5-7 TR – LU0488317453“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. Overall TR – LU0444605645“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. 1-3 TR – LU0444605991“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. 10-15 TR – LU0444606452“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. 15+ TR – LU0444606536“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. 25+ TR – LU0444606619“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. 3-5 TR – LU0444606023“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. 3m-1 TR – LU0444605728“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. 5-7 TR – LU0444606296“,
„ComStage iBoxx EUR Liq. Sov. Div. 7-10 TR – LU0444606379“,
„ComStage iBoxx EUR Sov. Germ. Capped 1-5 TR – LU0444606882“,
„ComStage iBoxx EUR Sov. Germany Capped 10+ TR – LU0444607005“,
„ComStage iBoxx EUR Sov. Germ. Capped 3m-2 TR – LU0444606700“,
„ComStage iBoxx EUR Sov. Germ. Capped 5-10 TR – LU0444606965“,
„ComStage iBoxx EUR Sov. Infl.-Link. Euro-Infl. TR – LU0444607187“,
„iShares Emerging Asia Local Government Bond – IE00B6QGFW01“,
„iShares Emerging Markets Local Government Bond – IE00B5M4WH52“,
„iShares J.P. Morgan $ Emerging Markets Bond – IE00B2NPKV68“,
„iShares J. P. Morgan $ EM Bond EUR Hedged – IE00B9M6RS56“,
„iShares $ Emerging Markets Corporate Bond – IE00B6TLBW47“,
„Lyxor UCITS ETF iBoxx $ Liquid Emerging Markets Sovereigns – FR0010967323“,
„iShares Global Corporate Bond – IE00B7J7TB45“,
„iShares Global Corporate Bond EUR Hedged – IE00B9M6SJ31“,
„iShares Global Inflation Linked Government Bond – IE00B3B8PX14“,
„iShares Global High Yield Corp Bond – IE00B74DQ490“

Anleitung: So einfach geht es

Um die Transaktionskosten möglichst gering zu halten und die Käufe zu automatisieren, setzen wir für jeden Markt, den wir jetzt kaufen wollen, einen Sparplan bei der Comdirect bzw. OnvistaBank auf. Dadurch wird auch in den Folgemonaten automatisch zu einem von uns vorher definierten Betrag gekauft. Diesen ETF-Sparplan setzen wir dann einfach aus, wenn der Markt nicht mehr unter unseren gewünschten 40 Prozent vom letzten Hoch notiert. Dieses Aussetzen ist aktuell bei vielen Banken noch kostenfrei. So kann es passieren, dass Sie gerade 10 oder 20 Sparpläne aussetzen. Wenn einer dann wieder interessant wird, können Sie diesen einfach wieder aktivieren.

In unserem monatlichen Newsletter werden wir immer auf mögliche Einstiege hinweisen. Tragen Sie sich einfach in unseren kostenlosen Newsletter ein.

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Day-Trading ohne Bauchschmerzen – Wenn Fundamentalanalysten zu Day-Tradern werden.

Day-Trading ohne Bauchschmerzen – Wenn Fundamentalanalysten zu Day-Tradern werden.

Als Fundamentalanalyst und Value-Investor komme ich im Durchschnitt auf 3,7 Wertpapierkäufe im Monat – wovon gut die Hälfte Absicherungen sind. Doch alle paar Jahre gibt es ein bis zwei Monate, da werden es auch mal 25 Trades und mehr.

 

Der erste „erfolgreiche“ Versuch im Day-Trading

Ein Déjá-vu: Ich erinnere mich auf einmal als wäre es gestern gewesen. Im März 2011 als es in Fukushima, Japan zur Nuklearkatastrophe kam, rückten die erneuerbaren Energien in den Vordergrund. Jeder Anleger, Börsenbrief und auch jede Zeitschrift analysierte die zukunftsträchtigen Aktien. Alle suchten die Aktie, die den Unterschied macht und von dem Unfall in Fukushima stark profitiert. Nach einer, für meine damaligen Kenntnisse, ausführliche Analyse blieben zwei Unternehmen (welche spielt hier keine Rolle) auf meiner Liste. Wichtig hier war, dass der Intraday-Chartverlauf so ziemlich jeden Tag gleich aussah –stark in der europäischen Haupthandelszeit, etwas schwächer bei den amerikanischen und noch schwächer im asiatischen Handel. So konnte ich die Aktien oft morgens kaufen und am Nachmittag verkaufen. Diese Trades haben mich nicht reich gemacht, aber ich habe jeden oder zumindest jeden zweiten Tag ein paar Euro verdienen können.

 

Ohne Bauchschmerzen und Emotionen Traden

Was mich aber besonders an dieser Form des „Intradayhandels“ fasziniert hat, ist der Fakt, dass ich die Aktien sowieso im Depot haben wollte. Das heißt, ich habe nicht jeden Tag ein wahnsinnig hohes CRV gebraucht, denn wenn die Aktie zwei Tage leicht fiel oder auf der Stelle tummelte, war das nicht schlimm. Ich habe sie dann einfach gehalten und konnte mich auch an dem Besitz erfreuen.

Oft sind es die Emotionen, die das Traden zu diesem unglaublich schwierigen Beruf machen. Immer sind es die gleichen drei Optionen, die einem immer wieder im Kopf umschwirren: kaufen, verkaufen oder doch halten?

Viele Versuche im Handel mit Optionen, Futurs und auch Währungspaaren habe ich abgebrochen, da sie mich emotional einfach zu sehr gefordert haben. Vieles hätte auf langes Sicht wirklich vielversprechend enden können, aber mein größtes Problem war das ständige Zweifeln. Heute weiß ich, dass der Hauptgrund einfach auch der war, dass ich die meisten Produkte eigentlich nie besitzen wollte. Ich war froh, wenn ich diese wieder los war. Dieser Wunsch im Hinterkopf hat des Öfteren zu zu frühen, emotionalen Verkäufen geführt.

 

Der Rohstoffmarkt als Möglichkeit

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass ich von einem Déjá-vu geschrieben habe. Die Idee für den Artikel kam mir, als ich auf der Suche nach einem Minenunternehmen für mein Portfolio war. Denn auch hier hatten/ haben wir gerade eine Situation, die die Edelmetalle wieder in den Vordergrund rücken. Ein starker Abverkauf in den letzten Jahren und eine eventuell unsichere Zeit sind die Gründe dafür. Trump, Brexit, große Banken in Geldnot und viele weitere unschöne Szenarien KÖNNTEN eine Trendwende einleiten.

Zurück zum Thema: Auch hier habe ich ein Unternehmen gefunden, dass für ein paar Wochen Intraday unter sehr starken Schwankungen litt und mir in dieser Zeit ein paar Euro verschaffte. 🙂 Da ich in der Aktie gerade selbst investiert bin und wir von InsideTrading keine Anlageberatung betreiben, ist es mir nicht möglich diese Aktie zu benennen.

Mir ging es in diesem Artikel eher um die Idee dahinter und um EURE Meinng. Wie steht ihr zu dem Thema Day-Trading? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht und habt ihr schon einmal den selben Ansatz verfolgt?

Risikomanagement im CFD-Trading – Theorie, Praxis, der Ist-Zustand

Risikomanagement im CFD-Trading – Theorie, Praxis, der Ist-Zustand

Das Risikomanagement oder auch Money-Management entscheidet an der Börse zwischen Sieg und Niederlage. Vor allem bei dem CFD-Trading, bei dem man versucht von kleineren Bewegungen zu profitieren, kann man ohne die richtige Absicherung bereits mit einem Trade alles verlieren. Doch wie wird man vom betenden und hoffenden Spieler zum rational denkendem Trader? Wir haben dazu eine kleine Anleitung zusammengestellt.

 

Risikomanagement – Der Ist-Zustand!

Bei vielen Anfängern und auch Fortgeschrittenen sieht das Trading wie folgt aus: Das Einstiegssignal kommt und es wird eine Position eröffnet. Das Einstiegsignal kann ein Indikator, die Charttechnik, Nachrichten oder einfach der Fakt sein, dass der Trader jetzt gerade Zeit hat – Auf die Einstiege gehen wir hier jetzt nicht weiter ein.

Anschließend wird die Position beobachtet. Sollte diese sofort in den Gewinn laufen, dann reicht einem dieser häufig nicht. Man wird gierig und glaubt, dass die Position immer weiter für einen laufen wird. So wird die Position erst wesentlich später als geplant mit einem kleinen Gewinn oder sogar einem Verlust geschlossen. Fällt die Position hingegen nach der Eröffnung direkt in die Verlustzone, dann wird diese Position meist gehalten. Man akzeptiert nicht, dass man einen Fehler gemacht haben könnte und glaubt in dieser Situation, man wisse es besser als der Markt. Gedanken wie, „die Position dreht schon wieder“, gefolgt von innerlichem Anfeuern steht dann auf der Tagesordnung. Siehe da, in einigen Fällen hilft das Beten beziehungsweise Anfeuern auf scheinbar magische Weise und die Position dreht wirklich wieder. Man kann sie mit einem nur kleinen Verlust oder sogar mit einem kleinen Gewinn schließen. Der Händler versteht nicht, dass ein Verlust, welcher gemanagt wird und sich im Rahmen eines guten Money-Management bewegt, ein erfolgreiches Geschäft war. Er knüpft Erfolg an einen Geldbetrag, den er mit der Position erwirtschaften wollte. So wiederholt sich diese Achterbahn der Gefühle anschließend ein paar Mal und führt zu vielen kleinen Gewinnen und ein bis zwei großen Verlusten, die das Konto plätten.

 

Risikomanagement – die Theorie

Das Schöne am CFD-Trading ist, dass die Produkte denkbar einfach gestrickt sind. Es gibt keine Einflussfaktoren wie Delta, Gamma, Vega, Theta oder Rho. Auch ein Mathematikstudium oder ein genauer Blick auf die Marktsituation ist nicht zwingend notwendig, da sich ein CFD immer gleich verhält. Zudem kommt es zu den Haupthandelszeiten des jeweiligen Brokers kaum zu Spread-Ausweitungen und auch ein Aufgeld von seitens des Emittenten ist kein Thema.

 

Das Risiko minimieren

Um das Risiko zu minimieren, muss das Risiko begrenzen werden. Sollte die Position gegen uns laufen, muss der CFD-Kontrakt bei einem gewissen Verlust automatisch geschlossen werden. Dies erfolgt durch einen Stop Loss. Alles zum Stop Loss erfahren Sie in dem Video.

Das Absichern JEDER Position durch einen Stop Loss ist schon die halbe Miete. Vermutlich liegt das vorrangige Ziel Ihrer Trading-Aktivität aber nicht nur darin, den eingesetzten Geldbetrag nicht zu verlieren. Sie wollen auch etwas oder sogar etwas mehr Gewinn an den Märkten erwirtschaften. Bei jedem Trade, den Sie eingehen, sollte der mögliche Gewinn größer sein, als der mögliche Verlust. Man nennt diese Relation „Chance-Risiko-Verhältnis“. Nachfolgend verwenden wir für das Chance-Risiko-Verhältnis die Abkürzung CRV. Ein CRV von 3:1 bedeutet also, dass Sie für jeden riskierten Euro, 3 Euro bekommen könnten. Wie Sie sicherlich schon mitbekommen haben, behält man an den Finanzmärkten nicht immer Recht. Ein positives CRV von beispielsweise 5:1 ermöglicht es Ihnen vier Mal falsch zu liegen und dennoch mit dem fünften Trade wieder profitabel zu werden.

Hier ist die Rechnung:

Bei den nachfolgenden Trades riskiert der Händler pro Trade 10 Euro mit einem potenziellen Gewinn von 50 EUR. Es handelt es sich also um ein CRV von 5:1.

  1. Trade: -10 Euro
  2. Trade: -10 Euro
  3. Trade: -10 Euro
  4. Trade: -10 Euro
  5. Trade: +50 Euro

Gesamt: +10 Euro

 

Wie viel darf man pro Trade riskieren?

Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, denn es gibt hier kein Richtig oder Falsch. Wir von InsideTrading sind ein großer Fan von der Faustformel: „Man riskiert nicht mehr als ein Prozent des Kontoguthabens“. Der Grund hierfür ist denkbar einfach. Wenn Sie es schaffen, Ihr Risiko bei jedem Trade unterhalb von einem Prozent zu halten, dann können Sie sehr oft falsch liegen.

Zwei Beispiele dazu:

Sie starten mit einem 1000 EUR Konto und riskieren bei jedem Trade 20%.

  1. Trade -200 EUR -> Depot 800 EUR
  2. Trade -160 EUR -> Depot 640 EUR
  3. Trade -128 EUR -> Depot 512 EUR
  4. Trade -103 EUR -> Depot 409 EUR

Bei diesem hohen Risiko verlieren Sie bei 4 erfolglosen Trades fast 60 Prozent des gesamten Guthabens und sind so schnell handlungsunfähig. (bei beiden Beispielen wurde großzügig gerundet)

Sie starten mit einem 1000 EUR Konto und riskieren bei jedem Trade 1%.

  1. Trade -10 EUR -> Depot 990 EUR
  2. Trade -10 EUR -> Depot 980 EUR
  3. Trade -10 EUR -> Depot 970 EUR
  4. Trade -10 EUR -> Depot 960 EUR

Bei diesem Risiko haben Sie durch die 4 Verlust-Trades nur knapp 4 Prozent Ihres Guthabens verloren. (bei beiden Beispielen wurde großzügig gerundet)

Kritik: Jetzt sagen Sie bestimmt: „Aber wenn das Risiko so gering ist, dann ist auch der Gewinn extrem niedrig.“ Das stimmt zwar in den meisten Fällen, ABER dieser Ansatz ermöglicht es Ihnen lange genug im Spiel zu bleiben, um langfristig erfolgreich zu sein. Zudem reden wir hier davon das Risiko zu begrenzen und nicht den Gewinn bzw. die Erwartung.

 

 

Der Strategietester

Für unsere Kunden, Follower und auch alle anderen Trader haben wir einen Strategietester entwickelt. Hier können Sie kostenfrei überprüfen, ob Ihre Strategie langfristig aufgehen würde.

 

Hier sehen Sie die mögliche Kontoentwicklung für 100 getätigte Trades mit einer Trefferquote von 50%, einem CRV von 1:1 und einem Risiko von 2%.

Hier sehen Sie die mögliche Kontoentwicklung für 100 getätigte Trades mit einer Trefferquote von 50%, einem CRV von 1:1 und einem Risiko von 2%.

Hier sehen Sie die mögliche Kontoentwicklung für 100 getätigte Trades mit einer Trefferquote von 50%, einem CRV von 3:1 und einem Risiko von nur 1%.

Hier sehen Sie die mögliche Kontoentwicklung für 100 getätigte Trades mit einer Trefferquote von 50%, einem CRV von 3:1 und einem Risiko von nur 1%.

So gelangen Sie zu unserem Strategietester. Rechnen Sie Ihre Strategie einmal durch, bevor Sie mit dem Traden starten. Unten auf der Seite des Strategietesters finden Sie auch noch ein kleines Video zum Thema.

 

Teilschließungen

Wie heißt es schön im Wertpapierhandel „Man soll die Verlust begrenzen und die Gewinne laufen lassen“. Diese Weisheit ist oft zitiert und dennoch so schwierig umzusetzen. Das Problem hierbei ist, dass kein Kurs schnurstracks steigt. Es gibt immer kleine Rücksetzer. Bei der Betrachtung eines Rücksetzers ist es nachträglich leicht zu sagen: halten, kaufen, verkaufen, halten, verkaufen, kaufen,… . Währenddessen sieht es aber ganz anders aus: warten und eventuell kleinere Gewinne akzeptieren oder verkaufen und den möglichen Mehr-Gewinn nicht mitnehmen. Außerdem ist der Schmerz eines entgangenen Gewinnes größer. Diese emotionale Irrfahrt ist eine der schwierigsten Situationen im Live Trading und auch ein Demokonto oder Paper Trading können darauf nicht vorbereiten. Daher bedarf es auch hier Strategien und einem Regelwerk.

Eine mögliche Strategie, die man verfolgen kann, um Gewinne laufen zu lassen und Verlust klein zu halten, sind die Teilverkäufe. Teilschließungen oder Teileverkäufe sind bei vielen Tradern ein umstrittenes Thema. Kurz zur Theorie. Bei einer Teilschließung wird die Hälfte der Position nach Erreichen eines Zwischenziels geschlossen und die andere Hälfte lässt man laufen. Dadurch wird nach Erreichen des Zwischenziels ein Gewinn verbucht. Bei der zweiten Hälfte der Position zieht der Trader den Stop Loss dann meist mindestens auf das Einstiegsniveau nach. So kann man mit der Position als Ganzes nichts mehr verlieren.

Als umstritten gilt das Thema aus dem Grund, dass viele Trader sagen: Wenn man davon ausgeht, dass die Position noch weiter läuft, dann braucht man die Hälfte auch nicht schließen. So verschenkt man die Hälfte des Gewinns. All das ist Ansichtssache und hier gibt es unserer Meinung nach kein Richtig und kein Falsch. Ein Handelsstil sollte immer zur Persönlichkeit und den persönlichen Umständen passen. Falls ihr eine Meinung zu Teilschließungen habt, die sich mit dieser Idee nicht deckt, teilt uns das gerne in den Kommentaren mit. Mit Sicherheit könnt ihr so anderen bei dieser komplizierten Thematik helfen.

 

Gewinne laufen lassen – Trailing-Stop

Eine der bekanntesten Möglichkeiten, um sowohl das Risiko zu begrenzen, als auch den Gewinn laufen zulassen, ist der Trailing Stop.

Der Trailing-Stop ist ein nachziehender Stop-Loss. „To trail something“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „etwas hinter sich her ziehen“. Solange der Kurs der Aktie steigt, bewegt sich der Trailing-Stop in gleichbleibendem Abstand hinterher. Bei fallenden Kursen stagniert der Trailing-Stopp jedoch und löst den Verkauf als Market-Order („Bestens“) aus, sobald der Kurs unter die nachgezogene Marke fällt.

Trailing-Stop-Order können auch für eine Kauforder als Start-Buy-Order gesetzt werden. Die Order wird als „Billigst“ ausgeführt. Trader verwenden den Trailing-Stop, um Gewinne abzusichern oder Verluste zu begrenzen. Als Limit sind absolute oder prozentuale Differenzwerte möglich.

Schauen wir uns ein Bespiel an. Sie kaufen eine Aktie, die nach sehr guten Nachrichten stark steigt und eigentlich haben Sie Ihr vorher festgelegtes Ziel-Niveau schon überschritten. Sie müssten die Position jetzt eigentlich verkaufen. In genau dieser Situation ermöglicht der Trailing-Stop den perfekten Ausstieg. Sie platzieren diesen einfach auf Ihrem eigentlichen Ziel-Niveau, nehmen die steigenden Kurse mit und werden ausgestoppt, sobald der Kurs wieder fällt.

 

 

Goldene-Regeln des Risikomanagement

Begrenzen Sie Ihre Verluste!!!

  • Stop Loss setzen
  • Take Profit verwenden
  • Maximal 1 Prozent des Guthabens riskieren
  • Positives Chance-Risiko-Verhältnis (CRV)
  • Gute Einstiege, damit die Trefferquote passt, sind aber auch nicht ganz unwichtig 🙂
  • Testen Sie Ihre Strategie in unserem Strategietester
  • Beschäftigen Sie sich mit den verschiedenen Orderarten

 

 

MetaTrader Secrets – Den MACD anpassen und eine 2. Linie einfügen

MetaTrader Secrets – Den MACD anpassen und eine 2. Linie einfügen

Der MetaTrader (MT) gehört mittlerweile zu den beliebtesten Handelsplattformen im Forex- und CFD-Trading. Die von MetaQuotes entwickelte Tradingsoftware ist so konzipiert, dass Beginner sofort und ohne jedes Vorwissen mit dem Handeln starten können und auch Fortgeschrittene auf ihre Kosten kommen.

In unsere Serie „MetaTrader Secrets“ schauen wir uns nützliche Einstellungen an, die nicht jedem bekannt sind, aber für alle von großem Vorteil sein könnten. Heute:

Den MACD anpassen und eine 2. Linie einfügen:

 

So funktioniert es:

  1. Klicken Sie im MetaTrader auf Datei -> Dateiordner öffnen –> MQL4 -> Indicators.
  2. Suchen Sie anschließend nach der Datei „MACD.mq4“ und klicken Sie doppelt auf diese, woraufhin sich der MetaEditor öffnet.
  3. Hier verändern Sie in Zeile 36 „DRAW_HISTOGRAM“ zu „DRAW_LINE“.
  4. Dann klicken Sie auf die Diskette in der Menüleiste, um die Änderungen zu speichern.
  5. Mit dem grünen „Play-Button“ in der Menüleiste können Sie die Änderung ausführen.

 

MetaTrader4 MACD anpassen

Sollten Sie noch weitere Ideen für Videos oder Fragen zum MetaTrader haben, kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail oder hinterlassen Sie einen Kommentar.

 

PS: sollten die Dateien in dem MetaTrader nicht finden, dann können Sie diese hier herunterladen. MACD
Diese Dateien einfach entpacken und in den Order einfügen: Datei -> Dateiordner öffnen –> MQL4 -> Indicators

 

3 Methoden der Risikobegrenzung

3 Methoden der Risikobegrenzung

Methoden der Risikobegrenzung: Risiken sind ein schwer greifbares und dennoch beim Traden und Investieren allgegenwärtiges Thema. Welche Möglichkeiten gibt es dennoch sich vor diesen Risiken zu schützen und trotz all der Maßnahmen weiterhin die Chance auf Gewinne zu wahren?

Das meistbekannte Mittel zur Risikoreduktion ist der Stopp-Loss, eine Order, die die offene Position zum vorher festgelegten Kurs glattstellt.
Dabei bedeutet Glattstellen im Fall eines Kaufs, den Verkauf der Position und im Fall einer Short Position den Rückkauf der leerverkauften Produkte.
Des Weiteren gibt es noch die folgenden Methoden der Risikobegrenzung:

  1. Produktwahl
  2. Hedge durch ein Derivat
  3. Hedge durch das Einnehmen der Gegenposition.

Bei der Produktwahl stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, um das genannte Problem zu beseitigen.
So gibt es CFD Broker, welche einen garantierten Stopp anbieten. Dieser ist zu bedienen wie ein normaler Stopp Loss jedoch mit dem Unterscheid, dass eine Ausführung zum eingegebenen Preis garantiert wird. Für diese Garantie ist eine Prämie zu entrichten.

Eine weitere Möglichkeit wäre das Handeln einer Option auf der Kauf Seite, also entweder das Kaufen einer Call oder Put Option.
Dies ermöglicht das Partizipieren an der darauf folgenden Kursentwicklung. Dabei kann aber die Option nie weniger Wert werden als 0 Cent und somit ist ein Verlust über den geplanten hinaus unmöglich (sofern der Wert der Optionen das geplante Risiko war).
Ähnlich einem garantierten Stopp Loss bestünde noch die Alternative über Knock-Out Produkte in den gewünschten Markt zu investieren.
Beispiele für solche Produkte sind Waves, Turbos oder Mini-Futures. Diese Produkte funktionieren prinzipiell gleich, werden jedoch von unterschiedlichen Banken emittiert und entsprechend benannt (mehr zu Knock Outs).
Diese Produkte gewähren das gehebelte Partizipieren an einem Basiswert. Im Unterschied zu einer Aktie oder einem CFD verfällt jedoch das Produkt beim Unter/- Überschreiten des Basiswertes.
Im Depot fällt der Wert des Produkts nachhaltig auf 0 und wird in Folge von der Depotführenden Bank ausgebucht. Der Hebel ist variabel bis zum Kauf des Produkts, danach ist dieser fest.

Für den Fall, dass die Grundposition nun eine Aktie, Anleihe oder eine Währung sein soll, bei der die genannten Möglichkeiten eben nicht bestehen, so kann man die Risiken eines Kurssprungs trotz allem begrenzen. Dies lässt sich umsetzen, indem zum Beispiel bei einer Kaufposition, eine entsprechende Put Option gekauft wird. Diese versichert nun das Portfolio vor einem Wertverfall der Aktie. Bei der Nutzung einer Option muss jedoch beachtet werden, dass die Wertentwicklung vor Ablauf der Laufzeit nicht linear erfolgt und erst zum Verfallstermin der Wert dem inneren Wert entspricht.
Sollte dieser Effekt nicht gewünscht sein, so können auch die andern bereits erwähnten Produkte verwendet werden, da Turbos und oder CFDs außer vom Preis des Produkts und einer Finanzierungskomponente, die für den Hebel fällig wird, von keinem anderen Faktor abhängen.
Neben Optionen und emittierten Derivaten gibt es auch noch die Möglichkeit große Positionen einen Hedge über Futures zu gewährleisten.

Die dritte zu Beginn genannte Idee ist die einfachste, aber gleichzeitig wohl auch die Problematischste, da eine Gegenposition nicht immer eingenommen werden kann.
Um die Idee aber kurz abzurunden: Wenn eine Kaufposition von 100 Aktien vorliegt, so bestünde die einfachste Möglichkeit risikolos im Markt zu sein die gleiche Anzahl Aktien short zu gehen.
Dies erspart das Glattstellen der Position, da diese zum Beispiel zu einem guten Stop Niveau eingegangen wurde.
Jedoch gibt es eine Vielzahl von Finanzprodukten, bei denen der beschriebene Ansatz aufgrund von Shortselling Restriktionen oder mangelnder Liquidität nicht möglich ist.

Liebe Grüße
InsideTrading

RSI – Relative Strength Index

RSI – Relative Strength Index

Der Relative Strength Index (RSI) gehört zu den Oszillatoren und wird im deutschsprachigen Raum auch oft als Relative-Stärke-Index oder Relative-Stärke-Indikator bezeichnet. Erfinder des RSI ist J. Welles Wilder, der diesen und weitere technische Indikatoren erstmalig in seinem bahnbrechenden Buch „New Concepts in Technical Trading Systems“ im Jahre 1978 erwähnte.

Der Relative Strength Index setzt die aktuellen und historischen Stärken und Schwächen eines Finanzproduktes ins Verhältnis. Grundlage für die Berechnung sind die Schlusskurse des vorher festgelegten Betrachtungszeitraums.

Der RSI wird auch als Momentum-Oszillator bezeichnet, da dieser sich auf die Geschwindigkeit und das Ausmaß der aktuellen Preisbewegungen bezieht.

Das bedeutet, dass Wells die Dynamik des Verhältnisses von höheren zu niedrigeren Schlusskursen betrachtet und somit Finanzprodukte mit einer positiven Entwicklung ein höheres RSI aufweisen als Finanzprodukte mit einer negativen Preisentwicklung.

Der übliche und von Wilder empfohlene Betrachtungszeitraum ist 14 Tage, aber dieser ist grundsätzlich frei wählbar. Ein kürzerer Betrachtungszeitraum führt zu einer hohen Volatilität und vielen Signalen, wohingegen ein längerer Zeitraum weniger Signale generiert.

Wie berechnet sich der RSI

Nachdem es einen neuen Schlusskurs gibt, wird erst einmal festgestellt, ob es sich in dieser „neuen“ Periode um eine positive (U upward Change) oder negative (D downward Change) Entwicklung handelt.

Positive Entwicklung:
U = Schlusskurs (neu) – Schlusskurs (alt)
D = 0

Negative Entwicklung:
D = Schlusskurs (alt) – Schlusskurs (neu)
U = 0

Wenn es keine Veränderung zum vorherigen Betrachtungszeitraum gibt, ist U= D= 0.

Als nächstes wird die Summe aller U und D für den entsprechenden Betrachtungszeitraum (n-Perioden) berechnet und durch n geteilt, um das arithmetische Mittel (Mittelwert) zu erhalten.

Summe aller positiven Entwicklungen:
Sum (D) = n1 + n2 + … +nn

Summe aller negativen Entwicklungen:
Sum (U) = n1 + n2 + … + nn

arithmetisches Mittel der positiven Entwicklungen in n Perioden:
avg (D) = Sum (D) / n

arithmetische Mittel der positiven Entwicklungen in n Perioden:
avg (U) = Sum (U) / n

Dadurch berechnet sich der Relative Strength Index wie folgt:
RSI = avg (D) / (avg (D)+ avg (U))

Anwendung

Der Relative Strength Index ist ein Indikator, der nicht im Preischart eingezeichnet wird, sondern darunter oder darüber zu finden ist (siehe Titelbild). Der Wert des Relative-Stärke-Index ist eine Zahl zwischen 0 und 100, wobei die einzelnen Werte zu einem Chart verbunden werden. Der Indikatoraufbau ist wie folgt:

RSI

In der Regel gibt es eine obere Markierungslinie bei 70, eine mittlere bei 50 und eine untere Markierungslinie bei 30. Die RSI-Werte werden als Chart dargestellt (hier blau).

Interpretation

Die Intention von Wilder ist es, mit diesem Indikator überkauftes und überverkauftes Verhalten an den Märkten zu signalisieren. Das bedeutet, wenn Kurse sehr stark und schnell steigen, dann werden diese irgendwann überkauft sein und dieses führt dazu, dass diese wieder fallen auch wenn es nur für eine kurze Korrektur ist. Dasselbe gilt natürlich vice versa: wenn ein Markt oder das Finanzprodukt sehr stark und schnell fällt, dann wird dieses irgendwann überverkauft sein und nicht weiter fallen, sondern wieder steigen.

Der RSI signalisiert überkauftes und überverkauftes Verhalten und das bedeutet, dass eine Reaktion vom Markt und damit einhergehend eine Gegenbewegung bevorsteht.

 RSI_überkauft_überverkauft

Im Bild sehen wir in blau den Relative Strength Index als Chart eingezeichnet. Der RSI gibt die aktuelle/jüngste Stärke bzw. Schwäche eines Finanzproduktes an und die Steigung des RSI ist zu der Geschwindigkeit der Veränderung des Trends direkt proportional.

Wilder glaubt, dass Höchst- und Tiefst-Positionen durch einen Relative Strength Index von über 70 oder unter 30 dargestellt werden. So wird ein RSI-Trading-Level von über 70 als überkauft und ein RSI-Trading-Level von unter 30 als überverkauft gewertet. Kurse zwischen 30 und 70 werden als neutral bezeichnet, ein RSI von 50 weist keinen Trend auf.

Abweichungen / Divergenzen

Grundsätzlich wird angenommen, dass eine Divergenz zwischen dem RSI und der Preisentwicklung ein starker Indikator für eine bevorstehende Trendwende ist. Eine bearische Divergenz liegt vor, wenn die Preisentwicklung des Basiswertes ein neues Hoch ausbildet, aber dieses vom RSI nicht durch neue Hochs bestätigt wird. Für die bullische Divergenz gelten neue Tiefs in der Preisentwicklung und eine fehlende Bestätigung im RSI.

Hier geht es zu unseren großen Sammlung der wichtigsten Analysetools!

Geldanlage und Strategien – Value und Momentum Handel

Geldanlage und Strategien – Value und Momentum Handel

Geldanlage und Strategien – Warum Value und Momentum Handel sich nicht auschließen müssen.

Es gibt eine Vielzahl von Finanzprodukten, die sich hinsichtlich Zinsen, Risiko, Flexibilität und Laufzeit deutlich unterscheiden.

Einen maßgeblichen Anteil bei der Entscheidung über die Anlagestrategie spielt der Anlagehorizont.

Bei einem langfristigen Anlagehorizont geht bekanntlich kein Weg am Aktienmarkt vorbei.

Ist der Anlagehorizont begrenzt, stellt der Aktienmarkt aufgrund seiner Volatilität nicht die erste Alternative dar. Aktienkurse werden kurz- bis mittelfristig von unvorhersehbaren Ereignissen bestimmt. Terroranschläge, Notenbankäußerungen, Ölpreisschocks, geopolitische Konflikte, Währungskrisen sowie unprognostizierbares Anlegerverhalten können das Börsengeschehen massiv beeinflussen. Fundamentaldaten und wirtschaftliche Perspektiven geraten dabei regelmäßig aus dem Blickfeld der Marktteilnehmer.

Bereits Newton musste sich nach dem Platzen der Südseeblase eingestehen, dass er die Bewegung eines Himmelskörpers messen könne, aber nicht die menschliche Dummheit.

 

„I can calculate the movement of stars, but not the madness of men“

 

Daraus wird ersichtlich, dass die Gier an der Börse kein guter Ratgeber ist. Wer aber langfristig eine gute Rendite erwirtschaften möchte und keinen begrenzten Anlagehorizont hat, findet an den Aktienmärkten gute Chancen. Dies verdeutlicht auch die folgende Grafik:

 Statistisches BundesamtQuelle: Statistisches Bundesamt

 

Aktien gehören definitiv zu den Anlageformen, die in der gesamten Historie der Märkte durchschnittlich die beste Rendite vorweisen können. Anleger können bei zahlreichen Aktientiteln nicht nur von eventuellen Kursgewinnen, sondern ebenso von einer guten Dividendenrendite profitieren.

Für den langfristigen Erfolg an den Aktienmärkten gibt es mittlerweile unzählige Strategien und Produkte. Ob ein direktes Investment in Einzelaktien oder regelmäßiges Sparen über Aktienfonds oder ETF´s, für jeden Anleger ist etwas dabei.

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Die Anlage in Fonds oder ETF´s ist dabei die etwas leichtere Variante, da ein Großteil der Verantwortung abgegeben wird. Bei einem Fonds entscheidet der Fondsmanager, in welche Aktien oder Branchen investiert wird. Bei ETF´s entscheidet man sich beispielsweise für eine bestimmte Branche oder Region und folgt der Annahme, dass der Markt regelmäßig die beste Rendite erwirtschaftet.

Entschließt man sich, selber die Entscheidung zu treffen in welche Aktien investiert wird, sieht man sich unterschiedlichsten Investmentstrategien gegenüber.

Hier hat der Anleger die Qual der Wahl zwischen einer Value- oder Growth-Strategie. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Anlageentscheidung anhand der charttechnischen Analyse oder der Sentiment-Analyse zu treffen.

Welche Strategie nun am besten ist und langfristig den größten Erfolg verspricht, kann für die Zukunft niemals mit einer 100%igen Gewissheit vorausgesagt werden. Es bleibt lediglich der Blick in die Vergangenheit und die Erkenntnis, welche Strategie sich in der Vergangenheit am besten geschlagen hat.

Dennoch unterliegen die Finanzmärkte einem permanenten Wandel. Stichwort „Algos und High Frequency Trading“. Das Marktverhalten kann daher in Zukunft ein ganz anderes sein als noch in der Vergangenheit.

Daher bin ich überzeugt davon, dass es bei der Beurteilung der Marktsituation oder Analyse einer Einzelaktie ratsam ist, sich aus dem gesamten Instrumentarium der Analysemethoden zu bedienen. Über Fundamentaldaten und Charttechnik bis zum Sentiment sollte alles in die Anlageentscheidung miteinbezogen werden. Sofern dann mehrere Parameter in eine Richtung weisen, kann eine entsprechende Anlageentscheidung getroffen werden. Das Risiko einer falschen Entscheidung wird durch die Hinzuziehung mehrerer Indikatoren sicher nicht auf 0% gesenkt, aber man erhält zumindest eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine erfolgsversprechende Entscheidung.

 

Strategien kombinieren – Eine kluge Entscheidung oder Ausrede für fehlende Konstanz?

Grundsätzlich hat es sich an den Finanzmärkten als klug herausgestellt, eine Strategie konstant zu verfolgen und sich innerhalb dieser Strategie permanent weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Die Value-Strategie hat sich über Jahrzehnte als eine konstante und erfolgreiche Strategie herauskristallisiert. Hierfür gibt es verschiedenste Studien wie z.B. von Roger Ibottson[1], Fluck, Malkiel und Quandt[2] oder von Lakonishok, Vishny und Shleifer.[3]

 

Warum also die Value-Strategie nicht über Jahrzehnte umsetzen und verfolgen?

Der Value-Ansatz sollte regelmäßig eine wesentliche Rolle bei der Anlagestrategie einnehmen. So kann für jedes Portfolio ein solides Fundament geschaffen werden. Dieses Fundament sorgt für die nötige Stabilität, Qualität und sachliche, rationale Entscheidungen in schwierigen Marktphasen.

Dennoch gab es auch immer wieder Marktphasen, in denen der Value-Ansatz keine Outperformance gegenüber anderen Strategien erzielen konnte.

Regelmäßig in Konkurrenz zueinander stehen die Growth- und die Value Aktien. Der Growth-Ansatz steht dabei für Wachstums-Titel wie Facebook, Google oder Amazon. In den Value-Bereich lassen sich hingegen Unternehmen wie Microsoft, P&C oder Johnson & Johnson einordnen.

 Value-Momentum

Seit dem Jahr 2000 haben sich die Value-Aktien bzw. der MSCI World Value besser entwickelt als der MSCI World Growth. Dies bestätigt grundsätzlich die oben gemachte Aussage, dass die Value-Strategie historisch gesehen eine überdurchschnittliche Performance generiert.

Betrachtet man allerdings nur die vergangen 8 Jahre, haben sich die Growth-Titel besser geschlagen als die Konkurrenz aus dem Value-Segment.

Es ist also nicht ratsam, das eine oder das andere von vornherein auszuschließen. Stattdessen erscheint es sinnvoller, das Unternehmen im Vergleich zu seiner direkten Konkurrenz zu betrachten und folgendes zu analysieren.

  • Hat das Unternehmen einen absoluten Marktvorteil gegenüber der Konkurrenz?
  • Ist das Unternehmen im Vergleich zu seiner Konkurrenz fair bewertet?
  • Verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Momentum in der derzeitigen Marktsituation?

Darüber hinaus sollten natürlich auch die Perspektiven der Branche sowie die makroökonomische Situation miteinbezogen werden. Ein Unternehmen kann zwar der Branchenführer sein, aber wenn die Branche keine Perspektive hat, wird früher oder später auch das beste Unternehmen unter dem Druck des Marktes zusammenbrechen.

Warum das Momentum einbeziehen, wenn ich langfristig vom Unternehmen überzeugt bin?

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass starke Unternehmen, die mit einem günstigen Marktpreis bewertet sind, früher oder später wieder zu einem fairen Marktpreis zurückkehren.

Dass die Rückkehr zu einem fairen Marktpreis erfolgt, kann aber keinesfalls garantiert werden. Sofern dieses Szenario nicht einsetzt, könnte dies auf folgende Punkte zurückzuführen sein:

  1. Die eigene Analyse ist nicht zutreffend und der Markt liegt mit einer Minderung des Marktpreises richtig
  2. Die eigene Analyse ist zutreffend, aber die Geschäftsentwicklung des Unternehmens passt sich zukünftig dem Marktpreis an.
  3. Alternative: Der Markt braucht eine relativ lange Zeitdauer, um zu einem fairen Marktpreis zurückzukehren.

In der Regel werden qualitativ starke Unternehmen, die innerhalb ihrer Branche einen Marktvorteil haben, wieder zu einer fairen Bewertung zurückkehren. Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel und um diese Ausnahmen zu vermeiden, sollte das entsprechende Momentum abgewartet werden.

Durch die Timing-Komponente unter Zuhilfenahme des Momentums sowie der Charttechnik können insbesondere Value Late Winners und Value Traps ausselektiert werden.

Value_Traps

Dieser Ansatz bietet unter Anderem zwei Vorteile. Zum Einen kann das Risiko im Portfolio minimiert werden und zum Anderen sollte die Selektion zu einer verbesserten Performance führen.


[1] Decile Portfolios of the New York Stock Exchange, 1967-1984, Arbeitspapier Yale School Management
[2] The Predictability of Stock Returns: A Cross-Sectional Simulation, Fluck, Malkiel und Quandt, Journal of Economics and Statistics, Mai 1997
[3] Contrarian Investment, Exploration and Risk, Lakonishok, Vishny und Shleifer, Arbeitspapier Nr. 4360, National Bureau of Economic Research, Mai 1993

Lesen Sie mehr in unserem Traden lernen Ratgeber

Psychologie des Trends

Psychologie des Trends

Die Psychologie des Trends

Die Psychologie des Trends ist etwas was neben der normalen Theorie um den Trendaufbau mit Sicherheit Beachtung finden muss.

Man muss sich bei der technischen Analyse immer vergegenwärtigen, dass hinter der Kursbewegung immer verschiedene Marktteilnehmer stehen, die den Kurs bewegen. Aus welchen Gründen auch immer.

Warum sich der Kurs bewegt, ob aufgrund von Nachrichten, Fundamentalanalysen, Algorithmen oder ähnlichem ist bei der technischen Analyse egal. Wichtig ist, dass der Kurs sich bewegt.

Impulsbewegung die erste:

Wir nehmen mal an, dass der Pfefferminzia Fonds an der Aktie der InsideTrading AG(folgend: Aktie X) interessiert ist, weil diese günstig gehandelt wird. Der Fonds beginnt jetzt mit großen Stückzahlen in die Aktie einzusteigen. Die Nachfrage steigt → Der Kurs steigt zügig an!

image1

Es entsteht also eine zügige Bewegung. So eine Bewegung bringt meistens nach sich, dass andere Marktteilnehmer auf diese Bewegung aufmerksam werden. Ein ganz normaler Vorgang der so nicht nur an der Börse sondern überall vorkommt. Bei Bewegung entsteht Aufmerksamkeit.

Irgendwann wird aber ein Kursniveau erreicht sein, bei dem die Nachfrage nachlässt und das Angebot zunimmt.

Marktteilnehmer, welche von Anfang an in der Aktie investiert waren, liegen nun mit ihrer Position im Gewinn. Der eine mehr, der andere weniger. Sofern diese Marktteilnehmer eher spekulativ in die Aktie der InsideTrading AG eingestiegen sind, werden sie nach dem Kursanstieg beginnen die Aktie zu verkaufen.

Das Angebot nimmt zu.

Andere Anleger, die den Kursanstieg verfolgt haben und auf die Aktie der InsideTrading AG aufmerksam geworden sind, teilen sich nun auf. Ein Teil der Anleger, in der Regel die erfahrenen Anleger, beobachten die Aktie weiterhin, da sie nach dem Anstieg eine Korrektur erwarten.

Weniger erfahrene Anleger sind von der Aktie begeistert. Warum auch nicht? Alle Börsenzeitschriften empfehlen diese zum Kauf und das Potenzial liegt bei weiteren 200% in nur wenigen Wochen.

Sie steigen ein. Aber diese Marktteilnehmer befinden sich in der Minderheit, da nur wenige Marktteilnehmer bereit sind, bei den hohen Kursen noch zu kaufen.

Selbiges gilt für den Pfefferminzia Fonds. Aufgrund des hohen Kurses scheint die Aktie nicht mehr günstig. Der Fonds senkt die Käufe bzw. tritt am Markt nicht mehr als Käufer auf. Ggf. beginnt der Fonds sogar Stückzahlen seiner Position zu verkaufen und ein Teil der Gewinne mitzunehmen.

Das Ergebnis:

Die Nachfrage sinkt. Das Angebot erhöht sich.

Die Konsequenz daraus:

Es bildet sich der erste Hochpunkt in unserem Trend.

Die erste Korrektur:

Die Korrektur

Die Kurse beginnen aufgrund der geringeren Nachfrage und dem erhöhten Angebot zu korrigieren.

Für die Marktteilnehmer, die zu Höchstkursen gekauft haben, ergibt sich nun ein entsprechender Verlust. Im Depot dieser Anleger weist die Aktie der InsideTrading AG ein mehr oder weniger hohes Minus aus.

Diese Marktteilnehmer kommen in der Korrektur zu der Auffassung, dass sie eine Fehlinvestition getätigt haben. Vielleicht ist die Aktie der InsideTrading AG in verschiedenen Zeitschriften auch schon aus dem Musterdepot ausgestoppt worden.

Sie entschließen sich die Verluste zu begrenzen und ihre Positionen an der Aktie zu veräußern.

Da die Käuferseite aufgrund der Höchstkurse entsprechend gering war, erhöht sich zwar das Angebot, aber das Volumen bleibt entsprechend gering.

Die Aktie hat nun die Höchstkurse korrigiert. Die Anleger, die am Hochpunkt gekauft haben, beginnen diese Positionen zu veräußern. An der InsideTrading AG hat sich allerdings aus fundamentalen Gesichtspunkten keine nennenswerte Änderung ergeben.

Für die erfahrenen Trader ergeben sich jetzt die ersten Kaufsignale. Der übergeordnete Trend ist intakt und die Korrektur hat jetzt Handelsmarken erreicht, an denen eine Rückkehr zum übergeordneten Trend relativ wahrscheinlich ist.

Diese Trader erhöhen somit die Nachfrage.

Weiterhin ist eine Beteiligungsgesellschaft Betrading (BY) auf die Aktie der InsideTrading AG aufmerksam geworden. Die Aktie ergibt eine hervorragende Ergänzung zum aktuellen Beteiligungsportfolio. BY ist langfristig an dem Unternehmen interessiert, weshalb der Kurs eine untergeordnete Rolle spielt. Dennoch kommt BY die Korrektur ganz gelegen um sich erste Positionen der Aktie ins Portfolio zu legen.

Der Pfefferminzia Fonds nutzt das niedrigere Kursniveau ebenfalls um die Position wieder aufzustocken.

Dies hat zur Folge, dass die Käuferseite die Nachfrage so erhöht, dass der Kurs erneut beginnt zu steigen. Die Korrektur ist beendet und eine neue Impulsbewegung setzt ein.

Impulsbewegung die zweite:

Impulsbewegung, Trendfolge

Aufgrund der jetzt wieder anziehenden Kurse steigen weitere erfahrene Trader ein für die sich Einstiegssignale ergeben. Durch die erhöhte Nachfrage wird die Korrektur nicht nur beendet sondern der Markt kann sogar über den vorherigen Hochpunkt ansteigen und ein neues Hoch generieren.

Für alle Marktteilnehmer die am 1. Hochpunkt eingestiegen sind ist dies unter zwei Gesichtspunkten eine bittere Bewegung.

Zunächst haben sie durch den Verkauf der Aktie einen Verlust erzielt. Hätten sie die Position länger gehalten wäre der Verlust zu minimieren gewesen bzw. die Position ist aktuell sogar in den Gewinn gelaufen und man hätte einen Gewinn erzielen können.

Diese Marktteilnehmer sehen jetzt ihre anfängliche Auffassung bestätigt. „Die Aktie ist eine Gewinner-Aktie und jetzt werde ich dabei bleiben egal was passiert“.

Die Nachfrage steigt somit nochmal marginal an bevor die Nachfrage erneut nachlässt, da bereits alle Marktteilnehmer die kaufen wollen/wollten bereits gekauft haben und im Gewinn liegen.

Ein neuer Hochpunkt ist erreicht, da das Volumen auf der Nachfrageseite nicht mehr zunimmt. Die Aktie der InsideTrading AG wird nicht mehr in neue Höhe getrieben, die Rally ist zunächst vorbei.

Erneute Korrektur

Eine erneute Korrektur:

Die Marktteilnehmer, die im Zuge der Korrektur gekauft haben, beginnen ihre Positionen teilzuverkaufen oder ganz zu schließen. Zunächst kann das Angebot noch durch die Nachfrage der unerfahrenen Marktteilnehmer aufgenommen werden aber schlussendlich wird aufgrund des hohen Kursniveaus womöglich ein Angebotsüberhang herrschen.

Hinzu kommt, dass eventuell wenige Trader, die spät eingestiegen sind, ihren kleinen Gewinn ebenfalls sichern wollen. Sie erinnern sich an ihren letzten Einstieg und wollen unter keinen Umständen erneut in die Verlustzone rutschen. Daher beschließen sie den minimalen Gewinn lieber zu sichern und verkaufen ihre Position ebenfalls.

Der Kurs beginnt im weiteren Kursverlauf zu fallen und hinterlässt einen neuen lokalen Hochpunkt (Wendepunkt des Kursverlaufs).

Die weniger erfahrenen Anleger und Trader erinnern sich an die erste Korrektur und werden erneut unsicher. Diese werden erneut unsicher und bauen zunehmend Frustration auf. Sie bekommen das Gefühl, dass der Markt immer das Gegenteil von ihnen macht.

Das Spiel beginnt von neuem!

Sie merken: Es steckt eine gewisse Psychologie hinter den Kursen, gepaart mit verschiedensten Erwartungshaltungen verschiedener Anlegergruppen. Bedenken Sie dies stets. Hinterfragen Sie zudem stets Ihr eigenes Anlageverhalten und versuchen Sie nicht die typischen nachfolgenden Fehler zu machen:

image5

Quelle: FRF Finanzmakler

 

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Bewegung und Korrektur

Bewegung und Korrektur

Bewegung und Korrektur – Was passiert zwischen den Wendepunkten

Die wichtigen Punkte innerhalb eines Trends (Hoch- und Tiefpunkte) und damit einhergehende Unterstützungen und Widerstände haben wir bereits ausreichend beleuchtet.
Damit sind wir auf die markanten Punkte in einem Trend eingegangen. Offen bleibt allerdings was zwischen diesen Punkten passiert.

Neben den Hoch- und Tiefpunkten besteht ein Trend weiterhin aus einer Bewegung und einer Korrektur.
In einem Aufwärtstrend findet die Bewegung zwischen dem vorherigen Tiefpunkt und dem neuen Hochpunkt statt. Die Korrektur erfolgt dabei zwischen dem vorherigen Hochpunkt und dem neuen Tief.
In einem Abwärtstrend stellt sich Situation genau umgekehrt dar.
Zur Veranschaulichung eine weitere Abbildung:

Abbildung 4a (Bewegung und Korrektur)

Bewegung und Korrektur

Man sieht also, dass die Kursverläufe sich aus zwei verschiedenen Arten von Bewegungen zusammensetzen. Der Impulsbewegung und der Korrektur-(Bewegung).
Dabei ist die Impulsbewegung in der Regel dynamischer und zügiger als die Korrektur. Hinzu kommt meistens, dass die Impulsbewegung von einem höheren Volumen getragen ist als die Korrektur, in welcher das Volumen eher abnehmende Tendenz aufweist.
Impulsbewegung und Korrektur müssen dabei nicht immer wie oben veranschaulicht in einem Trend auftreten. Daneben sind durch Anordnung von Impulsbewegung und Korrektur auch andere Kursmuster möglich, welche häufig in „ Fortsetzungsformationen“ oder „Trendwendeformationen“ unterteilt werden. Diese Kursmuster werden später noch detailliert betrachtet.


Trendlinien:

Nachdem wir uns mit Unterstützungen und Widerständen sowie Bewegung und Korrektur beschäftigt haben, verfügen wir nun über ein Fundament an Grundwissen über den Trendaufbau.
Damit können wir uns einem weiteren wichtigen Instrument der technischen Analyse widmen. Der Trendlinie bzw. den Trendkanälen. Gerade zu Beginn kommt es häufig vor, dass ein Trend auf eben eine solche Trendlinie oder einen Trendkanal heruntergebrochen wird. Daher haben wir uns im Vorfeld explizit mit dem Trendaufbau beschäftigt, bevor uns nun diesem Instrument widmen.

zwei Typen von Trendlinien:
Bei Trendlinien wird zwischen einer Aufwärts- und Abwärtstrendlinie unterschieden.
Bei einer Aufwärtstrendlinie wird eine Linie entlang der einzelnen lokalen Reaktionstiefs gezogen.
Bei einer Abwärtstrendlinie wird dies analog mit den lokalen Reaktionshochs durchgeführt.
Um das zu verdeutlichen schauen wir einmal in die folgenden Abbildungen:

Aufwärtstrendlinie

Abwärtstrendlinie

Wichtig dabei ist: Trendlinien verlaufen selten so genau wie es in der Theorie dargestellt ist. Hier kann es gerade im Verlauf der einzelnen Periode zu kurzfristigen Über- und Unterschreitungen der Trendlinien kommen. Daher ist es meistens notwendig, mehrere Linien zu ziehen und etwas zu experimentieren bevor die richtige Trendlinie gefunden wird.
Dabei kann auch auf bestimmte Pufferzonen bei Trendlinien zurückgegriffen werden. Die einzig wahre Trendlinie ist in der Praxis eher selten anzutreffen.
Deshalb ist es wichtig, sich zunächst mit dem grundsätzlichen Trend auseinander zu setzen.
Haben wir kontinuierlich ansteigende neue Hoch- und Tiefpunkte (Aufwärtstrend) oder fallende Hoch- und Tiefpunkte (Abwärtstrend)? Wenn ja können diese Hoch-oder Tiefpunkte über eine Linie, der Trendlinie miteinander verbunden werden.
Wir brauchen also mindestens zwei verschiedene neue Hoch- oder Tiefpunkte. Ansonsten ist das Verbinden dieser Punkte zu einer steigenden/ fallenden Trendlinie nicht möglich.
Sofern eine Trendlinie auf lediglich zwei Berührungspunkten basiert, befindet sich diese sozusagen im Versuchsstadium. Wenn wir uns einen Chart nehmen und frei Hand zwei Punkte miteinander verbinden werden wir selten dazu kommen, dass im weiteren Kursverlauf eine gültige Trendlinie entstanden ist. Um die Trendlinie zu bestätigen und ihr bei einer größeren Anzahl an Marktteilnehmern eine gewisse Gültigkeit zu verleihen, ist ein dritter Test bzw. ein dritter Berührungspunkt des Kurses mit der Trendlinie erforderlich.
Grundsätzlich gilt: Desto häufiger die Trendlinie durch den Kursverlauf bestätigt wird, d.h. der Kurs durchbricht die Trendlinie nicht, desto stärker ist diese Trendlinie, weil immer mehr Marktteilnehmer diese akzeptieren und den Kurs durch Käufe/Verkäufe in die andere Richtung ziehen.


Die gültige Trendlinie als Hilfsmittel der Trendbestimmung:

Sobald die Trendlinie durch einen dritten Punkt bestätigt ist, liegt eine gültige Trendlinie vor. Neben der Trendrichtung lässt sich über die Trendlinie jetzt auch die Trendgeschwindigkeit bestimmen.
Dem Trendhandel liegt die Annahme zu Grunde, dass ein Trend in seiner Richtung und Geschwindigkeit eher beibehalten als geändert wird „The Trend isyour Friend“.

Die Trendlinie hilft uns somit insbesondere Korrekturen innerhalb des Trends richtig einzusortieren. Im Normalfall sollten die einzelnen Korrekturen der verlaufenden Trendlinie immer relativ nahe kommen (→ Trendrichtung und Trendgeschwindigkeit werden beibehalten).

Damit erweist sich die Trendlinie als Indikator für einen eventuell bevorstehenden Trendwechsel. Sofern nämlich die Korrektur über die Trendlinie hinausgeht, besteht eine erhöhte Gefahr, dass der Trend wechselt.
Ein Trendbruch ist hingegen noch nicht endgültig bei einem Bruch der Trendlinie erreicht. Daher kann der Bruch der Trendlinie hier nur ein Indiz sein.

Bruch ohne Tief

In der Abbildung sehen wir, dass die Trendlinie (dunkelgrün) gebrochen worden ist. Dadurch hat sich der Trend allerdings noch nicht in seiner Richtung geändert. Der Kurs liegt immer noch oberhalb des vorangegangenen Tiefpunktes. Erst wenn der Kurs diesen Unterstützungsbereich unterschreitet, hätten wir ein neues tieferes Tief und der Aufwärtstrend wäre nicht mehr intakt. Die Bedingung von stetig ansteigenden lokalen Hoch- und TIEFPUNKTEN wäre dann nicht mehr erfüllt.

Lediglich die Geschwindigkeit des Aufwärtstrends hat sich geändert. Der Aufwärtstrend würde, sofern die Korrektur in der Abbildung auf diesem Kursnvievau enden würde, lediglich etwas flacher und nicht mehr so steil wie vorher verlaufen.

Es lässt sich also zusammenfassen, dass eine Trendlinie ein unterstützendes Hilfsmittel für Kaufs- und Verkaufsentscheidungen darstellt. In der Nähe der Trendlinie eignen sich Käufe oder Verkäufe, da davon ausgegangen werden kann, dass der Kurs sich nicht mehr weit in die entgegengesetzte Richtung (Also die Trendlinie bricht) bewegt und in meine erwartete Verlaufsrichtung dreht. Kurz gesagt, der Kurs sollte jetzt wieder von einer Korrektur in die Bewegung übergehen.

Sofern dies nicht der Fall ist bietet mir die Trendlinie ein Indiz dafür, dass unter Umständen ein Trendwechsel bevorsteht.

Weitere Aspekte der Trendlinie:
Wie bereits oben angesprochen besteht die Möglichkeit, eine Trendlinie mit verschiedenen Punkten einer Periode zu verbinden. Hierbei wird hauptsächlich zwischen einer Trendlinie anhand verschiedener Tagesschlusskurse und einer Trendlinien zwischen den Extremen einer Periode (bspw. Tageshochs und Tagestiefs) unterschieden.
Es besteht auch die Möglichkeit beide Trendlinien zu benutzen. Dadurch ergibt sich eine sog. Pufferzone an der Trendlinie.

Die folgenden Abbildungen machen dies deutlich.

D1 EUR USD H4

EURUSD Trendlinie H4

Zunächst sind lediglich die Tageshöchstkurse durch eine Trendlinie (orange) miteinander verbunden worden. Im zweiten Chart sind zusätzlich die Tagesschlusskurse der lokalen Hochpunkte verbunden worden. Diese lassen sich durch einen Linienchart entsprechend lokalisieren, vgl. folgende Abbildung:

EUR USD Trendlineie Berührung

Wir sehen also, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt Trendlinien einzuzeichnen. Wichtig ist zu verstehen, dass nicht jede Verletzung einer Trendlinie eine Trendwende zur Folge hat. Um diese Fehlsignale aber zu minimieren, bieten die Pufferzone eine entsprechende Möglichkeit.


Verletzung der Trendlinie:

In Zusammenhang mit den oben aufgeführten Pufferzonen stellt sich die Frage, wann von dem Bruch einer Trendlinie gesprochen werden kann. Man wird es immer erleben, dass der Kurs im Verlauf einer Periode die Trendlinie durchbricht aber im Laufe dieser Handelsperiode (D1, H1, etc.) wieder zurückgehandelt wird. D.h. der Schlusskurs der Handelsperiode liegt wieder innerhalb der Trendlinie.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine Trendlinie durchbrochen ist wenn der Schlusskurs außerhalb der Trendlinie liegt. Ob es sich dann dabei auch um einen nachhaltigen Bruch der Trendlinie handelt, kann erst mit Verlauf der folgenden Zeitperioden gesagt werden. Häufig kommt es hier auch zu Fehlsignalen.

Dies mag sich darauf zurückführen lassen, dass es sich bei dem Bereich zwischen Trendlinie und vorangegangenen Hoch- bzw. Tiefpunkt um einen leeren Raum handelt. Der Trend ist nach wie vor intakt. Lediglich die Frage der zukünftigen Geschwindigkeit des Trends ist jetzt offen. Ein sehr variabler Bereich, der stets mit Vorsicht zu handeln ist.

Der Bruch der Trendlinie nur ein Indiz und keine Bestätigung für einen Trendwechsel!“

Der Trendkanal:
In den vorgenannten Beispielen haben wir gesehen, dass eine Aufwärtstrendlinie stets die lokalen Tiefpunkte miteinander verbindet.

Darüber hinaus können aber auch die Hochpunkte miteinander verbunden werden und so ein sog. Trendkanal gebildet werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der Trend halbwegs symmetrisch verläuft. D.h. Hoch- und Tiefpunkte haben immer eine bestimmte Distanz zueinander. Hierfür schauen wir uns den folgenden Chart einmal an.

Trendkanal

Trendkanäle sind logischerweise seltener als Trendlinien. Dies liegt daran, dass eine weitere Voraussetzung (Symmetrie) vorliegen muss.

Die obere Trendlinie liefert dabei ähnliche Signale wie die untere Trendlinie. Auch die Anwendung von Pufferzonen ist für diese möglich. Es lässt sich also festhalten das alle Informationen, die wir oben zur Haupttrendlinie in Erfahrung gebracht haben, auch auf die Trendkanallinie anzuwenden sind.


Die Trendlinie als Unterstützung und Widerstand:

Wie oben bereits angesprochen kann eine Trendlinie auch als Unterstützung oder Widerstand fungieren. Die Ausführungen zu Unterstützungen und Widerständen bei lokalen Hoch- und Tiefpunkten können hierbei analog angewendet werden.

Somit kann auch das Modell über die Wechselwirkung zwischen Unterstützung und Widerstand angewendet werden. Hierfür schauen wir zunächst auf die folgende Grafik:

Unterstützung Widerstand,

Wir sehen, dass die Trendlinie zunächst dreimal getestet worden ist. Die Trendlinie erfüllt somit die Voraussetzung einer gültigen Trendlinie und kann als Unterstützung verwendet werden. Beim vierten Test der Trendlinie wird diese aber durchbrochen. Nicht nur kurzfristig sondern auch nachhaltig, da der Kurs im weiteren Verlauf sogar unter dem vorangegangenen lokalen Tief notiert. Die Korrektur hat sich zu einer Bewegung ausgedehnt.

Diese Bewegung wird, im folgenden, ebenfalls korrigiert. Als Korrekturziel kommt neben dem vorherigen Tiefpunkt jetzt ebenfalls die bestehende Trendlinie in Betracht. Diese war vorher vom Markt als Unterstützung anerkannt und wandelt sich nach dem Bruch in einen Widerstandsbereich.


Von Trendstufen und Zeiteinheiten

Wir haben nun herausgearbeitet, dass ein Trend aus verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten besteht und zwischen den lokalen Punkten Impuls- sowie Korrekturbewegungen stattfinden.
Zu beachten ist dabei, dass Trends in verschiedenen Zeiteinheiten vorkommen können.
Zeiteinheit bedeutet dabei, dass für jede Zeiteinheit eine Kerze bzw. ein Balken ausgebildet wird. In der Zeiteinheit D1 (=Daily1) wird für jeden Handelstag eine Kerze ausgebildet. Im H1-Chart (=Hour1) wird bspw. für jede Stunde eine Kerze ausgebildet.
Oftmals werden Zeiteinheiten und Trendstufen miteinander gleichgesetzt. Diese Gleichung geht allerdings nicht auf, da sich für die Trendstufen eine andere Definition ergibt.

Eine neue Trendstufe ist erreicht, wenn man den jetzigen Trend erneut in Bewegung und Korrektur zerlegen kann.

Hierzu eine graphische Darstellung:

Abbildung 5a (übergeordneter & untergeordneter Trend)

Trends Zusammenhang

Im Vergleich zu den Trendstufen ist nicht bei jeder kleineren oder größeren Zeiteinheit ein anderes Trendbild erkennbar. Heißt: Ob ich mir nun den M15 oder M30 Chart anzeigen lasse, der sichtbare Trend ist der Selbe. Etwas feiner dargestellt, aber der Trend bleibt. Eine andere Darstellung ergibt sich bei der Unterscheidung zwischen Tages- und Stundenchart. Hier ergibt sich eine neue untergeordnete bzw. übergeordnete Trendstufe.

Im Wesentlichen lassen sich folgende Trendstufen und Zeiteinheiten zusammenfassen:

 

T1 T2 T3 T4 T5
Monat D1
W1
H1
H4
M15
M5
M1
Tick

 

Der Monatschart stellt somit die erste und auch die absolut übergeordnete Trendstufe dar. Alle anderen Trendstufen sind diesem untergeordnet.

Damit kommen wir zu der Erkenntnis: Desto niedriger die Trendstufe in der ich handele, desto mehr übergeordnete Trendstufen muss ich berücksichtigen.

Dabei muss ich jeweils für die übergeordneten Trendstufen klären, wo die lokalen Hoch- und Tiefpunkte sind und welcher Trend in der übergeordneten Trendstufe vorliegt.

Ein Beispiel:

(Abbildung 5b (Beispiel übergeordnet & untergeordnet)

Trendszusammenhang2

 

Angenommen wir handeln den untergeordneten Abwärtstrend im Stundenchart. Dieser Abwärtstrend ist gem. der Definition absolut intakt. Eine Abfolge von ständigen niedrigeren Hoch- und Tiefpunkten. Sofern nur dieser Trend betrachtet wird, sollte die Wahrscheinlichkeit, dass der Trend erhalten bleibt und wir weiter fallende Kurse sehen größer sein, als dass der Trend sich ändert.

In diesem Fall befinden wir uns allerdings an einem wichtigen Unterstützungsniveau einer übergeordneten Trendstufe. Auf Tagesbasis haben wir das Kursniveau des vorherigen Hochpunktes erreicht, ein Punkt an dem der Markt (hier theoretisch) immer wieder nach oben gedreht hat um den übergeordneten Trend fortzusetzen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der intakte Abwärtstrend auf Stundenbasis fortgeführt wird, ist also unter Einbeziehung der übergeordneten lokalen Kursmarken wesentlich geringer. Viel wahrscheinlicher ist hingegen die übergeordnete Trendfortsetzung.

Wir sehen also, dass die übergeordnete Lage immer beachtet werden muss. Wer übergeordnet handelt, muss sich die untergeordneten Trendstufen nicht zwingend anschauen. Hier geht es lediglich um eine Timing-Frage. Wer aber auf höheren Trendstufen unterwegs ist ohne die Großwetterlage für sich geklärt zu haben, läuft Gefahr, gänzlich auf das falsche Pferd zu setzen. Ein Fehler der vermieden werden kann, sofern man die nötige Weitsicht an den Tag legt.

 

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Der Aufbau von Trends
Eine der berühmtesten Börsenweisheiten lautet „The Trend is your Friend“. Diese Aussage beruht auf der Annahme, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Trendfortsetzung immer größer ist als die Wahrscheinlichkeit, dass der Trend sich ändert bzw. wir eine Trendwende sehen. Die Trendkonzeption ist somit unverzichtbar für den Ansatz der technischen Marktanalyse. Werkzeuge der technischen Analyse wie Trendlinien oder Durchschnittslinien, haben daher ausschließlich die Aufgabe die Trendrichtung zu erkennen, um schlussendlich an diesem Trend partizipieren zu können Allgemein umschrieben ist die Trendrichtung die Fahrtrichtung des Marktes.

 

Der Trend hat drei Möglichkeiten
Ein Trend zeichnet sich dadurch aus, dass niemals ausschließlich steigende Notierungen vorliegen. Vielmehr verläuft der Trend in einer Abfolge von neuen Hochs und Tiefs. Man könnte sagen zwei Schritte voraus und einen zurück oder eben anders herum. Ein Trend muss aber nicht zwingend nach oben oder unten gehen. Eine weitere Alternative ist, dass der Trend seitwärts verläuft. Einen Schritt vor und wieder einen zurück. Der Markt entscheidet sich dementsprechend nicht für eine bestimmte Richtung.

Ob der Trend nach oben oder unten geht, ist in der Abfolge der jeweiligen Hochs und Tiefs zu klassifizieren. Ein Aufwärtstrend zeichnet sich dadurch aus, dass im Trendverlauf immer neue höhere Hochs und höhere Tiefs ausgebildet werden. Bei einem Abwärtstrend ist es entsprechend andersherum. Der Trendverlauf bildet immer tiefere Tiefs und tiefere Hochs aus.

Bei seitwärts gerichteten Trends wechseln sich Hochs und Tiefs auf den jeweiligen identischen Höhen ab.
In Textform nicht unbedingt leicht verständlich. Daher zur Veranschaulichung die Abbildungen 1a bis 1c.

Abbildung 1a (Aufwärtstrend Abfolge von höheren Hochs & höheren Tiefs)Aufwärtstrend

Abfolge lokaler ständig ansteigender HochsAbfolge lokaler ständig ansteigender Tiefs

 

Abbildung 1b (Abwärtstrend Abfolge von tieferen Tiefs & tieferen Hochs) Abwärtstrend

Abfolge lokaler ständig fallender TiefsAbfolge lokaler ständig fallender Hoch

Abbildung 1c (Seitwärtstrend Abfolge von gleichbleibenden Hochs und Tiefs)

Seitwärtsmarkt

Wir sehen also, dass ein Trend drei verschiedene Richtungen aufweisen kann. Oftmals besteht allerdings die Annahme, dass ein Trend nur nach oben oder nach unten laufen kann. Dies entspricht aber nicht den Tatsachen. Dabei ist es nur eine logische Konsequenz wenn man die Psychologie des Marktes und die Preisbildung an den Märkten zu Grunde legt.
Es gibt Käufer und Verkäufer. Beide treffen an der Börse zusammen. Je nach Angebot und Nachfrage wird dann der Preis bestimmt. Verallgemeinert lässt sich sagen: Steigt die Nachfrage bei gleich bleibenden Angebot, erhöht sich der Preis.
Liegt das Gegenteil vor, fällt der Preis. Es wird aber auch immer Marktphasen geben, in denen das Angebot der Nachfrage entspricht. Der Preis bleibt gleich bzw. bewegt sich lediglich in einem gewissen Rahmen, leicht auf und ab.
Es ist unrealistisch, dass diese Situation über einen langen Zeitraum gegeben ist, da verschiedene Einflussfaktoren die Nachfrage und das Angebot immer wieder verändern, aber für eine Übergangsphase sollte dies immer wieder in Betracht gezogen werden. Man spricht hier auch von einer Seitwärtsrange, was sich auch mit Preisspanne übersetzen lässt. Oftmals wird diese Marktphase auch als „trendlos“ bezeichnet.

Dass es auch solche trendlosen Marktphasen gibt, ist ein ganz wichtiger Punkt. Wer am Markt agiert hat im wesentlichen zwei Möglichkeiten: Aktien kaufen (Long gehen) oder Aktien verkaufen (Short gehen). Hier lässt sich aber in trendlosen Marktphasen wenig Profit erzielen, da die Preisspanne eben entsprechend gering ist.
Long gehen ist lediglich in einem Aufwärtstrend wirklich profitabel. Short gehen bei einem Abwärtstrend. Aber in Seitwärtsphasen sorgen beide Varianten eher für wenig Rendite.
In solchen Marktphasen kommt eine dritte Variante ins Spiel, nämlich an der Seitenlinie zu stehen und abzuwarten, bis sich eine neue Trendrichtung etabliert, welche dann wieder profitabel gehandelt werden kann. Wie sich eine neue Trendrichtung erneut etabliert, sehen wir gleich in der nächsten Grafik weiter unten.
Dies fällt allerdings vielen Anlegern schwer, weshalb trendlose Marktphasen bei vielen häufig zu Verlusten führen.
In der folgenden Abbildung sehen wir das Währungspaar EUR/JPY zwischen Oktober 2013 und Juni 2014. Auffällig ist, dass der EURJPY in dieser Zeit alle verschiedenen Trendrichtungen ausgebildet hat.
Die verschiedenen Trends sind durch die blauen vertikalen Linien entsprechend unterteilt worden.
Die lokalen Hoch- und Tiefpunkte sind durch grüne und rote Rechtecke visualisiert worden.

Trendphasen

Aus der Abbildung ist ersichtlich, dass der EURJPY sich zwischen Oktober und Dezember 2013 in einem Aufwärtstrend befand.
Der aufwärts gerichtete Trend ist deswegen ansteigend, weil steigende Hochs (grüne Rechtecke) sich mit gleichzeitig ansteigenden Tiefs (rote Rechtecke) abwechseln.
Darauf folgte ab Dezember ein Abwärtstrend welcher bis Februar 2014 andauerte.
Dieser Abwärtstrend zeichnet sich durch fallende Tiefs aus, die sich mit gleichzeitig fallenden Hochs abwechseln. Ein Tiefpunkt liegt also gemessen am Kurs tiefer, als das Tief zuvor. Für die lokalen Hochpunkte gilt dies entsprechend.
Zwischen März und August 2014 lag im EURJPY ein Seitwärtstrend vor.
Dies ergibt sich aus den gleichbleibenden Hoch- und Tiefpunkten. In dieser Zeit konnten keine neuen höheren Hochs bzw. höhere Tiefs ausgebildet werden. Von einer vorangegangenen steigenden Trendphase sind wir also in eine sog. trendlose Marktphase übergegangen.

 

Unterstützungen und Widerstände
Wir haben nun gesehen, dass Trends aus verschiedenen lokalen Hoch- und Tiefpunkten bestehen. Ob diese lokalen Punkte ansteigen oder abfallen, zeigt uns ob wir uns in einem Aufwärts- oder Abwärtstrend befinden.

Bisher sind wir allerdings noch nicht auf die Bedeutung dieser Punkte eingegangen. Dabei kommt diesen Wendepunkten innerhalb der Chart- und der Markttechnik eine wichtige Bedeutung zu.
Die Reaktionstiefs bzw. die lokalen Tiefpunkte werden allgemein als Unterstützung bezeichnet und als Unterstützungsbereiche genutzt.
Für die Hochpunkte gilt dies analog. Allerdings stellen diese einen Widerstandsbereich dar.

 

In der Theorie lässt sich das folgendermaßen darstellen:

Abbildung 2a (Abwärtstrend – Widerstände und Unterstützungen)

Unterstützung und Widerstand

In Abbildung 2a sehen wir einen Abwärtstrend. Widerstände und Unterstützungen weisen dabei ein fallendes Muster aus. Die Widerstände ergeben sich auf immer geringeren Kursniveaus. Für Unterstützungen gilt dies analog.

Abbildung 2b (Aufwärtstrend – Widerstände und Unterstützungen)

Durchbruch Widerstand

In Abbildung 2b sehen wir einen intakten Aufwärtstrend. Die Widerstände steigen mit dem weiteren Kursverlauf kontinuierlich an, da immer neue höhere Hochpunkte ausgebildet werden. Für die Unterstützungen gilt dies analog.
Eine Unterstützung liegt daher immer unter dem aktuellen Kursniveau und stellt einen vorangegangenen lokalen Tiefpunkt dar (vgl. obere Abbildungen).
Ein Widerstand liegt immer oberhalb des aktuellen Kurses und stellt ein vorangegangenen lokalen Hochpunkt dar (vgl. rote Striche, obere Abbildung).
An diesen Punkten ist im vorherigen Kursverlauf das Angebot größer geworden als die Nachfrage (keine neue Kurssteigerung – Der Kurs fällt anschließend) bzw. die Nachfrage größer als das Angebot (keine neuen Kurstiefs – Der Kurs steigt anschließend).
Ein gesundes Verständnis für die Bedeutung von Unterstützungen und Widerständen ist eine wichtige Voraussetzung für das Umsetzen von Trendhandel und Trendkonzepten. An diesen Punkten wird immer wieder aufs Neue überprüft, ob der Trend bestehen bleibt oder gegebenenfalls eine Trendwende einsetzen könnte.
Wenn beispielsweise die Korrekturbewegung in einem Aufwärtstrend den kompletten Anstieg seit dem vorangehenden Tief konsolidiert, kann dies ein erstes Warnzeichen für einen eventuellen Trendwechsel sein. Sofern die Unterstützungslinie sogar unterschritten wird, ist ein Trendwechsel umso wahrscheinlicher.
Weiterhin gilt jeder Test des vorangegangenen Hochs (Widerstandsbereich) als kritischer Moment in einem Aufwärtstrend.
(Für den Abwärtstrend gilt diese Annahme hinsichtlich des Unterstützungsbereichs entsprechend)

Hier entscheidet sich, ob die Masse der Marktteilnehmer bereit sind einen höheren Preis zu zahlen, als sie das vor der Korrektur getan haben. Sofern dem so ist, wird die Nachfrage konstant bleiben und es wird ein neuer lokaler Hochpunkt ausgebildet. Wir sehen einen Ausbruch über das vorherige Widerstandslevel.
Ist dies Nicht der Fall, prallt der Kurs am Widerstand ab. Es liegt ein fehlgeschlagener Ausbruchsversuch vor.
Auch hier erleben wir ein erstes Warnzeichen für einen Wechsel der vorherrschenden Trendrichtung.

Unterstützung = Widerstand &Widerstand = Unterstützung

Bisher haben wir Widerstände ausschließlich mit dem vorangehenden lokalen Hochpunkt und die Unterstützungen mit den vorherigen lokalen Tiefs in Verbindung gebracht.

Darüber hinaus ist allerdings noch ein weiterer Aspekt zu beachten. Im Rahmen der technischen Analyse ist die Annahme weit verbreitet, dass sobald der Kurs einen Unterstützungs- oder Widerstandsbereich über-oder unterschreitet, diesen Bereich umkehrt und die gegenteilige Bedeutung zumisst.
Wir schauen uns das in der folgenden Abbildung einmal an, wie sich diese Annahme in der Theorie darstellt:

Abbildung 3a (Umkehr von Widerstand in Unterstützung)

Umkehr Widerstand in Unterstützung

In der oberen Abbildung 3a sehen wir einen intakten Aufwärtstrend (Abfolge von neuen höheren lokalen Hochpunkten und tieferen Tiefs). Die beiden Tiefs bilden jeweils einen Unterstützungsbereich. Das vorherige Hoch stellt einen Widerstand dar, den der Kurs zunächst überwinden muss um den Aufwärtstrend zu bestätigen.
Sofern der Widerstand nicht überwunden wird, besteht die Gefahr einer Trendumkehr bzw. eines Trendwechsels.

Abbildung 3b (Umkehr von Widerstand in Unterstützung)

Widerstand wird Unterstützung

Wir sehen nun, dass der Kurs den Widerstandsbereich überwunden hat. Die Folge ist, dass der vorherige Widerstandsbereich nun eine Unterstützung darstellt.
Diesem Vorgehen liegt die Auffassung zu Grunde, dass die Marktteilnehmer auf diesem Kursniveau schon einmal reagiert haben und das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage hier gedreht haben. Für die Zukunft gilt nun, dass das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage eher an einem Reaktionspunkt erneut dreht als irgendwo, wo es keine Reaktion bzw. Änderung der Kursrichtung gab.
Der weitere Kursverlauf könnte sich daher wie folgt darstellen:

Abbildung 3c (Umkehr von Widerstand und Unterstützung)

Korrektur Unterstützung

Wir sehen, dass die Marktteilnehmer den vorherigen Widerstand nun als Unterstützung angenommen und auf diesem Kursniveau erneut reagiert haben. Erneut kam es zu einer Änderung des Verhältnisses zwischen Käufern und Verkäufern (→ Die Nachfrage überstieg an diesem Punkt das Angebot, der Kurs beginnt wieder zu steigen).

Wir sehen also, dass nicht nur das vorherige lokale Tief als Unterstützungsbereich fungiert sondern weitere Unterstützungsbereiche denkbar sind, an denen der Kurs wieder nach oben oder unten drehen kann.

 

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Grundlagen der Charttechnik

Grundlagen der Charttechnik

Dieser Artikel ist zunächst als Einstieg und für die Leser gedacht, die mit der Konstruktion von Charts noch nicht so vertraut sind bzw. ihr Hauptaugenmerk bisher lediglich auf die Fundamentalanalyse oder Nachrichten gelegt haben.

Es wird darauf eingegangen wie die Kursdaten gelesen und in den Chart, der betrachtet wird, übertragen werden. Wer mit dem Aufbau von Charts bereits vertraut ist wird in diesem Artikel wenig Neues finden aber wir haben alle einmal angefangen und jeder soll die Möglichkeit haben, von Anfang an dabei zu sein. Insoweit vertröste ich auf die nächsten Artikel 😉

Schauen wir uns zunächst einen Chart in Gänze an und welche Informationen sich wo befinden.

1

Eine Kerze stellt dabei eine Zeitperiode dar. In dem oberen Chart umfasst eine Kerze somit die Kursbewegung des gesamten Tages. Welche Informationen eine Kerze enthält wird etwas später in diesem Artikel dargestellt.

Die verschiedenen Charttypen:

(Abbildung 1.1 Balkenchart)

2

Der Balkenchart (Abbildung 1.1) gehörte in der Vergangenheit zu den populärsten Charttypen bevor der japanische Kerzenchart sich immer mehr durchsetzte. Zunächst gehen wir auf die Informationen des Balkencharts ein, bevor weiter unten der japanische Kerzenchart erläutert wird.

Aus dem Balkenchart lassen sich vier Informationen ablesen:

  • Der Tageshöchstkurs
  • Der Tagestiefstkurs
  • Der Eröffnungs- und der Tagesschlusskurs.

Der kleine Strich auf der linken Seite des Balkens stellt dabei den Eröffnungskurs dar. Der Strich auf der rechten Seite den Tagesschlusskurs.

Das obere Ende des Balkens zeigt den Tageshöchstkurs an. Das untere Ende entspricht dem Tagestiefstkurs.

3

 (Abbildung 1.2 Linienchart)

4

Der Linienchart (Abbildung 1.2 – selbe Kursbewegung wie in der Abbildung 1.1) zeigt nur den Schlusskurs der jeweiligen Periode an (Periode = Tag → Anzeige des Tageschlusskurses). Der Schlusskurs stellt den wichtigsten Kurs einer Handelsperiode dar. Daher ist auch der Linienchart für eine technische Analyse durchaus geeignet.

 

Der japanische Kerzenchart:

5

Der Kerzenchart ist die japanische Version des Balkencharts. Der Kerzenchart bietet identische Informationen wie ein Balkenchart. Lediglich die Darstellung der Kursspanne der einzelnen Periode weicht vom Balkenchart ab.

Der Kerzenchart erfreut sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit und ist die Hauptdarstellungsmethode eines Charts. Daher wird in den kommenden Artikeln bzw. in regelmäßigen Analysen auch hauptsächlich dieser Chart-Typ verwendet.

 Das Wichtigste an einer Kerze ist die Beziehung zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs. Der Raum dazwischen bildet den sog. Kerzenkörper (auch Body genannt) und spielt für viele technische Analysten eine gewichtige Rolle. Anhand des Kerzenkörpers lassen sich gewisse Aussagen zu der Handelsaktivität innerhalb der Handelsperiode treffen.

Eben dieser Kerzenkörper bildet den Unterschied zwischen Kerzen- und Balkenchart. Diesen Kerzenkörper können sie sich in einen Balkenchart ebenfalls hinein denken. Lediglich die graphische Darstellung ist eine andere. Alle technischen Werkzeuge und Indikatoren funktionieren daher im Balkenchart genauso wie im Kerzenchart.

 

Die Kerze:

6

In der Abbildung nehmen wir als Beispiel eine Kerze mit einem grünen Kerzenkörper. Der grüne Kerzenkörper bedeutet, dass innerhalb der Periode der Kurs gestiegen ist. Der Schlusskurs liegt über dem Eröffnungskurs. Das Ende der oberen Linien steht für das Tageshoch, das untere Ende des sog. Schattens stellt den Tiefstkurs der Periode dar.

In der folgenden Abbildung ist dies nochmal etwas genauer dargestellt.

 

7Der sog. Schatten wird teilweise auch als Kerzendocht beschrieben. Sofern Sie mal auf diese Formulierung stoßen sollten, müssen Sie sich nur merken, dass es hier keinen Unterschied in der Bedeutung gibt.

Der japanische Kerzenchart bietet im Vergleich zu anderen Darstellungsvarianten einige leichte Vorteile. Durch die farbliche Darstellung lassen sich steigende und fallende Perioden leichter erkennen. Zudem lassen sich im Vergleich zum Linienchart weitere wichtige Informationen wie Tageshöchst- und Tagestiefpunkte erkennen. Der Linienchart basiert lediglich auf den Schlusskursen. Diese werden durch eine Linie verbunden. Weiterhin lassen sich Kurslücken zwischen den Schluss- und Eröffnungskursen zweier Perioden leichter erkennen. Im Linienchart lassen sich diese Kurslücken gar nicht erkennen. Im Balkenchart ist ein genaues Auge erforderlich. Dies kann dazu führen, dass die Kurslücken teils gar nicht erkannt werden und so wichtige Informationen nicht die entsprechende Beachtung finden.

 Neben dem Kursverlauf sollte der Chart noch eine weitere wichtige Information enthalten – den Umsatz.

Der Umsatz stellt dabei die Gesamtaktivität des Handels dar. Im Grunde stellt er die Anzahl der Aktien/ Zertifikate dar, die innerhalb der Periode gehandelt worden sind, also den Besitzer gewechselt haben.

Um die Daten entsprechend darzustellen werden unterhalb des Charts in der Regel Umsatzbalken verwendet.
Vgl. dazu folgende Abbildung:

8

 

Im unteren Teil des Chart-Bildes ist der Umsatz dargestellt.

Sofern der Umsatz in der aktuellen Periode niedriger war als in der vorherigen Periode, wird der Umsatzbalken rot dargestellt. Ist der Umsatz im Vergleich zur vorherigen Periode angestiegen, wird er grün dargestellt.
Welche Bedeutung der Umsatz hat, wird später immer mal wieder aufgegriffen.

 Da wir nun wissen, wie Kerzen- und Balkencharts konstruiert sind, können wir uns mit der Analyse bzw. der Interpretation dieser Charts beschäftigen. Hier werden wir in den nächsten Artikeln ansetzen.

Beachten Sie stets, dass der Chart nur die einzelnen Kurse graphisch darstellt und immer ein gewisses Anlegerverhalten dahinter steht. Für sich allein betrachtet ist der Chart nutzlos. Sehen sie es wie ein Gemälde, für sich alleine ist es nur ein Bild, der Name des Künstlers, seine Intentionen und Gedanken machen es wichtig und interessant. „Was hat sich der Künstler dabei gedacht?“. Selbiges gilt beim Chart, „Was denken die Marktteilnehmer und wie verhalten sie sich?“. Das ist das Entscheidende!

Strategien – langweilig aber erfolgreich!

Strategien – langweilig aber erfolgreich!

Ich bin der Meinung, dass jeder Händler der an der Börse tätig ist eine Strategie benötigt. Deswegen möchte ich gerne ein paar Aspekte nennen die bei der Lösung der richtigen Strategie zu beachten sind. Zu allererst sollte man wissen, welches Produkt man handelt und ob man seine Entscheidungen aufgrund von Nachrichten oder aufgrund der Markttechnik tätigt. Entscheidet man sich für Nachrichten sollte man aufschreiben, wo man diese Nachrichten herbekommt, wann man sich sie täglich anschaut und zu welchen Zeiten man nach ihnen handelt. Gleiches gilt für die Markttechnik, da es sich hierbei um ein sehr weites Thema handelt sollte man exakt wissen, welche Strategie man sich hier bereitlegt. Wichtig ist, dass die Strategie aufgeschrieben werden muss und so detailliert ist, das selbst ein Dritter sie verstehen kann und die Käufe und Verkäufe ausführen kann. Theoretisch müsste also die eigene Mutter oder Großmutter diese Strategie auch handeln können. Hier mag ich glauben, gibt es Grund zu resignieren, aber nur wenn man eine genau definierte Strategie hat, die möglichst auch einfach ist, kann sie wiederholt werden und konsistent gehandelt werden. Dann können duplizierbare Ergebnisse erwirtschaftet werden, welches wie ich gleich mit dem Gesetz der Serie ausführe von großer Wichtigkeit ist. In Bezug dazu gibt es noch einen Aspekt den man akzeptieren und verstehen muss. Es gibt keine Strategie auf der Welt die jeden Tag erfolgreich ist. Dies ist auch nicht das Maß, welches eine Strategie erfüllen muss. Selbst die einfachste Strategie hat den Sinn ein Fixstern zu sein, den man kontinuierlich handelt und der eine Trefferquote generiert, die möglichst nicht null ist. Dabei ist es angenehmer wenn man seine Trefferquote bewusst niedrig ansetzt, das bedeutet, dass man eine Trefferquote von 30% und somit 70% Fehltrades akzeptiert. Es ist wichtig sich über solche Zahlen Gedanken zu machen, weil man ansonst dem typischen Fehler unterliegen wird aus jedem Tag und jeder Transaktion das Beste heraus zu holen.

So funktioniert Börse aber nicht und ist mit unter einer der größten Gefahren die es gibt.

 
Börse ist ein Nummernspiel, welches bedeutet, dass bevor man seine erste Transaktion tätigt, man vorher eine Serie festlegt, die man mit einer fixen Strategie handelt. Jede Transaktion erfolgt dann in der Serie nach dem gleichen Muster.
Wenn man es nun wirklich fertig gebracht hat die Einstiegsstrategie aufzuschreiben, wird ein großer Teil der täglichen Ablenkungen im Handel eliminiert sein. Denn wenn man nun 100% weiß wann man einsteigt, ist man frei genug für den nächsten Wesentlichen Schritt im Handel.
 
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Man kann nun seine Risiken minimieren und seine Gewinne laufen lassen. Gewiss wird man jetzt sagen „ja, Risiken minimieren und Gewinne laufen lassen“ dies habe ich schon oft gehört und sagt sich leichter als getan. Ja, das stimmt, aber ich kann versichern, wenn man nicht vorher 100% weiß, wann man einsteigt in den Markt wird das managen der Risiken und Gewinne unmöglich werden. Wenn man aber eine festgelegte Strategie hat, wird es zwar immer noch der schwerste Aspekt im Handel  bleiben, aber immerhin ist es ein ganzes Stück leichter geworden:
 

 

Es ist wichtig, dass Verluste einen bestimmten Bereich nie überschreiten dürfen!

 
Dann gewinnt man einen wichtigen Vorteil, selbst wenn man unendlich viele Transaktionen gemacht hat. Wenn man immer einen fixen Maximalverlust hat, besitzt man nämlich einen fixen maximalen Durchschnittsverlust, welches bedeutet, dass man sich nie mehr Gedanken um seine Verluste machen muss, da diese nun fix sind. In dieser banalen Aussage steckt im Grunde schweres Verständnis und sollte durchdacht und mit einem Beispiel errechnet werden.
Nun kann man sich vollkommen auf seine Gewinne konzentrieren. Jetzt kann man immer noch sagen, „ja Gewinne laufen lassen, sagt sich leichter als getan“ und dem stimme ich auch vollkommen zu. Aber Gewinne laufen lassen ist einfacher geworden, wenn man sich um seine Verluste und um seinen Einstieg nie mehr kümmern braucht, denn dieser steht jetzt fix. Außerdem ist man sich schon über seine fiktive Trefferquote bewusst, welches verhindert jeder Transaktion das Beste abzugewinnen und sich zu viel in die aktuelle Transaktion hinein zu steigern. Auch kann man die Ungewissheit ablegen, wie das Ergebnis der aktuellen Transaktion aussehen wird, denn man weiß, dass man sich in einem Nummernspiel befindet und z.B. eine Serie von 20 oder 50 Gelegenheiten handelt, mit der man seine Strategie testen wird. Wenn man sich also gerade beim vierten von 20 Versuchen befindet und bis jetzt alle verloren sind, braucht man weder den Kopf in den Sand zu stecken, noch auch nur den geringsten Haaransatz an der Strategie zu verändern.
Wenn man eine Trefferquote von 30% angesetzt hat,  können von 20 Transaktionen 14 verlieren. Jedoch wenn man nur sechs Transaktionen gewinnt, bedeutet dies auch, dass diese in ihrem Gewinn mindestens zweieinhalb mal größer sein müssen als die Verluste.
Die maximalen Durchschnittsverluste könnten z.B. zehn betragen und die Gewinne 50.
Ist dies möglich?
Bei einer Ausbruchsstrategie, die z.B. in mindestens 30% der Fälle in eine Bewegung übergeht,  ist dies mehr als möglich. Dann stehen sich 300 Punkte Gewinn und 140 Punkte Verlust gegenüber womit man 160 erwirtschaftet. Ausbrüche sind eine der drei wichtigsten Bestandteile der Markttechnik. Es gibt den Ausbruchs-, den Bewegungs- und den Trendhandel.
 

 

Fazit:

Man muss sich auf eine Einstiegsstrategie und auf die Serie konzentrieren. Letzteres heißt, es ist egal wie das Ergebnis einer einzelnen Transaktion aussieht, es zählt nur die Gesamtheit der Serie. Egal?, natürlich soll ein negatives Ergebnis nicht höher als der fixe Durchschnittsverlust sein und die Konzentration muss auf die Maximierung des laufenden Gewinnes liegen. Gewinne mitnehmen, weil es einem gerade gefallen würde, obwohl es keinen markttechnischen Anlass dazu gibt, ist natürlich tabu. Dieses Verhalten wird man aber mit der Zeit ausmerzen, wenn man sich vollkommen auf laufende Gewinne konzentriert.
 
Ebenso wie man sich auf seine maximalen Gewinne konzentriert, gibt es noch eine weitere Konzentration im Markt und zwar die der fixen Uhrzeit zum Handel. Dies gilt für die Markttechnik und natürlich weniger für zeitlich fest angekündigte Nachrichten.

 

Wieso soll man dies tun?

 
Die Antwort ist leicht, weil kein Mensch sich den ganzen Tag konzentrieren kann und weil die Bedingungen des Erfolges einer markttechnischen Strategie nicht den ganzen Tag Geltung haben. Dabei gibt es von 8:00-11:00 Strategien die von 11:00 bis 14:00 Uhr nicht funktionieren und umgekehrt. Exakt so ist es von 14:00 bis 17:00 Uhr von 17:00 bis 20:00 Uhr und von 20:00 bis 22:00 Uhr. Dies liegt daran, dass die Börse neben Volumina auch banalen Einflüssen wie Mittagspausen, Feierabende und -tage unterliegen. Auch wenn Seit 2008 Hochgeschwindigkeitscomputer an der Börse dominant sind, besteht sie immer noch nahezu 100% aus Menschen, die morgen weder einen anderen Job angenommen haben noch zu einem anderen Zeitpunkt zur Arbeit kommen. Sie arbeiten also immer noch zur gleichen Zeit an der Börse und dies meistens mit konstanten Strategien.
Kann sich auch nur einer ernsthaft vorstellen, dass irgendein Menschen in den unterschiedlichen Banken und Institutionen auf den weiten Kontinenten da draußen ohne Strategie und ohne Plan vorgeht?
 
Es gibt zahlreiche private Händler die von 8:00 Uhr bis 22:00 Uhr die Märkte überwachen und/ oder nicht spontan ihre Strategie aufschreiben können.
Was ich davon halte, ist sicher deutlich geworden. Es ist die Austrittskarte vom Markt bevor man überhaupt eingetreten ist.
 
Abschließend möchte ich sagen, wer nun eine fixe Einstiegsstrategie, fixe Durchschnittsverluste, eine fixe Handelsuhrzeit, eine fixe Trefferquote und eine fixe Serie hat, kann sich entspannt zurücklehnen.
Je mehr fixe Gewohnheiten man im Trading besitzt desto mehr kann man sich jenen Dingen widmen, die wirklich Bedeutung und Wichtigkeit tragen, wie die laufenden Gewinnen und die Stoppsetzung. Dagegen gibt es nichts was einen mehr zurückwirft und frustriert als jeden Tag immer wieder von vorne zu beginnen und alles neu zu überdenken.
 
Christoph
5 Kennziffern im Risikomanagement, die jeder Trader im Blick haben sollte

5 Kennziffern im Risikomanagement, die jeder Trader im Blick haben sollte

Der Begriff Risikomanagement wird oft gleichgesetzt mit dem Stop-Loss. „Risikomanagement? Ja, klar, ich setzt ja einen Stop-Loss“, dass hört man oft, wenn man mit anderen Tradern spricht. Manchmal höre ich sogar Sätze wie „Risikomanagement? Der bekannte Börsen-Guru XYZ hat aber gesagt, dass Stop-Loss-Auträge nicht gut sind, weil man dann zufällig aus einer Aktie ausgestoppt wird. Zudem fischen die Profis ja nur die Order ab.“ Bei so etwas bekomme ich Gänsehaut.

Das Nichtwissen im Bereich des Risikomanagements ist sehr groß, vor allem bei Anfängern. Zugern konzentriert man sich auf das, warum man ja Trading betreibt: Den Handel. Doch jeder Anfänger oder Profi, der sich schon mal mit dem Erfolg der erfolgreichsten Trader beschäftigt hat, weiß, wie konservativ diese handeln und welchen Stellenwert sie dem Risikomanagement einräumen.

Welche Kennzahlen muss man im Blick behalten? Im Prinzip baut man sich mit dem Risikomanagement ein Abwehr gegen Ereignisse auf, mit denen man nicht rechnet. Es ist die Versicherung, dass man morgen noch handeln kann. Alleine diese beiden Sätze zeigen schon mal, dass hiermit nicht nur der Stop-Loss gemeint sein kann. Das Risikomanagement ist immer auf den Trader zugeschnitten. Wie viel hält man aus, bevor man nicht mehr schlafen kann?

5 Kennzahlen, die jeder Trader im Blick haben muss:

  1. Einzelpositionsrisiko: Dies ist der Betrag, welcher bei einer einzelnen Position riskiert wird. Wenn ein Trader beispielsweise 1% von seinem Geld-Kapital (ohne offene Gewinne) riskiert, ist diese das Risiko für diese einzelne Position. 1% von 10.000 EUR sind 100 EUR, somit kann ein Trader mit dieser Kontogröße 100 EUR pro Position riskieren. Entsprechende Kalkulation der Positionsgröße natürlich vorausgesetzt. Die zentrale Frage lautet hier: Wie oft kann ich hintereinander ausgestoppt werden, bis ich nicht mehr vernünftig traden kann?
     
  2. Portfoliorisiko: In dieser Kennzahl wird ausgedrückt, wie hoch das gesamte Risiko aller Einzelpositionen ist. Ein Trader muss sich hier einen Wert setzten, der das Maximum darstellt, welches er auf einen Schlag in einem Normalfall verlieren kann. Wer beispielsweise 5 Positionen mit einem Einzelpositionsrisiko von jeweils 1% offen hat, der hat ein Portfoliorisiko von 5%!
    Es reicht nicht aus, nur auf die einzelne Position zu schauen. Gerade Trader, die einzelne Aktien handeln, müssen immer auf das Portfoliorisiko schauen. Die wichtigste Frage lautet hier: Wenn alle Positionen auf einmal ausgestoppt werden, wie hoch ist mein Verlust?
     
  3. Positionsgröße: Jetzt mag der Leser vielleicht denken, was die Positionsgröße mit Risikomanagement zu tun hat. Schließlich hat man ja ein festes Risiko pro Einzelposition definiert. Doch es ist eine sehr wichtige Größe!
    Viele Märkte sind nicht 24h geöffnet, sondern nur innerhalb fest definierter Tageszeiten. In diesen Märkten kann es zu Kurslücken über Nacht kommen. Dies gilt sowohl für Long- als auch Short-Positionen, wobei Short-Positionen hier ein größeres Risiko besitzen. Eine Longposition kann nur um 100% fallen, während eine Shortposition unendlich gegen den Trader laufen kann.
    Die zentrale Frage bei der Positionsgröße lautet: Was passiert mit meinem Tradingkonto, wenn die Position eine Kurslücke von 50% aufweist? Das kann bei z.B. der Veröffentlichung von Nachrichten bei einem Aktientitel durchaus passieren. Wenn die Positionsgröße beispielsweise 50% des Geld-Kapitals ausmacht, dann wäre eine Kurslücke von 50% ein Verlust von 25% des Geld-Kapitals! Solche Ereignisse sind selten, können aber zu einem Ruin führen. Gerade im Forex-Markt werden oft sehr hohe Positionsgrößen eingegangen.
     
  4. Gesamtportfoliogröße: Bei dieser Kennzahl verhält es sich genauso wie bei den ersten beiden. Wie groß sind alle Positionen gemeinsam? Wer beispielsweise 5 Aktienpositionen besitzt, zwei mit 25% Positionsgröße, eine mit 50% Positionsgröße und zwei mit 10% Positionsgröße, besitzt eine Gesamtportfoliogröße von 120%. Dies wäre ein Hebel von 1,2. Was würde passieren, wenn diese 5 Positionen eine Kurslücke über Nacht von jeweils 10% ausweisen, weil eine unvorhergesehene Nachricht den Markt trifft? Es ist wichtig sich über solche Fälle Gedanken zu machen.
     
  5. Die Korrelation bzw. Diversifikation: Man kann diesen Wert als Kennzahl ausdrücken, aber es reicht auch, wenn man einfach seine Positionen im Portfolio hiernach ordnet. Gerade Trader, die Aktien handeln, aber auch Forex-Trader oder Rohstoff-Trader sind von diesem Risiko betroffen. Wer beispielsweise 5 Aktien in seinem Portfolio hat, handelt in Wirklichkeit eine große Position auf den Aktienmarkt, da Aktien immer eine sehr hohe Korrelation zueinander aufweisen. Wer sogar 2 von diesen 5 Aktien im selben Sektor besitzt, der hat fast die Hälfte der Positionen in einem Sektor und besitzt somit hier eine größere Korrelation. Dasselbe gilt bei der Trade-Richtung: Wenn alle Positionen long gehandelt werden, setzt man stark auf steigende Kurse.
    Bei dieser Betrachtung des Risikos gilt immer wieder dieselbe Frage: Was passiert, wenn z.B. über Nacht unvorhergesehene Nachrichten erscheinen? Wie verhält sich mein Portfolio und meine Trades. Es ist wichtig dies zu betrachten und sich Limits zu setzen, damit man nicht alles auf eine Karte setzt.

Wie man an den obigen Kennzahlen sieht, besteht Risikomanagement nicht nur darin einen Stopp-Loss-Kurs für einen Trade zu wählen, sondern sich darüber Gedanken zu machen, was bei unvorhersehbaren Ereignissen passiert. Genau von diesen Ereignissen gibt es mehr, als die meisten Trader denken und sie werden unterschätzt. Warum ist das so? Ganz einfach: Man kann die Entwicklung der Märkte nicht vorhersehen, auch wenn man dies gerne würde.

Um ein besseres Gefühl für Risiken zu bekommen, kann die Trading Simulation von Insidetrading verwendet werden.

Julian Komar

Copyright: Julian Komar. Alle Rechte vorbehalten.


Julian Komar

Über Julian Komar

Julian Komar beschäftigt sich seit mehr als 4 Jahren mit Trading und technischer Analyse. Gerade die Themen Trendfolge, Tradingpsychologie und Risikomanagement sind sein Schwerpunkt.

Im bekannten TRADERS’ Magazin kann man regelmäßig Kolumnen von ihm zu diesen Themen finden.

In seinem Trading-Blog veröffentlicht er fast täglich spannende Artikel und einmal pro Woche wird ein kostenloser Newsletter versendet: blog.julian-komar.de

 

„Kaufen, wenn in den Straßen Blut fließt“

„Kaufen, wenn in den Straßen Blut fließt“

Baron Rothschild soll einmal gesagt haben: “Man muss kaufen, wenn in den Straßen Blut fließt“. Ganz so drastisch würde ich es vielleicht nicht ausdrücken, doch er hatte erkannt, dass sich Wenden in Strömungen und Trends oftmals durch kriegerische Konflikte abzeichnen.

Durch die damit einhergehende wirtschaftliche Rezession werden Waren wie Lebensmittel sehr teuer, aber Kapital wie Maschinen oder Produktionsstätten  werden eher günstig zu erwerben sein (aufgrund der politischen Unsicherheit, mangelnder Nachfrage und Geldnot). Es sind dieselben Gründe, die auch heute bei fallenden Aktienkursen angegeben werden.

Was hat aber eine solche Weisheit mit unserer heutigen Zeit zu tun?

Und noch viel wichtiger: Welchen Einfluss hat das auf die eigenen Investments?

Die richtige Antwort ist: Nichts und gegebenenfalls doch alles!!!!!

Denn heute wird der Konflikt  zum Glück zumeist nur noch im Orderbuch (Auflistung der Kauf- und Verkaufsaufträge für ein bestimmtes Wertpapier) ausgefochten.

Wir haben in einem anderen Artikel bereits den Trendaufbau nach Markttechnik näher betrachtet. Dabei wurde angesprochen, dass Trends ineinander verschachtelt sein können und man damit Einstiege finden und Geld verdienen kann.

Rothschild sagte, dass Kriege und Brüche in aktuellen Entwicklungen ein gutes Indiz für eine Wende im Trend seien …und was früher die Weltkriege waren, sind heute der Fall einer Bank oder Fonds.

Doch nun wollen wir das anhand des Trends selbst bestimmen!

DAX D1

Bilder zum zoomen anklicken.

Ich habe hier den Dax(30) auf Tagesbasis mit eingezeichnetem Trendverlauf nach Markttechnik vorbereitet. Bei diesem habe ich eine Wendestelle markiert. Diese ist nicht ganz optimal verlaufen, da danach der Markt noch einmal korrigierte. Aber die untergeordneten Trends, auf die ich eingehen möchte, waren sehr klar zu erkennen.

Mir ist wichtig, dass man folgenden Zusammenhang möglichst gut versteht. Daher habe ich ein kurzes Video dazu erstellt.

Der Dax befindet sich im oberen Bild ganz unverkennbar in einem Aufwärtstrend, wie an den höheren Hoch- und höheren Tiefpunkten zu erkennen ist.

Wir wollen nun zeigen, wie man auf eben diesen Trend aufspringen kann und dabei durch eine kleine Ineffizienz einen guten Einstieg findet. (Korrektur im Trend – wie Rothschild, nur kurzfristiger, wir denken ja nicht in Generationen :-)).

Den untergeordnetenTrend erkennen:

DAX H1

Wenn man nun in die Wendestelle „hineinzoomt“ und sich den Preisverlauf auf Stundenbasis anschaut, so erkennt man, dass hier die kurze Korrektur klar als Abwärtstrend erkennbar ist. Dieser bildet dann einen Boden und kehrt sich in einen Aufwärtstrend um. Man erkennt gut die zu Beginn fallenden Hochs und fallenden Tiefs, die sich dann nach einer kurzen Phase der Uneinigkeit in steigende Hoch- und steigende Tiefpunkte umwandelt. Aus dem Artikel zum Thema Preisentstehung, wissen wir, dass Preise Angebot und Nachfrage widerspiegeln. Je kleiner die Zeiteinheiten werden, desto mehr sieht man den Einfluss jedes einzelnen Kauf- und Verkauf-Auftrages.

Ich will noch eine Stufe tiefer gehen und mit dem M5 das gesamte Bild vervollständigen.

Die kleinen Trends erkennen:

DAX M5 & H1

Hier sieht man, dass sich jede Korrektur des Stundencharts weiter aufspalten lässt und es auf dem 5 Minuten Chart wieder Bewegungen und Korrekturen gibt, welche sich wiederum weiter in kleineren Trends darstellen ließen. Dieses Spiel könnte ich nun so lange fortsetzen, bis wir auf dem Tick Chart und somit der Verbildlichung der Times and Sales Liste angekommen wären. Die Times und Sales Liste ist quasi der Kassenbon der Börse. Auf ihr werden alle Umsätze sowie die zugehörigen Preise verzeichnet. Jede Verbildlichung des Preises ist auf ihr begründet.

Kombinieren wir nun unser bisher erlangtes Wissen, können gut getimte Ein- und Ausstiege gefunden und/oder Hedges aufgelöst werden! (Wie funktioniert das Hedging?| unser Hedge-Rechner)

Zurück zum Thema: Erinnern wir uns noch einmal kurz an den Trendaufbau zurück.

Der Trend wurde definiert durch steigende Hoch- und Tiefpunkte, oder fallende Hoch- und Tiefpunkte. Die Zeiteinheit und Trendgröße ist dabei vollkommen irrelevant.

Wenn wir nun alles zusammen in ein Bild bringen dann wird schnell klar, dass die kleinen Trends in die Großen hineinlaufen. Daraus resultiert, dass man mit engen Stopps und kleinem Risiko an den großen Bewegungen partizipieren kann und hohe Vielfache des eigenen Risikos (also ein hohes CRV) verdienen kann und oder man durch Trailing-Stops dem Markt einfach folgt.

Die Übergänge erkennen:

Wie Trends ineinander Greifen - Ballkönigin

Ich habe hier erneut das Bild mit Stunden- und 5 Minuten Trend.

Wissentlich, dass der Tageschart sich in einem Aufwärtstrend befindet (siehe erstes Bild), suchen wir hier nach Aufwärtstrends in den kleineren Zeiteinheiten. Das untere, große weiße Rechteck, markiert das erste höhere Hoch im 5 Minuten Chart. Sobald der Markt dieses durchbricht, hat er begonnen eine Folge aus höheren Hochs und Tiefs auf dieser Trendgröße zu bilden. Damit wären der Tageschart und der M5 beide long ausgerichtet.

Das obere, längliche Rechteck markiert das erste höhere Hoch auf der Trendgröße des Stundencharts. Sobald der Markt dieses durchbricht, hat er begonnen auf dieser Trendgröße das Muster eines Aufwärtstrends zu bilden. Das kleine Rechteck in der Mitte ist das erste höhere Hoch des korrigierenden 5 Minuten Charts.

Möchte man nun zum Beispiel die Trendwende auf dem Stundenchart vorweg nehmen und den Ausbruch über das erste Hoch mit handeln (diese können beizeiten enorme Volatilität mit sich bringen, wenn short positionierte Marktteilnehmer sich ausstoppen und neue unpositionierte Händler den jungen Trend zu kaufen beginnen) so kann man einfach den kleineren 5 Minuten Trend handeln und schauen, ob man so in den Stunden- und Tagestrend hineinkommt. Diese Form von Handel braucht sehr viel Feingefühl, lässt sicher aber genauso gut in großen Zeiteinheiten handeln (und ist damit nicht den Intra-Day Traden vorbehalten).

Außerdem lassen sich solche Trendumbrüche wunderbar in Kerzen-Formationen erkennen. Wieso, weshalb, warum würde ich gerne nächstes Mal besprechen, da es für den Handel aus dem Chart essentiell ist, Trends und Trendgrößen zu verstehen. Es ist vollkommen normal, dass man dieses Thema eher überspringt, da es zu der trockeneren Materie des Handelns und Investierens gehört.
Aber wie wir alle wissen, hat ein Großteil der Marktteilnehmer zu kämpfen und da ein Großteil sich nicht kümmert…..^^

Wir finden, das muss nicht sein.

Daher sind wir auf dem Weg zu mehr Insight.
Liebe Grüße,
InsideTrading

Der Stop Loss – risikobegrenztes Traden

Der Stop Loss – risikobegrenztes Traden

Hallo Insiders, heute soll es um ein Thema gehen, das für viele Trading-Einsteiger oft ein Buch mit sieben Siegel ist für Fortgeschrittene aber ein routinemäßiges Vorgehen darstellt! Und, könnt ihr euch schon denken, worum es in diesem Artikel gehen soll? Richtig, wir reden über Stop Loss!

Der Orderzusatz Stop-Loss wird verwendet, um Verluste zu begrenzen und Gewinne zu realisieren! Diese Order ruht solange, bis die vorher festgesetzte Notierung, welche bei Kaufaufträgen unterhalb des aktuellen Kurses liegt, erreicht wurde. Sie wird bei Erreichen des Kurses automatisch zu bestens ausgeführt; der Verkaufskurs kann also auch etwas unter dem Stop-Kurs liegen.

Videoskript
Folie0:
Hey Insider, willkommen auf unserem YouTube Kanal.
Das heutige Thema ist der Stop Loss: Vor-und Nachteile vom risikobegrenzten Traden.

Folie1: Was ist ein Stop Loss?
Mit einem SL habt ihr die Möglichkeit, euer Risiko zu begrenzen, indem ihr nach dem Kauf einer Aktie eine Verkaufsorder zu einem bestimmten, niedrigeren Preis aufgebt.

Diese Verkaufsorder wird dann automatisch ausgeführt falls der Preis der Aktie das SL-Niveau erreicht. Somit könnt ihr im Vorfeld festlegen, wie viel ihr maximal breit seid zu verlieren.

Folie 2: Screenshot
Hier sehen wir jetzt einen Chartausschnitt der Lufthansa Aktie. Zu dem aktuellen Preis kaufen wir diese Aktie und gleich nach dem Kauf setzen wir einen SL. Jetzt bewegt sich die Aktie erst seitlich, bevor diese sehr stark fällt.

Bildschirmfoto 2015-11-12 um 23.17.53

In diesem Fall verlieren wir nur 1 Euro pro Aktie und nicht 3 oder 4 Euro, die wir eventuell ohne einen SL verloren hätten.

Folie 3:
Auch bei diesem Beispiel setzten wir einen SL und begrenzen unser Risiko dadurch auf 1 Euro pro Aktie.
In diesem Fall erzielen wir einen Gewinn von 5 Euro pro Aktie. Somit war das Chance:Risiko-Verhältnis 5 zu 1.

Bildschirmfoto 2015-11-12 um 23.18.01

Folie 4:
Es gibt viele Trader, die sich von ihren Positionen nicht trennen können, solange diese im Minus sind. Erst wenn die Wertpapiere dann wieder im Plus sind, verkaufen sie diese und rühmen sich damit, dass sie immer richtig liegen. Diese Trader schauen oft mehrmals täglich ins Portfolie, sitzen ständig betend vor dem PC und arbeiten wirklich hart für ihren Gewinn von 3,50€.

Wie die Grafik zeigt, kann diese Strategie auf lange Sicht nicht funktioniert, da jeder Trade wieder ins Plus läuft und oft schon ein Verlusttrade reicht, um 9 oder mehr Gewinntrades zunichte zu machen.

Folie 5:
Mit dem Wissen, dass die Verluste begrenzt sind, ist es oft auch leichter Gewinne einfach mal laufen zu lassen. Das führt in der Regel dazu, dass der erwartete Gewinn viel, viel größer ist, als der erwartete, begrenzte Verlust.

Das Beispiel zeigt eine vereinfachte Strategie, bei dem der SL greift, wenn der Verlust je Trade 50€ erreicht. Und obwohl nur 3 der 10 Trades mit einem Gewinn geschlossen wurden, hat der Trader einen Gewinn von 460€ erzielt, da er seine Verluste begrenzte und die Gewinne laufen lies.

Bildschirmfoto 2015-11-12 um 23.18.21

Der SL ist unter den Tradern sehr umstritten, da man oft ausgestoppt wird, kurz bevor sich der Markt dann doch in die erwartete Richtung bewegt.

Ich hoffe die beiden Beispiele haben dennoch deutlich gemacht, wie wichtig ein SL ist.

Folie 6:
Wenn euch dieses Video gefallen hat, dann schaut euch an, woran wir sonst noch basteln.

Wo muss der Stop Loss hin?

So weit, so gut! Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht immer! Es stellt sich die Frage, wie groß der Abstand zwischen aktueller Notierung und dem Stop-Loss-Kurs gewählt werden soll. Wählt man den Stop-Kurs zu nah am aktuellen Kurs, wird man bei einer kleinen Korrektur ausgestoppt und kann nur noch teilnahmslos zusehen, wenn der Kurs sich in die ursprünglich gedachte Richtung entwickelt. Auf der anderen Seite will man das Risiko des Kapitalverlustes möglichst gering halten und kann darf den Abstand daher nicht zu groß wählen. Bildschirmfoto 2015-11-12 um 23.17.53Deshalb hat wahrscheinlich jeder Trader seine eigene Philosophie über dieses Thema. Auch wenn es keine goldene Regel gibt, wird für Standardwerte oftmals ein Abstand von 10% empfohlen. Sind Schwankungen auf dem gehandelten Markt größer, sollte auch der Stop-Loss entsprechend angepasst werden. Beim Festlegen der Stopp-Marke orientieren sich viele Trader am Chart. Würde sich das Gesamtbild beim Unterschreiten eines bestimmten Kurses signifikant ändern? In diesem Fall wird diese Marke, die manchmal einfach ein kürzlicher Tiefpunkt manchmal aber auch eine längerfristig gebildete Handelsspanne ist, oft als Grenze gewählt und der Stop-Kurs kurz unter diese Kursunterstützung platziert. Auch die Volatilität des gehandelten Finanzproduktes sollte beachtet werden, da die Order bei Erreichen des Stop-Loss ausgeführt wird, also auch nach einer Kurslücke oder ähnlichem. Dies birgt bei hoch volatilen Märkten natürlich ein kleines Risiko als bei nicht sehr volatilen Märkten, da auf diesen Kurssprünge häufiger vorkommen können.

Den größten Einfluss bei der Wahl des Abstandes hat jedoch in jedem Fall die Risikobereitschaft des einzelnen Traders. Am Ende muss also jeder Trader seine eigene Strategie finden.

Gewinne absichern mit dem Stop Loss!

Wir haben nun lange diskutiert, wie groß der Abstand zu wählen ist. Es ging bisher also eher um die Minimierung des Risikos. Der Stop-Loss dient aber auch der Absicherung von Gewinnen. Stellen wir uns also vor, wir haben Aktien von der Inside-Trading AG zu einem Kurs von 40 Euro gekauft und uns für einen Stop-Loss von 36 Euro entschieden – wir haben uns also ganz konservativ für den 10%igen Abstand entschieden. Spätestens nach der Veröffentlichung des Geschäftsberichtes der Inside-Trading AG sind eine Menge Leute auf die außerordentliche gute Performance der Unternehmung aufmerksam geworden sodass die Nachfrage der Aktien stetig gestiegen ist. Der Kurs steht also 2 Monate nach unserem Kauf bei 50 Euro. Wollen wir unseren Stop-Loss jetzt tatsächlich bei 36 Euro belassen? Nicht wirklich! Verkaufen wollen wir aber auch noch nicht. Der positive Trend ist nämlich noch immer aktiv. Es gäbe daher die Möglichkeit, den Stop-Loss auf 45 Euro anzupassen. Leider verlangen viele Broker Gebühren für solche Transaktionen. Eine andere Möglichkeit, die von immer mehr Brokern angeboten wird, ist der Trailing-Stop-Loss. Wie der Name schon vermuten lässt, verfolgt dieser Stop den aktuellen Kurs im vom Trader festgelegten Abstand, wobei auch hier der Abstand relativ oder absolut angegeben werden kann. In diesem Fall würde unser Stop-Loss also kontinuierlich angepasst werden und wir müssten uns nicht ständig neu entscheiden. Würde der Kurs nun unter 45 Euro fallen, würde wir automatisch ausgestoppt und könnten einen Gewinn von 5 Euro pro Aktie verbuchen (anstelle eines Verlustes von 4 Euro pro Aktie, falls wir den Stop-Loss nicht angepasst hätten).

Fassen wir noch einmal zusammen:

Stop-Loss-Ordern werden von vielen Tradern routinemäßig eingesetzt, um:

  • Gewinne zu realisieren
  • Verluste zu begrenzen
  • Trades zu automatisieren, ohne ständig die Kursentwicklung verfolgen zu müssen.

Soviel nun aber zur grauen Theorie! Falls ihr aber auch zum visuellen Lerntyp zählt (aber auch falls nicht), schaut euch doch unser Video zum Thema an.

Viel Spaß beim Traden,

Erik

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