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  • Europäische Aktien werden zu Beginn der Woche tiefer gehandelt
  • Fitch senkt Italiens Rating-Ausblick, Tria unterstützt Anleihen
  • Deutsche Autohersteller verlieren aufgrund der Brexit-Entwicklung an Wert

Europäische Aktien haben den September mit moderaten Rückgängen begonnen, da die Anleger vorsichtig bleiben und erwarten, dass Donald Trump mit Strafzöllen auf chinesische Waren in Höhe von 200 Mrd. USD fortfahren könnte. Darüber hinaus wurden uns auch ziemlich negative Brexit-Enthüllungen angeboten, was darauf hindeutet, dass für eine endgültige Einigung noch viel zu tun ist. Zuallerletzt entwickelten sich die von den europäischen Volkswirtschaften stammenden EMIs ebenfalls schwächer als erwartet. Der Gesamtindex für das verarbeitende Gewerbe blieb jedoch unverändert bei 54,6 Punkten. Ein kurzer Blick auf die europäischen Aktienmärkte zeigt, dass der britische FTSE (UK100 in der xStation 5) am besten performt und seine Gewinne um 10:10 Uhr auf 0,6% ausbauen konnte. Der FTSE MIB (ITA40) legte um 0,25% zu und der spanische IBEX (SPA35) lediglich um 0,05%. Aktien aus Deutschland und Frankreich werden wiederum flach gehandelt. Schauen wir uns den DE30-Chart einmal genauer an.

Der DE30 scheint kurz vor einem tieferen Rückgang zu stehen, zumindest wenn die Bären die 12.320 Punkte unterschreiten. Quelle: xStation 5

Bei einem Blick auf den H4-Chart fällt auf, dass der DE30 bisher die 12.320 Punkte verteidigen konnte. Käufer könnten daher auf einen Anstieg auf das 23,6% Fibo-Retracement hoffen, das Gleichgewicht der Risiken scheint dennoch immer noch nach unten geneigt zu sein. Grund hierfür sind vor allem mehrere riskante Ereignisse: NAFTA, chinesische Strafzölle, NFP-Bericht und Brexit. Sollten Käufer jedoch in der Lage sein, die 12.320 Punkte zu halten, wäre mit einer Bewegung in Richtung 12.550 Punkte zu rechnen. Dieser Bereich dürfte die nächste große Hürde darstellen, von dort aus könnte sich möglicherweise der Abwärtsdruck erneut erhöhen. Die 12.100 Punkte dürften mittelfristig als wichtigste Unterstützung fungieren, gefolgt von 11.900 Punkten als entscheidendes langfristiges Niveau.

Deutsche Autohersteller gehören am Montagmorgen zu den schlechtesten DE30-Werten. Quelle: Bloomberg

Die Schwäche der deutschen Autohersteller resultiert vor allem aus den jüngsten Äußerungen des EU-Verhandlungsführers Michel Barnier. Er warnte davor, dass in Europa ansässige Automobilhersteller nach dem Brexit weniger in Großbritannien hergestellte Teile verwenden werden. Beachten Sie, dass etwa 186 Tsd. Menschen in der britischen Automobilindustrie beschäftigt sind. Barnier fügte hinzu, dass es “überlappende Interessen in den Bereichen Sicherheit und Außenpolitik gebe”. Er fügte hinzu: “Als Antwort auf die 100 Seiten des britischen White Paper würde das EU-Angebot zum zukünftigen Handelsabkommen wegen mangelnder Gemeinsamkeiten in der wirtschaftlichen Beziehung wahrscheinlich nur auf 15-20 Seiten kommen”. In diesem Kontext ist auch der britische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe zu erwähnen, der im August von 53,8 auf 52,8 Punkte gefallen ist.

Des Weiteren wurde der Ausblick von Fitch für Italien am Freitag von “Stable” auf “Negative” gesenkt. Die Ratingagentur gab Bedenken bezüglich des Haushaltes an, beließ das Rating dennoch bei BBB. Nichtsdestotrotz sind die italienischen Anleiherenditen heute Morgen leicht rückläufig, da die Anleger an die späteren Bemerkungen des Finanzministers Giovanni Tria zu glauben scheinen. Er behauptete, dass die Spreads enger werden, wenn die Details zum Haushaltsplan veröffentlicht werden. Tria versichert den Anlegern, dass die haushaltspolitischen Grenzen eingehalten werden, damit Italien nicht gegen eine Defizitobergrenze von 3% des BIP verstößt. Am Morgen sind die italienischen Anleihen leicht rückläufig, die Aktien steigen bis 10:40 Uhr um 0,25%.

Die italienischen Anleiherenditen sind heute Morgen rückläufig, die Spreads bleiben dennoch erhöht. Die kommenden Wochen werden für italienische Vermögenswerte kritisch sein, bis die Details zum Haushaltsplan bekannt gegeben werden. Quelle: Bloomberg

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Maximilian Wienke

Marktanalyst bei XTB

Maximilian Wienke, geboren 1992 in Kassel, beendete 2017 erfolgreich sein betriebswirtschaftliches Studium (B.A. Business Management) mit einem Doppelabschluss an der International Business School Nürnberg sowie der University of Sunderland.
Als jahrelanger aktiver Trader eignete er sich bereits in jungen Jahren Kenntnisse über diverse Finanz- und Kapitalmarktthemen an, insbesondere über derivative Finanzinstrumente, Charttechnik und automatisierte Handelssysteme. Erste praktische Berufserfahrungen sammelte er im Bankensektor (u.a. im Bereich Merchant Banking und Trading Capital Markets), bevor er 2017 in Frankfurt am Main seine Tätigkeit als Marktanalyst bei XTB Deutschland begann.

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