Der Weltgeschichte beiwohnen zu dürfen ist in Zahlen nicht ausdrückbar und generell etwas surreal. Warum ich? Und doch sollten wir die uns zustehende wahnsinnige kurze Zeit nicht unzufrieden verbringen. Und so ist es die ewige Suche der Menschen nach Zufriedenheit. Die Suche nach optimaler Work-Life-Balance heutzutage, früher die Suche nach dem Paradies. Wir wollen genießen – und sind doch nicht immer zufrieden. Ich möchte mich in dieser drei-teiligen Artikel-Reihe mit der “Zufriedenheit beschäftigen”. Was ist das? Wie bekomme ich das? Wie behalte ich das?

Suchen wir Glück oder Zufriedenheit, Genugtuung oder Stolz?

Doch was ist Zufriedenheit? Laut Wortbedeutung handelt es sich um den Zustand innerlich ausgegelichen zu sein und nicht mehr zu verlangen, als man hat, oder auch mit der aktuellen Gesamtsituation zufrieden zu sein, also an dieser Nichts weiter auszusetzen zu haben. Im allgemeinen Sprachgebrauch werfen wir Glück, Zufriedenheit, Genugtuung und Selbstzufriedenheit gerne in einem Pool zusammen.

Dabei ist die Genugtuung eine gesteigerte Zufriedenheit, wenn man einer meist sittlichen Pflicht oder Verantwortung gerecht geworden ist. Genugtuung ist ein Teil unserer Zufriedenheit und kann diese steigern oder auch stützen. Hier ist die Genugtuung eher eine innerliche Emotion, während der Stolz dasselbe ist, nur offen nach außen durch die Person gezeigt.

Glück und Zufriedenheit werden am häufigsten verwechselt: Glück ist Wolff Horbach das augenblicklich in der Gegenwart erlebte, während Zufriedenheit eine Bilanz des Erlebten ist. Stefan Klein, Die Glücksformel: “Wenn wir unser Leben beurteilen, machen wir sehr oft den Fehler, Zufriedenheit mit Glück zu verwechseln. Was ist der Unterschied? Glück erleben wir im selben Moment, in dem wir eine Erfahrung machen. Glück gibt es also nur in der Gegenwart. Zufriedenheit ist das, was wir davon im Kopf behalten, entsteht also in der Rückschau. Glück verhält sich zur Zufriedenheit wie ein Kinofilm zu einer Filmkritik, die in wenigen Worten ein Urteil über den Streifen abgibt.”

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Was ist Zufriedenheit?

“Zufriedenheit ist eine Bilanz des Erlebten.” Unsere Zufriedenheit entsteht aus der Summe der glücklichen Momente und auch wie wir diese bewerten. Man könnte auch sagen, dass Zufriedenheit die Differenz aus Erwartung und Realität ist. Liegt das reale Ergebnis unter unseren persönlichen Erwartungen, so sind wir unzufrieden. Liegt das Ergebnis jedoch gleichauf oder höher, so erleben wir Zufriedenheit.

In diesem Fall liegt das Laster auch bei den Menschen, welche zu viel nachdenken, zu viel erwarten und sich den Kopf zu häufig über ihre Wünsche und Ziele zerbrechen. Es heißt ja auch, dass dumme Menschen glücklicher sind. Dem ist tatsächlich so. Wer weniger erwartet ist eher, häufiger und/oder schneller zufrieden.

2016-11-27-12-44-43Ich selbst beschäftige mich intensiv an der Börse mit der Psychologie und tauche daher auch in andere Bereiche ein. Es geht an der Börse darum Geld zu verdienen. Doch was macht uns am Ende tatsächlich zufrieden? So wurde ja zuletzt auch ein Nobel-Preis an zwei Ökonomen der Zufriedenheitsforschung verliehen, welche herausfanden, dass Geld unsere Zufriedenheit nur bis zu einem Jahresgehalt über rund 67.000€ steigern kann (hier mehr dazu).

Zufriedenheit ist die Differenz aus Erwartung und Realität. Dementsprechend ist unsere Erwartungshaltung einer der wichtigsten Faktoren auf der Suche nach Zufriedenheit. Hier habe ich mich selbst in Richtung der stoischen Philosophie entwickelt. Wir sollten die Dinge wertschätzen, welche wir besitzen. Beispielsweise macht der Konsum uns unszufrieden, anstelle andersrum. Konsumieren wir, so sind wir in einem materiellen Teufelskreis gefangen. Wir kaufen uns ein Auto und schauen bereits wieder auf die anderen Autos, welche wir haben könnten. Materielle Zufriedenheit ist ein Fass ohne Boden. Wir können uns materiell immer upgraden. Es gibt immer Dinge, welche wir noch nicht besitzen. Wer so die Zufriedenheit sucht, der sucht ewig. Warum nicht das genießen, was wir besitzen? Weniger ist mehr! Muss unsere Erwartungshaltung Marken-Klamotten, teure Autos oder Reichtum sein? Kann man mit einer solchen Erwartungshaltung überhaupt zufrieden werden? Es wäre die ewige Suche nach dem nächsten materiellen Kick. Doch wer genießt, was er besitzt, kann durch die Realität eher überrascht werden und zufrieden sein.

 

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